Russlands Krieg in der Ukraine

  • heisenberg
Deutsche Bürokratie halt, mich wundert das ja nicht :(.
 
  • SaSa22
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Hi heisenberg :hallo: ... hast du hier schon mal geguckt?
  • helki-reloaded
Na ja, eine Förderung erneuerbarer Energien war die letzten 16 Jahre in D politisch nicht gewollt - das ist jetzt das Ergebnis.

Irgendwer wird die entsprechenden Politiker (die auch nie einen Hehl draus gemacht haben, dass sie wenig bis gar nichts von den EE halten) auch immer wieder gewählt haben.

Man selbst (mich schließe ich da ausdrücklich nicht aus) hat die "Vorzüge" der billigen Energie - trotz bereits erkennbar laufender Klimakrise - ja auch nur zu gern eingestrichen und tut es heute noch und täte es auch auf unbestimmte Zeit weiter, wäre der Krieg in der Ukraine nicht (oder wäre der irgendwo weiter weg).
 
  • heisenberg
Also ich habe vor 10 Jahren eine Förderung bekommen.
 
  • Paulemaus
Da würde ich mich wirklich beraten lassen. Wärmepumpen machen eigentlich nur wirtschaftlich Sinn bei Niedrigenergieheizungssystemen (wie Fußbodenheizung) und wärmeisolierten Gebäudefassaden mit 3-fach Verglasung etc.

Das ist bei uns vorhanden. Wir haben beim Kauf letztes Jahr darauf geachtet, dass das neue Haus energetisch gut aufgestellt ist. Unsere Energiewerte sind A und B, also schon jetzt sehr gut.
 
  • Paulemaus
Und warum...
Weil alle so dumm und kurzsichtig waren sich energietechnisch von Wladimir I. abhängig zu machen...:rolleyes:
Aber vielleicht bewirkt das endlich, das die Erweiterung der alternativen Energiegewinnung voran getrieben wird.
Allein, die Hoffnung stirbt zuletzt....

Deswegen ist die Bereitschaft der anderen EU-Länder auch relativ gering, D mit Energie zu unterstützen. Wenn ich es richtig weiss, ist ausser D nur noch Österreich so abhängig vom russischem Gas.
 
  • helki-reloaded
Also ich habe vor 10 Jahren eine Förderung bekommen.

Das ist wirklich schön für dich.

Gemeint habe ich aber die breite nationale Ebene. Da habe ich mich wohl nicht klar ausgedrückt - mein Fehler. Und auf nationaler Ebene wurden die EE in den letzten 16 Jahren wenig bis gar nicht gefördert - sonst wären wir heute sehr viel weiter. Ganz im Gegenteil, es wurden ganze Branchen im EE-Sektor (mMn bewusst) vor die Wand gefahren.
 
  • heisenberg
Das ist wirklich schön für dich.

Gemeint habe ich aber die breite nationale Ebene. Da habe ich mich wohl nicht klar ausgedrückt - mein Fehler. Und auf nationaler Ebene wurden die EE in den letzten 16 Jahren wenig bis gar nicht gefördert - sonst wären wir heute sehr viel weiter. Ganz im Gegenteil, es wurden ganze Branchen im EE-Sektor (mMn bewusst) vor die Wand gefahren.
Also jeder in D, der vor 10 Jahren und davor Photovoltaik aufs Dach gebaut hat, hat diese sehr lukrative EEG Zulage bekommen.
 
  • heisenberg
Das ist bei uns vorhanden. Wir haben beim Kauf letztes Jahr darauf geachtet, dass das neue Haus energetisch gut aufgestellt ist. Unsere Energiewerte sind A und B, also schon jetzt sehr gut.
Das ist doch bestens :dafuer:
 
  • helki-reloaded
Also jeder in D, der vor 10 Jahren und davor Photovoltaik aufs Dach gebaut hat, hat diese sehr lukrative EEG Zulage bekommen.

Ich muss mich wohl immer noch nicht klar genug ausgedrückt haben und bitte dies zu entschuldigen.

Die Branche der Erneuerbaren Energien (will meinen, der Industriezweig an sich) wurde in den letzten 16 Jahren im Vergleich zur auf fossilen oder strahlenden Rohstoffen basierenden Energiebranche stiefmütterlich behandelt* (und mMn sogar gezielt torpediert) - besonders in der schwarz-gelben Regierungsphase - und Medien und Gesellschaft haben, das Narrativ des teuren Ökostroms nachbetend, willig mitgezogen.

____
*gemeint ist: u.a. ständige Kürzungen von Zulagen und Subventionen (in einem Umfang und in einem Tempo, in dem das in anderen Branchen nicht passiert); immer neue Vorschriften, die für Planungsunsicherheit gesorgt haben und so manches größere Projekt und Investitionen verunmöglichten und Firmen haben abwandern oder in die Insolvenz gehen lassen (übrigens ganz ohne irgendwelche Entschädigungen, die den Unternehmen aus der fossilen Ecke bei Abschaltung o.Ä. zugesichert werden)
 
  • lektoratte
@helki-reloaded

In den letzten Jahren wiederum muss sich allerdings zumindest in NDS erheblich etwas getan haben - im Neubaugebiet neben unserer (älteren) Siedlung und überhaupt im ganzen Dorf und in den Orten ringsum gib es kaum noch neuere Bauten (aus dem letzten 5, 6 Jahren) ohne massive Photovoltaik auf dem Dach.

Ich weiß aber nicht, ob das etwas regionales ist. Hier ist PV etwas seltener zu sehen (die Dächer sind auch kleiner), aber es wird hier kein Haus mehr mit eigenem Gasanschluss gebaut. Die Neubauten haben alle entweder Fernwärme (auch Fossil, aber effizienter) oder sehr oft auch Wärmepumpen.

Gibt aber leider immer noch viel Altbestand.
 
  • Paulemaus
Wenn mich meine Erinnerung nicht komplett täuscht, sind doch in D viele PV-Firmen pleite gegangen und mittlerweile kommen die Teile aus Asien. Lag das an der (vielleicht eingestellten?) Förderung?

Ich befürchte, die Abhängigkeit von Asien wird uns ähnlich bitter auf die Füße fallen wie die Abhängigkeit von Russland.
 
  • Lucie
Ja und noch schlimmer wird es bei Lebensmitteln, man kann nur beten dass schleunigst ein Umdenken geschieht.
 
  • DobiFraulein
Äh - die Abhängigkeit von Asien bei Elektronischen Produkten wird uns nicht in Zukunft bitter auf die Füße fallen…
 
  • Paulemaus
Im.Moment fehlt noch "nur" Material, das nicht überlebensnotwendig ist. Es ist doof, dass z.B. Kabelbäume fehlen und natürlich wird das die Wirtschaft beeinträchtigen. Wir sind aber nicht nur im elektronischen Bereich abhängig. Richtig ernst wird es, wenn die Medikamtenindustrie nichts mehr bekommt.

Es ist schon übel, wenn egal was Du kaufen möchtest, Du fast nur chinesische Ware findest. Auch im Tierzubehörbereich z.B. und super imitiert.
 
  • Paulemaus
Ja und noch schlimmer wird es bei Lebensmitteln, man kann nur beten dass schleunigst ein Umdenken geschieht.

Spätestens, wenn das Heizen im kalten Winter Luxus wird, werden die Menschen umdenken müssen. Ich kenne noch die Zeit, als das Alltagsleben in der Küche statt fand und die gute Stube nur an besonderen Anlässen geheizt wurde.
 
  • sleepy
Genau so einen Holzherd hatte meine Oma - und mein Vater wurde ausgelacht und für verrückt erklärt, als er den damals nicht verschrottet, sondern stattdessen im Keller in unserer Waschküche aufgestellt und an den Kamin angeschlossen hat. 'Für alle Fälle..."

Seitdem diente er zwar "nur" als dekorative Ablage fürs Waschpulver usw., aber er ist voll einsatzbereit. Und nie war seine Reaktivierung so wahrscheinlich, wie jetzt. Jedenfalls zahlen wir gern die paar Euro im Jahr für diesen Ofen-Anschluß an den Schornsteinfeger. Das wird sich möglicherweise schon bald als gute Investition herausstellen, glaube ich.
 
  • snowflake
Ich bin mit so einem Küchenherd aufgewachsen, und er war tatsächlich alles, was es in der kleinen Wohnung an Heizung gab.
Wir hatten allerdings auch keine "gute Stube".
 
  • helki-reloaded
Wenn mich meine Erinnerung nicht komplett täuscht, sind doch in D viele PV-Firmen pleite gegangen und mittlerweile kommen die Teile aus Asien. Lag das an der (vielleicht eingestellten?) Förderung?

Genau. Die Firmen hat es gerissen und mit diesen Firmen und dem damit verbundenem Know-how etc. wären wir mMn heute in Sachen Erneuerbare Energien schon um einiges weiter - aber eben das war politisch und zu einem nicht unerheblichen Teil auch gesellschaftlich (wegen des teuren, teuren Ökostroms) mMn nicht gewollt.
 
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