5 Besitzerin, viele Baustellen

  • heisenberg
Wir trainieren es auch über Gehorsam. Denn anders als bei @lektoratte ist Odin nicht artgenossenunverträglich, aber er hat die Tendenz bei Hundebegegnungen das Ruder selbst in die Hand zu nehmen und gerade auch, weil er es nie gelernt hat Frust auszuhalten, haben wir damit auch ein Thema. Frontale Begegnungen gehören auch dazu. Also üben wir Leinenführigkeit mit diversen Ablenkungen. Das wird vielleicht die unendliche Geschichte, keine Ahnung, aber es wird tendenziell schon besser. Ich müsste es definitiv aber viel häufiger und konsequenter durchziehen.
 
  • SaSa22
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Hi heisenberg :hallo: ... hast du hier schon mal geguckt?
  • matty
Ich denke, bei einem Hund der keine Einschränkungen hat wie Lekto`s, tritt ja bei dem Training eine Generalisierung ein und Hundebegegnungen werden entspannter. Und dann profitiert der Hund durchaus.

Das kommt total auf den Hund an. Mit Tyson könnte man höchstens zwei mal den selben Hund nehmen, dann wäre der ok, aber die anderen trotzdem nicht.
Auch bei den generalisierten Tests erkennen manche Hunde, die im ersten Ablauf den Hund als Dummy nicht erkannten, ihn noch nach mehr als einem Jahr wieder und bei anderen klappt es schon am nächsten Tag mit der Akzeptanz als wirklichen Hund wieder.
Es gibt halt den Hund an sich nicht und wenn man ein Leben lang entspannt mit seinem Hund zusammenleben möchte, (auch wenn er z.Z. schwierig ist), dann braucht man eine Lösung die auf diesen Hund und dessen Halter zugeschnitten ist.
Die Patentlösung, die auf alle Hunde passt, kann es nicht geben, weil selbst ein Verhalten was identisch aussieht sehr verschiedene Ursachen haben kann.
 
  • MeikeMitBenny
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Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund... 



Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

Hier der Link zu ihrer Seite! 
Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte! 

LG Meike mit Benny
  • snowflake
Sondern dass der Hundehalter mit zur generalisierten Trainingssituation gehört
Ich glaube schon, dass sie mich und meine Hunde zusammen sieht. Aber ich erinnere mich auch noch gut an unser erstes Treffen mit Pucci, nachdem ich aus Altersgründen nicht mehr Alex auf unsere gemeinsamen Runden mitnahm, sondern auf Pucci umstieg. Da war sie erst mal völlig von der Rolle nach dem Aussteigen. Ich glaube, das war auch die Situation, wo sie sich den MK abstreifte, erinnerst du dich?
Also da trug meine Anwesenheit glaube ich nicht groß zu ihrer Beruhigung bei. Wenn sie sich auch schneller wieder einkriegte als bei der ersten Begegnung mit Alex seinerzeit.

Aber stimmt, später war das nicht mehr so. Die von dir erwähnte erste Begegnung mit Hella war völlig unspektakulär, und auch das Kennenlernen von Balena. Das habe ich übrigens gar nicht mehr in Erinnerung, so undramatisch muss das gewesen sein.
 
  • kadde77
Einer meiner Trainer sagte mal, dass Hunde so eine Trainingssituation quasi wie ein Foto abspeichern.

Das Gelernte gilt dann auf dieser Wiese, mit diesem Hund /Mensch bei Sonnenschein. Man müsste halt alle Faktoren variieren. Den Vergleich mit dem Foto fand ich hilfreich für mein Verständnis.
 
  • SaSa22
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  • DobiFraulein
Einer meiner Trainer sagte mal, dass Hunde so eine Trainingssituation quasi wie ein Foto abspeichern.

Das Gelernte gilt dann auf dieser Wiese, mit diesem Hund /Mensch bei Sonnenschein. Man müsste halt alle Faktoren variieren.
Jein
Also wir haben uns zB grundsätzlich an verschiedenen Orten getroffen - an etwas mehr wird das schon festgemacht (wie oben geschrieben, ich denke bei meinem Hund sind u.a. die Personen entscheidend, die dabei sind).

Oder auch als wir Margot zufällig irgendwo getroffen haben, ich glaube, Ylvi hatte sie noch vor mir erkannt
 
  • kadde77
@DobiFraulein : Jeder bekannte und als ok abgespeicherte Faktor hilft in der nächsten Situation.
 
  • matty
So herum gesehen, ist das auch meine Erfahrung. Nur das wie und wieviel es hilft ist sehr verschieden.
Mir einem pfiffigen Terrier sah es halt deutlich anders aus, als mit manchem Rottweiler, bei dem man nicht so viel ändern und wechseln musste beim Training.
(Das spricht keinesfalls gegen die Rottweiler(!:love:).
Ich mag sie und hatte ja selbst zwei.)
 
  • Crabat
social walks habe ich ja auch einen Zeit lang teilgenommen, aber das ist nicht mit dem, was Lekto geschrieben hat, vergleichbar.
Da bei den social walks ja u.a. auch an Kommunikation, Gehorsam und Orientierung gearbeitet wird, trotz dass andere Hunde dabei sind.
Exakt, ein gut gemachter Social Walk ist etwas anderes ;)

Sie hat das alles niemals auf die Situation 'ich bin alleine mit ihr unterwegs und ein fremder Hund kommt uns entgegen' übertragen.

Situation: Margot, weißer Hund - check
Das wiederum ist eigtl eher „bedenklich“, denn es zeigt dass der Hund sich gar nicht wirklich mit den Hunden auseinandersetzt und sie nur begrenzt wahrnimmt. Die sind vollkommen austauschbar und keine Sozialpartner.
Trotzdem kann es für den Halter natürlich angenehm sein (kein Theater ist halt angenehm, egal warum).
 
  • Dunni
Ich würde jetzt natürlich auch nicht den Hund toben lassen und einfach warten bis es besser wird. Aber diese Trainingssituation hat es bei Lilly alleine gebraucht, um die aus ihrer Sicht sehr erfolgreiche Strategie zu durchbrechen, einen Feind zu sichten, einen riesigen Aufriss zu veranstalten und damit lebendig durch die Situation zu kommen.

Über Gehorsam und anschließendes Belohnen ging es überall gut, wo man zumindest einen kleinen Bogen laufen kann (durch anfängliches im großen Abstand üben und den dann verkleinern). Das hat sie gut verallgemeinert, aber nur darauf, dass die Situation ok ist, wenn wir ausweichen, auch wenn es irgendwann nur noch minimal war. Kann man aber nicht immer und überall, und dass man frontale Begegnungen auf engen Wegen auch meistern kann ohne zu eskalieren, mussten wir dann nochmal ganz gezielt angehen. Und das hätte nur mit zufälligen Begegnungen glaube ich nicht geklappt.
 
  • Dunni
Trotzdem kann es für den Halter natürlich angenehm sein (kein Theater ist halt angenehm, egal warum).
Ich denke auch für den Hund. Der macht ja auch kein Theater weil er mit der Situation glücklich ist. Blöd halt, wenn es gar nicht auf andere Hundebegegnungen übertragen wird.
 
  • Crabat
Blöd halt, wenn es gar nicht auf andere Hundebegegnungen übertragen wird.
Ja darauf war das bezogen.
@BabyTyson hat sich Hunde im Rundlauf um einen See organisiert, so dass man immer wieder Begnungssituationen hat und dazwischen wieder Ruhephasen wo man allein unterwegs ist. Da tritt zB auch weniger ! eine Gewöhnung ein und das Training ist alltagsnäher.

Jin kann nach kurzer Gewöhnung (paar Minuten) neben den allermeisten Hunden reaktionslos herlaufen. Aber a) er beißt sie trotzdem bei direktem Kontakt und b) kommt ein Hund frontal, ist das trotzdem nicht easy. Ich sehe daher kaum Mehrwert für den Hund. Manchmal mache ich trotzdem so Runden, aber das ist eine Gehorsamsabfrage, keine Sozialisierung.
 
  • DobiFraulein
Das wiederum ist eigtl eher „bedenklich“, denn es zeigt dass der Hund sich gar nicht wirklich mit den Hunden auseinandersetzt und sie nur begrenzt wahrnimmt. Die sind vollkommen austauschbar und keine Sozialpartner.
ne, das würde ich so nicht unterschreiben

Speziell auf sie bezogen, würde ich meinen, sie hat gelernt, dass von Margot und ihren ruhigen weißen Hunden (nur als Beispiel, das klappt ja auch mit anderen, solange sie nicht zu aufgedreht sind) keine Gefahr ausgeht.
Und dann kann man sie auch akzeptieren und sich mit ihnen auseinandersetzen.

Sozialpartner im Sinne von mal miteinander Rennen und Toben hat sie sowieso nur sehr vereinzelt.
Aber sie setzt sich während eines Spaziergangs schon so weit mit ihnen auseinander, dass sie immer mal wieder an ihnen schnüffelt und sie abcheckt, auf dem Schirm hat, wo die Hunde schnüffeln und dann auch interessiert dorthin geht usw.
Also, es ist nicht so, dass sie sie komplett ignoriert und gar nicht wahrnimmt, dass sie dabei sind. Sie beobachtet schon sehr genau, was die anderen Hunde machen (und lernt teilweise auch - wenn die anderen Hunde in einer Situation unaufgeregt sind, ist sie auch etwas entspannter usw.).
 
  • MadlenBella
Jin kann nach kurzer Gewöhnung (paar Minuten) neben den allermeisten Hunden reaktionslos herlaufen. Aber a) er beißt sie trotzdem bei direktem Kontakt und b) kommt ein Hund frontal, ist das trotzdem nicht easy. Ich sehe daher kaum Mehrwert für den Hund. Manchmal mache ich trotzdem so Runden, aber das ist eine Gehorsamsabfrage, keine Sozialisierung.
100% wie hier.
 
  • Crabat
@DobiFraulein Ok. Hörte sich so an, wenn sie gar nicht checkt dass der andere weiße Hund nicht dazugehört.
 
  • DobiFraulein
@DobiFraulein Ok. Hörte sich so an, wenn sie gar nicht checkt dass der andere weiße Hund nicht dazugehört.
bei dem Fahrradfahrer hatte sie das im ersten Moment auch nicht
Und bis sie es gecheckt hatte, war der schon wieder weg... da hatte sich Aufregung dann auch nicht mehr gelohnt
 
  • Crabat
Ein Bild von gestern. Leider kein Video, aber es gab dabei Geknurre und Gedrohe und die entsprechenden Reaktionen darauf. Daher ist Jin auch gesichert und nicht locker. Aber DAS ist ein Mehrwert für ihn, auch falls er mal ausflippt ( Ist er aber nicht :) ).
 

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  • lektoratte
@BabyTyson hat sich Hunde im Rundlauf um einen See organisiert, so dass man immer wieder Begnungssituationen hat und dazwischen wieder Ruhephasen wo man allein unterwegs ist. Da tritt zB auch weniger ! eine Gewöhnung ein und das Training ist alltagsnäher.

Sowas hab ich übrigens wöchentlich außerdem noch gemacht.

Hat aber nur so semi-viel gebracht.

Du hast hier halt immer auch unabgesprochene Hundebesitzer dazwischen, und ein doofer Vorfall mit frei laufendem Tutnix - hatten wir so jedes dritte Mal bestimmt, wirft den Hund und dich um Wochen zurück.

Ich hatte da deswegen meine Zweifel, ob und in welche Richtung wir uns bewegen. :asshat:

Ich finde, deine Einwände gehen letztlich komplett am Problem vorbei, @Crabat - die sind sicher valide, aber…

Für einen Hund, der andere Hunde als uniforme Bedrohung oder als uniformes Opfer ansieht (in unserem Fall tatsächlich ersteres), ist es erstmal brunz-egal, ob er den anderen Hund als Sozialpartner erkennt.

Das tut er ohne das Üben ja auch nicht.

Allein, dass er bei bestimmten Hunden nicht mehr komplett die Fassung verliert, ist vom Befinden eine Verbesserung.

Ich verstehe auch ehrlich gesagt dein Problem nicht…

Erst beklagst du dich darüber, dass der Hund sich nur an einzelne Hunde gewöhnt und nicht an alle - und nun ist es bedenklich, dass der Hund die anderen Hunde „gar nicht wahrnimmt“ oder „als austauschbar betrachtet“?

Ganz so ist es ja eben nicht - ylvi fand den ersten unbekannten Hund bei Snowflake k.cake, hat sich aber schneller gewöhnt. Und als da auch alles gut war, war der nächste ein noch viel kleineres Problem.

Könnte man, wenn man will, Generalisierung nennen - oder Austauschbarkeit.
 
  • Crabat
Entspann Dich. Ich beklage mich nicht. :lol:
Allein, dass er bei bestimmten Hunden nicht mehr komplett die Fassung verliert, ist vom Befinden eine Verbesserung.
Das ist eine Gehorsamsfrage.
Ja, natürlich, um Gehorsam einfordern zu können darf der Hund nicht grade um sein Überleben kämpfen. Aber dafür brauche ich auch keine Gewöhnung an Hunde XY, dabei sind die Hunde austauschbar.
 
  • matty
Wie man die Sensibilisierung konkret gestaltet, ist sicher von Vielem abhängig, von den Anforderungen, die in Hund und Halter begründet liegen, als auch darin, was man beim Üben in der Praxis umsetzen kann. Man wird immer mal Kompromisse machen müssen und manchmal, wenn der Hund noch nicht so weit ist und die äußeren Umstände nichts anderes zulassen, wird man auch umkehren müssen, (möglichst so, dass der Hund den Grund dafür möglichst nicht bemerkt).
Die wenigsten werden z.B. einen eigenen See als Rundkurs zur Verfügung haben, auf dessen Weg nur bestellte Hundeteams in Idealen Abständen laufen.
Ich hatte früher z.B. das Glück einen Schlüssel für das abgeschlossene Hundeauslaufgebiet des Tierheims mieten zu können und ab und an jemanden zu finden, der so organisierte Hundebegegnungen mitgemacht hat. Das hat gerade "meinen" Tierheim-Hunden schon geholfen.
 
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