Wie gewöhne ich meinen Hund und meine Katze aneinander?

Frau J.

10 Jahre Mitglied
Hallo!

Ich hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen.

Meine Katze (2,5) hat seit 10 Tagen einen Mitbewohner: einen neunmonatigen Labrador-Schäferhund-Mix. Der Hund ist sehr verspielt und noch sehr ungezogen. Anfangs war es so, dass der Hund immer zur Katze wollte, die sich in ihre Ecke zurückzog und knurrte und fauchte. Der Hund akzeptierte dies und ließ sie in Ruhe. Es kam auch schon vor, dass beide gemeinsam in einem Raum lagen und schliefen, im Abstand von 2m. Da waren mein Mann und ich noch zuversichtlich, dass sich beide aneinander gewöhnen.

Doch dann akzeptierte der Hund das Rückzugsbedürfnis der Katze immer weniger. Um der Katze Stress zu ersparen, verschoben wir ihr Revier ins Wohnzimmer und legten die Decke des Hundes dorthin, damit sie sich an den Geruch gewöhnen konnte. Der Hund bekam im Gegenzug ihre Decke.

Heute haben wir auf Anraten einer Tierheilpraktikerin die beiden zusammen in ein Zimmer gelassen und den Hund nicht festgehalten. Der Hund rannte zur Katze, die Katze rannte vor ihm weg, schlug mehrmals nach ihm, was ihn völlig unbeeindruckt ließ, er erwischte sie am Bein, dann trennten wir sie.

Nun ist die Katze wieder im Wohnzimmer und der Hund in einem anderen Raum.

Wir machen uns Sorgen, dass die beiden sich nie aneinander gewöhnen werden. Klar, 10 Tage sind kurz, aber welches ist der beste Weg, den beiden die Gewöhnung zu erleichtern? Wir hören so viele unterschiedliche Vorgehensweisen: die beiden sich selbst zu überlassen, Clickertraining, den Hund beim Ansetzen zum Jagen nicht zu bestrafen/zu bestrafen etc.

Kann uns jemand sagen, wie wir weiter vorgehen sollen und können?

Wie Ihr seht, bin ich von dem Kampf gerade noch etwas durcheinander. Hoffe, Ihr versteht trotzdem, was ich meine.

Vielen Dank und viele Grüße,

Judith
 
  • 17. April 2024
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Hi Frau J. ... hast du hier schon mal geguckt?
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liebe judith =)
dieses problem hatten wir auch als unsre hündin lucy vor einem 3/4 jahr bei uns einzog. zu dem zeitpunkt hatten wir noch zwei katzen (eine mussten wir wegen krebs einschläfern lassen...). lucy war zu dem zeitpunkt 7 monate und die katzen beide 11 jahre alt. am anfang ging es genau anders zu: lucy ärgerte die katzen ohne rücksicht auf verluste (da musste sie auch schon mal nen blutigen kratzer auf der nase einstecken). molly, die kleinere der beiden, war schon immer ein kämpfer, schnurri (RIP, bärchen!) jedoch war immer schon ängstlich und scheu. aber lucy hatte gehörig respekt vor ihr, denn sie spuckte schon von 2m entfernung. jetzt, da sie nur noch molly zum ärgern hat, macht es ihr auch nicht mehr so viel spaß. manchmal foppt sie die katze immer noch (nase in den hinter stecken, ins fell prusten, usw.) aber sie streiten nicht mehr. wir haben immer entschieden AUS! gesagt wenn sie zu aufdringlich wurde. und ich habe auch immer mal die katze auf den arm genommen, sie gestreichelt und bin zum hund gegangen. das hat wunderbar geklappt, ist aber eine vertrauensprobe. ausserdem verbinden die beide gemeinsame schmusestunden (mit mir *g*) oder futter (käse ;)). ich habe hierbei die rangfolgen auf katze, dann hund verteilt. mittlerweile fressen sie nebeneinander und molly stubst den hund auch schon freundschaftlich an :). war aber ein langer weg, hatte aber anfangs echte angst, dass es gar nicht klappt, immer hin lagen 11 jahre ohne hund hinter meinen miezen.
hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen, hab geduld und sei konsequent!
lg
franzi
 
  • 17. April 2024
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Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund... 



Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

Hier der Link zu ihrer Seite! 
Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte! 

LG Meike mit Benny
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10 Tage sind eine seeehr kurze Zeit um ein definitives Urteil abzugeben... Katzen und Hunde sind nunmal Artverschiedene Tiere und müssen sich zuerst kennen lernen und das kann dauern... vorallem bei jungen stürmischen Hunden :) .
Lass einfach nicht zu das er die Katze jagt, mach im klar das du der Chef bist und es das bei dir nicht gibt, diesen jagttrieb darf er nicht ausleben. Wir hatten schon viele Pflegehunde und die meisten kannten keine Katzen, bei uns gabs einfach einen Rüffel und wir haben die Katzen auf den Arm genommen um zu zeigen, das sie dazugehört. Natürlich auch dringend einen sicheren Fluchtplatz für die Katze einrichten.
Bis jetzt hat es bei jedem Hund seine Wirkung gezeigt :) ...
Jedoch wenn es nach langer Zeit immer noch nicht geht würde ich mir schon nexte Schritte überlegen, den für die Katze ist es leider wirklich totaler Stress!
Ich hoffe es klappt bei euch, meist braucht es einfach viel Geduld und einen kühlen Kopf.
Wir haben das gegenteilige Problem unsere Katzen hängen total an unserer Hündin und wir müssen fast ein Fluchplatz für sie einrichten :lol: .

Liebe Grüsse

(übrigens würde ich die beide bestimmt nicht bewusst alleine lassen, à la das müssen sie zusammen ausmachen...!!)
 
da gebe ich saga ganz recht!ich würde die beide auch niemals alleine lassen, das würde wahrscheinlich den totalen rückfall bedeuten!
was auch ein schwerwiegendes problem ist, dass hunde und katzen sich überhaupt nicht "sprachlich" verstehen. sie reden soz. aneinander vorbei. wenn hunde mit dem schwanz wedel, bedeutet das meist freude (gibt natürlich auch agressives und unterwürfiges wedeln), wenn katzen allerdings mit dem schwanz "wedeln", sind sie gereizt und agressiv.
wenn katzen die ohren anlegen heißt das: lass mich in ruhe, bei hunden meistens: ich unterwerfe mich!
siehst du was ich meine? für die katze hat die körperhaltung des hundes etwas bedrohendes, wobei die körperhaltung der katze meist wie eine unterwerfung oder spielaufforderung wirkt. also ganz konfus die sache :(
ansonsten find ich die tipps von saga gut, wie gesagt, halt die ohren steif :)
lg franzi
 
Danke für die Tipps. :)

Wir machen es jetzt so, dass wir den Hund angeleint mit ins Wohnzimmer nehmen und er bei meinem Mann bleibt, während ich mit der Katze auf dem Arm schmuse. Er wird ein wenig ruhiger und wir zuversichtlicher. :)

Ich überlege gerade, ob wir beiden immer ein besonderes Schmankerl geben sollen, wenn sie gemeinsam in einem Raum sind. Was meint Ihr?
 
  • 17. April 2024
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hallo,
ich habe eine fast 8 jahre alte husky dame und stehe vor einem ähnlichen problem.
allerdings ist es so das die katzen mit hunden aufgewachsen sind und meine luna katzen nur als jagtbeute kannte bevor sie zu mir kam. im augenblick ist es so das sie die katzen warscheinlich zerfleischen würde wenn sie ran kommt, ein paar haare mussten bei den katzen leider schon dran glauben. momentan ist es so das wir sie getrennt in der wohnung halten und abends beim fernsehen bekommt luna dann die leine dran und einen maulkorb der verhindern soll das den katzen etwas passiert. da luna bei sichtung der katzen auf nichts und niemanden mehr hört bekam sie auch schon gehörige rüffler .... aber es ist eine besserung in sicht, wenn auch nur in milimerter schritten.

also nicht aufgeben das wird schon!

LG Yvonne+Luna
 
Nutzt mal die Suchfunktion hier im Forum, da gab es schon zig Themen drüber.
 
hallo zusammen,
ich habe 2 Katzen und habe mir einen kleinen staff geholt deer am 28.06.2007 zu mir nach hause kommt...
Meine Katzen sind beide Freigänger aber ich habe echt angst das sie nicht mit den kleinen Hund zurecht kommen....
Mein Nachbar hat schon ein hund und wenn meine Katze an ihm vorbei muss macht sie einen riesen bogen um ihn....
Brauche dringend nützliche hilfe wie ich das angehen soll......
vile grüsse
jessica
 
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Hallo Jessica,

ich kann leider nur Midivis Post wiederholen, welches über deinem aufgeführt ist. Die Suchfunktion wird dir hier sicherlich weiter helfen bei diesem Problem.
Das Thema "Zusammenführung von Hund und Katze" wurde hier einige Male besprochen und verschiedene Methoden wurden vorgestellt.
Hoffe, das hilft dir.

Grüsse und viel Glück :hallo:
 
Hi, Ich stimme im Wesentlichen Saga zu, auf keinen Fall dürfen die zwei alleine bleiben und schon garnicht würde ich die geringste Attacke auf die Katze erlauben.
Ich will mal versuchen zu erklären, wie ich solche spannungsgeladenen Situationen löse. Sobald ich merke, daß Spannung auf den Hund kommt und er beginnt, die Katze zu fixieren, knie oder hocke ich mich neben den Hund. Eine Hand habe ich vorne an seiner Brust, mit dem Daumen schlüpfe ich (zur Sicherheit) unter das Halsband. Mit dem anderen Arm umfasse ich den Hund und drücke ihn sanft aber bestimmt an mich. Mit ganz leiser ruhiger Stimme lobe ich den Hund, solange er entspannt ist ( Braaaav, Schön vorsichtig sein. Priiiima!), merke ich daß er verspannt oder anfängt zu bellen oder so, sage ich leise aber sehr energisch "Nein". Notfalls kann man da auch mal schnell einen Schnauzengriff machen. Nimmt er sich zurück, lobe ich wieder. Wichtig ist, daß man selber keine Spannung erzeugt durch Rucke am Halsband, laute oder streßige Stimme oder so. Du mußt Geduld haben. Entspannt sich der Hund trotzdem garnicht, bring ihn mit "Schade, schade" einfach aus dem Raum raus.
Am Anfang mach ich das aus größerer Entfernung, dann immer näher. Das hat bislang bei allen meinen Hunden super geklappt. Du kannst die Übung immer machen, wenn der Hund hochfährt damit er sich daran gewöhnt z.b. du gehst zur Hundewiese, der Hund zappelt rum, du machst die Übung und erst, wenn der Hund sich entspannt, darf er loslaufen (vermeidet übrigens auch das häufig heftige Aufeinanderprallen bei der begrüßung zwischen hunden!) Z.B. dein Mann äßt den Ball titschen oder rollt ihn, der Hund darf erst hin, wenn er ruhig ist (Viel Spaß bei balljunkies!!)
Ich fang mit der Übung schon in den Welpengruppen an z.b. wenn die Welpen in den Auslauf wollen, wenn wir an Tieren vorbeigehen usw. das nehmen die wunderbar an!
 
ich danke euch für eure hilfe und hoffe das ich es schaffe.....
werde euch berichten was draus geworden ist....
viele grüsse jessica
 
Bin grad dabei zwei sechsjährige Katzen und nen ebensoalten Hund (beide ohne Erfahrungen mit der anderen Art) aneinander zu gewöhnen..

Wir haben ein Kindergitter (bzw zwei übereinander) in die Wohnzimmertüre installiert so dass sich sowohl Hund, als auch Katz ohne Streß die Gegenpartei ansehen kann und sie sich näher kommen können..jetzt nach ca. fünf Wochen kann man die drei schon -unter Aufsicht- zueinander lassen..auch alle zusammen im Garten funktioniert schon ganz gut..
Wir haben Cain immer mit einem lauten "PFUI" von den Katzen abgerufen, wenn er zu -sagen wir mal- stürmisch war/ist und gelobt und Leckerchen gegeben, wenn er sich richtig verhalten hat...
Und dann natürlich immer schön mit Sichtkontakt füttern/Leckerle geben.. eins für die Mietz, eins für den Hund usw... (mein Kater hat superschnell begriffen, dass dfer Hund garnicht sooo schlecht sein kann, wenn man da immer Leckerle kriegt *schmunzel*)

(ich muss vllt dazu sagen, dass er fremde Katzen jagen will!)

Du wirst das schon hinkriegen! Nur Geduld!
Ich hab mal den Tip mit den drei R´s gekriegt: Ruhe, Respekt und Routine... ich denke das triffts doch ganz gut!
Ich drück die Daumen, das wird schon!
 
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