Vegane Küche

  • Lille
Danke für die Erläuterung @snowflake

Ist mir zwar immer noch zu allgemein (was ja nicht an Dir liegt), denn es gibt eben auch Veggies, die durchaus auch auf regionalen Verbrauch achten, sei es durch das Abo einer regionalen Biokiste oder den Einkauf von regionalen Bio-Produkten im Geschäft. Und eben verstehen, dass Mandelmilch & Co nicht des Rätsels Lösung sein können.
Zeigt eben einmal mehr, dass man nicht alle über einen Kamm scheren kann. Was ja gleichermaßen auch für Fleisch essende Personen gilt.

Umgekehrt wäre es ja so, würden die riesigen, laut der Studie dann ja wasserreichen Gebiete, in denen bspw. Rinder in Masse gezüchtet werden und deren Futter angebaut wird, für eben diese Fleischerzeugung nicht mehr nötig, könnte man da wunderbar Gemüse anbauen.

Die globale Problemlage ist einfach zu komplex für einfache Aussagen.
 
  • SaSa22
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Hi Lille :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • snowflake
Umgekehrt wäre es ja so, würden die riesigen, laut der Studie dann ja wasserreichen Gebiete, in denen bspw. Rinder in Masse gezüchtet werden und deren Futter angebaut wird, für eben diese Fleischerzeugung nicht mehr nötig, könnte man da wunderbar Gemüse anbauen.
Oder einfach den Regenwald stehen lassen.

Natürlich war auch meine kurze Erläuterung noch einmal eine Verkürzung der Aussage des verlinkten Artikels, der vermutlich auch eine Verkürzung der WWF-Studie war.

Aber informativ finde ich das schon, dass eben nicht pauschal fleischlos essen ökologisch sauber ist. Und vermutlich macht sich halt doch nicht jede/r Veggie so nen Kopf, sonst würden gewisse Lebensmittel, die von weither und aus problematischen Regionen kommen, nicht so boomen.

Da steht auch, dass Obst und Gemüse halt weit überwiegend importiert werden, z.T. ganz unnötig.
"Die Einfuhrquote bei Obst liegt der WWF-Studie zufolge bei 80 Prozent, bei Gemüse sind es 63 Prozent. "Fast nicht vorhanden ist der heimische Anbau von Nüssen. Obwohl etwa Haselnüsse in Deutschland heimisch sind, stammen 98 Prozent derzeit aus dem Ausland""

Dazu fällt mir ein, dass ich vor ein paar Wochen in einem Fernsehbericht einen süddeutschen Landwirt sagen hörte, dass er seine Walnüsse nicht an den Handel absetzen kann und deshalb, wenn ich es richtig im Kopf habe, den Großteil der Bäume geschlagen hat und nur noch so viele stehen ließ, wie er die Nüsse privat im Bekanntenkreis absetzen kann.

Und was hier so an Walnussbäumen vereinzelt in der Gegend rumsteht, wird meiner Beobachtung nach auch nicht abgeerntet - aber natürlich werden die Nüsse von Spaziergängern aufgelesen.

Und es gibt auch einen Ausblick, wie die Landwirtschaft umgestellt werden könnte/sollte, und Tipps für Verbraucher, auf wassersparende/einheimische Gemüsesorten umzuswitchen. Z.B. Rindfleisch durch andere Eiweißquellen zu ersetzen, wobei Huhn, Bohnen, Erdnüsse und Sonnenblumenkerne genannt werden. Oder statt Baumnüssen mit hohem Wassergehalt (wobei auch die Cashew genannt wird) Erdnüsse oder Samen zu verzehren.
 
  • helki-reloaded
Die Studie geht da schon etwas differenzierter ran, als die Überschrift der SZ und lässt erkennen, dass es weniger ein Vegetarier/Veganer-Problem als vielmehr auch ein Problem der agrarwirtschaft in ihrer aktuellen Form ist. Und es werden auch Tipps für Verbraucher genannt.

allerdings ist umfasst sie 64 Seiten (ohne Literaturhinweise) ...

 
  • toubab
Nochmal kurz úber die cashew, die ich auch im garten habe, die brauchen gleich viel wasser wie die mangos, naemlich 350ml wasser im jahr, und das ist nichts, ich habe dieses jahr schon ab 26 juni bis heute 490 niederschlag gemessen.
(das ist die gleiche menge die in berlin das ganze jahr runterkommt.)

Ich kenne niemand die die cashews wassert. Vielleicht wenn man ein baeumchen pflanzt das man es etwas angiessen muss, aber das handelt sich um kleine mengen.
 
  • matty
Ich kann den Artikel leider nicht lesen, ernähre mich weder vegan, noch vegetarisch, esse allerdings extrem wenig Fleisch und Erzeugnisse daraus, frage mich aber trotzdem, ob dort berücksichtigt ist, dass massenhaft Regenwald abgeholzt wird für Tierfutter und auch für Rinderhaltung, was enorm negative Auswirkung auf den Wasserhalt hat und dass es in den Supermärkten massenhaft eigentlich einheimischen Obst und Gemüse gibt, was da, wo es wirklich produziert wird, nur mit reichlich Wasserzufuhr wächst. So z.B. selbst jetzt noch Tomaten aus Marokko, Kartoffeln sehr lange fast ausschließlich aus Ägypten oder das viele Gemüse aus Spanien.
Es sind wohl immer mehr Menschen die schauen, dass sie jeweils das kaufen, was im Menschen wirklich real regional produziert wurde. So habe ich viele Wochen kaum Kartoffeln kaufen können, weil selbst die Biokartoffeln aus Ägypten kamen, was oft nur mit hartnäckiger Nachfrage zu erfahren war.
Massentierhaltung braucht insgesamt Unmengen an Wasser.
Dass nun gerade Mandelmilch in solchen Mengen verzehrt wird, kann ich mir gar nicht vorstellen. Ich sehe es hier in den Supermärkten kaum in Einkaufswagen und begegne ihr auch sonst bei Freunden kaum.
Sogenannte Milch aus Hafer oder Cashewnüssen sieht in der Bilanz deutlich besser aus.

Ich denke aber, die Überschrift ist wieder mal so, wie man es z.Z. häufig findet. Sie sagt nur bedingt das aus, was in der Studie steht.
 
  • lektoratte
@matty

Es scheint zumindest erwähnt worden zu sein. ;)
 
  • snowflake
dass es in den Supermärkten massenhaft eigentlich einheimischen Obst und Gemüse gibt, was da, wo es wirklich produziert wird, nur mit reichlich Wasserzufuhr wächst. So z.B. selbst jetzt noch Tomaten aus Marokko, Kartoffeln sehr lange fast ausschließlich aus Ägypten oder das viele Gemüse aus Spanien.

Das steht nicht nur in der Studie, sondern sogar in dem SZ-Artikel, wie ich in #522 auch erwähnt habe.
 
  • snowflake
Dass nun gerade Mandelmilch in solchen Mengen verzehrt wird, kann ich mir gar nicht vorstellen.
Das wird sie auch sicher nicht, und insofern ist die Überschrift deutlich irreführend. Im Artikel selbst wird erwähnt, dass Mandeln z.B. auch viel in Kosmetika verwendet wird, was natürlich nicht auf die Kappe von Veganern geht.
Vermutlich eher deshalb als wegen Mandelmilch steigt der weltweite Verbrauch.
"Allein Deutschland importierte 2019 mehr als 102 000 Tonnen, knapp 40 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor."
 
  • matty
Das steht nicht nur in der Studie, sondern sogar in dem SZ-Artikel, wie ich in #522 auch erwähnt habe.

Ja, den Artikel kann ich ja leider nicht lesen und mit Ausnahme des Kartoffelbeispiels sind das von mir angeführte ja keine Einfuhren, weil alles EU ist und trotzdem weit weg von regional. So war es zumindest gemeint.
 
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