Alten Hund noch weiter zum Tierarzt schleppen?

  • SandramitNiki
Hallo,
ich habe einen 15 jährigen Schäferhund der zunehmend schlechter läuft. War in den letzten Monaten zig Mal beim Tierarzt, er bekam hauptsächlich Schmerzmittel, aber alles mit mäßigem Erfolg.
Seit 2 Wochen geht er ganz schlecht. Ein Hinterbein knickt immer wieder weg oder wird zunehmend über den Asphalt geschliffen. Ich war seitdem 2x beim Tierarzt. Er vermutet Arthrose, hat aber kein Röntgenbild gemacht. Mit dem ersten Schmerzmittel und Anabolika lief er zwar schneller, aber zunehmend schiefer.
Das zweite Schmerzmittel scheint überhaupt gar nicht zu wirken. So wie er aktuell läuft halte ich es für besser ihn erlösen zu lassen. Nach 300m kann er nicht mehr geradeaus laufen, so schief ist er dann.

Ich hätte gerne noch ein Röntgenbild um zu wissen was er wirklich hat. Ich hadere nun mit mir ob ich dem Hund damit einen Gefallen tue ihn noch mal zum Tierarzt zu bringen, ihn dort dann womöglich auf dem Behandlungstisch einschläfern zu lassen oder ob es nicht fairer wäre ihn zuhause in seiner gewohnten Umgebung erlösen zu lassen. Ich gehe jetzt sowieso nicht davon aus, dass man durch mehr Diagnostik noch irgendwas findet was man behandeln kann, wobei ich das natürlich auch nicht ganz ausschließe. Es täte eher meinem Gewissen gut, wenn ich sicher wüsste, dass der Hund hochgradig Arthrose oder was auch immer hat.

Wann sollte man aufhören Diagnostik und Behandlungen zu betreiben und den Hund lieber gehen zu lassen?

LG
 
  • SaSa22
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Hi SandramitNiki :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • lektoratte
Und wenn du ihn röntgen lässt, ihn auf jeden Fall nochmal mit nach Hause nimmst, und dann zuhause einschläfern lässt?

Braucht er denn fürs Röntgen eine Vollnarkose?
 
  • MeikeMitBenny
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LG Meike mit Benny
  • hundeundich2.0
Und wenn du ihn röntgen lässt, ihn auf jeden Fall nochmal mit nach Hause nimmst, und dann zuhause einschläfern lässt?

Braucht er denn fürs Röntgen eine Vollnarkose?
in der Regel schon , weil ja gestreckt werden muss , das ist Stress und schmerzhaft für den Hund .
Geht aber in einer Kurznarkose und anschließender "Hallo Wach Spritze" (die in sehr seltenen Fällen nicht gut vertragen wird)

Hallo,
ich habe einen 15 jährigen Schäferhund der zunehmend schlechter läuft. War in den letzten Monaten zig Mal beim Tierarzt, er bekam hauptsächlich Schmerzmittel, aber alles mit mäßigem Erfolg.
Seit 2 Wochen geht er ganz schlecht. Ein Hinterbein knickt immer wieder weg oder wird zunehmend über den Asphalt geschliffen. Ich war seitdem 2x beim Tierarzt. Er vermutet Arthrose, hat aber kein Röntgenbild gemacht. Mit dem ersten Schmerzmittel und Anabolika lief er zwar schneller, aber zunehmend schiefer.
Das zweite Schmerzmittel scheint überhaupt gar nicht zu wirken. So wie er aktuell läuft halte ich es für besser ihn erlösen zu lassen. Nach 300m kann er nicht mehr geradeaus laufen, so schief ist er dann.

Ich hätte gerne noch ein Röntgenbild um zu wissen was er wirklich hat. Ich hadere nun mit mir ob ich dem Hund damit einen Gefallen tue ihn noch mal zum Tierarzt zu bringen, ihn dort dann womöglich auf dem Behandlungstisch einschläfern zu lassen oder ob es nicht fairer wäre ihn zuhause in seiner gewohnten Umgebung erlösen zu lassen. Ich gehe jetzt sowieso nicht davon aus, dass man durch mehr Diagnostik noch irgendwas findet was man behandeln kann, wobei ich das natürlich auch nicht ganz ausschließe. Es täte eher meinem Gewissen gut, wenn ich sicher wüsste, dass der Hund hochgradig Arthrose oder was auch immer hat.

Wann sollte man aufhören Diagnostik und Behandlungen zu betreiben und den Hund lieber gehen zu lassen?

LG

Ich kann das Alles sehr gut nachempfinden ,- aus den Erfahrungen der letzten Jahre : lass es mit der Diagnostik ,- versuche ihn mit Schmermitteln möglichst schmerzarm zu halten , - und was auch super gut tut in der Regel : Vitamin B , gibt es für Hunde auch zu kaufen ,- oder als Spritze beim Tierarzt.

Ansonsten : dein Hund hat ein sehr hohes Alter erreicht , gerade für einen Schäferhund , - beneidenswert , meine beiden sind nur jeweils neun und neuneinhalb geworden . - Wenn es soweit ist , lass ihn ziehen ,- bzw. bestell den TA nach Hause .

Alles Gute für Euch .
 
  • Paulemaus
Würde es seine Lebensqualität auf Dauer verbessern können, wenn Du ihn röntgen lässt?

Dein Hund hat ein schönes Alter erreichen dürfen, vor allem in Hinblick auf seine Rasse, denn da sind Gelenkprobleme häufig. Ich würde versuchen, aus der letzten Zeit das Bestmögliche rauszuholen mittels Schmerzmitteln und ihn gehen lassen, wenn er anzeigt, dass es genug ist.
Es kommt halt darauf an, wie er die 300 Meter läuft. Hat er noch Interesse, schnuppert er lange an einem Fleck? Kann er die Spaziergänge noch genießen?
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
Danke für den Tipp, Meike! Den Futtercheck (und vor allem die kostenlosen Futterproben :D) werde ich mir mal gönnen.
  • SandramitNiki
@lekoratte:
Da sehe ich jetzt für den Hund nicht so richtig den Vorteil drin ihn dann noch mal mit nach hause zu nehmen um ihn zuhause einschläfern zu lassen. Zum Röntgen braucht er keine Narkose, es sei denn man würde die Hüfte röntgen. Aber er scheint auch Probleme mit dem Sprunggelenk, Knie oder der Wirbelsäule zu haben. Würde mir reichen wenn man da mal röntgt.

@hundeundich2.0:
Auch unter Schmerzmittel läuft er nicht besser. Vitamin B 12 bekommt er schon seit 2 Jahren.

@Paulemaus:
Nur wenn man etwas finden würde was man behandeln könnte. Derzeit macht er nicht den Eindruck als hätte er noch Spaß am Gassigehen. Er möchte zwar immer raus, freut sich auch wie Bolle, wenn wir Gassigehen, aber dann schleppt er sich nur noch mühevoll vorwärts.
 
  • Lucie
Ich würde das Geld eher in Physio als in Röntgen investieren. Matrixmobil oder Novafon haben meinen Oldies immer gut geholfen. Wenn das alles keine Linderung mehr bringt und dein Oldie nicht mehr kann und will wirst du das sicher spüren.
 
  • MadlenBella
Ich würde sicher nicht einfach aufgeben. Mehrere Schmerzmittel ausprobieren, mal abtasten, röntgen lassen, eine Physio drauf schauen lassen.
Vielleicht ist es ja auch was, was man behandeln oder verbessern kann?
Sofern der Hund keine Panik beim TA hat, sind die Besuche doch keine Zumutung.
Würde ich mir sonst ewig vorwerfen.

Röntgen muss man ja zum Glück nicht in Narkose. Und wenn der Hund noch Lebensfreude hat, Schmerzmittel rein und laufen lassen, bis er nicht mehr mag.
 
  • SandramitNiki
@Lucie:
Den nächsten Termin zur Physiotherapien hätte ich in 2 Wochen haben können. So lange möchte ich den Hund nicht mehr leiden lassen.

@MadlenBella:
An welche behandelbare Krankheit denkst du da?
 
  • lektoratte
Da sehe ich jetzt für den Hund nicht so richtig den Vorteil drin ihn dann noch mal mit nach hause zu nehmen um ihn zuhause einschläfern zu lassen

Dann habe ich glaube ich dein Problem nicht verstanden , ehrlich gesagt.

Du hattest ja gesagt, du fragst dich, ob du ihn nicht lieber zuhause einschläfern lassen sollst, statt in der Tierarztpraxis (nach dem Röntgen), und ich dachte, da ginge es evtl. darum, dass es für den Hund oder für dich oder beide schöner und stressärmer sei, wenn der Hund zuhause sterben kann.

Vielleicht ein paar Tage, in denen du es ihm so leicht und schön wie möglich machst, nach dem Röntgen.

Aber wenn das gar keine Rolle spielt, würde ich sagen: Wenn du dir zu 99% sicher bist, dass ihm eh nicht zu helfen ist, erspare dir und ihm das Röntgen.
 
  • christine1965
in der Regel schon , weil ja gestreckt werden muss , das ist Stress und schmerzhaft für den Hund .
Geht aber in einer Kurznarkose und anschließender "Hallo Wach Spritze" (die in sehr seltenen Fällen nicht gut vertragen wird)
Leider stimmt das nicht so ganz.....

Gestreckt werden muss bei einem HD-Röntgen. Und das ist doch nicht der Grund der Aufnahme.

Es sollte doch nur der Grad der Arthrose und evtl. auch Cauda Equina festgestellt werden.

Eine Kurznarkose, hauptsächlich mit Propofol, kann nicht mit Hallo Wach Spritze aufgelöst werden, die übrigens massiv Herz belastend ist...
 
  • christine1965
Ich würde ihn röntgen lassen. Schon allein aus dem Grund, dass du ausschließen kannst, ihm noch helfen zu können.

Eine Aufnahme ohne Narkose...

Und dann kannst du entscheiden, ob du versuchst, ihm zu helfen oder ob er bei dir zuhause eingeschläfert werden wird.
 
  • MadlenBella
@MadlenBella:
An welche behandelbare Krankheit denkst du da?
Ich rede nicht von einer behandelbaren Krankheit, aber auch bei Arthrose kann man noch was machen, auch wenn die Arthrose an sich nicht heilbar ist. Je nachdem was es ist, kann man da vllt mit Akupunktur oder Novafon und Nahrungsergänzung oder so noch wieder was verbessern. Zusätzlich zum Schmerzmittel.
 
  • SandramitNiki
Naja er wird jetzt schon seit über 1 Jahr erfolglos gegen Arthrose behandelt. Da wird jetzt auch das 10. Medikament nichts mehr bringen.
 
  • matty
Ich hatte in den letzten Jahren leider mehrmals das Problem, weil immer alte Hunde aus dem Tierschutz hier einzogen.
In diesem Stadium kann man nach meiner Erfahrung verschiedene Schmerzmitteln versuchen, ggf.in Kombination mit Kortison, und Physiotherapie. Meine Tierärztin sieht das ebenso und schaut, was noch geht, immer nur, wenn der Hund noch Lebensqualität hat und wen er noch will. Das, kannst nur du entscheiden.
Ich wüsste jetzt nicht, was röntgen dem Hund noch bringen sollte.
Und unbedingt muss ein alter Hund nicht längere Spaziergänge machen. Wenn vorhanden, kann er auch im Garten Spaß haben, er kann z.B. schnüffeln, Leckerli suchen oder auf seinem Lieblingsplatz in der Sonne liegen.
 
  • MadlenBella
Dann hast du dich ja offensichtlich schon entschieden.
Wenn du ihn einschläfern lassen willst - lass es machen.
Dann lass ihn aber nicht - nur deines Gewissens wegen - noch röntgen, wenn du eh nichts unternehmen willst.

Ich hab meine Hündin damals mit schwerer Arthrose im Ellbogen so lange laufen lassen, wie sie wollte. Später lief sie auf drei Beinen. Aber sie lief und wollte laufen, wenn auch langsamer. Dann wurde das Bein ganz dick, weils einfach nicht mehr bewegt wurde. Sie bekam Verbände um, um den Druck zu mildern. Irgendwann hat sie uns zu verstehen gegeben, sie will nicht mehr. Und erst dann haben wir sie einschläfern lassen.
 
  • Gone in a flash
Ich gehöre ja zu der Fraktion, machen und untersuchen was geht (solange es für das Tier zumutbar ist).
Ich persönlich muss auch immer wissen, mit was man es zu tun hat, also Befund.
Wie du auch sagst, für's Gewissen. Ich empfand ein Versterben ohne Diagnose (1x passiert) als sehr, sehr belastend für die Verarbeitung!

Habe ich einen Befund, kann ja für eine bestimmte Zeit eventuell nochmal an den Schrauben gedreht werden. Das schau ich mir an und entscheide dann. Man fühlt ja, wenn absolut Ende ist und es auch kein lebenswertes Zaubermittel mehr aus der TA-Kiste gibt.

Beim Schreiben, Antwort überschnitten. Ihr habt also schon viel durch.

Ich persönlich bevorzuge eine geplante Einschläferung, zuhause. In Ruhe und Frieden.

Alles Gute.
 
  • lektoratte
Dann lass ihn aber nicht - nur deines Gewissens wegen - noch röntgen, wenn du eh nichts unternehmen willst.

Danke, genau so meinte ich das.

Edit: Wenn der Hund eh wird gehen müssen, und du dir weder Heilung versprichst, noch im Grunde vorhast, anzustreben, weil du keine Hoffnung mehr hast, und die Alternative zu „Wir probieren noch das sehr unwahrscheinliche x“ - „der Hund wird direkt eingeschläfert“ ist … dann lass ihn doch in Gottes Namen zuhause gehen. Was bringt denn dann noch Röntgen?
 
  • MadlenBella
Naja er wird jetzt schon seit über 1 Jahr erfolglos gegen Arthrose behandelt. Da wird jetzt auch das 10. Medikament nichts mehr bringen.
Wenn du weißt dass es Arthrose ist, warum willst du dann überhaupt noch röntgen?

Meine Arthrose war ein Beispiel. Es könnte ja auch irgendetwas sein, dass man behandeln kann. Zumindest verbessern. Wenn man es denn will.
 
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