Wetter 2021 - wie wird es dieses Jahr?

  • lektoratte
Das meine ich doch überhaupt nicht. Sondern ständig diese Aussagen, dass die Feuerwehr und das THW nichts tun würden. Und diese Vorwürfe kommen auch von professionellen Tierrettern und Hilfsorganisationen.

Ah, entschuldige - das war ein Missverständnis! :fuerdich:

Da bin ich absolut deiner Meinung.
 
  • SaSa22
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Hi lektoratte :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • heisenberg
Meines Wissens nach gab es Hinweise zu den Angaben wieviel l/m2 Regen, der da runter kommen können. Und ja die Bürger können damit erst einmal nichts anfangen. Da hätte der Katastropenschutz informieren müssen, rechtzeitig. Vielleicht muss man auch hierzuland erst einmal solche Bilder sehen und es erleben um zu erkennen, was Wassermassen anrichten können.
 
  • Cornelia T
Also ich gebe offen zu, ich bin ein Schisser. Das bin ich auch mit voller Überzeugung denn das hat mir manches Mal geholfen.

Ich hab mmer den Wetterbericht im Auge und meine Apps. Wenn so eine Lage wie diese droht, habe ich immer eine Tasche mit Papieren und Notwendigstem gepackt.
Wenn es ernst aussieht steht das Auto griffbereit vor der Tür.
Ich bin auch immer die Warn App für meine Familie und telefoniere rum und informiere alle.
Mehr kann man nicht machen, aber das kann man machen.

Ich wohne weder in einem Überflutungsgebiet, noch in einem Gebiet in dem im Katastrophenfall
Bergbauschäden zu erwarten sind. Stürme/Tornados sind möglich. Da sind wir vor Jahren mal knapp davon gekommen.

Wir tun der Erde viel an und irgendwann kommt die Quittung.
Es wird seit Jahren von Renaturierung gesprochen. Das ist bitter nötig.
Wenn man sich die eingesperrten Flüsse, z. B. In Bad Münstereifel, Mayen etc. anschaut. Das Wasser kann nur hoch.
Es hat immer wieder Hochwasser in diesen Regionen gegeben.
Das letzte gravierende Hochwasser 1910.
Das Heute ist eine Katastrophe mit ansagen.
1910 war dort viel weniger und die Menschen hatten viel weniger. Auch deshalb ist die Dimension so enorm.
 
  • DobiFraulein
ja, wie gesagt
wie vorne schon geschrieben
Mit Überschwemmungen, Wassereinbruch etc. war zu rechnen.
Aber wer auch immer vor Ort war und berichtet hat, wie unglaublich unfassbar das ist, was da passiert ist.
Damit war einfach nicht zu rechnen.
 
  • DobiFraulein
Wenn es ernst aussieht steht das Auto griffbereit vor der Tür.
Die Straße stand zwischendurch 8 Meter unter Wasser

Und bei einem Tornado wollte ich auch nicht unbedingt mit dem Auto draußen unterwegs sein
 
  • Cornelia T
Die Straße stand zwischendurch 8 Meter unter Wasser

Und bei einem Tornado wollte ich auch nicht unbedingt mit dem Auto draußen unterwegs sein

Deshalb sag ich ja, mehr kann man nicht tun.
Außer in so einer Region nicht zu wohnen. Ich verstehe jeden dessen Heimat das ist. Der natürlich dort bleiben will.
Aber es ist definitiv riskanter als in anderen Gebieten.

Meine Schwester wohnt in Flussnähe Niers. Die weiß genau das ihr immer wieder der Keller voll laufen kann.
Gestern mussten Kühe von einer Weide bei Goch gerettet werden weil die Niers so angeschwollen war.
Ich bin heilfroh das der Fluß weiter renaturiert wird.
Gegen Widerstände und mit großem finanziellen Einsatz.

Zu dem Sturm, der uns damals getroffen hat.
Wir hatten unglaubliches Glück. Wir haben an einer Allee gewohnt.
Die Bäume sind rechts von uns in einen Garten und gegenüber in den Dachstuhl des Hausrs gefallen.
Unser Haus und mein davor geparktes Auto waren unbeschädigt.
Wir sind im Haus geblieben weil das am sinnvollsten war.
 
  • Dunni
Die Standardansage bei solchen Unwettern ist ja auch immer: bitte bleiben Sie daheim und verlassen das Haus nur wenn absolut nötig. Also abgesehen von denen, die sich einer Evakuierung widersetzten, sehe ich darin jetzt auch keinen Fehler.
 
  • matty
Am Freitag in der ARD hat übrigens der Wettetexperte verkündet und ausführlich anhand der Wetterkarte ausgeführt, dass zum WE in ganz DE keinerlei Extremwetterlagen mehr auftretenden.
Leider kam es anders.
 
  • snowflake
Meines Wissens nach gab es Hinweise zu den Angaben wieviel l/m2 Regen, der da runter kommen können.
Das stimmt allerdings, das war eine Katastrophe mit Ansage. Grade heute wieder in einer DLF-Diskussionssendung zum Thema wurde (nicht unbegründet mMn) in dem Zusammenhang von Systemversagen geredet. Mit einer Woche Vorlaufzeit warnten die Metereologen genau vor dem, was dann stattfand: ein riesiges Tief, das sich nicht von der Stelle bewegt und Unmengen an Wasser auf immer dieselbe Gegend schüttet.
Da hätte doch irgend jemand, der von Berufs wegen mit so was befasst ist, ob Katastrophenschutz oder Politik, mal in die Puschen kommen können, bevor alles zu spät war?
 
  • DobiFraulein
Da hätte doch irgend jemand, der von Berufs wegen mit so was befasst ist, ob Katastrophenschutz oder Politik, mal in die Puschen kommen können, bevor alles zu spät war?
ja, die hätten tatsächlich mal auf die Idee kommen können, dass viel Wasser auch viel anrichtet
Da bin ich absolut bei dir
 
  • Cornelia T
Der Katastrophenschhutz hat wohl die Kreise und Gemeinden gewarnt. Aber dann müssen die selber reagieren und das ist nur in begrenztem Umfang geschehen.

Es ist halt auch immer die Frage wie entscheidungsfähig und durchsetzungsstark die Entscheider sind.

Als Beispiel: Ich habe ja Stroke Units betreut. Da muß schnell und energisch entschieden werden.
Wer eine sehr erfolgreiche, aber auch riskante Therapie bei knapper Datenlage nicht in der Lage ist an zu ordnen ist da fehl am Platze.

Wer keine Verantwortung übernehmen will oder kann ist in solchen Situationen fehl am Platz.
Leider erkennt man das meist erst wenn es zu spät ist.
 
  • lektoratte
Meines Wissens nach gab es Hinweise zu den Angaben wieviel l/m2 Regen, der da runter kommen können.
Ich denke, das ist der Punkt: „können“ - aber nicht „werden an manchen Orte “.
Verarbeitet das Hirn anders.

Und, wie du schreibst - mit absoluten Zahlenwerten kann keiner was anfangen.

Ich habe fast mein ganzes Leben in Norddeutschland gewohnt, aber nie direkt an der Küste. Dennoch kann ich Sturmflutwarnungen und vor allem Sturmwarnungen besser einschätzen als Regen.
Aber: Es gibt für die Windstärken auch überall Beispiele für die Auswirkung.
Und sogar bei starken Hochwassern sagt der NDR für Hamburg oder betroffene Gebiete konkret an, was zu befürchten steht und wie man sich verhalten soll.

Das ist deutlich anschaulicher als „vereinzelt können extreme Mengen Regen bis x l / m^2 fallen”.
 
  • toubab
Seid ich hier den regen messe, weiss ich sehr wohl was die menge bedeuted, aber vorher, k.a.
 
  • Cito
Wir hatten großes Glück und unser Dorf liegt nur am Rand der Schadensgebiete. Aber auch unser Dorfbach hat bei vielen einen großen Schaden angerichtet und das Aufräumen dauert auch hier noch an. Allerdings muß ich der Feuerwehr, der DLRG und unserem Stromversorger wirklich für ihre tolle Arbeit danken und ich bin froh und dankbar, daß wir seit gestern wieder Strom haben.
 
  • Paulemaus
Wo sollte man auch hingehen? Wenn ich so eine Warnung bekomme und NICHT evakuiert werde, wie weit soll ich denn fahren mit Hunden und Hühnern? Mit Hühnern ins Hotel oder was?
Wenn die Gemeinde evakuiert aufgrund einer Warnung: ja klar. Aber nur wegen einer App pack ich doch keinen Laster voll

Immer ins Landesinnere bei Wasser. Die Amis bereiten sich auf solche Notfälle vor. Überlegen, wie welches Tier im Krisenfall transportiert wird. Transportboxen bekleben sie mit Kopien von Papieren der Tiere. Das sollte griffbereit sein, bevor eine Katastrophe ansteht. Dann muss nur noch der Wassernapf gefüllt werden. Zumindest sind das die Empfehlungen von TSV in Gebieten mit möglichen Naturkatastrophen.

Für Tiere, die nicht mitgenommen werden können, Fluchtwege schaffen (bei Wasser möglichst weit nach oben, Futter
und Wasser für mehrere Tage hinstellen.)

Ich habe einen Heidenrespekt vor den Kräften des Wassers und würde lieber ein mal zu viel evakuieren als ein mal zu wenig. Insbesondere nachdem ich 1979 glücklicherweise eine Nacht im Auto in einem höher gelegenen Dorf verbracht habe anstatt im Caravan direkt am Meer. Das war heftig.
 
  • lektoratte
"Ins Landesinnere" ist glaube ich bei Hochwasser aus Flüssen zu pauschal gesagt. An der Küste ist es klar, aber ich denke, an der Küste stellte sich für @Crabat als "Küstenkind" diese Frage auch nicht. Da hat man irgendwann eine klare Vorstellung, was passieren kann und wo man sich dann wie hinbegeben muss.

Vermutlich ließe sich "ins Landesinnere" hier durch "bergauf" oder "raus aus dem Gebirge" ersetzen. "Raus aus dem Regen" hilft nur, wenn das nicht flussabwärts von dem Ort liegt, wo es regnet.

Ich denke, es ist auch müßig, darüber nachzudenken, solange es so ist, dass eben nicht verständlich und mit Vorlauf gewarnt wurde und keine klaren Pläne existieren, was im Katastrophenfall zu tun ist.

Vorhin kam im Radio etwas über den Einsatz von Sirenen, und dass die Bürger diese gar nicht mehr "erkennen" würden.

Dazu kann ich nur sagen: Jein. In NDS auf dem platten Land hatten wir die auch noch, als sie anderswo schon weitgehend abgeschaltet waren, also natürlich kenne ich das Signal "Fernsehen oder Rundfunk einschalten". Aber wenn Fernsehen oder Rundfunk oder auch Mobilfunk wegen des Wetters schon nicht mehr geht, und im öR Radio nur die Durchsage "vereinzelt kann es zu Starkregenereignissen bis x Liter pro qm kommen" zu hören ist, und eben nicht klar geregelt ist, wohin man sich nach Alarm begibt, wenn keine weiteren Infos vorliegen - ja, was dann?

Natürlich hätten Sirenen allein nicht ausgereicht. Aber der Rest war ja anscheinend auch etwas dürftig.

Übrigens, Anmerkung am Rande: Ich hatte an meinem Iphone die Ortungsdienste ausgeschaltet, weil die erstens viel Strom und zweitens absurd viele meiner persönlichen Daten ziehen. - Allerdings habe ich vorgestern mit Verspätung gemerkt, dass NINA dann nicht mehr funktioniert und vieles andere auch nicht. :rolleyes:
 
  • DobiFraulein
Vermutlich ließe sich "ins Landesinnere" hier durch "bergauf" oder "raus aus dem Gebirge" ersetzen. "Raus aus dem Regen" hilft nur, wenn das nicht flussabwärts von dem Ort liegt, wo es regnet.
Ich denke, 'ins Landesinnere' lässt sich in dem Fall (Flusstäler) übersetzen mit 'so hoch wie möglich'.

Jo, mit viel Glück wäre dir dann nicht der Berg unterm Hintern weg gerutscht.

So wie du schreibst, es ist müßig...
Die Behörden hatten wohl Warnungen. Aber wenn es selbst die nicht für notwendig hielten, frühzeitig zu evakuieren, kann man doch kaum vom einzelnen Bürger erwarten, das Risiko absehen zu können.

Zumal das nicht der erste Starkregen die letzten Jahre war... bisher ohne diese verheerenden Folgen
 
  • lektoratte
Zumal der wie gesagt ja auch sehr eng örtlich begrenzt auftreten kann.

Wir hatten hier in diesem Sommer mindestens 3 Warnungen vor dieser, und einmal hat es dabei dann auch tatsächlich geregnet.

Aber ich weiß halt nicht, wie genau diese europäischen Vorhersagen und Warnungen waren, von denen es hieß, deren Dringlichkeit sei irgendwo untergegangen, sodass sie vor Ort nie ankamen.

Wenn es solche Vorhersagen in sinnvollem Umfang gab, und sie nicht beachtet wurden - dann sollte man allerdings genau prüfen, woran es gelegen hat und wie man verhindern kann, dass das wieder geschieht.
 
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