Tierwohl? - vonwegen

So war mein Beitrag keinesfalls gemeint.
Bis auf die Rinderhaltungen unseres Hofladen, die keine Milchkühe haben, sind es keine Nebenerwerbshaltungen.
Der hier schon von mir genannte Hemme Betrieb mit eigener Hofmolkerei ,(zwar etwas weiter weg von mir), dürfte auch unter diese Kategorie fallen.
Natürlich ist der Preis auch entsprechend höher, sonst würde es ja nicht funktionieren. Meist sogar höher als die anonymen Biomarken der Discounter.
Und der Hemmehof mit über 400 Kühen betreibt muttergebundene Kälberaufzucht? Das würde mich sehr wundern, wäre dann aber eine Reise wert, um sich das in der Praxis anzusehen.
Und die haben halt auch Holstein Frisian, da kann man schon wieder "Qualzucht" schreien, was mit ihren männlichen Kälbern passiert, schreiben sie zumindest auf ihrer Homepage auch nicht - du siehst, Punkte an denen man rum meckern kann, findet man fast überall :)
 
  • 28. Februar 2024
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Hi Dunni ... hast du hier schon mal geguckt?
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So war mein Beitrag keinesfalls gemeint.
Bis auf die Rinderhaltungen unseres Hofladen, die keine Milchkühe haben, sind es keine Nebenerwerbshaltungen.
Ich hatte den Nebenerwerb übrigens nur deshalb erwähnt, weil die Landwirte hier im Schwarzwald, die Mutterkühe auf der Weide halten und dort Landschaftspflege betreiben, das eigentlich immer im Nebenerwerb machen. Keinesfalls wollte ich damit andeuten, dass Nebenerwerbslandwirte automatisch die bessere Tierhaltung betreiben. Ganz im Gegenteil - wer damit kaum Geld verdient und das so wie so in den nächsten Jahren vielleicht auflaufen lassen will, baut zB seine Anbindehaltung sicher nicht für viel Geld zu einer tierwohlgerechteren Haltung um.
 
  • 28. Februar 2024
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LG Meike mit Benny
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Wer nur das Verkaufen, Transportieren und Mästen der Kälber unter miesen Bedingungen ablehnt, kann somit Alternativen finden. Wer vom Tierrechtsstandpunkt argumentiert, findet das keinen Deut besser, weil immer noch Kälber geboren, ihren Mütter weg genommen werden, sterben (und natürlich die Mütter auch irgendwann) weil wir Milch und Fleisch konsumieren möchten.

Richtig, auch bei guter und bemühter Haltung zahlen (vor allem) die Kälber einen hohen und grausamen Preis und auch ihre ausgelaugten Mütter irgendwann - und das eben auch mit Siegel.

Ich will damit die Bemühungen um bessere Haltung nicht schlecht machen und halte bessere Haltung für wichtig. Nur ist es eben auch das keine Idylle für die Tiere, wie viele Verbraucher das gerne denken möchten, und das wird es wohl auch nicht sein können, weil das System das gar nicht erlaubt.

Die einzig wirklich gute Haltung, die tatsächlich in die Richtung der Werbebildchen für Milch ging, die ich je gesehen habe, war die auf einem Lebenshof.
 
Auch wenn Du es schwachsinnig findest, sind alle diese Phantasiesiegel das Papier nicht wert. Das ist massive Verbraucherverwirrung und jedem, der nicht BIO" kauft, soll ein schlechtes Gewissen gezüchtet werden?
Die zwischenzeitlich mit viel Geld und Herzblut zertifizierten Höfe müssen tw. Immer mehr Tiere halten, weil sie noch Bankkredite laufen haben für die Umbauten vor der Zertifizierung und halten sich auch von "Nebenerwerb" wie Abenteuer-Urlaub fur Kinder, Kräutersammel-Wochenenden usw. über Wasser.
Es ist eine ungesunde Entwicklung entstanden durch diese Biosiegel, mit denen die wenigsten Bauern zufrieden sind.
 
@Gone in a flash : in dem feinen Ökohof fällt das neugeborene Kalb in hartgefrorenen Matsch... Frage mich, wohin es fallen soll bei ganzjähriger Weide-Auslaufhaltung!? Und die Mutter stand bei der Geburt, konnte/wollte sich dazu nicht in den gefrorenen Matsch legen. Das sind die irren Auswüchse der "freien Draußenhaltung", von der ich hier spreche.
@Morris: ich hoffe, Du kochst die direkt von der Nachbarkuh geholte Milch vor Trinken kurz ab, weil sie ja nicht oder unzureichend auf TBC untersucht ist...

Dein Hinweis bzgl des Abkochens ist lieb. Dies wird aber mit Sicherheit auch am Hof so ausgeschrieben sein - ist vorgeschrieben...

...allerdings ist das Abkochen der Milch weniger wegen TBC (Deutschland ist amtlich frei von TBC - was nicht heißt, dass es nicht auftreten kann, klar) sondern viel mehr wegen Listerien wichtig.
 
  • 28. Februar 2024
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Danke für den Tipp, Meike! Den Futtercheck (und vor allem die kostenlosen Futterproben :D) werde ich mir mal gönnen.
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Die zwischenzeitlich mit viel Geld und Herzblut zertifizierten Höfe müssen tw. Immer mehr Tiere halten, weil sie noch Bankkredite laufen haben für die Umbauten vor der Zertifizierung und halten sich auch von "Nebenerwerb" wie Abenteuer-Urlaub fur Kinder, Kräutersammel-Wochenenden usw. über Wasser.
Das ist nich nur auf Bio-Höfen so, das betrifft die gesamte deutsche Landwirtschaft und hat schon weit vor dem Aufkommen zumindest des EU-Bio-Labels, auch schon vor der Entwicklung der meisten Verbandssiegel begonnen.
Es ist eine ungesunde Entwicklung entstanden durch diese Biosiegel,
Nein. Entstanden durch die Industrialisierung der Landwirtschaft, der Steigerung der Arbeitskraftkosten, der Tatsache dass immer weniger Menschen rund um die Uhr für wenig Geld arbeiten möchten, immer mehr Bürokratie die neben der eigentlichen Arbeit aufläuft. Und vermutlich noch einigen anderen Punkten.
Auch wenn Du es schwachsinnig findest, sind alle diese Phantasiesiegel das Papier nicht wert. Das ist massive Verbraucherverwirrung und jedem, der nicht BIO" kauft, soll ein schlechtes Gewissen gezüchtet werden?
Nö. Man hat schlicht und ergreifend die Wahl. Möchte ich Glyphosat im Essen und auf dem Acker haben oder nicht? Möchte ich dass mein Essen mit ernergieaufwendigem Haber Bosch Stickstoff gedüngt wird oder nicht? Möchte ich zumindest etwas bessere Bedingungen für die Tiere mit bezahlen oder nicht? Möchte ich, dass die Nutztiere mit südamerikanischem Soja gefüttert werden oder nicht? Möchte ich Höchstwerte an Torf in Anzuchterden für Gemüsesetzlinge? Möchte ich Insektizid und Fungizid Einsatz auf den Äckern für meine Lebensmittel? Möchte ich gern eine umweltverträgliche Höchstzahl von Tieren/je Hektar? Und ja - das wird zumindest hier in D auch kontrolliert - wir müssen jeden Lieferschein vorlegen können. Und ja, da betrügt hin und wieder jemand. Dass es da Skandale gab, finde ich eher beruhigend, gäbe es keine, würden die Kontrollen nicht funktionieren, irgend jemand probiert es nämlich immer wenn man damit Geld machen kann ;)

Es gibt ja auch Argumente für eine hochmoderne Konventionelle Landwirtschaft und eine Menge Kollegen im Konventionellen Segment machen auf ihre Weise einen super Job. Wer da hinter steht, kann also wegen mir gerne völlig ohne schlechtes Gewissen konventionelle Produkte kaufen.

Deswegen sind Bio Zertifikate weder "Phantasiesiegel" noch schuld am Niedergang kleiner Landwirtschaftlicher Betriebe.
 
Die letzten mir bekannten (und entdeckten) Fälle von TBC traten vor wenigen Jahren im Allgäu und Berchtesgadener Land auf. Soweit ich mich entsinne, ist damals eine Diskussion darüber entbrannt, daß Menschen/osteurop. Stallarbeiter die Kühe infiziert hatten (und nicht umgekehrt).
Die Euter-TBC wurde in meiner Kindheit noch flächendeckend durch Vet.Ämter untersucht, was ich heute bezweifle. Die untersuchten Milchviehställe bekamen ein großes Blechschild "Tuberkulosefreier Bestand mit Jahreszahl".
Irgendwann waren diese Schilder weg. Die Molkereien, die Rohmilch verarbeiten, werden stattdessen in die Pflicht genommen?
 
Ich hatte den Nebenerwerb übrigens nur deshalb erwähnt, weil die Landwirte hier im Schwarzwald, die Mutterkühe auf der Weide halten und dort Landschaftspflege betreiben, das eigentlich immer im Nebenerwerb machen. Keinesfalls wollte ich damit andeuten, dass Nebenerwerbslandwirte automatisch die bessere Tierhaltung betreiben. Ganz im Gegenteil - wer damit kaum Geld verdient und das so wie so in den nächsten Jahren vielleicht auflaufen lassen will, baut zB seine Anbindehaltung sicher nicht für viel Geld zu einer tierwohlgerechteren Haltung um.
Ich habe dich schon richtig verstanden.
Ich kenne das auch aus Bayern.

Die Almkühe und ihre Haltung kenne ich übrigens nur aus ÖS.
Den Almauftriebs, aktiv, nicht als Tourist, habe ich auch mit Kühen von zwei österreichischen BIO-Höfen mitgemacht, weil beide Bäuerinnen am Ende ihrer Schwangerschaften waren und das nicht mehr machen konnten.
 
Und der Hemmehof mit über 400 Kühen betreibt muttergebundene Kälberaufzucht? Das würde mich sehr wundern, wäre dann aber eine Reise wert, um sich das in der Praxis anzusehen.
Die Hemme-Brüder (es gibt ja noch einen bei Hannover) machen in meinen Augen vor allem eines gut: Marketing.
Das sind konventionelle Betriebe, die sich einfach gut verkaufen.

Wer es nicht kennt, hier ein Beispiel für muttergebundene Kälberaufzucht
:
 
Und der Hemmehof mit über 400 Kühen betreibt muttergebundene Kälberaufzucht?
Nein, sie ziehen die Kälber auf, aber nicht die Mütter..ich glaube das ist auch eine Aufgabe die nicht zu bewältigen wäre bei der Anzahl der Kühe.
Von der Website:

Denn wir von Hemme Milch halten auf unserem Hof etwa 420 Kühe – und zwar ganz besonders artgerecht in unseren großzügigen Freiluft-Stallungen und auf unseren saftigen Wedemarker Weiden. Grundlage dafür bildet unsere hofeigene Kälberzucht aus den weiblichen Nachkommen. Bis ein Tier erstmalig kalbt, vergehen 24 Monate, in denen wir die Tiere mit Hingabe umsorgen. Das macht zwar viel Mühe, ist aber unabdingbar für unsere Vorstellung von transparent produzierten Lebensmitteln.
 
Ja, das heißt aber auch nur, dass sie die weiblichen Kälber, die sie zur remontierung im Betrieb brauchen (also je nach Nutzungsdauer ihrer Kühe etwa die Hälfte der geborenen weiblichen und ein Viertel der überhaupt geborenen Kälber) aufziehen. Die anderen gehen im Besten Fall auf einen Partnerbetrieb zur Mast, wahrscheinlicher ist aber, dass die der Viehhändler abholt und weiter verkauft.
 
Nein, sie ziehen die Kälber auf, aber nicht die Mütter..ich glaube das ist auch eine Aufgabe die nicht zu bewältigen wäre bei der Anzahl der Kühe.
Von der Website:

Denn wir von Hemme Milch halten auf unserem Hof etwa 420 Kühe – und zwar ganz besonders artgerecht in unseren großzügigen Freiluft-Stallungen und auf unseren saftigen Wedemarker Weiden. Grundlage dafür bildet unsere hofeigene Kälberzucht aus den weiblippchen Nachkommen. Bis ein Tier erstmalig kalbt, vergehen 24 Monate, in denen wir die Tiere mit Hingabe umsorgen. Das macht zwar viel Mühe, ist aber unabdingbar für unsere Vorstellung von transparent produzierten Lebensmitteln.

Zumindest habe ich die Weidehaltung und die Tiere oft angeschaut, natürlich nicht so oft, wie die, wo wir Gassi gehen.
Wenn viele konventionelle Betriebe so arbeiten würden, dann wären wir schon ein gutes Stück vorangekommen.
Bei denen hier im Umfeld sind Kälber aller Altersgruppen in den Herden und dass man da in vielerlei Hinsicht mehr tut, als in üblichen konventionellen Betrieben, weiß ich auch von der Inhaberin des Nebenerwerbhofs mit dem Hofladen, weil sie dort angestellt arbeitet.
(Die sind deutlich kleiner als Hemme und es sind auch männliche Kälber in den Herden. Wie generell mir diesen verfahren wird, werde ich sie mal fragen, wenn sie Zeit hat, denn sie verkauft am Wochenende auch selbst.)
 
Die hier ziehen die Kälber auch muttergebunden auf (sofern sie nicht lügen, ich hab's noch nicht selbst gesehen ;))

 
Zu Hemme fällt mir noch ein, dass die Produkte Milch, Jogurt, Butter und Buttermilch wirklich gut sind. Die Buttermilch z.B. ist ähnlich der, die aus ÖS von Almen kenne.
 
Hemme in Brandenburg arbeitet mit umliegenden Betrieben zusammen, die u. a. Milch zuliefern. Zwei davon habe ich mir schon mal angeschaut. Ist allerdings schon etwas länger her.
 
Die hier ziehen die Kälber auch muttergebunden auf (sofern sie nicht lügen, ich hab's noch nicht selbst gesehen ;))

Was aber meines Wissens eben leider nicht heißt, dass sie nicht nach ein paar Monaten als Jungtiere an den Händler (und damit nicht selten auf einen langen, grausamen Transport) "gehen" können.

Die glückliche und für alle beteiligten Tiere Supi-Dupi-Milchproduktion (und Fleischproduktion) gibt es mMn nicht - auch wenn wir alle es noch so gerne glauben möchten.
 
Was aber meines Wissens eben leider nicht heißt, dass sie nicht nach ein paar Monaten als Jungtiere an den Händler (und damit nicht selten auf einen langen, grausamen Transport) "gehen" können.
Die Frage "hast du die Seite überhaupt geöffnet und gelesen, was sie drüber schreiben?" erübrigt sich in dem Fall. Hättest du das nämlich getan, wüsstest du es besser.
Aber vielleicht magst du es ja noch tun.
 
Wir glauben wohl alle nicht an Supi-Dupi, jedoch zwischen Massentierhaltung und Supi-Dupi geht in Richtung Tierwohl schon eine ganze Menge.

Für die Tiere wahrlich nicht genug - auch wenn man es sich noch so gerne einreden möchte.

Und nur weil es vereinzelt in Deutschland Höfe gibt, die den Tieren bis zum Töten mehr Lebensqualität und ein kleines bisschen Würde einzuräumen bereit sind, stammt der Großteil der konsumierten Fleisch- und Milchprodukte aus mit Tierleid verbundener Haltung. Da erzähle ich euch doch hier nichts Neues. Ihr wisst es doch selbst.
 
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