Let's Talk: (Rasse)Hunde/Zucht/Genetik

  • MissNoah
Angelehnt an den Hundesport-Laberthread.

Immer wieder kommen irgendwo Diskussionen und Fragen zum Thema auf, aber da es hier keinen eigenen Bereich dafür gibt, verliert sich das, was ich schade finde.
Hier also ein Thread für "OMG was ist mit dem Rottweiler auf dem Bild kaputt?", "Ist das schon Qualzucht?" und was es sonst zu diskutieren gibt.
 
  • SaSa22
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Hi MissNoah :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • MissNoah
Ha, so spannend manchmal "Probleme" und deren Ursprung anzugucken (auch wenn es gar nicht meine Rassen sind, aber interessant).

Border Collies mit ihrer krassen Geräuschempfindlichkeit zB.
Ja, der Hund muss ja auch in 400 Meter Entfernung a) noch hören was du sagst/pfeifst und b) da überhaupt noch drauf reagieren und nicht drauf pfeifen im Trieb.
Also selektiert man auf sowas, doof halt wenn die dann auf einmal in einer überfüllten Halle Agi machen sollen...

Schlechte Fresser unter den Hütehunden. Fressen nur so, dass sie halt überleben. Sehr "picky". Ja, schlau sowas zu selektieren und nicht Hunde die sich auf jeden Kuhfladen stürzen, wenn die selbstständig an der Herde arbeiten sollen statt jedes Mal ein Festessen zu veranstalten.
Du willst jetzt Hundebegegnungen schönfüttern? Viel Glück :lol:

Hat alles mal seinen Sinn gehabt...
 
  • MeikeMitBenny
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Übrigens... Es ist enorm wichtig auch an das richtige (!) Hundefutter zu denken.

Ich habe für unseren Dicken seeehr lange nach dem richtigen Futter gesucht. Durch Zufall habe ich den hier vom Forum angebotenen kostenlosen Futtercheck gefunden und konnte dort tatsächlich in Erfahrung bringen, welches Futter ganz konkret von anderen Hundebesitzern mit genau der gleichen Hunderasse bevorzugt wird.

Und unser Benny liebt sein neues Futter! Es hat sich gelohnt!! 

Wer ihn noch nicht ausprobiert hat, hier findet ihr den Futtercheck! Dauert weniger als eine Minute.

Ach ja, ihr könnt übrigens zusätzlich noch am Ende des Futterchecks gratis Futterproben von bis zu 20 verschiedenen Herstellern anfordern! 

So sah hier dann nach ein paar Tagen unser Tisch aus:



Euer Hund wird euch lieben! 

Hier nochmal der Link zum Futtercheck

LG Meike mit Benny
  • IgorAndersen
Deshalb sagen die Hundetrainerinnen, die ihr Leben lang nur Border Collies hatten, man müsse die Futterqualität erhöhen, wenn der Hund sich nichts aus Leckerlies macht...
 
  • Melanie F
Sowas hatte ich im Bezug auf Huskys. Ich habe mich noch nie so wirklich mit der Rasse beschäftigt, hatte aber immer von Besitzern gehört "wenn der nicht so jagdtriebig wäre" und auch obwohl ich mich nicht für die Rasse interessiere wusste ich, dass hinter dem Husky mehr steckt als nur Schlittenhundromantik.
In Schweden war es dann auch "bildlich" gegeben.
Wir waren in Jagdshops und auch die normalen Zubehörläden sind damit gut ausgestattet gewesen - während hier Jagdzubehör mit Drahthaar, Dackel oder ähnlichem beworben wird waren da ausschließlich Huskys abgebildet und auf dem Jägerauto das wir im Wald gesehen haben waren auch Huskyaufkleber.

Kommt halt irgendwoher :D
 
  • toubab
Mein bearded collie war so ein schlechter fresser, das hat ihm einfach nicht interessiert. Oft habe ich ihm glatt vergessen zu füttern, wenn er dann aufsmal mit seinem napf im wohnzimmer stand, wusste Ich, ach da war was.

der hat alles sehr gerne ohne lecker gelernt, und fand das einfach sehr lustig ganz ohne bestechung.
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
Danke für den Tipp, Meike! Den Futtercheck (und vor allem die kostenlosen Futterproben :D) werde ich mir mal gönnen.
  • Lille
Die BC die ich so kenne, fressen alle gut :kp: Aber eben nicht, wenn sie bei der Arbeit sind. Also, bei der echten Arbeit. Da werden Prioritäten gesetzt. Bei Überforderung ist es aber nicht unüblich, dass Schafsköttel als Übersprungshandlung gefressen werden.
Geräuschempfindlichkeit wiederum kenne ich von einigen.

Mir ist es ja ein Mirakel, warum der Viszla so gezüchtet ist, wie er ist. Warum züchtet man so eine Frostbeule als Gebrauchshund? Weiß das wer?
Arbeitet topp, aber friert, wenn nicht vorne eine 2 steht.
 
  • MissNoah
Neu Die BC die ich so kenne, fressen alle gut :kp: Aber eben nicht, wenn sie bei der Arbeit sind. Also, bei der echten Arbeit. Da werden Prioritäten gesetzt. Bei Überforderung ist es aber nicht unüblich, dass Schafsköttel als Übersprungshandlung gefressen werden.

Es ging glaub ich um Kelpies, weiß nicht ob das auf Border übertragbar ist.
Fand das einfach ne interessante Anekdote.

Zur Geräuschempfindlichkeit sagte die interviewte Trainerin, dass das das schlimmste wäre, wenn die Epi nicht wäre. Sie sagt etwa 80 Prozent der Border (USA) wären da in einem ungesunden Maß empfindlich.

Mir ist es ja ein Mirakel, warum der Viszla so gezüchtet ist, wie er ist. Warum züchtet man so eine Frostbeule als Gebrauchshund? Weiß das wer?
Arbeitet topp, aber friert, wenn nicht vorne eine 2 steht.

:mies:
Dual Purpose. Jagt, aber kann für Cappuccino-Frauchen auch gut im Mantel aussehen.
 
  • Lille
:mies:
Dual Purpose. Jagt, aber kann für Cappuccino-Frauchen
:lol:
Da hätte ich auch selbst drauf kommen können :sarkasmus:


80% ist echt viel. Wenn die irgendwo auf einer Farm rumhängen würden, wäre es wahrscheinlich egal. Ben war auch empfindlich, aber noch sehr im Rahmen.
Oft wird das mit der Zeit deutlich schlimmer.
 
  • MissNoah
80% ist echt viel. Wenn die irgendwo auf einer Farm rumhängen würden, wäre es wahrscheinlich egal. Ben war auch empfindlich, aber noch sehr im Rahmen.

Ja genau. Da kollidieren Selektion in der Vergangenheit und aktueller Gebrauch/Lebensumstände. Sie hat erzählt sie musste Prüfungen abbrechen oder ist direkt wieder umgedreht, weil es so laut war, dass keine Chance bestand, dass der Hund da in der Lage ist zu arbeiten.
Und dann solche Hunde in der Stadt oder einem Umfeld, in dem es nie richtig ruhig ist. Wundert man sich noch weniger, wenn die völlig irre werden.
 
  • Lille
Das stimmt. Stadt hat dann auch noch zusätzlich die ganzen Bewegungsreise. Double mindf*ck. Aber ein Hund, der keine Prüfung laufen kann, ist schon krass.

Im Sommer ist übrigens wieder WM in Holland. Ich weiß noch nicht, ob ich es in diesem Jahr wieder schaffe, aber das ist absolut empfehlenswert.
 
  • Lucie
Meine Schafpudelhündin Emmi war extrem Geräuschempfindlich, die ist in Hagenheim bei auf der Staatsstraße vorbeifahrenden Traktoren und LKWs ins Haus geflüchtet.
 
  • lektoratte
Die BC die ich so kenne, fressen alle gut :kp:

Ich wollte auch grade schreiben... das kenne ich so nicht.

Geräuschempfindlichkeit allerdings - durchaus. Der kfH ist - für einen Sheltie und auch sonst - je ziemlich coole Socke, aber mit lauten oder auch nur sehr zischenden Geräuschen hat er ein Problem... da legt er auffällig unauffällig den Rückwärtsgang ein.

ZB wenn etwas in der Pfanne brutzelt - da sticht Geräusch sogar Bratenduft, und das zeigt mit deutlicher als alles andere, dass ihm das ernst ist... :sarkasmus:
 
  • Crabat
So ganz leuchtet es mir ehrlich gesagt nicht ein.
Zum einen, die Hüter leben ja nicht auf der weiten Wiese, sondern auf einem landwirtschaftlichen Betrieb. Im Zwinger oder im Stall. Die meiste Zeit hören sie Maschinen und Stallgeräusche und so ein Schafstall ist weiß Gott nicht leise.
Dann, das würde ja bedeuten sie hören tatsächlich besser als andere Rassen? Das ist ja messbar, ist das so?
Bei der weiten Arbeit, wo die Hunde wirklich alleine weit raus laufen müssen auf die Hänge, bekommen die gar nicht mehr soviele diffizile Kommandos. Der Job ist die Schafe zum Schäfer zu bringen. Wie die Bodenbeschaffenheit und Felsen usw sind, sieht der Schäfer aber gar nicht. Auch nicht ob da noch drei Schafe in der Senke sind. Das machen die Hunde alleine, ohne ständige Anweisung.
Die ständigen Anweisungen kommen ja erst, wenn sie wieder beim Schäfer in der Nähe sind.

Dass sie empfindlicher auf Mimik, Gestik, Töne, etc ihres Handlers reagieren, ist unstrittig. Aber das reicht ja auch, ganz ohne Geräuschempfindlichkeit.

Zum Fressen. Ein Retriever muss die Ente am Stück und unfrittiert IM Maul zurückbringen. Und das schafft der als Fressmaschine. Ein Beagle arbeitet selbstständig auf der Jagd, oft ohne Sichtkontakt zum Händler. Schafft er...
Also wenn die es schaffen zu arbeiten mit dem Fresschen vor der Nase.... ;)
 
  • BlackCloud
Sowas hatte ich im Bezug auf Huskys. Ich habe mich noch nie so wirklich mit der Rasse beschäftigt, hatte aber immer von Besitzern gehört "wenn der nicht so jagdtriebig wäre" und auch obwohl ich mich nicht für die Rasse interessiere wusste ich, dass hinter dem Husky mehr steckt als nur Schlittenhundromantik.
In Schweden war es dann auch "bildlich" gegeben.
Wir waren in Jagdshops und auch die normalen Zubehörläden sind damit gut ausgestattet gewesen - während hier Jagdzubehör mit Drahthaar, Dackel oder ähnlichem beworben wird waren da ausschließlich Huskys abgebildet und auf dem Jägerauto das wir im Wald gesehen haben waren auch Huskyaufkleber.

Kommt halt irgendwoher :D

Lustig. Mir ist gestern beim Gassi einer mit nem Husky begegnet, der beim Anblick von Mia sofort in dieses typische „Jagdfixier“-Verhalten überging und seine Körpersprache auch dementsprechend nicht einladend war. Der Besitzer hat das null gecheckt, warum Mia das überhaupt nicht nett fand und als ich dann meinte, dass dieses typische Jagdfixieren nunmal viele Hunde nicht so geil finden körpersprachlich, sagt er zu mir „wieso? Der ist ein Husky, kein Jagdhund.“ :rolleyes:
 
  • MissNoah
Zum Fressen. Ein Retriever muss die Ente am Stück und unfrittiert IM Maul zurückbringen. Und das schafft der als Fressmaschine. Ein Beagle arbeitet selbstständig auf der Jagd, oft ohne Sichtkontakt zum Händler. Schafft er...
Also wenn die es schaffen zu arbeiten mit dem Fresschen vor der Nase.... ;)

Also dass Menschen es schaffen, ihren Hunden beizubringen, während der Arbeit nicht zu fressen ist ja unstrittig :p
Ich kann mir allerdings schon vorstellen, dass sich das Arbeitsleben eines Kelpies in Australien von dem eines Labradors unterscheidet und es daher Sinn machen kann, in der Selektion darauf zu achten.
Ich bin mir sicher, da gibt es Feinheiten die uns hier völlig entgehen. Natürlich kann es auch eine australische "urban myth" unter den Farmern in Australien sein :kp:
Dito Geräuschempfindlichkeit. Wobei da wohl niemand den Unterschied zwischen "Landgeräusche" und "Stadtgeräusche" bestreiten wird, denke ich.
 
  • LA-Dobi
Ich bin da auch eher bei @Crabat . BC und WK leben und arbeiten auf landwirtschaftlichen Betrieben da ist es alles andere als ruhig.
Und schlechte fresser kenn ich auch keinen.
Für mich stellt sich eher die Frage was die Selektion, rein auf Sport, aus diesen Rassen macht?
 
  • Crabat
Natürlich kann es auch eine australische "urban myth" unter den Farmern in Australien sein :kp:
Dito Geräuschempfindlichkeit. Wobei da wohl niemand den Unterschied zwischen "Landgeräusche" und "Stadtgeräusche" bestreiten wird, denke ich.
Könnte mir vorstellen, dass das einfach ein Jonglierball der Zucht ist, der denen irgendwann runtergefallen ist. Davon gibt es in der Zucht ja einige und die haben keinen sinnvollen Ursprung.
Bei Land- und Stadtgeräuschen geht es mMn eher um das Gesamte. Visuelle Eindrücke, taktile Eindrücke (Untergründe), olfaktorischer Overkill UND Geräusche.
Grade ein zischender Bus dürfte einem Farmdog meilenweit am Pobbes Vorbeigehen.
 
  • Crabat
Zum Fressen nochmal.
Bei einem Gebrauchshund mit einem abnormen Energiebedarf, ist es mMn sehr wichtig dass der Hund frisst. Gut frisst, unkompliziert und bestens verwertet.
Wenn man diese Hunde aber nicht mehr so hart belastet und der Energiebedarf sinkt, gibt es zwei Möglichkeiten. Der Hund wird speckfett. Oder er frisst kaum, weil er kaum was braucht.
 
  • MissNoah
Ich werde mal einen Farmer anschreiben und fragen :)
 
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