5 Besitzerin, viele Baustellen

  • lektoratte
So - hier ist wie beschrieben meine Kurzanleitung.

Mein Hund (ein Dobermann) war zu Menschen extrem freundlich, flippte aber bei fremden Hunden in der Regel komplett aus und hätte - immer vorausgesetzt er hatte Zeit, um in Stimmung zu kommen - jeden anderen Hund zerlegt, wenn man ihn gelassen hätte. Im Wesentlichen, weil er komplett verunsichert war.

Wir haben es dann so gemacht: Wir haben eine Hund gesucht, der neutral-freundlich war und sich um ihn nicht weiter geschert hat.

Anfangs war es die Dobermann-Hündin eines Bekannten, die schon ziemlich dement war - ein freundliches Ömchen. Die wackelte so vor sich hin und beachtete ihn nicht länger als eineinhalb Minuten, wenn er am Anfang ausflippte und bellte.
Wir sind dann schön auf Abstand geblieben, bis er sich beruhigt hat und sie auhc nicht mehr so interessant fand, und sind dann gemeinsam spazieren gegangen, aber mit weitem Sicherheitsabstand.

Dafür bieten sich Gewerbegebiete am Wochenende an. Da ist es leer, die Straßen sind breit - es geht einfach jeder auf einer Straßenseite und man kann ne gute Strecke machen. Wenn das klappt und der andere Hund nicht mehr interessant ist - kann man so Sachen machen wie den Abstand vergrößern oder verkleinern - einer geht voraus, kehrt dann um und kommt (immer noch auf der anderen Straßenseite) entgegen, dann geht man wiedr ein Stück parallel.

Das macht man ein paar Mal, und dann probiert man sowas wie "beide gehen auf derselben Straßenseite mit Abstand", oder "einer geht auf dem Gehweg und einer mitten auf der Straße" - aber immer noch so, dass der unverträgliche Hund nicht unruhig wird bzw. sich wieder beruhigt.

Wenn das kein Thema mehr ist, macht man es mal so, dass man während des Spaziergangs den Abstand noch mehr verkleinert
- bis irgendwann beide Hunde kurz nebeneinander gehen können, bevor man unauffällig den Abstand wieder vergößert.

Man muss den eigenen Hund dafür gut lesen können. Wenn man merkt, dass er schon schräg guckt oder verspannt wirkt oder..., sollte man schnell den Abstand vergrößern, dann war's zu viel. Da ich wusste, dass meiner im Zweifelsfall auch beißt, hatte er außerdem einen stabilen Maulkorb auf.

Wir haben es so im Laufe der Zeit bei zwei Hunden geschafft, dass er neben ihnen längere Zeit spazieren gehen konnte und nur selten oder gar nicht meinte, sie wieder "auf Abstand beißen zu müssen" - beides waren Hündinnen, und bei der einen hat er sich beim letzten Mal sogar, auch wenn er sehr aufgeregt war und nicht wusste, wohin mit sich, tatsächlich gefreut, sie zu sehen.

Die Tragik war: Beides waren sehr alte Hündinnen, und beide sind irgendwann gestorben, und man stand quasi wieder bei Null, denn in unserem Fall musste man das tatsächlich mit jedem Hund einzeln wiederholen, und es hat auch nicht immer so gut geklappt.

Der junge, wuselige und spielwütige Bordercollie meiner letzten Trainerin zB ging auch nach fast einem Jahr noch nicht. Da würde ich sagen, der "Erfolg" bestand darin, dass er die Hündin nur noch verbissen hätte, wenn sie ihm zu nahe kam, und nicht mehr direkt zu Hackfleisch verarbeitet. Die ging ihm auf den Keks, zumal sie immer wieder Kontakt aufnehmen wollte. Am allerbesten waren für ihn Hunde, die einfach da rumstanden und so taten, als sei er gar nicht da, egal wie sehr er gepöbelt hat.

So war das hier bei uns.

Der Nachteil an dieser Methode: Man muss jemanden kennen, der einen stabilen, souveränen Hund hat, der sowas auch mitmacht und den das nicht allzu sehr stresst. Die Besitzerin der zweiten Hündin hatten zB noch einen ähnlich alten AST - den hat mein Hund und sein Gebrüll so verstört, dass er direkt nur noch zum Auto wollte, oder jedenfalls weg von diesem Irren.

Und das Problem ist auch: Wenn man einen unverträglichen Hund hat, kennt man fremde Hundebesitzer ja in der Regle nur von weitem und kommt selten ins Gespräch.

Ich habe einen Helfer samt Hund also tatsächlich über meine Tierärztin gefunden und einen hier übers Forum. :hallo:
 
  • SaSa22
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Hi lektoratte :hallo: ... hast du hier schon mal geguckt?
  • Tinkatussi
Moin, würde mich freuen.
Hatte schon mal ne dogo die auch gaga war ; )
Habe jetzt die alten Bücher dazu wieder raus gekramt,um nochmal input aufzufrischen.
 
  • MeikeMitBenny
  • #Anzeige
Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund... 



Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

Hier der Link zu ihrer Seite! 
Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte! 

LG Meike mit Benny
  • Crabat
So - hier ist wie beschrieben meine Kurzanleitung.

Mein Hund (ein Dobermann) war zu Menschen extrem freundlich, flippte aber bei fremden Hunden in der Regel komplett aus und hätte - immer vorausgesetzt er hatte Zeit, um in Stimmung zu kommen - jeden anderen Hund zerlegt, wenn man ihn gelassen hätte. Im Wesentlichen, weil er komplett verunsichert war.

Wir haben es dann so gemacht: Wir haben eine Hund gesucht, der neutral-freundlich war und sich um ihn nicht weiter geschert hat.

Anfangs war es die Dobermann-Hündin eines Bekannten, die schon ziemlich dement war - ein freundliches Ömchen. Die wackelte so vor sich hin und beachtete ihn nicht länger als eineinhalb Minuten, wenn er am Anfang ausflippte und bellte.
Wir sind dann schön auf Abstand geblieben, bis er sich beruhigt hat und sie auhc nicht mehr so interessant fand, und sind dann gemeinsam spazieren gegangen, aber mit weitem Sicherheitsabstand.

Dafür bieten sich Gewerbegebiete am Wochenende an. Da ist es leer, die Straßen sind breit - es geht einfach jeder auf einer Straßenseite und man kann ne gute Strecke machen. Wenn das klappt und der andere Hund nicht mehr interessant ist - kann man so Sachen machen wie den Abstand vergrößern oder verkleinern - einer geht voraus, kehrt dann um und kommt (immer noch auf der anderen Straßenseite) entgegen, dann geht man wiedr ein Stück parallel.

Das macht man ein paar Mal, und dann probiert man sowas wie "beide gehen auf derselben Straßenseite mit Abstand", oder "einer geht auf dem Gehweg und einer mitten auf der Straße" - aber immer noch so, dass der unverträgliche Hund nicht unruhig wird bzw. sich wieder beruhigt.

Wenn das kein Thema mehr ist, macht man es mal so, dass man während des Spaziergangs den Abstand noch mehr verkleinert
- bis irgendwann beide Hunde kurz nebeneinander gehen können, bevor man unauffällig den Abstand wieder vergößert.

Man muss den eigenen Hund dafür gut lesen können. Wenn man merkt, dass er schon schräg guckt oder verspannt wirkt oder..., sollte man schnell den Abstand vergrößern, dann war's zu viel. Da ich wusste, dass meiner im Zweifelsfall auch beißt, hatte er außerdem einen stabilen Maulkorb auf.

Wir haben es so im Laufe der Zeit bei zwei Hunden geschafft, dass er neben ihnen längere Zeit spazieren gehen konnte und nur selten oder gar nicht meinte, sie wieder "auf Abstand beißen zu müssen" - beides waren Hündinnen, und bei der einen hat er sich beim letzten Mal sogar, auch wenn er sehr aufgeregt war und nicht wusste, wohin mit sich, tatsächlich gefreut, sie zu sehen.

Die Tragik war: Beides waren sehr alte Hündinnen, und beide sind irgendwann gestorben, und man stand quasi wieder bei Null, denn in unserem Fall musste man das tatsächlich mit jedem Hund einzeln wiederholen, und es hat auch nicht immer so gut geklappt.

Der junge, wuselige und spielwütige Bordercollie meiner letzten Trainerin zB ging auch nach fast einem Jahr noch nicht. Da würde ich sagen, der "Erfolg" bestand darin, dass er die Hündin nur noch verbissen hätte, wenn sie ihm zu nahe kam, und nicht mehr direkt zu Hackfleisch verarbeitet. Die ging ihm auf den Keks, zumal sie immer wieder Kontakt aufnehmen wollte. Am allerbesten waren für ihn Hunde, die einfach da rumstanden und so taten, als sei er gar nicht da, egal wie sehr er gepöbelt hat.

So war das hier bei uns.

Der Nachteil an dieser Methode: Man muss jemanden kennen, der einen stabilen, souveränen Hund hat, der sowas auch mitmacht und den das nicht allzu sehr stresst. Die Besitzerin der zweiten Hündin hatten zB noch einen ähnlich alten AST - den hat mein Hund und sein Gebrüll so verstört, dass er direkt nur noch zum Auto wollte, oder jedenfalls weg von diesem Irren.

Und das Problem ist auch: Wenn man einen unverträglichen Hund hat, kennt man fremde Hundebesitzer ja in der Regle nur von weitem und kommt selten ins Gespräch.

Ich habe einen Helfer samt Hund also tatsächlich über meine Tierärztin gefunden und einen hier übers Forum. :hallo:
Ich verstehe nicht ganz den Mehrwert für den Hund, nach dieser Gewöhnung?
Wenn man mit dem HH befreundet ist und diese Gewöhnung machen möchte, weil man selbst gerne mal zusammen gehen würde: ok.
Aber was hat der Hund davon gehabt?
 
  • Dunni
Ich denke, bei einem Hund der keine Einschränkungen hat wie Lekto`s, tritt ja bei dem Training eine Generalisierung ein und Hundebegegnungen werden entspannter. Und dann profitiert der Hund durchaus.
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
  • lektoratte
@Crabat

Das Ziel war eigentlich das, was Dunni beschrieben hat: An sich war die Hoffnung, dass, mit je mehr Hunden man das macht, eine Generalisierung eintritt und er generell auf Dauer für Hundebegegnungen andere Strategien entwickelt als auszuflippen.

Da ich, wie mehrfach beschrieben, so wohne, dass ich andere Hunde kaum je ganz vermeiden kann, und er eindeutig auch nicht glücklich war mit seinem Verhalten, sondern regelmäßig völlig von der Rolle, habe ich den Mehrwert dieses Versuchs durchaus für uns beide gesehen.

Und da es der TE von der Wohnsituation her ähnlich zu gehen scheint (und ihr Hund hoffentlich ein bisschen weniger angeknackst ist als meiner) dachte ich, ich schreibe ihr mal, wie wir es probiert haben und inwieweit das geholfen hat (bzw. nicht geholfen hat.)

Dein Einwand ist im Rückblick durchaus berechtigt, fällt aber letztlich in die Kategorie: "Hinterher ist man immer schlauer."

Ich hätte, hätte ich am Anfang über diesen Hund gewusst, was ich am Ende wusste, eine ganze ellenlange Liste an Dingen anders gemacht oder gar nicht erst angefangen. Weil sie in seinem Fall nutzlos oder (wie hier) nur von begrenztem Nutzen waren. Kann ich rückwirkend nur nicht mehr ändern. :kp:
 
  • Crabat
Ah so. Ok, ich bezweifle ehrlich gesagt, dass bei diesem Training eine Generalisierung eintritt. Auch bei gesunden Hunden.
Ich kenne einige Bull n Terrier die man derart langwierig immer an jeweils einen oder zwei Hunde gewöhnt hat, aber das wurde nie generalisiert. Eben weil man über eine Gewöhnung und auch Reizermüdung in einem bestimmten Setting arbeitet und nicht an Kommunikation, Gehorsam und Orientierung.
So dass die Hunde, wenn ein neuer Hund in einem anderen Setting auftaucht, immernoch nicht angemessen reagieren können.
 
  • snowflake
Dazu kann vielleicht @DobiFraulein etwas sagen - falls Ylvi nicht wieder in eine andere Kategorie fällt als die Artgenossenproblematik von Bull & Terrier.
Also so weit generalisiert, dass sie an fremden Hunden reaktionslos vorbei kommt, hat Ylvi nicht, das kann auch ich sagen. Aber inwieweit sie doch eine Verbesserung sieht durch social walks, wäre vielleicht interessant.
 
  • lektoratte
@Crabat

Ein weiterer indirekter Mehrwert für den Hund - und ein sehr direkter für mich - war, dass ich selber mein Verhalten bei Hundebegegnungn kontrolliert und mit verständnisvollem Publikum üben und verbessern konnte und auch den Hund nochmal besser beobachten konnte, weil ich nicht unbedingt ein Auge auf mein Gegenüber habe musste.

Ich kann sagen, dass ich dadurch definitiv erheblich souveräner geworden bin.

Und das ist mE keine schlechte Sache.
 
  • DobiFraulein
Dazu kann vielleicht @DobiFraulein etwas sagen - falls Ylvi nicht wieder in eine andere Kategorie fällt als die Artgenossenproblematik von Bull & Terrier.
Also so weit generalisiert, dass sie an fremden Hunden reaktionslos vorbei kommt, hat Ylvi nicht, das kann auch ich sagen. Aber inwieweit sie doch eine Verbesserung sieht durch social walks, wäre vielleicht interessant.

Puh - eigentlich hatte ich das alles gar nicht gelesen... aber jetzt dann doch schnell

Also - so wie Lekto das durchgezogen hat, denke ich nicht, dass es hier irgendwas zur Generalisierung beigetragen hätte, sondern nur zur Gewöhnung an diesen einen Hund.
Zumal ich das auch nicht über so einen langen Zeitraum durchgezogen hätte und auch nicht weitergemacht hätte mit dem Ergebnis, mein Hund will den anderen nur noch weniger oft auf Abstand beißen (denn das zeigt ja, dass der Hund durch die Situation immer noch gestresst ist).
Bei Ylvi ist es ja so, wenn sie einen Hund mal akzeptiert hat, ist der in Ordnung.
Wenn ich heute, nach Jahren (?) @Crabat mit Crab wieder sehen würde, bin ich mir sicher, der wäre immer noch in Ordnung :) (Jin nicht :mies:).

Und dann profitiert sie m.E. auch tatsächlich von Spaziergängen mit Artgenossen.

An social walks habe ich ja auch einen Zeit lang teilgenommen, aber das ist nicht mit dem, was Lekto geschrieben hat, vergleichbar.
Da bei den social walks ja u.a. auch an Kommunikation, Gehorsam und Orientierung gearbeitet wird, trotz dass andere Hunde dabei sind.

Trotzdem generalisiert sie das nur auf solche Situationen.
@snowflake kann heute mit Sicherheit jeden weißen Hund mitbringen, egal ob Ylvi den kennt oder nicht, das wird innerhalb kürzester Zeit für sie erledigt sein (solange der Hund nicht das Energielevel eines Malinois hat).
Wir haben zB mal vor längerer Zeit Margot mit Mann und allen Hunden zufällig im Wald getroffen. Da war Hella dabei, die Ylvi zu dem Zeitpunkt nicht kannte - nach einem kurzen 'oh Gott, die kenn ich ja gar nicht', war das kurz drauf schon wieder erledigt.

Oder bei den social walks waren ja immer wieder andere Hunde mit in der bekannten Gruppe, das ging dann auch immer besser.

Trotzdem ist das ganze Training, egal ob ich jetzt beispielsweise mit Margot laufe oder aber in social walks, immer situationsbezogen und das weiß der Hund natürlich.
Sie hat das alles niemals auf die Situation 'ich bin alleine mit ihr unterwegs und ein fremder Hund kommt uns entgegen' übertragen.
Das ist und wird immer ihre Baustelle bleiben.
Mal mehr, mal weniger bis gar nicht geräuschvoll - aber immer extrem aufgeregt.
 
  • lektoratte
Also - so wie Lekto das durchgezogen hat, denke ich nicht, dass es hier irgendwas zur Generalisierung beigetragen hätte, sondern nur zur Gewöhnung an diesen einen Hund.

So war es hier auch - aber es war eben nicht nur „dieser eine Hund“ - sondern es war ziemlich genau so, wie du es ja selbst auch beschreibst.

Dobis waren schon immer eher ok als andere Hunde. Das hat sich nach der ersten Gewöhnung fortgesetzt.

(Rottweiler (und dicke Labradore) gingen gar nicht.)

Aber PJRT (das war Gewöhnungshund No. 2) gingen nach der zweiten Runde auch generell deutlich besser als andere Hunde (wenn sie nicht gerade wie ein Flummi herumhüpften, heißt das.)

Es wurde also schonmal zumindest etwas vom Geübten auf ähnlich aussehende Hunde übertragen.
 
  • DobiFraulein
Es wurde also schonmal zumindest etwas vom Geübten auf ähnlich aussehende Hunde übertragen.
hier nicht
Also wirklich null

Obwohl sie mit einem schwarzen Dobi-Rüden aufgewachsen ist und auch jetzt wieder einen als Kumpel hat, erkennt sie auf Distanz schon, wenn da ein fremder schwarzer Dobi-Rüde kommt und verhält sich wie bei allen fremden Hunden.
Ich glaube auch (das kann ich natürlich nicht wissen, bin mir aber recht sicher), sie macht das u.a. mit an den Menschen fest, die dabei sind.
 
  • DobiFraulein
oder einmal... da waren Margot und ich im Wald...

Kam irgendwann ein Fahrradfahrer von hinten mit einem weißen Hund an der Leine. Das war Ylvi völlig egal.
Situation: Margot, weißer Hund - check
Bis die geblickt hat, dass der weiße Hund ein fremder war und nicht zu Margot gehört, war der Fahrradfahrer schon wieder weg :mies:
 
  • lektoratte
Zumal ich das auch nicht über so einen langen Zeitraum durchgezogen hätte und auch nicht weitergemacht hätte mit dem Ergebnis, mein Hund will den anderen nur noch weniger oft auf Abstand beißen (denn das zeigt ja, dass der Hund durch die Situation immer noch gestresst ist).

Ah so - das ist uns zwischendurch mal so gegangen. Da waren wir falsch abgebogen, länger gegangen als gewollt, und an dem Tag auch wirklich vielen anderen Hunden begegnet.

Da wurde es dann irgendwann wieder zuviel.

Oder ich glaube jetzt eher, es war an dem Tag so unruhig, dass er die Aktion „Hund wegbeißen“ nie so richtig zu den Akten legen konnte. Weil ständig neue Hunde vorbeikamen.

(Wir haben das übrigens gar nicht so lange gemacht, leider. Am Ende ging es wirklich gut.)
 
  • DobiFraulein
Wir haben das übrigens gar nicht so lange gemacht, leider. Am Ende ging es wirklich gut.
ich dachte, ich hätte oben was von einem Jahr Gewöhnungszeit gelesen und das wäre mir zu lange gewesen
Kann aber sein, dass ich mich da beim schnell lesen vertan hab
 
  • lektoratte
Ich glaube auch (das kann ich natürlich nicht wissen, bin mir aber recht sicher), sie macht das u.a. mit an den Menschen fest, die dabei sind.

Hier hing es auch eindeutig mit davon ab, wer den Hund führte und wie der Hund sich benahm.

So ein Riesen-Irish-Wolfhound Mix, der als Junghundegruppe mal auf den ersten Beller vom Spacko und den ersten Ruf vom Besitzer kehrt machte, war, sobald erkannt, bis zum Schluss kein großes Problem mehr - leider sahen wir den nicht so oft.

Hunde, die auf den ersten Ruf zackig kehrt machten, waren generell nur noch ein wenig, pro forma, Thema.

Hunde, deren Besitzer sie schon ängstlich-beschwörend riefen und die das Rufen idR nicht beachteten - Instant Drama.

Kläffende Hunde am Boden waren auch Drama. Kläffende Hunde auf dem Arm - uninteressant. Kläffende Hunde hinterm Zaun (sobald der Zaun erkannt war:( „Lass schnell abhauen, ehe der den Ausgang findet.“
 
  • DobiFraulein
Hier hing es auch eindeutig mit davon ab, wer den Hund führte und wie der Hund sich benahm.
das auch, aber das meinte ich nicht damit

Sondern dass der Hundehalter mit zur generalisierten Trainingssituation gehört
 
  • lektoratte
einem Jahr Gewöhnungszeit gelesen und das wäre mir zu lange gewesen

Nein, oder wenn, dann habe ich mich missverständlich ausgedrückt.

Das erste war glaube ich ein halbes Jahr, aber da konnte ich auch nur alle 2-3 Wochen hinfahren.
Insgesamt waren das vielleicht 6, 7 Treffen?

Das zweite auch nicht mehr, aber in kürzerem Abstand.
 
  • lektoratte
Sondern dass der Hundehalter mit zur generalisierten Trainingssituation gehört

Ja, das kann ich mir durchaus vorstellen. :)

Ist ja auch nicht so viel Speicherplatz auf einer Erbse

Hier gab es eine Frau mit einer sehr alten Goldi-Hündin… die war auch semi-ok, weil sie den Spacko gar nicht beachtet hat…

Da hat er noch anderthalb Jahre nach dem Tod der Hündin, wenn wir die Frau allein getroffen haben, geschaut, wo der Hund bleibt.
 
  • toubab
Ich setze da auf gehorsam ohne wenn und aber. Das ist für mich am einfachsten.
 
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