Ich habe mir die anderen Beiträge jetzt mal nicht durchgelesen und bitte um Entschuldigung, wenn ich hier etwas schreibe, was schon abgehandelt wurde.
Ich habe 2 Galgos und einen Wolfhund. Galgos sind ja im Grunde sehr leicht zu erziehen aber mit dem Wolfhund sieht das etwas anders aus, denn er ist verdammt schwer zu erziehen. Bei ihm kommt noch erschwerend hinzu, dass er das Erbe, des Wolfes in sich hat… die Scheuheit
Mit ihm hatte ich so ziemlich das Selbe Problem… bzw. habe ich das Problem immer noch und arbeite daran.
Er kommt überhaupt nicht mehr von der Leine… auch nicht im Garten. Freilauf ist erst einmal gestrichen, das muss er sich erst einmal verdienen. Auch habe ich auf Handfütterung umgestellt… gehorchen oder verhungern.
Er bleibt so lange
an der Leine, bis er zu mir Vertrauen aufgebaut hat um mich als Alpha akzeptiert. Ich gehe mit den Hunden getrennt raus. Erst mit dem Wolfhund und dann mit meinen anderen beiden Hunden… mit dem Wolf an der ganz kurzen Leine und sie muss immer ausnahmslos links gehen.
Im Garten üben wir an der 2-Meter-Leine, das Herkommen.
-Mit Futter locken
-Erst muss er kommen, dann gibt es Futter
-Erst kommen, dann in Sitz gehen, dann Futter
-Erst kommen, dann in Sitz gehen, dann über den Kopf streicheln lassen, dann Futter
-Erst kommen, dann in Sitz gehen, dann über den Kopf und Rücken streicheln lassen, dann Futter
-Erst kommen, dann in Sitz gehen, dann über den Kopf und Rücken streicheln lassen und am Geschirr festhalten lassen, dann Futter
-Erst kommen, dann in Sitz gehen, dann über den Kopf und Rücken streicheln lassen und am Geschirr festhalten lassen, dann anleinen lassen, dann Futter
-… und natürlich auch jedes Mal loben
Nur mit Futter locken und dann am Geschirr festhalten, bewirkt genau das Gegenteil, denn nach kurzer Zeit kapiert das der Hund und meint: „jetzt sagt der zu mir, vertraue mir und komme her und dann werde ich gepackt und der der Spaß ist zu Ende… dann komme ich doch lieber erst gar nicht, wenn ich schon mal laufen kann.
Es hat auch mir der Rangordnung zutun und darum bekommt mein Hund z.Zt. keine Zugeständnisse, denn er neigt dazu, jedes Zugeständnis gleich auszunutzen. Der Hund erkennt sehr schnell jede Schwachstelle beim Menschen und nutzt diese natürlich gleich für sich aus.
Ich bin immer der Erste, der beim Rausgehen durch die Türe geht. Wenn er rumzickt, werden alle Aktionen abgebrochen und es geht nachhause. Bei extremer Rumzickerei, wird der Hund separiert, bis er ausgezickt hat.
Streicheleinheiten dürfen nicht eingefordert werden, die gebe ich wann ICH will und nicht wann der Hund will. Beim Spaziergang rede ich nicht viel mit dem und, denn er kapiert besser, wenn ich ihn nicht zuquatsche. Er reagiert mehr aus meine Körpersprache, bzw. Sichtzeichen.
Wenn ich dann der Meinung bin, sie hat dazugelernt, gehe ich mit allen 3 auf die Wiese (max. 1x die Woche) und der Wolf kommt an die Schleppleine und überprüft, ob es klappt… so lange bis es sitzt. Wir machen täglich Fortschritte… manchmal mehr, manchmal weniger. Zwischendurch gibt es auch mal einen Rückfall aber es geht ständig auswärts.
Je besser er sich unterordnet und mich als Alpha akzeptiert, je mehr Spaß bekommt er zugestanden. Oft fällt es mir selber schwer und mir bricht fast das Herz, das konsequent durchzuziehen aber es muss halt sein, denn wenn ich das nicht mache, besteht irgendwann die Möglichkeit, dass es sogar zwischen den Hunden knallt.