Pitbulls zu unrecht getötet

Meike

KSG-Panzergrenadier™
15 Jahre Mitglied
"Kampfhunde zu Unrecht getötet" meldet die Taunus Zeitung.

"Die Tötung zweier Pitbullrüden durch die Veterinärbehörde des Main-Kinzig-Kreises war rechtswidrig. Dies hat das die zweite Kammer des Verwaltungsgerichts Frankfurt festgestellt. Die beiden Rüden waren Ende 1998 gemeinsam mit 18 weiteren Kampfhunden getötet worden. Sie waren zuvor bei Ermittlungen gegen die sich mutmaßlich etablierende Hundekämpferszene beschlagnahmt worden. Die 20 Hunde wurden durch beamtete Tierärzte begutachtet und als agressiv eingeschätzt worden. Sie dürften, so das Urteil der Tierärzte damals, nicht mit anderen Hunden zusammenkommen und seien somit zu einem Leben in Isolation verurteilt. Aus diesem Grund waren die 20 Hunde eingeschläfert worden. Gegen diese Entscheidung wurde, zwei Rüden betreffend, geklagt. Beide Rüden sind, so das Gericht jetzt, zu Unrecht getötet worden. Die Veterinärbehörde in Hanau habe die Hunde unmittelbar nach dem tierärztlichen Gutachten getötet, ohne Mitarbeiter des Tierschutzvereins und einen Privatkläger anzuhören. Dadurch, so das Gericht, habe sich die Behörde "ohne Not in eine schwierige Beweislage gebracht". Nachweisen ließ sich im Nachhinein nicht mehr, dass die Hunde wirklich so gefährlich waren. Da die beklagte Behörde den Beweis aufgrund der von ihr selbst geschaffenen Sachlage nicht bringen konnte, gaben die Verwaltungsrichter den Klägern Recht."





 
  • 16. Juni 2024
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Hi Meike ... hast du hier schon mal geguckt?
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Hallo Meike,

ich kenne diese ganze traurige Geschichte. Einer der Hunde war 6 Jahre alt und Bluter, der andere 9 Jahre alt und herzkrank. Und man verdächtigte den Hundehalter d i e s e Hunde in den Hundekampf geschickt zu haben.
Die Behörden waren im Blutrausch, weil sie tatsächlich die Hundekampfszene aufgedeckt hatten. Aber diese Hunde waren aus dem Tierheim und wurden niemals für Hundekämpfe verwendet.
Das Urteil wird den Hunden nichts nutzen. Sie sind kurz vor Weihnachten 1998 getötet worden.

Gruß

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Beckersmom
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www.hund-und-halter.de
 
Welche Konsequenz hat dieses Urteil für das Tierheim?


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Marion und ihre 2 Höllenhunde Tau & Tiptoe
 
Ich weiß einfach nicht mehr was ich bei diesen ganzen Geschichten sagen soll. Es ist nur noch um heulen,losbrüllen undverzweifeln...



 
Hallo Marion,

das Urteil hat keine Konsequenzen für das Tierheim, da dieses zusammen mit den Besitzern geklagt hat
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Liebe Grüße

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Beckersmom
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www.hund-und-halter.de
 
Hi !!!

Was ist mit den Haltern der Hunde????

Mich würde mal intressieren,ob man in so einem Fall das Geld,was man für den Kauf des Hundes ect. bezahlt hat wieder bekommt???

Den Hunden nutzt diese Urteil nichts,aber vielleicht gibt es den Hundebesitzern Mut auch zu klagen,deren Hunde auch ohne Grund eingeschläfert wurden.


Traurig sind Sera und Dino
 
Oops, Mom, korrigiere die Frage
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:

Was waren die Konsequenzen für die Veterinärbehörde? Den irgendeine Folge muß das Urteil doch haben, oder??


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Marion und ihre 2 Höllenhunde Tau & Tiptoe
 
Hallo Marion,

hier noch einmal ein ausführlicher Artikel, der Deine Fragen beantwortet
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Zu viele Pitbulls eingeschläfert

Verwaltungsgericht teilt Position zweier Kampfhundebesitzer

Von Wolfgang Heininger

Eine umfangreiche Tötungsaktion von so genannten Kampfhunden durch das Veterinäramt des Main-Kinzig-Kreises im Jahr 1998 war zumindest teilweise rechtswidrig. Diese Feststellung hat jetzt das Frankfurter Verwaltungsgericht getroffen.

MAIN-KINZIG-KREIS. Weil die Hanauer Staatsanwaltschaft in der Region eine umfangreiche "Hundekämpferszene" vermutete, holte sie Mitte Dezember 1998 zum vermeintlich großen Schlag aus. 20 Pitbulls wurden damals beschlagnahmt, vier Tage später auf ihren Charakter hin begutachtet und dann der Veterinärbehörde übergeben. Die fackelte nicht lange, sondern ließ alle sichergestellten Hunde noch am gleichen Tag einschläfern.

Dies sei unrechtmäßig gewesen, meinten zwei der Besitzer, das Hanauer Tierheim und ein "Gassigänger", der einen dieser Hunde zunächst häufiger ausgeführt und später ganz zu sich genommen hatte. Die Behörde habe vorschnell gehandelt und nicht den Rechtsweg eingehalten. Der hätte bedeutet, einen Bescheid über die Gefährlichkeit der Tiere zu erlassen und die Tötung anzukündigen, aber auch, den Besitzern die Möglichkeit zu geben, dagegen Widerspruch einzulegen. Sie zogen daher vor das Verwaltungsgericht.

Nach Darstellung ihres Rechtsanwaltes Ernst Böttcher war das gesamte Verfahren zweifelhaft. So seien die 20 Hunde in nur viereinhalb Stunden gewogen, gemessen und von drei Sachverständigen auf ihren Charakter hin untersucht worden. Pro Hund sei das noch nicht einmal eine Viertelstunde Zeit gewesen. Es müsse sich daher um eine sehr oberflächliche Untersuchung gehandelt haben. Zum Verhängnis sei den beiden Tieren auch geworden, dass sie gepflegt waren und gut im Futter standen, berichtete Rechtsanwalt Böttcher. Dies sei als Indiz dafür gewertet worden, dass sie zu Hundekämpfen eingesetzt werden sollten. Dabei habe zumindest der eine unter Epilepsie und einem Herzfehler gelitten und deshalb ständig Medikamente benötigt.

Das Veterinäramt argumentierte dagegen, bei allen Tieren habe es sich um ausgebildete oder schon zum Kampf verwendete Hunde gehalten. Aufgrund ihrer Aggressivität handele es sich um eine ständige Gefahr für Artgenossen und Menschen. Ihr Weiterleben wäre nur isoliert und unter strenger Aufsicht möglich gewesen, was für die Tiere ein erhebliches Leiden dargestellt hätte. Somit sei nur die Tötung in Frage gekommen.

Das Verwaltungsgericht kam jetzt allerdings zu einem anderen Schluss. Demnach war zumindest das Einschläfern der beiden Pitbullrüden rechtswidrig. So habe sich die Behörde durch Nichtanhörung des beteiligten Tierschutzvereins und des anderen Klägers "ohne Not" in eine schwierige Beweislage gebracht. Es sei jedenfalls nicht mehr festzustellen, dass die Tötung notwendig war. Weitergehende Folgen, etwa dass das Veterinäramt nun schadensersatzpflichtig wäre, hat das Urteil nicht. Für Rechtsanwalt Böttcher und die beiden Kläger bleibt lediglich die Hoffnung, dass die beteiligten Stellen in Zukunft weniger rigide vorgehen. (Az: E837/99 und 2 E 1506/99)



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Copyright © Frankfurter Rundschau 2001
Dokument erstellt am 28.05.2001 um 23:59:26 Uhr
Erscheinungsdatum 29.05.2001




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Beckersmom
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Danke Mom
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Wieso bleiben Verstöße gegen das Gesetz, wenn sie von offizieller Seite erfolgen (siehe auch Spendenskandal der CDU etc.) eigentlich immer ohne Konsequenzen?
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Fassungslos und wütend


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Marion und ihre 2 Höllenhunde Tau & Tiptoe
 
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