Geschichte aus unsrem Lebne Teil VI

  • Tyson
Hallo Ks`ler,
es hat zwar diesmal etwas länger gedauert,aber eingefleischte Leser wissen auf die Geschichten meiner Frau zu warten,also hier nochmal eine amüsante Story für Euch alle*lol*!!!

Sunny lag gelangweilt auf der Fensterbank. Draußen war es kalt und drinnen war es langweilig. Daniela, Markus und Tyson waren vor drei Tagen aufgebrochen in aller frühe und bisher nicht zurückgekommen. Auch Murphy war weg. Sie wusste nicht, ob sie sich freuen sollte oder ob er ihr fehlte. Sie verschob diesen Gedanken erst einmal und zog es vor, sich weiter zu langweilen.
Die letzten drei Tage war Sascha, ein Freund von Markus und Daniela, hier gewesen. Er war ganz O.k. Er gab ihr immer etwas zu essen wenn sie wollte und er krauelte sie auch, wenn sie bei ihm ankam. Er schimpfte auch nicht, als sie ihm eine Maus brachte. Auch nicht, als er sie fangen musste. Sunny war jetzt vollkommen davon überzeugt, dass Männer nicht dazu geeignet waren, Mäuse zu fangen. Nach der Vorstellung von Sascha und den bisherigen Versuchen von Markus, hatte sie beschlossen, dass es hoffnungslos war. Also nur noch tote Mäuse. Sie selber hatte sich ganz nach oben auf ihren Katzenbaum, der fast bis zur Decke ging, gelegt und sich Saschas Versuche, die kleine Maus zu fangen angeschaut. Die Maus rannte von einer Seite des Wohnzimmers auf die andere. Sascha, ein etwa 190 cm großer Kerl, krabbelte auf allen Vieren hinterher und schwang seine tellergroßen Hände. Bummm, schon wieder danebengehauen. Ab und zu fragte er: „ Sunny willst du mir nicht mal helfen?“ Aber Sunny hatte die Maus doch für ihn gefangen!
Nö, entschied sie und schaute weiter gespannt zu. Sascha trieb die Maus Richtung Katzenbaum. Schön blöd, dachte Sunny, gleich ist sie unter dem Sofa. Aber er übt ja schließlich noch!
Sofort war die Maus unter dem Sofa verschwunden. Sascha stand auf und raufte sich die Haare. „Und nu?“ fragte er und schaute Sunny fragend an. Na, Jungelchen, miaute sie, Sofa hochheben und weiter jagen. Sunny war hoch erfreut, als Sascha ihren Rat befolgte, das Sofa hochstemmte und mit dem Fuß nach der Maus trat. Nun ist die Kerl schon so groß und hat so lange Beine und kommt trotzdem nicht an die Maus, dachte Sunny. Sie war schwer enttäuscht. Auch seine großen Füße halfen Sascha nichts. Wenn ich so große Füße hätte, dachte Sunny, das wäre schön. Wieviele Mäuse ich damit bekommen würde! Einfach über eine Wiese laufen und alle hin. Sunny fing bei dem Gedanken an zu schnurren.

Na ja, er hat die Maus dann ja doch noch nach ca. einer Stunde gefangen. Er hat sie dann nach draußen gesetzt und alles war wieder ruhig. Sunny legte sich auf seinen Schoß und schlief. Ab und zu, denn sie wollte Sascha nicht zu doll verwöhnen, grub sie ihre Krallen in sein T-Shirt und blinzelte ihn dabei lieblich an.

Sie hatte schon erwartet, dass Sascha sich zwar alle Mühe gab, lieb zu ihr zu sein, aber ein paar Feinheiten mussten noch vorgenommen werden. So zum Beispiel die Mahlzeiten. Auch wenn er ihr über Tag immer etwas zu essen gab, so konnte sie auf keinen Fall und unter gar keinen Umständen zulassen, dass das Frühstück zu spät serviert wurde. Spätestens, aber auch allerspätestens um 8.00 Uhr wurde gefrühstückt. Selbst Markus hatte sie das schon beigebracht.
Sunny rannte ins Schlafzimmer und fand Sascha schlafend vor. Die Dunstwolke von Alkohol kannte sie bereits von Markus. Hoffentlich ist Sascha nicht auch so mürrisch, nachdem er was getrunken hatte. Sie musste sowieso noch etwas mit Sascha klären: Er war hier, um ihr Gesellschaft zu leisten und nicht, um die halbe Nacht weg zu sein! Das musste sie ihm auch noch klar machen!
Also sprang sie zu ihm ins Bett und tigerte vorsichtig über seine Beine, seinen Bauch, seine Brust bis hin zum Gesicht. Sie schnurrte, da sie sich auf ihr Frühstück freute. Ein bisschen mit den Barthaaren kitzeln und er würde aufwachen, dachte Sunny, aber Fehlanzeige!
Der schnarchte ruhig weiter! Empört schlug Sunnys Laune um. Na warte! Dann eben anders! Schlimmer als Markus nach einer durchzechten Nacht kann keiner sein und selbst bei dem bekomme ich mein Frühstück!!
Also tigerte Sunny wieder über Saschas Körper zurück. Bis zu seinen Füßen. Ach so, ein Sockenschläfer, dachte Sunny und besah sich die Socke. Jetzt kannte sie keine Gnade mehr. Wer sich zwischen ihr und ihrem Frühstück stellte, hatte einfach keine Gnade verdient. Frühstück ist ja schließlich die wichtigste Mahlzeit vom Tag.
Sie beschloss, ein wenig mit Sascha zu spielen, das würde das ganze spannender machen. Also, einmal mit der Pfote an den Fuß getippt und ... genau das passierte, was sie erwartet hatte. Sascha zog den Fuß unter die Bettdecke. Jetzt hieß es ANGRIFF!
Sunny legte sich blitzschnell neben die Decke, schob ihre Pfote darunter und hangelte mit ausgefahrenen Krallen nach Saschas Fuß. Das Problem bei den Sockenschläfern, Daniela gehörte auch manchmal zu dieser Sorte, war, dass Katzen mit ihren Krallen hängen blieben. Sunny verfluchte diese Sockenschlafer insgeheim und nahm es auch Daniela übel, dass sie diese Unart hatte. Ohne Socken hätte sie ganz locker ihre Krallen in die zarte Fußhaut gehauen und alle wären glücklich, aber so... Sunny hangelte weiter und fühlte etwas an ihrer Pfote. Blitzschnell packte sie zu. Was nun geschah, war wirklich nicht ihre Schuld!
Sascha schrie auf und schlug um sich. Dabei erwischte er die Nachtischlampe. Sie fiel laut scheppernd zu Boden. Natürlich nicht, ohne auch noch den Rest der Sachen, die auf dem Nachtischchen standen mit runterzureißen. Er schrie immer noch. Sunny rückte brüskiert ein Stückchen zur Seite. Was ist denn nu los? Männer! Ich habe doch bloss...
Weiter kam Sunny nicht, denn Sascha schob die Decke beiseite und hielt sich die Innenseite seines Oberschenkels.
„Du ...Du....“, fluchte Sascha und sah Sunny an. Seine Augen waren noch rot, was wohl auf wenig Schlaf zurückzuführen war. Geh mal früher ins Bett, dachte Sunny und blinzelte ihn mit ihren großen runden Augen verträumt an. Außerdem musst du lieb zu mir sein. Daniela wird sonst ganz doll böse mit dir. Selbst Markus war in Danielas Gegenwart immer sehr zuvorkommend zu Sunny. Und deshalb verlangte sie auch von Sascha, dass er, auch wenn Daniela nicht hier war, lieb zu ihr war. Und vor allem, dass er pünktlich das Frühstück machte!
Sunny staunte etwas, denn so weit hatte sie die Pfote gar nicht unter die Decke gestreckt, dass sie Sascha am Oberschenkel erwischt hatte. Woher sollte sie denn wissen, dass er das eine Bein angezogen hatte? So schläft man ja schließlich auch nicht! Man sortiert ja schließlich seine Beine, bevor man sich zum Schlafen hinlegt! Aber warum sollte sie sich darüber Gedanken machen. Sie wollte frühstücken und sonst nichts. Also Sascha, auf geht´ s!
Sunny sprang vom Bett und lief schon einmal zur Treppe. Moment mal, warum brauchte der denn so lange. Misstrauisch rannte sie wieder zurück ins Schlafzimmer. Der hatte sich doch tatsächlich wieder hingelegt!! Sogar die Decke hatte er über den Kopf gezogen! Na warte, das nützt dir auch nichts!
Sunny lief um das Bett. Kläglich maunzend. Immer schriller wurde ihr Gejammer. Nachdem sie das Bett zwei Mal umrundet hatte, setzte sie sich auf die freie Betthälfte. Genau auf die Höhe, wo Saschas Kopf liegen musste und maunzte weiter.
Endlich lüftete Sascha die Bettdecke ein wenig und sie konnte ein Auge von ihm sehen. Sofort hörte sie auf zu maunzen und fing laut an zu schnurren. Selbstverständlich vergewisserte sie sich beim ersten Blick, ob Sascha jetzt den gleichen tötenden Blick wie Markus in den Augen hatte, wenn sie den aufforderte, sie nach einer langen Nacht morgens zu füttern, aber keine Gefahr.
Wie bereits erwähnt, hatte Sascha noch leicht rote und verquollene Augen, aber keine Spur von Mordlust.
Einen Arm streckte Sascha nun auch noch aus der Decke und streichelte Sunny. „Schön leise sein, Muschi“, nuschelte er und krauelte sie weiter. Hey, nicht wieder einschlafen! Protestierte Sunny. Der schläft doch tatsächlich wieder ein!
Also so etwas rücksichtsloses hatte sie ja noch nicht erlebt! Jetzt kommt die gemeine Tour. Selbst Daniela rastete dabei aus! Letztens hatte Daniela nach ihr geschlagen! Wenn die immer alle so verschlafen sind!!! Was sollte sie denn anderes tun? Etwa verhungern????
Neben Daniela könnte eine Bombe hochgehen, die würde weiterschlafen!
Also, schlich Sunny wieder zu Saschas Füßen. Sie hangelte ganz vorsichtig nach seinem Fuß. Endlich hatte sie einen. Dann schob sie langsam und vorsichtig die Bettdecke beiseite. Der Fuß lag nun vor ihr. Eingehüllt in eine dünne Wollsocke. Sunny schaute sich noch einmal vorsorglich nach einen möglichen Fluchtweg um. Ah ja, alles klar. Dann nahm sie maß und ....
Sie schlug ihre Pfoten um Saschas Fuß, hielt diesen mit ihren Krallen fest und biss so fest sie konnte in den großen Zeh. Aus Erfahrung wusste sie, dass es viel wirkungsvoller war, nicht auf den Nagel zu beißen, sondern genau da drunter, also dort, wo das Nagelbett anfing. Ihre kleinen feinen Zähnchen gruben sich tief und fest in den Zeh. Sascha schrie auf und versuchte, seinen Fuß wegzuziehen, aber dadurch wurde alles nur noch schlimmer. Sunny wollte ja schon loslassen, aber leider musste Sascha ja Socken tragen! Sie verfing sich mit den Krallen in dem Stoff und hing an dem nun zappelnden Fuß. Sascha versuchte die Katze abzuschütteln, aber das ging ja nicht. Endlich bekam Sunny ihre Krallen frei. Leider hatte Sascha gerade den Fuß hochgerissen. So flog sie quer durch das Zimmer. Hinter dem Bett kam sie auf den Boden.
Nachdem Sascha kurz seinen schmerzenden Fuß begutachtet hatte, robbte er zum Bettrand, um nach Sunny zu sehen. Sie hatte ja immerhin einen Flug von ca. 2 m hinter sich.
Sie saß auf dem Fußboden und hatte ihm den Rücken zugedreht. Ihre Nase hatte sie würdevoll nach oben geneigt. Sie hatte nicht vor, Sascha anzusehen. Zu tief war die Enttäuschung über seine Tat. Sie wollte nichts mehr von ihm wissen. Und petzen würde sie auch!
Dann brauchte er gar nicht mehr hier ankommen. Daniela würde ihn würgen bis er pfeift, versicherte sich Sunny selbst. Pah!

„Katze, alles in Ordnung?“ fragte Sascha, der sich nicht sicher war, ob Sunny verletzt war. Er hatte ein etwas schlechtes Gewissen, weil er die Katze so brutal entfernt hatte. Vielleicht hatte sie sich ja wehgetan. „Oh Muschi“, versuchte er es erneut. Aber nix. Da kam ihm eine Idee. Vielleicht konnte er sich bei Sunny mit etwas Leckerem zu futtern wieder einschleimen. Tiere seien ja schließlich so. Ein Leckerli und alles ist gut. Sascha sprang aus dem Bett, humpelte die Treppe runter in die Küche.
Na wenigstens hatte er jetzt kapiert, was ich will! dachte Sunny und machte sich erhobenen Hauptes auf den Weg in die Küche. Natürlich nicht zu schnell, denn sie musste ja schließlich die Würde wahren.


Grüße an alle

Tyson
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
Hi Tyson :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • Alexis
Hallo Ty,

*lachschlapp*
von Sabina und mir vielen Dank an Daniela.

Freuen uns schon wieder auf den nächsten Teil!!!

Liebe Grüße
Alexis und Sabina
 
  • Sunny73
*lachtot* Die ist zu süss Eure Sunny... Na dann mal eine große Vorfreude auf die nächste Geschichte *lol*

Liebe Grüße

Sunny


Melanie & Staff-Bull Darius


Mail to: SunnyHH@gmx.net
http://www.sunny73.de.vu
 
  • Beckersmom
Ich lieg immernoch in der Ecke und lache, lache, lache..
Sunny hat doch wohl nicht Saschas "3. Bein" erwischt ???? *kreisch*

Warte dringend auf die Fortsetzung .....

Liebe Grüße

Beckersmom
 
  • Marion
Hallo Daniela,

*immernochdenbauchhaltevorlachen*

Und dann heißt es, unsereins hätte kampfhunde, ich wüßte da jemandem, zu dem der Prefix viel besser passen würde *gggggg*

Freue mich schon auf den nächsten Teil




Marion, Tau & Tiptoe
 
  • pitterinchen
*tränenindenaugenhabvorlachen*

Klasse Daniela. Freu mich, das es weitergeht mit den Geschichten. Danke!!!!!

mom: das selbe ging mir auch durch den Kopf


lachende Grüße


pitterinchen

 
  • samaya
Hey klasse:)
das mit dem Mäusefangen kommt mir irgendwie bekannt vor ...
Samaya
 
  • Paula
Hi Tyson und Daniela,
hoffendlich werden diese Geschichten nicht von unseren "lieben" Politikern gelesen !!!
Sonst heißt es demnächst noch
-Leinen und Maulkorbzwang-
für alle Katzen.

Bin schon sehr gespannt wie es weitergeht
lachende Grüße
Paula
 
  • Strawberry
Hallo Tyson,

war wieder schön die Geschichte.
Wenn Tyson und Murphy dabei sind ist´s aber witziger. *lol

Bis dann
Sylvia & Kira
 
Wenn dir die Beiträge zum Thema „Geschichte aus unsrem Lebne Teil VI“ in der Kategorie „Geschichten & Gedichte“ gefallen haben, du noch Fragen hast oder Ergänzungen machen möchtest, mach doch einfach bei uns mit und melde dich kostenlos und unverbindlich an: Registrierte Mitglieder genießen u. a. die folgenden Vorteile:
  • kostenlose Mitgliedschaft in einer seit 1999 bestehenden Community
  • schnelle Hilfe bei Problemen und direkter Austausch mit tausenden Mitgliedern
  • neue Fragen stellen oder Diskussionen starten
  • Alben erstellen, Bilder und Videos hochladen und teilen
  • Anzeige von Profilen, Benutzerbildern, Signaturen und Dateianhängen (z.B. Bilder, PDFs, usw.)
  • Nutzung der foreneigenen „Schnackbox“ (Chat)
  • deutlich weniger Werbung
  • und vieles mehr ...
Oben Unten