Unterschiede Jagdhunde

  • lektoratte
@snowflake

Das kommt drauf an.

Eine Freundin hatte einen Dogo Argentino, und die sind, sagte sie, für die Jagd auf Wildschweine gezüchtet worden.

Mit dem konnte sie im Zoo an jedem Tier ruhig vorbei gehen. Nur bei Schweinen und „schweineartigen“ gab es kein Halten. Da „gewöhnte“ er sich auch nicht wirklich dran.

Bei dem war es also „aus Gründen“ umgekehrt.
 
  • SaSa22
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Hi lektoratte :hallo: ... hast du hier schon mal geguckt?
  • MissNoah
Pavel hatte leider auch gar keine Hemmungen dem Wildschwein hinterher zu gehen.

(Er ist allerdings auch kein Jagdhund, also zählt es nicht :lol: )
 
  • MeikeMitBenny
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Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund... 



Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

Hier der Link zu ihrer Seite! 
Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte! 

LG Meike mit Benny
  • lektoratte
Also, so eine Art genetisch fixierte „vorselektion“ von Jagdinteressen scheint es durchaus zu geben.
Hütehunde haben oft keinen klassischen Jagdtrieb auf Vierbeiniges - das sollen sie ja hüten.

Unser Colliemix hat die Rehe im Wald angespielt - und mein Vater schwört Stein und Bein, dass die das genau wussten - anders als zu all unseren anderen Hunden - durchaus interessiert mit ihm Kontakt aufgenommen haben. Jedenfalls haben sie sich (das Kaninchen bestätigen) von ihm nicht mehr im Geringsten stören lassen.

Aber er jagte mit einer gewissen Inbrunst große Vögel.

Und dann habe ich mal gehört, dass Hütehunde eben auch die Aufgabe haben, Krähen und andere Raubvögel von den Lämmern fernzuhalten.

In diesem Fall passte es zumindest sehr gut, und die Erklärung macht für mich aus Sinn.

Aber das heißt natürlich nicht, dass es mehr ist als eine Theorie.
 
  • toubab
Also, so eine Art genetisch fixierte „vorselektion“ von Jagdinteressen scheint es durchaus zu geben.
Hütehunde haben oft keinen klassischen Jagdtrieb auf Vierbeiniges - das sollen sie ja hüten.

Unser Colliemix hat die Rehe im Wald angespielt - und mein Vater schwört Stein und Bein, dass die das genau wussten - anders als zu all unseren anderen Hunden - durchaus interessiert mit ihm Kontakt aufgenommen haben. Jedenfalls haben sie sich (das Kaninchen bestätigen) von ihm nicht mehr im Geringsten stören lassen.

Aber er jagte mit einer gewissen Inbrunst große Vögel.

Und dann habe ich mal gehört, dass Hütehunde eben auch die Aufgabe haben, Krähen und andere Raubvögel von den Lämmern fernzuhalten.

In diesem Fall passte es zumindest sehr gut, und die Erklärung macht für mich aus Sinn.

Aber das heißt natürlich nicht, dass es mehr ist als eine Theorie.
Meine hunden verscheuen kraehen artigen und greifvogel, die stelzenlaufer/ bodenbrüter lassen sie in ruhe.

katzen und co überleben es hier nicht, fremde hunden kamen meist ungeschoren, mit einen schrecken vom feld.
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
  • Crabat
Natürlich gibt es unterschiedliche Interessen im Jagdverhalten. Allein das Exterieur vieler Hunde „selektiert“ vor.
Crabat lässt von sich aus brav alles laufen was wegläuft. Ist er auch eh zu faul / langsam für.
Aber alles was sich wehrt, will er haben. Also im Prinzip genau umgekehrt @snowflake
Schweine, Dachse, Füchse…selbst Elefanten und Hyänen (Danke an den Opelzoo/Taunus) :lol:

Ein Jagdhund der hetzen soll, agiert da anders.
 
  • snowflake
Das heißt, er weiß aber auch, was sich wehrt und was nicht, @Crabat . Das war ja meine Frage.
Oder wären ihm das Schwein und der Fuchs egal, wenn sie liefen?
 
  • toubab
Was ich hier auch festgestellt habe: die hündinnen finden das raubzeug, bellen ein/zweimal ( ausser welcome, die hat kein ausknopf) und alle hunden rennen schweigend aus dem haus, verteilen sich trategisch.
Den echten angriff und ”kill” überlassen sie aber die herren, vorallem an zigzag, grisbordeaux und kirikou, in diese reihenfolge. Die damen schauen das sie sich nicht verletzen.
 
  • Crabat
Das heißt, er weiß aber auch, was sich wehrt und was nicht, @Crabat . Das war ja meine Frage.
Oder wären ihm das Schwein und der Fuchs egal, wenn sie liefen?
Ich denke das erkennen Hunde/Tiere am Geruch und automatisch an der Körpersprache. Das sind keine Fluchttiere und das wissen sie automatisch.
 
  • lektoratte
Wenn du das sagst… :nixweiß:

Ich kann nur wiedergeben, was mir berichtet wurde.
 
  • Lille
Das Hüten ist zwar aus dem Jagdverhalten heraus gezüchtet, das heißt aber nicht, dass ein Hütehund nicht auch jagen kann. Von A bis Z.
Der Hund ist ja durchaus in der Lage zu unterscheiden zwischen verschiedenen Tieren und Situationen.

Meiner Meinung nach ist es leicht kontrollierbar, aber wenn man sich einen Hütehund kauft in der Annahme, dieser würde sowieso nicht jagen und überhaupt erziehen diese Tierchen sich selbst, der kann auch zusehen, wie der Hund am Horizont verschwindet, dem Reh/Hasen hinterher.
 
  • Crabat
Also so: Hütetrieb ist umgelenktes Jagdverhalten?
Ja. Aber Hüteverhalten ist nicht klar zu umreißen. Zum einen weil es sehr unterschiedliche Hüter gibt, die sich eben auch unterschiedlich verhalten und verschiedene Aufgaben haben.
Zum anderen weil ein Hütehund bei der Arbeit genetisches UND erlerntes Verhalten nutzt und niemals nur genetisches.

Hütehunde jagen. Und sie töten auch.
Übrigens nutzen Landwirte in Belgien und Frankreich ihre „Hütehunde“ wie zb den Bouvier des ardennes und den Malinois auch zur Jagd und kreuzen wild mit Terrier wie es ihnen grade passt.
 
  • lektoratte
Meiner Meinung nach ist es leicht kontrollierbar, aber wenn man sich einen Hütehund kauft in der Annahme, dieser würde sowieso nicht jagen

Nein, davon bin ich nicht ausgegangen. Keine Sorge. Ich weiß ja auch, dass es da Unterschiede auch rasseintern gibt…

Aber sagen wir es so: Es überrascht mich bei einem Collie oder Sheltie-Mix weniger, wenn er kaum jagt, als bei einem Jagdterrier oder DKH.
 
  • snowflake
Der Hund ist ja durchaus in der Lage zu unterscheiden zwischen verschiedenen Tieren und Situationen.
Aber nicht jeder, immer und überall. Oder wieso pirscht sich ein Hütehund sonst fixierend an einen anderen Hund an?
Er sollte doch dann erkennen, dass dieser weder in die Kategorie "zu hüten" noch in die "zu jagen" fällt.
 
  • Crabat
Aber alle Hunde(Rassen) können sich fixierend an andere Hunde anpirschen. Ganz besonders gerne machen das doch zB auch Viszla und Dalmatiner?
Es sieht beim Hüter wie dem BC nur besonders „gekonnt“ aus und sie setzen ihre Augen und Bewegungen dabei noch besser ein.
 
  • Murhy
Zu meinen Erfahrungen mit meinen bisherigen Hunden: in meiner Kindheit Airedales, der erste null Jagdtrieb, ich bin als 10jährige mit ihm ohne Leine durch den Wald, der zweite war schon interessierter.
Dann kam mein erster eigener, ein Riesenschnauzer, der hätte auch die Maus über die Straße getragen.
Dann kamen die aus dem Tierschutz: Josch, ein fast reinrassiger Appenzeller, eine Jagdsau, aber nur auf Sicht, der war dann so 2 Stunden weg mit Geläut und allem....
Als nächster mein Karle (Collie-Schäfermix, also ein echter Hüter) , der ist losgespurtet, wenn was weggerannt ist, kam aber sofort wieder, wenn er mich nicht mehr gesehen hat.
Und jetzt Murphy, der Griffon, der sich Rehe seelenruhig anschaut, wenn sie unseren Weg kreuzen. Allerdings wird der Griffon dazu eingesetzt, Wildschweine in der Meute aufzuspüren und zu umstellen, bis der Jäger kommt. Wir haben keine Meute und auch glücklicherweise noch nie ein Wildschwein gesehen, also sucht er weiter Pilze...
 
  • tessa
Dann kamen die aus dem Tierschutz: Josch, ein fast reinrassiger Appenzeller, eine Jagdsau, aber nur auf Sicht, der war dann so 2 Stunden weg mit Geläut und allem....
Wobei man den Schweizer Sennenhunden ja eigentlich "angeborene Hoftreue und fehlenden Jagdtrieb" nachsagt...

Gruß
tessa
 
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