Bürohund - Erziehungsfrage

Ich habe zwar kein Dobi aber ein eher unsicheren Hund. Seit Welpe durfte sie mit ins Büro mit eher viel Kundenverkehr. Gelegen hat sie immer hinter mir und ich habe gesagt wann sie begrüßen durfte. Aufgebaut habe ich es wie Conny beschrieben. Habe auch viel Besuch zu Hause trainiert. Ich wünsche euch viel Erfolg.
 
  • 14. April 2024
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Hi Dini8686 ... hast du hier schon mal geguckt?
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Wir haben bei uns in der Firma gleich 4 Hunde, die mal mehr oder weniger regelmäßig mit im Büro sind.
Meiner ist jeden Tag da, wenn ich arbeite, ich kann und will ihn nicht alleine daheim lassen.
Seit 2 Monaten habe ich ein eigenes Büro im 1. Stock und da kommt kaum jemand hoch.
Davor aber saß ich in einem Büro mit weiteren 5 Kolleginnen (voll der Hahn im Korb) und mein Hund hat anfangs auch gemeint, er müsste anschlagen, wenn jemand die Tür öffnet.
Da die meisten aber vorher angeklopft haben, konnte ich mit ihm das Klopfgeräusch daheim und im Büro üben.

Nun ist mein Hund kein Dobermann sondern "nur" ein kleiner Terrier, der auch irgendwann anfing territoriales Verhalten an den Tag zu legen, aber er lässt sich auch sehr auf meine Stimme ein. Ein sehr ernstes und böses "Schimpf!!!" von mir reicht völlig aus und er legt sich auf seinen Platz und hält den Hundeschnabel.

Was soll ich ihm lange erzählen, er versteht die Worte ja eh net, aber in dem Wort Schimpf liegt eine sehr ernste Betonung und das zieht bei ihm. Das habe ich gleich von Beginn an bei ihm so gemacht und es klappt, auch, wenn ich hier und da beschmunzelt werde und selbst lachen muss innerlich.
Das ist nämlich noch ein Vorteil, ich steiger mich dann nicht selbst in das Schimpfen hinein, weil es halt so komisch klingt.

So ist mein Hund auch der einzige, der es sich nicht traut, das Firmengelände zu verlassen (es ist nicht eingezäunt) und wenn er draußen auf dem Hof mal einen Passanten mit Hund anbellt, kommt er nach dem 2. Bellen und max. 10 Metern entgegenlaufen sofort zu mir um sich sein Lob abzuholen, dass er ganz toll aufgepasst hat.

Ob das alles aber auch bei einem Dobermann klappt, keine Ahnung. Auf jeden Fall immer konsequent sein und bleiben.
Hat mein Hund etwas angestellt oder nicht parriert, liegt er mind. 5 bis 10 Minuten auf seinem Platz, aber nicht länger. Dann weiß er eh net mehr, um was es genau ging und einschüchtern will ich ihn ja auch net.
 
  • 14. April 2024
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Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund... 



Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

Hier der Link zu ihrer Seite! 
Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte! 

LG Meike mit Benny
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Vorab würde ich nicht empfehlen, den Hund zu maßregeln, es sei denn Dein Timing ist gut.

Ein gutes Timing wäre, dass Du ihn lobst sobald Du hörst, dass jemand kommt und er nicht bellt. Fängt er an zu bellen, kommt ein „Nein“, welches im Idealfall das Bellen sofort unterbricht und daraufhin ein Lob oder eine sonstige Belohnung vor Dir.

Fängt er an zu bellen und ist mit einem „nein“ nicht zu stoppen, folgt eine Einwirkung, die ihn stoppt und dann das Lob oder die Belohnung.

Das einfachste ist, das erwünschte Verhalten zu belohnen bevor er bellen kann. Bellt er trotzdem oder hat man den Zeitpunkt verpasst, muss ein „Nein“ reichen. Reicht das „nein“ nicht, muss die Einwirkung danach reichen.

Das Loben darf man danach nie vergessen und muss schnell kommen.

Sollte das nicht helfen und sich die Situation verbessern, würde ich es mit Maßregeln komplett lassen und einfach versuchen, die Erwartungshaltung des Hundes grundlegend positiv zu verändern, in dem er Besuch mit etwas grundlegend Positiven verbindet. Stell vor Deinem Raum einfach eine Schüssel mit Leckerchen hin und bitte jeden, bevor er Deinen Raum betritt, ein Leckerchen mit reinzunehmen und ihm auf den Platz zu werfen, wenn er den Raum betritt. Das wäre meine Notlösung, wenn alles andere keine Verbesserung bringt.

Wenn Dein Hund in einem normalen Maße Unsicherheit oder Wachsamkeit bei Besuchern zeigt, wird er mit einem gut getimten Maßregeln und Loben schnell verstehen, was Du willst. Es gibt aber eben auch Hunde, die so unsicher sind, dass solche Maßnahmen nichts bringen und es vielleicht sogar schlimmer machen. Dann kann man vielleicht nur erreichen, dass der Hund Besucher generell mit etwas Positiven verknüpft.

Warum man das nicht gleich so machen sollte? Weil es nunmal auch nicht so ideal ist, wenn der Hund bei jedem Besucher aufgeregt vor Freude ein Leckerchen erwartet.

Im Grunde will man ja, dass er ruhig und entspannt den Besuch ignoriert. Einen vor Freude ausflippender Hund bei Besuchern ist aber sicher besser, als ein bellender Dobermann, vor allen Dingen wenn er noch älter wird.

Ich habe 4 Hunde in meinem Bürozimmer. 2 sind von mir und 2. on meinem Geschäftspartner. Mit etwas Geduld bekommt man es hin, dass sie Besuch ignorieren. Es kann ich Dir Mut machen.
 
Warum man das nicht gleich so machen sollte? Weil es nunmal auch nicht so ideal ist, wenn der Hund bei jedem Besucher aufgeregt vor Freude ein Leckerchen erwartet.
Deswegen auch der Ratschlag weiter vorne im Thread, dass nicht der Besuch, sondern der Halter selbst dem Hund Leckerli auf den Platz wirft ;)

Dann ist der Hund in positiver Erwartungshaltung wenn Besuch rein kommt, richtet die Aufmerksamkeit aber doch eher Richtung Halter, weil von da was geflogen kommt (oder später, wenn er es kann: geflogen kommen könnte... irgendwann gibts ja nicht mehr jedes Mal was).
 
Ich gebe Dir zu 100 Prozent Recht und deshalb schrieb ich auch, dass es nur dann eine Option wäre, wenn alles andere auf normalem Weg nicht funktioniert.

Wir hatten das nämlich bei einem Hund eines Mitarbeiters, der generell so unsicher war, dass es anders nicht ging, als das die Besucher mit Leckerchen bewaffnet in den Raum kamen. Mit normalen Methoden war ihm einfach nicht klar zu machen, dass die Besucher kein Problem darstellen. Da war die Verunsicherung einfach stärker und kam man unterm Strich nicht wirklich zu einer zufriedenstellenden Verbesserung.

Da half anfangs wirklich nur, das er komplett umprogrammiert wurde und Besucher als Futterquelle wahrgenommen hat.

Man muss dazu sagen, dass es ein Hund aus einem Tierheim in Spanien war, der generell Menschen gegenüber kein Vertrauen hatte, auch wenn man ihm das Gegenteil bewies.

Der war so verkorskt, dass er sich zwischen freudig mit dem Schwanz wedeln, sich devot auf den Rücken legen, Knurren oder Zähne zeigen nicht entscheiden konnte, wenn er zu einem kam, um sich knuddeln zu lassen. Da wurde in Sekunden alles gezeigt. Besonders doof fand er Männer wie mich mit südländischem Aussehen :)

Meinen Mitarbeiter hat er auch mal das halbe Ohr abgebissen :)) weil er meinte schon so weit mit ihm zu sein, dass er ihn auf den Arm nehmen und knuddeln kann. Mittlerweile kann er das :))
 
  • 14. April 2024
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Und wenn er so extrem unsicher war, hat er noch Leckerli von Fremden genommen? Das ist auch eher ungewöhnlich...

Bei meinem Hund würde übrigens die Erwartungshaltung, dass der Besuch Leckerli mitbringt dazu führen, dass es sie bei jedem Schritt, den sie von draußen hört nicht mehr auf ihrem Platz halten würde (bzw. nur durch massives Einwirken meinerseits) und sie dann den Besuch aktiv bedrängen würde, bis er was rausrückt... will man ja auch nicht.

Insofern gibts nur von mir auf ihrem Platz
 
Und wenn er so extrem unsicher war, hat er noch Leckerli von Fremden genommen? Das ist auch eher ungewöhnlich...

Bei meinem Hund würde übrigens die Erwartungshaltung, dass der Besuch Leckerli mitbringt dazu führen, dass es sie bei jedem Schritt, den sie von draußen hört nicht mehr auf ihrem Platz halten würde (bzw. nur durch massives Einwirken meinerseits) und sie dann den Besuch aktiv bedrängen würde, bis er was rausrückt... will man ja auch nicht.

Insofern gibts nur von mir auf ihrem Platz

So war es dann ja auch und zwar das die Besucher in Empfang genommen wurden. Manchmal blieb er auch auf dem Platz, aber eben nicht immer. Da war es uns lieber, wenn der Besuch zum Leckerchen Abgreifen empfangen wurde, als das andere Sachen gemacht wurden.

Die Leckerchen wurden immer genommen, aber das hieß nicht, dass man deshalb best friends war :))

Wie gesagt, war der Arme schon ziemlich verstrahlt. Der kam zum Beispiel zu einem, um geknuddelt zu werden, aber hat einen gleichzeitig die Zähne gezeigt. Das war auch gegenüber seinen Haltern so.

Erstaunlicher Weise war er gegenüber Kindern immer freundlich.
 
Aber das ist halt was, was du nur mit einem kleinen Hund machst (bzw. ich auch mit einem kleinen Hund nicht machen würde).
Einen großen Hund, der den Besuch nicht zum best friend erklärt, lässt du auch zum Leckerli abgreifen nicht einfach hinrennen.

Insbesondere wenn der Hund dann - nachdem die Leckerli verspeist sind - dem Besuch auch noch erklärt, dass er nicht sein best friend ist
 
Ich glaube wir reden einwenig aneinander vorbei. Dass die richtige Lösung zweifelsfrei ist, dass der Hund auf dem Platz bleibt und ruhig ist, wenn Besuch kommt, daran besteht kein Zweifel.

Meine Hunde kümmern sich gar nicht um Besucher, die den Raum betreten, es sei denn, dass ist ausdrücklich von beiden Seiten so gewünscht, weil man sich kennt und sich der Besucher darüber freut, begrüßt zu werden.

Ich sprach hier von einer speziellen Situation, wenn man auf normalem Weg kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt, dass man dann auch mal andere Lösungen sucht, statt es immer wieder auf die eine Weise zu versuchen, aber unterm Strich auf längere Zeit betrachtet nichts erreicht.

Natürlich muss das eine Lösung sein, die alle zufrieden stellt. Das war es halt in Fall des Mitarbeiters, weil niemand mehr unfreundlich begrüßt wurde und es generell kein Problem darstellte, dass der Hund den Besuch begrüßte.
 
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