Kampfhunde in Deutschland: Die Endlösung?

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la loca

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Der Artikel ,Kampfhunde in Deutschland: Die Endlösung?' ist erstmals im
Journal Franz Weber No. 55, 1. Quartal 2001 erschienen. Wir publizieren
diesen aufrüttelnden Artikel mit freundlicher Genehmigung der Schweizer
Umweltschutz-Organisation Fondation Franz Weber.
Das vierteljährlich publizierte Journal Franz Weber können Sie unter
folgender Internet-Adresse abonnieren:

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Kampfhunde in Deutschland

Die Endlösung?
Von Alika Lindbergh

Unglaublich, aber wahr - und wäre es nicht mit Verzweiflung, Leiden und
Tod verbunden, könnte man meinen, es sei ein Gag: In Deutschland wird zur
Zeit die Vernichtung sämtlicher so genannter "Kampfhunde" vorbereitet,
einschließlich harmloser Bastarde, denen man irgendeine, wenn auch
imaginäre, Verwandtschaft mit den großen Fleischerhunden nachsagt. Und
dies bis zur völligen Ausmerzung ihrer Rassen. (Wobei die allgemein
verwendete Bezeichnung "Rasse" natürlich ungenau ist; wir werden sie
jedoch notgedrungenermaßen verwenden, um Mißverständnisse zu vermeiden.)

American Staffordshire Terrier, American Pitt Bull Terrier, Bull Terrier,
American Bulldog, Bandog, Bullmastiff, Bordeaux-Dogge, Argentinische
Dogge, Fila Brasileiro, Kangal (oder Karabash), Kaukasischer Owtscharka,
Mastiff, Spanischer Schäferhund, Neapolitanischer Schäferhund, Tosa Isu:
Die Liste ist nicht vollständig, sind doch in gewissen Gegenden noch
andere Rassen im Visier der Hundefeinde, die sich eine so gute Gelegenheit
nicht entgehen lassen wollen, Geschöpfe aus der Welt zu schaffen, die
ihnen ein Dorn im Auge sind. 42 Rassen stehen auf der Abschußliste, sind
zur Vernichtung, wenn nicht zur totalen Ausrottung verurteilt. Alles in
allem die Endlösung.

Die Regierung verbreitet die Idee, die Besitzer solcher Hunde seien samt
und sonders kriminelle Asoziale, und die Medien wiederholen diese
skandalöse Lüge im Chor, verbreiten blinden Haß und kollektive Hysterie.
Somit kann nun jeder einfältige Beamte, blind der Disziplin gehorchend,
schon auf bloße Vermutung oder Denunzierung hin bei jedem beliebigen
anständigen Bürger eine Kontrolle durchführen und ohne Durchsuchungsbefehl
dessen vierbeinigen Kameraden beschlagnahmen, und sei es auch der einzige
Freund, den er noch hat.

In Hamburg ist für 2 Millionen Mark ein Schlachthaus zur Gefangenhaltung
und Tötung von Zehntausenden von Hunden eingerichtet worden, denen zuvor
der Buchstabe G für "Gefährlich" auf Ohr oder Schenkel tätowiert wurde.
Das gleiche G oder eine Tafel mit der Aufschrift "Gefährlich" in grellem
Rot ist an den Mauern oder den Türen von Privathäusern angebracht, in
denen diese Unglücklichen auf die Hinrichtung warten müssen.

Was unterscheidet diese Tiere, die nur zu "Kampfhunden" werden, wenn
brutale Menschen sie dazu abrichten, sich gegenseitig zu zerfleischen oder
auf Befehl anzugreifen - was unterscheidet sie von Polizei- oder
Armeehunden, die mit fletschenden Zähnen auf Feinde losgehen und Übeltäter
in Schach halten und dafür ausgezeichnet werden, außer daß ihre "Meister"
nicht auf der gleichen Seite stehen? Alle die Unzähligen aber, die nicht
in die Hände krimineller Menschen gefallen sind, treue Gefährten von
Kindern, von einsamen alten Menschen, von Familien, die sie lieben -
welche Gemeinheit ist es doch, sie zu Sündenböcken der wachsenden
allgemeinen Unsicherheit zu machen - sie, die nur für uns leben, sie, die
ihr Leben geben würden, um uns zu beschützen!

Das Hamburger Vernichtungslager - genauso wie andere in ganz Deutschland
eingerichtete - rühmt sich höchster Effizienz: Ein Eisenbahngleis führt
direkt zum einzigen Eingang, und dank seinem Standort nahe der Elbe lassen
sich die Kadaverteile diskret entsorgen.

Eine gezielte Propaganda hat die öffentliche Meinung auf diese
Vernichtungswelle vorbereitet, und die von den Behörden erlassenen Befehle
richten sich in genauer Kenntnis der Sachlage an ein disziplinbesessenes
Volk. In Tat und Wahrheit wird der ganzen verborgenen Grausamkeit des
Menschen und all seinen versteckten und unterdrückten Haßgefühlen ein
willkommener Anlaß zum Ausbruch und freien Lauf in aller Legitimität
geboten. Die Bevölkerung wird gar dazu angehalten, bei Freunden, Nachbarn,
Verwandten usw. vorhandene große und starke Hunde anzuzeigen, als ginge es
dabei um einen staatsbürgerlichen Akt gesellschaftlicher Säuberung.

Natürlich sind viele Deutsche entsetzt und versinken in Scham ob dem, was
unweigerlich und mit plastischer Deutlichkeit an die Methoden anderer
Massenvernichtungen erinnert; und diese Bürgerinnen und Bürger sind es,
die an die internationale Meinung appellieren.

Befassen wir uns zuallererst einmal mit dem sattsam bekannten Gemeinplatz,
der immer dann zu hören ist, wenn Tiere leiden und sich eine Parallele zu
Menschen aufdrängt: "Das läßt sich nicht vergleichen - es sind ja nur
Tiere! Es ist unanständig, das Leiden von Tieren mit dem Leiden von
Menschen in Zusammenhang zu bringen."

Wie die Leser des Journals wissen, hat die Fondation Franz Weber diese Art
von Diskriminierung nie akzeptiert. Immer hat sie betont, daß es im
Bereich des Mitgefühls keine Prioritäten geben kann. Mitgefühl kennt keine
Beschränkungen hinsichtlich Klassen, Rassen oder Arten. Mitgefühl ist
unteilbar wie das Leben selbst. Das verkennt unsere westliche Gesellschaft
ganz offensichtlich, wenn sie das Wenige, das den Tieren widerwillig
gewährt wird, gegen das Viele abwägt, das dem Menschen "von Amtes wegen"
zusteht. Das Leiden jedes fühlenden Wesens, vom Menschen bis zum Frosch,
berührt den wahren Altruisten gleichermaßen. Die Volksweisheit sagt: "Wer
Tiere liebt, liebt Menschen." Genauer müßte es heißen: "Wer die Tiere
wahrhaft liebt, liebt auch wirklich die Menschen."

Leute, die protestieren (oft nur aus Anpassertum), und sogleich das
menschliche Elend ins Feld führen, wenn andere sich der Not der Tiere
erbarmen, leiden an seelischem Geiz oder sind Opfer einer engstirnigen,
anthropozentrischen Erziehung, die um Lichtjahre entfernt ist von allem,
was uns mit den übrigen Lebewesen verbindet. Wer ungerührt zusehen kann,
wie ein gemeiner Pöbel die geliebte, sanftmütige Dogge einer alten Dame
vor ihren Augen lebendig verbrennt, ist zweifellos auch imstande, wenn es
die Umstände (rassistische Propaganda, politische oder religiöse Parolen)
gestatten, bei der Folterung von Menschen, die man ihm als schädlich
bezeichnet hat, zuzusehen oder mitzutun. Es handelt sich um eine von
Anfang an pervertierte, der formbaren Kinderseele eingeprägte Denkart; es
ist die unselige Idee, daß alle Lebewesen, die anders sind als wir, "es
nicht so spüren wie wir" und daß sie, eben weil sie anders sind, weniger
wert seien und daher weniger - oder überhaupt keine - Achtung verdienten.
Das ist Rassismus! Ein Rassismus, der den Kindern durch unser Verhalten
den Tieren gegenüber eingeimpft wird.

Das Delikt der "sale gueule"

Unnötig zu sagen, daß in Deutschland die der Verdammung preisgegebenen
Hunde vom Tierschutzgesetz nicht geschützt sind. Ihre Tötung untersteht
keinen Vorschriften und Regeln. Jeder Beliebige kann heute jeden mit dem
ominösen "G" markierten Hund, selbst in Begleitung seiner Besitzer (die
ihrerseits der Lynchjustiz ausgesetzt sind), auf jede beliebige Weise
töten. Außer den zahlreichen Vergiftungen und der bei lebendigem Leibe
verbrannten Dogge, von der oben die Rede war, nehmen die Greueltaten einer
hysterischen Menge zu. So wurde ein ganz junges Mädchen, nur weil sein
Hund ein Bullterrier war, zusammen mit diesem vor den Augen seiner
entsetzten Eltern auf der Straße gesteinigt und bewußtlos auf dem Trottoir
zurückgelassen.

Die Wut der "Rechtschaffenen" kennt keine Grenzen mehr, zumal sich die
Zahl der inkriminierten Hunderassen in gewissen Bundesländern nicht einmal
auf die 16 vorgenannten beschränkt. In Nordrhein-Westfalen stehen 42
Rassen auf der schwarzen Liste, 13 davon in der ersten Kategorie. Warum
nicht gleich eingestehen, daß man es auf alle Hunde abgesehen hat.

Das bedeutet, daß mindestens 60 % der Hundebesitzer und ihre Vierbeiner
dem Volkszorn, beziehungsweise den Henkern der Hundeschlachthäuser
ausgeliefert sind!

Zweifellos sind es sogar noch mehr als 60 %, haben es doch einige
Besessene selbst auf Bastarde abgesehen, auf den bloßen Verdacht hin, daß
auch nur ein paar Tropfen Blutes einer der verteufelten Rassen in ihren
Adern fließe. Es genügt, daß ein Hund etwas mehr als 40 cm Widerristhöhe,
einen großen Kopf mit vage aufgestülptem Fang und ein Mindestgewicht von
20 kg aufweist - schon wird er beschlagnahmt und hingerichtet. Mit einem
Wort: Er bezahlt den Preis dafür, daß der Gesellschaft "seine Visage"
nicht paßt.

Ein Funke genügt, um das Pulverfaß, in diesem Fall das perverse Innere des
sogenannten "zivilisierten Menschen", zur Explosion zu bringen. Unsere
Zeit ist eine Zeit der brutalen Gewalt, der Grausamkeit und des
Fanatismus. Daran hat sich in den letzten Jahrzehnten nichts geändert -
ganz im Gegenteil.

Der Funke, der diesmal soviel Haß entfacht hat, ist ein politisches
Manöver, das man als reines Ablenkungsmanöver bezeichnen kann.

Laut unseren deutschen Korrespondenten ist die öffentliche Meinung durch
den BSE-Skandal und die Unfähigkeit der Regierung, der Kriminalität von
Neonazis Einhalt zu gebieten, aufs Äußerste erhitzt. Um ihre
Entschlossenheit zu demonstrieren, gingen die Politiker gegen die Hunde
der Skinheads vor! Auf perfide Weise setzten sie zunächst die von den
Neonazis bevorzugten Hunde mit ihren Besitzern gleich, erklärten diese
samt und sonders zu gefährlichen Asozialen und entschieden, das Beste sei
daher - wirklich und wahrhaftig! - die Ausmerzung ihrer Hunde.

Das ist natürlich einfacher und weniger riskant als die Festnahme
gewalttätiger Neonazis und anderer fanatisierter Gruppen -
terrorverbreitender Rowdies, die im übrigen mit ihren Pit-Bulls genauso
sadistisch umgehen wie mit den menschlichen Opfern ihrer Aggressionen. Man
muß wissen, daß nach den furchtbaren Kämpfen, bei denen sich halb
wahnsinnige Hunde vor den Augen einer blut- und horrorlüsternen Menge
zerfleischen, den Überlebenden die Wunden mit der Heftmaschine "zugenäht"
werden!

Die Angst vor den Skinheads, diesen psychisch Kranken, ist verständlich.
Doch auch die Hunde sind deren Opfer, vielleicht sogar die am meisten zu
bedauernden. Wie dem auch sei - mit der Vernichtung der Hunde läßt sich in
den Augen der politischen Manipulatoren die verängstigte Öffentlichkeit
mit einem Trostpflaster abspeisen und von der wirklichen Unsicherheit und
deren wahren Urhebern ablenken.

Nacht-und-Nebel-Aktion

Die Verantwortlichen dieser Politik haben wohlverstanden zuerst das
Gewicht der Hundefreunde innerhalb ihrer kostbaren Wählerschaft ausgelotet
und mit Erleichterung festgestellt, daß es kaum von Bedeutung sei, gibt es
doch in Deutschland im Verhältnis zu anderen europäischen Ländern nur
wenige Hunde. Sie zogen daraus den Schluß, daß die Anti-Hunde-Gesetze
keine allzu hohen Wellen schlagen würden, und gingen mit der gleichen
Diskretion ans Werk, die sich schon zu anderen Zeiten bestens bewährt hat.
Die deutschen Medien spielten ihrerseits vor allem die vorgekommenen
Hundebisse hoch, mit Reportagen, die dazu angetan waren, Panik auszulösen.

In Hamburg luden die Organisatoren einer Demonstration von Hundefreunden
die Mitglieder verschiedener Parteien ein, sich mit ihnen auf dem
Rathausplatz zu treffen, wo sie tausend Nelken niederlegten. Der Aufruf
erntete nur eisiges Schweigen.

In diesem Schweigen einer angeblich zivilisierten Welt werden Zehntausende
unserer treuen Gefährten untergehen. Nacht und Nebel - die Taktik hat sich
bewährt. Eine systematische Gleichgültigkeit der Presse hält die Mehrheit
der Europäer im Unwissen über einen Skandal, in den sie sich unter keinen
Umständen einmischen soll.

Informierte Hundefreunde (die mutigen Redaktoren der Zeitschrift "Top Dog"
zum Beispiel oder Freund Hugo Yaez, dem wir viele Einzelheiten dieses
Berichts verdanken) müssen verzweifelt zusehen, wie komplizenhaftes
Schweigen eine seriöse Informationen verhindert. Ist es die für unser
Zeitalter so typische Feigheit oder sind es geheime Parolen, die die
Journalisten bewegen, den deutschen Hundeskandal zu verheimlichen? Und
auch darüber zu schweigen, was auch anderswo in Europa zu geschehen droht,
hängt doch das Damoklesschwert über sämtlichen Hunden der EU.

Bereits hat der deutsche Innenminister, Otto Schily, dem französischen
Vorsitz der EU bereits den dringlichen Antrag gestellt, an der nächsten
Versammlung eine Ausweitung der deutschen Strafgesetzgebung auf die
anderen Mitgliedstaaten der EU zu behandeln - ein Antrag, der von
Luxemburg bereitwillig übermittelt wurde.

Es steht zu befürchten, daß Frankreich um der französisch-deutschen
Freundschaft willen dem deutschen Antrag nachkommt. Bereits hat Georges
Sarre, Abgeordneter und Bürgermeister des 11. Arrondissements von Paris,
das Gesetz 99.5, die so genannte "Loi Sarre", gegen Kampfhunde (oder
angebliche Kampfhunde!) zur Abstimmung gebracht. Sein Kommentar zu den auf
der schwarzen Liste stehenden Hunderassen: "Diese Hunde sind die Werkzeuge
von Straftätern". Mit keinem Wort erwähnt er die überwiegende Mehrheit der
unbescholtenen Hundebesitzer. Sein Gesetz soll übrigens, wie er selbst
gesteht, nur Vorstufe zu weiteren, drastischeren Maßnahmen sein, kündigt
er doch heute schon an, daß zahlreiche weitere Rassen mit der Versetzung
in "andere Kategorien" rechnen müssen. Die weitgespannte Verschwörung der
Hundehasser könnte daher schon bald dazu führen, daß auch unsere geliebten
Boxer und selbst die anhänglichen Labradors zu gefährlichen
Fleischerhunden gestempelt werden!. Der menschlichen Dummheit sind keine
Grenzen gesetzt - warum also auf halbem Weg stehen bleiben?

Jedenfalls müssen in Frankreich seit dem 6. Januar 1999 die von der
Rassendiskriminierung betroffenen Hunde kastriert werden und einen
Maulkorb tragen. Zudem riskieren sie - bei entsprechendem Druck, der in
verschiedener Weise auf ihre Besitzer ausgeübt wird -, unter dem
erstbesten Vorwand euthanasiert zu werden.

Laut den letzten Nachrichten gibt es wenigstens einen Lichtblick:

Im Strudel der hundefeindlichen Propaganda, die Europa überschwemmt,
erweist sich einmal mehr ein Land als wahrhaft zivilisiert: die Schweiz.
So hat das Zürcher Kantonsparlament, als ihm Gesetzesvorschläge nach
französischem oder, schlimmer noch, deutschem Muster zur Nachahmung
vorgelegt wurden, Maulkörbe, Kastrierung und Tötung in globo abgelehnt und
klipp und klar erklärt, man solle die Hunde in Frieden lassen, wisse doch
jedermann, daß allein deren Besitzer und nicht die Hunde die Schuldigen
sind!

Zum Schluß dieses Appells zu Gunsten unserer vierbeinigen Freunde, muß ich
doch daran erinnern, daß jeder Hund unter bestimmten Umständen oder in
einer grausamen oder auch nur ungeschickten oder unverständigen
menschlichen Umgebung - was leider oft der Fall ist - beißen kann. Die von
kleinen Kläffern zugefügten Wunden sind selbstredend viel weniger schlimm
als die schweren Verletzungen, die etwa ein deutscher Schäfer zufügen
kann. Doch jeder Hund kann beißen, und angesichts des neurotischen
Verhaltens so vieler Hundebesitzer ist es auch nicht weiter verwunderlich,
daß Hunde das manchmal tun. Verwunderlich, ja fast ein Wunder ist es
vielmehr, daß sie trotz allem, was sie von uns erdulden müssen, trotz
unserer Ignoranz über ihre Psyche und ihre Gewohnheiten und trotz unseres
eigenen inkonsequenten Verhaltens, im allgemeinen so gutmütig bleiben. Ich
muß oft denken, Hunde seien wahre Engel von Geduld - wenn nicht gar
Heilige.

Und doch gilt es festzuhalten: Mit den imposanten Eckzähnen in seinem
kräftigen Gebiß kann der Hund, wenn er es für legitim hält, schwere Wunden
zufügen. Ist nicht selbst der sanftmütigste Labrador imstande, jemanden in
Stücke zu reißen, den er als gefährlich für die von ihm geliebten Menschen
empfindet? Und zählen wir nicht gerade auf diese Fähigkeit, wenn wir ihm
unsere Kinder zum Schutz anvertrauen?

Hat nicht jeder Hundebesitzer irgendwann in seinem Leben darauf gebaut,
daß sein treuer Vierbeiner sein Haus, sein Hab und Gut, seine Kinder und
sein eigenes Leben verteidige, durch sein Gebell, das jede künstliche
Alarmanlage in den Schatten stellt, und mit seinen scharfen Zähnen?

Ist es nicht das Bellen des Hundes, das die Einbrecher fernhält, nicht
sein bedrohlicher Gebiß, das ihnen Angst einjagt?

Seit Jahrtausenden ist der Hund ein treuer Waffenkamerad, ein
unvergleichlicher Leibwächter. Und daß wir seinen Schutz in Anspruch
nehmen, zeigt doch deutlich, wie sehr wir auf seine Hunde-Eigenschaften
bauen.

Warum machen wir ihm nun nach all den Jahrtausenden inniger Kameradschaft
plötzlich zum Vorwurf, daß er so ist, wie er ist und wie wir wollen, daß
er sei? Ist das unsere Dankbarkeit?

Was ist denn eigentlich los mit unserer Epoche, daß wir Mitgeschöpfe, auf
die wir uns immer voll verlassen konnten, plötzlich zu "blutrünstigen
Bestien" erklären, nur weil menschliche Bestien die natürliche und perfekt
in Schranken gehaltene Aggressivität der Hunde durch grausame Abrichtung
zum Wahnsinn aufgepeitscht haben? Mit welchem Recht lassen wir es zu, daß
unsere Hunde gerade wegen jener Eigenschaften hingerichtet werden, die sie
uns so wertvoll machen: ihre blinde Unterwerfung unter den Menschen, ihre
Fähigkeit, zu kämpfen, und ihre Bereitschaft, ihr Leben für das unsere
hinzugeben.

Aus dem Französischen übertragen von: EXPRESSIS VERBIS:
 
  • 20. April 2024
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Hallo La loca,

sei mir nicht böse ... aber das Ding wimmelt nur so von Unwahrheiten
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Es ist zwar schlimm geworden in Deutschland aber sooo schlimm, wie da geschildert auch nicht.

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Beckersmom
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www.hund-und-halter.de
 
Hallo Bakersmom,
hier eine Mitteilung der Knutschkugeln:
Du mußt es ja wissen!!!
Woher kommst Du???
Dummheit schützt vor Strafe nicht!
Wir kämpfen um das Leben unsere Tiere und Du hast eine Arroganz die kaum zu toppen ist.
Infomation würde helfen, Bildniveau ist nicht unser Ding!
Mit freundlichen Pfotengrüßen
Andrea und die Knutschkugeln
 
Bisher wußte ich nicht so genau, was ich von Herr Weber halten sollte.

Seine ehemalige Darstellung auf seiner Webseite mit "United Animals Nations" hielt ich nur für einen Ausrutscher.

Seit dem Artikel denke ich:

Entweder er recherchiert extrem schlecht - oder er weiß, daß er die Unwahrheit schreibt. Ich weiß nicht, was ich schlimmer finden würde.

Ich weiß nicht, ob es sich lohnt, auf Einzelheiten einzugehen. Anscheinend glauben manche hier tatsächlich alles,
was er schreibt (?) - also werfe ich doch mal ein paar Fragen auf:

- Warum macht Herr Weber aus 26 getöteten Hunden in Hamburg "zehntausende" ?

- warum behauptet Herr Weber etwas von einer Tätowierung in Hamburg - diese Idee war in Hessen vorgesehen
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Tahoma, Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>
Sie kann bei einem gefährlichen
Hund die unveränderliche
Kennzeichnung durch Tätowierung
mit dem Großbuchstaben - "G" -
im linken Ohr anordnen.
[/quote]
Soviel ich weiß, ist auch diese Bestimmung zurückgenommen. Auch in Schleswig-Holstein war ein "G" vorgesehen, aber diese Verordnung ist ja
zwischenzeitlich gekippt.
In der Hamburger VO steht das Wort "Tätowierung" nicht drin, lies nach:

Als Beispiel für primitive Stimmungsmache nehme ich dieses Beispiel:
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Tahoma, Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>
Ihre Tötung untersteht keinen Vorschriften und Regeln. Jeder Beliebige kann heute jeden mit dem ominösen "G" markierten
Hund, selbst in Begleitung seiner Besitzer (die ihrerseits der Lynchjustiz ausgesetzt sind), auf jede beliebige Weise töten.
[/quote]

Das ist Blödsinn, ich denke, Herr Weber weiß das auch. Warum schreibt er es dann?

Selbstverständlich haben selbst jene Hunde, die mehrmals durch einen Wesenstest gefallen sind bei denen der Besitzer auf Rechtsmittel gegen die
Anordnung zur Einschläferung verzichtet, den Schutz des Tierschutzgesetzes. Selbstverständlich werden die Vorschriften in Bezug auf schmerzfreie
Tötung durch einen Tierarzt eingehalten. Das gestehe ich sogar dem schlimmen Tierheim Hamburg zu.

Ich denke, es gibt zwei mögliche Erkärungen für dieses Verhalten des Herrn Weber:
1.) Er ist zu sehr von sich selbst überzeugt und dreht alles so hin, wie es ihm in den Kram paßt. Vielleicht leider er unter einem teilweisen
Realitätsverlust.
2.) Er will provozieren. Wenn viele Leute seine Unwahrheiten nachplappern (und der Nachdruck seines Artikels in diesem Forum ist ja solch ein
'Nachplappern') und sich dann herausstellt, daß seine Darstellung grobe Unwahrheiten und starke Übertreibungen enthält, dann machen sich
alle angreifbar.
Damit hätte er uns einen Bärendienst erwiesen. Mit Halbwahrheiten und groben Verbiegungen der Wahrheit arbeitet unser Gegner,
die Blödzeitung, regelmäßig.

Nur mit Wahrheit und mit Glaubwürdigkeit kann man dagegen halten.

Herr Weber sieht das offenbar anders. Ich betrachte Herrn Weber daher nicht mehr als Helfer für unsere Sache.

ciao
Andreas
 
Hallo La Loca,

Erstens einmal sagen mit die "Knutschkugeln" überhaupt nichts. Ist es eine Bildungslücke, sie nicht zu kennen?
Sorry, aber für mich gibt es wichtigere Web-Adressen, die sich mit Tatsachen und nicht mit erfundenen Geschichten beschäftigen.

So wie es in diesem Bericht geschrieben steht, ist es teilweise wirklich nicht.

In keinem deutschen Bundesland ist es vorgeschrieben, einzelnen Hunderassen und ihren Mischungen ein "G" für gefährlich ins Ohr bzw. den Oberschenkel tätowieren zu lassen.
Genausowenig sind diese Hunderassen nicht mehr durch das Tierschutzgesetz geschützt. Das kannst Du jederzeit nachprüfen!
Ebenso schwachsinnig ist es, daß Hunde, die mit einem "G" tätowiert sind (welche es ja überhaupt nicht gibt), von jedem auf jedwede Art und Weise - selbst im Beisein des Besitzes - getötet werden dürfen! Diese Aussagen zeugen von Fanatismus - und der hat im Tierschutz überhaupt nichts zu suchen!

Und das ist für mich einfach nur BLÖD-Zeitungs-Niveau, nämlich Menschen durch Unwahrheiten zu manipulieren!

Wo sind die tausende von Hunden, die getötet wurden? Es liest sich, als würden Schlachthäuser in der BRD gebaut um Hunde abzuschlachten. Wer läßt sich so etwas krankes einfallen?
Es wurden Hunde aufgrund nicht bestandener Wesenstests getötet. Diese Hunde haben sich tatsächlich als brandgefährlich und bissig erwiesen! Und damit habe ich überhaupt keine Probleme. Sobald ein Hund derart gefährlich ist, muß man ihn einschläfern. Auch das ist Tierschutz!

Wahrscheinlich bist auch Du erst seit in Kraft treten der VO's in dieses Thema involviert. Ich verfolge diese Thematik leider schon von Anfang an (Mitte der 70ger Jahre) und nehme mir einfach das Recht heraus, einige Dinge differenzierter zu sehen.Wenn Du es als Arroganz auslegst, so soll das Dein Problem sein!

Hi Andreas,

Danke, denn Du hast verstanden
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So, und nun werde ich meine emotionale Temperatur messen um festzustellen, ob ich heute noch genauso arrogant bin wie gestern
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Beckersmom
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www.hund-und-halter.de
 
Nachtrag
Auf Herrn Webers Webseite befindet sich im "Urteil" des von ihm erfundenen "Gerichtshofes" dieser Passus:
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Tahoma, Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>
öffentliche Kennzeichnungspflicht von Hunden und Haltern
[/quote]
In welcher Verordnung steht, daß die Halter von Hunden zu kennzeichnen sind?
-&gt; fanatische Stimmungsmache durch Falschinformation.

Weiter ist mir aufgefallen, daß die Wörter "Franz Weber" wesentlich häufiger vorkommen als "Hund", "Hundevermittlung" oder andere Begriffe, die einen konkreten Akt der Hilfe für Hunde nahelegen. Statt dessen wird z.B. der Außenminister Fischer "angeklagt" in einer "Strafsache".
Ja, Herr Fischer ist Vizekanzler. Aber er hat nicht das Gesetz beschlossen. Merken diese Leute in Genf gar nicht, daß sie Kopfschütteln hervorrufen? Ist Herr Weber nur selbstverliebt?


ciao
Andreas
 
Also, mal ganz ehrlich:

Diese Site ist für mich keine Anlaufstelle, weil sie mit Emotionen gespickt ist, wie nur was. Und was daraus entsteht, wissen wir selbst doch nur zu gut.

Meiner persönlichen Ansicht nach ist diese gesamte Geschichte keinen Pfifferling wert - sie schadet "der Sache" eher, als sie nutzt. Wer sich so meilenweit von der Realität entfernt bewegt, macht sich bestenfalls lächerlich - und lächerlich ist der Kampf gegen Rasselisten leider absolut nicht.

Es gilt also, sich davon ganz klar abzugrenzen - was ich hiermit tue.

Liebe Grüße

Sabine





...out of the dark - into the light, the brightness...
 
Achsoja - das wichtigste zu o.a. "Artikel" fehlt ja noch:

Selten solchen Mist gelesen.


Gruß, sab.





...out of the dark - into the light, the brightness...
 
Selbst wenn dieser 'Bericht' sich genau an Tatsachen halten würde (was er nicht tut:(
Mit dem Tenor eines solchen Geschreibsels kann ich in keinster Weise konform gehen.

Davon abgesehen daß der komplette Artikel Polemik der übelsten Sorte ist, was ist denn da für ein Gedanke hinter dem Ganzen???
'Vernichtungswelle', 'disziplinbesessenes Volk', 'anthropozentrische Erziehung'...da kann man ja nur noch den Kopf schütteln.
Im Übrigen sehe ich in meinem Hund auch keinen 'Waffenkamerad'!

Fazit: Ich kann nur hoffen, daß solche Schmierereien nicht ernst genommen werden!

Und an Andrea: Daß andere sich mit einem solchen Artikel nicht einverstanden erklären können, sagt weder etwas über ihre geistigen Fähigkeiten, noch über ihre Haltung gegenüber anderen aus, okay?
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Alexis


asthanos.gif
 
So ich habe nur denn Bericht aus Kampfhunde-power hier hineingesetzt.
Die knutschkugel ist seit 10 Jahren aktive Tierschützerin und hat bestimmt mehr gesehen als wir sehen wollen oder können.

Wenn niemand ihre Seite kennt kann er oder sie,
diese gerne besuchen.
Dort werden Hunde egal welcher Rasse, die von anderen Menschen mißbraucht oder abgestoßen werden vermittelt(kein Verein).

Meiner Meinung ist diese Seite sehenswert und wichtig für alle die helfen wollen.

Ich kenne die Knutschkugel, die sich seit Jahren keine neuen Klamotten kauft und ALLES für die Tiere hergibt,
wenn andere Leute (Freunde) nicht ihren Kühlschrank füllen würden wär dieser leer.

Diese Frau macht alles um Tieren helfen zu können,
wer macht das noch??

Ich ziehe meinen Hut vor dieser Frau denn sie hat all meinen Respekt verdient und euren auch.

Schaut euch ihre Seite bitte an

mit lieben Grüßen la loca
 
Hallo La Loca,

ich habe mir die Seite angesehen und finde sie sehr gut.
Ich wünsche der Betreiberin viel Glück bei ihren Bemühungen.

Aber man kann halt nicht alle Seiten kennen, die sich mit Tierschutz beschäftigen; es sind wirklich sehr viele (und das ist gut so!).
Auf jeden Fall sind es jetzt ein paar mehr, die die 'Knutschkugeln' kennen...
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Gruß
Alexis

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Hi Al,
ich fand Beckersmom etwas zu beleidigend deshalb diese Antwort.
la loca
 
Hallo La Loca,

Ich war etwas zu beleidigend? Weil ich geschrieben habe, daß dieser Bericht z.T. nicht stimmt?

Diese verbreiteten Unwahrheiten können den Hundehaltern eher schaden als nutzen und unsere Regierenden werden lediglich den Kopf schütteln und die armen, fanatischen Tierschützer bedauern.

Und das kann ich sogar verstehen.

Falls ich nun wieder zu beleidigend war, können wir das gerne privat per Mail regeln ....



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Beckersmom
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www.hund-und-halter.de
 
Hallo Beckersmom,

wenn Du das Thema schon so lange verfolgst, wie Du schreibst, warum glaubst Du dann viele Dinge nicht?
Du kritisierst jeden und alles, was tust Du um den Hunden aktiv zu helfen? Es gibt in diesem Land viele
getötete Hunde und nicht nur, weil sie den Wesenstest nicht bestanden haben. Täglich lassen Menschen ihre Tiere einschläfern, weil sie dem Druck und den Problemen, die mit der Haltung bestimmter Hunderassen
verbunden sind, nicht standhalten.
Hunde werden öffentlich hingerichtet und Du tust noch so, als ob es das nicht gibt.
Nochmal meine Frage: In welchem Bundesland lebst Du und
was tust Du aktiv für die vielen armen Hunde, die keiner mehr will?
Kennnst Du die Aktion für bedrohte Hunderassen und was
hälst Du davon? Die sollen ja die Klage in Berlin angezettelt haben? Stimmt das?
Grüße von den Knutschkugeln
Falls Du per Mail antworten willst, über la loca
 
Hallo Beckersmom & andere die hier ein Problem haben,

Ich will mir hier nicht den Mund fusselig reden, daher kopiere ich einfach eine Rede ´rein, die ich vor kurzem auf einer Berliner Demo hielt.
Die Beweise lagen in Genf vor!

Es ist so schlimm, und schlimmer!
Wer´s nicht glaubt wird irgendwann böse erwachen!

Redebeitrag über den Prozeß vor dem „Tiergerichtshof“ in Genf zur
Demonstration der Hundstage e.V. Berlin vom 02.06.2001
Seid gegrüßt, Freunde der Hunde!
Ich trete heute an das Rednerpult, um von dem Prozeß gegen
Bundeskanzler Gerhard Schröder,
Vizekanzler Josef Martin Fischer,
Bundespräsident Johannes Rau,
Bundestagspräsident Wolfgang Thierse,
Bundesinnenminister Otto Schily,
Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin,
Bundesministerin Renate Künast,
den regierenden Bürgermeister von Berlin Eberhard Diepgen,
Senatorin Gabriele Schöttler,
den brandenburgischen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe,
den brandenburgischen Innenminister Jörg Schönbohm
und 31 weitere bundesdeutsche politische Entscheidungsträger der CDU, CSU, SPD und der
Grünen vor dem internationalen Gerichtshof für Tierrechte in Genf zu berichten.
Nie gehört?
Wie auch! Er wurde von der deutschen Presse ja erfolgreich totgeschwiegen!
Ich werde nicht schweigen!
Dieser „Tiergerichtshof“ mit Sitz in Genf ist ein Organ der im Jahre 1979 von dem Schweizer
Franz Weber gegründeten United Animal Nations, einer nach dem Muster der Vereinten
Nationen aufgebauten Organisation, die heute 120 Mitgliedsorganisationen in der ganzen
Welt zählt.
Seit 22 Jahren finden regelmäßig Prozesse im Beisein der internationalen Presse und unter
Mitwirkung namhafter Juristen und Experten statt.
Die Klage wurde von 18 namhaften Organisationen aus Deutschland und internationaler
Herkunft getragen.
Nun zum Bericht:
Nach langer Fahrt wurde ich von Schweizer Tierschützern in Zürich warmherzig empfangen.
Wir verbrachten den Abend in gemütlicher Runde und ich konnte die ehrliche Anteilnahme
dieser Menschen an dem Leid der Tiere in unserem Land spüren.
Die gleiche Wärme empfing mich dann auch in Genf. Frau Judith Weber, die Frau des
Gerichtspräsidenten, welche eine Aura der Herzensgüte umgab, wie ich es selten zuvor bei
einem Menschen erlebte, spielte sogleich ein wenig mit Don, meinem zweijährigen, etwas zu
groß geratenen Rottweilerrüden. Da der Saal bereits voll besetzt war, bekamen wir Stühle an
den Rand des Ganges gestellt. Don legte sich quer in den Gang, und es war fast wie in alten
Zeiten, als zig verschiedene Menschen über Don stiegen, und niemand sich daran störte.
Dann begann die Verhandlung:
Die Präsidentschaft hatte Franz Weber, ein sehr gutmütig wirkender Mann gesetzten Alters.
Die Jury bestand aus zwei Schweizern, vier Franzosen, einem Belgier, einem Deutschen,
einem Österreicher und einem Griechen.
Da keiner der Angeklagten es für nötig hielt, etwas zu seiner Verteidigung vorzubringen,
wurde der Schweizer Rudolf Schaller als Pflichtverteidiger bestellt.
Die Anklage wurde verlesen.
Die Stimmung im Saal erinnerte an eine Totenfeier, und in gewisser Weise war es das ja
auch.
Die Zeugen wurden gehört und berichteten von dem Leid der Tiere in den Tierheimen, dem
Schmerz der Menschen die ihre Hunde liebten, den Ängsten derer die sie noch immer lieben
dürfen sowie von Übergriffen der Behörden und der Justiz.
Es wurden Fotos der mißhandelten und getöteten Tiere gezeigt.
Auch das Hamburger Hunde-KZ wurde dokumentiert.
Man sprach von Rassenverfolgung und Pogromen in Deutschland, welches man mit Hitlers
Drittem Reich verglich. Die faschistoide Berichterstattung der BILD wurde mit der des
Stürmers verglichen.
— Wahrlich, keine gute Werbung für unser Land!
Ein Tierarzt begann mit den Worten: „Ich spreche zu Ihnen als Krimineller”. Als er sagte, daß
er seine Praxis schloß, da er das Leid nicht mehr ertragen konnte, brach er in Tränen aus.
Die nächste Zeugin brachte überhaupt kein Wort über die Lippen.
Die einzigen Vertreter der Politik waren Frau Kopp, Bundestagsabgeordnete der FDP, die als
einzige Fraktion geschlossen gegen dieses unheilvolle Gesetz stimmte, und Werner Klinger,
ein hessischer Kommunalpolitiker einer 6500-Seelen Gemeinde, ebenfalls von der FDP.
Frau Kopp erzählte, daß die meisten der ca. 200 ihrer Abgeordnetenkollegen, welche sie
befragt hatte, das Gesetz nicht einmal gelesen hatten, bevor sie ihre Zustimmung gaben. Wir
Anwesenden fühlten uns ermutigt für die Tiere weiter zu kämpfen.
Dann kam die Verteidigung zu Wort.
Der Pflichtverteidiger schlug vor, Deutschland nicht zu verurteilen, sondern statt dessen ein
Jahr Frist zur Rücknahme der Gesetze und Verordnungen zu geben. Darauf warf eine der
Klägerinnen ein, man habe die Verordnungen binnen Tagesfrist erlassen, man könne sie
auch ebenso schnell wieder zurücknehmen. Das Publikum applaudierte.
Es gab nun eine Pause, und das Gericht zog sich zur Urteilsfindung zurück.
Während dieser Pause zeigte sich die internationale Presse sehr interessiert und stellte auch
mir viele Fragen. Sie wollten die Stimmen der Betroffenen hören.
Don spielte ein wenig mit Cherie, der Bordeaux-Doggendame von Herrn Klinger.
Zwei Stunden später wurde das Urteil verkündet.
Die Angeklagten wurden in allen Punkten für schuldig befunden und dazu verurteilt alle
Gesetze und Verordnungen zurückzunehmen.
Das Urteil wurde an alle Angeklagten, alle Regierungen der EU-Staaten, die EU-Kommission,
das Europaparlament, die UNO und die UNESCO versandt.
Bis heute gibt es keine Stellungnahme der politischen Entscheidungsträger dieses Landes,
und die Presse schweigt das Verfahren tot.
Der Tod ist ein Meister aus Deutschland!

---------------------------------------------------

Für Rückfragen
Christian & Don
[email protected]
 
Ich habe mein Posting nachträglich selbst gelöscht. Ich hab es ehrlich gesagt nicht nötig, mich vor La Loca oder sonst jemandem zu rechtfertigen.

Wer etwas über meine Arbeit für die Hunde wissen möchte, wende sich bitte an den Vorstand von Hund und Halter .....

bl_paw.gif
Beckersmom
bl_paw.gif

bullcom.jpg
 
Hallo la loca und Beckersmom, sollten wir nicht miteinander kämpfen?
Es geht doch nur um unsere Hunde nicht um uns, denn wir können uns selbst wehren.

Im übringen finde ich es ganz,ganz super, dass Ihr (beide)euch so einsetzt.

Gruss euer Raceman
 
Hi!

Wärs nicht viel besser wenn man zusammenarbeiten würde anstatt zu streiten? Als Einzelne sind wir schwach, nur gemeinsam können wir was verändern. Je lauter die Aktiven streiten, desto weniger Kraft bleibt für den wirklichen Gegner übrig. Die bekloppten Politiker, BILD und Co. sind die Gegner, nicht wir untereinander.

Micha & Barf
 
Hallo Micha, Hallo Raceman,

jau, es geht in erster Linie um unsere Hunde und jeder sollte das tun, was er am besten kann, um eben diesen Hunden und auch ihren Besitzern zu helfen.

Und wenn sich die "Knutschkugeln" incl. La Loca um die Vermittlung herrenloser Hunde kümmern so ist das eine tolle Sache.
Ich für meinen Teil versuche dafür zu sorgen, daß die Hunde erst gar nicht in Not geraten und dort bleiben wo sie hingehören - bei ihren Besitzern
smile.gif


Und meine Meinung zum Posting zum Genfer Prozess bleibt bestehen.

Ich sehe auch mittlerweile überhaupt nicht mehr ein, mich für irgendetwas rechtfertigen zu müssen. Schluß! Aus!

bl_paw.gif
Beckersmom
bl_paw.gif

bullcom.jpg

www.hund-und-halter.de
 
Ne' Kleinigkeit sag' ich doch noch mal dazu :verlegen:)

Ich halte es nicht für sonderlich klug, den Kampf gegen Hundeverordnungen durch Emotionalität in einen beinahe abstrakten Fanatismus abgleiten zu lassen. Wenn wir von unseren Gegnern Objektivität verlangen, müssen wir diese auch selbst vorweisen können. In dem genannten Urteil ist davon nichts spürbar. So gut das gemeint sein mag: es erinnert mich eher an ein Kasperltheater, als daß es ein Instrument darstellt, mit dem man sachliche Argumente erzeugt.


In diesem Sinne :verlegen:)

Sabine





...out of the dark - into the light, the brightness...
 
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