Rüden verbissen sich...

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Rüden verbissen sich ineinander
In Oberembt geht die Angst um

Von Vanessa Wodtke

Elsdorf-Oberembt. "Ich gehe schon lange nicht mehr mit meinem Hund vor die Tür", sagt die ältere Frau verängstigt. Seit einiger Zeit schon geht bei den Anwohnern der Neusser Straße die Angst um.

Freitagabend: Die beiden Staffordshire-Terrier einer jungen, neu zugezogenen Familie, deren Haus sich noch im Bau befindet, laufen frei und ohne Maulkorb herum.

Die beiden Hunde haben das uneingezäunte Grundstück ihrer Besitzer unbemerkt verlassen und halten sich im Garten eines Nachbarhauses auf. Als eine junge Frau mit zwei Rüden, einer von ihnen ebenfalls nicht angeleint, die Straße entlangkommt, eskaliert die Situation.

Einer der Staffordshire-Terrier und der freilaufende Rüde der Spaziergängerin verbeißen sich ineinander. Beim Versuch, die Hunde zu trennen, werden sowohl die Spaziergängerin als auch die Besitzerin der Kampfhunde verletzt, die mittlerweile aufmerksam geworden ist. Beide Frauen müssen im Bedburger Krankenhaus an ihren Bisswunden behandelt werden.

"Es war ein Revierkampf zwischen Rüden", meint die verletzte Spaziergängerin im Nachhinein.

"Die Staffordshire-Terrier waren meiner Meinung nach nicht besonders aggressiv. Die haben nicht nach Menschen gebissen. Das Problem ist einfach das frei Herumlaufen ohne Aufsicht."

Das sehen viele Anwohner aus der unmittelbaren Nachbarschaft genauso. Schon seit längerer Zeit bereitet es einer jungen Mutter Magenschmerzen, dass ihr dreijähriger Sohn unmittelbar neben frei laufenden Kampfhunden spielen soll:

"Ich habe Angst um mein Kind. Die haben ihre Tiere nicht unter Kontrolle, ständig laufen die einfach auf der Straße herum", erzählt sie.

Mit Freunden im Garten spielen, das traue sich ihr Sohn nicht mehr: "Andere Kinder dürfen sowieso nicht mehr zu uns kommen. Ist doch klar, alle haben Angst".

Die Besitzer der Kampfhunde wollten sich gestern auf Anfrage der Rundschau nicht zu dem Vorfall äußern.

Furcht und Unverständnis unter den Anwohnern der Neusser Straße sind groß. Vor allem, weil die Besitzer der beiden Terrier selber Eltern kleiner Kinder sind, die nach Aussage der Nachbarn öfter die Hunde an der Leine führen.

"Ich versteh das einfach nicht. Ein Drei-Käse-Hoch kann doch so ein Tier nicht festhalten", schüttelt eine weitere Anwohnerin den Kopf. In der Neusser Straße sind sich die Nachbarn einig: Es muss sich etwa ändern. Deshalb sammeln sie jetzt Unterschriften und fordern strengere Auflagen.

"Mir ist klar, dass wir da für Ordnung sorgen müssen", sagte Elsdorfs Bürgermeister Harald Schröder gestern Abend. Er war noch in der Nacht auf Samstag im Haus der Kampfhundbesitzer und sprach auch mit besorgten Anwohnern.

Am Montag werde unverzüglich das Ordnungsamt eingeschaltet, das auch zuständig ist. Dann werde auch die Auflage erlassen, einen Zwinger zu errichten, kündigte Schröder an.

Quelle: Kölnische Rundschau 28.05.01
 
Er war im Haus der "Kampfhundbesitzer" *würg*.
Die Halter der beiden Hunde müssen auf ihre Tiere achten - keine Frage, nur ist mir der Artikel wieder zu einseitig. Es wird pausenlos auf die Gefährlichkeit hingewiesen, die angeblich von diesen beiden Hunden ausgeht. "Die Kinder dürfen keinen Besuch mehr bekommen..." Wie weit wollen die Anwohner noch gehen?
Vorschlag: Sicherheitsgebiet rund um das Haus der Familie mit den beiden Hunden, Stacheldraht und Starkstrom sowieso, Warnschilder schon am Ortseingang...

watson
 
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