Russlands Krieg in der Ukraine

Was für Verhandlungen bitte? Verhandeln worüber?
Verhandeln über einen irgendwie gearteten Weg aus dem aktuellen Gemetzel (z.B. erst einmal ein Einfrieren). Wie dieser Weg aussehen kann, sollten Diplomaten und Experten ermitteln - ich bin da nicht bewandert genug, um da tragfähige Konzepte vorzulegen. Und ja, ich persönlich halte das für möglich. Über z.B. Uranlieferungen kann man mit Russland ja offenbar auch verhandeln.*

Mit Trump an der Spitze der USA wird es mMn ohnehin dazu kommen, dass man nach Wegen für ein Ende der militärischen Aktionen suchen wird. Von daher fänd ich es klug, da als EU einen Fuß in die Tür zu bekommen, bevor Trump das in Eigenregie regelt. Und auch Merz und Co werden mMn irgendwann das billige Gas als Argument für Verhandlungen anführen, wenn sie (beklagenswerter Weise) die deutsche Regierung stellen werden.

Und letztendlich liegt Russland nun mal da, wo es liegt. Irgendwie wird man sich als Europäer über kurz oder lang ohnehin arrangieren müssen. Ich persönlich glaube nicht an einen militärischen Sieg des Wertewestens über Russland und einen dadurch initiierten Regime Change.

Da magst du und mögen andere anderer Meinung sein. Dafür brauchen wir uns jetzt hier nicht an die Gurgel gehen. Ich wollte nur deine Frage beantworten.

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*
 
Du hast nur den halben Satz zitiert , damit den Kontext verändert .

Und die Überheblichkeit deines Posts nehme ich zur Kenntnis , belastet mich jetzt nicht ,- eher die Tatsache , dass das wohl so allgemein ein Trend ist . -

Es gibt in vielen Bereichen keinen ehrlichen Diskurs mehr , - ganz viele Menschen , zumindest die sich in Foren / Social Media äußern , verharren in ihrer Bubble.
Weißt Du eigentlich selbst, was Du da schreibst?
Und was bitte schön hat Selenskis Vermögen mit dem Angriffskrieg von Putin zu tun????
Ursache-Wirkung und Täter-Opfer-Prinzip: Du mischst da ganz schön was durcheinander.
 
Ein Einfrieren, Waffenstillstand, Status quo lässt halt völlig außer Acht, dass Putin die Ukraine völkerrechtswidrig angegriffen hat und sich Teile eines souveränen Landes "einverleibt" hat. Wenn er damit jetzt sozusagen durchkommt, wird er nach einer kurzen Zeit der Erholung die baltischen Staaten "heim ins Reich" holen.
Und damit wäre dann der Bündnisfall ausgelöst und Deutschland befände sich wirklich im Krieg.
Wir sitzen hier in unseren wohlgepolsterten Sesseln und "diskutieren" darüber, ob es für die Ukraine vielleicht besser wäre, Teile ihres Staatsgebietes aufzugeben.
Und wie versucht wird, den Präsidenten eines Landes in Misskredit zu bringen, indem man die Putinpropaganda verbreitet, da fällt auch mir nur das :wand: ein.
 
Ein Einfrieren, Waffenstillstand, Status quo lässt halt völlig außer Acht, dass Putin die Ukraine völkerrechtswidrig angegriffen hat und sich Teile eines souveränen Landes "einverleibt" hat. Wenn er damit jetzt sozusagen durchkommt, wird er nach einer kurzen Zeit der Erholung die baltischen Staaten "heim ins Reich" holen.
mMn ist die Crux an der Sache die, dass er damit mit Trump im Rücken ohnehin durchkommen wird - und wenn wir uns auf den Kopf stellen. Drum bleib ich dabei, dass es nicht dumm wäre, als EU zumindest auch einen Fuß für eventuelle Verhandlungen/Abmachungen (mit beiden Seiten) in die Tür zu kriegen.

Ist nicht so, dass ich das super oder richtig finde. Aber so ist mMn die aktuelle Situation.
 
Was dann in den USA wirklich passieren würde, kann man unter einer Person wie Trump m.E. wo höchstens erahnen, denn auch die jetzige Hilfe ist nicht rein selbstlos, sondern dahinter stecken sehr konkret Interessenten.
 
Man sollte nicht außer acht lassen, das im Hintergrund seit Beginn an diplomatische Verhandlungen geführt wurden und auch immer noch werden.
Putin hat aber keinerlei Interesse daran etwas zu verhandeln, hatte er nie, dennoch wird weiterhin versucht eine friedliche Lösung zu finden.

Da aber zum Frieden schliessen immer zwei gehören, nutzt das alles nichts wenn der Aggressor keinerlei Interesse an friedlichen Lösungen zeigt.
Ich verstehe nicht das die ganzen "es müßen Verhandlungen geführt werden" Schreier das nicht begreifen?
Als sich im Frühjahr 22 der russische und der unkrainische Außenminister in der Türkei trafen, hieß es das beide Seiten Zugeständnisse machen wollten. Die Ukraine verzichtete auf einen Beitritt in die Nato und Russland wollte nicht den Sturz der ukrainischen Regierung. Draus geworden ist nichts, im Gegenteil die beiden Kontrahenten sind entfernter denn je voneinander, und die Schuld dafür trägt nicht Selenskyj und auch nicht die anderen Staaten, sondern alleine Putin.
 
Wundere mich, dass es bis heute welche gibt, die einfach nicht sehen oder kapieren wollen, dass die Ukraine nicht das erste Land ist, dass Putin angreift und in Teilen oder im ganzen okkupiert (Georgien, Tschetschenien...) und dass die Ukraine nicht das letzte Land sein wird.
 
Die Ukraine verzichtete auf einen Beitritt in die Nato und Russland wollte nicht den Sturz der ukrainischen Regierung. Draus geworden ist nichts, im Gegenteil die beiden Kontrahenten sind entfernter denn je voneinander, und die Schuld dafür trägt nicht Selenskyj und auch nicht die anderen Staaten, sondern alleine Putin.

Meines Wissens ist das Ziel des Nato-Beitritts noch immer in der ukrainischen Fassung verankert.

Ich zitiere mich bzw. einen Beitrag von mir aus dem Mai 2022 der Einfachheit mal selbst:

Ich sehe dieses Zugeständnis nicht als wirklich gesichert an. Es wurde öffentlich verlautbart und ich glaube Selenskyj auch, dass er das vorhatte. Er allein kann das aber vermutlich auch nicht entscheiden ohne das Parlament und von dem hieß es meines Wissens, dass man die Verfassung (in der der Nato-Beitritt verankert ist) nicht ändern werde.

( )

Und vor dem Hintergrund, dass man den Nato-Beitritt in der Verfassung verankert halten möchte, finde ich den Schluss, dass die Ukraine nicht neutral bleiben will, eben nicht völlig abwegig. Womit ich gar nicht in Abrede stelle, dass es letztendlich die Entscheidung der Ukraine ist. Aber es allein auf ein "Putin will halt nicht" runterzubrechen, ist mMn zu verkürzt, wenn eben auch die Verfassung der Ukraine nicht entsprechend geändert werden soll.

Und um Frau Wagenknechts Aussagen bezüglich des Gegenwinds aus GB zu unterfüttern:
(wobei ich gestehen muss, dass ich nichts über die Qualität der Ukrajinska prawda sagen kann)
 
Wundere mich, dass es bis heute welche gibt, die einfach nicht sehen oder kapieren wollen, dass die Ukraine nicht das erste Land ist, dass Putin angreift und in Teilen oder im ganzen okkupiert (Georgien, Tschetschenien...) und dass die Ukraine nicht das letzte Land sein wird.
Wie ich im Zusammenhang mit den vielen ermordeten Kremlkritikern schon mal erwähnte, wäre es für meinen Geschmack allmählich an der Zeit, daß in der Berichterstattung über Putin viel häufiger die jeweils aktuellen Opferzahlen benannt werden.
Wieviele Menschenleben der Kotzbrocken auf dem Gewissen hat, scheint vielen Leuten überhaupt nicht bewusst zu sein. Und stündlich werden es mehr Opfer.
 
Meines Wissens ist das Ziel des Nato-Beitritts noch immer in der ukrainischen Fassung verankert.
Ja und? Hat Putin seine Zugeständnisse wahr gemacht?
Die Ukraine hat den 1994 den Atomwaffensperrvertrag unterschrieben und im Gegenzug hat Russland versprochen die Souveränität der Ukraine anzuerkennen. Die Ukraine hat keine Atomwaffen mehr, Russland umso mehr und hat die Ukraine angegriffen, soweit dazu.
 
Wieviele Menschenleben der Kotzbrocken auf dem Gewissen hat, scheint vielen Leuten überhaupt nicht bewusst zu sein.
Ich denke bewusst schon, blendet man aber aus, denn auf das Opfer (Ukraine) rumzuhacken ist ja offensichtlich bedeutend leichter als Putin als das zu sehen was er ist...ein Teufel in Menschengestalt für den Menschenleben nichts bedeuten.
 
mMn ist die Crux an der Sache die, dass er damit mit Trump im Rücken ohnehin durchkommen wird - und wenn wir uns auf den Kopf stellen. Drum bleib ich dabei, dass es nicht dumm wäre, als EU zumindest auch einen Fuß für eventuelle Verhandlungen/Abmachungen (mit beiden Seiten) in die Tür zu kriegen.
Verstehe ich das richtig? Weil Trump die Unterstützung der Ukraine beenden wird, wenn er gewählt wird (wenn er gewählt wird), und Putin dann diesen Krieg ohnehin gewinnen wird, bieten wir ihm doch lieber gleich jetzt schon was an, damit wir überhaupt beteiligt und nicht außen vor sind?
 
Meines Wissens ist das Ziel des Nato-Beitritts noch immer in der ukrainischen Fassung verankert.

Ich zitiere mich bzw. einen Beitrag von mir aus dem Mai 2022 der Einfachheit mal selbst:
Ja und ?
Die drei baltischen Staaten, Lettland, Estland und Litauen, sind schon Mitglieder, warum soll die Ukraine dann nicht dürfen?
Und komm jetzt bitte nicht mit "Putin hätte dann die NATO direkt vor der Haustür...".
Das hat er mit Finnland  jetzt schon und hätte es auch, wenn er den Krieg, Gott bewahre uns davor, gewinnt...
 
Verstehe ich das richtig? Weil Trump die Unterstützung der Ukraine beenden wird, wenn er gewählt wird (wenn er gewählt wird), und Putin dann diesen Krieg ohnehin gewinnen wird, bieten wir ihm doch lieber gleich jetzt schon was an, damit wir überhaupt beteiligt und nicht außen vor sind?
Von "bieten was an" war meinerseits nicht die Rede. Aber ja, die Öffnung eines öffentlichen Gesprächskanals fänd ich nicht falsch und vor dem Hintergrund, dass die Unterstützung durch die USA vermutlich in Bälde wegfällt, erst recht. Einfach weil jetzt die Verhandlungspositionen mMn nach noch günstiger sind als sie es nach der Wahl von Trump sein werden.
 
Die drei baltischen Staaten, Lettland, Estland und Litauen, sind schon Mitglieder, warum soll die Ukraine dann nicht dürfen?
Von dürfen war meinerseits gar nicht die Rede. Es hieß hier in einem Beitrag sinngemäß, die Ukraine habe im Rahmen der Verhandlungen mit Russland im Frühjahr 2022 auf den Nato-Beitritt verzichtet.

Diesen Verzicht im Früjahr 2022 betrachte ich als nicht gesichert. Nicht mehr und nicht weniger. Entsprechende Quellen, auf denen ich meine Ansicht bezüglich dieses Punktes stütze, habe ich in dem zitierten Link genannt.
 
Es hieß hier in einem Beitrag sinngemäß, die Ukraine habe im Rahmen der Verhandlungen mit Russland im Frühjahr 2022 auf den Nato-Beitritt verzichtet.
Nein das stimmt nicht, es ging um Zugeständnisse zu denen man bereit war auf beiden Seiten. Und nicht "habe" und "verzichtet".
Diesen Verzicht im Früjahr 2022 betrachte ich als nicht gesichert.
Und wie gesichert hast du die russischen Zugeständnisse gesehen?
 
Ja und? Hat Putin seine Zugeständnisse wahr gemacht?
Die Ukraine hat den 1994 den Atomwaffensperrvertrag unterschrieben und im Gegenzug hat Russland versprochen die Souveränität der Ukraine anzuerkennen. Die Ukraine hat keine Atomwaffen mehr, Russland umso mehr und hat die Ukraine angegriffen, soweit dazu.

Letztendlich waren die Atomwaffen in der Ukraine stationiert. Die Ukraine hatte keinen Zugriff darauf bzw. auf die Steuerung - die wurden von Moskau kontrolliert, eine Umstellung wäre damals, so heißt es, finanziell nicht leistbar gewesen.* Und es war ja nun nicht so, dass der Druck zur Übergabe der Atomwaffen nur aus Russland gekommen wäre (von dort aber natürlich auch, und das nicht zu knapp - das will ich absolut nicht in Abrede stellen). Da haben die USA und der Westen auch ordentlich Druck gemacht.

Ich will damit nicht Putin in Schutz nehmen o.Ä., aber die ganze Situation bezüglich der ukrainischen Atomwaffen ist mMn schon ein bisschen komplex.

Als sich im Frühjahr 22 der russische und der unkrainische Außenminister in der Türkei trafen, hieß es das beide Seiten Zugeständnisse machen wollten. Die Ukraine verzichtete auf einen Beitritt in die Nato und Russland wollte nicht den Sturz der ukrainischen Regierung. Draus geworden ist nichts, im Gegenteil die beiden Kontrahenten sind entfernter denn je voneinander, und die Schuld dafür trägt nicht Selenskyj und auch nicht die anderen Staaten, sondern alleine Putin.

Nur zur Klarstellung: Ich habe die Formulierung "die Ukraine verzichtete" als Tatsachendarstellung aufgefasst, also so als hätte die Ukraine bei den Verhandlungen offiziell verzichtet. Nur deswegen bin ich auf den Punkt eingegangen. Wenn ich das falsch verstanden habe, bedaure ich das. Mein Fehler.

Ich halte Putin für alles andere als einen idealen Verhandlungspartner und würde ihm auch nicht unbedingt weiter trauen als ich ein Klavier schmeißen kann. Dennoch scheint man ja z.B. in wirtschaftlichen Dingen (wie z.B. den Uranlieferungen) irgendwie Verhandlungen und Beziehungen mit Russland hinzubekommen. Letztendlich halte ich Putin aber für einen noch ungeeigneteren Kriegsgegner (vor allem wenn die Ukraine und die EU im worst case auf sich allein gestellt sind). Am Ende wird man, so denke ich, um Gesprächsversuche nicht drumrum kommen, und dass Putin völlig irre ist, glaube ich nicht - also irre im Sinne von komplett unzurechnungsfähig (was nicht heißt, dass ich ihn nicht für einen skrupellosen Machtmenschen und Kriegstreiber halte).

Ich persönlich hoffe sogar, dass man da ggf. hinter den Kulissen (zumindest in Richtung einer Waffenruhe o.Ä.) schon viel weiter ist, als es öffentlich scheint, da ich, anders als viele andere offenbar, nicht an einen militärischen Sieg der Ukraine glauben kann.

Und bevor es hier wieder zum Schlagabtausch kommt, möchte ich jetzt hier an dieser Stelle erst einmal für ein Weilchen aussteigen.

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