Politisches Tagesgeschehen

Aber wen interessiert, ob „Greta“ etwas freut oder nicht?

Es sei denn, man nimmt sie stellvertretend für bestimmte Leute (fände ich persönlich so unberechtigt wie bei der israelischen Kandidatin) oder aber, man findet sie so besonders wichtig, dass man besonders hervorheben muss, was sie meint oder nicht, und das wäre wiederum, sich speziell an ihr abzuarbeiten, wo doch sehr viele andere Leute anscheinend ihre Meinung teilen. :kp:
 
  • 28. Mai 2024
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Was heißt abarbeiten? Das macht sie schon selbst. Gestern hat sie sich in Malmö publikumswirksam mit Palästinenser-Tuch vor dem ESC verhaften lassen gg
Ich trage auch ein Palästinenser-Tuch, schon seit meiner Jugend. Ist zum Glück noch nicht verboten.
 
Es spricht doch absolut nichts dagegen, Migration zu „kontrollieren“.

Das heißt ja nicht, sie zu unterbinden, sondern die Kontrolle darüber zurückzugewinnen, was passiert.
 
Ich trage auch ein Palästinenser-Tuch, schon seit meiner Jugend.

Du hast aber damit nicht das vermeintliche Hotel der israelischen Sängerin belagert und "From the river to the sea" skandiert. Hoffe ich zumindest :D

Ich hatte als Jugendliche auch ein Palästinensertuch. Mittlerweile würde ich so ein Teil aber um nichts in der Welt mehr tragen. gg
 
Es spricht doch absolut nichts dagegen, Migration zu „kontrollieren“.

Das heißt ja nicht, sie zu unterbinden, sondern die Kontrolle darüber zurückzugewinnen, was passiert.

Keine Frage. Nur das "wie" ist halt das Problem. Wenn ich die Aussagen der Politiker/innen richtig interpretiere, ist der Handlungsspielraum sehr gering, was illegal eingereiste Menschen betrifft. Unsichere Herkunftsländer, der Unwillen, Landsleute zurück zu nehmen, jahrelange Verfahren, um eine Ablehnung abzuwehren.
 
Aber wen interessiert, ob „Greta“ etwas freut oder nicht?

Es sei denn, man nimmt sie stellvertretend für bestimmte Leute (fände ich persönlich so unberechtigt wie bei der israelischen Kandidatin) oder aber, man findet sie so besonders wichtig, dass man besonders hervorheben muss, was sie meint oder nicht, und das wäre wiederum, sich speziell an ihr abzuarbeiten, wo doch sehr viele andere Leute anscheinend ihre Meinung teilen. :kp:

Mich interessiert es tatsächlich, nachdem ich ihr hasserfülltes Gesicht auf der Demo gesehen habe. Sie ist ja schon eine etwas öffentlichere Person als die anderen Malmö-Demonstranten. Ich habe mich gefreut, dass die Hetze gegen die israelische Sängerin bei der Publikumswertung letztlich nicht verfangen hat.
 
Vor allem aber müssen wir (Europa) immer den Menschen sehen. Europa darf seine Menschlichkeit nicht verlieren.

Ja, dem stimme ich absolut zu. Ich würde aber noch ergänzen wollen, dass wir, um menschlich zu bleiben, auch dafür sorgen müssen, dass keine Menschen nach Deutschland kommen können, die uns und unsere Art zu leben zutiefst verachten.
 
Greta schaut meistens so. Ob es Hass ist? Glaube ich eher nicht.
 
Klar ist Greta eine öffentliche Person, aber ob sie nun etwas freut oder nicht, ob sie etwas „hasst“, oder nicht … ist mir genauso egal wie die Frage, ob Ed Sheeran oder Markus Söder oder Claudia Schiffer über irgendwas am ESC verärgert waren… :sarkasmus:

Vielleicht sogar noch egaler.

Sie ist ja wohl diagnostiziert Asperger-Betroffene, und mit deren Tunnelblick, Verranntheit und schräger Logik habe ich im Moment täglich so viel zu tun, dass ich von ihr jetzt nicht unbedingt eine ausgewogene, umfassende Sicht auf eine sehr komplexe Geschichte erwarte.

Und mich auch nicht drüber aufregen kann, wenn ich die nicht bekomme.

Das ist ungefähr so, wie wenn ich jemandem, der bipolar ist, vorwerfe, nicht ausgeglichen zu sein - oder jemandem, der Alzheimer hat, dass er oder sie vergesslich ist.
Kann man machen, ist sicher in dem Moment nicht unberechtigt, aber irgendwie… führt es halt letztlich zu nichts.

Weil es jetzt nicht so ist, als hätte sich die Person das ausgesucht oder könnte es „einfach so“ ändern, wenn man sie drauf hinweist.
 
Joar, da sind wir dann wohl unterschiedlicher Meinung. Greta mag Aspergerin sein, ist aber klar genug, um sich ins Weltgeschehen einzumischen und viel in Bewegung zu setzen. Deswegen hat sie bei mir den "Asperger-Bonus" nicht. Wobei ich überlege, ob Greta selbst es gut finden würde, ihr diesen bei ihren politischen Aktionen zuzubilligen. Das hat für mich auch was von "Nicht ganz ernst nehmen, denn sie ist ja "behindert""

Es gibt im öffentlichen Leben einige, die sich als Asperger geoutet haben. Das heisst für mich aber nicht, sie weniger/anders ernst zu nehmen als Menschen, die es nicht sind. Natürlich brauchen Menschen mit Asperger besondere Lebensbedingungen wie z.B. Schutz vor zuviel Eindrücken, Ruhezonen etc, worauf das individuell unterschiedlich ist. Was aber für mich nicht bedeutet, dass sie deswegen anders einzuschätzen sind, was ihre politischen Aktionen betrifft.

Wenn es sich um einen Autisten handelt, der gleichzeitig geistig eingeschränkt ist, wie ich sie z.B. im Wohnheim betreut habe, wäre das für mich etwas anderes. Diese kommen aber auch nicht auf die Idee, sich politisch zu betätigen.
 
Das hat für mich auch was von "Nicht ganz ernst nehmen, denn sie ist ja "behindert""

Sie ist behindert, sonst hätte sie die Diagnose nicht.

Und da, wo ich die entsprechenden Muster erkenne, kann ich persönlich sie nicht nicht sehen.

Und ich kann sie darum nicht „stellvertretend“ für irgendwas sehen, was sie nicht ist, oder gerade ihr „besondere“ Vorwürfe machen.

Es geht nicht darum, sie komplett von allem frei zu sprechen. Ich teile ihre Meinung, soweit ich sie überblicke, nicht.

Aber von ihr förmlich zu erwarten, dass sie die Dinge irgendwie besser versteht als alle anderen, und es ihr daher besonders vorzuhalten, dass sie es nicht tut, ist einfach komplett unrealistisch und unfair.

Wenn du nun geschrieben hättest: „Die Punkte für Israel haben die Gegendemonstranten verärgert!“ - Kein Widerspruch und Verständnis für die geäußerte Genugtuung.

Aber ausgerechnet Greta - stellvertretend für alle Gegendemonstranten?
Oder auch nur für westliche Gegendemonstranten ohne Bezug nach Gaza?

Greta als Einzelperson, als wäre es irgendwie besonders bedeutsam, dass sie sich ärgert, weil ihre Meinung besonders falsch oder besonders fundiert oder besonders besonders wäre?

Genauso gut kann man sagen: Mit 20 ist man volljährig und erwachsen und klar genug, um zu wissen, dass man durch seine Anwesenheit alle anderen in Gefahr bringt. Man könnte auch „einfach“ freiwillig nicht antreten.

Tu ich auch nicht, weil mir klar ist, dass es eben nicht „einfach“ ist.

Es sind doch nicht nur diejenigen Leute der Nachsicht und einer differenzierten Betrachtungsweise würdig, die die eigene Meinung vertreten?
 
Greta hat meiner Meinung nach seit einiger Zeit aufs falsche Pferd gesetzt. Ihr Ziel, so auch von ihr formuliert, war, dass die israelische Sängerin gar nicht erst antreten darf. Dass ich mich freue, dass ihr Wunsch nicht in Erfüllung gegangen ist und die Israelin im Publikumsvoting die zweithöchste Punktzahl kassiert hat, finde ich völlig okay
Btw, die Fusselbärte mit Kalifatsympathien, die in Malmö mit gelaufen sind, sprechen meiner Meinung nach auch nicht für ihre politische Ausrichtung.
 
@sleepy

Wenn diese bekannt ist… und sie relevant ist - ja, sicher. Zumindest wäre es fair.

Ich halte Trump ja zB schon länger für mehr als dezent dement.

Entschuldigt das sein Verhalten? - Nein, es erklärt es aber und macht umso dringlicher, dass er nicht Präsident wird.

Mein Punkt ist auch gar nicht, dass man Greta für nichts kritisieren dürfte.

Aber sich besonders dran hochzuziehen, dass gerade sie x, x oder z sagt, wo Millionen andere das gleiche tun, ist für mich halt unfair.

Man kann sich nicht gut auf der einen Seite drüber aufregen, dass jemand stellvertretend für ein ganzes Land und eine ganze Haltung an den Pranger gestellt wird - und schon gar nicht, nachdem das betreffende Lied anscheinend in Kenntnis der Statuten massiv umgestaltet werden musste, um kein politisches Statement mehr zu enthalten - und dann auf der anderen Seite genau das gleiche machen?

Ich bin noch nichtmal derselben Meinung wie “Greta” und finde diesen Widerspruch frappierend.

Kann natürlich gut sein, dass ich mich da grade in was verrenne, wenn das sonst keiner so sieht… :sarkasmus:

Das will ich jetzt nicht ausschließen. :hallo:
 
@Paulemaus

Naja, die Fusselbärte werden ihre eigenen Gründe haben, warum sie mitgelaufen sind… ich als Demonstrations-Initiatorin hätte mich auch davor gehütet, mich mit denen gemein zu machen.

Aber ich gehe nicht davon aus, dass über „Israel muss aus Gaza verschwinden“ hinaus die beiden Parteien auch nur irgendwas gemeinsam haben.
 
Nun ja, Greta selbst hat sich in die Öffentlichkeit gebracht
Sie demonstriert mit Leuten, die nicht nur der Hamas ihre Treue schwören und den Frauen sämtliche Rechte nehmen wollen, sondern die auch alle Ungläubigen versklaven wollen. Wobei ich schon gerne wissen möchte, wie sie sich persönlich im Niqab fühlen würde. Gross demonstrieren ist dann aber nicht mehr gg
 
@Paulemaus



Aber ich gehe nicht davon aus, dass über „Israel muss aus Gaza verschwinden“ hinaus die beiden Parteien auch nur irgendwas gemeinsam haben.

Hm, hatten wir nicht mal die Diskussion, dass eine Teilnahme an einer Demo, in der sich die AFD stark präsentiert, ein No-Go ist, auch wenn es sich um "hehre" Ziele handelt?
 
@Paulemaus

Wir beide - direkt - wüsste ich jetzt nicht, aber an diese Konstellation musste ich tatsächlich auch gerade denken. :)

Wie ich schon schrieb: Ich persönlich hätte mich gehütet, mich mit Kalifats-Fans gemein zu machen.

Oder mit jedem, der mit der Hamas sympathisiert.

Ich hätte also vermutlich unter den Umständen in Malmö nicht öffentlich demonstriert, hätte es aber auch für ein ausgesprochen dämliches Ziel gehalten, den Auftritt einer einzelnen Person zu verhindern.

Wie ich sagte: Ich teile Gretas Meinung nicht.

Ich kann gerade in diesem Konflikt durchaus verstehen, wie sie dazu kommt - wenn man sich mit nur einer Sorte Leute umgibt, kriegt man ein in sich schlüssiges Gesamtbild präsentiert, dass die Gegenseite komplett ausblendet.

Andererseits - verstehe ich persönlich das wiederum nicht, weil es… ja, irgendwie - für mich offensichtlich ist, dass beide Seiten in ihrer Blase leben und nur das voneinander wissen, was sie lernen, wenn sie kollidieren.

Man kann und darf - das ist jetzt meine persönliche Erkenntnis basierend auf eigener Erfahrung - in dieser Sache nicht nur einer Seite glauben, weder der palästinensischen noch allein der israelischen.

Wenn man das tut und sich von einer Seite komplett vereinnahmen lässt, wird man instrumentalisiert und marschiert im Zweifel für eine Sache, von der man keine substanzielle Ahnung hat.

Das tue ich heute grundsätzlich nicht mehr so gern.
 
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