Beschützerinstinkt oder Eifersucht?

Da hat jeder seine Meinung und die resultiert bestimmt auch aus den Lebensumständen und den Vorstellungen und Erwartungen, die man an seinen Hund hat.

Ich differenziere da auch gerne einwenig und für mich macht es einen Unterschied, ob ich am Tage eine Begnung mit einem anderen Hund habe, mich im Dunklen eine Person aus dem Gebüsch anspringt, ich auf der Straße von jemandem umarmt werde, oder ein Fremder in meine Wohnung eindringt etc.

In für meinen Hund zweifelhaften Situationen, wenn uns abends z.B. ein schwankender und singender, betrunkener Mann mit einer Flasche entgegen kommt, der uns vielleicht anstarrt, schaut Elvis mich an und wartet auf meine Reaktion. Ich gebe dann entwarnung und wir gehen ruhig an ihm vorbei.

Wenn der Mann auf die Idee kommen würde, mich anzugehen, bräuchte ich meinen Hund nicht erst dazu aufzufordern mir zu helfen. Er würde es unaufgefordert tun, wenn ich ihn nicht daran hindern würde.

Aber wie gesagt, muss man auch hier unterscheiden, ob jemand vielleicht in einem Haus lebt, oder ländlicher bzw. in einer einsameren Umgebung unterwegs ist, man eventuell einen Beruf ausübt, bei dem man gefährdeter ist überfallen zu werden, man vielleicht als Frai abends durch den Wald spaziert etc.

Wie auch immer sollte so ein Einsatz des Hundes kontrolliert sein bzw. abzuschätzen sein.

Wenn ich ein Schaf an meiner Seite wollte, würde ich mir ein solches zulegen.

Ich wollte einen Hund, der freundlich und entspannt mit mir durchs Leben zieht und versuche meinen Hund dementsprechend zu händeln. Ein Hund muss meiner Ansicht nach nicht automatisch auch angriffsbereit und verteidigungsbereit sein. Er darf gerne ein Schaf sein. Ich erfreue mich an meinem Hund im Spiel und Spaß, den wir gemeinsam haben und an den täglichen Abenteuern, die wir zusammen erleben.

Für manche mag ein vollwertiger Hund nur dann gegeben sein, wenn er seinen Halter beschützen kann. Für andere ist das kein Kriterium.

Und leider muss man auch hier die Rasse berücksichtigen, die man an der Leine hat. Wenn eine Frau Hund abends durch den Wald spaziert und der Hund einen Passanten angreift, der sich bedrohlich verhält, macht es einen Unterschied, ob der Hund ein Rotti/ Soka oder ein Nicht-Soka ist. Die Bildschlagzeilen würden sich unterscheiden:

Bei einem Nicht-Soka hat "Jerry" sein Frauchen beschützt und den Angreifer in die Flucht geschlagen. Der Passant hat sich merkwürdig verhalten und "Jerry" hat die Gefahr erkennt und gehandelt, bevor etwas Schlimmeres pasieren konnte. Beim Soka hat die "Killermaschine" eine blutige Kampfhundeattacke gefahren und einen Passanten fast zerfleischt. Die Halterin hatte den Hund nicht unter Kontrolle und hier würden viele sich für den Bärendienst bedanken, den dadurch allen Sokas zuteil wurde.

Ich möchte in dem Zusammenhang daran erinnern, dass beim Wesenstest in Düsseldorf/ NRW Situationen nachgespielt werden, in denen ein schreiender Mann mit einem Stock in der Hand auf Hund und Halter losgehen und der Hund relativ cool zu bleiben hat.
 
  • 27. Februar 2024
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Hi procten ... hast du hier schon mal geguckt?
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Ich lebe mit meinen Hunden in einem engen Sozialverband und da ist es das normalste der Welt, dass man aufeinander achtet.

Ja, dem stimmt wohl jeder zu. Die Frage ist eventuell nur, was man unter "aufeinander achten" versteht und wann der Hund eingreifen darf. Ist es bereits gegeben, wenn der unsympathische Nachbar mir im Treppenhaus begegnet und mich dumm anmacht, weil ich den Fernseher gestern wieder zu laut aufgedreht hatte, oder ist es eventuell bereits die Passantin, die hinter uns geht und beim telefonieren laut zu schreien beginnt, wodurch ich mich erschrecke, oder ist es die Situation, wenn meine Katze an meinem Bein hochklettert und ich aufschreie vor Schmerz?

Sicherlich ist unser Hund als hochempfindlicher Stimmungsempfänger durchaus in der Lage, zu erkennen, ob man eine "Übergriffigkeit" freudig bestätigend annimmt oder ob man sich derer zu erwehren versucht.

Das ist aber sicher nicht das einzige Kriterium, denn sonst würde dem Hund ja in jeder für uns unangenehmen Situation, in der wir uns zu erwehren versuchen, gestattet sein los zuschießen. Das ist aber eben nicht der Fall bzw. sollte nicht der Fall sein, sondern nur dann wenn wir es wünschen und es angemessen ist bzw. der Hund muss lernen Gefahren einschätzen zu können und das bekommt er unter anderem von uns beigebracht.

Wenn das kleine Kind mit Dreirad versehntlich auf uns drauf fährt, und mir gegen das Schienbein fährt und dann schreiend vor meinen Füßen auf dem Boden liegt, die Mutter beim Anblick meines Hundes hysterisch schreit und auf uns zugerannt kommt, sollte der Hund das nicht als Gefahr ansehen und in Aktion treten. Nur wie übt man genau diese Situation?

Man kann sie halt nicht üben, sondern bringt seinem Hund im Laufe des Lebens bei, wann er die Klappe zu halten hat bzw. wann er ruhig zu sein hat und wann nicht. Man kann nicht alle Situationen vorher üben und wie Du sagtest:

Ich bin kein Fan der 100%igen Kontrolle. Die ist nur etwas für Freaks und außerdem unrealistisch.

Das schließt auch Situationen mit ein, in denen man dem Hund vertrauen muss. Auch diese können sich anders als geplant ergeben und auch der Hund kann und darf Fehler machen.

Für mich persönlich muss es daher bestimmte Regeln geben und eine heißt, dass mich der Hund nicht zu verteidigen hat. Wenn ich tatsächlich mal in eine lebensbedrohliche Situation kommen sollte, wird mein Hund diese hoffentlich erkennen bzw. wenn nicht, ist das auch OK. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich in eine solche Gefahr gerate, ist relativ klein.

Das ein Hund an mir hochhüpft und sich vor meine Füße setzt, ist für mich keine Situation, in der mein Hund eingreifen darf und handeln darf. Ehrlich gesagt bin ich da recht froh drum, weil mir die Sache mit dem Kleinkind mit Dreirad genauso passiert ist, wie ich es erzählt habe.
 
  • 27. Februar 2024
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Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund... 



Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

Hier der Link zu ihrer Seite! 
Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte! 

LG Meike mit Benny
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Ich wollte einen Hund, der freundlich und entspannt mit mir durchs Leben zieht und versuche meinen Hund dementsprechend zu händeln. Ein Hund muss meiner Ansicht nach nicht automatisch auch angriffsbereit und verteidigungsbereit sein. Er darf gerne ein Schaf sein. Ich erfreue mich an meinem Hund im Spiel und Spaß, den wir gemeinsam haben und an den täglichen Abenteuern, die wir zusammen erleben.

Für manche mag ein vollwertiger Hund nur dann gegeben sein, wenn er seinen Halter beschützen kann. Für andere ist das kein Kriterium.

Und leider muss man auch hier die Rasse berücksichtigen, die man an der Leine hat. Wenn eine Frau Hund abends durch den Wald spaziert und der Hund einen Passanten angreift, der sich bedrohlich verhält, macht es einen Unterschied, ob der Hund ein Rotti/ Soka oder ein Nicht-Soka ist. Die Bildschlagzeilen würden sich unterscheiden:

Bei einem Nicht-Soka hat "Jerry" sein Frauchen beschützt und den Angreifer in die Flucht geschlagen. Der Passant hat sich merkwürdig verhalten und "Jerry" hat die Gefahr erkennt und gehandelt, bevor etwas Schlimmeres pasieren konnte. Beim Soka hat die "Killermaschine" eine blutige Kampfhundeattacke gefahren und einen Passanten fast zerfleischt. Die Halterin hatte den Hund nicht unter Kontrolle und hier würden viele sich für den Bärendienst bedanken, den dadurch allen Sokas zuteil wurde.

Ich möchte in dem Zusammenhang daran erinnern, dass beim Wesenstest in Düsseldorf/ NRW Situationen nachgespielt werden, in denen ein schreiender Mann mit einem Stock in der Hand auf Hund und Halter losgehen und der Hund relativ cool zu bleiben hat.
Ich glaube nicht an die negative BILD - Schlagzeile, wenn der Hund die Frau vor einem Angriff schützen würde. In diesem Fall spielt die Rasse keine Rolle.

Spiel und Spaß schließen nicht aus, daß ein Hund auch zuverlässig und selbstbewußt erzogen werden kann und eben nicht als Schaf oder Sklave nebenher tappt. An so einer Beziehung hätte ich nun wieder keine Freude. Sicher auch ein Grund, warum mich gerade die HSH begeistern.
 
@HSH

Es kommt auch immer auf den Hund und die Lebensumstände an. Das Alter, das Wesen und die Rasse bzw. Konstitution spielen da eine Rolle, genauso ob ich in einem Umfeld lebe, in dem mein Hund ständig mit besonderen Situationen konfrontiert wird, die er erst lernen muss zu ertragen.

Spiel und Spaß schließen nicht aus, daß ein Hund auch zuverlässig und selbstbewußt erzogen werden kann und eben nicht als Schaf oder Sklave nebenher tappt. An so einer Beziehung hätte ich nun wieder keine Freude. Sicher auch ein Grund, warum mich gerade die HSH begeistern.

Es ist doch aber so, dass wir alle unsere Hunde erziehen und das beinhaltet unter anderem auch ihnen zu zeigen, was sie dürfen und was nicht. Keiner verlässt sich allein auf den Instinkt des Hundes und seine Fähigkeit Situationen einschätzen zu können. Hier geht es lediglich darum, den Hund der Situation entsprechend angepasst zu erziehen.

Wenn ich einen Hund als Wachhund haben will, werde ich ihn anders händeln und ihm die Welt erklären, als ich das bei einem Hund machen werde, der z.B. in einem Ladenlokal herumläuft. Genauso wie es bei einem Hund, der in der Innenstadt auf einer belebten Einkaufsstrasse lebt, im Gegensatz zu einem auf dem land lebendem Hund sein wird.

Wir verlassen uns dabei aber auch nicht darauf, dass der Hund es schon instinktiv irgendwie begreifen wird, was er zutun hat und was nicht. Der Hund begreift nicht immer von selber bzw. ohne unser Dazutun, dass der Nachbar, dem wir im Treppenhaus begegnen, keine Gefahr darstellt.
 
Deswegen schrieb ich ja, daß sich beides nicht ausschließt.
Natürlich spielen Lebensumstände, Umfeld, Erwartungen und Rasse eine Rolle.
Und natürlich sollte es auch eine Rolle spielen, dies zu bedenken, bevor ich mich dazu entschließe, den Kangal in der Innenstadt von Düsseldorf zu halten.
Sollte ...
 
  • 27. Februar 2024
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Deshalb erklärte ich auch von anfang an, dass es mir nicht passt, wenn mein Hund für mich meine Kontakte regelt bzw. darauf so energisch reagiert.

Bei uns kommt es auch mal vor, dass wenn wir unterwegs sind und andere bekannte Hunde treffen, die an meinen Taschen schnuppern und ich nicht schnell genug reagiere, oder es nicht merke, Elvis wie ein Bock den anderen Hund wegbollert. Spätestens da greife ich aber ein und regel die Situation, damit mein Hund sich entspannen kann und die Situation sich nicht weiter hochspielt. Ich sorge dann dafür, dass die Springerei ein Ende hat und mein Hund registriert das wohlwollend.

Für mich ist die Vorstellung befremdlich, dass ein anderer Hund immer wieder an mir hochhüpft, von meinem Hund wiederholt gemaßregelt wird und das so weiter geht, bis mein Hund dann zu deutlicheren Mitteln greifen muss. Was will man damit erreichen?

Ich sehe darin die Gefahr, dass der Hund daraus falsche Schlüsse zieht.
 
Deshalb erklärte ich auch von anfang an, dass es mir nicht passt, wenn mein Hund für mich meine Kontakte regelt bzw. darauf so energisch reagiert.

Bei uns kommt es auch mal vor, dass wenn wir unterwegs sind und andere bekannte Hunde treffen, die an meinen Taschen schnuppern und ich nicht schnell genug reagiere, oder es nicht merke, Elvis wie ein Bock den anderen Hund wegbollert. Spätestens da greife ich aber ein und regel die Situation, damit mein Hund sich entspannen kann und die Situation sich nicht weiter hochspielt. Ich sorge dann dafür, dass die Springerei ein Ende hat und mein Hund registriert das wohlwollend.

Für mich ist die Vorstellung befremdlich, dass ein anderer Hund immer wieder an mir hochhüpft, von meinem Hund wiederholt gemaßregelt wird und das so weiter geht, bis mein Hund dann zu deutlicheren Mitteln greifen muss. Was will man damit erreichen?

Ich sehe darin die Gefahr, dass der Hund daraus falsche Schlüsse zieht
.

Mein Hund hat diesbezüglich völlig korrekt gehandelt, sie hat erkannt und auch gesehen, das Schäfer-Kaukase Kontakt mit mir aufnahm, dieser Kontakt das hat sie gesehen, war erwünscht, es war für sie vollkommen ok, da ich es ja so wollte. Ich wollte es und das hat sie verstanden.Es war normal....was aber für sie nicht normal war, das der Pfiffi in dem Falle Goldy sich dazwischen drängte...er spurtete auf mich zu und sie hat sofort meine Abwehrreaktion gesehen....diese fruchtete bei diesem Hund nicht...also ist sie als Rudeltier, wie hier schon gesagt wurde, für mich in die Presche gesprungen und das souverän, da sie mitkriegte, ich will das nicht nur Knirps schnallte es nicht, also in Hundesprache probiert....schubsen, dann schubsen mit grummeln und dann als es dieser Hund immer noch nicht kapiert setzte sie zum SCHEINANGRIFF an, den ich sofort abbrach...man darf nicht vergessen, im Nacken von ihr sass ihr Rudel, sprich mein Rüde und Sunny, dann der Schäfer-Kaukase, ihr Kumpel, alle haben sich ruhig verhalten da sie nicht agressiv wurde, sie wurde nur deutlich und im Endeffekt habe ich dies abgebrochen. Ich habe also zum Schluss bestimmt wie weit sie gehen kann. Prügellei dulde ich nicht, Grenzen stecken durch meinen Hund an andere, die dulde ich soweit sie nicht aggressiv werden. Und wie gesagt, sie ist sehr sozial und hat ne hohe Reizschwelle, das dauert bei ihr extrem lange, ist Rassetypisch aber sie wird auch deutlich, warum soll ich es unterbinden, sich so ihre Grenzen ziu stecken, ich als Mensch stecke mir auch meine Grenzen. Sie hat völlig korrekt gehandelt.....nicht gleich agressiv losgeballert, sowas ist nicht wünschenswert, sie hat alle Facetten in der Hundesprache genutzt.
 
@hundeuschi

Jeder wie es ihm gefällt und es für sich für richtig findet, aber ich kläre solche Dinge selber und möchte, dass mein Hund das auch weiß und es nicht für nötog hält für mich solche Angelegenheiten klären zu müssen.

Ich hätte Angst, dass mein Hund mir das Heft aus der Hand nimmt und die Situation so einschätzt, dass er Dinge zu regeln hat und nicht ich. Mir wäre das nicht recht.
 
HSH2
... da gab's den Fall der 2 Schäferhunde, welche im Nachbarraum waren und zusahen, wie Herrchen von einem Lebewesen, welches ihm etwas zu nahe kam, abgemurkst wurde.
Ich kann mich noch verschwommen an den Fall aus einer alten Aktenzeichen XY-Sendung erinnern, wo ein oder zwei Schäferhunde darauf trainiert waren, nicht in die Küche zu dürfen. Der Überfall fand in der Küche statt und der Halter wurde getötet.

Und nat. berichtet die Presse auch mal positiv, wenn ein sog. Kampfhund seinen Halter beschützt. Ganz so halt, wies der Presse grad in den Kram passt, zB hier:
Wachhund niedergestochen, als er fünf Kinder beschützen wollte



procten
Ist soetwas wünschenswert? Oder sollte es nicht lieber so sein, dass der Hund mich meine Sachen selber klären lässt?

Es war aber nicht nur Sache von Frauchen, sondern auch von Hundi. ;)
Der Hund begreift nicht immer von selber bzw. ohne unser Dazutun, dass der Nachbar, dem wir im Treppenhaus begegnen, keine Gefahr darstellt.
Du bringst aber auch Beispiele. Also so blöd sind Hunde ja auch net. Jeder Mensch ist im Prinzip eine potentielle Gefahr, aber erst wenn mensch angreift weiss man, ob er wirklich gefährlich sein kann. Eine Freundin von mir wurde mal in einem Treppenhaus von einem Betrunkenen angegriffen. Ihr Hund hat sie verteidigt, heisst sich vor sie gestellt und den Mann angeknurrt (defcon1). Bei so einem Riesenvieh wird auch ein Betrunkener sehr schnell wieder nüchtern. Und der Hund konnte überall hin, ins Restaurant etc mitgenommen werden.
Wenn ich einen Hund als Wachhund haben will, werde ich ihn anders händeln und ihm die Welt erklären, als ich das bei einem Hund machen werde, der z.B. in einem Ladenlokal herumläuft.
Ja klar, aber man kann auch einen (trainierten) Wachhund ins Lokal mitnehmen.
Keiner verlässt sich allein auf den Instinkt des Hundes und seine Fähigkeit Situationen einschätzen zu können. Hier geht es lediglich darum, den Hund der Situation entsprechend angepasst zu erziehen.
Klar, im Idealfall liegt die Führungsrolle nicht beim Hund, sondern beim Halter. Aber Theorie und Praxis können manchmal weit auseinanderliegen, und es kann auch mal Situation geben, an die niemand jemals gedacht hat.
Das gilt nat. nicht, wenn man ein Schaf hält wie HSH2 schrieb. :)


hundeuschi
.was ich gut fand, sie warnte indem sie Körperkraft einsetzte und schubste und erst beim dritten mal war Maß voll und sie wollte gerade zum Scheinangriff ansetzen, aber da bekam ich sie zu fassen....
Sie hat völlig korrekt gehandelt.


Der Hund hat völlig korrekt gehandelt.
Nat kann man jetzt einiges hineininterpretieren. Eifersucht lass ich mal aussen vor. Beschützerinstinkt auch nicht unbedingt, denn ich denke, dass dein Hund aus den zwei vorhergegangenen Begegnungen einschätzen kann, dass der andere Hund alles mögliche, aber keine Gefahr darstellt.
Ich seh das so wie Laura-Wolf und sebsi.
Den Schubser seh ich als eine Verwarnung, sozusagen defcon2, weil der Andre auf Grummeln, defcon1 nicht reagierte, das ist eine normale, etwas stärkere Massregelung, ob jetzt deshalb, weil der andere Hund deinen schon zweimal genervt hat oder weil er jetzt dich nervt oder evtl beides (ala einer steht für den anderen ein) ist im Prinzip, weil ihr ein Team seid, egal. Die nächste Stufe wär ein Scheinangriff gewesen und wenn ders dann noch immer nicht kapiert hätte, wäre der wohl auf die Seite oder den Rücken gelegt worden, dein Hund hätt sich drüber gestellt und diesen freundlich angeknurrt, als stärkere Variante der Alphawurf mit Festhalten an der Kehle. Letzteres ist nat eine kitzlige Situation, aber andrerseits gehörts halt zum Hunderepertoire. Das wär dann eine Situation, wos am Menschen liegt, diese richtig einzuschätzen.
Wer all das nicht will, der muss sich ein Schaf halten.

Aber dann wundert es mich, das mein Rüde hinter dem Zaun nicht Alarm geschlagen hat, denn der hätte mit Sicherheit nicht so ruhig ragiert wie Püppi.
Naja, der wird ja gar net gewusst haben, was hier los ist, und ausserdem is ja dei Püppi und nicht er zweimal schon genervt worden. Deshalb glaub ich auch eher, dass dein Hund den andern gemaßregelt hat, weil der schon wieder antanzte.

.ich inzwischen Püppi ermahnt
Tja, für was eigentlich, wenn sie doch aus Hundesicht korrekt handelte? Aber ich interpretier das jetzt mal mit: Passt schon, jetzt übernehm ich den Fall. Wär hochstens zu überlegen, wie denn die nächste Begegnung mit dem andern Hund abläuft.
 
Mein Rüde wie gesagt, ist etwas anders gestrickt, der fackelt nicht lange, wenn ihm etwas nicht passt, ABER er lässt sich in dieser Sittuation händeln und grundsätzlich ist er an der Leine und ich schätze genau vorher die Sittuation ab wo er Kontakt zum anderen Hund aufnehmen kann, er zeigt er es mir deutlich an seinem Verhaltensmuster....wie gesagt in NERV-EXTREM Sittuationen ist er anders, auch ein Fehler meinerseits aus der Vergangenheit....ich hatte einen triebstarken Hund der einen ausgeprägten Schutztrieb von Hause aus mitbrachte und ich dumme Nuss, habe diesen noch in Schutzdienst vorgearbeitet, ein Fehler, den ich heute sehe.....im Dunkeln braucht man sich mir nicht zu nähern, da reagiert er äusserst allergisch, bis ich denjenigen anspreche, der 20m vor uns ist, das entschärft.......so hoch wie mein Rüde mal gefahren wurde hatte ich ewig zu tun ihn auf ein Maß zu bringen, was kontrollierbar ist, weiß jetzt nicht wie ich mich ausdrücken soll...dazu kommt noch das Rassetypische was ja vermischt ist alles dinge die beachtet werden müssen...viele Faktoren, damals war ich noch grün im hundesport und ich habe meine Erfahrungen machen müssen...allerdings weiß ich beim ihm, das er Gefahrensittuationen durchaus einschätzen kann, ein langer Weg.....und ein hochgefahrener Hund wieder runterzufahren verdammt schwer...jedenfalls was ich sagen will, bei Gefahr fackelt er nicht lange......

Um auf die Teamfähigkeit meiner Hunde zurückzukommen.....Fakt ist, Püppi hat ein Reportoire gezeigt was für mich akzeptabel ist "Einer für alle, alle für einen" und das ohne auf vollen Konfrontationskurs zu gehen sondern es wurde alles genutzt was Hund bekannt ist....wie unser Team gestrickt ist zeigt sich auch in Alltagssittuationen, sie wissen sie können sich auf mich in Extremsittuationen verlassen, Sittuationen die ihnen suspekt sind, werden hinterfragt in dem sie zu Frauchen kommen und Schutz suchen oder eben auf entsprechendes Kommando oder ansage warten. Sie wissen auch, das ich sofort in die Presche gehen würde, wenn man ihnen was böses will, selbst Zwistigkeiten die es hier hin und wieder gibt, werden von mir gelöst und geklärt und das wird akzeptiert.Sie wissen also einer ist für den anderen da, ganz entscheidend wenn ein Team funktionieren soll......ich würde alles für sie geben und umgekehrt auch, nur eben jeder so wie er es gelernt hat und vielleicht ein wenig Rassetypisch.....Ich hoffe, man versteht jetzt was ich sagen will, drücke mich grad etwas konfus aus....
 
@Mich

Das Hunde untereinander Dinge regeln, ist ja super, wenn es der entsprechende Hund ist. Aber das Hunde jetzt auch für einen selber irgendwelche belanglosen Situationen klären sollen, halte ich für sehr mutig. Hier wurde niemand bedroht oder gefährlich angegangen. Es lediglich ein übermütiger Hund an einem hochgesprungen.

Hunde sind nicht blöd, aber auch nicht so schlau, dass ich mich darauf verlassen kann, dass sie jede Situation richtig einschätzen können und deshalb würde ich meinem Hund nicht das Recht geben, sich so um mich zu kümmern, wie eine Chefsekretärin sich um Ihren Chef kümmert, in dem sie Telefonate abfängt und aussortiert, Termine vereinbart und Leute am Empfang abfängt. Im besten Fall kann ich mir einen Hund als ne Art Bodyguard vorstellen, der mir hilft, wenn ich singnalisiere, dass ich Hilfe brauche, oder er durch ein Training/ Erfahrungen wirklich ernste Situationen erkennt. Ich muss ihnen zeigen, was erlaubt und was nicht erlaubt ist.

Deine Beispiele sind gut, aber nicht allgemeingültig. Der trainierte Wachhund weiß aus Erfahrung, was zutun ist und trotzdem kann es auch hier zu Mißverständnissen kommen. Nicht trainierte Hunde machen ihre Erfahrungen aus dem, was sie erleben und ziehen ihre Schlüsse daraus. Was lernt der Hund in dem Fall?

Es ist keine Erfindung von mir, das Vorfälle passieren, weil Hunde etwas verteidigen.
 
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