Hilfe: Welpe im Haus! (Ratgeber)

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Hilfe: Welpe im Haus!
Vor lauter Entzücken auch schon die ersten dicksten Hunde gemacht? Immer wieder. Erwachsene Menschen geraten in Panik, wenn der neue vierbeinige Bonsai-Mitbewohner Schwung in die Bude bringt - seinen tierischen, hundsgemeinen. Der folgende Text ist der Versuch einer biologische Anleitungen zum gegenseitigen Glücklichsein.
Sie trugen drei Jahre lang Windeln, sonst hätten Sie längst einen neuen Teppichboden. Oder waren Sie schon mit zwei Jahren erwachsen? Es ist anstrengend wie lehrreich, junges Leben aufzuziehen. Wie einen Welpen. Wer sich dessen nicht bewusst ist, möge sich einen weisen alten Hund zulegen. Oder ganz auf einen verzichten. Wer einen Putzfimmel hat oder ganz „wertvolle" Gegenstände in seiner Edelwohnung liebt - ebenso. Dabei könnte man selbst von einem Welpen angewandte Sozialkunde lernen. Wie macht ein verantwortungsvoller Hundefreund sich halbwegs verständlich, wie lehrt man dem Welpen die neue Hausordnung? Mit hundsgemeiner Biologie.

Das richtige Abgabealter gibt es nicht, Nur Anhaltspunkte. Natürlich gibt es ein Alter, vor dem Welpen nie und nimmer abgegeben werden dürfen, es sei denn aus Tierschutzgründen. Die Regel ist eine biologische: Wenn die Mutterhündin beginnt, die Welpen von der eigenen Milchbar abzusetzen, und wenn die Welpen schon mal ihre eigenen Wege gehen, sich also selbstständig machen. Das ist in der Regel frühestens ab der siebten Lebenswoche der Fall, meist ab der achten. Niemals vor der siebten Woche! Das wäre Tierquälerei!

Die andere Grenze, in der die Welpen ihre neuen Eltern, Präger und Rudelgenossen finden sollten, ist die vor dem dritten Monat. Denn hier endet schon die wichtigste Kernprägephase, wo sie am schnellsten ihren Charakter und grundlegenden Erfahrungen intus bekommen. Es gibt Arbeitszuchten, die früher selbstständig werden als die modernen Haushunderassen. Dies gilt es im Sonderfall zu berücksichtigen. Meine neue Herdenschutzhündin war ein solcher Fall. Sie machte sich - mit einem grossen und mächtigen jungen Kangal-Rüden als Anstandswauwau, schon ab der sechsten Lebenswoche mal geradewegs aus dem Welpenlager davon. Ihre Mutter hatte Vertrauen in den liebevollen Welpensitter. Anima war die erste an den Zitzen der Mutter, sie bewies auch in den ersten Tagen den stärksten Überlebenswillen (Biotonus genannt; damit war sie „mein").

Da ich unbedingt wieder eine Hündin zu meinem damals sechsjährigen Rüden (anderer Typ) haben wollte, und ich eine selbstbewusste, „freche" bevorzuge, habe ich die richtige Wahl für meinen Rüden und mich getroffen.

Anderen Menschen, die vielleicht noch kleine Kinder haben, oder nicht sehr hundeerfahren sind, würde ich zu einem weniger Durchsetzungsvermögen erfordernden Charakter raten. Hündinnen sind in der Regel etwas „durchlässiger" als Rüden. Aber es ist nur eine Regel. Meine beiden Hündinnen waren immer Führungsnaturen. Ich bevorzuge selbstbewusste Hunde. Auch meine Rüde ist so. Ich habe aber nie Schwierigkeiten mit einer etwaigen Dominanz mir gegenüber gehabt. Das präge ich bereits in den ersten Tagen und Wochen. Später muss ich diese Herausforderungen nur noch korrigieren. Und es gibt keine dominanteren, selbstbewussteren Hunde als normal aufgewachsene Herdenschutzhunde. Anderen Leuten, die weniger Erfahrungen haben, die Neulinge sind, würde ich zu einem leichtführigen, höchstens mittelgrossen Hund raten. Siehe auch „Mensch-Hund-Typberatung" in der Rubrik "Ratgeber".

Die Vorbereitung zum Abholen
Der Welpe bekommt beim letzten Besuch eine, seine künftige Liegedecke beim Züchter hinterlassen, damit sich der Kleine, durchaus der ganze Wurf, geruchsmässig verewigen kann und vertraute Gerüche hinterlässt. Der Welpe wird mindestens drei Stunden vorher nicht mehr gefüttert, eine Stunde vorher kein Wasser mehr, damit er sich im Auto nicht gleich in die Hosen machen muss, was Stress verursacht. Er muss sich vor Antritt der Fahrt entleert haben können. Ein guter Züchter gewöhnt den Wurf oder einzelne Welpen schon vorher an das Autofahren und sogar an eine leichte Leine. Und einen Futterplan mit Übergangs-Rationen gibt er auch mit.

Der Transport, die Gewöhnung ans Auto und den neuen Aufenthaltsplatz im Auto
Ausgiebig und in aller Ruhe das Auto „zeigen", also beschnuppern lassen, mit ruhigen Kommentaren begleiten, damit der Welpe Vertrauen fast zu dem Ding, in dem er gleich eine zeitlang verbringen muss. Er darf dabei aber nicht ein einziges Mal in den Sitzraum der menschlichen Passagiere, damit er sich nicht umgewöhnen muss an seinen ständigen und einzig richtigen, nämlich vor Aufprall und Stürzen sicheren Platz. Nicht nur wegen der Hunde-Haftpflichtversicherung. Dazu nimmt man beim letzten Besuch des Züchters eine Decke mit, in der er dann beim Einsteigen in den Hundeplatz seinen vertrauten Geruch wiederfindet. Alles soll dazu dienen, ihm den völlig neuen Aufenthalt angenehm zu machen. Damit er künftig gern Auto fährt und dies nicht als Stress empfindet.

Es ist etwas anderes, den gesamten Wurf, womöglich mit Mutterhündin, ans Autofahren zu gewöhnen, und meist mit einem anderen Auto mit eben anderen Gerüchen und Geräuschen, als ihn mutterseelenallein hinten herumtorkeln zu lassen. Das Alleinbleiben im Auto muss er auch erst lernen, durch sanfte und stete Gewöhnung.

Fein heraus ist, wer einen zweiten autogewöhnten und eben erfahrenen Hund als Unterstützung dabei hat. Ich habe es bei meiner neuen Welpenhündin gemerkt: Allein ein Horror, mit dem Rüden (fast) ein Vergnügen. Haben Sie keinen zweiten? Leihen Sie sich eine normale Hündin aus dem Freundeskreis. Rent-a-female.

Immer zu zweit abholen. Denn nun steigt eine Person zu ihm in den Laderaum, und kann ihn so beschäftigen/ablenken. Dann erst wird der Wagen angelassen. Er muss sich auch an diese neuen Geräusche und Gerüche gewöhnen. Die Ablenkung einer Person hilft dem Welpen, in keine Panik zu verfallen, wenn sich seine neue Hundehütte bewegt. Und gleich in die erste Kurve. Er wird bald lernen, sich dagegen zu stemmen. Profis ahnen sogar den Kurvenverlauf voraus (weil sie immer auf den Verkehr nach vorn gucken) und stellen sich drauf ein.)

Gewöhnung ist alles. Das erste Ziel, bei dem das Auto anhält und er raus darf, das wird er sich als angenehm oder unangenehm einprägen: Sie haben die Wahl zwischen Wald, Wiesenblumen oder dem antiseptischen Geruch der Tierarzt-Praxis oder den Benzindüften und Glasscherben auf Autobahn-Raststätten.

Die Fahrt, die Pausen und das Ziel
Künftig wird der Pilot (der kein Angeber und kein Anfänger sein darf) fahren wie mit einem Krankentransporter, soll der Hund Autofahren nicht zum Kotzen finden. Also ruckfrei, keine überflüssigen Beschleunigungs- und Notbremsungsmanöver. Pferdetransport-Gespann-Fahrer wissen dies. Tiere müssen sich auf dieses Verhalten erst gewöhnen, wie Sie bei der ersten Fahrstunde. Dehnen Sie die erste Etappe nicht über eine Stunde hinaus. Nichts ist rückfälliger, als das Wasserlassen und gar den ersten Durchfall im Auto zu haben. Dem Welpen, der von seiner Mutter ständig entsorgt wurde und sein Lager sauber hielt, ist das „peinlich". Er fühlt sich unwohl im eigenen Dreck. Also frühzeitig in ein entlegenes Waldstück oder eine Wiese, ohne jegliche Ablenkung oder gar Picknick-Glasscheiben am Boden, ohne Gestank einer Tankstelle; sondern richtig angenehm.

Der Welpe wird noch im Auto angeleint! Sonst gibt es den ersten Stress mit Geschrei und der Welpe flitzt davon! Also genau das, was in der Erziehung für einen Monat zurückwirft. Alle Anfangsfehler gleich in einer halben Stunde. Vielleicht sitzt er sogar ab, reiner Zufall, während Sie ihn mit ruhigen Worten geduldig und ohne Gezerre anleinen. Dann loben Sie ihn gleich dazu. Das Halsband darf nicht über den Kopf rutschen! Es soll ihn natürlich auch nicht würgen. Nicht unkontrolliert springen lassen, sondern herausheben, wenn die Ladekantenhöhe des Autos höher ist als er selbst. Also meist. Denn sein Knochenbau und seinen Bänder und Sehnen sind noch alles andere als stark genug, um solche Sprünge ohne späteren Schaden zu überstehen. Dann sofort auf den Boden setzen!

Ziehen Sie ihn von Anfang an nie! Und vor allem darf nicht jeder an ihm dran herumzerren! Nun lassen Sie ihm die Zeit, sich umzusehen und zu schnuppern, keine Eile! Kein Stress. Unter Stress kann niemand sein Geschäft verrichten. Oder er wird gleich zu Anfang ein nervöser Typ. Passen Sie auf, wohin er latscht und riecht! Bei Hundekot mit Verbotshörzeichen „Nein" wegziehen, aber nur kurz. Dann die Leine wieder locker lassen, damit ihm die Leine nicht als Folterinstrument bekannt wird. Eine angespannte Leine spannt den Hund an, eine lockere macht den Hund locker.
Die Leine ist nämlich die Verlängerung von Ihnen.
Dann wieder reinheben. Die meisten Autos, beziehungsweise der Ladekantenhöhe sind noch Gift für den jungen Muskel- und Knochenbau. Er schafft es sowieso nicht. Er soll sich auch beim Reinklettern nicht gleich verletzen. Wäre wieder ein Rückschlag bis zu dem Zeitpunkt, wo sie glauben, er packt es, er will selber rein. Drinnen wieder loben, vielleicht ein Leckerle als Belohnung. Und dann die Heckklappe zuschlagen, damit seine Rute gequetscht wird? Aha. Ruhig und sicher zudrücken, währenddessen den Hund beruhigen, denn diese Klappe ist für ihn so gewaltig, wie es ein Riesenzugtor einer mittelalterlichen Burg für sie als Kind wäre.

Zu Hause werden keine Besuche empfangen, auch und vor allem nicht der Kindergarten der Nachbarn oder verknuddelnde Tanten und nicht der Hund des Nachbarn. Der junge Hund ist sowieso gestresst. Zu viel Informationen an diesem Tag. Ruhe! Er muss sofort auf sein neues Klo geführt werden! Damit da nicht gleich das nächste Zuordnungsproblem auftaucht und sich niederlässt. In seinem Garten darf er dann schnüffeln, bis ihm die Luft ausgeht. Sein Revier! Passen Sie auf seine unruhigen Beschnupperungen am Boden auf. Er sucht. Er sucht seine Duftmarken und die seiner Welpengeschwister oder seiner Mutter. Dieses Hinweisschild „Hier ist Euer Klo" ist aber nicht da. Alles klinisch rein. Er muss aber dringend. Beruhigen Sie ihn mit ein paar Worten, womit aber kein nervöses Zuquatschen gemeint ist. Dann, wenn er sich krümmt, oder sich mit dem Heck ablässt, dann loben Sie ihn mit Worten über den - grün gewesenen - Klee und streicheln ihn. Er weiss dann, so etwa nach fünf, sechs Tagen der konsequenten Wiederholung, und nach korrigierenden Rückschlägen, hier ist mein Klo, hier darf ich es machen. Es liegt an Ihrer Konsequenz, wie schnell Sie und Ihre Familienmitglieder das hinkriegen. Sagen Sie nie: der Hund macht hin, wo er will! Ihm wurde ein neues Klo vor die Tür gesetzt.

Er lernt schneller, als Sie glauben, wenn Sie es ihm logisch zeigen. Er wird nie gestraft, wenn es nicht gleich klappt, oder wenn er sich im Spiel vergisst. Das tun viele Welpen noch - wie auch Menschenkinder. Aber die haben Windeln haben - schon vergessen? Wenn er am falschen Ort ansetzt, sofort am Kragen hochnehmen, dann tritt eine biologisch-automatische Tragestarre ein, damit er sich nicht durch Zappeln verletzt, und ein deutliches, also kein gutgemeintes „Nein" dazu, damit er sich dieses Verbots-Hörzeichen gleich einprägt. Dann wird er auf sein Freiluft-Klo geführt, dort wird gewartet, bis er ansetzt, das Wasser zu lassen, dann wird er gelobt. So ist es logisch.

Und wenn es doch mal passiert, und das wird es, nie schütteln, das versteht der Welpe als totschütteln. Und das wollten Sie nicht, oder? Setzen Sie ihn dorthin ab, wo er machen soll. Bei Erfolg loben. So prägt er sich das ein.

Pfützen und Festeres werden danach mit ungiftigen Geruchsneutralisierern gereinigt. Er soll seinen Geruch hier nicht wiedererkennen. Denn dies würde bedeuten, hier war mein Klo, hier darf ich es.

Wiederholung und Konsequenz machen den Erfolg.
Und dann ist erst mal Ruhe, wenn er seinen Rückzugsplatz gefunden hat. Schliesslich sind Sie nun auch fix und foxi. Im Übrigen wird der Hund, und sei er noch so niedlich, ausser dem Blitztransport zum richtigen Hundeklo, nie getragen! Er ist ein Lauftier und nicht krank! Nur ins Auto, anfangs keine Treppen, vor allem keine glatten und durchsichtigen, da kann er auf den Arm genommen werden.

Aber wie richtig tragen? Eine Hand unter den Brustkorb und Hals, die andere unter das Gesäss schieben. Kinder tragen den Hund nicht, denn sie könnten ihn fallen lassen. Nicht, dass sie der Hund was täte, aber es macht ihm das Tragen nicht angenehmer. Er ist kein Teddybär, kein Spielzeug!

Die wichtige Prägephase gilt für alle jungen Hunde zwischen der fünften und zwölften Lebenswoche. Man nehme daher bitte auch den entzückendsten Welpen ernst - und nicht als Ersatzbaby.

Das missverstandene „Sauberkriegen"
Ich zitiere einen ganz einfachen, aber sehr bündigen Passus aus dem 1975 erschienenen Buch „Der unverstandene Hund" von Tierarzt Dr. Ferdinand Brunner im Kapitel „Schwierigkeiten mit der Stubenreinheit und deren plötzlicher Verlust": „Wenn man das Pech hat, ausgerechnet zur unwirtlichen Herbst- oder Winterszeit einen jungen Hund zu bekommen, dann sind die Schwierigkeiten mit dem Stubenreinwerden besonders gross. Begreiflich, denn wie soll sich der Hund lösen - Schliessmuskel erschlaffen lassen - wenn er vom angenehm warmen Zimmer in das rauhe, kalte Wetter ins Freie geführt werden muss. Schwierigkeiten bereiten auch Hunde, die viel länger als üblich in einer Zwingeranlage gehalten wurden, ehe man sie an ihren endgültigen Besitzer in einer Grosstadt verkaufte."

Er muss erst sein neues Klo kennen lernen. Er muss auch lernen, dass dies nicht im Haus ist - für ihn. Er muss bestimmt, aber ohne Zorn, im Ansatz des unruhigen Suchens (Herumschnüffelns) am Boden nach dem vermeintlich richtigen Ablass-Ort scharf beobachtet ( Vorsicht! Das geht ganz schnelll!) und beim Absenken des Hinterteils, bevor er Wasser lässt, mit einem Verbotshörzeichen „Nein" aufgehoben und an seinen künftigen Bestimmungsort gehievt werden. Dort wird gewartet, und zwar stressfrei und kommentarlos, dass er dort sein Geschäft verrichtet. Tut er es, wird er über den grünen Klee gelobt. Dies muss konsequent mehrmals geübt werden.

Zum Vergleich: Kleinkinder tragen drei Jahre lang eine Windel. Und Hunde sind vom natürlichen Wurflager aus reinliche Tiere. Die Mutter reinigt sie und beseitigt den festen Stoffwechsel. Dann kommt die völlig neue Situation und die völlig neue Hausordnung.

Hunger, Müdigkeit oder Spiel, alles auf einmal
Anstrengend, das alles, was wir ihm zumuten. Er hat sich das alles nicht ausgesucht, sondern wir ihn! Also machen wir es ihm angenehm. Aber nicht bequem. Er muss nun in den nächsten Wochen die neue Hausordnung kennenlernen. Er wird sich es bequem machen wollen.

Zunächst hat er aber einfach einen Bärenhunger. Es sei denn, Sie haben ihn schon so gestresst, dass ihm das Fressen vergangen ist. Oder er ist zu müde. Erst mal ne Runde poofen. Sie geben ihm in seine Schüssel die Portion, die Ihnen der Züchter als Übergangsration aufgeschrieben hat. Und zunächst dasselbe Futter. Da gibt es grosse Unterschiede, und jeder weiss es noch besser. Fragen Sie einfach den Tierarzt. Wenn Sie wechseln wollen, machen Sie dies nicht auf einmal, sondern setzen vom neuen Futter immer ein bisschen mehr zu, damit sich sein Magen und seine Nase umstellt.

Dabei werden auch noch viele alte Zöpfe gepredigt. Knochen und Milch sind tabu. Im Zweifel den Tierarzt fragen. Auch für die Aufzucht der Welpen sollte in keinem Fall mehr als 28 Prozent Rohproteinen gegeben werden. Immer mehr Hersteller begreifen, dass hier nicht viel gleich gesund ist. Es gibt beim benötigten Calcium-Haushalt eine Über- und eine Unterversorgung. Knochen verstopfen erstens nur, zweitens ist das keine Mahlzeit, wie man heute besser weiss, drittens sind seine zwar spitzen, aber weichen Zähne nicht für solche Dinger geschaffen. Erst wenn sie gewechselt sind und fest sitzen sollen, dann braucht er Nageersatz in Form von Büffelhautknochen. Vorher braucht er andere verdauliche Gegenstände, an denen er herumnagen kann - statt an Händen, antiken Möbelfüssen, Handbesen oder giftigen Putzmittelflaschen. Oder Schuhe. Alle für ihn erreichbaren Haushalts-Reinigungsmittel sind sicherzustellen. An den spitzen Zähnen darf sich auch nichts einhängen oder daran gezogen werden, das gibt eine Fehlstellung des Gebisses, wenn nicht gar ein Zahn rausreisst.

Wo hinlegen, wo schlafen, wo sind seine Geschwister?
Das wird ein Drama: Irgendwann wird der Kleine seine Geschwister vermissen, nachdem er müde geworden ist. Er sucht die Körperwärme seiner Geschwister. Aber wo hinlegen? Legen Sie sich zu ihm auf den Boden, oder besser gleich auf seinen zugfreien, nicht an den vielfrequentierten Plätzen, sondern an seinem Rückzugsraum. Das kann für die ersten Tage zur Eingewöhnung ein Platz neben Ihrem Bett sein.

Nie im Bett! Das Bett, überhaupt Ihre Plätze sind für den Welpen von Anfang an tabu. In einer intakten Hundefamilie würde sich ein rangniederer Hund nie erlauben, sich auch nur entfernt in die Nähe des Rudelführers zu legen. Wenn, dann lässt sich schon mal der Rudelführer zu ihm hernieder. Aber nur als Fürsorglichkeit. Der Hund will auch nicht auf oder ins Bett, sondern auf den Rang (Thron) des Bosses. Ob das ein warmes Bett ist, ist ihm zunächst egal. Die meisten Leute lügen sich an, wenn sie glauben, der Hund wolle zu Ihnen. Nein, der will nur das, was er kriegen kann. Also, runter vom Bett. Und wenn es 20mal sein muss. Er ist hartnäckig. Aber er darf am Bett schlafen, wenigstens für die erste Nacht. Weil ihm die Sehnsucht zu seinen Geschwistern zum Heulen ist. Das ist Gruppenkontaktheulen. Eine soziale Singstunde. Er braucht Körperkontakt.

Ich habe meine Akbash-Hündin nicht in ihr neben meinem Bett bereit gestellten Körbchen (es tut auch eine nicht zu flauschige Decke) gelegt, als nach dem letzten Entleeren Schlaf angesagt war - sie ging selber rein. Sie brauchte etwa eine Stunde, bis sie die richtige Schlafposition fand. Ich hielt ihr eine Hand von mir hin, damit sie Kontakt halten kann. Ich ersetzte also leidlich den Kontakt zu ihren verlorenen Geschwistern. Ich weiss nicht, ob ich oder sie eher eingeschlafen bin. Ich vermute: sie. Das Riesenbaby legte sich noch mit vier Monaten ins Körbchen, obwohl sie ihre langen Haxen nicht mehr unterbringen konnte. Da ging sie endlich raus aus dem Kinderbett und legte sich auf die Decke.

Will der Welpe raus und rauf auf das Bett - also zu Ihnen - dann hilft nur eiserne, geradezu ermüdende Konsequenz: „Nein". Runter, Hand auf den warmen kleinen Körper legen, über die Kruppe oder noch besser mit dem Finger leicht und zart über die Stirn (Jargon: Stop) streichen. Das beruhigt. Ihre Hand schläft ein. Alles ist gut.

Die neue Hündin bestieg einmal dieses Körbchen. Und nie wieder. Sie jammerte auch nicht nach ihren Geschwistern. Sie zog es vor, auf grossen Decken zu schlafen. Jeder ist halt anders. Auch beim Schlafen.

Fress- und Tischsitten
Auch wenn dies in den entsprechenden Kapiteln bereits behandelt wurde: es ist von grosser erzieherischer Wirkung, wenn man gewisse Hausordnungen von Anfang an festlegt, und nur bei eigenen Fehlern korrigiert. Hunde sind Gewohnheitstiere, sie lieben feste Ordnungen. Und Welpen brauchen gewissen Ordnungen, schon, um ihren Stoffwechsel kontinuierlich aufzubauen. Und der Halter hat nach dem ersten Stress - wann frisst er, wann pinkelt er, wann kackt er (immer und immer dann, wenn Sie es nicht erwarten...) - langsam die Zeiten im Griff, er lernt den Welpen beim Wichtigsten kennen. Fressen, Verdauen und Entleeren. Der Hund hat seinen von Anfang an ungestörten Platz, wo die Fress- und seine stets mit frischem Wasser gefüllte Schüssel steht. Dort, während des Fressens darf er nur zur Erziehungskontrolle des Rudelbosses (Sie und Ihr Lebenspartner, nicht aber Kinder!) „gestört" werden, damit er sich daran gewöhnt, dass er Vertrauen aufbaut (ihm keiner die Beute wegnimmt) und daher nicht zu knurren hat. Sonst wird er in Ruhe gelassen.

Nachdem er aufgehört hat, seine Ration zu fressen, gibt man ihm noch zehn Minuten Frist, dann wird die Schüssel geleert. Keine Ausnahme. Nur so gewöhnt er sich das Nachfassen oder Schlecken über zig Stunden ab, so gewöhnen Sie ihn daran, das Sie sich auf seinen Stoffwechsel-Rhythmus einrichten können. Er soll ungestört, aber zügig seine Portion fressen.

Wie viel? Anfänger, die das richtige Mass nicht im Gefühl haben können, verlassen sich auf die Ratschläge des Züchters oder Tierheimpersonals, wiegen von mir aus die Portionen ab. Ich habe es in der Hand, ich gehe nach Gefühl. Wenn meine Hunde, die meist las Arbeitshundezuchten nie Fressnotoriker sind, auch als Welpen immer aufhörten, wenn sie satt waren, wenn die Welpen aufhören zu fressen, haben sie genug. Mit der erwähnten Schonfrist. Basta mit der Pasta. Nicht nur bei Welpen besteht die Gefahr bei Feuchtfutter in warmer Jahreszeit oder überheizten Wohnungen, wenn es nicht nach dem Fressen entsorgt wird, dass sich im kleinen Magen durch das komfortabel gemachte Schlingen und durch das Verderben des Futters Gase bilden und den Bauch aufblähen. Kann auch bei aufgeweichtem Trockenfutter passieren, das im Magen wie ein hefe-ähnlich aufgehendes Konzentrat wirkt. Die Gefahr einer Magendrehung droht. Ich gebe ihnen Trockenfertigfutter aus schwedischer Herstellung, damit sie geduldig beissen und nicht schlingen. Andere mögen die zahnbelagputzende Brocken, die in der Grösse zum Welpen passen sollten, ein wenig einweichen. Aber da werden sie eher zum Schlingen verführt. Man kann es nach den Eigenschaften des Hundes entscheiden.

Danach werden sie sofort auf ihre Stoffwechselplätze geführt, wenn sie es nicht schon selber tun. Beim Stoffwechsel gelobt, wenn sie es dort tun, wo Sie es als Halter das neue Hundeklo für richtig halten. Der neue Welpe muss dies ja wissen und gezeigt bekommen. Hunde sind saubere Wesen, sie beschmutzen ihr Nest nur, wenn der Mensch ihnen andere Möglichkeiten versperrt. Danach ruhen meine Welpen oder sie bewegen sich normal.

Ich höre immer wieder diese Hysteriker oder Theoretiker, die schreiben, dass Welpen nach dem Fressen drei Stunden ruhen sollten. Werden die mit Valium gefüttert? Oder fressen sie sich wie Idioten den Wanst voll, dass man Angst haben muss, sie bekämen beim ersten Hopser eine Magendrehung? Die oft tödlich verlaufende Magendrehung hat meist ganz andere Ursachen. Aber die Welpen dürfen nie und nimmer nach dem Fressen zu Leistungen aufgefordert werden. Leider muss man immer wieder beobachten, dass diese jungen Hunde mit sich besser umgehen (es besser wissen) als manche Erwachsene mit ihrem untrainierten Körper.

Ich füttere meine mindestens mittelgrossen Hunde vom Abgabealter bis zum nach dem Milchzahnwechsel (meist zum fünften Monat) mit maximal 25 Prozent Rohproteinen, alles andere ist fast schon ungesund, vor allem überholte Ansicht. Die Tagesration verteile ich gleichmässig auf drei Rationen.

Ab dem Zahnwechsel (endlich keine zerschundenen Hände und Hosen und Hemden mehr ...) bekommen sie ihre angepassten Rationen auf zweimal täglich verteilt. Ab einem guten Lebensjahr nur noch einmal. Bei extrem kleinen und extrem grossen oder schweren wie empfindlichen Rassen muss man bei erwachsenen Hunden immer zwei Rationen täglich geben.

Vor Zusatzmitteln würde ich abraten. Es sind nur Überversorgungen, die nicht selten ungesund sind. Und sie bewirken nichts, kosten nur viel Geld. Ich spare nicht am Futter, aber das Teuerste ist noch lange nicht das beste. Das Billigste ist freilich oft das Teuerste, weil auf diese Rechnung meist noch die dann erforderliche Tierarzt-Behandlung draufschlägt. Wie auch immer Erfahrungen aussehen: Das richtige Mass zu finden ist leicht, Übertreibungen sind eher schädlich.

Und das richtige Mass des Gewichts möge man nicht von seiner eigenen eventuellen Übergewichtigkeit auf den eigenen Hund übertragen, mitgefressen, mitgelitten. Zwei Drittel aller Hunde sind übergewichtig. Wie ihre Halter. Lieber schlank halten, da lebt der Hund länger, er belastet seine Gelenke nicht so schwer. Sonst freut sich der Tierarzt.

Fühlen Sie über die Flanke ihres Hundes. Wenn Sie die Rippen spüren, hat er das richtige Mass. Und nochmal: Gut gemeint ist oft schlecht getan. Gerade auf dem Ernährungssektor. Für den Rest lesen Sie bitte das entsprechende Kapitel „Ernährung" halt ernährungsbewusster. Sie dürfen nur nicht Ihre Gewohnheiten und Ansichten auf Hunde übertragen. Ein Hund ist ein Hund ist ein Hund. Auch was seine Ernährung betrifft. Dass sie der Werbung nicht glauben müssen, das empfehle ich Ihnen aber gerne. Sie glauben doch sonst auch nicht alles. Noch einen drauf, mit vollfetter Absicht, denn ich kenne das Problem der gemästeten Hunde aus eigensüchtiger „Tierliebe", die nur durch den kranken Magen des Hundes geht: Haben Sie schon mal einen fetten Wolf gesehen - auch nur im Fernsehen? Oder einen Hund bei der Arbeit?

Dass Fressen nur in der Hundeschüssel stattfindet, ist hundelogisch. Sonst erzieht man sie zu Bettlern. Es braucht nur eine Ausnahme. Denn der Hund ist streng und konsequent. Er lauert auf seine Gelegenheit, wartet wie ein Jäger. Und wenn doch was runterfällt, manche Menschen sind da irre selbstbelügend, dann hat er gewonnen. Merken Sie was, wie das geht, wer da wen „erzieht"? Sie werden verlieren, aber bemühen Sie sich und sagen Sie nie zu Ihrem Hund: Du Bettler! Es wäre eine völlig falsche Berufsbezeichnung: Er nimmt sich nur, was er kriegen kann. Da fängt er als ganz Kleiner an.

Der erste Ausgang und die Überforderung
Ruhig spazieren gehen ist was anderes. Aber niemals Stress ausüben. Lassen Sie ihn neugierig sein. Lassen Sie ihn unten laufen, da, wo er hingehört. Und Kontakt aufnehmen zu anderen Hunden, wenn Sie deren Halter als sozial kennen! Schlechte Erfahrungen wird man nicht vermeiden können, soll man auch nicht, aber nicht gerade den guten vorziehen. Die ersten Spaziergänge sollten eine Viertelstunde nie überschreiten. Überforderung ist krankheitsfördernd. Konnten Sie mit - sagen wir mal - einem Jahr schon einen 5 000-Meter-Lauf hinlegen?

Welpen schlafen in den ersten Wochen noch viel. Aber nie so viel, dass Sie nicht restlos bedient sein würden. Aber ihn in seinem körperlichen und psychischen Wachstum entwickeln zu sehen, ist ein Vergnügen, das nicht zu ersetzen ist und viel zu schnell vor sich geht. Sie haben die Entwicklung, was aus ihm wird, in der Hand. Sie übernehmen den acht bis zehn Wochen alten Welpen, sofern er schon beim Züchter verantwortungsvoll auf Menschen und Umgebung geprägt wurde, für weitere zwei Wochen in der entscheidenden Prägephase. Nützen Sie diese Zeit. Zeigen Sie ihm seine und Ihre Umwelt. So wird er mit Ihnen selbstsicher. Unnötig zu sagen, dass man für die Eingewöhnung des Welpen ohnehin Urlaub nimmt. Denn diese Zeit ist erstens Aktiv-Urlaub und zweitens ein Gewinn für die spätere Entwicklung. Wer jedoch zu wenig Zeit für einen Hund hat, und es kommt nie auf die Körpergrösse des Hundes an, der möge Tierfreund bleiben und so lange auf einen verzichten.

Er will lernen - mit Ihnen
Besuchen Sie mit ihm eine Welpenschule. Er lernt den Sozialkontakt und vor allem die Rangordnung mit anderen Hunden. Und sie lernen mit ihm. Solche Kontakte entscheiden über seinen Charakter ganz erheblich, ob daraus ein Angstbeisser wird oder ein Souverän. Welpe ist der Hund, bis er seine Zähne wechselt, das ist je nach Entwicklung verschieden, aber meist nicht vor dem vierten Monat. Spätestens zum sechsten Monat sind die spitzen Beisserchen endlich ersetzt und hoffentlich vollzählig. Dann ist er kein Welpe mehr, er wird Junghund. Denn dieser Beitrag war nur eine Anleitung für die ersten glücklichen, aber erschöpfenden Schritte.

Ein Hund, der nichts lernen darf, bleibt ein dummer Hund. Spielen ist ein entscheidende Vorstufe. Spielen ist Lernen zum Überleben. Und spielen Sie mit ihm, lassen Sie ihn dabei nicht allein, denn beim Spielen, sogar dem Anpfiff und der Beendigung, da fängt der Kindergarten-Unterricht schon an. Hier zeigt es sich schon, wer der wahre Herr im Haus ist. Denn die Rangordnung ist eines der wichtigsten Regeln für das streng ordnungsliebende Gesellschaftstier Hund. Er muss nun in seinen Rang eingeordnet werden. Von Unterordnung gleich Unterdrückung spricht niemand, der einen selbstsicheren Hund will. Nur einen devoten Soldaten. Er muss die Regeln kennen lernen. Ein eingeordneter Hund ist immer auch ein zufriedener.

Man darf sich nicht davon abhalten lassen, dass er ja noch so klein und so süss sei. Er wird Ihnen dann bald zeigen, was er davon hält. Er ist ja nicht doof. Wer ihn jedoch für doof hält, ist selber ...

Strafen?
Bitte bei Hunden nicht militant werden! Strafen kennen Tiere untereinander auch nicht. Sie weisen sich und andere zurecht. Die brutalste Strafe für Hunde - vor allem für Welpen - ist die Isolation von der Umwelt einschliesslich Menschen; die zweithärteste ist Trennung aus dem Rudel (ein-, meist ausschliesslich Menschen). Korrekturen im Hundesinne sind: Aus dem Spielplatz entfernen, Überschnauzenpacken - nicht zudrücken, nur packen, wie die Hunde es auch tun. Korrekte Verbotshörzeichen: „Nein!", am besten geknurrt „Nnnaaa!". Und immer unmittelbar, noch besser im Ansatz der „Untat". Zu spätes „Strafen" verwirrt den Hund, er verknüpft es nicht mehr mit dem Verbot.

Am besten, man schaut sich das bei den Hundeeltern ab. Die können das. Wir streben doch an, unseren Hund wie bei Familie Wolf zu erziehen, weil wir diese Rangstruktur in seiner tierlichen Verständlichkeit bewundern. Haben Sie schon mal ein Elektroschockgerät bei einem Wolf gesehen? Haben Sie schon mal gesehen, wie erwachsene Wölfe sich gegenseitig verknuddeln? Aber dort sprechen sie mit ihrem ganzen Körper. Sie setzen ihn ein. Das hat man uns aberzogen. Lernen wir von den Hunden wieder eindeutige Körpersprache. Für sprachgestörte Menschen, und das sind viele, können kommunikativ geprägte Hunde geradezu als Logo-Therapeuten wirken.

Ich habe das von einer Wolfsfamilie abgeschaut, bei meinem Rüden als Welpe simuliert, und er hat es als Methode übernommen und macht es so:
Sie suchen sich ein absolut begehrenswertes Teil für den Welpen. Etwas, was er verflucht gerne hätte, oder was ihm als Spielzeug gerade das Liebste ist. Das nehmen Sie auf und tragen es so umher, dass es für den Welpen wahnsinnig interessant wird. Machen Sie das Spiel hundeverständlich, ach was - machen Sie einfach den Hund und gehen auf alle Viere runter, wenn es der Nachbar nicht sieht oder der Lebensgefährte. Noch besser: Sie nehmen wie eben ein Hunde-Rudelführer dieses Beutestück ins Maul. Das sieht dann für den Welpen aus wie im richtigen Wildhundeleben. Dann lassen Sie das gute Stück fallen.

Der Welpe, wenn nicht ganz verdattert, wird es sofort haben wollen. Da fahren Sie ihn an mit einem böse geknurrten „Nnnaaa!" oder „Nnneein!" Ja nach Dialekt. Das Knurren ist dabei wichtig, denn das kennt er von seiner Mutter. Jetzt fängt es jedoch erst an. Das Bestätigen sie jetzt durch eine kleine Verbesserung der Lehrstunde: Sie krabbeln mit dem Teil, das Sie wieder aufgenommen haben, ein paar Zentimeter weg, der Welpe schaut sehr gierig, und lassen es so fallen, dass Sie wie scheinbar nachlässig mit dem Rücken zum Welpen gebückt sind. Sie schauen durch ihre Beine zu ihm, was er macht. Aber er darf dies nicht als Kontrolle erkennen. Er ist ja nicht blöd. Ganz versteckt. Mein Rüde hat sich dabei nicht mal umgedreht. Er hört ja besser.

Dann krabbeln Sie weg vom Tatort, tun so, als interessiere Sie das Ganze nicht mehr. Haben aber alles unter Kontrolle. Der Welpe wird nun - viel vorsichtiger als beim ersten Versuch - herankriechen. Wenn sein Hals lang wird und der Fang schon geöffnet zum wegholen des Beutestücks, dann fahren Sie herum und - klar - Sie verknüpfen dies wieder mit dem Verbotshörzeichen „Nein!", das später ja ohne dieses bühnenreife Stück funktionieren soll. Knurren Sie, überwinden Sie sich. Es hilft nur dem Verständnis des Hundes, der Verbote nur dank Knurren kennt. Im Notfall durch Schnappen. Das ersparen wir uns aber, weil es bei unserem Gebiss zu lächerlich ist. Der Welpe ist vermutlich - wenn Sie es ernst genug gemeint haben - unter den Tisch geflitzt. Huch! Böse. Hm. Entweder verstärken und wiederholen Sie dies nochmal, oder Sie stehen auf, nehmen das Teil und - weg damit. Ende der Vorstellung.

Wichtig ist auch dies als Lehre: Sie beginnen ein Spiel mit dem Welpen, und nur Sie beenden es. Damit dürfte die Rangfolge und -einordnung fürs Erste geregelt sein. Bei meinem Rüden sass das bei einer Wiederholung so gut, dass er auch nach sechs Jahren niemals auch nur die Rangfolge hätte in Frage stellen wollen. Ich lobe ja nur ihn...

Spielen lernen
Noch einmal, auch wenn es langweilt, aber da wir Menschen kaum mehr spielen können, oder es durften: Spielen ist Anleitung zum Leben - bei Wildtieren: Überleben. Spielen ist nicht bloss Herumalbern. Etwas spielend beigebracht zu bekommen, ist nach wie vor die beste pädagogische Methode. Im Spiel kann der Welpe lernen, was zu weit geht, wer der Stärkere ist und der Schwächere. Gute Pädagogen unter erwachsenen Hunden lassen es zu, dass auch mal der Welpe „oben auf" ist, sie, die wirklich überlegenen, unterwerfen sich schon mal, damit der Welpe selbstsicher wird. Das wird bei den meisten jungen Hunden bei schwachen Erziehern, Dresseuren, heute noch falsch gemacht. Der Welpe bekommt nie das Gefühl, wie stark er sein kann. So werden Angstbeisser erzogen. Aber zum Schluss eines Raufspiels müssen immer Sie als „Sieger" hervorgehen. Damit klar bleibt, wer der Boss ist.

Mein im Rang eindeutig höher stehender Rüde, obwohl kleiner als die Hündin, wirft sich heute noch im Raufspiel mit der ohnehin sehr dominanten Hündin auf den Rücken, bietet ihr die Kehle, nur zum Schein, um zu zeigen: Ich kann es mir leisten, sie wird wohl noch wissen, wer hier der Boss ist. Wenn sie die spielerische Schwäche ausnützen würde, würde er ihr den Frack versohlen. Es sind ganz einfache Spielregeln, die ein junger Hund lernen kann. Aber sie sind ungeheuer konsequent und streng. Bei Hunden gibt es kein Wenn und Aber. Keine Unentschiedenheit. Psychisch starke Hunde nützen jede Schwäche, die sich ihnen im Ernstfall bietet, gnadenlos aus. Das wird aber bereits im Rudel unter verschieden alten Tieren erprobt.

Wenn ein Welpe, wie meist der Fall, keinen erfahrenen Hund als direkten Rudelgenossen zur Verfügung hat, dann müssen die menschlichen Rudelmitglieder diesen Lehrkörper darstellen. Und mit Körper meine ich wirklich die ausgeprägte Körpersprache, zu denen eben nur gesellschaftstüchtige Tiere fähig sind. Sie müssen sich anderen mitteilen. Damit der andere versteht, was gemeint ist, was man will oder nicht. Dazu gehören Bestätigung und Verbot, Vermeiden und Vortäuschen (Imponieren).

Fürs erste genügt, weil der überglückliche Mensch zu viel zu tun hat mit dem Glücklichsein und Beobachten, dass man dem Welpen die menschlichen Hände langsam entzieht. Sie sind fortan - auch wenn es schwerfällt, andererseits wiederum nicht, weil die Zähnchen ekelhaft spitz sind wie bei Katzen - keine Spielzeuge mehr. Hände müssen immer etwas Gutes für den Hund bedeuten. Er würde fürchterlich verwirrt, wenn ihn die Hand, die ihn versorgt, auch streichelt, plötzlich zu einer Waffe würde. Hunde machen dies ehrlicher. Sie können als erfahrene Tiere mit ihrem Multifunktionswerkzeug Gebiss sehr sensibel umgehen. Aber das und noch viel mehr muss der Welpe erst noch lernen. Seinen Beissdrang kann man mit geeigneten Spielzeugen (kein Plastik) befriedigen. Er muss sich ja nun anderweitig beschäftigen, weil die Geschwister nicht mehr da sind, mit denen man sich messen kann, bei denen man Nestwärme vorfindet. Sie sind für ihn nicht Welpe, sie sind Rudelführer! Wenn Sie diese Rolle abgeben, wird er sie bald übernehmen, und Sie merken es später. Er nimmt sich nur, was er kriegen kann. Sie fangen sofort damit an, ein Spiel anzupfeifen, und es auch zu beenden: vom Boden wieder aufstehen und Spielzeug wegstellen. Sie bestimmen fortan die Regeln. So stellen Sie klar, wer hier der Boss ist. (Hier dürfen Sie es endlich sein, also tun Sie es.)

Das geht alles ohne Gewalt. Haben Sie schon mal gesehen, wie ein Hund einen Welpen zurechtweist? Dazu braucht er keine Zeitung, keinen Stock, sondern den Überschnauzengriff. Ich habe meine Welpen auch mal über den Fang gebissen, nicht zugebissen, nur gepackt, weil dies auch die Elterntiere so machen. Der Überschnauzenbiss kann später mit einem Überschnauzengriff mit der Hand ersetzt werden. Das verstehen die Hunde sofort. Und ein „Pfui", haben Sie das schon von einer Hundemutter gehört? Eben. Ich knurre meine Hunde heute noch an, tief grollend, ich zeige meine noch vorhandenen Zähne. Die Hunde verstehen. (Sie tun wenigstens so.)

Seien Sie ein Souverän gegenüber ihrem Hund, spielen Sie mit ihm, aber nie gegen ihn. Höhere Lebewesen lernen früh und schnell. Also keine Ausreden Ihrerseits. Sie können dem Welpen schon in den ersten Tagen beibringen, dass er gemeint ist, wenn Sie seinen Namen rufen. Dazu klatschen Sie in die Hände, um durch dieses Geräusch seine Aufmerksamkeit zu erregen, und als Signal, dass es von Ihnen ausgeht, und sagen dazu seinen Namen. Kommt er dann auch noch rein zufällig zu Ihnen, verknüpfen Sie dies sofort mit einem „Hier". Wunderbar! Er hat Ihr Hörzeichen mit der Umsetzung verknüpft. Die Verknüpfung zum richtigen Zeitpunkt ist das Geheimnis der Ausbildung. Und wenn Sie ihn unmittelbar danach loben und belohnen, haben Sie das Prinzip des Lehrens begriffen.

Sitzt er dann auch noch vor Ihnen ab, wiederholen Sie den Ablauf mit einem „Sitz", wenn er sich gerade - noch zufällig - in diese Haltung bewegt. Noch schöner, ist ja fast die halbe Grundausbildung! Weil Sie es begriffen haben, wie man Hunden etwas biologisch beibringt. Denn die Verknüpfung zum richtigen Zeitpunkt ist das Geheimnis der Ausbildung. Fürs erste. Denn nur die - auch für den Welpen - verständliche Wiederholung bestätigt und speichert ab.

Rangordnungs-Training
Dies ist die wichtigste Lernübung für den Welpen, weil sie in seiner intensivsten Lernphase, der Prägephase zwischen der fünften und zwölften Lebenswoche, geübt wird.

Der Welpe hat schon bei seiner Mutter und mit seinen Wurfgeschwistern gelernt, dass es Unterschiede gibt: Stärkere, Schwächere, Frechere, Zurückhaltendere. Und er hat gelernt, dass hund sich durchsetzen muss, um zu seinen existenz-sichernden Bedürfnissen zu kommen. Wird ihm das im neuen Heim alles wie von selbst gewährt, darf er alles tun und lassen, wie er will, wird er sich diese neue Bequemlichkeit sofort erobern und verteidigen. Wäre doch blöd, wenn er es nicht täte. Er wird so ganz flott zum eigentlichen Rudelführer gemacht. Im Rudel selber bekäme er dafür sofort eins auf die „Schnauze". Da gab es eine ganz klare Rangordnung. Das erkennen erfahrene Hundehalter schon beim ersten Krabbelversuch zur mütterlichen Milchbar. Hier zeigte es sich schon, wer sich durchsetzen wird auch im späteren Hundeleben. Biotonus nennen das die Fachleute: Überlebenswille. Ich suchte meine beiden Hündinnen genau danach aus. Sie waren stets die ersten an den Zitzen.

Im neuen Rudel muss die neue Hausordnung neu gelernt werden. Was man tun darf, wo, und was nicht. Wer es nicht lernen darf, tut, was er will. Das wird bei kräftigen Hunden dann später schwierig zu kontrollieren, weil die Halter es versäumt haben, die Rangordnung herzustellen und immer wieder zu bestätigen.

Damit fängt man klein an. Am ersten Tag schon, wann nicht dann, wann denn? Hund, auch ganz junge, denken sehr konsequent biologisch. Sie nehmen sich, was sie kriegen können. Wir aber legen als neue Rudelführer die Regeln fest. Er wird sie jeden Tag überprüfen. Ob es nicht doch... Kleine Regeln erleichtern die künftige Rangordnung. Denn ein eingeordneter Hund ist ein zufriedener. Er braucht diese Sicherheit seines Rangs.

Essen Sie von Anfang an zuerst selbst etwas, muss nicht viel sein, irgend einen Bissen, damit ihr Welpe sieht: Wie zu hause, der Boss frisst zuerst. Dann erst bekommt der Welpe seine Ration, natürlich nur an seinem Platz. Sie und alle Familienmitglieder gewöhnen ihn daran gleich, dass sie ab und zu an seine Schüssel fassen dürfen, sie wegnehmen und wieder hinstellen. Von Beginn an einfach als Gewohnheit einführen. Das kann meist nach wenigen Tagen dann wieder unterbleiben, weil der Welpe es ohne Murren akzeptiert, dass man an seine Schüssel geht. Er hat dann Vertrauen gefasst, weil er letzten Endes nicht um sein Fressen betrogen wurde. Sie müssen im Grunde nur so tun, als würden sie jederzeit Kontrolle über sein Tun ausüben. Das reicht meist. Das darf aber nie zum Ärgern ausgenutzt werden oder als Spiel. Kinder dürfen dies nie mit dem Hund üben, ohne die Kontrolle der Eltern. Denn Kinder kennen darin keine Lehre, sondern eine Möglichkeit zur Unterdrückung. Das wäre fatal für die Beziehung zwischen Hund und Kinder. Die Verantwortung der Eltern ist hier gefragt. Sorglosigkeit fördert hier Probleme.

Der Welpe muss nur lernen, dass er nicht knurren darf, wenn ihm Ranghöhere das Essen - in seinem Sinne - streitig machen. Der Spagat dieser Übung ist aber, ihm gleichzeitig das Vertrauen zu vermitteln, dass er nicht gestraft wird. Vor allem nicht, dass er ständig am Fressen gestört wird. Das wäre ein Eigentor, weil der Welpe dann natürlich um sein Fressen kämpfen wird. zu recht. Und er wird beim nächsten Fressen nervös und bekommt daher - wie wir bei Prüfungsterminen - eine nervöse Verdauung mit dünnflüssigen Folgen. Sie gewöhnen den Welpen mit diesem in aller Ruhe ausgeübten Training daran, dass Sie als Rudelführer jederzeit über ihn Kontrolle ausüben können. Wie im Raufspiel auch. Er darf mal obenauf sein, sich als Sieger fühlen, ein Spielzeug sichern (wegtragen), dann muss er wieder verlieren lernen (unterliegen, das Spielzeug auslassen mit dem Hörzeichen „Aus!"). Dann wird er dafür gelobt. Wenn er spielend lernen darf, wie das ist, oben auf zu sein, wird er psychisch stark gemacht.

Kontrolliert wird dies damit, dass zum Ende eines Spiels, dass immer der Rudelführer verkündet, der Rudelführer gewonnen hat - oben auf war. So wird die Rangfolge bestätigt. Bei später aggressiv-dominanten Hunden ist dieses Rangordnungs-Lernspiel, eines der wichtigsten in der wichtigsten Zeit, der Prägephase im Alter von fünf bis zwölf Wochen, ausgeblieben. Ich bevorzuge sehr selbstbewusste und selbstsichere Hunde. Sie lernten diese Rangfolge auf spielerische, aber eben für sie lehrhafte Weise. Ich hatte nie Probleme mit der Rangfolge. Ja, mein Rüde gab diese Erfahrung an beide Welpen-Hündinnen weiter. Auch er konnte er es sich leisten, mal den Schwächeren zu geben, damit sie sich aufbauen konnten und lernen, wie es ist, stark zu sein. Wie er es von mir gelernt hat. Ich habe ihn bei Zurechtweisungen schon mal angeknurrt und in den Fang gepackt, mit meinen lächerlichen Beissern. Aber er hat ein für allemal verstanden. Dies gab er als wundervoller Assistenzlehrer an Welpen weiter.

Tierärztliche Erst-Versorgung
Ich will hier Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt nicht ins Handwerk pfuschen, aber wir ziehen hier alle an einem Strang. Ich hoffe sehr, dass der Züchter seiner Pflicht nachgekommen ist, und zeitgerecht durchgeimpft und entwurmt hat, so weit das Abgabealter es gebietet. Darmparasiten sind gefährlich. Vor allem der Fuchsbandwurm. Eine ausreichende Behandlung ist auch zum Schutz der Menschen wichtig, wenn sie in Kontakt mit Hunden kommen, vor allem mit Welpen. Spulwürmer sind vor allem für Welpen schwierig. Bei trächtigen Hündinnen werden Larven in der Muskulator erweckt, die sich bei einem früheren Befall dort eingenistet haben. Die Larven wandern in die Milchdrüse und den Uterus und infizieren so die ungeborenen Welpen. Nur der Hundebandwurm ist für den Menschen nicht gefährlich. Er wird durch Flöhe übertragen.

Für trächtige und säugende Hündinnen und ihren Nachwuchs ist eine mehrmalige Entwurmung im zweiwöchigen Abstand erforderlich. Am besten ist die erste Entwurmung der Welpen in der zweiten Lebenswoche und danach alle zwei Wochen, bis sie drei Monate alt sind. Anfangs soll die Mutter mitentwurmt werden. Später genügt eine Behandlung alle drei Monate, bis der Hund ein Jahr alt ist. Danach genügt eine halbjährliche Entwurmung. Die (weiteren) Entwurmungs-Termine sind jeweils eine Woche vor der jährlichen Impfung zu legen.

Ihr Tierarzt wird das weitere Vorgehen und mit Ihnen über die fortlaufenden Impfungen sprechen. Lassen Sie den Kot mehrmals analysieren. Denn alle Welpen, die mehr als ihr Wohnzimmer sehen dürfen, riechen an allem, was hochinformativ für sie ist, und das ist auch der Auswurf anderer Lebewesen. Es sind mitunter beschissene Informationen. Denn in der Stadt gibt es wahre Parasiten- und sonstige Krankheitsherde, gerade auf Hundespielplätzen, bei Hundeschulen, Tierarztpraxen, auf Strassen, wo sich leider fast jeder Hund entleeren unfreiwillig muss. Und wie viele Hundehalter lassen ihren Hund regelmässig entwurmen? Also auch erwachsene zweimal jährlich? In der freien Natur interessiert dagegen der Kot anderer Tiere, ebenfalls parasitär befallen. Schaf- oder Marderkot oder andere Exkremente sind nicht selten von Würmern befallen. Viehzüchter sorgen nicht so für ihre Tiere wie Sie. Daher ist eine im Welpenalter sorgfältig abgestimmte Kot-, manchmal Blut-Analyse sehr wichtig für die weitere Gesundheit.

Ich würde bei sehr jungen Welpen, also bis zum zweiten Lebensmonat, mit Banminth oder Welpan entwurmen, denn die kräftigeren Tabletten Drontal und Drontal Plus schlauchen die noch sehr jungen Welpen zu sehr. Nach diesem Alter aber muss ordentlich entwurmt werden, gegen alle möglichen Wurmarten. Mit den genannten Tabletten. Je zehn Kilo eine Tablette. Exakt zu dosieren. Deshalb ist auch eine kontinuierliche Gewichtskontrolle wichtig, damit man etwaige Veränderungen bemerkt. Aber Welpen entwickeln sich nicht gleichmässig. Sie legen auch Wachstumspausen ein, um danach oft richtig zu explodieren.

Nach dem Wechsel des Milchgebisses zum vollständigen endet die Welpenzeit. Dann wird der Welpe Junghund. Der Zahnwechsel setzt normalerweise mit dem vierten Monat ein und ist allgemein mit dem fünften abgeschlossen. Hände und Wertgegenstände werden fortan nicht mehr gelocht. Wenn der Welpe im Frühjahr abgeholt wird, ist gleichzeitig mit den ersten Ausflügen auch die Zeckenzeit angesagt. Es ist alles andere als Nachsicht geboten. Zecken können sogar lebensgefährliche Krankheiten übertragen. Ein Halsbändchen als „Schutz"? Vergessen Sie es. Das war mal, als noch gar nichts gegen Zeckenbisse auf dem Markt war. Sie wirkten kaum. Heute gibt es besseres. Fragen Sie auch hier Ihren Tierarzt. Wer vorsichtig vorgehen möchte, gebe dem Welpen etwas Knboblauch-Granulat ins Futter. Ist besser als nichts.

Eine Anfrage bei den renommierten Tierkliniken der Universitäten Hannover und Giessen zum Verdacht, dass Wurmmittel wie Drontal plus oder Anti-Zecken-Mittel wie ExSpot oder Frontline in einen ursächlichen Zusammenhang mit epileptischen Krampfanfällen zu bringen sind, ergab, dass den Kliniken darüber nichts bekannt ist. Und Tierärzte müssen eventuell sofort berichten. Der Tierarzt wird den Hund beim ersten Besuch auch gründlich untersuchen. Aber machen Sie diesen aufregenden Besuch nicht gleich nach dem Abholen vom Züchter, quasi auf dem Weg nach Hause, denn dann verknüpft der Welpe dies mit der unangenehmen Logik: Autofahren gleich Tierarztgeruch. Warten Sie ab, bis sein Darm (nach der Umstellungs-Nervosität) sich beruhigt hat. Es sei denn, alles fliesst zu lange.

Für die erste Reise könnte der Tierarzt, fragen Sie vorher, Kohletabletten empfehlen, damit es nicht gleich dünn kommt. Der Züchter gibt diese Verdickung in seine letzte Fütterung.

Das richtige Tragen und - wie lange
Nur der abgesetzte Welpe, also der ganz junge bis zu etwa acht bis neun oder auch mal bei grossen, schwerwachsenden oder gezüchtet kurzfüssigen Rassen bis zehn Wochen, darf oder soll getragen werden, wenn es über steile, haltlose oder gar durchsichtige Treppen geht oder sonstige Hindernisse. Natürlich auch ins und aus dem Auto. Denn dies beansprucht die Gelenke und Sehnen des Welpen zu sehr.

Danach runter auf den Boden, wo normale Hunde hingehören. Dazu haben sie vier Beine. Es sind Lauftiere und keine, die man auch geistig auf den Arm nimmt. Vor allem dann nicht, wenn sie Schnauzenkontakt zur hundegerechten Begrüssung mit anderen Hunden haben wollen und müssen. Gerade die ängstlichen Halter erziehen ihren Hund so zur eigenen Angst, zu Isolation (Höchststrafe für Gesellschaftstiere) und zur unkontrollierten Angeberei (später: Angstbeisserei). Dieses Hochnehmen verführt andererseits fremde Hunde dazu, den Kontakt zu dem weggerissenen Hund erneut und intensiver zu suchen. Also Hände weg, wenn der Hund unter normalen Umständen unterwegs ist.

Wie soll er - wenn schon - getragen werden? Nicht von Kindern, die dieses Gewicht nicht locker beherrschen. Mädchen sind freilich hier sehr viel vorsichtiger als Jungen. Eine Hand unter die Vorderbrust - zwischen den Vorderläufen gespreizt. So hat man die Kontrolle über seinen Vorderbau und hält die Balance, wenn er vorn herumsucht. Das Hinterteil hält man mit der anderen Hand, man unterstützt quasi den Rest von unten. Es kann schon vorkommen, dass diese Hand, weil es so schön warm wird, mal befeuchtet wird. Aber einen „Tod" müssen Sie sterben, wenn sie ein Lauftier auf den Arm nehmen.

Andere typische Welpen-Eigenschaften
Das Nagen aller erreichbarer und schier unmöglich erreichbarer Gegenstände. Der Welpe hat bis zum allseits ersehnten Wechsel der spitzen Milchbeisser zum richtigen Gebiss einen unstillbaren Nagetrieb. Es treibt ihn im Kiefer, es juckt und - lebt eben. Das will abreagiert und beschäftigt werden.

Geben Sie dem Welpen Ersatzobjekte statt teurer Kleidung oder Schuhe oder Möbelstücke oder Zeitungen oder Kloschüsselbürsten oder ...

Kausteifen, kleinere Büffelhautknochen - angepasst an die Maulweite, und andere künstliche Gegenstände wird er vielleicht als Ersatz akzeptieren. Bei mir gibt es sogar - einen Babyschuh als Kauknochen. Als ganz junger Welpe trug in Anima stolz umher, irre Beute! Dann aber wurde ihr das zu albern und nicht mehr ernsthaft genug. Ich konnte sie verstehen. Sie hat sonst keine Spielzeuge. Ich setzte enge Grenzen bei Vermenschlichung. Denn sie hat ihren Abenteuerspielplatz im grossen Garten. Stecken, Wurzeln etc. Und ihren grossen Rüden und mich oder besuchende Kinder. Oder Verbotenes.

Gut, einen Tennisball hat sie gefunden. Damit spielen wir Apportieren, im Grunde aber das Herkommen. Bei einem Herdenschutzhunde eine reife Leistung, denn die finden das Apportieren höchst albern. Retriever oder Pudel als geborene Apportierer hingegen können sie damit tagelang beschäftigen.

Nicht jeder Hundetyp ist ein vermenschlichter Spielfex. Ernsthafte Arbeitszuchten brauchen was Ernsthaftes zum Spielen. Mitunter schon mal - wie bei meiner Welpenhündin - eine Schnecke inklusive Haus. Machen Sie mal einem jungen Tier klar, dass es mit anderen Tieren nicht ... Achten Sie vielmehr darauf, dass keine weichen, leicht abzubeissenden Kunststoffe oder sonstiger menschlicher Müll, Plastikteilchen etc. auf der für den Welpen greifbaren Umwelt bereitstehen. Fremden Kot riechen und gar fressen ist für sensible Industriemenschen höchst unappetitlich. Nun haben die Hunde aber ein natürliches Verhältnis zu dem, was auch andere Hunde fressen. Wir müssen uns dazu ein Klo bauen und haben Toilettenpapier. Manchmal. Wenn Sie im Wald spazieren gehen, sind manche wieder Tier.

Hunde riechen - zum xten Mal, aber dies ist enorm wichtig - 60-fach besser als Menschen. Und diese Gerüche sind Informationen gerade für unerfahrene Hunde. Wer war da und hat wann was gefressen und - später - welches Geschlecht hat der Hund? Er erfahrener Hund zieht nur noch seine Geschlechterfrage raus. Ein junger will alles wissen, so intensiv, dass er die fremde Info aufnehmen will. Damit leider auch mögliche Parasiten. Deshalb ist eine gründliche wiederholte Entwurmung wichtig. Dieses Kotinteresse lässt mit der Zeit nach. Er weiss dann besser Bescheid. Aber halten Sie sich mit ihrer Vermenschlichung zurück und schimpfen den Hund nicht, weil er anders ist. Denken Sie daran, dass Menschenkinder drei Jahre lang Windeln tragen.

Die grossen Entwicklungsstufen
Hunde wachsen sehr unterschiedlich, nicht kontinuierlich an allen Körperteilen. Ich definiere das in vier wichtigen Wachstumsschüben:

1. Die Geburt, der Biotonus (Überlebenswille) im Wurflager, die Primärprägung durch die Mutter und schon durch den Züchter und Umgebung, bis zum Abgabealter nach dem Absetzen der Mutter.

2. Die Zeit der Grundimmunisierung und die zweite Präge- beziehungsweise Lernstufe (zwischen der siebten und vierzehnten Lebenswoche) mit sehr starkem Wachstum.

3. Der Zahnwechsel und damit das Ende der Welpenzeit, gleichzeitig starke Lernphase und Übergang zur Geschlechtsreife (fünfter bis maximal neunter Lebensmonat) und nach dem Zahnwechsel nochmals Wachstumsschub.

4. Die Geschlechtsreife (Pubertät) und der „letzte Schliff" der Rangeinordnung, die höheren Weihen der Ausbildung können an die abgeschlossene Grundausbildung schliessen. Er wächst nur noch wenig, setzt aber mehr Muskeln an.

Aus einem unförmigen Etwas wird auch ein stattlicher Hund. Ein Lauftier, ein bewegungsfreudiger Beutegreifer. Vergessen Sie das bitte nie! Ein Hund ist ein Hund ist ein Hund.

Gemeinsames Lernen in einer Welpenschule
Nicht vergessen, den Welpen in einer Welpenschule anzumelden! Denn für die weitere Sozialentwicklung ist es von entscheidender Wichtigkeit, dass der Welpe Kontakt mit allen Spiel(rauf)arten zu seinen Artgenossen erhält. Damit er gleich Rangordnungen und Sozialverhalten spielerisch kennenlernt. Sonst wird es später ernst.

Leider ist nicht jede Welpenschule auch biologisch geschult. Überforderungen, Leistungsdruck und Unterordnungsdressur sind für alle Hunde unverständlich. Also von den Haltern abzulehnen. Dennoch: Selbst schlechte Welpenschulen sind besser als gar keine. Denn der Welpe braucht vor allem Hundekontakt und Rangordnungsspiele. Dabei kann er auch an fremde Gegenstände; Geräusche und Menschen gewöhnt werden. Basis für seine spätere Entwicklung.

Und nun viel Vergnügen, und noch mehr Geduld und Nerven! Sie werden später ausbezahlt: mit viel Lachen.

Quelle:


bis denne

dog-aid

gnadenhof_flemsdorf@gmx.de


Tiere empfinden wie wir auch Freude, Liebe, Angst und Leiden, aber sie können das Wort nicht ergreifen. Es ist unsere Pflicht, als Stellvertreter zu wirken und denen, die sie ausnützen, niedermetzeln und foltern, zu widerstehen.
Denis de Rougemen
 
  • SaSa22
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Hi dog-aid :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • sternkreis
Sehr guter Bericht! :) Danke! Hier habe ich auch noch sehr gute Bücher zum Thema Welpen und Hunde allgemein gefunden.
 
  • MeikeMitBenny
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Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund... 



Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

Hier der Link zu ihrer Seite! 
Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte! 

LG Meike mit Benny
  • sabsi
Mir ist jetzt nicht ganz klar, aus welchem Grund der Artikel hier rein gestellt wurde. Ich habe jedenfalls mal alles, was so pauschal nicht stimmt oder grundweg falsch ist, fett markiert und meine Anmerkung dazu rot und fett !!

Hilfe: Welpe im Haus!
Vor lauter Entzücken auch schon die ersten dicksten Hunde gemacht? Immer wieder. Erwachsene Menschen geraten in Panik, wenn der neue vierbeinige Bonsai-Mitbewohner Schwung in die Bude bringt - seinen tierischen, hundsgemeinen. Der folgende Text ist der Versuch einer biologische Anleitungen zum gegenseitigen Glücklichsein.
Sie trugen drei Jahre lang Windeln, sonst hätten Sie längst einen neuen Teppichboden. Oder waren Sie schon mit zwei Jahren erwachsen? Es ist anstrengend wie lehrreich, junges Leben aufzuziehen. Wie einen Welpen. Wer sich dessen nicht bewusst ist, möge sich einen weisen alten Hund zulegen. Oder ganz auf einen verzichten. Wer einen Putzfimmel hat oder ganz „wertvolle" Gegenstände in seiner Edelwohnung liebt - ebenso. Dabei könnte man selbst von einem Welpen angewandte Sozialkunde lernen. Wie macht ein verantwortungsvoller Hundefreund sich halbwegs verständlich, wie lehrt man dem Welpen die neue Hausordnung? Mit hundsgemeiner Biologie.

Das richtige Abgabealter gibt es nicht, Nur Anhaltspunkte. Natürlich gibt es ein Alter, vor dem Welpen nie und nimmer abgegeben werden dürfen, es sei denn aus Tierschutzgründen. Die Regel ist eine biologische: Wenn die Mutterhündin beginnt, die Welpen von der eigenen Milchbar abzusetzen, und wenn die Welpen schon mal ihre eigenen Wege gehen, sich also selbstständig machen. Das ist in der Regel frühestens ab der siebten Lebenswoche der Fall, meist ab der achten. Niemals vor der siebten Woche!Laut Tierschutzgesetzt ist die Abgabe vor Ende der 8. Lebenswoche verboten! Das wäre Tierquälerei!

Die andere Grenze, in der die Welpen ihre neuen Eltern, Präger und Rudelgenossen finden sollten, ist die vor dem dritten Monat. Denn hier endet schon die wichtigste Kernprägephase, wo sie am schnellsten ihren Charakter und grundlegenden Erfahrungen intus bekommen. Es gibt Arbeitszuchten, die früher selbstständig werden als die modernen Haushunderassen. Dies gilt es im Sonderfall zu berücksichtigen. Meine neue Herdenschutzhündin war ein solcher Fall. Sie machte sich - mit einem grossen und mächtigen jungen Kangal-Rüden als Anstandswauwau, schon ab der sechsten Lebenswoche mal geradewegs aus dem Welpenlager davon. Ihre Mutter hatte Vertrauen in den liebevollen Welpensitter. Anima war die erste an den Zitzen der Mutter, sie bewies auch in den ersten Tagen den stärksten Überlebenswillen (Biotonus genannt; damit war sie „mein").

Da ich unbedingt wieder eine Hündin zu meinem damals sechsjährigen Rüden (anderer Typ) haben wollte, und ich eine selbstbewusste, „freche" bevorzuge, habe ich die richtige Wahl für meinen Rüden und mich getroffen.

Anderen Menschen, die vielleicht noch kleine Kinder haben, oder nicht sehr hundeerfahren sind, würde ich zu einem weniger Durchsetzungsvermögen erfordernden Charakter raten. Hündinnen sind in der Regel etwas „durchlässiger" als Rüden. Aber es ist nur eine Regel. Meine beiden Hündinnen waren immer Führungsnaturen. Ich bevorzuge selbstbewusste Hunde. Auch meine Rüde ist so. Ich habe aber nie Schwierigkeiten mit einer etwaigen Dominanz mir gegenüber gehabt. Das präge ich bereits in den ersten Tagen und Wochen. Fachlicher Nonsens! Später muss ich diese Herausforderungen nur noch korrigieren. Und es gibt keine dominanteren Fachlicher Nonsens! , selbstbewussteren Hunde als normal aufgewachsene Herdenschutzhunde. Anderen Leuten, die weniger Erfahrungen haben, die Neulinge sind, würde ich zu einem leichtführigen, höchstens mittelgrossen Hund raten. Siehe auch „Mensch-Hund-Typberatung" in der Rubrik "Ratgeber".

Die Vorbereitung zum Abholen
Der Welpe bekommt beim letzten Besuch eine, seine künftige Liegedecke beim Züchter hinterlassen, damit sich der Kleine, durchaus der ganze Wurf, geruchsmässig verewigen kann und vertraute Gerüche hinterlässt. Der Welpe wird mindestens drei Stunden vorher nicht mehr gefüttert, eine Stunde vorher kein Wasser mehr, damit er sich im Auto nicht gleich in die Hosen machen muss, was Stress verursacht. Er muss sich vor Antritt der Fahrt entleert haben können. Ein guter Züchter gewöhnt den Wurf oder einzelne Welpen schon vorher an das Autofahren und sogar an eine leichte Leine. Und einen Futterplan mit Übergangs-Rationen gibt er auch mit.

Der Transport, die Gewöhnung ans Auto und den neuen Aufenthaltsplatz im Auto
Ausgiebig und in aller Ruhe das Auto „zeigen", also beschnuppern lassen, mit ruhigen Kommentaren begleiten, damit der Welpe Vertrauen fast zu dem Ding, in dem er gleich eine zeitlang verbringen muss. Er darf dabei aber nicht ein einziges Mal in den Sitzraum der menschlichen Passagiere, damit er sich nicht umgewöhnen muss an seinen ständigen und einzig richtigen, nämlich vor Aufprall und Stürzen sicheren Platz. Natürlich kann man den sowieso schon recht verunsicherten welpen für diese erste fahrt zu sich nach vorne in den beifahrerfußraum nehmen!! Nicht nur wegen der Hunde-Haftpflichtversicherung. Dazu nimmt man beim letzten Besuch des Züchters eine Decke mit, in der er dann beim Einsteigen in den Hundeplatz seinen vertrauten Geruch wiederfindet. Alles soll dazu dienen, ihm den völlig neuen Aufenthalt angenehm zu machen. Damit er künftig gern Auto fährt und dies nicht als Stress empfindet.

Es ist etwas anderes, den gesamten Wurf, womöglich mit Mutterhündin, ans Autofahren zu gewöhnen, und meist mit einem anderen Auto mit eben anderen Gerüchen und Geräuschen, als ihn mutterseelenallein hinten herumtorkeln zu lassen. Das Alleinbleiben im Auto muss er auch erst lernen, durch sanfte und stete Gewöhnung.

Fein heraus ist, wer einen zweiten autogewöhnten und eben erfahrenen Hund als Unterstützung dabei hat. Und da setze ich jetzt meinen Welpen einfach dazu?? Na meine erwachsenen Hunde würden sich bedanken!! Ich habe es bei meiner neuen Welpenhündin gemerkt: Allein ein Horror, mit dem Rüden (fast) ein Vergnügen. Haben Sie keinen zweiten? Leihen Sie sich eine normale Hündin aus dem Freundeskreis. Rent-a-female.

Immer zu zweit abholen. Denn nun steigt eine Person zu ihm in den Laderaum, und kann ihn so beschäftigen/ablenken. Dann erst wird der Wagen angelassen. Er muss sich auch an diese neuen Geräusche und Gerüche gewöhnen. Die Ablenkung einer Person hilft dem Welpen, in keine Panik zu verfallen, wenn sich seine neue Hundehütte bewegt. Und gleich in die erste Kurve. Er wird bald lernen, sich dagegen zu stemmen. Profis ahnen sogar den Kurvenverlauf voraus (weil sie immer auf den Verkehr nach vorn gucken) und stellen sich drauf ein.)

Gewöhnung ist alles. Das erste Ziel, bei dem das Auto anhält und er raus darf, das wird er sich als angenehm oder unangenehm einprägen: Sie haben die Wahl zwischen Wald, Wiesenblumen oder dem antiseptischen Geruch der Tierarzt-Praxis oder den Benzindüften und Glasscherben auf Autobahn-Raststätten.

Die Fahrt, die Pausen und das Ziel
Künftig wird der Pilot (der kein Angeber und kein Anfänger sein darf) fahren wie mit einem Krankentransporter, soll der Hund Autofahren nicht zum Kotzen finden. Also ruckfrei, keine überflüssigen Beschleunigungs- und Notbremsungsmanöver. Pferdetransport-Gespann-Fahrer wissen dies. Tiere müssen sich auf dieses Verhalten erst gewöhnen, wie Sie bei der ersten Fahrstunde. Dehnen Sie die erste Etappe nicht über eine Stunde hinaus. Nichts ist rückfälliger, als das Wasserlassen und gar den ersten Durchfall im Auto zu haben. Dem Welpen, der von seiner Mutter ständig entsorgt wurde und sein Lager sauber hielt, ist das „peinlich". Er fühlt sich unwohl im eigenen Dreck. Also frühzeitig in ein entlegenes Waldstück oder eine Wiese, ohne jegliche Ablenkung oder gar Picknick-Glasscheiben am Boden, ohne Gestank einer Tankstelle; sondern richtig angenehm.

Der Welpe wird noch im Auto angeleint! Sonst gibt es den ersten Stress mit Geschrei und der Welpe flitzt davon! Also genau das, was in der Erziehung für einen Monat zurückwirft. Alle Anfangsfehler gleich in einer halben Stunde. Vielleicht sitzt er sogar ab, reiner Zufall, während Sie ihn mit ruhigen Worten geduldig und ohne Gezerre anleinen. Dann loben Sie ihn gleich dazu. Das Halsband darf nicht über den Kopf rutschen! Es soll ihn natürlich auch nicht würgen. Nicht unkontrolliert springen lassen, sondern herausheben, wenn die Ladekantenhöhe des Autos höher ist als er selbst. Also meist. Denn sein Knochenbau und seinen Bänder und Sehnen sind noch alles andere als stark genug, um solche Sprünge ohne späteren Schaden zu überstehen. Dann sofort auf den Boden setzen!

Ziehen Sie ihn von Anfang an nie! Und vor allem darf nicht jeder an ihm dran herumzerren! Nun lassen Sie ihm die Zeit, sich umzusehen und zu schnuppern, keine Eile! Kein Stress. Unter Stress kann niemand sein Geschäft verrichten. Oder er wird gleich zu Anfang ein nervöser Typ. Passen Sie auf, wohin er latscht und riecht! Bei Hundekot mit Verbotshörzeichen „Nein" wegziehen, aber nur kurz. Dann die Leine wieder locker lassen, damit ihm die Leine nicht als Folterinstrument bekannt wird. Eine angespannte Leine spannt den Hund an, eine lockere macht den Hund locker.
Die Leine ist nämlich die Verlängerung von Ihnen.
Dann wieder reinheben. Die meisten Autos, beziehungsweise der Ladekantenhöhe sind noch Gift für den jungen Muskel- und Knochenbau. Er schafft es sowieso nicht. Er soll sich auch beim Reinklettern nicht gleich verletzen. Wäre wieder ein Rückschlag bis zu dem Zeitpunkt, wo sie glauben, er packt es, er will selber rein. Drinnen wieder loben, vielleicht ein Leckerle als Belohnung. Und dann die Heckklappe zuschlagen, damit seine Rute gequetscht wird? Aha. Ruhig und sicher zudrücken, währenddessen den Hund beruhigen, denn diese Klappe ist für ihn so gewaltig, wie es ein Riesenzugtor einer mittelalterlichen Burg für sie als Kind wäre.

Zu Hause werden keine Besuche empfangen, auch und vor allem nicht der Kindergarten der Nachbarn oder verknuddelnde Tanten und nicht der Hund des Nachbarn. Der junge Hund ist sowieso gestresst. Zu viel Informationen an diesem Tag. Ruhe! Er muss sofort auf sein neues Klo geführt werden! Damit da nicht gleich das nächste Zuordnungsproblem auftaucht und sich niederlässt. In seinem Garten darf er dann schnüffeln, bis ihm die Luft ausgeht. Sein Revier! Passen Sie auf seine unruhigen Beschnupperungen am Boden auf. Er sucht. Er sucht seine Duftmarken und die seiner Welpengeschwister oder seiner Mutter. Dieses Hinweisschild „Hier ist Euer Klo" ist aber nicht da. Alles klinisch rein. Er muss aber dringend. Beruhigen Sie ihn mit ein paar Worten, womit aber kein nervöses Zuquatschen gemeint ist. Dann, wenn er sich krümmt, oder sich mit dem Heck ablässt, dann loben Sie ihn mit Worten über den - grün gewesenen - Klee und streicheln ihn. Er weiss dann, so etwa nach fünf, sechs Tagen der konsequenten Wiederholung, und nach korrigierenden Rückschlägen, hier ist mein Klo, hier darf ich es machen. Es liegt an Ihrer Konsequenz, wie schnell Sie und Ihre Familienmitglieder das hinkriegen. Sagen Sie nie: der Hund macht hin, wo er will! Ihm wurde ein neues Klo vor die Tür gesetzt.

Er lernt schneller, als Sie glauben, wenn Sie es ihm logisch zeigen. Er wird nie gestraft, wenn es nicht gleich klappt, oder wenn er sich im Spiel vergisst. Das tun viele Welpen noch - wie auch Menschenkinder. Aber die haben Windeln haben - schon vergessen? Wenn er am falschen Ort ansetzt, sofort am Kragen hochnehmen Ich halte es für keine gute Idee, den nackentragegriff als probates Handling anzupreisen! dann tritt eine biologisch-automatische Tragestarre ein, damit er sich nicht durch Zappeln verletzt, und ein deutliches, also kein gutgemeintes „Nein" dazu, damit er sich dieses Verbots-Hörzeichen gleich einprägt. Dann wird er auf sein Freiluft-Klo geführt, dort wird gewartet, bis er ansetzt, das Wasser zu lassen, dann wird er gelobt. So ist es logisch.

Und wenn es doch mal passiert, und das wird es, nie schütteln, das versteht der Welpe als totschütteln. Und das wollten Sie nicht, oder? Setzen Sie ihn dorthin ab, wo er machen soll. Bei Erfolg loben. So prägt er sich das ein.

Pfützen und Festeres werden danach mit ungiftigen Geruchsneutralisierern gereinigt. Er soll seinen Geruch hier nicht wiedererkennen. Denn dies würde bedeuten, hier war mein Klo, hier darf ich es.

Wiederholung und Konsequenz machen den Erfolg.
Und dann ist erst mal Ruhe, wenn er seinen Rückzugsplatz gefunden hat. Schliesslich sind Sie nun auch fix und foxi. Im Übrigen wird der Hund, und sei er noch so niedlich, ausser dem Blitztransport zum richtigen Hundeklo, nie getragen! Er ist ein Lauftier und nicht krank! Nur ins Auto, anfangs keine Treppen, vor allem keine glatten und durchsichtigen, da kann er auf den Arm genommen werden.

Aber wie richtig tragen? Eine Hand unter den Brustkorb und Hals, die andere unter das Gesäss schieben. Kinder tragen den Hund nicht, denn sie könnten ihn fallen lassen. Nicht, dass sie der Hund was täte, aber es macht ihm das Tragen nicht angenehmer. Er ist kein Teddybär, kein Spielzeug!

Die wichtige Prägephase Nein! Bei Hunden gibt es keine prägung! Das ist die Soziaöisierungsphase! und die endet auch nicht mit der 12. Woche. gilt für alle jungen Hunde zwischen der fünften und zwölften Lebenswoche. Man nehme daher bitte auch den entzückendsten Welpen ernst - und nicht als Ersatzbaby.

Das missverstandene „Sauberkriegen"
Ich zitiere einen ganz einfachen, aber sehr bündigen Passus aus dem 1975 erschienenen Buch „Der unverstandene Hund" von Tierarzt Dr. Ferdinand Brunner im Kapitel „Schwierigkeiten mit der Stubenreinheit und deren plötzlicher Verlust": „Wenn man das Pech hat, ausgerechnet zur unwirtlichen Herbst- oder Winterszeit einen jungen Hund zu bekommen, dann sind die Schwierigkeiten mit dem Stubenreinwerden besonders gross. Begreiflich, denn wie soll sich der Hund lösen - Schliessmuskel erschlaffen lassen - wenn er vom angenehm warmen Zimmer in das rauhe, kalte Wetter ins Freie geführt werden muss. Schwierigkeiten bereiten auch Hunde, die viel länger als üblich in einer Zwingeranlage gehalten wurden, ehe man sie an ihren endgültigen Besitzer in einer Grosstadt verkaufte."

Er muss erst sein neues Klo kennen lernen. Er muss auch lernen, dass dies nicht im Haus ist - für ihn. Er muss bestimmt, aber ohne Zorn, im Ansatz des unruhigen Suchens (Herumschnüffelns) am Boden nach dem vermeintlich richtigen Ablass-Ort scharf beobachtet ( Vorsicht! Das geht ganz schnelll!) und beim Absenken des Hinterteils, bevor er Wasser lässt, mit einem Verbotshörzeichen „Nein" aufgehoben und an seinen künftigen Bestimmungsort gehievt werden. Dort wird gewartet, und zwar stressfrei und kommentarlos, dass er dort sein Geschäft verrichtet. Tut er es, wird er über den grünen Klee gelobt. Dies muss konsequent mehrmals geübt werden.

Zum Vergleich: Kleinkinder tragen drei Jahre lang eine Windel. Und Hunde sind vom natürlichen Wurflager aus reinliche Tiere. Die Mutter reinigt sie und beseitigt den festen Stoffwechsel. Dann kommt die völlig neue Situation und die völlig neue Hausordnung.

Hunger, Müdigkeit oder Spiel, alles auf einmal
Anstrengend, das alles, was wir ihm zumuten. Er hat sich das alles nicht ausgesucht, sondern wir ihn! Also machen wir es ihm angenehm. Aber nicht bequem. Er muss nun in den nächsten Wochen die neue Hausordnung kennenlernen. Er wird sich es bequem machen wollen.

Zunächst hat er aber einfach einen Bärenhunger. Es sei denn, Sie haben ihn schon so gestresst, dass ihm das Fressen vergangen ist. Oder er ist zu müde. Erst mal ne Runde poofen. Sie geben ihm in seine Schüssel die Portion, die Ihnen der Züchter als Übergangsration aufgeschrieben hat. Und zunächst dasselbe Futter. Da gibt es grosse Unterschiede, und jeder weiss es noch besser. Fragen Sie einfach den Tierarzt. Wenn Sie wechseln wollen, machen Sie dies nicht auf einmal, sondern setzen vom neuen Futter immer ein bisschen mehr zu, damit sich sein Magen und seine Nase umstellt.

Dabei werden auch noch viele alte Zöpfe gepredigt. Knochen und Milch sind tabu. Im Zweifel den Tierarzt fragen. Auch für die Aufzucht der Welpen sollte in keinem Fall mehr als 28 Prozent Rohproteinen gegeben werden. Immer mehr Hersteller begreifen, dass hier nicht viel gleich gesund ist. Es gibt beim benötigten Calcium-Haushalt eine Über- und eine Unterversorgung. Knochen verstopfen erstens nur, zweitens ist das keine Mahlzeit, wie man heute besser weiss, drittens sind seine zwar spitzen, aber weichen Zähne nicht für solche Dinger geschaffen. Erst wenn sie gewechselt sind und fest sitzen sollen, dann braucht er Nageersatz in Form von Büffelhautknochen. Vorher braucht er andere verdauliche Gegenstände, an denen er herumnagen kann - statt an Händen, antiken Möbelfüssen, Handbesen oder giftigen Putzmittelflaschen. Oder Schuhe. Alle für ihn erreichbaren Haushalts-Reinigungsmittel sind sicherzustellen. An den spitzen Zähnen darf sich auch nichts einhängen oder daran gezogen werden, das gibt eine Fehlstellung des Gebisses, wenn nicht gar ein Zahn rausreisst.

Wo hinlegen, wo schlafen, wo sind seine Geschwister?
Das wird ein Drama: Irgendwann wird der Kleine seine Geschwister vermissen, nachdem er müde geworden ist. Er sucht die Körperwärme seiner Geschwister. Aber wo hinlegen? Legen Sie sich zu ihm auf den Boden, oder besser gleich auf seinen zugfreien, nicht an den vielfrequentierten Plätzen, sondern an seinem Rückzugsraum. Das kann für die ersten Tage zur Eingewöhnung ein Platz neben Ihrem Bett sein.

Nie im Bett! Das Bett, überhaupt Ihre Plätze sind für den Welpen von Anfang an tabu. Genau, sonst wird der dominant :lol: In einer intakten Hundefamilie würde sich ein rangniederer Hund nie erlauben, sich auch nur entfernt in die Nähe des Rudelführers zu legen. Wenn, dann lässt sich schon mal der Rudelführer zu ihm hernieder. Aber nur als Fürsorglichkeit. Der Hund will auch nicht auf oder ins Bett, sondern auf den Rang (Thron) des Bosses. Na, eben, sag ich doch, der will die weltherrschaft ... kann zwar noch nicht gezielt Pipi machen aber mir schon an den Kragen :unsicher: Ob das ein warmes Bett ist, ist ihm zunächst egal. Die meisten Leute lügen sich an, wenn sie glauben, der Hund wolle zu Ihnen. Nein, der will nur das, was er kriegen kann. Also, runter vom Bett. Und wenn es 20mal sein muss. Er ist hartnäckig. Aber er darf am Bett schlafen, wenigstens für die erste Nacht. Weil ihm die Sehnsucht zu seinen Geschwistern zum Heulen ist. Das ist Gruppenkontaktheulen. Eine soziale Singstunde. Er braucht Körperkontakt.

Ich habe meine Akbash-Hündin nicht in ihr neben meinem Bett bereit gestellten Körbchen (es tut auch eine nicht zu flauschige Decke) gelegt, als nach dem letzten Entleeren Schlaf angesagt war - sie ging selber rein. Sie brauchte etwa eine Stunde, bis sie die richtige Schlafposition fand. Ich hielt ihr eine Hand von mir hin, damit sie Kontakt halten kann. Ich ersetzte also leidlich den Kontakt zu ihren verlorenen Geschwistern. Ich weiss nicht, ob ich oder sie eher eingeschlafen bin. Ich vermute: sie. Das Riesenbaby legte sich noch mit vier Monaten ins Körbchen, obwohl sie ihre langen Haxen nicht mehr unterbringen konnte. Da ging sie endlich raus aus dem Kinderbett und legte sich auf die Decke.

Will der Welpe raus und rauf auf das Bett - also zu Ihnen - dann hilft nur eiserne, geradezu ermüdende Konsequenz: „Nein". Runter, Hand auf den warmen kleinen Körper legen, über die Kruppe oder noch besser mit dem Finger leicht und zart über die Stirn (Jargon: Stop) streichen. Das beruhigt. Ihre Hand schläft ein. Alles ist gut.

Die neue Hündin bestieg einmal dieses Körbchen. Und nie wieder. Sie jammerte auch nicht nach ihren Geschwistern. Sie zog es vor, auf grossen Decken zu schlafen. Jeder ist halt anders. Auch beim Schlafen.

Fress- und Tischsitten
Auch wenn dies in den entsprechenden Kapiteln bereits behandelt wurde: es ist von grosser erzieherischer Wirkung, wenn man gewisse Hausordnungen von Anfang an festlegt, und nur bei eigenen Fehlern korrigiert. Hunde sind Gewohnheitstiere, sie lieben feste Ordnungen. Ach, echt??? Woher kommt diese Annahme?? Und Welpen brauchen gewissen Ordnungen, schon, um ihren Stoffwechsel kontinuierlich aufzubauen. Und der Halter hat nach dem ersten Stress - wann frisst er, wann pinkelt er, wann kackt er (immer und immer dann, wenn Sie es nicht erwarten...) - langsam die Zeiten im Griff, er lernt den Welpen beim Wichtigsten kennen. Fressen, Verdauen und Entleeren. Der Hund hat seinen von Anfang an ungestörten Platz, wo die Fress- und seine stets mit frischem Wasser gefüllte Schüssel steht. Dort, während des Fressens darf er nur zur Erziehungskontrolle des Rudelbosses (Sie und Ihr Lebenspartner, nicht aber Kinder!) „gestört" werden, damit er sich daran gewöhnt, dass er Vertrauen aufbaut (ihm keiner die Beute wegnimmt) und daher nicht zu knurren hat. Sonst wird er in Ruhe gelassen.

Nachdem er aufgehört hat, seine Ration zu fressen, gibt man ihm noch zehn Minuten Frist, dann wird die Schüssel geleert. Keine Ausnahme. Nur so gewöhnt er sich das Nachfassen oder Schlecken über zig Stunden ab, so gewöhnen Sie ihn daran, das Sie sich auf seinen Stoffwechsel-Rhythmus einrichten können. Er soll ungestört, aber zügig seine Portion fressen.

Wie viel? Anfänger, die das richtige Mass nicht im Gefühl haben können, verlassen sich auf die Ratschläge des Züchters oder Tierheimpersonals, wiegen von mir aus die Portionen ab. Ich habe es in der Hand, ich gehe nach Gefühl. Wenn meine Hunde, die meist las Arbeitshundezuchten nie Fressnotoriker sind, auch als Welpen immer aufhörten, wenn sie satt waren, wenn die Welpen aufhören zu fressen, haben sie genug. Mit der erwähnten Schonfrist. Basta mit der Pasta. Nicht nur bei Welpen besteht die Gefahr bei Feuchtfutter in warmer Jahreszeit oder überheizten Wohnungen, wenn es nicht nach dem Fressen entsorgt wird, dass sich im kleinen Magen durch das komfortabel gemachte Schlingen und durch das Verderben des Futters Gase bilden und den Bauch aufblähen. Kann auch bei aufgeweichtem Trockenfutter passieren, das im Magen wie ein hefe-ähnlich aufgehendes Konzentrat wirkt. Die Gefahr einer Magendrehung droht. Ich gebe ihnen Trockenfertigfutter aus schwedischer Herstellung, damit sie geduldig beissen und nicht schlingen. Andere mögen die zahnbelagputzende Brocken, die in der Grösse zum Welpen passen sollten, ein wenig einweichen. Aber da werden sie eher zum Schlingen verführt. Man kann es nach den Eigenschaften des Hundes entscheiden.

Danach werden sie sofort auf ihre Stoffwechselplätze geführt, wenn sie es nicht schon selber tun. Beim Stoffwechsel gelobt, wenn sie es dort tun, wo Sie es als Halter das neue Hundeklo für richtig halten. Der neue Welpe muss dies ja wissen und gezeigt bekommen. Hunde sind saubere Wesen, sie beschmutzen ihr Nest nur, wenn der Mensch ihnen andere Möglichkeiten versperrt. Danach ruhen meine Welpen oder sie bewegen sich normal.

Ich höre immer wieder diese Hysteriker oder Theoretiker, die schreiben, dass Welpen nach dem Fressen drei Stunden ruhen sollten. Werden die mit Valium gefüttert? Oder fressen sie sich wie Idioten den Wanst voll, dass man Angst haben muss, sie bekämen beim ersten Hopser eine Magendrehung? Die oft tödlich verlaufende Magendrehung hat meist ganz andere Ursachen. Aber die Welpen dürfen nie und nimmer nach dem Fressen zu Leistungen aufgefordert werden. Leider muss man immer wieder beobachten, dass diese jungen Hunde mit sich besser umgehen (es besser wissen) als manche Erwachsene mit ihrem untrainierten Körper.

Ich füttere meine mindestens mittelgrossen Hunde vom Abgabealter bis zum nach dem Milchzahnwechsel (meist zum fünften Monat) mit maximal 25 Prozent Rohproteinen, alles andere ist fast schon ungesund, vor allem überholte Ansicht. Die Tagesration verteile ich gleichmässig auf drei Rationen.

Ab dem Zahnwechsel (endlich keine zerschundenen Hände und Hosen und Hemden mehr ...) bekommen sie ihre angepassten Rationen auf zweimal täglich verteilt. Ab einem guten Lebensjahr nur noch einmal. Bei extrem kleinen und extrem grossen oder schweren wie empfindlichen Rassen muss man bei erwachsenen Hunden immer zwei Rationen täglich geben.

Vor Zusatzmitteln würde ich abraten. Es sind nur Überversorgungen, die nicht selten ungesund sind. Und sie bewirken nichts, kosten nur viel Geld. Ich spare nicht am Futter, aber das Teuerste ist noch lange nicht das beste. Das Billigste ist freilich oft das Teuerste, weil auf diese Rechnung meist noch die dann erforderliche Tierarzt-Behandlung draufschlägt. Wie auch immer Erfahrungen aussehen: Das richtige Mass zu finden ist leicht, Übertreibungen sind eher schädlich.

Und das richtige Mass des Gewichts möge man nicht von seiner eigenen eventuellen Übergewichtigkeit auf den eigenen Hund übertragen, mitgefressen, mitgelitten. Zwei Drittel aller Hunde sind übergewichtig. Wie ihre Halter. Lieber schlank halten, da lebt der Hund länger, er belastet seine Gelenke nicht so schwer. Sonst freut sich der Tierarzt.

Fühlen Sie über die Flanke ihres Hundes. Wenn Sie die Rippen spüren, hat er das richtige Mass. Und nochmal: Gut gemeint ist oft schlecht getan. Gerade auf dem Ernährungssektor. Für den Rest lesen Sie bitte das entsprechende Kapitel „Ernährung" halt ernährungsbewusster. Sie dürfen nur nicht Ihre Gewohnheiten und Ansichten auf Hunde übertragen. Ein Hund ist ein Hund ist ein Hund. Auch was seine Ernährung betrifft. Dass sie der Werbung nicht glauben müssen, das empfehle ich Ihnen aber gerne. Sie glauben doch sonst auch nicht alles. Noch einen drauf, mit vollfetter Absicht, denn ich kenne das Problem der gemästeten Hunde aus eigensüchtiger „Tierliebe", die nur durch den kranken Magen des Hundes geht: Haben Sie schon mal einen fetten Wolf gesehen - auch nur im Fernsehen? Oder einen Hund bei der Arbeit?

Dass Fressen nur in der Hundeschüssel stattfindet, ist hundelogisch. Sonst erzieht man sie zu Bettlern. Es braucht nur eine Ausnahme. Denn der Hund ist streng und konsequent. Er lauert auf seine Gelegenheit, wartet wie ein Jäger. Und wenn doch was runterfällt, manche Menschen sind da irre selbstbelügend, dann hat er gewonnen. Die WELTHERRSCHAFT BEGINNT!!! Merken Sie was, wie das geht, wer da wen „erzieht"? Sie werden verlieren, aber bemühen Sie sich und sagen Sie nie zu Ihrem Hund: Du Bettler! Es wäre eine völlig falsche Berufsbezeichnung: Er nimmt sich nur, was er kriegen kann. Da fängt er als ganz Kleiner an.

Der erste Ausgang und die Überforderung
Ruhig spazieren gehen ist was anderes. Aber niemals Stress ausüben. Lassen Sie ihn neugierig sein. Lassen Sie ihn unten laufen, da, wo er hingehört. Und Kontakt aufnehmen zu anderen Hunden, wenn Sie deren Halter als sozial kennen! Schlechte Erfahrungen wird man nicht vermeiden können, soll man auch nicht, aber nicht gerade den guten vorziehen. Die ersten Spaziergänge sollten eine Viertelstunde nie überschreiten. Überforderung ist krankheitsfördernd. Konnten Sie mit - sagen wir mal - einem Jahr schon einen 5 000-Meter-Lauf hinlegen?

Welpen schlafen in den ersten Wochen noch viel. Aber nie so viel, dass Sie nicht restlos bedient sein würden. Aber ihn in seinem körperlichen und psychischen Wachstum entwickeln zu sehen, ist ein Vergnügen, das nicht zu ersetzen ist und viel zu schnell vor sich geht. Sie haben die Entwicklung, was aus ihm wird, in der Hand. Sie übernehmen den acht bis zehn Wochen alten Welpen, sofern er schon beim Züchter verantwortungsvoll auf Menschen und Umgebung geprägt wurde, für weitere zwei Wochen in der entscheidenden Prägephase. Nützen Sie diese Zeit. Zeigen Sie ihm seine und Ihre Umwelt. So wird er mit Ihnen selbstsicher. Unnötig zu sagen, dass man für die Eingewöhnung des Welpen ohnehin Urlaub nimmt. Denn diese Zeit ist erstens Aktiv-Urlaub und zweitens ein Gewinn für die spätere Entwicklung. Wer jedoch zu wenig Zeit für einen Hund hat, und es kommt nie auf die Körpergrösse des Hundes an, der möge Tierfreund bleiben und so lange auf einen verzichten.

Er will lernen - mit Ihnen
Besuchen Sie mit ihm eine Welpenschule. Er lernt den Sozialkontakt und vor allem die Rangordnung mit anderen Hunden. Und sie lernen mit ihm. Solche Kontakte entscheiden über seinen Charakter ganz erheblich, ob daraus ein Angstbeisser wird oder ein Souverän. Welpe ist der Hund, bis er seine Zähne wechselt, das ist je nach Entwicklung verschieden, aber meist nicht vor dem vierten Monat. Fachlicher Nonsens! Spätestens zum sechsten Monat sind die spitzen Beisserchen endlich ersetzt und hoffentlich vollzählig. Dann ist er kein Welpe mehr, er wird Junghund. Denn dieser Beitrag war nur eine Anleitung für die ersten glücklichen, aber erschöpfenden Schritte.

Ein Hund, der nichts lernen darf, bleibt ein dummer Hund. Spielen ist ein entscheidende Vorstufe. Spielen ist Lernen zum Überleben. Und spielen Sie mit ihm, lassen Sie ihn dabei nicht allein, denn beim Spielen, sogar dem Anpfiff und der Beendigung, da fängt der Kindergarten-Unterricht schon an. Hier zeigt es sich schon, wer der wahre Herr im Haus ist. Denn die Rangordnung ist eines der wichtigsten Regeln für das streng ordnungsliebende Gesellschaftstier Hund. Er muss nun in seinen Rang eingeordnet werden. Von Unterordnung gleich Unterdrückung spricht niemand, der einen selbstsicheren Hund will. Nur einen devoten Soldaten. Er muss die Regeln kennen lernen. Ein eingeordneter Hund ist immer auch ein zufriedener.

Man darf sich nicht davon abhalten lassen, dass er ja noch so klein und so süss sei. Er wird Ihnen dann bald zeigen, was er davon hält. Er ist ja nicht doof. Wer ihn jedoch für doof hält, ist selber ...
Was ist das für ein kompletter Schwachsinn!!

Strafen?
Bitte bei Hunden nicht militant werden! Strafen kennen Tiere untereinander auch nicht. Sie weisen sich und andere zurecht. Die brutalste Strafe für Hunde - vor allem für Welpen - ist die Isolation von der Umwelt einschliesslich Menschen Fachlicher Nonsens! Soziale Isolation hat mit Strafe als Erziehung nichts zu tun!! die zweithärteste ist Trennung aus dem Rudel (ein-, meist ausschliesslich Menschen). Korrekturen im Hundesinne sind: Aus dem Spielplatz entfernen, Überschnauzenpacken - nicht zudrücken, nur packen, wie die Hunde es auch tun. Korrekte Verbotshörzeichen: „Nein!", am besten geknurrt „Nnnaaa!". Und immer unmittelbar, noch besser im Ansatz der „Untat". Zu spätes „Strafen" verwirrt den Hund, er verknüpft es nicht mehr mit dem Verbot.

Am besten, man schaut sich das bei den Hundeeltern ab. Die können das. Wir streben doch an, unseren Hund wie bei Familie Wolf zu erziehen, weil wir diese Rangstruktur in seiner tierlichen Verständlichkeit bewundern. Haben Sie schon mal ein Elektroschockgerät bei einem Wolf gesehen? Haben Sie schon mal gesehen, wie erwachsene Wölfe sich gegenseitig verknuddeln? Aber dort sprechen sie mit ihrem ganzen Körper. Sie setzen ihn ein. Das hat man uns aberzogen. Lernen wir von den Hunden wieder eindeutige Körpersprache. Für sprachgestörte Menschen, und das sind viele, können kommunikativ geprägte Hunde geradezu als Logo-Therapeuten wirken.

Ich habe das von einer Wolfsfamilie abgeschaut, bei meinem Rüden als Welpe simuliert, und er hat es als Methode übernommen und macht es so:
Sie suchen sich ein absolut begehrenswertes Teil für den Welpen. Etwas, was er verflucht gerne hätte, oder was ihm als Spielzeug gerade das Liebste ist. Das nehmen Sie auf und tragen es so umher, dass es für den Welpen wahnsinnig interessant wird. Machen Sie das Spiel hundeverständlich, ach was - machen Sie einfach den Hund und gehen auf alle Viere runter, wenn es der Nachbar nicht sieht oder der Lebensgefährte. Noch besser: Sie nehmen wie eben ein Hunde-Rudelführer dieses Beutestück ins Maul. Das sieht dann für den Welpen aus wie im richtigen Wildhundeleben. Dann lassen Sie das gute Stück fallen.

Der Welpe, wenn nicht ganz verdattert, wird es sofort haben wollen. Da fahren Sie ihn an mit einem böse geknurrten „Nnnaaa!" oder „Nnneein!" Ja nach Dialekt. Das Knurren ist dabei wichtig, denn das kennt er von seiner Mutter. Jetzt fängt es jedoch erst an. Das Bestätigen sie jetzt durch eine kleine Verbesserung der Lehrstunde: Sie krabbeln mit dem Teil, das Sie wieder aufgenommen haben, ein paar Zentimeter weg, der Welpe schaut sehr gierig, und lassen es so fallen, dass Sie wie scheinbar nachlässig mit dem Rücken zum Welpen gebückt sind. Sie schauen durch ihre Beine zu ihm, was er macht. Aber er darf dies nicht als Kontrolle erkennen. Er ist ja nicht blöd. Ganz versteckt. Mein Rüde hat sich dabei nicht mal umgedreht. Er hört ja besser.

Dann krabbeln Sie weg vom Tatort, tun so, als interessiere Sie das Ganze nicht mehr. Haben aber alles unter Kontrolle. Der Welpe wird nun - viel vorsichtiger als beim ersten Versuch - herankriechen. Wenn sein Hals lang wird und der Fang schon geöffnet zum wegholen des Beutestücks, dann fahren Sie herum und - klar - Sie verknüpfen dies wieder mit dem Verbotshörzeichen „Nein!", das später ja ohne dieses bühnenreife Stück funktionieren soll. Knurren Sie, überwinden Sie sich. Es hilft nur dem Verständnis des Hundes, der Verbote nur dank Knurren kennt. Im Notfall durch Schnappen. Das ersparen wir uns aber, weil es bei unserem Gebiss zu lächerlich ist. Der Welpe ist vermutlich - wenn Sie es ernst genug gemeint haben - unter den Tisch geflitzt. Huch! Böse. Hm. Entweder verstärken und wiederholen Sie dies nochmal, oder Sie stehen auf, nehmen das Teil und - weg damit. Ende der Vorstellung.

Wichtig ist auch dies als Lehre: Sie beginnen ein Spiel mit dem Welpen, und nur Sie beenden es. Damit dürfte die Rangfolge und -einordnung fürs Erste geregelt sein. Fachlicher Nonsens! Bei meinem Rüden sass das bei einer Wiederholung so gut, dass er auch nach sechs Jahren niemals auch nur die Rangfolge hätte in Frage stellen wollen. Ich lobe ja nur ihn...

Spielen lernen
Noch einmal, auch wenn es langweilt, aber da wir Menschen kaum mehr spielen können, oder es durften: Spielen ist Anleitung zum Leben - bei Wildtieren: Überleben. Spielen ist nicht bloss Herumalbern. Etwas spielend beigebracht zu bekommen, ist nach wie vor die beste pädagogische Methode. Im Spiel kann der Welpe lernen, was zu weit geht, wer der Stärkere ist und der Schwächere. Gute Pädagogen unter erwachsenen Hunden lassen es zu, dass auch mal der Welpe „oben auf" ist, sie, die wirklich überlegenen, unterwerfen sich schon mal, damit der Welpe selbstsicher wird. Das wird bei den meisten jungen Hunden bei schwachen Erziehern, Dresseuren, heute noch falsch gemacht. Der Welpe bekommt nie das Gefühl, wie stark er sein kann. So werden Angstbeisser erzogen. Fachlicher Nonsens! Aber zum Schluss eines Raufspiels müssen immer Sie als „Sieger" hervorgehen. Damit klar bleibt, wer der Boss ist. Fachlicher Nonsens!

Mein im Rang eindeutig höher stehender Rüde, obwohl kleiner als die Hündin, wirft sich heute noch im Raufspiel mit der ohnehin sehr dominanten Hündin Ja, wat denn nu??? auf den Rücken, bietet ihr die Kehle, nur zum Schein, um zu zeigen: Ich kann es mir leisten, sie wird wohl noch wissen, wer hier der Boss ist. Wenn sie die spielerische Schwäche ausnützen würde, würde er ihr den Frack versohlen. Es sind ganz einfache Spielregeln, die ein junger Hund lernen kann. Aber sie sind ungeheuer konsequent und streng. Bei Hunden gibt es kein Wenn und Aber. Keine Unentschiedenheit. Psychisch starke Hunde nützen jede Schwäche, die sich ihnen im Ernstfall bietet, gnadenlos aus. Das wird aber bereits im Rudel unter verschieden alten Tieren erprobt.

Wenn ein Welpe, wie meist der Fall, keinen erfahrenen Hund als direkten Rudelgenossen zur Verfügung hat, dann müssen die menschlichen Rudelmitglieder diesen Lehrkörper darstellen. Und mit Körper meine ich wirklich die ausgeprägte Körpersprache, zu denen eben nur gesellschaftstüchtige Tiere fähig sind. Sie müssen sich anderen mitteilen. Damit der andere versteht, was gemeint ist, was man will oder nicht. Dazu gehören Bestätigung und Verbot, Vermeiden und Vortäuschen (Imponieren).

Fürs erste genügt, weil der überglückliche Mensch zu viel zu tun hat mit dem Glücklichsein und Beobachten, dass man dem Welpen die menschlichen Hände langsam entzieht. Sie sind fortan - auch wenn es schwerfällt, andererseits wiederum nicht, weil die Zähnchen ekelhaft spitz sind wie bei Katzen - keine Spielzeuge mehr. Hände müssen immer etwas Gutes für den Hund bedeuten. Er würde fürchterlich verwirrt, wenn ihn die Hand, die ihn versorgt, auch streichelt, plötzlich zu einer Waffe würde. Hääähhh??? Hunde machen dies ehrlicher. Sie können als erfahrene Tiere mit ihrem Multifunktionswerkzeug Gebiss sehr sensibel umgehen. Aber das und noch viel mehr muss der Welpe erst noch lernen. Seinen Beissdrang kann man mit geeigneten Spielzeugen (kein Plastik) befriedigen. Er muss sich ja nun anderweitig beschäftigen, weil die Geschwister nicht mehr da sind, mit denen man sich messen kann, bei denen man Nestwärme vorfindet. Sie sind für ihn nicht Welpe, sie sind Rudelführer! Wenn Sie diese Rolle abgeben, wird er sie bald übernehmen, und Sie merken es später. Er nimmt sich nur, was er kriegen kann. Sie fangen sofort damit an, ein Spiel anzupfeifen, und es auch zu beenden: vom Boden wieder aufstehen und Spielzeug wegstellen. Sie bestimmen fortan die Regeln. So stellen Sie klar, wer hier der Boss ist. (Hier dürfen Sie es endlich sein, also tun Sie es.)

Das geht alles ohne Gewalt. Haben Sie schon mal gesehen, wie ein Hund einen Welpen zurechtweist? Dazu braucht er keine Zeitung, keinen Stock, sondern den Überschnauzengriff. Ich habe meine Welpen auch mal über den Fang gebissen, nicht zugebissen, nur gepackt, weil dies auch die Elterntiere so machen. Der Überschnauzenbiss kann später mit einem Überschnauzengriff mit der Hand ersetzt werden. Das verstehen die Hunde sofort. Und ein „Pfui", haben Sie das schon von einer Hundemutter gehört? Eben. Ich knurre meine Hunde heute noch an, tief grollend, ich zeige meine noch vorhandenen Zähne. Die Hunde verstehen. (Sie tun wenigstens so.)

Seien Sie ein Souverän gegenüber ihrem Hund, spielen Sie mit ihm, aber nie gegen ihn. Höhere Lebewesen lernen früh und schnell. Also keine Ausreden Ihrerseits. Sie können dem Welpen schon in den ersten Tagen beibringen, dass er gemeint ist, wenn Sie seinen Namen rufen. Dazu klatschen Sie in die Hände, um durch dieses Geräusch seine Aufmerksamkeit zu erregen, und als Signal, dass es von Ihnen ausgeht, und sagen dazu seinen Namen. Kommt er dann auch noch rein zufällig zu Ihnen, verknüpfen Sie dies sofort mit einem „Hier". Wunderbar! Er hat Ihr Hörzeichen mit der Umsetzung verknüpft. Die Verknüpfung zum richtigen Zeitpunkt ist das Geheimnis der Ausbildung. Und wenn Sie ihn unmittelbar danach loben und belohnen, haben Sie das Prinzip des Lehrens begriffen.

Sitzt er dann auch noch vor Ihnen ab, wiederholen Sie den Ablauf mit einem „Sitz", wenn er sich gerade - noch zufällig - in diese Haltung bewegt. Noch schöner, ist ja fast die halbe Grundausbildung! Weil Sie es begriffen haben, wie man Hunden etwas biologisch beibringt. Denn die Verknüpfung zum richtigen Zeitpunkt ist das Geheimnis der Ausbildung. Fürs erste. Denn nur die - auch für den Welpen - verständliche Wiederholung bestätigt und speichert ab.

Rangordnungs-Training Aha!?!?!?
Dies ist die wichtigste Lernübung für den Welpen, weil sie in seiner intensivsten Lernphase, der Prägephase zwischen der fünften und zwölften Lebenswoche, geübt wird.

Der Welpe hat schon bei seiner Mutter und mit seinen Wurfgeschwistern gelernt, dass es Unterschiede gibt: Stärkere, Schwächere, Frechere, Zurückhaltendere. Und er hat gelernt, dass hund sich durchsetzen muss, um zu seinen existenz-sichernden Bedürfnissen zu kommen. Wird ihm das im neuen Heim alles wie von selbst gewährt, darf er alles tun und lassen, wie er will, wird er sich diese neue Bequemlichkeit sofort erobern und verteidigen. Wäre doch blöd, wenn er es nicht täte. Er wird so ganz flott zum eigentlichen Rudelführer gemacht. Im Rudel selber bekäme er dafür sofort eins auf die „Schnauze". Da gab es eine ganz klare Rangordnung. Das erkennen erfahrene Hundehalter schon beim ersten Krabbelversuch zur mütterlichen Milchbar. Hier zeigte es sich schon, wer sich durchsetzen wird auch im späteren Hundeleben. Biotonus nennen das die Fachleute: Überlebenswille. Ich suchte meine beiden Hündinnen genau danach aus. Sie waren stets die ersten an den Zitzen.

Im neuen Rudel muss die neue Hausordnung neu gelernt werden. Was man tun darf, wo, und was nicht. Wer es nicht lernen darf, tut, was er will. Das wird bei kräftigen Hunden dann später schwierig zu kontrollieren, weil die Halter es versäumt haben, die Rangordnung herzustellen und immer wieder zu bestätigen.

Damit fängt man klein an. Am ersten Tag schon, wann nicht dann, wann denn? Hund, auch ganz junge, denken sehr konsequent biologisch. Sie nehmen sich, was sie kriegen können. Wir aber legen als neue Rudelführer die Regeln fest. Er wird sie jeden Tag überprüfen. Ob es nicht doch... Kleine Regeln erleichtern die künftige Rangordnung. Denn ein eingeordneter Hund ist ein zufriedener. Er braucht diese Sicherheit seines Rangs.

Essen Sie von Anfang an zuerst selbst etwas, muss nicht viel sein, irgend einen Bissen, damit ihr Welpe sieht: Wie zu hause, der Boss frisst zuerst. Dann erst bekommt der Welpe seine Ration, natürlich nur an seinem Platz. Sie und alle Familienmitglieder gewöhnen ihn daran gleich, dass sie ab und zu an seine Schüssel fassen dürfen, sie wegnehmen und wieder hinstellen. Von Beginn an einfach als Gewohnheit einführen. Das kann meist nach wenigen Tagen dann wieder unterbleiben, weil der Welpe es ohne Murren akzeptiert, dass man an seine Schüssel geht. Er hat dann Vertrauen gefasst, weil er letzten Endes nicht um sein Fressen betrogen wurde. Sie müssen im Grunde nur so tun, als würden sie jederzeit Kontrolle über sein Tun ausüben. Das reicht meist. Das darf aber nie zum Ärgern ausgenutzt werden oder als Spiel. Kinder dürfen dies nie mit dem Hund üben, ohne die Kontrolle der Eltern. Denn Kinder kennen darin keine Lehre, sondern eine Möglichkeit zur Unterdrückung. Das wäre fatal für die Beziehung zwischen Hund und Kinder. Die Verantwortung der Eltern ist hier gefragt. Sorglosigkeit fördert hier Probleme.

Der Welpe muss nur lernen, dass er nicht knurren darf, wenn ihm Ranghöhere das Essen - in seinem Sinne - streitig machen. Der Spagat dieser Übung ist aber, ihm gleichzeitig das Vertrauen zu vermitteln, dass er nicht gestraft wird. Vor allem nicht, dass er ständig am Fressen gestört wird. Das wäre ein Eigentor, weil der Welpe dann natürlich um sein Fressen kämpfen wird. zu recht. Und er wird beim nächsten Fressen nervös und bekommt daher - wie wir bei Prüfungsterminen - eine nervöse Verdauung mit dünnflüssigen Folgen. Sie gewöhnen den Welpen mit diesem in aller Ruhe ausgeübten Training daran, dass Sie als Rudelführer jederzeit über ihn Kontrolle ausüben können. Wie im Raufspiel auch. Er darf mal obenauf sein, sich als Sieger fühlen, ein Spielzeug sichern (wegtragen), dann muss er wieder verlieren lernen (unterliegen, das Spielzeug auslassen mit dem Hörzeichen „Aus!"). Dann wird er dafür gelobt. Wenn er spielend lernen darf, wie das ist, oben auf zu sein, wird er psychisch stark gemacht.

Kontrolliert wird dies damit, dass zum Ende eines Spiels, dass immer der Rudelführer verkündet, der Rudelführer gewonnen hat - oben auf war. So wird die Rangfolge bestätigt. Bei später aggressiv-dominanten Hunden ist dieses Rangordnungs-Lernspiel, eines der wichtigsten in der wichtigsten Zeit, der Prägephase im Alter von fünf bis zwölf Wochen, ausgeblieben. Ich bevorzuge sehr selbstbewusste und selbstsichere Hunde. Sie lernten diese Rangfolge auf spielerische, aber eben für sie lehrhafte Weise. Ich hatte nie Probleme mit der Rangfolge. Ja, mein Rüde gab diese Erfahrung an beide Welpen-Hündinnen weiter. Auch er konnte er es sich leisten, mal den Schwächeren zu geben, damit sie sich aufbauen konnten und lernen, wie es ist, stark zu sein. Wie er es von mir gelernt hat. Ich habe ihn bei Zurechtweisungen schon mal angeknurrt und in den Fang gepackt, mit meinen lächerlichen Beissern. Aber er hat ein für allemal verstanden. Dies gab er als wundervoller Assistenzlehrer an Welpen weiter.

Tierärztliche Erst-Versorgung
Ich will hier Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt nicht ins Handwerk pfuschen, aber wir ziehen hier alle an einem Strang. Ich hoffe sehr, dass der Züchter seiner Pflicht nachgekommen ist, und zeitgerecht durchgeimpft und entwurmt hat, so weit das Abgabealter es gebietet. Darmparasiten sind gefährlich. Vor allem der Fuchsbandwurm. Eine ausreichende Behandlung ist auch zum Schutz der Menschen wichtig, wenn sie in Kontakt mit Hunden kommen, vor allem mit Welpen. Spulwürmer sind vor allem für Welpen schwierig. Bei trächtigen Hündinnen werden Larven in der Muskulator erweckt, die sich bei einem früheren Befall dort eingenistet haben. Die Larven wandern in die Milchdrüse und den Uterus und infizieren so die ungeborenen Welpen. Nur der Hundebandwurm ist für den Menschen nicht gefährlich. Er wird durch Flöhe übertragen.

Für trächtige und säugende Hündinnen und ihren Nachwuchs ist eine mehrmalige Entwurmung im zweiwöchigen Abstand erforderlich. Am besten ist die erste Entwurmung der Welpen in der zweiten Lebenswoche und danach alle zwei Wochen, bis sie drei Monate alt sind. Anfangs soll die Mutter mitentwurmt werden. Später genügt eine Behandlung alle drei Monate, bis der Hund ein Jahr alt ist. Danach genügt eine halbjährliche Entwurmung. Die (weiteren) Entwurmungs-Termine sind jeweils eine Woche vor der jährlichen Impfung zu legen.

Ihr Tierarzt wird das weitere Vorgehen und mit Ihnen über die fortlaufenden Impfungen sprechen. Lassen Sie den Kot mehrmals analysieren. Denn alle Welpen, die mehr als ihr Wohnzimmer sehen dürfen, riechen an allem, was hochinformativ für sie ist, und das ist auch der Auswurf anderer Lebewesen. Es sind mitunter beschissene Informationen. Denn in der Stadt gibt es wahre Parasiten- und sonstige Krankheitsherde, gerade auf Hundespielplätzen, bei Hundeschulen, Tierarztpraxen, auf Strassen, wo sich leider fast jeder Hund entleeren unfreiwillig muss. Und wie viele Hundehalter lassen ihren Hund regelmässig entwurmen? Also auch erwachsene zweimal jährlich? In der freien Natur interessiert dagegen der Kot anderer Tiere, ebenfalls parasitär befallen. Schaf- oder Marderkot oder andere Exkremente sind nicht selten von Würmern befallen. Viehzüchter sorgen nicht so für ihre Tiere wie Sie. Daher ist eine im Welpenalter sorgfältig abgestimmte Kot-, manchmal Blut-Analyse sehr wichtig für die weitere Gesundheit.

Ich würde bei sehr jungen Welpen, also bis zum zweiten Lebensmonat, mit Banminth oder Welpan entwurmen, denn die kräftigeren Tabletten Drontal und Drontal Plus schlauchen die noch sehr jungen Welpen zu sehr. Nach diesem Alter aber muss ordentlich entwurmt werden, gegen alle möglichen Wurmarten. Mit den genannten Tabletten. Je zehn Kilo eine Tablette. Exakt zu dosieren. Deshalb ist auch eine kontinuierliche Gewichtskontrolle wichtig, damit man etwaige Veränderungen bemerkt. Aber Welpen entwickeln sich nicht gleichmässig. Sie legen auch Wachstumspausen ein, um danach oft richtig zu explodieren.

Nach dem Wechsel des Milchgebisses zum vollständigen endet die Welpenzeit. Dann wird der Welpe Junghund. Der Zahnwechsel setzt normalerweise mit dem vierten Monat ein und ist allgemein mit dem fünften abgeschlossen. Hände und Wertgegenstände werden fortan nicht mehr gelocht. Wenn der Welpe im Frühjahr abgeholt wird, ist gleichzeitig mit den ersten Ausflügen auch die Zeckenzeit angesagt. Es ist alles andere als Nachsicht geboten. Zecken können sogar lebensgefährliche Krankheiten übertragen. Ein Halsbändchen als „Schutz"? Vergessen Sie es. Das war mal, als noch gar nichts gegen Zeckenbisse auf dem Markt war. Sie wirkten kaum. Heute gibt es besseres. Fragen Sie auch hier Ihren Tierarzt. Wer vorsichtig vorgehen möchte, gebe dem Welpen etwas Knboblauch-Granulat ins Futter. Ist besser als nichts.

Eine Anfrage bei den renommierten Tierkliniken der Universitäten Hannover und Giessen zum Verdacht, dass Wurmmittel wie Drontal plus oder Anti-Zecken-Mittel wie ExSpot oder Frontline in einen ursächlichen Zusammenhang mit epileptischen Krampfanfällen zu bringen sind, ergab, dass den Kliniken darüber nichts bekannt ist. Und Tierärzte müssen eventuell sofort berichten. Der Tierarzt wird den Hund beim ersten Besuch auch gründlich untersuchen. Aber machen Sie diesen aufregenden Besuch nicht gleich nach dem Abholen vom Züchter, quasi auf dem Weg nach Hause, denn dann verknüpft der Welpe dies mit der unangenehmen Logik: Autofahren gleich Tierarztgeruch. Warten Sie ab, bis sein Darm (nach der Umstellungs-Nervosität) sich beruhigt hat. Es sei denn, alles fliesst zu lange.

Für die erste Reise könnte der Tierarzt, fragen Sie vorher, Kohletabletten empfehlen, damit es nicht gleich dünn kommt. Der Züchter gibt diese Verdickung in seine letzte Fütterung.

Das richtige Tragen und - wie lange
Nur der abgesetzte Welpe, also der ganz junge bis zu etwa acht bis neun oder auch mal bei grossen, schwerwachsenden oder gezüchtet kurzfüssigen Rassen bis zehn Wochen, darf oder soll getragen werden, wenn es über steile, haltlose oder gar durchsichtige Treppen geht oder sonstige Hindernisse. Natürlich auch ins und aus dem Auto. Denn dies beansprucht die Gelenke und Sehnen des Welpen zu sehr.

Danach runter auf den Boden, wo normale Hunde hingehören. Dazu haben sie vier Beine. Es sind Lauftiere und keine, die man auch geistig auf den Arm nimmt. Vor allem dann nicht, wenn sie Schnauzenkontakt zur hundegerechten Begrüssung mit anderen Hunden haben wollen und müssen. Gerade die ängstlichen Halter erziehen ihren Hund so zur eigenen Angst, zu Isolation (Höchststrafe für Gesellschaftstiere) und zur unkontrollierten Angeberei (später: Angstbeisserei). Dieses Hochnehmen verführt andererseits fremde Hunde dazu, den Kontakt zu dem weggerissenen Hund erneut und intensiver zu suchen. Also Hände weg, wenn der Hund unter normalen Umständen unterwegs ist.

Wie soll er - wenn schon - getragen werden? Nicht von Kindern, die dieses Gewicht nicht locker beherrschen. Mädchen sind freilich hier sehr viel vorsichtiger als Jungen. Eine Hand unter die Vorderbrust - zwischen den Vorderläufen gespreizt. So hat man die Kontrolle über seinen Vorderbau und hält die Balance, wenn er vorn herumsucht. Das Hinterteil hält man mit der anderen Hand, man unterstützt quasi den Rest von unten. Es kann schon vorkommen, dass diese Hand, weil es so schön warm wird, mal befeuchtet wird. Aber einen „Tod" müssen Sie sterben, wenn sie ein Lauftier auf den Arm nehmen.

Andere typische Welpen-Eigenschaften
Das Nagen aller erreichbarer und schier unmöglich erreichbarer Gegenstände. Der Welpe hat bis zum allseits ersehnten Wechsel der spitzen Milchbeisser zum richtigen Gebiss einen unstillbaren Nagetrieb. Es treibt ihn im Kiefer, es juckt und - lebt eben. Das will abreagiert und beschäftigt werden.

Geben Sie dem Welpen Ersatzobjekte statt teurer Kleidung oder Schuhe oder Möbelstücke oder Zeitungen oder Kloschüsselbürsten oder ...

Kausteifen, kleinere Büffelhautknochen - angepasst an die Maulweite, und andere künstliche Gegenstände wird er vielleicht als Ersatz akzeptieren. Bei mir gibt es sogar - einen Babyschuh als Kauknochen. Als ganz junger Welpe trug in Anima stolz umher, irre Beute! Dann aber wurde ihr das zu albern und nicht mehr ernsthaft genug. Ich konnte sie verstehen. Sie hat sonst keine Spielzeuge. Ich setzte enge Grenzen bei Vermenschlichung. Denn sie hat ihren Abenteuerspielplatz im grossen Garten. Stecken, Wurzeln etc. Und ihren grossen Rüden und mich oder besuchende Kinder. Oder Verbotenes.

Gut, einen Tennisball hat sie gefunden. Damit spielen wir Apportieren, im Grunde aber das Herkommen. Bei einem Herdenschutzhunde eine reife Leistung, denn die finden das Apportieren höchst albern. Retriever oder Pudel als geborene Apportierer hingegen können sie damit tagelang beschäftigen.

Nicht jeder Hundetyp ist ein vermenschlichter Spielfex. Ernsthafte Arbeitszuchten brauchen was Ernsthaftes zum Spielen. Mitunter schon mal - wie bei meiner Welpenhündin - eine Schnecke inklusive Haus. Machen Sie mal einem jungen Tier klar, dass es mit anderen Tieren nicht ... Achten Sie vielmehr darauf, dass keine weichen, leicht abzubeissenden Kunststoffe oder sonstiger menschlicher Müll, Plastikteilchen etc. auf der für den Welpen greifbaren Umwelt bereitstehen. Fremden Kot riechen und gar fressen ist für sensible Industriemenschen höchst unappetitlich. Nun haben die Hunde aber ein natürliches Verhältnis zu dem, was auch andere Hunde fressen. Wir müssen uns dazu ein Klo bauen und haben Toilettenpapier. Manchmal. Wenn Sie im Wald spazieren gehen, sind manche wieder Tier.

Hunde riechen - zum xten Mal, aber dies ist enorm wichtig - 60-fach besser als Menschen. Und diese Gerüche sind Informationen gerade für unerfahrene Hunde. Wer war da und hat wann was gefressen und - später - welches Geschlecht hat der Hund? Er erfahrener Hund zieht nur noch seine Geschlechterfrage raus. Ein junger will alles wissen, so intensiv, dass er die fremde Info aufnehmen will. Damit leider auch mögliche Parasiten. Deshalb ist eine gründliche wiederholte Entwurmung wichtig. Dieses Kotinteresse lässt mit der Zeit nach. Er weiss dann besser Bescheid. Aber halten Sie sich mit ihrer Vermenschlichung zurück und schimpfen den Hund nicht, weil er anders ist. Denken Sie daran, dass Menschenkinder drei Jahre lang Windeln tragen.

Die grossen Entwicklungsstufen
Hunde wachsen sehr unterschiedlich, nicht kontinuierlich an allen Körperteilen. Ich definiere das in vier wichtigen Wachstumsschüben:

1. Die Geburt, der Biotonus (Überlebenswille) im Wurflager, die Primärprägung durch die Mutter und schon durch den Züchter und Umgebung, bis zum Abgabealter nach dem Absetzen der Mutter.

2. Die Zeit der Grundimmunisierung und die zweite Präge- beziehungsweise Lernstufe (zwischen der siebten und vierzehnten Lebenswoche) mit sehr starkem Wachstum.

3. Der Zahnwechsel und damit das Ende der Welpenzeit, gleichzeitig starke Lernphase und Übergang zur Geschlechtsreife (fünfter bis maximal neunter Lebensmonat) und nach dem Zahnwechsel nochmals Wachstumsschub.

4. Die Geschlechtsreife (Pubertät) und der „letzte Schliff" der Rangeinordnung, die höheren Weihen der Ausbildung können an die abgeschlossene Grundausbildung schliessen. Er wächst nur noch wenig, setzt aber mehr Muskeln an.

Aus einem unförmigen Etwas wird auch ein stattlicher Hund. Ein Lauftier, ein bewegungsfreudiger Beutegreifer. Vergessen Sie das bitte nie! Ein Hund ist ein Hund ist ein Hund.

Gemeinsames Lernen in einer Welpenschule
Nicht vergessen, den Welpen in einer Welpenschule anzumelden! Denn für die weitere Sozialentwicklung ist es von entscheidender Wichtigkeit, dass der Welpe Kontakt mit allen Spiel(rauf)arten zu seinen Artgenossen erhält. Damit er gleich Rangordnungen und Sozialverhalten spielerisch kennenlernt. Sonst wird es später ernst.

Leider ist nicht jede Welpenschule auch biologisch geschult. Überforderungen, Leistungsdruck und Unterordnungsdressur sind für alle Hunde unverständlich. Also von den Haltern abzulehnen. Dennoch: Selbst schlechte Welpenschulen sind besser als gar keine. Oh, nein, besser keine als eine schlechte!!! Denn der Welpe braucht vor allem Hundekontakt und Rangordnungsspiele. Dabei kann er auch an fremde Gegenstände; Geräusche und Menschen gewöhnt werden. Basis für seine spätere Entwicklung.

Und nun viel Vergnügen, und noch mehr Geduld und Nerven! Sie werden später ausbezahlt: mit viel Lachen.

Quelle:


bis denne

dog-aid

gnadenhof_flemsdorf@gmx.de


Tiere empfinden wie wir auch Freude, Liebe, Angst und Leiden, aber sie können das Wort nicht ergreifen. Es ist unsere Pflicht, als Stellvertreter zu wirken und denen, die sie ausnützen, niedermetzeln und foltern, zu widerstehen.
Denis de Rougemen
 
  • watson
Mal jemand auf das Datum geschaut? ;)

2001 :D

watson
 
  • Bine1976
Mal jemand auf das Datum geschaut? ;)

2001 :D

das erklärt vielleicht einiges. :D

aber trotzdem ist viel mist geschrieben in dem artikel. :unsicher:

der thread hätte besser in der versenkung bleiben sollen. :lol:
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
  • Flipstar
Die "Mindener" graben hier 9 Jahre alte Freds aus der Versenkung. :unsicher::rolleyes:

:D
 
  • Mich
Eigentlich is es ja egal, von wann der Bericht ist, denn ich glaube nicht, dass sich Hunde untereinander vor 10 Jahren anders erzogen haben wie heute. Einen Quantensprung oder Bewusstseinssprung :) in der Hundeerziehung hat höchstens mensch als Individuum gemacht.

Die hundezeitung.de is ja net schlecht, glaub der "Erfinder" is aber schon tot. Aber dieser Artikel, hab echt gelacht, you make my day, is im Prinzip ja ok, aber zeigt auch, dass mensch einfach nichts pauschalisieren kann in der Hundeerziehung.

sabsi
Dennoch: Selbst schlechte Welpenschulen sind besser als gar keine. Oh, nein, besser keine als eine schlechte!!!
:zufrieden:


Der Transport, die Gewöhnung ans Auto und den neuen Aufenthaltsplatz im Auto
Ein guter Züchter gewöhnt den Wurf oder einzelne Welpen schon vorher an das Autofahren
Ausgiebig und in aller Ruhe das Auto „zeigen"
Denn nun steigt eine Person zu ihm in den Laderaum, und kann ihn so beschäftigen/ablenken. Dann erst wird der Wagen angelassen. Er muss sich auch an diese neuen Geräusche und Gerüche gewöhnen. Die Ablenkung einer Person hilft dem Welpen, in keine Panik zu verfallen, wenn sich seine neue Hundehütte bewegt.
Haha, beschäftigen, ablenken, Panik?
Wie ich mit Freundin damals die Mastion-Hündin als Welpe geholt habe, die hat vorher noch nie ein Auto gesehn, wir sind mit ihr 500 km durchgefahrn, das war der sowas von egal. :D Und sie hat vorn gesessen bzw geschlafen, auf meinem Schoß. Für sie wars bequem...
Also ehrlich, ich hab schon öfters Welpen geholt, aber soviele Gedanken vorher hab ich mir echt noch niemals, never gemacht.

Zunächst hat er aber einfach einen Bärenhunger.
Zunächst? haha. Streiche zunächst, ersetze mit: Immer. :D

Er soll ungestört, aber zügig seine Portion fressen.
Ungestört, klar. Aber zügig, ich hab wirklich noch nie einen Hund dazu zwingen zu müssen, zügig zu essen, irgendwie gibts da scheints eine genetische Fixation, die essen immer zügig. :rolleyes:
Ok, liegt nat. bei schlechten Essern auch an der Qualt des Futters bzw wenn Hund nicht zusammen isst, bei Einzelhund seh ich echt kein Prob, dass Futter einfach stehnzulassen, damit hund selbst entscheiden kann, ob er später weiterisst.

Das is Ansichtssache, aber bei mir sind Hunde immer im Bett. Bzw größere habe ne eigene Bettmatratze. Und ich finde, dass dies die Bindung fördert. Aber Hundekorb neben Bett is auch ok.

Irgendwann wird der Kleine seine Geschwister vermissen
Die Mastino hat weder ihre Geschwister noch ihre Mama einen Augenblick lang vermisst. Aber ok, neue Umgebung is für die einen Hunde nat. ne Umstellung.

Wenn er am falschen Ort ansetzt,
Dann wird er auf sein Freiluft-Klo geführt

Er muss bestimmt, aber ohne Zorn, im Ansatz des unruhigen Suchens (Herumschnüffelns) am Boden nach dem vermeintlich richtigen Ablass-Ort scharf beobachtet ( Vorsicht! Das geht ganz schnelll!) und beim Absenken des Hinterteils, bevor er Wasser lässt, mit einem Verbotshörzeichen „Nein" aufgehoben und an seinen künftigen Bestimmungsort gehievt werden.
Haha, wenn man solange wartet is schon zu spät, dann läufts schon. :lol:

Der Welpe muss nur lernen, dass er nicht knurren darf, wenn ihm Ranghöhere das Essen - in seinem Sinne - streitig machen.

dass er Vertrauen aufbaut (ihm keiner die Beute wegnimmt) und daher nicht zu knurren hat.
Das auf alle Fälle.

Nachdem er aufgehört hat, seine Ration zu fressen, gibt man ihm noch zehn Minuten Frist, dann wird die Schüssel geleert.
Haha, ok is wohl unglücklich formuliert, aber die Schüssel leeren... nach 10 Minuten... was bitte soll den da noch geleert werden? Hab gar nicht gewusst, dass es so viele schlechte Esser unter den Hunden gibt. :uhh:

Dass Fressen nur in der Hundeschüssel stattfindet, ist hundelogisch.
Hm, in der Natur gibt et aber gar keine Hundeschüsseln...

Die ersten Spaziergänge sollten eine Viertelstunde nie überschreiten.
Wissen das auch die Wölfe? :uhh:
Es soll da übrigens auch die Pauschal-Regel geben: 5 Min je Hundemonat, aber auch das ist sehr pauschal.

Seinen Beissdrang kann man mit geeigneten Spielzeugen (kein Plastik) befriedigen.
Warum Spielzeuge kaufen, gibt doch Hausschuhe? (Hat auch den Vorteil, dass man die alten endlich entsorgen kann und Hund wird vertrauter mit dem Rudelgeruch...) :p

Denn dieser Beitrag war nur eine Anleitung für die ersten glücklichen, aber erschöpfenden Schritte.
Ok, glücklich ? Naja, erschöpfend und nervenaufreibend eher, ich bin immer heilfroh, wenn son Hund erwachsen ist, obwohl, lernen, auch über sich selbst tut man immer dabei.
 
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