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Probleme mit dem akzpetieren von Regeln

  1. Hallo alle zusammen,

    mein Freund und ich haben uns im November einen 1,5 Jahre alten Dorset Olde Tyme Bulldogg namens Milo gekauft. Milo kommt von einem erfahrenen Züchter, wurde dann an eine Frau verkauft über die wir nicht viel wissen und kurze Zeit später kam er in den Haushalt, aus dem wir ihn gekauft haben (damit sind wir schon sein 4tes Zuhause). Die Vorbesitzer haben absolut nichts mit ihm gemacht. Er kannte kaum seinen Namen, hat selber ausgesucht was erlaubt und was verboten ist und es wurden sonst auch keine Tricks und nichts mit ihm geübt. Die Vorbesitzer haben zb versucht ihm das Sofa und das Bett zu verbieten, aber waren absolut inkonsequent. Zusätzlich hat Milo dort auch nicht viel Bewegung bekommen, weswegen er schlussendlich abgegeben wurde und wir ihn aufgenommen haben. Er ist ein super lieber und kuschelbedürftiger Hund, der aber leider scheinbar nicht mal das Grundprinzip von Regeln versteht.
    Seitdem er bei uns ist kriegt er viel Auslauf im Wald und wir beschäftigen ihn auch mit Training und Suchspielen. Er macht vieles gut mit und hat auch vieles, wie zb seinen Namen und verschiedene Tricks wie Ecke, Sitz, Platz, Such schnell gelernt bzw vertiefen können. Er hat auch sogar schon in der zweiten Nacht bei uns aufgehört aufs Bett zu hüpfen und hat sein Körbchen bzw das Sofa als Schlafplatz akzeptiert. Nun haben wir aber zwei große Probleme, bei denen wir nicht wissen, wie wir sie angehen sollen und die unserer Meinung nach die Grundlage für eine funktionierende Beziehung bilden.
    Erstes Problem ist, dass er vorallem draußen null auf uns achtet. Er ist natürlich sehr interessiert, was denn so alles im Wald zu erschnuppern ist und das ist auch ok. Aber er guckt uns nicht ein einziges Mal unterwegs an, auch nicht wenn man 10min steht und gespannt darauf wartet eines Blickes gewürdigt zu werden. Uns geht's dabei vorallem darum, dass dadurch der Spaziergang zu einer Soloaktivität für ihn wird. Er ist zwar meistens ansprechbar beim Spazieren und kommt auch wenn man ihn ruft, aber sobald kleine Ablenkungen auftauchen wie Menschen, Geraschel oder manchmal finden wir auch keinen erkennbaren Grund für sein Fokusieren, dann haben wir keine Chance seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Wir haben es mit Leckerlis, Spielzeug, weggehen etc probiert aber er bricht seinen Fokus nicht mal, wenn das Objekt des Interesses aus dem Sichtfeld ist. Wenn er denn mal doch guckt, wenn wir versuchen ihn aus dem Fokus zu holen, dann wird er doll gelobt, fängt aber sofort wieder an zu starren. Was kann man da machen? Er wurde aus dem Grund vom Gruppenfreilauf in der Hundeschule ausgeschlossen, weil er sich mit zwei Rüden geprügelt hat und wir ihn vorher nicht davon abhalten konnten =(
    Wir üben, indem wir ihm Leckerlis geben (und auch clickern) wenn er mal freiwillig guckt. Manchmal verbringt er ein gutes Stück des Weges damit immer wieder (fast zu oft ^^) zu gucken, aber sobald wir im Wald sind bleiben die Leckerlis unberührt =/ Was kann man noch machen, vorallem auch um seinen Fokus auf Dinge zu brechen damit er abrufbar wird?

    Problem Nummer zwei ist, dass er nicht alleine bleiben kann. Wir wussten schon vom Vorbesitzer, dass er das nicht besonders gut kann aber nachdem wir ihn nach einer Weile die ersten Male alleine ließen, ging es gut. Wir übten indem wir einfach permanent im Haus hin und her gelaufen sind, Türen auf und zu geschlossen haben, den Raum kurz und länger verlassen haben, etc. Es lief eine kurze Zeit lang ohne Probleme und dann hat er angefangen Feuerholz aus unserem Körbchen zu klauen und zu verteilen. Dann hat er zwei Sofakissen zerstört und und und. Wir haben ihm einen Kong mit Leckerlis da gelassen, seine Spielzeugkiste als Alternative zum Feuerholz aber es wird gefühlt schlimmer. Letztens wurde eine Keramikfigur, das Feuerholzkörbchen und ein Handyhalter zu seinem Opfer, heute eine Zeitung =( Wir versuchen natürlich ihm so wenig Dinge zum Zerstören zu lassen wie möglich, befürchten aber, dass er dann seine Aufmerksamkeit auf das Sofa lenkt. Und eine lange Zeit hat er nichts vom Wohnzimmertisch genommen, nun auf einmal doch. Wir müssen ihn wegen der Arbeit leider alleine lassen, aber das sind meistens nur 3-4h früh morgens wenn er normalerweise eh kaum ansprechbar ist, weil er noch so verschlafen ist.

    Generell haben wir auch das Problem mit ihm, dass er unsere klar aufgestellten Regeln nicht akzeptiert. Vor einigen Tagen ist er aus heiterem Himmel auf die Idee gekommen aufs Bett zu hüpfen, er hat grade erst einen Kassenbon von der Schublade genommen und letztens was vom Wohnzimmertisch genommen, als ich nur kurz nicht geguckt haben.
    Hat vielleicht jemand eine Idee, was wir machen oder ändern müssen? Oder müssen wir einfach am Ball bleiben und das als "schlechte Phase" abtun, weil er ja noch so jung ist. Wir möchten Milo ein schönes, dauerhaftes Zuhause bieten und viele tolle Sachen wie Wanderungen mit ihm unternehmen, aber dafür muss die Erziehung erstmal funktionieren.

    Schonmal danke im Voraus =)

    Liebste Grüße,
    Vanessa, Bastian und Milo
     
    #1 Milo13
  2. Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund...



    Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

    Hier der Link zu ihrer Seite!
    Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

    Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte!

    LG Meike

    --
    Es gibt nur eins, was besser ist als ein Hund – zwei Hunde!
     
     mehr erfahren Hinweis: Dies ist eine Werbeanzeige. - Bild: © Jeroen van den Broek - fotolia.com
  3. Was passiert denn wenn er eure Regeln nicht akzeptiert?
     
    #2 HSH Freund
  4. Hallo Vanessa,

    (ich nehm nun einfach irgendwen von euch, der Hund wird hier wohl kaum tippen :sarkasmus:)...

    Ich musst eben erstmal googlen was ihr da nun eigentlich habt. Abgewunken und den Schlingel mal unter Bulldogge abgehakt. Ist ja im Endeffekt auch egal. Das Alter nicht. Das ist spannend. :)
    Pubertät. Mal belesen?
    Da ist Konfetti, Kirmes, lalalalaaa im Kopf PLUS das eher etwas dickschädelige Naturell der Bulldogge.
    Bulldoggen sind toll aber wie Bullis. :albern: Muahahahah.
    Etwas eigen, beim richtigen Umgang aber loyal, das Ziel stur verfolgen, tendenziell eher nicht so versessen auf gleichgeschlechtliche Kontakte etc. (wisst ihr sicher alles).
    Sich gerade machen und durchhalten.
    In den anderen beschriebenen Situationen sehe ICH, ehrlich gesagt, nicht so wirklich Probleme.
    Er testet nach meinem Empfinden gerade rum, wird erwachsen (also so in Echt).

    Für 4. Vorbesitzer seid ihr doch schon wunderbar dabei? Bei seiner Lebensgeschichte finde ich die Entwicklung schon enorm und sehr positiv. Den Rest würde ich aktuell und mittelfristig mal nicht persönlich nehmen.
    Der ist ja ERST seit November da. Des ist ja quasi nix. Im Verhältnis zu dem davor und dem hoffentlich noch langen Leben bei euch.
    Ich persönlich würde dranbleiben. Stetiger Tropfen höhlt den Stein. Was ich halt nicht mache, mich zum Kasper. Also mir ist ziemlich egal womit ich die Aufmerksamkeitel meines (2.) Hundes bekomme. Mein Mann ist eher der Typ, mit all dem was ihr so macht.
    Beides hat seinen Erfolg. Ich sehe das bei ihm etwas kritisch (ich bin z. B. schneller und tatkräftiger) aber er, die beiden, kommen klar und nur darum geht es. :)
    Sage ich etwas Bekanntes, gibt es Ermahnung. Wenn dann nichts passiert, agiere ich (Konsequenz). Darauf warten das EURE Regeln durch ihn erfüllt werden, würde ich gar nicht so ewig mit rummachen. Leben ist halt (leider) KEIN Wunschkonzert. Einfach machen. Und mal n bisschen deutlich(er) werden.
    Ich bin gespannt was HSH dazu schreibt. Der ist immer recht praktisch, intuitiv.

    Ach ja. Seiner Frage schließe ich mich an. :)
     
    #3 Flash
  5. Schonmal viel lieben Dank für die schnellen Antworten =)
    Wenn wir ihm zb abends verbieten aufs Sofa zu hüpfen, weil es eh schon klein ist für zwei Personen, dann sitzt er davor und fängt an zu meckern und zu quietschen, dann zu bellen und er versucht immer wieder mindestens das Pfötchen draufzulegen. Wenn man dann nein sagt, passiert nichts. Man muss die Pfote runterschieben (das macht er morgens auch gerne vorm Bett auch wenn er da noch nie rauf durfte). Wir haben auch überlegt, das Sofa komplett zu verbieten, aber haben die Befürchtung, damit noch mehr Probleme zu schaffen.
    Als ich ihn auf dem Bett erwischt habe, wurde ich auch kurz laut und er hat kaum gezuckt. Da musste ich ihn vom Bett schieben und in sein Körbchen schicken. Als wüsste er nicht, dass er das nicht machen soll.
    Er darf auch nichts vom Tisch nehmen. Letztens hat ers ja trotzdem gemacht, dann hab ich ihm das weggenommen, nein gesagt, und dann sollte er in sein Körbchen. Das akzeptiert er auch oft nicht, meckert und bellt und versucht auch mal einfach rauszugehen. Dann schicken wir ihn zurück und er darf erst raus, wenn er sich da etwas entspannt hat. Dann machen wir meistens ein paar Übungen mit dem Clicker (Sitz, Platz und auch Ecke, damit das wieder etwas positives wird) um die Situation zu lockern. Aber es scheint keinen großen Eindruck bei ihm zu hinterlassen, er macht es ja wieder =/ Er geht zb grade jetzt wenn ich am PC sitze und schreibe ans Holzkörbchen und versucht da wieder Teile rauszuklauen. Uns kommt das alles sehr dreist vor.

    Denke an sich auch, dass es viel mit seinem Alter zu tun hat. Aber wir möchten halt jetzt so viel wie möglich richtig machen, damit sich nicht noch mehr Fehlverhalten bei ihm manifestiert. Bei Milo wurde schon so viel Zeit mit Nichtstun verschwendet und es wird ja nicht einfacher einem Hund Regeln beizubringen.
     
    #4 Milo13
  6. Also hat es für ihn keine ernstzunehmenden Konsequenzen. Hier würde es deutlich weniger sanft zugehen und bereits bekannte Kommandos ohne Wenn und Aber durchgesetzt. Er würde zB. nicht sanft von Sofa/Bett geschoben werden, er würde hochkant runterfliegen. Und wenn er meint lautstark protestieren zu müssen würde er schlicht auch noch aus dem Zimmer fliegen. Das Positive wäre, er dürfte zurück wenn er sich beruhigt hätte. Und wenn er meint sich nicht beruhigen zu wollen und um Aufmerksamkeit "bettelt" würde er Diese bekommen. In Form von einigen UO-Einheiten.
     
    #5 HSH Freund
  7. Herrlich. :D

    All deine Beispiele sind wirklich unbedenklich, also in meiner Welt. Er testet derzeit rum, lass es dir gesagt sein.
    Du musst verstehen das dies weder schlimm noch ungewöhnlich ist!
    Klar sein, Spinnkram DEUTLICH unterbinden oder ignorieren (machen auch einige) und Alternative anbieten.
    Wirklich viele Menschen die ich kennlernte, kenne verwechseln harte Hand mit klar sein. Vielleicht kennst du den Audruck; der braucht ne harte Hand. Gemeint ist in Echt, klar und konsequent sein. Sowas geht auch ohne körperlich zu werden oder ewig rumzudiskutieren.
    Laut deinen wenigen Beschreibungen sehe ich da eine Konstante, er nimmt dich/euch derzeit nicht so gaaaaanz ernst. ;)

    Mein Mädchen ist 8, eine absolute Quengeltasche und hatte ihr bisheriges Leben Erfolg damit. Hier nicht aber es fällt ihr ungemein schwer, diesen Automatismus nicht abzuspulen. Sie neigt weiterhin zu permanenten Rumgeteste, "Erpressen", WENN man nicht aufpasst.

    Ich agiere in etwa wie HSH. Nur ohne abrufen von Unterordnungskram, hier ist anderes zielführend(er) um der Wurst zu begegnen wenn sie wieder drüber ist. :)
    Das kommt aber absolut auf den Typ Hund an. Dem Sensiblchen kann man nicht begegnen, wie wenn man n Haudegen vor sich hat. Es gibt unendlich viele Graustufen zwischen dem Schwarz und Weiß.
    Weißt du wie ich das meine?
     
    #6 Flash
  8. @hsh: wir versuchen halt erstmal ihn zu ignorieren, weil wir glauben, dass Aufmerksamkeit sein eigentliches Ziel ist und beschimpfen etc ja auch eine Art Aufmerksamkeit ist. Wenn er also vorm Sofa sitzt und meckert, wird er ignoriert. Manchmal funktioniert es auch und er geht sogar in sein Bettchen. Oft schläft er dann aber nur kurz um dann weiter zu meckern. Manchmal gibt er auch ganz auf. Problem hierbei, wenn wir ihn loben würden, weil er ruhig da liegt, sieht er das gleich als Erlaubnis an aufs Sofa hüpfen zu dürfen oder er meckert dann weiter. ... Wenn er völlig übertreibt und bellt, die Pfote immer wieder aufs Sofa wandert oder er sogar raufhüpft, wird er auch runtergeworfen und muss in seine Ecke (wo er dann gerne anfängt zu bellen). Wir haben leider nicht so die Möglichkeit ihn in einen anderen Raum zu sperren, denken auch, dass er da dann Sachen kaputt machen würde =/

    @Flash: was ist denn deiner Meinung nach zielführender? Und welche Art von Konsequenzen warten auf deine Hündin, wenn sie sich nicht benimmt oder quängelt? Ich denke, Milo ist auch kein Typ für die grobe hand. Auch wenn er groß und stark ist, hat er wohl eher ein geringes Selbstvertrauen (den Verdacht hatte auch die instrukteurin in der Hundeschule) und da er eh oft von Menschen weitergeschoben wurde, möchte ich ihn gerne erziehen ohne grob zu werden.
     
    #7 Milo13
  9. Wenn bei mir der Hund nervig vor dem Sofa sitzen und quengeln würde, käme mal mit energischem "Nein" ein Kissen geflogen. Auf den Hund. Und wenn er dann noch nicht weg ist, der Hausschuh hinterher. Und das mit deutlicher "Mach dich vom Acker"-Körpersprache, damit keine Missverständnisse aufkommen.

    Wie klar klar ist, und wie laut und deutlich man werden muss, hängt extrem vom Hund ab.

    Bei meinem derzeitigen Hund wäre das Kissen allermeistens schon drüber.

    Ihr habt ne Bulldogge, die auch ihren Teil vom Kuchen oder Sofa will. Und sich nicht so leicht beeindrucken lässt. Die testet immer wieder und immer wieder. Weil sie immer noch hofft, euch vielleicht überzeugen zu können. Wie ein quengelndes Kleinkind.

    Ich bin bei so etwas gegen Ignorieren. Wer für Ignorieren ist, wählt meist als Begründung: "Auch negative Aufmerksamkeit ist Aufmerksamkeit".

    Ist richtig. Aber wenn die Auferksamkeit negativ genug ist, will der Hund diese Erfahrung nach einer ausreichenden Zahl an Wiederholungen nicht mehr machen. Und stellt so das Verhalten nach meiner Erfahrung schneller ein als wenn man "ignoriert und hofft". ;)

    Euer Hund zeigt altersentprechend normales Verhalten "testen, auf Granit beißen, Frust schieben" - in der Bulldoggen-Ausprägung, also vermutlich deutlich mehr als mein Sheltie.

    Ihr müsst am Ball bleiben und dem Hund noch deutlicher zeigen, welches Verhalten unerwünscht ist. Im Moment würde ich denken, er denkt noch, er kriegt euch rum, wenn er nur lange genug quengelt. Ihm ist noch nicht wirklich klar, dass das nicht immer fruchtet.

    Das wird sich auch die nächsten anerthalbjahre nicht grundsätzlich ändern. Es wird weniger, aber er wird es immer wieder mal probieren.

    Ganz wichtig dabei ist, das nicht persönlich zu nehmen. Der tut das nicht, um euch zu ärgern, er tut das nicht, weil er euch für Flaschen hält - er tut das für seine persönlichen Vorteil und reagiert auf die Lücken, die ihr ihm last.
    Wenn er eine gefunden hat: Zumachen, Dinge klarstellen, weitermachen.

    Ist manchmal frustrierend, gerade in der Pubertät - aber es lohnt sich. Irgendwann, wenn man selbst wahrscheinlich schon nicht mehr daran glaubt, macht es klick und auf einmal geht sehr vieles. Wenn man nicht vorher aufgibt.
     
    #8 lektoratte
  10. Ich halte Nichts vom Ignorieren. Warum dem Hund nicht mitteilen wenn er unerwünschtes Verhalten zeigt? Klare Regeln müssen meiner Meinung nach auch genau so klar kommuniziert werden. Gerade auch ein unsicherer Hund profitiert von klarer Führung. Und wenn er um Aufmerksamkeit "bettelt", dann würde er die von mir auch bekommen. Allerdings nicht unbedingt in der Form, die ihm vorschwebte. Das wäre hier eben ua. die UO, also quasi die Höchststrafe. ;)
     
    #9 HSH Freund
  11. Hallo,
    was Lektoratte und HSH Freund schreiben ist absolut richtig. So wie Du den Fall beschreibst scheint Dein Hund nicht so zart besaitet zu sein wie er Dich vielleicht glauben lässt. Also darfst Du ruhig mal mit der Faust auf den Tisch hauen (Bildlich gesprochen).
    Was Du aber auf keinen Fall vergessen darfst: Wenn er tatsächlich mal in sein Bettchen geht und sein Sofabetteln kurz aufgibt, geh hin, schieb ein Leckerchen in den Hund und setz Dich wortlos wieder aufs Sofa.
    Das führt vielleicht am Anfang dazu, dass er Dir wieder hinterherkommt und wieder vor dem Sofa sitzt. Macht aber nix, er wird es schnell begreifen.
    Falls Dir das schwerfällt Ihn mal etwas strenger anzugehen, kannst Du Ihm auch den Platz vor dem Sofa auf etwas subitle Weise madig machen: Du beachtest Ihn nicht, aber wie Zufällig, fällt mal ein Kissen/eine Packung Taschentücher oder ähnliches auf Ihn drauf. Des weiteren rutscht der Couchtisch zufällig da hin wo er sitzt oder das Sofa kommt Ihm engegen :gerissen:. Er wird relativ schnell merken, dass es da relativ blöd und den Platz meiden. Wahrscheinlich geht er dann in die Ecke und mault da weiter ;)
     
    #10 Zora-Nadine
  12. ... Frolic als Leckerli geben.:mies: Ich hab auch so eine autark handelnde Hündin, die draußen ihr eigenes Ding macht. Hab‘s auch mit gewöhnlichen Leckerlis versucht mit mäßigem Erfolg. Seitdem ich Frolic dabei habe, hab ich nen anderen Hund :D
     
    #11 MyEvilTwin
  13. Ich würde den Hund beim Spaziergang im Wald wohl erstmal an der Leine lassen und meinen Gang durchziehen. Kein Geschnüffel, kein Anhalten, weil der Hund anhalten will, kein Sonstwas. Vorher (vorm Wald) lösen lassen und dann stramm marschieren, da wo Du hin willst. So dass er mal lernt, sich zu orientieren.
    Ich finde das grundsätzlich nicht schlimm, wenn Hunde schnüffeln oder einen größeren Radius haben, aber es sollte erkennbar sein, dass er mich im Blick hat, das kann aus dem Augenwinkel sein, man merkt das ja am Verhalten.

    Habe gerade letztes Wochenende sehr schön am Hund meiner Mutter gesehen, dass er es gar nicht kennt, dass sie nicht auf ihn achtet und wartet. Der Schreck war groß :lol: Mir wäre das nichts.
     
    #12 Lille
  14. Vielen lieben Dank für die vielen Tips und Beiträge hier =)

    @lekoratte und HSH: Vielleicht ist ignorieren tatsächlich nicht der richtige Weg. Am Anfang haben wir das gemacht, weil er auf lautes Zurechtweisen fast aggresiv reagierte (lautes Bellen und ein paar mal hat er versucht zu schnappen =( ), aber das sollte sich mittlerweile geändert haben. Denke, wir werden es mal mit der deutlicheren Art versuchen. Er denkt auf jeden Fall, dass er noch eine Chance hat seinen Willen durchzuziehen. Er hat ja schließlich 1,5 Jahre lang nichts anderes gemacht ^^ Wir werden am Ball bleiben =) Mit UO meinst du den Hund zu Boden drücken?

    @Zora-Nadine: Zärtlich sind wir auch nicht immer zu ihm ^^ Wenn er was vom Tisch klaut oder letztens auf dem Bett lag, hab ich auch laut gegen die Tür gehauen und Nein gebrüllt. Er legt dann auch die Ohren an und merkt, dass das negativ ist und huscht nach einem Kommando in sein Körbchen. Aber er macht es halt immer wieder. Das Sofa haben wir ihm auch schon unbequem gemacht. Haben uns einfach so breit gemacht, dass null Platz übrig war. Er nimmt das entspannt und legt sich halt auf uns drauf oder quetscht sich in die letzte Mini-Fläche des Sofas. Seine Meinung ist wohl lieber unbequem auf dem Sofa als entspannt auf dem Boden. Nun hat er aber eh seit einigen Tagen Sofaverbot und er liegt nun in seinem Körbchen und murmelt =)

    @MyEvilTwin und Lille: Wir haben viele verschiedene Leckerlis, unter anderem toll riechende und (wahrscheinlich) schmeckende 100% Lachs Stückchen. Egal wie toll er sie findet, eine kleine Ablenkung und es ist ihm egal. Er ist halt nicht so futterorientiert =/ Oder ist an Frolic irgendetwas speziell?
    Wir lassen ihn nun erstmal gar nicht laufen. Hatten einige Versuche, da lief es überraschend gut aber dann hat er sich bei einer Wanderung dazu entschieden, gar nicht mehr zu hören und seitdem sind wir da sehr vorsichtig. Wir üben aber an der Schleppleine auf offenen Flächen. Wir rufen ihn aber auch an seiner normalen Leine zurück. Er marschiert ja immer etwas vor und da ruf ich ihn hier und da zurück und dann kriegt er bei Blickkontakt ein Leckerli. Wir gehen auch strikt weiter wenn er irgendwo schnüffelt (nachdem er sein Geschäft am Anfang verrichten durfte), wir wechseln oft schlagartig die Richtung, gehen nicht in die Richtung, die er sich ausgesucht hat etc. Er marschiert ja auch mit, aber wir kriegen es nicht hin, dass er hier und da mal guckt, wo wir denn sind. Und bei Ablenkungen haben wir halt keine Chance. Er starrt und starrt. Da helfen keine Leckerlis vor der Nase, kein ranrufen, kein Spielzeug, in die Seite pieken, nix. Was kann man da noch machen? Wir versuchen die Distanz zum Fokus-Objekt zu finden, bei der er hört. Aber das ist oft sehr weit und nachdem er sein Leckerli bekommen hat (das er teilweise gar nicht richtig annimmt in der Situation) dreht er sich wieder um und starrt, starrt, starrt.

    Allgemein noch die Frage: Wie kriegen wir es hin, dass er besser alleine sein kann? Heute haben wir ihn ca 1,5h alleine gelassen. Es gab kein Holzkörbchen und nichts lag auf dem Tisch. Er hat einen gefüllten Kong bekommen und seine Spielzeugkiste. An sich lief es gut, nur das Spielzeughuhn hat er nicht überlebt. Wir fragen uns vorallem, wie sollten wir reagieren, wenn wir nach Hause kommen und er Dinge zerkaut hat? Bis jetzt wird er immer in sein Körbchen geschickt und muss da erstmal verweilen. Mein Freund neigt dazu ihn lange schmoren zu lassen und ihm das Sofa zu verbieten (ich komme später von der Arbeit, also entdecke ich die Zerstörung nie) und ich frag mich, wie sinnvoll so eine lange Strafe denn ist?
     
    #13 Milo13
  15. UO ist nicht runterdrücken.
    UO ist Unterordnung. Kannst du hier nachlesen oder googlen.

    Wollt ich nur schnell anmerken. Damit du das nicht durcheinander wirfst und/oder gar dem Hund gegenüber "oll" wirst.

    Lg
     
    #14 Flash
  16. Wie kommst du auf das schmale Brett? UO (Unterordnung) bedeutet den (Grund-)Gehorsam abfordern. Also "Sitz", "Platz", ect. Und zwar bis ich die Situation auflöse. Wir haben hier zB. eine Betonstraße, da wird dann an jeder Dehnungsfuge "Steh", "Sitz", "Platz" abgefordert (und durchgesetzt!). Und zwischen den Fugen gehts im "Fuß" in wechselnder Geschwindigkeit und mit beliebigen Richtungswechseln vorwärts. Und das solange, bis ich die Schnauze voll hab (und das ist idR. deutlich später als der Hund ;)). Wichtig ist dabei, das die Aktion zum Schluß positiv aufgelöst wird (und natürlich das bei richtiger Ausführung entsprechend gelobt wird). Ich selbst arbeite nicht mit Futterlob, sondern lobe verbal und/oder taktil.
     
    #15 HSH Freund
  17. Ich hatte in den letzten Jahren schon einige spezielle Hunde aus dem TS und jeder ist halt anders. Deshalb kann man nicht konkret raten, was eurem Hund helfen würde. Wir können aber unsere Erfahrung schildern und ihr schaut, was für euch und euren Hund passt.
    Ich habe z.Z. zwei sehr verschiedene Hunde und was bei dem einem super klappt, geht für den anderen gar nicht.
    Um mal beim Sofabeispiel zu bleiben. Der, der schwierig ist, würde beim Werfen von Sofakissen und zumindest Pantoffel verschwinden, wäre jedoch für seine Umweltsicherheit Gift. Der eigentlich brave, würde das Dösen kurz unterbrechen, erstaunt schauen und weiter schlafen.
    (Wahrscheinlich ist euer Hund eh er von dieser Sorte.)
    Allerdings konsequent durchsetzen verstehen beide.
    Euer Hund mit seiner Vorgeschichte, also drei vorangegangenen Besitzern, lebt ja noch nicht lange bei euch und eure Bindung und Beziehung wird sich weiter aufbauen.
    Nach meiner Erfahrung hilft vor allem viel soziale Interaktion dabei, solche Probleme, wie ihr sie habt, zu überwinden.
    Ich renne mit Sicherheit nicht mit den verschiedensten hochwertigen Leckerli los, um die Aufmerksamkeit meiner Hunde oder meiner Gassihunde im Tierheim zu bekommen.
    Sich selbst spannend machen für den Hund, so seine Aufmerksamkeit unterwegs auf etwas Interessantes lenken, was ihr in den Spaziergang einbaut oder was euch an interessantem begegnet. Man kann auch Spaziergänge interessant für den Hund gestalten. Aber auch da werdet ihr euch erst mal spannend für den Hund machen müssen.
    Mit zunehmender Bindung achtet der Hund mehr auf euch, versteht der Hund auch deutlich besser, was er darf und was er besser lässt.

    Was mir noch aufgefallen ist, das Körbchen scheint nicht der Platz zu sein, an dem er sich wohl fühlt, wo er gerne liegt.
    Er wird zur Strafe dort hin geschickt.
    Ich würde einen Platz, den ich positiv belege neu aufbauen. Er sollte ihn mögen, dort gern ruhen. Selbstverständlichen kann er dann trotzdem dort hingeschickt werden und dort bleiben.
     
    #16 matty
  18. Bei "Wanderpokalen" dauert es mit der Bindung erfahrungsgemäß länger bzw. uU ziemlich lange. Der Hund hat bereits mehrfach die Erfahrung gemacht, dass ihn seine Bindung an den Menschen nicht davor bewahrt, sein jeweiliges Zuhause zu verlieren. Je öfter er das Zuhause gewechselt hat, umso geringer ist sein Vertrauen in die Dauerhaftigkeit einer Mensch-Hund-Beziehung. Ein sensibler Hund steckt solche Besitzerwechsel schlechter weg als ein robusterer Charakter.

    Selbst wenn sich der Hund augenscheinllich mit seiner aktuellen Situation arrangiert hat, heißt das noch nicht, er sei wieder bereit zu einer engen Bindung. Da braucht's einfach Geduld.

    Bei meinem "Wanderpokal" damals hat es gut 6 Monate gedauert, bis die Bindung (draußen!) wirklich besser wurde.
     
    #17 Fact & Fiction
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