Macht dem Wahnsinn ein Ende

Wolf II

Frauenversteher™
15 Jahre Mitglied
Kampfhund? Was soll das eigentlich sein? Es macht mich traurig und wütend, wenn ich mit anschauen muss, wie Politiker und Medien das Unwissen und die Angst der Menschen missbrauchen um willkürlich ganze Rassen zu vernichten.
Kampfhund ist keine Bezeichnung für bestimmte Rassen sondern für eine Tätigkeit. Ein Kampfhund ist ein bemitleidenswertes Tier, das aus Profitgier seiner skrupellosen Besitzer dazu gezwungen wird mit anderen Hunden zu kämpfen. Zum Kampfhund kann JEDER Hund ausgebildet werden, selbst ein Dackel, auch wenn das wohl nicht so spektakulär wäre. Hundekämpfe - und damit auch Kampfhunde - sind in Deutschland schon seit langem verboten.
Dennoch finden sie leider noch immer statt. Was wir gebraucht hätten wären also keine neuen Gesetze gewesen, sondern eine bessere Überwachung der existierenden.

In der BRD sterben im Schnitt pro Jahr

- 15.000 Menschen an Unfällen im Haus
- 13.000 Menschen durch Selbstmord
- 10.000 Menschen bei Verkehrsunfällen
- 1.500 durch mitmenschliche Gewalttaten
- 15 durch Blitzschlag
- 11 durch Insektenstiche
- 1,9 durch Hundebisse

Angesichts dieser Zahlen finde ich es eigentlich eher erschreckend, dass unsere Polizei jetzt hinter Hundebesitzern herjagt. Natürlich sind zwei Tote zwei Tote zuviel, aber dass Leben ist nun mal gefährlich und wir können ja auch schlecht Blitzschläge und Insekten abschaffen. Solange Hunde von Menschen (v)erzogen werden, wird es leider auch immer wieder zu Unfällen kommen. Ob wir jetzt 44 Rassen verboten haben oder nicht. Aber trotzdem wäre mir wohler, wenn unsere Polizisten echte Straftäter verfolgen würden und die Politiker die Steuergelder für Wichtigeres ausgeben würden, als Hundeauffanglager zu bauen und Familienhunde zu töten. Glaubt wirklich irgendwer, dass ein Drogendealer seinen Hund, den er für Hundekämpfe abgerichtet hat, jetzt bei der Gemeinde anmelden wird oder dass er für diesen Hund tatsächlich Steuern zahlt?? Solche Leute gehen mit ihren Hunden auch selten am Nachmittag im Stadtpark spazieren. Nein, auch jetzt hat es wieder nur die Falschen erwischt. Die Familien, denen ihr Hund wirklich was bedeutet, die alten Leute, für die der Hund der einzige Ansprechpartner ist und all die die ihren Hund als Freund und Weggefährten gern haben und die nie zulassen würden, dass ihm etwas geschieht.

So wurden unzählige Familienhunde getötet, deren einziger Fehler es war zufällig der „falschen“ Rasse anzugehören. Aber selbst wenn der eigene Hund (noch) nicht auf irgendeiner Liste steht, ist er deswegen noch lange nicht sicher, denn wer weiß schon wie so ein Kampfhund wirklich aussieht? So wurden auch Hunde anderer Rassen auf offener Straße von Polizisten erschossen, eine Dogge wurde von Hundehassern mit Benzin überschüttet und lebendig verbrand und viele Tiere wurden vergiftet. Es gab Angriffe auf Hundebesitzer, dabei wurden zwei Menschen getötet (wohlgemerkt nicht von Hunden sondern von Hundehassern, also von Menschen). Dazu kommt die Angst, dass man ja nie weiß welcher Hund als nächstes auf der Liste landet.

Und da scheint es wirklich keine Regeln zu geben, denen man folgen kann. Diese Listen sind so willkürlich zusammengestellt, dass man sich fragt, ob die, die das verbrochen haben überhaupt schon mal einen Hund aus der Nähe gesehen haben. Bestes Beispiel ist der Bandog, der auf vielen Rasselisten steht. Er ist deswegen so interessant, weil es keine solche Rasse gibt!!
Bandog ist einfach die englische Übersetzung von Kettenhund. Und auch bei vielen Rassen die es tatsächlich gibt fragt sich der Hundekenner, was genau sie bösartig machen soll. Einige dieser Hunde haben ein derart ruhiges Gemüt, dass das einzige mit dem sie kämpfen der Schlaf oder das Übergewicht ist. Andere sind kinderlieb und die perfekten Familienhunde.

Natürlich gibt es da dieses Argument der Zuchtauslese. Man sagt ja, dass gerade diese Hunde, die jetzt verboten wurden, Jahrhunderte lang aufs Töten abgerichtet wurden und daher so gefährlich geworden sind. Aber wenn wir das mal realistisch betrachten, welche Hunde wurden denn ursprünglich NICHT zum Töten gezüchtet. Es gab früher drei wesentliche Verwendungszwecke für Hunde:
Zum Schutz von Haus und Hof, zum Schutz der Herden oder zur Jagd.
Selbst die kleinen Yorkshire Terrier waren ursprünglich dafür gezüchtet Ratten zu jagen und – na was? Natürlich zu töten. Also sind alle Hunde die heute so rumlaufen blutrünstige Bestien??? Wohl kaum, weil ein Hund, ebenso wie der Mensch, nicht nur aus Genen besteht, sondern auch aus Erziehung und Sozialisierung. Und außerdem haben sich mit den veränderten Lebensumständen der Menschen auch die Zuchtkriterien aller Hunderassen geändert.

Es gibt keine gefährlichen Rassen, aber was es gibt sind kriminelle Menschen, die sich tierquälerischen Methoden bedienen um Hunde zu Waffen auszubilden. Solche Mensche werden sich nicht davon abschrecken lassen, dass bestimmte Rassen verboten sind. Und selbst wenn Hunde im Allgemeinen verboten wären, wären solche Menschen dennoch gefährlich.

Die tatsächlichen Gefahren, die von Hunden ausgehen sind statistisch gesehen außerordentlich gering. Im Anbetracht von S.exualverbrechen, Morden, Drogenhandel und Terrorismus sollten unsere lieben Politiker besseres zu tun haben, als Hundehaltern Grundrechte abzuerkennen.

Hunde tun soviel Gutes für uns, es gibt Behinderten-, Blinden-, Rettungs-, Polizei- und Familienhunde, die auf verschiedenste Art und Weise zu unser aller Wohl beitragen. Diese wertvolle Beziehung sollte niemand kaputt machen können: Weder Kriminelle, noch Tierquäler, weder Hundehasser noch Politiker oder die Medien. Bitte, lasst nicht zu, dass den Hunden noch mehr Leid angetan wird, egal welcher Rasse sie angehören! Macht dem Wahnsinn ein Ende!

Sabine Gmeinwieser

Quelle: Maulkorbzwang 25.10.02
 
  • 22. Juni 2024
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Hi Wolf II ... hast du hier schon mal geguckt?
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wie wahr....der Text ist absolut korrekt!
thx2.gif
 
meine Hochachtung!!!!!
Der Text bringt die ganze Thematik genau auf den Punkt!!!

Danke!!!
 
der Text wird gleich ausgedruckt und im Büro aufgehängt!
wir haben hier in Luxemburg gottseidank keine solchen Listen *Holzanfasst*, aber Vorurteile gibt es leider dennoch. <img border="0" title="" alt="[Wütend]" src="mad.gif" />
Da kommt dieser Text gerade richtig um die Leute mal aufzuklären!
 
Korrekt im Text.
thx2.gif
Zu Luxemburg : Gibt es nicht nächstes Jahr eine verschärfte Verordnung ?
 
ich muss dir absolue recht geben den wen ich nicht gerade in der u.s.a bin , dan bin ich in Hamburg und gerade da macht man so ein teater , aber die drogen dealer an der hafentreppe und im schanzen virtel werden ignoriet . Die weden zwars kontroliert und auch mal mit genommen aber am naesten tag siend sie wider da .
mach weiter so
 
@wolf,
jemand der die Augen mit aller Macht zugedrückt hält, wirst du mit deinem Text nicht die Augen öffnen. Leider.
 
Tja Hanibal,

welche Konsequenz soll man aus deinem Beitrag ziehen ? Das eh alles sinnlos ist und man auch gleich aufgeben kann ?

Ich werde jedenfalls nie aufgeben !!! Wenn ich auf dem einen Weg nicht zum Ziel komme dann kehr ich eben um und suche einen anderen Weg. O.K., auch ich habe manchmal die Schnauze voll, vielleicht hast du das ja auch in so einem Moment geschrieben, aber aufgeben gibt es für mich nicht und ich hoffe dass das auch für dich gilt.
 
Jetzt hab ich mir fast den Hals verrenkt! *nur nicken konnte beim lesen* Bravo!!!!

Wobei ich auch fürchte, dass Hanibal recht hat
thx2.gif
...
 
@ wolf, du hast mich mißverstanden. Hier im Forum wird dir jeder zustimmen. Den Text an Politiker senden? Die sind doch die, die es nicht wahr haben wollen. Ist doch so einfacher für sie. Oder gibt jemand zu, Fehler gemacht zu haben?
Sicher, ich hab manchmal auch die Schnauze voll, vo allem wenn man die Verdummung mancher Mitmenschen ausgesetzt wird, die einem einen fast auswendig gelernten Text aus den Medien vorplappern. Die wollen! es nicht anders glauben.An denen klatscht dein Text ab. Ich habe mir inzwischen angewöhnt präsent aufzutreten. Wenn ich Menschen begegne, die argwöhnig auf meinen Hund schauen, schau ich ihnen in die Augen( sollst mal sehen wie wenige dir eigentlich auch in die Augen zurückschauen können). Auch gehe ich mit meinem Hund auch dahin, wo Menschen sind, also auch mitten in die Stadt. Ich will damit zeigen, das ich mich nicht verstecke vor all dem was uns nachgesagt wird - ich will zeigen, wir sind da und ihr kriegt uns nicht los, auch nicht mit der Hetze durch Medien und sonstiges.
 
Dem kann ich nur zustimmen Hanibal,auch wir repräsentieren unsere Staffbulls auf Ausstellungen,in der Stadt,auf Veranstaltungen,wie Turniere,Team Tests etc..Sollen wir uns schämen? NEIN!!
Wir sind stolze Staffbullbesitzer und wir haben den Mut nicht verloren!!!!
 
könnte ich bitte die kontakt-mailadresse der person haben, die diesen text geschrieben hat? ich würd ihn gern auf ein paar seiten setzen.. bzw. verbreiten
wink-new.gif
 
Ist mir leider nicht bekannt Sabine,

frag mal Achim Weber bei ,
dort habe ich den Text ja her.
 
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