Hund beißt Joggerin in Österreich tot – auch Besitzerin schwer verletzt

Seltsam, dass die Bewusstlose mit solcher Sicherheit (oder ist es Kühnheit?) behauptet, die Hunde hätten sie verteidigt und als Beweis nicht anführt, dass sie "dies aus vielen Gespräche mit anderen Trainern mittlerweile mitgeomme hat.

Ich nehme an, das ist aus dem anderen Forum mitzitiert?

Was ist denn seltsam daran, dass sie das vor Gericht so angibt? Wenn das Ganze aus dem Gerichtsprotokoll zitiert wird, hat sie genau das doch damals gemacht? :verwirrt:

Also war sehr wohl auch damals schon von Bewusstlosigkeit die Rede?

Wobei der Umstand, dass sie das angeblich aus Gesprächen mit anderen Trainern mitgenommen hat, natürlich kein Beweis ist, lediglich ein Erklärungsversuch.

Die Frage nach dem Anlass der Verteidigung finde ich ebenfalls komisch: Wenn die Hunde sich oder die Halterin von der Joggerin bedroht gesehen haben, ist es doch egal, ob diese nach menschlichem Ermessen keine Bedrohung darstellt. Der Zusteller, der den Hof mit Wachhund betritt, stellt nach menschlichem Ermessen auch keine Bedrohung für das Anwesen dar und trotzdem hinterfragt an der Stelle keiner, warum der Hund im Zweifel offensiv reagiert.

Edit: Dass Hunde agressiv reagieren und Helfer nicht an ihren bewusstlosen Halter lassen, hört und liest man doch ab und an. Allerdings liest man auch zuweilen, dass Hunde durch einen Sturz des Halters so aus dem Konzept kommen, dass sie diesen angreifen.

Überlegung meinerseits: Vielleicht ist dieses Verhalten umgeschlagen und hat sich gegen die Joggerin gerichtet?

Wobei der Rüde ja schon vorher attackiert haben muss, denn die Halterin ist ja seinetwegen gefallen, oder?

"Die Hunde wollten mich wegziehen" halte ich allerdings tatsächlich für Humbug und den unterbewussten Versuch, sich die Situation besser zu reden, als sie ist.
 
  • 18. Juni 2024
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Hi lektoratte ... hast du hier schon mal geguckt?
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Was ist denn seltsam daran, dass sie das vor Gericht so angibt? Wenn das Ganze aus dem Gerichtsprotokoll zitiert wird, hat sie genau das doch damals gemacht? :verwirrt:
Das musst du den Verfasser fragen, ich war es nicht. Ich schrieb ja oben copy and paste. Ich hab mich auf Lana bezogen, die schrieb das die Frau nichts von einer Ohnmacht gesagt hatte vor Gericht, und so wie es da geschildert wurde eben doch.
 
Die Frage nach dem Anlass der Verteidigung finde ich ebenfalls komisch: Wenn die Hunde sich oder die Halterin von der Joggerin bedroht gesehen haben, ist es doch egal, ob diese nach menschlichem Ermessen keine Bedrohung darstellt.
Wenn die Hunde sich oder die Halterin von der Joggerin bedroht gesehen haben. Genau das wird doch nach meinem Verständnis des Textes hinterfragt. Und wieso ist das komisch? Mich überzeugt diese Interpretation auch nicht.
 
Ja, das hatte ich schon verstahden. :)

Ich habe auch nicht dich gefragt, sondern mich und die Allgemeinheit. :hallo:
Ach so :D kam nicht so rüber..aber ja ich schliesse mich @snowflake an, auch das Gericht sah die Geschichte von der Verteidigung als Schutzbehauptung an. Kann man in dem Forum ein paar Zeilen weiter auch noch lesen.
 
@snowflake

Ja, man kann sich fragen, ob die Hunde sich bedroht gefühlt haben.

Aber wenn sie es getan haben sollten, ist es doch dann nicht komisch, dass sie daraufhin die Halterin vor der Joggerin verteidigen, wenn sie das Gefühl haben, sie unterschreitet deren Individualdistanz?
 
So weit ja. Aber das Gesamtkonstrukt finde ich nicht stimmig:
Hunde sehen die von hinten kommende Joggerin als Bedrohung an und greifen sie an. Soweit gehe ich mit, das ist nachvollziehbar.
Halterin versucht, als sie wieder handlungsfähig ist, die Hunde von der Angegriffenen weg zu bekommen (so steht es nicht in dieser Aussage, war aber an anderer Stelle so zu lesen), und daraufhin versuchen die Hunde, ihre Halterin zu deren Schutz von der Joggerin weg zu ziehen, um sie in Sicherheit zu bringen, und verletzen sie dabei so, dass sie danach selbst ins Krankenhaus muss? Sorry, das glaube ich nicht.
Das spinnt sie sich zusammen, weil sie es so, wie es war, nicht wahr haben will.
 
Kann ja sein, dass sie gestolpert ist und sich den Kopf angehauen hat. Ich vermute (!), das ist geschehen, als das Drama schon im Gange war. Nicht weil ein Hund von rechts nach links gegangen ist.
So oder so, ich denke, es wäre klüger gewesen zu schweigen oder die Stellungnahme wenigstens anders zu formulieren.
 
Es mag sein, dass die Besitzerin sich da was zusammen spinnt. Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, dass ihre Erinnerung durch den Schock nicht die Realität wieder gibt. Das ist ja schon eine absolut traumatische Situation und nach einer solchen ist es oft schwer, die gesamte Abfolge korrekt zu erinnern.

Als Lotta und Kalle sich so gefetzt haben, habe ich im Nachhinein versucht, den Ablauf noch mal nach zu verfolgen. Ich hatte zwar einzelne Bilder und Momente im Kopf, aber die genaue Abfolge habe ich nicht mehr zusammen gebracht. Dabei war die Situation bei weitem nicht so traumatisch, wie es in diesem Fall war und ist.
 
Ich hab das hier in einem anderen Forum gefunden.(copy und paste)

ZUerst war ja nur bekannt, dass sie in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Als sie sich dann schon tagelang dort aufgehalten hatte, lag nahe, sie sei schwer verletzt, insbesondere als zu dieser Zeit noch keiner vom schweren seelische Trauma wusste.
Dazu aus dem E des LVwG:
"
Zum konkreten Vorfall schilderte die Bf:
„Wenn ich konkret zu dem Vorfall noch gefragt werde, wie ich mir selbst erkläre, dass es so extrem ausgegangen ist und dieser Vorfall so passiert ist, gebe ich an, dass es sich um ein sehr traumatisches Ereignis handelte. Ich bin an dem Tag, wie in gewohnter Art und Weise, die übliche Runde gegangen wie viele Male zuvor. Wenn ich zum Ablauf kurz angeben darf, ich bin mit den drei angeleinten Hunden gegangen und habe den Schrei der Dame hinter mir gehört und mich furchtbar erschrocken und bin dann über meinen Rüden gefallen und eben so unglücklich zu Sturz gekommen, dass ich bewusstlos war. Die Hunde haben dann mich verteidigt und sich bedroht gefühlt. Wenn ich konkret gefragt werde, dass meine Bewusstlosigkeit aber trotzdem nicht zwangsweise dazu führen muss, dass die Hunde so extrem agieren, gebe ich an, dass dies – so habe ich das aus vielen Gesprächen mit anderen Trainern mittlerweile mitgenommen – deswegen war, weil sie mich verteidigt haben und sich bedroht gefühlt haben und ihrem Instinkt gefolgt sind. Meiner Meinung nach haben mich die Hunde verteidigt und wollten mich auch wegziehen, ich war nicht so schwer verletzt wie das überall geschrieben gewesen ist, ich hatte eine Wunde am Arm, im Gesicht und eine am Fuß. Die Hunde wollten mich von der Frau wegziehen. Ich bin der Meinung es ist deswegen so extrem ausgefallen, weil sie mich eben verteidigen wollten. Natürlich bin ich geschockt darüber, was jemand anrichten kann den man eigentlich für friedfertig hält und nie auffällig gewesen ist, aber wie gesagt ich erkläre mir das dadurch, dass die Hunde mich verteidigt haben.“ [Niederschrift, ON18 vwgAkt]"

Seltsam, dass die Bewusstlose mit solcher Sicherheit (oder ist es Kühnheit?) behauptet, die Hunde hätten sie verteidigt und als Beweis nicht anführt, dass sie "dies aus vielen Gespräche mit anderen Trainern mittlerweile mitgeomme hat.

Ich frage mich, wie Hunde, die damit beschäftigt waren, sie rettend wegzuziehen, gleichzeitig die Joggerin zu Tode bringen konnten. Beschützen und verteidigen wovor ud wogegen????



Ah, danke.
Okay, dann hat sie das alles insgesamt immer so angegeben. Das sehe ich positiv.

Das macht für mich Sinn. Tatsächlich halte ich dann die Schilderung (was die Tatsachen anbelangt) tatsächlich für glaubhaft und nicht für eine Schutzbehauptung. Damit ich meine ich nicht ihre Interpretation des Ganzen, sondern bestimmte Details.

Ich sehe das auch so wie @lektoratte , dass es keine "absichtliche" Falschbehauptung gibt.
Wir erinnern uns immer lückenhaft (deshalb gibt Unfallzeuge 1 z.B. an, das Auto sei blau gewesen und Unfallzeuge 2, das Auto sei rot). Wir rekonstruieren und erklären in der Retroperspektive.
Es gab mal einen Versuch. Ich kriege ihn nicht mehr ganz zusammen. Jedenfalls gab es wohl ein Streitgespräch und der Ankündigung man würde den anderen erschießen und dann hörte man einen Schuss. Das war aber alles gestellt.
Trotzdem erzählten dann die angeblichen Zeugen, sie hätten eine Waffe gesehen. Einige beschrieben dann einen Revolver, oder eine Pistole, einige beschrieben diese als braun, die anderen als schwarz. Es gab aber gar keine Waffe.
Es war eine falsch zusammengesetzte (für die Person logische und angesichts eigener Erfahrung konstruierte) Erinnerung.

Ich halte die Interpretation von lekto, dass ein/mehrere Hunde Richtung der Joggerin zogen und diese deshalb schrie, für nachvollziehbar.

Ebenfalls kann ich mir vorstellen, dass die Hunde eskaliert sind, auch weil die Halterin ohnmächtig war.
Es gab ja mehrere Fälle, wo Hunde nach dem Fall des Halters diesen selbst diesen angriffen.

Weniger Sinn machen für mich ihre Interpretationen, die Hunde hätten sie "von der Joggerin wegziehen" wollen, weil sie diese als Bedrohung empfanden. Ich glaube, es war halt eine Eskalation, wo die Hunde auch keine "Freunde" mehr kannten.
Allerdings kann ich mir vorstellen, dass die Halterin das nicht so sehen kann, weil das sehr schlimm für sie wäre.

Ich kann mir auch vorstellen, dass sie dann im Gericht einfach "ihre Schuld" eingestanden hat, weil ihr der Anwalt gesagt hat, dass es egal ist, ob der Hund gezogen hat und sie ihn nicht halten konnte, oder ob sie deshalb hingefallen ist und sie hat deshalb "einfach gestanden".

Ihre Interpretation halte ich für falsch. Und es wäre sicher besser gewesen, wenn ein Angehöriger interveniert hätte.
Ich finde die Stellungnahme nach wie vor schwierig, aber weniger schwierig wie zuvor, weil sie nie was anderes sagte.
Also sowohl die Ausführungen die Hunde hätten "nur" die Option "Fight" gehabt.
Ebenso die Hunde hätten sie "retten" und wegziehen wollen.
Ich kann mir aber vorstellen, dass sie diese Vorstellung braucht, um irgendwie das Geschehene zu verarbeiten.
Dann hätte ich mir gewünscht, dass ihre Angehörigen hier interveniert hätten, damit die Stellungnahme nicht in dem Tenor online geht.

Mittlerweile gehe ich schon davon aus, dass es sehr viel Pech war, der zu dem Unfall führte.
 
Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, dass ihre Erinnerung durch den Schock nicht die Realität wieder gibt. Das ist ja schon eine absolut traumatische Situation und nach einer solchen ist es oft schwer, die gesamte Abfolge korrekt zu erinnern.

Ja, genau das meinte ich weiter oben auch. Da geht im Kopf dann einfach einiges durcheinander.

(Also, ich kann jetzt nur für mich selbst sprechen, aber bei mir ist das tatsächlich in oder nach solchen absoluten Stresssituationen so. Also, dass mir plötzlich Momente fehlten und ich mich fragen musste, wie der Rest zusammenpasst.)
 
Weniger Sinn machen für mich ihre Interpretationen, die Hunde hätten sie "von der Joggerin wegziehen" wollen, weil sie diese als Bedrohung empfanden. Ich glaube, es war halt eine Eskalation, wo die Hunde auch keine "Freunde" mehr kannten.
Allerdings kann ich mir vorstellen, dass die Halterin das nicht so sehen kann, weil das sehr schlimm für sie wäre.
Genau das meinte ich.
 
Boing... War klar, dass ihr Statement auch außerhalb von Social Media auftaucht.
 
In den Schweizer Zeitungen wirds auch schön aufgebauscht..... und grad jetzt wo bei uns im Kanton über sowas diskutiert wird.... nicht grad super
Hier wurde es, die stellungnahme von die halterin, heutemorgen im wohnzimmer vorgelesen…..und als die wahrheit in betracht gezogen.
 
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