Pro und Contra für Einzel- und Mehrhundehaltung

G

golden cross

... wurde gelöscht.
Einfach mal aus Eurer Sicht was für und was gegen Einzel- oder
Mehrhundehaltung spricht.
 
  • 21. Mai 2024
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Hi golden cross ... hast du hier schon mal geguckt?
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Hm, also ich bin quasi egoistischer Mehrhundehalter. Meine Hunde wären glaub ich (außer Murphy) genauso glücklich als Einzelhund. Also ich halte mehrere Hunde, weil ich das will, weil es mir Spaß macht mit unterschiedlichen Hunden zu arbeiten und weil ich jeweils etwas beim vorhandenen Hund vermisst habe, auf das ich beim nächsten Hund Wert gelegt habe. Ich mache die zusätzliche Arbeit gerne und sehe das also nicht als Nachteil.

Meine Hunde haben nicht viel Gelegenheit für Sozialkontakt außerhalb, daher finde ich es gut und wichtig, dass sie zumindest untereinander ein bisschen hündisch interagieren.

Nachteile sind eindeutig die Tendenz sich den Mist von den anderen Hunden abzuschauen. Wenn man Hunde mit Baustellen hat, ist es mitunter schwer, das nicht die anderen Hunde beeinflussen zu lassen. Auch die Dynamik zwischen mehreren Hunden ist im Zweifelsfall mitunter anstrengend.

Für mich überwiegt der Wunsch nach mehreren Hunden einfach deutlich die Mehrarbeit und Mehrkosten. Aber das muss halt echt jeder für sich wissen, ich glaube die wenigsten Hunde BRAUCHEN wirklich einen Zweithund.
 
  • 21. Mai 2024
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Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund... 



Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

Hier der Link zu ihrer Seite! 
Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte! 

LG Meike mit Benny
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Für mich (und ich glaube auch für Tyson) war ein Zweithund absolut die richtige Entscheidung. Er ist viel zufriedener, ausgeglichener und ruhiger. Die beiden spielen sehr viel miteinander und einfach ganz anders, als sie es mit mir können. Es ist zwar schon ein bisschen mehr Arbeit, weil beide ja völlig unterschiedliche Trainingsstände haben, aber das Training/das gemeinsame Erleben ist ja gerade das, was ich gerne mit den Hunden mache. Auf der anderen Seite, beschäftigen sie sich auch gut mal miteinander und machen sich da müde, wenn ich mal weniger Zeit habe. Ich habe auch kein so schlechtes Gewissen, wenn ich sie mal allein lassen muss, weil sie ja immer noch zu zweit sind :)

Ich denke es kommt wirklich sehr stark auf den Hund an. Für Ty war es absolut richtig und ich würde es immer wieder tun. Bei Lexy kann ich nur hoffen, dass auch in Zukunft pro Mehrhundehaltung bleibt :sarkasmus:
 
Pro: man hat Lust auf mehrere Hunde :lol:

Ich kann das nur für mich persönlich beantworten.
Dann war der einzige Grund für den Zweithund eigentlich, dass ich gerne intensiver Hundesport betreiben möchte :kp:

Dann mussten die Bedingungen halt noch passen, für Pavel musste es ok sein etc..

Contra: Zeit, Geld, Nerven :sarkasmus:
 
Mein erster Russell, Urmel, kam zu mir als ich in den Außendienst ging. Ich hatte sie immer dabei und, da ich Tierärzte besuchte, oft auch mit in den Praxen.
Nachdem sie 6 Jahre bei mir war gab es eine neue Arbeitsanweisung und Urmel dürfte nicht mehr mit fahren.
Sie mußte dann etwa 4 - 5 Stunden zu Hause allein bleiben und ich überlegte ob es mit einem Kumpel nicht einfacher für sie wäre zu Hause zubleiben.
Sie traf sonst täglich andere Hunde und das hätte ihr gefehlt.
Wir hatten im Lauf der Jahre etliche Pflegehunde und ich hatte daher eine gute Vorstellung davon was oder wer Urmel gefallen könnte. Hündin, jünger als Urmel, Jagdhund, gerne Terrier. Urmel kam mit jedem Hund klar, sofern er sie nicht anging, aber besonders gern spielte sie mit ihresgleichen.

Im Nachbarort lebt ein Jack Russell Züchter und ich fragte dort nach ob er eventuell etwas passendes da hätte.
Urmel besah sich die Auswahl. Welpen fand sie nervig, ein junger Rüde gefiel ihr auch nicht, aber eine vierjährige Hündin sagte ihr zu.
Urmel und Maggie waren von Anfang an ein Herz und eine Seele, obwohl sie sehr unterschiedliche Persönlichkeiten waren.
Nach 2 Jahren kam dann noch Russell Kitty, die mit 8 Jahren aus der Zucht ging und ein Plätzchen suchte, von gleichen Züchter wie Maggie dazu.
Maggie und Kitty mußten sich erst zusammenraufen, da Maggie gerne den Ton angab und Kitty ungern zurück steckte.
Im Lauf der Jahre kamen und gingen Pflegehunde und ab und an blieb einer für länger weil er nicht vermittelbar war.
Cairn Terrier Fee ist der Letzte davon. Mittlerweile 15 1/2 Jahre.

Am Besten war und ist in all den Jahren das Verhältnis der Russell untereinander. So bin ich im Lauf der Jahre bei den Russelln und auch ganz bestimmten Linien geblieben.
Ich mag diese kleinen, taffen Kerle, die straight durchs Leben gehen und allen Widrigkeiten trotzen.
Intelligent, kommunikativ, robust, für jeden Spaß zu haben.

Sie sind gern zu mehreren. Sie zicken sich natürlich auch mal an, aber es ist wie in einer Familie. Mal ist alles eitel Sonnenschein, mal steht einer mit dem falschen Fuß auf und es funkt.
Aber gemeinsam geht alles besser und täglicher Spaß ist garantiert.
Im Grunde moderiere ich das Ganze nur und sorge dafür das es so bleibt.

Es macht einfach große Freude mehrere Russell bei ihrem täglichen Leben zu begleiten. Es war auch eine schöne Zeit mit meiner Urmel allein, aber sie und ich fanden und finden das Leben mit mehreren Russelln noch schöner.
 
  • 21. Mai 2024
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Für Amy war Joker eine absolute Bereicherung.
Amy ist ein sehr unsicherer Hund und Joker ein sehr selbstbewusster, mutiger und souveräner Hund. Sie hat unglaublich von seiner souveränen Art profitiert, ob im Straßenverkehr, beim Tierarzt oder sonstigem.:)
Als sich auftat das Joker so langsam aber sicher wirklich älter wird kam zufällig das Bild von Mira reingeflattert. Also zog das Monster auch dazu.:D
Mira ist witzig,lieb zu Menschen und auch mutig. Durchgeknallt und hat einen wahnsinnigen Jagdtrieb,ist aber eine echte Spielgefährtin für Amy geworden.Sie sind beide sehr grobe Hunde, Joker auch beim Spielen, aber der kaut seit Mira da ist,eher gelassen auf seinem Stock rum während die anderen Beiden sich durch den Garten prügeln:lol: Die 3 scheinen zusammen auch sehr glücklich zu sein, natürlich gibt es auch mal eine kleine Meinungsverschiedenheit, aber mit leichtem eingreifen von mir,ist das schnell wieder gegessen.

Aber natürlich machen 3 Hunde Kosten für 3 Hunde, Futter, Geschirre, Leinen, Betten etc.
Und es kostet auch Nerven. Obwohl ich sagen muss, wäre Mira so ein leichtführiger Hund wie Amy, der überall hinschnullert und schaqut und null Ambitionen zum Jagen hat,wäre es eigentlich auch keine nervliche Belastung.
Was sich verändert hat, ist das Zugehörigkeitsgefühl der Hunde untereinander und die Verträglichkeit mit fremden Hunden. Also Joker ist wie vorher mit Fremdhunden,zumindest wenn seine Mädels nicht dabei sind. Aber die Mädels sind nur innerhalb der 3 voll verträglich.

Fazit: Keinen würde ich jemals missen wollen, auch die Hunde gehören zusammen und zeigen das ganz deutlich.:love:
 
Ich schreibe mal auf, was mir so spontan in den Kopf kommt. Wir hatten in den letzten Jahren immer mindestens 3 Hunde.

Pro:
Es ist toll und macht Spass, wenn die Hunde Artgenossen haben und untereinander kommunizieren. Wir hatten bisher immer das Glück. dass unsere Hunde sehr harmonisch zusammengelebt haben und viel voneinander profitiert haben. Ich könnte mir einen Einzelhund bei uns nicht mehr wirklich vorstellen. Zwei sollten es bei uns mindestens sein :)

Kontra:
Die Kosten werden höher. Angefangen bei der Versicherung über Futter, TA, Steuern, Leckerli, eventuelle Huta-Gebühren.

Mit zwei und mehr Hunden ist man eingeschränkter.
Für einen Hund findet man leichter einen Sitter als für 2-4.
Einen Hund mitzunehmen zu Freunden/Familie ist meistens okay, bei mehreren Hunden wird es schwieriger. Gleiches gilt für Restaurantbesuche.
Allerdings kann man zwei Hunde, wenn sie denn gut harmonieren, besser allein zuhause lassen als einen Einzelhund.
Oder auch, wenn Du z.B. ins Krankenhaus musst: Auch da ist es einfacher, schnell einen Hund unterzubringen als eine Hundegruppe

Wenn man kein Wohneigentum hat und irgendwann eine Wohnung suchen muss, ist es mit einem Hund schon schwer, etwas zu finden. Je mehr Hunde es werden, desto schwieriger wird es.

Erziehungstechnisch machen mehr Hunde mehr Arbeit. Sie schauen sich halt auch Blödsinn voneinander ab :)
Mit mehreren Hunden im Freilauf spazieren zu gehen klappt bei uns gut. Wir meiden aber dafür typische Hundeparks etc und laufen in der "Einsamkeit", wo uns keiner begegnet.

Wenn man gerne mit seinen Hunden in Urlaub fährt, ist es eine grössere Herausforderung, mit mehreren Hunden ein Hotel oder ein Ferienhaus zu finden als mit einem.

Uns haben die Einschränkungen nie gestört, weil die Freude mit mehreren Hunden zu leben, das locker entschädigt.
Wir lieben unsere Mehrhundehaltung und werden auch bald wieder auf 3 Hunde aufstocken. :)
 
:gruebel: Mein erster Hund war auch 7 Jahre ein Einzelhund (allerdings draußen mit Allem verträglich)
Ich wollte aber gerne noch einen großen Hund.
Ich hatte keine richtige Vorstellung wie es sein sollte, die Beiden haben eigentlich nur nebeneinander her gelebt und augenscheinlich nix „miteinander“ gemacht... aber als die Hündin starb, fiel es mir extrem auf, wie „wichtig“ sie einander doch waren.
Seither waren es immer mindestens Zwei und auch mal Vier – mit Pflege und Urlaubsgästen dazu und im Laufe der Jahre, sah ich eben auch die „Kleinigkeiten“ und nun möchte ich nie wieder nur Einen :)
Ich persönlich finde es wichtig, dass eben auch eine “innerartliche Kommunikation“ möglich ist... :kp: ich weiß nicht wie ich es erklären soll...
Klar wäre hier jeder Hund für sich auch alleine ganz glücklich, aber es würde ihm eben auch ein in meinen Augen wichtiger Lebensteil vorenthalten werden. Auch wenn es bedeutet sich auseinandersetzen zu müssen (ich rede nicht von Rauferei!).

Das aktuelle Trio ist sehr harmonisch und sie profitieren sehr voneinander, auch wenn ich zumindest auf Cleo immer ein bisschen ein Auge haben muss ;)
Trotzdem werden es in Zukunft nur noch Zwei bleiben (oder keiner), denn die Kosten für den TA (nein, bis auf Cleo war hier noch nie einer gesund) sind für mich einfach nicht machbar... und auch die Einschränkungen, sei es Urlaub oder im Notfall eine Unterbringung sind kompliziert. Zwei Hunde zB mit ins Restaurant gehen noch, bei mehr wird es selbst im Biergarten eng.
Und abgesehen davon, dass ich nur zwei Hände zum streicheln habe, wäre es für mich auch schwierig – zumindest bei den Bullterriern – noch jedem wirklich gerecht zu werden.
 
Ich machs mal kurz.
Für die Mehrhundehaltung spricht: man hat mehr Hunde.
Für die Einzelhaltung spricht: man hat nur einen Hund.
 
Kommt vielleicht auch etwas auf den Hund an.
Polly z.B. freut sich immer über Hundebesuch, besonders von ihren Freunden Jacky und Alfons, ist aber trotzdem immer froh, wenn sie wieder abgeholt werden.
Ihre Couch und "ihr" Wasserbett teilt sie bestenfalls mit uns und den Plüschpopos ;).
 
Ich kann mich kaum daran erinnern, wie es nur mit einem Hund ist, - vielleicht nicht schlecht.- Carla ist für mich sowas von easy going, da denk ich schon ab und zu mal: Was wäre das einfach mit ihr alleine.- Wenn ich aber daran denke, wie lange sie nach Evitas Tod getrauert hat , und wieviel Mühe sie sich mit Trudy gibt, vergesse ich den Gedanken sofort wieder.
Mal abgesehen von der notwendigen Trennerei von Luna und Carla, finde ich die Mehrhundehaltung schon artgerechter, für die Hunde und für einen selbst auch.- Diese Intensität wie Carla sich an mich hängt, sind wir mal alleine ( wir waren mal eine Woche hier in Belgien 2017 ohne Luna und Trudy), ist zwar sehr schmeichelhaft und auch bequem, das war aber in dem Ausmaß nicht so als ich mit ihr und Evita ein paar Monate vorher hier war, ohne die anderen.
Ich denke, es kommt auch auf die Lebenssituation an, in einer Familie mit mehreren Ansprechpartnern ist es für einen Einzelhund sicher netter, als bei einer Einzelperson.- Pauschal kann man da eh nichts zu sagen, es gibt sicher auch Hunde, die lieber ohne Artgenosse leben.
Finanziell hatte ich lange Glück, das hat jetzt erst in den letzten 4 Jahren angefangen mit den Dauertierarztkosten
. LG. Barbara
 
Interessante Beiträge. Ich habe schon öfter drüber nachgedacht, wie es wäre, noch einen zweiten Hund zu haben. Bis zum Nachdenken über die Kostenfrage bin ich dabei aber nie gekommen. Bei uns waren es immer nur Einzelhunde bisher. Die Eltern meines Mannes hatten in seiner Kindheit und Jugend immer mehrere Hunde ... und plaudern dazu gern aus dem Nähkästchen. Diese Stories ermutigen mich allerdings eher weiterhin zur Einzelhundehaltung. :D:D:D
Es muss gelegentlich schwierig gewesen sein und es passt definitiv nicht jedes Hundegespann zusammen. Und auch wenn sie sich zusammenraufen, kann es anstrengend sein.
Einer Sache bin ich mir recht sicher und dass ich damit nicht komplett falsch liegen kann, sagen mir nicht nur mehrere Beiträge hier: Der Zweithund - oder das Zweithaustier - ist in vielen Fällen in erster Linie der Wunsch des Menschen ... und erst dann der Kumpel des Ersthundes (wenn alles gut geht). Der Ersthund würde allein nichts vermissen, wenn er es nicht anders kennt. Auch wenn ich zustimme, dass ein Leben mit Artgenossen ganz bestimmt seinen Mehrwert für alle haben kann.

KANN. :D

Etwas OT, aber auch ein Beispiel wie es laufen kann: Eine Bekannte schaffte vor Jahren für ihren Kater eine Katze zur Gesellschaft an, weil sie plötzlich wieder mehr außer Haus war als früher. Das Ergebnis war, dass die Katze nur ein- und zurückstecken musste. Sie war und blieb die Neue. Der Kater, den ich bis dahin als gemütliche und nette Natur gegenüber Menschen erlebt hatte, wurde auf einmal regelrecht fies. Zu gern riss er die Kleine aus dem Schlaf, warf sie unsanft von ihrem momentanen Platz - wo auch immer der gerade war - und legte sich dann demonstrativ dort hin. Der hätte versucht, in einem Eierbecher zu schlafen, nur um die andere Katze zu ärgern und zu dominieren, die ihm eigentlich ohnehin nichts entgegensetzte. Nachdem er einige Jahre später das Zeitliche gesegnet hatte, veränderte sich die bis dahin eher scheue kleine Katze komplett und wurde viel verschmuster und zutraulicher. Sie bekam keinen neuen Kumpel. :p

Bei Mila - zurück zum Hund - bin ich mir ziemlich sicher, dass wir eventuell mit Eifersucht und vielleicht auch anderen Schwierigkeiten zu tun bekommen könnten, wenn ein weiterer Hund in den Haushalt käme. Wir hatten noch nie andere Hunde zu Hause zu Besuch. Daher konnte ich ihr Verhalten in dieser Umgebung so noch nicht testen. Aber sie ist total verwöhnt, muss nie teilen, hat ihr Spielzeug ganz für sich. Niemand macht ihr etwas streitig. Niemand geht ihr auf den Keks oder geht sie an. Das sind alles Dinge, bei denen ich in ihrem Umgang mit anderen Hunden unterwegs schon Tendenzen gesehen habe, dass es problematisch werden könnte, wenn sie sich diesen Situationen nicht entziehen kann, beispielsweise mit einem zweiten Hund im Haus.
Sie ist kein Hund, der Spielzeug teilt. Mit Menschen ja, mit Hunden nicht. Sie mag es absolut nicht, belagert zu werden und sie interessiert sich auch eigentlich seit sie dem Welpen-Dasein entwachsen ist überhaupt nicht mehr für andere Hunde ... und das obwohl wir sie als Welpe und Junghund kräftigst zu sozialisieren versucht haben.
Als Junghund im Hundepark habe ich nie Spielzeug eingebracht, wenn ich gesehen habe, es sind andere Hunde da. Aber sie brachte es fertig, den einzigen alten ausgeleierten Tennisball zu finden, der da "abgespielt" noch irgendwo rumlag, schnappte sich diesen und spielte völlig vergeistigt, indem sie den immer wieder unter sich wegschoss und hinterher zischte. Um sie herum tobte die Hunderasselbande alle miteinander und es kam vor, dass sie einfach mal umgerissen wurde und einen Purzelbaum schlug von der Rempelei der anderen untereinander. Dann guckte sie kurz verdutzt, schüttelte sich, suchte und fand den Ball und ihr Spiel ging weiter ... wie in einer Luftblase.
Jeder Animationsversuch von anderen Hunden war zwecklos. Wollte ein anderer den Ball nehmen, mussten wir den Ball entfernen, um Stress zu vermeiden.
Wenn uns heute jemand mit Hund begegnet, will sie den Menschen kennenlernen, und NUR den. Sie ist freundlich zu anderen Hunden, bleibt aber distanziert.
Bei ihr habe ich den Eindruck - abgesehen davon dass es Verhaltensprobleme geben könnte - dass ich ihr mit einem tierischen "Kumpel" keinen Gefallen täte. Ich habe nicht den Eindruck, dass ihr diese Gesellschaft fehlt. Deshalb habe ich den Gedanken aufgegeben.
Ich glaube, die einzige Chance wäre gewesen, als sie klein war. Wenn sie zusammen mit einem zweiten Hund aufgewachsen wäre, wäre ihr Verhältnis zu einigen Dingen heute sicher anders. Aber ihr heute einfach so "jemanden vorsetzen", das würde ich nicht riskieren wollen. Man darf aber auch nicht vergessen, dass sie fast 24h am Tag Zugang zu uns hat. Ich glaube, daher hätte sie eher das Gefühl, das sie nun unsere Aufmerksamkeit teilen muss, als dass sie etwas hinzugewinnt. Ich glaube, wie gut es mit mehreren Hunden klappt, hängt von diversen Faktoren ab, die gesamten Lebensumstände spielen auch eine Rolle dabei.
Ich gönne Mila ihr verwöhntes Einzelhundedasein. ;) Freue mich aber auch für alle, die so richtig happy mit ihrer Entscheidung für mehrere Hunde sind.
 
Ich wollte eigentlich immer 2 Hunde halten, bei den Katzen hab ich gesehen, wie wichtig innerartliche Kommunikation ist und wenn sie sich streiten, streiten sie halt miteinander.

Im 1. jahr hab ich mit Dira viele Trainingsgruppen besucht, hatte eine Gruppe mit mehreren Hunden zum Gassie gehen- sie hatte nen Russel als Spielkamerad der regelmäßig mit ihr durch den Garten gefetzt ist. Mit der Pupertät und div Zwischenfällen hat sich da ja leider geändert und Dira wurde von Monat zu Monat unvertäglicher.

Auf dem Hundeplatz haben wir mehrere, zum Teil langjährige Versuche unternommen, diesen Hund an die Gesellschaft von anderen Hunden zu gewöhnen. Wir haben auch einen möglichen DSH-Rüden mit ihr besucht, den wir aufnehmen wollten. Beim Arbeiten auf dem Platz sind die anderen Hunde egal, aber sobald es irgendwie "privat" wurde oder anderer Hunde mir zu nahe kamen- drehte sie durch und griff an.

Naja, irgendwann nach einem Zwischenfall auf dem HuPla hat mein Trainer mich beiseite genommen und gesagt, Dira will keinen Hund neben sich... das Maximum was wir erreichen könnten wäre, wenn sie Hunde ignoriert. im schelchten Fall greift sie aber eben auch an.
Sie will und braucht keinen Hund neben sich, sie ist alleine glücklicher.

Wir sind also in uns gegangen und haben zum Wohl von Dira entscheiden, die Idee mit dem Zweithund zu begraben...da war Dira 5 oder 6.

War die richtige Entscheidung, wenn ich heute sehen, wie genervt und reizbar sie bei den Katzen regaiert, möchte ich nicht wissen,was bei einem anderen Hund im Haus los wäre. Wir haben ein großes haus, einen kleinen garten- genug Platz für 2 Hunde eigentlich :(

Aber es ist doof allein... für sie und es stimmt mich traurig zu wissen, was sie vielleicht alles verpasst hat- nur mit uns Menschen :(


PS: Und inzwischen ignoriert sie andere Hunde bis auf ca 1-2 Meter Abstand- das ist ihre Wohlfühlzone und Zwischenfälle gab es in den letzten 6 Jahren auch nicht mehr :)
 
Ich habe noch ein Argument Pro Mehrhundehaltung:

Wenn ein Tier stirbt, ist das Loch nicht so riesig, in das man fällt.
Geht ein Einzeltier, ist alles ruhig und still. Die tägliche Routine ist ausser Kraft gesetzt. Kein Füttern, kein Spaziergang mehr. Keine Kuscheleinheiten auf dem Sofa.
Mit mehreren Tieren wird man etwas abgelenkt. Die dagebliebenen Tiere wollen wie üblich versorgt werden.
 
Also ich könnte definitiv nicht einen meiner Russell nennen, der sich alleine besser fühlen würde. :gruebel:

Die sind wie A.sch auf Eimer, wie Deckel auf Topf, das paßt einfach. So sind sie auch ausgesucht. Verträglich, auf Zusammenarbeit miteinander und ihrem Menschen bedacht.
Es gibt besondere Verbindungen untereinander, aber sie kommen alle sehr gut miteinander klar.
Die Alten finden die Jungen manchmal sehr überflüssig, springen aber sofort wenn ein Junges ernstlich quietscht.
Es wird in der Gruppe jeder angespielt. Da steht keiner in der Ecke und wird ausgegrenzt.

Ich moderiere das indem ich den Zusammenhalt fördere und ein paar Regeln durchsetze.
Ansonsten erziehen die Alten, die mich ja lang genug kennen und auch ihre ganz bestimmten eigenen Vorstellungen haben, die Jungen und geben ihr Wissen weiter.
Auch das sich Unsinn abgucken hält sich sehr in Grenzen.
Die alten Hunde unterbinden zu viel Unsinn. Ich muß nur ran, wenn es sie nicht betrifft.
Zum Beispiel wenn Madoxx einen Vorhang runter reißt. :rolleyes:
Das interessiert die Alten nicht. Stellt er dagegen mit Ares die Wohnung auf den Kopf und saust übers Sofa und stört ihre Ruhe, steht irgendwann einer der Alten auf und Madoxx bekommt die Quittung für sein Verhalten. :girlhitboy:
Was nachhaltiger wirkt, als ich das jemals könnte.
 
Kommt sicher drauf an. Wenn man eine eingespielte Gruppe wie deine hat, ist das sicher so, bei mir hat Kira ihre eigenen Problemchen und will generell nichts von den anderen wissen und Enya war selbst erst 1 Jahr alt, als Murphy hier einzog. Also mit gegenseitig erziehen war da nix, dafür rastete Enya regelmäßig aus, wenn Murphy gebellt hat, weil sie dachte es passiert was ganz Schreckliches, wenn einer bellt. Das war recht interessant am Anfang. Beide zusammen haben auch tierisch an der Leine gepöbelt, auch wenn Enya das allein niemals machen würde. Also in meinem Fall hat sich die Ältere eher was vom Jungen abgeschaut, er sich seinerseits aber gar nichts von Enya, die so im Alltag sonst ein Traum ist. Kira war und ist unverträglich, also musste ich als Enya einzog sehr schauen, dass ich viel mit beiden getrennt gehe, damit das nicht abfärbt etc. Es ist schon mehr Arbeit, wenn man keine wirklich abgeklärten Althunde hat, die mit den Jungen auch noch was zu tun haben wollen. Inzwischen läufts hier recht harmonisch, aber das war definitiv Arbeit. Davon ausgehen dass einem der Ersthund auch nur ein bisschen Erziehung (außer vielleicht im innerartlichen Umgang) abnimmt, würde ich nicht.
 
Ich glaube auch das meine sehr zufrieden sind miteinander.
Sie erziehen sich gegenseitig und wenn Mira von Joker mal eine auf den Deckel kriegt, weil sie sich in ihrer Aufregung wieder nicht bremsen kann, dann wirkt das. Hält mindestens den ganzen Tag an. Prinzessin schleicht dann durch die Bude und meidet den Augenkontakt zu Joker bis der signalisiert: jetzt spielen. Dann ist natürlich wieder volle Kanone angesagt:D:freudentanz:

Natürlich hat Mira sich einige Eigenarten abgeschaut von den Großen. Von Amy das über die Schulter-Rolle machen:D
Von Joker die Kong-Macke und das abnormale Kuscheln.
Als Mira klein war, hatte die es nicht mit Kontaktliegen, gar nicht. Die hat aber von meinen Großen schnell gelernt, in Mama oder Papa reinkrabbeln ist toll:D:herzen:

Edit: Ja meine Weiber würden pöbeln an der Leine, aber auch jeder einzeln wenn ich nicht einschreiten würde. Amy ist so seit sie gebissen wurde und Mira hatte nach der zweiten Läufigkeit nix mehr vor mit Fremdhunden:rolleyes:
 
Edit: Ja meine Weiber würden pöbeln an der Leine, aber auch jeder einzeln wenn ich nicht einschreiten würde. Amy ist so seit sie gebissen wurde und Mira hatte nach der zweiten Läufigkeit nix mehr vor mit Fremdhunden:rolleyes:

Enya halt nicht, die ist alleine die Ruhe in Person und bleibt auch cool, wenn sie jemand anpöbelt. Wenn Murphy neben ihr meint Theater zu machen, kriegt sie aber total die Krise. Murphy pöbelt, Enya meint die Welt geht unter. Inzwischen geht es, weil ich Murphys Bellen als Signal für "Umdrehen und mich angucken" für Enya installiert hab. Ich hab den Hund bevor Murphy kam original nicht einmal bellen hören (edit: ist nicht ganz wahr, wenn ich sie beim Clickern extrem frustriert hab, kam schonmal ein Wüff, das ich auch unter Signalkontrolle gesetzt hab... Aber einfach so, nie). Murphy ist inzwischen alleine zu 95% still an der Leine, aber wenn Enya dabei ist, ists schwieriger für ihn (sicher auch wegen meiner geteilten Aufmerksamkeit), aber es wird. Der macht das imo auch nicht absichtlich, sondern wird einfach so aufgeregt, dass er nicht mehr anders kann. Der war anfangs völligst drüber und hat auch jetzt noch so seine Momente, wo das Spatzenhirn einfach aussetzt.
 
Ich habe vor einer Weile mal eine interessante Doku gesehen. Da wurde über die Unterschiede zwischen Hund und Wolf gesprochen. Ich glaub ich hab das hier schonmal woanders erwähnt. Unter anderem wurde die These vertreten, dass Hunde untereinander "unsozialer" geworden sind durch die Domestizierung.
Sie machten Versuche mit Wölfen und Hunden in Rudeln: Bei den Wölfen bekam das Alpha-Tier zu essen und ließ etwas für die anderen übrig. Jeder ließ etwas übrig bis der letzte gefressen hatte. Bei dem Hunderudel, in dem auch alle zusammenlebten und sich gut kannten, wurde vom Ersten alles weggeputzt und nix übrig gelassen für die anderen.
Die Schlussfolgerung war, dass der Hund sich im Lauf der Jahrhunderte näher an den Menschen heran entwickelt hat und mental/ emotional sozusagen weiter weg von seinen Artgenossen.
Ich habe keine Ahnung, ob man das so allgemein annehmen kann. Aber einige Verhaltensweisen, auch meines Hundes, könnte ich mir so durchaus erklären.

Ich finde es immer wieder überraschend, wie viele Hundebesitzer es gibt, die generell erstmal davon ausgehen, dass sich die Hunde untereinander verstehen werden, sei es auf der Straße unter sich fremden Hunden oder bei der Anschaffung eines Zweithundes ... sind doch schließlich Artgenossen ... und dann mit dem Kopf in in ihr Frühstück fallen, wenn sich zwei nicht ausstehen können.

"Keine Sorge, mein Hund tut keiner Fliege was" höre ich so oft, während ich aus dem Augenwinkel beobachte, wie die Distanzlosigkeit des Artgenossen an der anderen Leine Mila auf der Straße schon zu schaffen macht und der Besitzer gar nicht daran denkt, vielleicht einfach erstmal Abstand zu halten und es langsam angehen zu lassen. "Könnte aber sein, dass MEIN Hund DEINEN nicht leiden kann. Das weiß man nie." sage ich dann, wenn ich Zeit für eine Antwort finde, während ich mich bemühe, Mila schnell aus der ihr offensichtlich unangenehmen Begegnung heraus zu lotsen und den anderen Hund "loszuwerden". Aber das Thema "Tutnix" ist ja hier schon bekannt, wie ein bunter Hund :rolleyes: ... geht jetzt auch zu weit OT.

Ich gehe davon aus, dass die meisten hier bei der Anschaffung von Zeithunden auch mögliche Unverträglichkeiten wahrscheinlich in Betracht gezogen haben. Das ist aber nach meiner Erfahrung leider noch nicht die Regel und endet für manchen Hund dann auch schonmal mit der Abgabe.
Bei Bull Terriern höre ich nach meinem eigenen Empfinden überdurchschnittlich oft von Unverträglichkeiten mit anderen Hunden.
Kann aber subjektiv sein.
Als wir vor Jahren nach unserem ersten Bull Terrier auf der Suche waren, fanden wir ein wunderschönes Exemplar bei einem Züchter. Er war ein Rescue, den dieser aufgenommen hatte, weil er genug Platz und Zwinger hatte. Wir waren sofort verliebt in den Hund, nachdem wir ein bisschen mit ihm spielen durften. Er war ein echter Clown und ein total liebes Tier. Ein weißer Bull Terrier, gesund, muskulös, lebenslustig, kontaktfreudig und mit Sprungfedern in den Pfoten. Der Züchter sagte uns aber, das sei das einzige Tier auf dem Hof, das wir nicht haben können.
Warum nicht?
Er sagte, dieser Hund liebe Menschen, vor allem Kinder, sei aber 150% Artgenossen-unverträglich. Sobald ein anderer Hund auch nur in seine Nähe käme, entwickelte er Mordinstinkte und der andere Hund würde sehr wahrscheinlich mit seinem Leben oder mindestens schweren Verletzungen für diese Begegnung bezahlen. Da er es für nicht zu verantworten hielt, einen solchen Hund auf den öffentlichen Verkehr loszulassen, bekam der sein letztes Heim in einem sehr großen Zwinger auf dem Hof des Züchters. Manche scheinen tatsächlich einfach nicht für die Gesellschaft anderer Hunde geschaffen zu sein.
 
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