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Europawahl 2019 - wie waehlt die KSG?

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  1. CDU

    2 Stimme(n)
    5,3%
  2. SPD

    0 Stimme(n)
    0,0%
  3. FDP

    4 Stimme(n)
    10,5%
  4. AfD

    2 Stimme(n)
    5,3%
  5. Die Gruenen

    8 Stimme(n)
    21,1%
  6. Die Linke

    1 Stimme(n)
    2,6%
  7. Tierschutzpartei

    5 Stimme(n)
    13,2%
  8. Die Partei

    10 Stimme(n)
    26,3%
  9. Piraten

    1 Stimme(n)
    2,6%
  10. Freie Waehler

    1 Stimme(n)
    2,6%
  11. Sonstige

    2 Stimme(n)
    5,3%
  12. Ich gehe nicht waehlen

    2 Stimme(n)
    5,3%
  1. So radikal würde ich es jetzt nicht formulieren :lol: Aber ja, AKK strahlt seit längerem mit Aussagen, die man ohne zögern rechtspopulistisch nennen kann. Ich erinnere mich an die Karnevalsrede, bei der sie fragte, ob das Dritte Geschlecht Männer sind, die nicht wissen, ob sie sich beim pinkeln hinsetzen müssen oder noch stehen dürfen. Sicherlich war das scherzhaft gemeint - trotzdem war es nach meinem Empfinden ein Schlag ins Gesicht für alle Betroffenen. Sowas erwarte ich von einem parteilosen Büttenredner oder am Dorfstammtisch, aber nicht von der Vorsitzenden einer etablierten Partei.
     
    #61 Meizu
  2. Die Angst vor morgen und den damit verbundenen Veränderungen scheint eine menschliche Urangst zu sein. Kollektiv wird die nur dann ausgehebelt, wenn alles in Trümmern liegt und es nicht mehr schlimmer, sondern nur besser werden kann. Wenn ein gewisser Zufriedenheitsgrad erreicht ist, kommt die Angst vorm Abstieg bei zu vielen Menschen automatisch. Populisten nutzen das für ihre Zwecke aus, indem sie diese Ängste gezielt schüren und eine Wagenburgmentalität fördern.

    Alles soll bitteschön so werden, wie es Opa und Oma aus ihrer Zeit erzählten, aber besser als denen soll es mir persönlich natürlich schon gehen - quasi die Quadratur des Kreises :sarkasmus:

    Regionen passt vielleicht besser.

    Unsere Nationalstaaten sind ohnehin nicht so homogen, wie die Nationalisten das vorgaukeln. Die Staaten sind durch diverse Kriege und Heiraten zusammengebastelt; Rücksicht auf regionale Zugehörigkeit der Bevölkerung hat dabei noch nie jemand genommen. Ein Bayer ist erstmal ein Bayer, ein Baske ein Baske, ein Wallone ist zwar Belgier, will aber um Himmels Willen nicht mit den Flamen in einen Topf geworfen werden, usw. Im Elsass war die Hölle los, als es per Strukturreform mit Lothringen und Champagne-Ardenne zur Region Grand Est zusammengezwungen wurde. An den Ortsschildern sind heute noch die Trauerstreifen befestigt. Kann man idiotisch finden - aber Hamburg und Bremen wollen genauso wenig eins werden oder gar von Niedersachsen "geschluckt" werden...
     
    #62 Fact & Fiction
  3. Alleine wenn man sich unser Land zur Zeit der Bauernkriege ansieht. "Feudale Schuppenflechte", nannte das mal jemand. Ein Flickenteppich der seines Gleichen suchte :lol:

    Aber ich finde derartige Kultur auch nicht schlecht zu erhalten. Ich mag ja den ländlichen Raum und die damit verbundenen Identitäten sehr. Aber mir kommt es oft so vor, als wenn "die Rechte" denken würde, dass jeder der freiheitlich und global denkt, ihnen ihren Trachtenverein wegnehmen will. Traurig kommt hinzu, dass vor allem diejenigen, die noch einen deutlichen Schritt weiter rechts sind (also rechtsextrem, rechtsradikal) meistens relativ wenig zu der Kultur beitragen, die sie in Gefahr sehen. Statt vor Überfremdung zu warnen, sollte man im örtlichen Kulturverein doch besser Kindern Plattdeutsch beibringen oder ehrenamtlich im Moormuseum helfen. Das macht aber im Normalfall kein Ultrarechter.
     
    #63 Meizu
  4. Hmmmm, genau diese Szene hat das sehr wohl für sich entdeckt und ist zB im "Bio- Sektor" unterwegs und agiert gezielt in untergehenden Dörfern im Osten vorallem (aber auch im Allgäu). Und viele der Dorfbewohner checken das nicht, oder zu spät.
    Völkische Siedler...Anastasia Anhänger, usw.
     
    #64 Crabat
  5. Man beachte den Bürgermeister der ganz happy ist über die "Ökos", ohne zu wissen (angeblich!) mit wem er es zu tun hat:
     
    #65 Crabat
  6. Russische Esoterik :lol:
     
    #66 guglhupf
  7.  
    #67 matti
  8. Meiner Meinung nach darf man nicht den Ethnopluralismus der "Neuen Rechten" und deren Parteien mit Traditionsbewusstsein und dem Erhalt regionaler Unterschiede verwechseln. Das sind völlig verschiedene Ansätze.

    Es ist auch sinnlos, sich einzelne Punkte aus dem Programm rechter Parteien herauszupicken.

    Man muss sich die Frage stellen, gehe ich mit dem Gesellschafts und Menschenbild dieser Parteien konform, kann ich mir vorstellen, aus meiner Lebenssituation heraus, in einer Gesellschaft zu leben die von rechtsextremen Parteien in Regierungsveranwortung gestaltet wird.

    Wenn man sich diese Frage mit Ja, und zwar in allen Konsequenzen, beantworten kann, dann sollte man Rechtsradikal wählen, ansonsten sollte man sich nach alternativen umschauen und rechte Wahlprogramme in die Mülltonne werfen auch wenn einzelne Punkte daraus durchaus verlockend erscheinen.
     
    #68 matti
  9. Frei nach Timur Verdes: ("Er ist wieder da")

    "Heimatschutz ist Umweltschutz" :lol::lol:
     
    #69 Pyrrha80
  10. Ich hab da leider bei vielen den Eindruck, dass man das ein oder andere ganz gut findet und zum Rest naiv die Augen verschließt mit der Einstellung „so schlimm wird’s schon nimmer werden“
     
    #70 DobiFraulein
  11. Anastasia ist aber meinem Empfinden nach bisher eher eine Randerscheinung.
     
    #71 Meizu
  12.  
    #72 matti
  13. Völkisch orientierte Gruppierungen auf Bio-Bauernhöfen war sogar schon Tatort-Thema, mehrmals soweit ich erinnere.
     
    #73 Fact & Fiction
  14. Ja, ganz neu ist das nicht.

    Die ÖDP kämpf ja durch die Assoziation mit gewissen Gründungsmitgliedern auch immer noch mit dem Image der "Öko-Faschisten".
     
    #74 lektoratte
  15. Das Image hatte ich tatsächlich im Kopf, als du von deinem Kreuzchen für die ÖDP schriebst. Darob entsprechend verwundert, habe ich dann erstmal gegoogelt.
     
    #75 Fact & Fiction
  16. Na, nee... wenn die immer noch so drauf wären, wär ich da definitiv nicht richtig.

    Ich finde diese Positionierung eigentlich eindeutig:

     
    #76 lektoratte
  17. Wobei
     
    #77 matti
  18. Interessant. War mir so tatsächlich nicht klar. Wenn es auch evtl nicht überraschend ist, da mW grade in Bayern die Partei sehr katholisch geprägt ist.

    Hat mit einer Positionierung gegen rechtsextreme Tendenzen aber IMHO nur am Rande zu tun.

    Sprich: es ist definitiv ein Kritikpunkt, aber ein eigener.

    Als Beweis, dass da Konservative sitzen, taugt es - als Beweis für Öko-Faschismus taugt es eher nicht. Weil Homophobie kein Alleinstellungsmerkmal für Faschisten ist.
     
    #78 lektoratte
  19. Hatten die ueberhaupt ein Programm? RN sind doch eigentlich ohne konkretes Programm angetreten.
     
    #79 Mauswanderer
  20. Das ist letztendlich mein Problem mit rechten Parteien. Egal bei wievielen Punkten ich mitgehe, die finden die Art wie ich lebe nicht so dufte. Bei der AfD aendert eine Weidel daran auch nichts.
    Ich glaube in NL wuesste ich was ich waehlen wuerde, weil ich Wilders fuer moderner halte.
     
    #80 Mauswanderer
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