DIE Frage...

  • pat_blue
Hallöchen,

ich würde mal gerne Eure Meinung hören.
Meine Dogo Argentino Hündin (wird 6jährig) ist nun bald 4 Jahren bei mir, an ihrem 4. Platz.
Sie hat eine Macke. Die hatte sie schon von Anfang an. Bisher hab ich einfach die Situationen gemieden, eigentlich schon automatisch. Gestern wars dann wieder so weit, dass die Macke zum Vorschein kam....

Belle hat ein Problem, wenn ich sitze, oder in der Hocke bin, sie Nahe bei mir steht und ein fremder Hund oder Mensch kommt auf mich zu.
Bei Hunden ist es so, dass sie diesen schnell packt (gab noch nie Verletzungen, sie lässt auch sofort los, wenn ich sie wegnehme) und zu Boden drückt. Bei Menschen bleibt sie stehen, knurrt jedoch und zeigt auch Zähne.
Gestern hat sie die DSH meiner Eltern (die sie praktisch jeden Tag sieht und auch tagsüber mit ihr zusammen ist, seit über 2 Jahren) geschnappt.
Ich habs gemerkt, doch weil Belle kein Geschirr oder Halsband trug, konnt ich sie nicht schnell genug packen. Bin natürlich sofort hin, hab sie am Rückenfell gepackt und weggehoben (das funktioniert bei ihr gut, sie lässt sofort los, fasst auch nicht herum oder ähnliches).
Das kommt für Leute die sie nicht gut kennen aus dem nichts und in der Tat dauert ihr Stimmungsumschwung nur wenige Sekunden. Aber im Normalfall bin ich schnell genug, weil sie ja direkt bei mir ist.

Das passiert nur, in oben genannter Situation. Belle nahe bei mir, ich sitze oder bin in der Hocke neben ihr.

Auch ist es so, dass sie sofort wieder runterfährt. Gestern auch, mein Vater hat erst die DSH Hündin zusammengestaucht, weil er erst ihr "die Schuld" gab, weil sie ne Zicke ist. Ich bin dann zur DSH Hündin hin, um zu schauen, obs nichts gemacht hat, Belle gleich mitgekommen und ging zu ihr hin, erst mal die Schnauze ablecken...

Ich selbst mach da kein grosses Theater, ich lege Belle ins Platz, zum runter fahren oder als ich ihre Absicht früh genug erkannte ins Auto, weil wir auswärts waren. Aber sonst mach ich da kein grosses Aufhebens drum. Lasse die anderen Hunde und Belle auch gleich wieder zusammen, wenn sie beide wieder ruhig sind. Für die Hunde scheint das irgendwie kein Problem zu sein, die machen danach gleich weiter, wie davor...

Trotzdem wäre es interessant der Ursache auf die Sprünge zu kommen. Insgesamt gab es in den 4 Jahren vielleicht 5 solche Situationen.

Solange ich stehe kann jeder Hund und Mensch zu mir hinkommen ohne Probleme. Sie mag auch alle bellenden 4-Beiner egal wie gross oder klein.

Habt ihr Ideen, an was es liegen könnte? Kennt das jemand von seinem Hund?

Bisher sagten mir alle, dass sei weil sie spühre, dass ich nicht so schnell aufstehen / hoch kommen könne, aufgrund meiner rheumatoiden Arthritis.

Vielen Dank schon für Eure Tipps oder Meinungen! :hallo:
 
  • SaSa22
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Hi pat_blue :hallo: ... hast du hier schon mal geguckt?
  • snowflake
Für mich liest es sich auch so, als ob sie dich in diesen Situationen für schutzbedürftig hält. Ob das wegen deiner Arthritis ist oder nicht - keine Ahnung. Vielleicht auch schlicht nur, weil du nicht auf den Füßen und damit grundsätzlich weniger "wehrhaft" bist.

Aber da fällt mir grad ein: wenn sie dich schützen will, wieso reagiert sie dann nur so, wenn sie direkt neben dir steht? :verwirrt:
 
  • MeikeMitBenny
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Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund... 



Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

Hier der Link zu ihrer Seite! 
Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte! 

LG Meike mit Benny
  • pat_blue
Eben, DAS ist die Frage :)
Liegt sie irgendwie 2 Meter neben mir und ein anderer Hund kommt, kein Problem. Wär sie nur eifersüchtig, wärs auch, wenn ich stehen würde.
Es betrifft ja Mensch und Hund. Nur bei Hunden bekannte, sowie unbekannte und bei Menschen nur unbekannte.
 
  • lektoratte
Naja, vielleicht, weil sie sonst ohnehin nicht eingreifen könnte?

Möglicherweise ist es eher ein Reflex, also etwas instinktiv bedingtes. Ob ein Hund schützt oder nicht, ist mAn auf keinen Fall "Erziehungssache" - einige tun es von selbst, andere nicht.

Vielleicht wird dieser Reflex aber eben nur in dieser speziellen Situation ausgelöst: Mensch hilfsbedürftig, Hund direkt dabei.

Theoretisch wäre es auch möglich, dass das Verhalten durch ein ganz bestimmtes früheres Erlebnis ausgelöst wurde, bei dem diese Faktoren eben zusammenkamen.
 
  • pat_blue
lektroratte, so hab ich's noch gar nicht gesehen. Vielleicht überleg ich zu weit?
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
  • alphatierchen
ich seh das wie die andren und es wär in meinen Augen wichtig daran zu arbeiten, ich hatte letztens nämlich eine ähnliche Situation mit einer Freudin, die in Ohnmacht gefallen ist und ihrem EB. Falls du mal wirklich Hilfe bräuchtest, wäre es cool, wenn der Hund das auch zulassen würde...
 
  • Zufall
Von lektoratte:Theoretisch wäre es auch möglich, dass das Verhalten durch ein ganz bestimmtes früheres Erlebnis ausgelöst wurde, bei dem diese Faktoren eben zusammenkamen.

Sehe ich absolut genau so. Vermutlich im Zusammenhang mit einem Kind.
Das kenne ich von einer Mastinohündin und da konnte der Zusammenhang nachvollzogen werden. Das war keine schöne Geschichte, und der Hund hat dieses Verhalten bis zu seinem letzten Lebenstag behalten.
pat blue, schaffe solche Situationen nicht mehr, Du solltest Dich vor dieser Größe Hund sowieso niemals,,klein machen,,.
Fazit: das kleine Leben ist mein(Welpe) das muß ich schützen(bei Dir kann die Arthritis tatsächlich der springende Punkt sein).
 
  • pat_blue
Wie meinst du das? In Zusammenhang mit einem Kind? Das sie evtl. mal ein Kind beschützt hat?

Also das macht sie hier auch, meine 6jährige Patentochter beschützt sie, der müsste nie jemand was machen. Die beiden haben auch eine sehr innige Beziehung. Sie besuchen auch zusammen die Kinder-Hunde-Stunde unserer Hundeschule. Sie weiss auch, dass Belle so reagiert und darf sich auch nicht neben sie setzen, wenn andere Hunde und / oder Menschen da sind. Da die beiden eh nie alleine sind, klappt das sehr gut.

Ich versuche die Situation zu vermeiden. Das jetzt diese Woche war für mich absolut unvorhersehbar, weil ich seit über 2 Jahren mal irgendwo sitze, wo beide sind und nie das kleinste Anzeichen dafür war. Aber klar, ich will am wenigsten, dass was passiert und werde jetzt noch mehr aufpassen, dass es nicht mehr zu so einer Situation kommt.

Und ich denke tatsächlich, dass sie keinen Fremden an mich heranlässt, sollte ich mal irgendwo liegen und Hilfe brauchen.

Aber wie kann man das "abstellen"? Solche Situationen "proben" geht ja schlecht.
 
  • Zufall
Ja, sie hat ein Kind beschützt, vor einer übergriffigen Mutter.
Und ja auch für ein Training.
Es ist sehr mühsam und langwierig, aber machbar.
Dazu brauchst Du Hilfe und einen gut fundierten Trainingsplan(suggsesive Aproximation nennt man das).
Deine Hilfskraft muß den Hund und vor allem aber mit hundischem Verhalten bestens und sicher vertraut sein.
Recht gute Karten hast Du, wenn Dein Hund richtig verfressen ist.

ps. ,,abstellen,, geht nicht, nur,,umprogrammieren!
 
  • alphatierchen
ja dafür braucht es fachmännische Hilfe, also zb in Form eines guten Hundetrainers.
 
  • pat_blue
Das Hauptproblem ist, dass es hier in der Umgebung keine richtig guten Hundetrainer gibt. Unsere Hundeschule ist super für 0815 Hunde und deren "Probleme". Aber nicht für sowas spezifisches.... dafür hat sie und die anderen die ich kenne zu wenig Erfahrung. Vorallem mit dieser Rasse oder ähnlichen Rassen.
Der einzige gute Hundetrainer den ich kenne, ist über eine Stunde Fahrt entfernt und da kann ich leider nicht jede Woche oder jede 2. hin.
Ich muss ihn mal fragen, ob er jemanden hier in der Nähe kennt, der mir behilflich sein kann.
Ich mach mir halt Sorgen, ob's durch ein Training nicht schlimmer wird. Vorallem brauch ich da ja quasi Freiwillige und ihre Hunde.
 
  • alphatierchen
Meld dich mal auf jeden Fall dort, wenn der gut ist und wenn er wirklich gut ist, würd ich zumindest mal einmal mit dem Hund hinfahren um sein Verhalten von einem Fachmann einschätzen zu lassen. Ich bin damals länger gefahren und es hat mir sehr geholfen den Hund besser zu verstehen und dann kann er dir ja immer noch jemanden in der Nähe nennen.

Wenn man richtig an der Sache arbeitet wird der Hund ein andres Verhalten lernen, dazu muss man natürlich Situationen provozieren, die dieses Verhalten normalerweise hervorrufen und dem Hund eine Alternative aufzeigen, wenn man nichts tut, kann es trotzdem jeder Zeit zu einer solchen Situation kommen mit dem üblichen Verhalten und den üblichen Konsequenzen, vermeiden kannst du solche Dinge eben nur bedingt.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück bei der Suche nach einem guten Trainer, auf dass ihr das schnell in den Griff kriegt.
 
  • pat_blue
@alphatierchen Vielen Dank, ich werd ihn anrufen. Ich wär auch mehr als froh, wenn sie das nicht mehr "tun müsste". Ist wohl bei ihr wie ein Reflex.
 
  • Wiwwelle
Ich sehe da nichts dramatisches...machen die Schäferhunde von mir auch würde ich sie lassen ;) Sitze ich am Boden wird abgwehrt...dürften sie es.
 
  • pat_blue
Wiwwelle, danke für deine Antwort. :hallo:
Hab ich dich richtig verstanden? Deine Hunde machen das auch?
 
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