Ängstlich/Unsicher?! Brauche Rat.

  • Beauty
Also. Ich fang am Besten von vone an. Beauty wurde ausgesetzt. Vor knapp 2 Jahren. 2 Tage vor Weihnachten. Sie kannte NICHTS. Weder Treppen, Fliesen, Gassi gehen, andere Tiere, normale Umgebungsgeräusche und Dinge wie Autos. Hatte panische Angst vor der Hand. Vor manchen Gegenständen heute noch. War untergewichtig, zu lange Krallen, stumpfes Fell, offene Wunden. Tippe aus Kellerhaltung / eventuell Zwinger wo sie nichts sah und hörte.

Das war alles mal. Heute ist sie ein lebensfroher Hund mit der man toll ohne Leine Gassi gehen kann. Sie läuft nach einem dreiviertel Jahr in dem ich sie ständig schleppen musste, gut Treppen. Ist stubenrein. Und zeigt nur noch selten Unsicherheit bzw. Angst und selbst dann orientiert sie sich gut an mir.

Außer bei anderen Hunden. Durch die offensichtlich fehlende Sozialisierung zeigt sie große Unsicherheit.

Typisches Beispiel: Wir gehen spazieren. Ein Hund kommt uns entgegen. Sie kläfft. Allerdings nur kurz, da sie gut auf mich reagiert. Vorbei gehen ist kein Problem. Sollte uns der Hund näher kommen kläfft sie deutlich mehr. Wenn der Hund mit ihr spielen will versucht sie sich hinter mir zu verstecken. Je nach Hund (kleine Hunde sind ihr egal, umso größer oder aufdringlicher, umso mehr Angst) klemmt sie den Schwanz komplett zischen die Beine. Manche schnappt sie anfangs weg- kein Beissen. Aber dabei ist sie zum Glück immer kontrollierbar. Die ersten Monate hatte sie noch nicht das Vertrauen zu mir, da ist sie aus Angst nach vorne gegangen.

Nun, die meisten Hundehalter lassen ihren Hund gar nicht erst an sie ran, da sie einen kläffenden Hund sehen.. Dadurch wird sich ihre Unsicherheit aber sicher nicht verringern, oder?

Denkt ihr, ich gehe richtig mit der Situation um?

Gibt es eventuell welche hier, die sehr gut sozialisierte Hunde haben und die sich gerne mal auf ein Gassitreffen treffen würden? Gerne auch mal eine Hündin, da sie zu diesen noch gar keinen Kontakt hatte. Hier gibts irgendwie nur Rüden. :(

Ich möchte ihr so gerne die Möglichkeit geben ihre Unsicherheit komplett zu verlieren.

Einen Hundefreund hat sie mittlerweile (Dogo Canario). Da war es am Anfang auch so, das sie den Schwanz zwischen die Beine geklemmt hat, totale Angst gezeigt hat und sich ständig hinter mir versteckt hat. Sie wusste überhaupt nicht, wie sie mit ihm kommunizieren sollte. Nun spielen die beiden richtig miteinander und sie zeigt überhaupt keine Angst mehr :love:
 
  • SaSa22
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Hi Beauty :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • Wiwwelle
Dann hast du eh schon Fortschritte gemacht wenn sie einen Hund gefunden hat mit dem sie kann. Ich würde auch keinen meinen Hunden zu deinen lassen wenn ich von weitem sehe das sie derart unsicher und ängstlich ist...aus einem ganz banalen Grund..sie würden deine Hündin schlicht mobben ..und dennoch sind sie alle sozialisierte Hunde.

Sei froh wenn es Hundehalter gibt die ihre Hunde nicht so einfach an deine ran lassen , ansonsten sprich die HH einfach an und frag ob es ginge. Dennoch würde ich persönlich meinen Hund Schutz bieten wenn sie diesen braucht. Ich halte nichts davon einen ängstlichen Hund ständig anderen Hunde quasi mit Gewalt aus zu setzen. Meiner Hündin habe ich beigebracht zu mir zu rennen sollte es mal tatsächlich brenzlig werden , sie ist die auch körperlich Schwächste im Rudel.

Es gibt auch HH und Trainer die meinen wenn der Hund Schutz sucht ihn diesen nicht zu gewähren und weggehen...da scheiden sich meiner Meinung nach die Geister.
 
  • MeikeMitBenny
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Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund... 



Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

Hier der Link zu ihrer Seite! 
Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte! 

LG Meike mit Benny
  • Beauty
Dankeschön für deine Antwort.

Ich möchte absolut nicht jeden Hund während einem Spaziergang an meinem Hund haben, keine Frage. Glaube, das ist falsch rüber gekommen. Allerdings wohn ich mitten am Dorf und bisher ist sie vielleicht 10 begegnet an denen sie mal schnüffeln durfte. Und das in knapp 2 Jahren. Finde ich an Hundekontakt dann doch zu wenig.

Schutz bekommt sie bei mir. Ich bin froh, dass sie den mittlerweile sucht und eben nicht nach vorne geht. Würde nie auf die Idee kommen ihr diesen nicht zu gewähren.:)

Im nächsten Jahr soll eventuell eine Hündin mal wochenweise bei uns wohnen (geht nicht anders) und davor hab ich Angst, da sie sicher nicht weiss, wie sie dann mit der Situation umgehen soll.
 
  • Wiwwelle
In deinem Profil stehen zwei Hunde..wer davon ist sie?
 
  • Beauty
Sie ist der Schäfermix. Der kleine Zwerg hat keinerlei Probleme, hat einige kleine Hundefreunde.

Die beiden spielen nicht zusammen, da sich der Kleine dann bedroht fühlt. Aber gekuschelt wird immerhin und gemocht auch:)
 
  • SaSa22
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  • Wiwwelle
Na dann hat sie sozialen Kontakt , denn sie ist ja nicht allein. Laut deiner Geschichte hat sie sich fast nur gut entwickelt..sie steht halt nicht so auf Fremdhundkontakt..den Kontakt aber wünscht du dir ...nicht der Hund. Der hat seinen Kumpel zu Hause und den anderen zum zocken...und schließlich noch das Frauchen....was braucht Hund noch mehr?

Ich persönlich finde du sollst dich da nicht so unter Druck setzen und mehr Kontakte künstlich herstellen nur weil man glaubt das es besser so ist. Die Hündin hat ihr Rudel und kommt wenn man es so liest eigentlich gut mit ihrem Leben nun klar....tja und das mit dem Wochenhund muss man eben testen ...den selbst wenn deine Hündin draußen andere Hunde lieben würde...muss das in der Bude nicht sein.
 
  • andrea63
ich würde sie so gut als geht schützen vor aufdringlichen hunden.
dass sie dich hier braucht, zeigt sie mehr als deutlich indem sie sich hinter dir versteckt.
mit eurem rüden hat sie sozialen kontakt.. und ihr habt viel mit ihr erreicht.
mir pers. wäre das schon ein gewaltiger fortschritt und "zwingen" sich mit anderen ihr fremden hunden auseinaderzusetzen kannst du sie nicht. das wäre purer stress.
wenn ich zb sehe, dass andere hunde vor meinen zb beiden grossen hier angst haben, nehme ich meine sofort zurück. das gehört sich dem anderen hund gegenüber so und ich will keine panik/angstattacken beim gegenüber noch vertiefen.
ayla zb ist eine -hexe-.. die würde hier auch mobben..sowas geht gar nicht.
maxi ein "engel" in der beziehung.. er legt sich sogar hin, um sich -klein- zu machen..
jedoch tut er dies nur bei kleinen hunden.
nein..
ich würde deinem hund in der situation den rücken stärken und eben versuchen sie nicht in für sie blöde situationen mit anderen hunden zu bringen. dies schafft letztendlich auch für sie sicherheit und mehr selbstvertrauen.
 
  • Zufall
Zitat:Wiwwelle:Na dann hat sie sozialen Kontakt , denn sie ist ja nicht allein. Laut deiner Geschichte hat sie sich fast nur gut entwickelt..sie steht halt nicht so auf Fremdhundkontakt..den Kontakt aber wünscht du dir ...nicht der Hund. Der hat seinen Kumpel zu Hause und den anderen zum zocken...und schließlich noch das Frauchen....was braucht Hund noch mehr?

Sehe ich 100%ig genauso.
 
  • Beauty
Also mach ich alles richtig und mach mir nur zu viele Gedanken? Man liest und hört ja immer so viel von wegen der Hund braucht soviele soziale Kontakte wie möglich, muss top sozialisiert sein usw.

Wie soll ich denn die Zusammenführung der beiden Hündinnen dann gestalten? Ich dachte, ich nehme beide mit auf eine Wiese die sie nicht kennen, meine ohne Leine, da sie ja hört und die andere dann an der Schlepp, oder was denkt ihr?:verwirrt:
 
  • Wiwwelle
Auf einen neutralen Platz ist schon mal gut damit sie sich kennen lernen können, aber Vorsicht, nur weil es draußen dann klappen könnte muss es im eigenen Heim ganz und gar nicht sein. Da würde ich zur Sicherheit alles weg räumen was dazu führen könnte das deine Hündin meint sie müsse wichtige Dinge verteidigen wie z.b Spielzeug und Futter.

Grundsätzlich muss du damit rechnen das es evt auch gar nicht klappen könnte und überlegen ob du in der Zeit der Betreuung die Hunde räumlich trennen kannst. Ebenfalls solltest du dir im klaren sein ob du sollte es zur Beißerei kommen in der Lage bist die Weiber zu trennen.

Ich würde sie in der ersten Zeit auch nicht ohne Aufsicht lassen .

Ich behaupte mal frech , meine Hunde sind top sozialisiert und brauchen aber dennoch nicht jeden fremden Hund bei sich ...Vergiss das mal mit den vielen sozialen Fremdkontakte ...denn dein Hund hat was er braucht, sein Rudel mit allem drum und dran.
 
  • Beauty
Hoffe dennoch, dass ich sie in unser "Rudel" integrieren kann. Da sie dann eventuell öfters zu uns kommen würde. Vielleicht gar komplett. Dieser Hund kennt nichts. Wirklich gar nichts. Wird nicht beschäftigt. Und noch einige weitere unschöne Dinge, die ich hier so offen nicht ausführen möchte.:( Räumliche Trennung wäre möglich..
 
  • Schlafmaus
Hallo :hallo:

ich seh das auch so wie Wiw, sei froh, dass sie sich so gut entwickelt hat und es ist auch viel wert, dass sie nur bellt.

Wenn du pech hast und du Kontakt erzwingst, sie gemobbt wird und die Hemmschwelle überschritten wird andere Hunde zu beißen ist sie schlechter sozialisiert als jetzt... dann hast du nämlich einen angstbeißer und das ist schlecht raus zu kriegen.

Momentan geht sie weg wenn sie den Kontakt zu anderen Hunden nicht möchte, wenn sie erst lernt "Angriff ist die beste Verteidigung" hast du auch nichts gekonnt.

An deiner Stelle würd ich die wenigen Kontakte die ihr jetzt habt pflegen und vielleicht ergibt sich irgendwann noch einer oder zwei mehr und dann is jut.

LG :hallo:
 
  • Fauve
:hallo:,

kann mich wiwelle und des anderen nur anschliessen. Die Süsse hat einen super Platz mit Hundekumpel bei dir und schon soo viel gelernt. Find' ich immer gut, wenn Hunde, dehnen so übel mitgespielt wurde, einen neuen, liebevollen Platz finden! :respekt: Lass' ihr ruhig noch Zeit, im Einschätzen und im Umgang mit anderen Hunden sicherer zu werden. Wenn sie Angst hat und zu dir lâuft, ist das doch der schönste Beweis ihres Vertrauens in dich!:zufrieden:

Ich wünsche euch alles Gute!

Gruss Fauve
 
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