Starke nächtliche Unruhe

Kathrin mit Luzy

Hallo liebe Community,
Aus der fleißigen Mitleserin wird jetzt eine Fragestellerin geworden. Vielleicht kennt ja der eine oder andere die Situation und hat einen Tipp. Vorab: Natürlich war ich mit meinem Hund beim Tierarzt (dazu später mehr) und habe auch zwei versierte Hundetrainerinnen zu Rate gezogen. Bislang aber leider ohne wirklich durchschlagenden Erfolg. Also:
Meine Herdenschützerin Luzy ist jetzt 10,5 Jahre und lebt seit zwei Jahren bei mir. Meine Mami und ich haben sie vor sieben Jahren adoptiert; sie kommt ursprünglich aus Rumänien. Sie liebt alle Menschen und ist mit Artgenossen sehr verträglich.
Aber: in unregelmäßigen Abständen ist sie nachts mega-gestresst, sie hechelt, speichelt, rennt durch die Wohnung und die Augen sind so groß wie Wagenräder. Meistens reicht es, wenn ich sie mehrfach wieder auf ihren Platz schicke. Manchmal bleibt mir nichts anderes übrig, als mit ihr einmal um den Block zu gehen (sie muss aber nicht). Meistens ist dann meine Nacht auch erstmal nachhaltig unterbrochen. Es gibt keine ungewöhnlichen Geräusche, Lichter, etc. Sie hat keine Verlustängste, da ich ja dann zu Hause bin. Wenn ich sie abends mal für eine Weile alleine lasse, ist das kein Problem. Meistens springt sie zwischen 23.00 und 2.00 auf. Ab und zu zeigt sich dieses Verhalten auch tagsüber. Die Tierärztin vermutet eine beginnende Demenz und hat uns Karsivan mitgegeben. Das zeigt aber noch überhaupt keine Wirkung. Schilddrüse ist in Ordnung und Arthrose u.ä. konnte sie auch ausschließen. Ende des Monats wird noch untersucht, ob sie eventuell nicht mehr gut sehen kann.
Adaptil, Zylkene habe ich alles schon - auch über eine längere Zeit - ausprobiert. Auch hier konnte ich keine wirkliche Besserung feststellen.
Hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen / Beobachtungen gemacht? Ich möchte Luzy den Stress so gerne nehmen (und je gestresster sie wird, desto ruhiger und bedachter werde ich), aber ich komme langsam mit meinem Latein am Ende an.
Vielen Dank fürs Lesen!!
 
  • 17. Juni 2024
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Hi Kathrin mit Luzy ... hast du hier schon mal geguckt?
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  • 17. Juni 2024
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Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund... 



Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

Hier der Link zu ihrer Seite! 
Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte! 

LG Meike mit Benny
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Der Hund ist komplett mit großem Blutbild untersucht worden. Herzinsuffizienz wurde auch ausgeschlossen.
 
Leider kenne ich das, was du beschreibst, auch nur von meinen hochbetagten Hunden als ein Symptom von Demenz. Geholfen hat bei uns jeweils Karsivan.
Darüberhinaus habe ich aus meiner Erfahrung leider keinen Rat für dich, hoffe und wünsche dir aber, daß du noch eine Lösung für das Problem findest.
 
Danke schön! Wie lange hast Du denn Karsivan gegeben, bis Du eine Verbesserung feststellen konntest? Ich bin ja realistisch und weiß, dass meine große Hündin jetzt auch schon zu den Senioren gehört. Mit jeglicher Diagnose kann ich gut leben, wenn ich dann was machen kann, um ihr zu helfen.❤
 
  • 17. Juni 2024
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Ich würde vielleicht Schmerzmittel und/oder CBD Öl ausprobieren.
 
CBD habe ich schon in allen Variationen ausprobiert und Schmerzen hat sie lt Tierärztin nicht.
 
Deshalb schrieb ich ausprobieren. Mal zwei Wochen eins geben und schauen ob es verschwindet. Die TÄ sieht sie ja in dem Moment nicht.
 
Hmm...ich bin bei Schmerzmitteln ohne Indikation eher zurückhaltend. Hast Du da Erfahrungen?
 
Ich habe über einen längeren Zeitraum viel Schmerzmittel gegeben, nach Gefühl.
Aber da du das eh nur beim TA bekommst, würde ich mit der einfach mal drüber sprechen.
 
Ging es denn bei Dir auch um nächtliche Unruhe oder gab es akute Schmerzen?
 
Es ging um akute Schmerzen.

Sind bei deinem Hund auch Bauchschmerzen ausgeschlossen?
 
Danke schön! Wie lange hast Du denn Karsivan gegeben, bis Du eine Verbesserung feststellen konntest? Ich bin ja realistisch und weiß, dass meine große Hündin jetzt auch schon zu den Senioren gehört. Mit jeglicher Diagnose kann ich gut leben, wenn ich dann was machen kann, um ihr zu helfen.❤
Das ist sehr lange her. Ich bin nicht mehr sicher, wie lange es gedauert hat, bis sich der Zustand besserte. Sicherlich einige Tage/Wochen. Mir ging es damals allerdings auch in erster Linie darum, daß der Zustand sich nicht, bzw. nur möglichst langsam verschlechtert. Und das hat funktioniert.

Meine Hündin war zwar dann noch jahrelang "wunderlich", auch mit Karsivan, baute aber nicht mehr (unverhältnismäßig) weiter ab und ist noch ziemlich geschmeidig 18 Jahre alt geworden.
 
18 Jahre ist aber ja auch ein stolzes AlterUnd ein wenig verhaltensoriginell sind sie ja alle. Ich gebe Karsivan auch weiter, mal sehen, ob es anschlägt.
 
Das bezweifel ich gar nicht, ich weiß aber wie es ist mit einem Hund "ohne Schmerzen" tagsüber beim TA zu stehen und nachts dreht der Hund hohl vor Schmerzen. Das hatte ich nämlich auch.
Und sie wollte dann immer Gassi gehen. Grund waren massive Blähungen/Magenschmerzen aufgrund einer Unverträglichkeit/Allergie. Sie konnte nichtmal liegen vor Schmerzen. Tagsüber hast du ihr aber nichts angemerkt.

Das klingt jetzt fast als würde ich dich überreden wollen oder so. Will ich nicht. Nur vielleicht als Denkanstoß. Schmatzen/Speicheln kenn ich eben als Schmerzäußerung oder bei Sodbrennen und weniger bei Demenz.
 
Oh, interessant. Ich bin ja ohnehin in enger Absprache mit meiner TÄ; werde ich nochmal thematisieren. Danke.
 
Meine erste Hündin damals hatte ganz schlimme Demenz. Karsivan hat bei uns auch nicht mehr geholfen. Wir haben auf Selgian zurückgegriffen, ein Psychopharmaka. Damit wurde es besser.
 
Wahrscheinlich hast du schon versucht, den Tages- (bzw. Nacht-)Ablauf ein bißchen zu verändern?
Also, wenn du den Zeitpunkt dieser "Anfälle" relativ gut einschränken kannst auf "immer zwischen 23.00 und 2.00 Uhr" , dann vielleicht die letzte Abendrunde (oder eine Zusatzrunde) so spät wie nur möglich einlegen. Regelmäßig. Sodaß du praktisch dem Anfall "zuvor" kommst. Oder daß sich das Ganze dadurch vielleicht so "steuern" lässt, daß es sich in den frühen Morgen verschiebt, wenn du sowieso aufstehen musst?
 
Meine erste Hündin damals hatte ganz schlimme Demenz. Karsivan hat bei uns auch nicht mehr geholfen. Wir haben auf Selgian zurückgegriffen, ein Psychopharmaka. Damit wurde es besser.
Und wie waren da die Symptome? Meine TÄ ist glücklicherweise auch recht pragmatisch: "Wenn Karsivan nicht hilft, lass ich mir was Neues einfallen." Werde sie dann ggf. auf Selgian ansprechen.
 
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