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Rottweiler als Assistenzhund

  1. Hi,
    wie man dem Titel entnehmen kann, mache ich mich zur Zeit auf den Weg, einen Assistenzhund für mich in der Selbstausbildung, aber mit Trainerin, auszubilden. Nun habe ich mich schon länger über mögliche Rassen informiert und bin immer wieder an einer Rasse hängengeblieben: Rottweiler.
    Rottweiler sind Arbeitshunde, weshalb sie sich auch für diese Ausbildung eignen. Neben der Intelligenz, dem Arbeitswillen und der Loyalität sind sie außerdem oft weniger ängstlich, dafür aber anhänglich und friedlich, alles Dinge, die in der Ausbildung wichtig sind. Ich habe mich einfach ein bisschen in den Charakter und das Temperament der Rasse verliebt. Sie sind aktiv, was mir wichtig ist, und würden dennoch am liebsten jede Sekunde am Hintern ihres Menschen kleben. Manchmal habe ich das Gefühl, das Rottweiler, wenn sie respektvoll behandelt werden, einfach riesige Babys sind, die geliebt und bespaßt werden wollen. Und manchmal auch den Dickkopf eines kleinen Kindes haben. So weit, so gut.
    Während meiner Recherche bin ich aber immer wieder auf Menschen gestoßen, die der festen Überzeugung sind, dass Rottweiler keine Anfängerhunde sind. Weil sie eben groß und stark sind und potenziell gefährlich werden könnten, sollten sie unter einer schlechten Erziehung leiden. Andererseits habe ich auch oft gehört, dass sie eben doch Anfängerhunde sind, weil sie leichter erziehbar sind, als viele andere Rassen. Arbeitshunde eben, die ihren Menschen gefallen wollen und leicht motivierbar sind.
    Ich würde mich zwar nicht als blutigen Anfänger bezeichnen, aber ich selbst habe noch nie einen eigenen Hund gehalten. Alle Erfahrungen, die ich machen durften, waren mit den Hunden anderer Leute. Ich habe also noch nie einen Hund von Tag 1 an begleitet, sondern über so Dinge wie Gassigehen mit Nachbarshunden meine Erfahrungen gesammelt und meine Begeisterung für die Lernfähigkeit von Hunden an diesen ausgelassen. Nun geht aber die Erziehung des eigenen Hundes weit über das Erlernen von Tricks hinaus.
    Deshalb wollte ich die von euch fragen, die selbst Erfahrungen mit Rottweilern haben, was ihr denn zu solchen Aussagen denkt. Sind Rottweiler ein no-go für "Anfänger"?
    Ich würde wie gesagt mit einer Trainerin arbeiten, für den Assistenzhunde-Teil, und auch sonst eine Hundeschule besuchen, also wäre ich nicht auf mich alleine gestellt. Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass ich eine Verfechterin von "gewaltfreiem" Training bin, please don't kill me. Gewaltfrei in dem Sinn, dass ich der Überzeugung bin, dass man fast alle (sag niemals nie) Hunde erziehen kann, in dem man gewünschtes Verhalten bestärkt und vor allem reagiert, bevor das unerwünschte geschieht. Falls es eben doch passiert, was ja einfach normal ist, bin ich niemand, der den Hund körperlich daran hindert oder auf irgendeine Weise bestraft, aber auch niemand, der den Hund einfach machen lässt, was er will. Konsequent aber belohnend eben. Ich würde den Hund viel eher dazu überzeugen, selbst auf den Schluss zu kommen, dass es sich lohnt, das zu machen, was ich ihm sage. Also das Verhalten umlenken. Kurz gesagt, ich will das Hunde lernen und nicht einfach nur vermeiden. Auch zu dem Thema habe ich schon beides gehört. Menschen, die der festen Überzeugung sind, dass man große und vor allem diese unglaublich bösen Kampfhunde (bitte versteht den Sarkasmus, danke) nur mit aversiven Methoden erziehen kann, aber auch Menschen, die glauben, dass eine Erziehung die darauf verzichtet gerade für Rottweiler sehr gut ist, da Rottweiler ja sehr menschenbezogen und damit sensibel gegenüber negativen Signalen, die von diesem Menschen ausgehen, sind. Auch da wollte ich fragen, was ihr so für Erfahrungen gemacht habt.
    Und wo wir schon dabei sind: Falls jemand von euch zufälligerweise Züchter empfehlen kann, die Rottweiler als Familienhunde oder Gebrauchshunde, die vor allem gesund sind, züchten, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir einen kleinen Tipp dalassen würdet. Ich glaube nämlich, dass ein Leistungslinien Rottweiler ein bisschen zu triebig für die Assistenzhundearbeit sein kann.
    Danke schonmal!
     
    #1 Gelöschtes Mitglied 43119
  2. Es ist enorm wichtig auch an das richtige (!) Hundefutter zu denken.

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  3. Hallo & Welcome!

    Darf ich fragen, welche Assistenzfunktion der (zukuenftige) Hund ausfuehren soll?

    Die Rotts die ich kannte (und da wuerde ich meine mittlerweile verstorbene Rott-X oder Beauceron Huendin) dazuzaehlen sind/waren sehr sensibel und menschenbezogen. Aber eben auch gross und kraeftig, was auch Nachteile bringen kannn, wenn der Charakter ''faulty'' ist.
     
    #2 Madeleinemom
  4. Und, je nachdem wofür der Hund eingesetzt werden soll, sollte man im Kopf haben das Menschen auf Rottweiler auch deutlich öfter ängstlich reagieren als auf Retriever&Co.
    Das könnte manchmal relativ kontraproduktiv sein, eben je nachdem was du mit dem Hund vorhast.
     
    #3 wilmaa
  5. Puh...
    Hast du Rottweiler schonmal „in echt“ erlebt?
    Das wäre das erste, was ich dir raten würde.
    Ansonsten: das klingt alles sehr Theorie-beladen, was du schreibst.
    Ich persönlich kenne 3 Rottis, die in Anfängerhände gingen. Hat 2 x nicht geklappt, 1 x ging es, mit Unterstützung.
    Ich kenne Rottis (habe selber einige Jahre mit einem verbracht) als sehr loyale, unbestechliche, körperbetonte und ernsthafte Hund kennen gelernt. Gerade die Ernsthaftigkeit ist für einen Hundeanfänger schwierig.
    Wie gesagt: versuche, Rottis in echt zu erleben. Erst dann kannst du wissen, ob das überhaupt etwas für dich ist.
     
    #4 Finnimom
  6. Klar, das hätte ich eigentlich direkt dazusagen können. Er würde als psychiatrischer (oder PTBS) Assistenzhund und als medizinischer Warnhund ausgebildet werden. Wobei es dabei weniger um das riechen von bestimmten Anzeichen geht, sonst würde ich mich für eine Rasse mit besserem Geruchssinn entscheiden, sondern um das Erkennen von Verhaltensweisen. Er würde also Dinge lernen, die in Richtung Verhaltensweisen erkennen, anzeigen und unterbrechen gehen. Also mehr das, was man sehen kann. Aber auch Aufgaben, die damit zu tun haben, mich zu führen, wenn ich selbst nicht mehr wirklich klar denken kann oder nicht zu hundert Prozent anwesend bin. Deshalb würde für mich auch eher eine große Hunderasse in Frage kommen. Und während ich verhindern möchte, dass der Hund zu protective wird, weiß ich, dass es einige Menschen gibt, die auch von dem liebsten Rottweiler der Welt lieber Abstand halten, was mir ein wenig das Gefühl von Sicherheit zurückgeben könnte. Und so Dinge wie nach hinten abblocken sind mit einem großen, gefährlich aussehenden Hund oftmals effektiver als mit einem süßen Labbi oder Golden Retriever :D Ein Hund, der gerne viel bei Menschen ist und nicht zu großen Teilen seine Ruhe von Menschen möchte kann also vom Vorteil sein.
    Glücklicherweise bin ich körperlich nicht eingeschränkt, aber ich stimme dir zu, dass ein Rottweiler, der aus irgendeinem Grund nicht kontrollierbar ist, körperlich nicht zurückzuhalten ist. Ich kann halt keinen fünfzig Kilo Hund körperlich davon abhalten, das zu machen, was er will. Deshalb wäre es mir auch so wichtig, einen Züchter zu finden, der mehr Wert auf den ruhigen Teil des Temperaments und weniger Wert auf den triebigen Anteil legt. Er soll ja Assistenzhund werden, nicht Schutzhund.
     
    #5 Gelöschtes Mitglied 43119
  7. Es hat sowohl Vorteile als auch Nachteile. Assistenzhunde sollten während der Arbeit nicht gestört werden, in der Hinsicht ist das also ein Vorteil. Andererseits dürfen Assistenzhunde überall mit hin, was allgemein schwer durchzusetzen ist, das könnte aber mit einem Labbi einfacher sein, als mit einem Rottweiler. Auch wenn gesetzlich beide Zutritt haben würden. Ich wohne zum Glück auch in einem Bundesland, in dem Rottweiler keine Listenhunde sind. Aber das ist definitiv etwas, über das ich mir auch Gedanken mache. Es würde halt einfach mehr Überzeugungskraft und Durchsetzungsvermögen von mir gegenüber anderen Menschen brauchen.
     
    #6 Gelöschtes Mitglied 43119
  8. Da hast du Recht, das klang wirklich sehr theoretisch. Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass ich mit einem "ich mag die einfach" nicht sehr weit komme. Aber ja, ich habe sie schon in echt erlebt, aber halt immer nur kurzweilig, nie so lang, dass ich wirklich viel darüber sagen kann, wie sich die Erziehung gestaltet. Also ich kann aus meiner Erfahrung heraus sagen, dass Rottweiler diese loyale, ruhige Art haben, die ich sehr mag, aber ich kann nicht aus meiner Erfahrung raus sagen, ob ich in der Lage wäre, einen Rottweiler zu erziehen. Aber das könnte ich um ehrlich zu sein über keine Hunderasse der Welt sagen. Einfach weil ich dieses intensive Zusammenarbeiten noch nie hatte.
    Ich denke, die Ernsthaftigkeit ist etwas, was der Ausbildung zu Gute kommen kann, aber ich stimme dir auch zu, dass das schwer sein kann, damit umzugehen. Aber die Unterstützung würde ich sowieso wollen. Ich denke, ich würde auch in eine Hundeschule gehen, wäre der Hund "nur" ein Haustier, aber die Ausbildung traue ich mir ohne Unterstützung auf keinen Fall zu, auch nicht mit anderen Rassen.
     
    #7 Gelöschtes Mitglied 43119
  9. Wenn es um PTBS geht halte ich einen Rottweiler für eher ungeeignet.
    In den labilen Phasen würde ein Rottweiler die Führung übernehmen, dich also auch "grundlos" verteidigen.
    Das sind mental starke Hunde, die Führung brauchen, selbst aber auf keinen Fall die Führung übernehmen sollten.
     
    #8 IgorAndersen
  10. Also ich kenne auch einige Rottweiler, kenne daher auch die Reaktionen, die sie bei anderen Menschen hervorrufen.
    Du wirst immer mehr Überzeugungsarbeit leisten müssen als bei anderen Rassen, dass dein Hund wirklich friedlich ist.

    Ich persönlich finde sie toll, aber alle Rottis die ich kenne, verlangen nach einer konsequenten Führung.
     
    #9 Cave Canem
  11. Das klingt auf jeden Fall nach einer sehr spannenden Ausbildung. Und du hast Recht, da ist ein "alle wollen Dutzi machen" Hund nicht wirklich das was man haben möchte :D
    Ich mag Rottweiler gerne aber als Assistenzhund kenne ich keinen. Und was das "die Führung übernehmen" angeht bin ich bei @IgorAndersen, da sehe ich auch ein Problem. Zumindest kenne ich keinen Rotti bei dem man problemlos an dem Besitzer ran kommt wenn der gerade schläft o.ä., also eben nicht "voll da" ist.
     
    #10 wilmaa
  12. Ich habe kein PTBS, die Hunde heißen einfach so, auch wenn der Halter kein PTBS hat. Aber ja, ich verstehe, was du meinst. Auch ohne PTBS kann es passieren, dass der Hund die Führung übernimmt. Falls du auf das Führen, das ich angesprochen habe, anspielst, geht es da eigentlich um das Gegenteil. Der Hund hat in Momenten, in denen ich die Führung habe, gelernt, dass er auf Kommando zum Beispiel zu einer Tür führen soll. Das ist also eigentlich nur körperlich. Ich habe auch schon Rottweiler als Assistenzhunde gesehen, nicht in echt allerdings, die das ganz gut konnten. Also in einem solchen Moment die Führung zu übernehmen, ohne die Führung für immer zu übernehmen, falls das so irgendwie Sinn macht.
    Ich habe mir aber auch schon Gedanken gemacht, ob ich das kann. Kann ich, wenn es mir schlecht geht, weiterhin "stark" und konsequent bleiben? Und ich glaube schon, dass ich das kann. Einerseits, weil ich mich selbst inzwischen viel mehr unter Kontrolle habe, andererseits aber auch, weil ich weiß, dass ich egal wie ******* es mir geht, das schaffe, was ich schaffen muss. Aber sicher kann ich mir natürlich nie sein.
     
    #11 Gelöschtes Mitglied 43119
  13. Du schreibst selbst, dass es Momente gibt, in denen Du nicht zu 100% anwesend bist bzw. nicht mehr klar denken kannst. Könntest Du in solchen Momenten gewährleisten, dass Du den Hund noch führen kannst?
     
    #12 Paulemaus
  14. Ich selbst habe keine psychische Erkrankung.
    Ich bin ein selbstbewusster, souveräner Mensch, ziemlich gelassen, nicht ängstlich.

    Und trotzdem konnte mein an sich netter Hund mich in einem Moment "milder Instabilität" nicht für voll nehmen.

    Ich würde mir das gut überlegen eine Rasse mit "Potential" für diese Aufgabe anzuschaffen.
    Es hat schon seinen Grund, warum hauptsächlich Retriever diese Jobs haben.
     
    #13 IgorAndersen
  15. Es gibt Hunderassen, die eine "Führungsschwäche" besser verzeihen als andere Rassen. Den Rottweiler würde ich nicht dazu zählen.
     
    #14 Paulemaus
  16. Sie neigen schon dazu, beschützend zu werden, da hast du Recht, dafür wurden sie ja auch gezüchtet. Ich weiß aber auch, dass die Ausbildung eines Hundes die genetischen Veranlagungen zumindest beeinflussen kann. Vermutlich gibt es kaum Rottweiler, die keine Tendenzen zu so einem Verhalten haben, aber ich weiß auch, dass es Rottweiler gibt, bei denen das, dank der Erziehung, nicht so ausgeprägt ist. In der Assistenzhundeausbildung wird auch sehr viel Wert darauf gelegt, dass ein Hund lernt, dass von anderen Menschen keine Gefahr ausgeht. Denn ein Assistenzhund, der knurrt, weil sich jemand nähert, oder unruhig wird, ist einfach kontraproduktiv, wenn man Zugang zu allen möglichen Orten, die keine Hunde erlauben, haben möchten.
    Ich sag mal so: Labradore und Golden Retriever haben oft Tendenzen dazu, jagdliches Verhalten zu zeigen. Aber sie können lernen, das eben draußen mit irgendwelchen Spielzeugen auszuleben und nicht während der Arbeit. Und ich bin der festen Überzeugung, dass das bei Rottweilern auch so ist. Klar gibt es Hunde, die rassetypisches Verhalten zeigen, ist ja logisch, aber ich glaube irgendwie den Trainern die sagen, dass die Ausprägung dieser bzw. die Umlenkung dieser auf anderes Verhalten immer eine Frage der Erziehung ist.
    Und auch wenn ich keinen Hund dafür bestärken würde, dass er andere Menschen nicht an mich ranlässt, kann es ganz praktisch sein, wenn es gar niemand erst versucht. Das kannst du natürlich nicht wissen, aber ich brauche in solchen Momenten Gott sei Dank keine Hilfe von anderen Menschen. Also ich krampfe nicht oder so. Im Gegenteil, Menschen machen es bei mir meistens noch schlimmer, da sie oft der Auslöser sind. Was ich also brauche ist eher meine Ruhe, vielleicht Medikamente, und eine Hilfe, mich selbst in der Realität zu halten. Was der Hund eben unter anderem erlernen könnte, neben dem, was ich selbst schon machen kann.
     
    #15 Gelöschtes Mitglied 43119
  17. Er würde zum Beispiel lernen, Panikattacken oder Dissoziationen zu erkennen und frühzeitig anzuzeigen, und diese zu unterbrechen. Das selbe gilt für selbstverletzendes Verhalten. Außerdem würde er lernen, nach hinten abzusichern, aber auch, mich an zum Beispiel ruhige Plätze, Sitzgelegenheiten oder Ausgänge zu führen, wenn ich Panik bekomme und es selbst gedanklich einfach nicht mehr schaffe. Medikamente holen ist auch was, was Hunde lernen können, und Deep Pressure Therapy. Aber auch so Dinge wie nach dem Abklingen von Panikattacken und ähnlichem zu trösten.
    Und ja, ich sehe das total wie du, Konsequenz ist da einfach das Wichtigste. Ich werde da auch noch ausführlich mit der Trainerin drüber sprechen, aber ich wollte mir vorher schon mal ein Bild von den einzelnen Rassen machen und ein paar Erfahrungen hören. Sie hat eben auch nicht mit jeder Rasse Erfahrung. Grundsätzlich sagt man, dass es keine geeigneten Rassen sondern nur geeignete Hunde gibt, aber es gibt halt schon Rassen, bei denen es wahrscheinlicher ist, dass ein Welpe, der sich ja charakterlich erst entwickelt, die Ausbildung dann auch wirklich schafft.
     
    #16 Gelöschtes Mitglied 43119
  18. Was meinst du denn genau, mit milder Instabilität? Und wie erziehst du ihn sonst so?
     
    #17 Gelöschtes Mitglied 43119
  19. Ich habe selber einen Hund mit einem starken Schutztrieb und weiß, wie aufmerksam ich immer sein muss.
    Welche Situationen meinst du, dass ein Rottweiler besser geeignet ist, als z.B. ein Labbi.
    Was sollte nach hinten abgeblockt oder gesichert werden?
     
    #18 Cave Canem
  20. Das Ding ist nämlich, dass ich voll bei dir bin, wenn es um Ruhe und Gelassenheit geht. Das brauchen Rottweiler einfach. Ich bin mir nur immer unsicher, wovon Leute sprechen, wenn sie "selbstbewusst" oder "stark" oder eben "Führung" sagen. Denn für mich klingt das immer ein bisschen nach "ich mus in der Lage zu sein, denn Hund anzuschnauzen, egal wie es mir geht". Ich bin mir sicher, dass das nicht so gemeint war, aber deshalb frage ich nach. Ich stimme dir auch zu, wenn man davon spricht, dass der Hund weiß, dass das was ich sage, das ist,woran man sich hält. Nur bei "Führung" schwingt bei mir immer ein bisschen von diesem typischen Hierarchie und Dominanz Ding mit, was ich ja wie bereits erwähnt auch in guten Momenten nicht für den optimalen Weg halte. Das klingt wieder sehr romantisiert und vereinfacht, aber in der Assistenzhundeausbildung liegt der Schwerpunkt auf der Beziehung zwischen Mensch und Hund, nicht darauf, dass ich in der Rangfolge über dem Hund stehe. Hunde wissen ja, dass wir keine Hunde sind, weshalb das typische Pack Verhalten unter Hunden nicht auf die Beziehung zu Menschen übertragbar ist, zumindest nicht 1:1. Und diese Beziehung, aber auch die Konsequenz, ist etwas, was ich auch wahren kann, wenn es mir nicht gut geht. Also ich würde dem Hund keine Dinge durchgehen lassen, die er in anderen Momenten nicht machen dürfte. Aber ja, sowas wie laut werden oder körperlich etwas zu machen kann ich schwächeren Momenten schwer werden, aber das würde ich eben allgemein nicht machen. In der Ruhe liegt die Kraft und so.
     
    #19 Gelöschtes Mitglied 43119
  21. Ich soll gesichert werden. Also zum Beispiel beim Einkaufen oder in einer Schlange oder so würde sich der Hund hinter mich legen oder setzen, damit Menschen nicht zu nahe an mich treten, weil das bei mir angst auslöst. Und dabei ist es natürlich wichtig, dass der Hund kein aggressives Verhalten zeigt und Menschen anknurrt, die mir zu nahe kommen. Alles was er machen soll, ist, nicht von der Stelle zu weichen. Es sei denn, jemand tritt ihm auf den Schwanz oder so, dann darf er sich klar auch mal beschweren. Aber ich bin wirklich der Überzeugung, dass solche Veranlagungen mit der Erziehung geformt werden können. Also ob man ein Verhalten bestärkt oder nicht, oder ob man es umlenkt. Und ein Teil ist ja auch, dem Hund zu zeigen, dass andere Menschen keine Gefahr sind, ganz im Gegenteil, vielleicht sogar etwas gutes. Dann müsste er mich ja nicht mehr verteidigen. Ich denke schon, dass ich bei einem Rottweiler sehr viel mehr darauf achten müsste, dass sich der Schutztrieb nicht stark entwickelt und sehr viel mehr Zeit und Arbeit in diesen Aspekt des Training stecken müsste, als bei Retrievern zum Beispiel.
    In Situationen, in denen es darum geht, das Menschen Abstand halten oder den Hund einfach nicht ablenken sollen, hat ein Rottweiler schon Vorteile einem süßen, goldenen Hund mit langen Haaren gegenüber, vor dem so gut wie niemand Angst hat.
    Und ganz ehrlich, ich kann ich einfach selbst mit Rottweilern sehr viel besser identifizieren, als mit Retrievern oder Pudeln zum Beispiel. Das heißt nicht, dass ich die ausschließe oder so, aber dass ich Rottweiler einfach mag steht halt schon auch auf der Liste mit den Vorteilen. Hier hätte sich ja jeder auch einen nicht "Kampfhund" anschaffen können und hat es trotzdem nicht gemacht. Das, was man persönlich mag spielt auch immer eine Role. Und ich bin halt auch der Überzeugung, dass die Erziehung sehr viel prägt, mindestens so viel, wie die Genetik. Ist ja bei Menschen nicht anders.
     
    #20 Gelöschtes Mitglied 43119
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