Hund-Hund-Konflikte: Was ist "normal"? Wie können wir sie beeinflussen?

:wand:Samstag bei VOX und der Hunde-Nanny konnte ich wieder wunderbar erleben, dass 1 Tag lang intensiv an dem Hund unter Anleitung eines "Experten" herumzuzerren völlig ausreichend ist, einem Hund die Aggression an der Leine abzugewöhnen.

Fazit, statt sein Geld für Bücher, wie z.B. das von James O`Heae "Das Aggressionverhalten des Hundes" auszugeben und sich durchzukämpfen, um erst einmal zu ahnen, auf was man sich da einlässt und wer vielleicht helfen könnte, einen Tag so einen Hundepsychologen bestellen und alles ist super!!!

matty
 
  • 15. April 2024
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Hi matty ... hast du hier schon mal geguckt?
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Erwartet die Mehrheit der Hundebesitzer von ihren Hunden im Grunde, daß sie sich mit allen Hunden, die man so trifft, verstehen?
Keine Ahnung wie die Mehrzahl darüber denkt. Ich sehe das so,dass sich ein Hund nicht mit jedem anderen Hund verstehen muss. Er darf anderen Hunden gegenüber aber nicht aus eigenem Antrieb aggressiv werden.
Was liegt bei dir dazwischen, zwischen sich-verstehen und Aggression?
Was heißt für dich, aus eigenem Antrieb heraus darf er nicht aggressiv werden? Darf er das Unterschreiten seiner individualdistanz mit Aggression beantworten? Oder bestimmte Ressourcen aggressiv gegenüber anderen Hunden verteidigen? Darf eine Hündin einen lästigen Rüden abbeißen? Oder ein älterer hund einen Junghund/Welpen maßregeln?

sabsi schrieb:
Wann empfinden wir eine Situation zwischen Hunden als bedrohlich, so daß wir eingreifen?
Jede Form aggressiven Verhaltens von Hunden sollte unterbunden werden.
Warum? Ist aggressives Verhalten nicht völlig normal? Wann überhaupt beginnt aggressives Verhalten? Rechnen wir Drohverhalten dazu?

sabsi schrieb:
Wie sieht es mit unserem Vertrauen in unsere Hunde aus, daß sie in der Lage sind, aggressive Konflikte selber zu lösen?
Oh,da habe ich sehr viel Vertrauen - es könnte allerdings sein, dass bei diesem lösen des Konfliktes einer der Hunde auf der Strecke bleibt.
Also verhinderst du jegliche Auseinandersetzung aus Sorge heraus, der Konflikt könnte eskalieren! Heißt, du glaubst grundsätzlich nicht daran, daß es sich in den meisten Fällen um ritualisierte Auseinandersetzungen handelt, bei denen es eher darum geht, ernsthafte verletzungen zu vermeiden.

sabsi schrieb:
Glauben wir, daß Hunde das nicht mehr können, ohne daß es zu Verletzungen Kommt oder spielen unsere Nerven nicht mit?
Doch, auch das können sie. Es ist aber innerhalb ihrer Konfliktlösungsstrategien auch vorgesehen einen unnachgiebigen Gegner zu verletzen. Abgesehen davon gibt es in unserer Umwelt Schwärme von Hunden, die nicht vernünftig erzogen oder sozialisiert wurden und dementsprechend schwere Verhaltensdefizite haben.
Wie geht eine vernünftige Sozialisation, ohne zu lernen, wie man sich bei Konflikten verhält??
Ich habe sowohl mit der Einstellung Probleme "die regeln das schon unter sich" als auch damit, daß man Hunde eigentlich nur als potentiell aggressive Wesen sind, denen man eigene Konfliktlösungsstrategien nicht zutraut.
Ist es nicht so, daß wir selber schon nicht in der lage sind, mit unseren eigenen Aggressionen, die wir alle haben, umzugehen und es uns daher schwerfällt, agressivem verhalten unserer hunde gegenüber sachlich darzustehen? Unangemessenes Verhalten (Beschädigungsbeißen z.b.) nehme ich davon aus, das kann man nicht zulassen. Aber ist es nicht oft unsere Angst gerade davor, die uns "panisch" werden läßt und dann haben wir eine schöne Stimmungsübertragung?
Ich nehme jetzt mal die Leute mit den Sokas aus, da kann ich das total verstehen, daß man aufgrund des politischen Klimas keinen Bock auf Auseinandersetzungen hat. Und ich gehe halt, aufgrund schlechter erfahrungen, allen Goldis und Labbis aus dem Weg, weil da auch immer meine Hunde die A...kart haben.
Aber ansonsten traue ich meinen Hunden schon zu, daß sie eine kontaktaufnahme mit einem anderen hund - im Freilauf auf neutralem Territorium - durchführen können, ohne daß es knallt ... und wenn, daß das eine Frage von Sekunden ist, und dann geht man auseinander.
 
  • 15. April 2024
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Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund... 



Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

Hier der Link zu ihrer Seite! 
Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte! 

LG Meike mit Benny
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Auch wenn ich mich zu diesem Thema schon mehr als einmal ausgelassen habe - hier noch einmal:
Was liegt bei dir dazwischen, zwischen sich-verstehen und Aggression?
Was heißt für dich, aus eigenem Antrieb heraus darf er nicht aggressiv werden? Darf er das Unterschreiten seiner individualdistanz mit Aggression beantworten? Oder bestimmte Ressourcen aggressiv gegenüber anderen Hunden verteidigen? Darf eine Hündin einen lästigen Rüden abbeißen? Oder ein älterer hund einen Junghund/Welpen maßregeln?
1. Frage:
Zwischen "sich verstehen" und "Aggression" liegt zum Beispiel "Ignorieren" und "aus dem Weg gehen".
Es wird wohl für jeden Halter (und deren Hunden) angenehmer sein wenn ein Hund ohne Zirkus zu machen an einem anderen vorüber geht.

2. Frage:
Er darf nicht anfangen.

3. Frage
Nein, ganz entschieden Nein! Denn wann eine Bedrohung vorliegt entscheide allein ich und mein Hund vertraut darauf, dass ich richtig entscheide.

4.Frage:
Nein, darf er auch nicht, denn es gibt keine Ressourcen die er verteidigen müsste.

5 .Frage:
Natürlich darf sie das und ich als Hundehalter würde jedem Besitzer eines Hundes, der meine Hündin bedrängt die Meinung geigen.

6. Frage:
Auch das ist erlaubt, denn dabei ist "normalerweise" von vornherein klar, dass der Ältere dem Jüngeren Hinweise für sein künftiges Verhalten gibt und ihn nicht verletzt.

sabsi schrieb:
Warum? Ist aggressives Verhalten nicht völlig normal? Wann überhaupt beginnt aggressives Verhalten? Rechnen wir Drohverhalten dazu?
Natürlich ist es "normal" genau so normal wie ein Hund von einem anderen auch schon mal totgebissen wird.
Wann Aggression beginnt ist nicht so leicht gesagt aber Drohen gehört schon dazu.

sabsi schrieb:
Also verhinderst du jegliche Auseinandersetzung aus Sorge heraus, der Konflikt könnte eskalieren! Heißt, du glaubst grundsätzlich nicht daran, daß es sich in den meisten Fällen um ritualisierte Auseinandersetzungen handelt, bei denen es eher darum geht, ernsthafte verletzungen zu vermeiden.
Nein, ich verhindere unkontrollierbare Begegnungen um meinen Hund zu schützen. Eine Auseinandersetzung beginnt, sobald sich zwei Hunde begegnen.
Sofern es diese "ritualisierten Auseinandersetzungen" überhaupt gibt, wie kannst du so sicher sein, dass es dabei bleibt und nicht eskaliert?

sabsi schrieb:
Wie geht eine vernünftige Sozialisation, ohne zu lernen, wie man sich bei Konflikten verhält??
Hunde sollen sogar Konflikte austragen, nur Aggressiv werden dürfen sie nicht (wir reden jetzt von erwachsenen Hunden)
sabsi schrieb:
Ist es nicht so, daß wir selber schon nicht in der lage sind, mit unseren eigenen Aggressionen, die wir alle haben, umzugehen und es uns daher schwerfällt, agressivem verhalten unserer hunde gegenüber sachlich darzustehen?
Nö, ich denke schon, dass ich meine Aggressionen sehr gut im Griff habe - genau wie der Oppa.

sabsi schrieb:
Aber ist es nicht oft unsere Angst gerade davor, die uns "panisch" werden läßt und dann haben wir eine schöne Stimmungsübertragung?
Auch das sehe ich gelassener. Der Oppa hat es nicht nötig aggressiv auf irgendwelche Situationen zu reagieren, weil er weiß, dass ich ihn beschütze. Dadurch, dass er von sich aus keine Provokationen zeigt, reagieren auch andere Hunde gelassener und dementsprechend kommt er sogar mit Hunden gut aus, die sich sonst mit keinem anderen Hund vertragen.
sabsi schrieb:
Aber ansonsten traue ich meinen Hunden schon zu, daß sie eine kontaktaufnahme mit einem anderen hund - im Freilauf auf neutralem Territorium - durchführen können, ohne daß es knallt ... und wenn, daß das eine Frage von Sekunden ist, und dann geht man auseinander.
Meist geht das ja auch gut. Wenn du aber hier im Forum nachliest wirst du reihenweise Beispiele dafür finden, wo es schief gegangen ist. Dann sind allerdings immer die Anderen schuld.
 
Ich hab' langsam echt genug von fremden Hunden. Meine schwangere Maus ist angegriffen worden, von einem Hund, der unvermittelt aus einer Haustür auf die Straße stürmte und uns am Fahrrad attackierte.:(
Wir konnten die Hunde trennen bevor es größere Verletzungen gab, was mit den Welpen ist weiß ich natürlich nicht, war ja schon stressig für Enya:(.
Da bekommt man docht echt Lust auf einen wehrhaften, bösen Zweithund:sauer::sauer:.

Ich verstehe das nicht, dass ist in Enya's noch kurzem Leben schon der vierte Hund, der sie ohne jede vorherige Kommunikation oder Interaktion angreift.
Zwei der vier Hunde waren territorial motiviert, die anderen beiden haben extrem erweiterte Ressourcenverteidigung betrieben, allerdings ohne jede Warnung (Rüde, 10m-Radius Frauchen, Hündin, 10m-Radius Essensreste). Bei den Ressourcenhunden war Enya noch Welpe, unter 3 Monate alt - trotzdem wurde sie verletzt. Alle vier Hunde haben verletzt, einer wollte töten.

Ich habe schon sehr lange Hunde, aber derartiges Pech hatte noch keiner meiner Hunde. Ich würde Enya mittlerweile echt soziale Unfähigkeit attestieren, aber sobald es eine soziale Interaktion gibt, gibt es mit anderen Hunden überhaupt keine Probleme.

Die Viecher kommen einfach aus dem Hinterhalt, meistens wirklich von hinten angerannt - da kann sie doch nix für, oder übersehe ich da irgendwas???

LG
Mareike
 
Hmm, Bones, ich denke auch du würdest dir wünschen, das andere Hundehalter meinem Ideal nacheifern und wenigstens versuchen würden es zu erreichen.....

Aber abgesehen davon gibt es viele Hunde die auf Hunde, welche sich schnell auf sie zu oder von ihnen weg bewegen, stark reagieren.

Und noch eine Frage, warum lässt du eine tragende Hündin am Fahrrad laufen?
 
  • 15. April 2024
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Die Viecher kommen einfach aus dem Hinterhalt, meistens wirklich von hinten angerannt - da kann sie doch nix für, oder übersehe ich da irgendwas???
Nö, glaube erstmal nicht.
Wenn Du es hättest kommen sehen, vielleicht hätte schnelles stehen bleiben noch was gebracht, aber sowas merkt man ja meist erst, wenn der Hund schon dran hängt. :(
Ich vermute mal Hetztrieb war der Auslöser, bei vermeindlich *fliehenden* Objekten garnicht mal ungewöhnlich.
Es gibt aber auch Hunde, die haben das Pech, immer wieder mehr oder weniger Opfer solcher Attacken zu werden, warum weiss ich nicht ...
 
@Mareike:
Shit, was für'n Pech!
Tut mir echt leid für euch, ich hoffe Enya steckt das gut weg.

Fünfte Woche, richtig?
Mach' dir mal keinen Kopf, die halten mehr aus als man denkt, die kleinen Kaulquappen.

Liebe Grüße,
Step:hallo:
 
:wand:Samstag bei VOX und der Hunde-Nanny konnte ich wieder wunderbar erleben, dass 1 Tag lang intensiv an dem Hund unter Anleitung eines "Experten" herumzuzerren völlig ausreichend ist, einem Hund die Aggression an der Leine abzugewöhnen.
Ja,das war wirklich faszinierend.:unsicher:
Interessehalber habe ich es mir mal angeguckt,weil ich auch so eine "Leinenzicke" habe (zwar mehr freudig,als aggressiv,aber doch schwer zu handeln) und war mehr als entsetzt.Ich möchte nicht wissen,wieviele Leute am Montag losgerannt sind und sich erstmal ein Halti besorgt haben um mit dem Hund ohne Anleitung auf eigene Faust üben.:sauer:

Btt:Mir gehts fast so wie Mayerengele,nur daß meine sich nicht hinlegt,sondern wie eine Besengte Richtung anderer Hund zieht.Mittlerweile habe ich aber schon raus,daß sie kleine Hunde ignoriert (es sei denn,sie kommen unangeleint aus dem Hinterhalt und beschnüffeln sie),aber bei großen dafür umso heftiger aufdreht.Erschwerend kommt dann eben hinzu,daß wir nicht viel über ihre Vorgeschichte wissen und ob es da irgendetwas gegeben hat.Zugegeben ich trage natürlich auch eine Mitschuld,weil wir am ersten Tag gleich einen fiesen Zusammenstoß mit einem unangeleinten Bobtailrüden hatten,der auf sie zustürzte und bedrängte und ich seitdem immer innerlich zusammen gebrochen bin,wenn wir einen anderen Hund trafen.Seit einiger Zeit machen wir es nun so,daß ich mit ihr (fast) nur noch auf hundeleeren Strecken unterwegs bin,wo wir dann fleissig üben,daß Frauchen interessanter ist,als alles andere.So bin ich dann wesentlich entspannter und das überträgt sich auch auf die Dicke.
 
Hmm, Bones, ich denke auch du würdest dir wünschen, das andere Hundehalter meinem Ideal nacheifern und wenigstens versuchen würden es zu erreichen....

Ist ja schön, dass du zumindest "Bemühen" anerkennst.

Ansonsten hätte ich den Eindruck gehabt, dass du in "Selbstgefallen" zerfließt ;)
 
@Step: Ja, fünfte:love:. Morgen nochmal Ultraschall, hoffe ich kann sie dann überzeugen, dass nicht für 20 fressen muss:rolleyes:. Das arme Tier verhungert nämlich schrecklich...

@Frankie: Nee, kein Hetztrieb, das Vieh ist territorial motiviert, die kennen wir schon. Normalerweise ist sie aber durch die Besitzer abrufbar oder angeleint, außerdem lässt sie sich durch Gegenwehr verscheuchen. Nur diesmal ist sie so fix durch die Tür gewesen, und wir sind genau in dem Moment vor dem Haus gewesen - das war Pech:(.

@Bürste: Ich hab' nen Mali, wieso nicht? Kenne Hündinnen, die schon mit leichtem Bauchansatz noch Prüfungen laufen (teilweise natürlich ohne Wissen des Halters).
Wir trainieren Ausdauer für die Geburt;):D. Und allein der fehlende SD treibt mein Hündchen in den Wahnsinn, die ist soooooooo unausgelastet, so viel Ausgleich kann ich gar nicht schaffen.

Nachtrag: Ja, kenne auch viele "Opferhunde". Enya gehört nicht dazu, sie ist in meinen Augen schon "sozialkompetent". Aber eben nur, wenn auch irgendein Kontakt besteht - und das war bei unseren "Bissvorfällen" ja nicht gegeben.

LG
Mareike
 
Hi, Mareike.
Ich kenne Enya ja auch ein wenig und weiß, sie über ein ganz normales Sozialverhalten verfügt.
Ich denke einfach "Shit happens". Kann es nicht sein, daß einfach da wo du jetzt lebst, in einer etwas ländlicheren Gegend, die leute einfach viel unbedarfter mit dem Thema Hund umgehen? Ich weiß das von meiner Freundin, die aus der Aachener Ecke in die tiefste Eifel umgezogen ist mit ihrer Hundeschule. Sie sagt, die Leute sind zum Teil ganz anders mit ihren Hunden. Eine halti- oder Schleppleinendiskussion gibts da kaum. Und wenns mal zwischen Hunden knallt, na und? Und wenn einer mal verletzt wird, das wird schon und sonst holt man sich nen neuen. Ich denke, du kannst dich nicht immer so verhalten, daß du deinen Hund 100%ig schützt. Und die ganzen Vorsichtsmaßregeln, auch die von Bürste, nützen gegen solche Attacken nicht es sei denn, du wärst bereit, mit deinem Hund jedesmal, wenn ein unangeleinter sich nähert, ins tiefste unterholz zu verschwinden. Du kennst ja meine Einstellung zum Miteinander von Hunden, die hat sich prinzipiell nicht geändert. Dennoch bin auch ich viel vorsichtiger geworden.
Zum einen, weil ich glaube, daß noch nie soviele Leute mit Hunden unterwegs waren wie heute, die Null Ahnung haben von Hundeverhalten, im Prinzip selber Angst haben und oft völlig hysterisch reagieren und drittens, für die Gehorsam ein Fremdwort ist. Daher lasse ich Hundebegegnungen auch nur noch kontrolliert zu. Heißt aber z.b.:
Mein Rüde und der von Iris zeigen eine normale Rüdenaggresion, bei meinem geht es noch um die hündin, Iris ist dafür sehr profilierungssüchtig. Wir sind lange zeit nicht miteinander spazieren gegangen, daß wäre nur an der leine möglich gewesen und dazu hatten wir keine Lust. Seit einigen Wochen gehen wir aber regelmäßig miteinander, beide Rüden haben Maulkörbe drauf. Zu beginn des Spaziergangs werden beide rüden, im freilauf, von uns extrem nach hinten sortiert. Nach einiger Zeit erst dürfen sie vorlaufen., Ja, sie sind schon mal aneinander gerasselt, Iris und ich gehen dann einfach weiter. Es scheppert kurz und der restliche Spaziergang verläuft dann komplett friedlich, wir können dann auch die Körbe abmachen, es passiert nichts mehr. Das ist das was ich eine ritualisierte Auseinandersetzung nenne. Man testet sich ab, jeder hat dem anderen mal gezeigt, daß er könnte, wenn er wollte und dann kann man sich danach ignorieren und aus dem Weg gehen.
Auch in den Junghundegruppen lassen wir die Hunde im wesentlichen machen, hast du Granaten dazwischen, werden sie über Schleppe oder so geregelt, evtl. kommen sie in eine ältere gruppe, wo sie sich nicht so aufbauen könen. Das klappt sehr gut. Oft nehmen wir Gonzo oder Qashou ( 7 und 8 Jahre alt) mit dazu und dann ist gleich Ruhe. Die funken, wenns zu heftig wird, dazwischen und die jungen hunde können plötzlich super lieb miteinander spielen. Also wir werden bei dem onzept bleiben und ... ab Anfang 2008 wird es bei uns Raufergruppen geben! Zunächst als geschlossenes Modell aber sobald wir die richtigen Hunde haben, auch als offenes Modell. Komm doch mal wieder vorbei!
Übrigens: Fahrradfahren gemäßigt mit einer Hündin in der 5. Woche finde ich noch o.k.
 
Hi Sabsi,

Ja, die Leute sind zum Teil "kerniger" mit ihren Hunden:D. Andererseits wird auch viel Rücksicht genommen und z.B. der eigene Hund angeleint, weil Hundeaggressionen insgesamt "normaler" gesehen werden und nicht erwartet wird, dass alle sich lieben.

Na ja, die Besitzer der Bestie sind einfach Idioten, die Besitzer von dem anderen territorialen Hund sind -na, sagen wir mal: "unbeholfen", und die Besitzer der anderen beiden Hunde kennst du - das war einfach Pech, und eigentlich mein Fehler, weil ich ja die Macken der Hunde kannte und zu vertrauensselig mit meinem Welpi da rumspaziert bin.

Ich fand die Korrekturhunde immer spitze, die sind für mich in einer WS sehr wichtig. Und ich weiß noch sehr genau, wie alle Korrekturhunde unabhängig voneinander immer den gleichen Unruhestifter eingenordet haben:lol:. Auf eure Raufergruppen bin ich sehr gespannt, die wollten wir doch damals schon mit Sybill machen, weißt du noch?

Das "Fahrradfahren" beschränkt sich auf 30Min. Traben, außerdem zeigt Enya an, wenn sie genug hat oder Pausen will;). Man muss zwar sehr genau hinsehen, aber dann bemerkt man es - und ich bin ja co-schwanger, also schaue ich eh sehr genau hin (du kennst mich:rolleyes:)...

LG
Mareike
 
Btt:Mir gehts fast so wie Mayerengele,nur daß meine sich nicht hinlegt,sondern wie eine Besengte Richtung anderer Hund zieht.Mittlerweile habe ich aber schon raus,daß sie kleine Hunde ignoriert (es sei denn,sie kommen unangeleint aus dem Hinterhalt und beschnüffeln sie),aber bei großen dafür umso heftiger aufdreht.Erschwerend kommt dann eben hinzu,daß wir nicht viel über ihre Vorgeschichte wissen und ob es da irgendetwas gegeben hat.Zugegeben ich trage natürlich auch eine Mitschuld,weil wir am ersten Tag gleich einen fiesen Zusammenstoß mit einem unangeleinten Bobtailrüden hatten,der auf sie zustürzte und bedrängte und ich seitdem immer innerlich zusammen gebrochen bin,wenn wir einen anderen Hund trafen.Seit einiger Zeit machen wir es nun so,daß ich mit ihr (fast) nur noch auf hundeleeren Strecken unterwegs bin,wo wir dann fleissig üben,daß Frauchen interessanter ist,als alles andere.So bin ich dann wesentlich entspannter und das überträgt sich auch auf die Dicke.

Freut mich, dass es nicht nur mir so geht.. :D
Cain zieht auch wie verrückt in Richtung Hund..erst wenn ich ihn wegbringen will, dann legt er sich hin, um es mir noch schwerer zu machen.

Vorgestern erst wieder: menschen- (und hunde-) leerer Feldweg.. ich lauf mit dem Dicken. Auf einmal höre ich ein leises Tippel und eh ich mich versehe hängt eine unangeleinte Fußhupe ohne Halsband an Cains rückwärtigem Ende.. *aaarggh*
GsD ist Cain bei kleineres Hunden auch deutlich entspannter, als bei großen.. hat kurz geschnuffelt, bissel gebrummt (nicht falsch verstehen:kein Knurren!) und der andere hat auch kurz gekeift und dann das Feld "gegossen"... Herrchen kam dann erst in einiger Entfernung um die Ecke.
Hab ihn gebeten, den Hund zu rufen.. keine Reaktion...:unsicher:

Durfte Cain dann wieder wegzerren...schließlich hatte ich keine Lust neben dem anderen zu übernachten, geschweige denn noch mal nen Verträglichkeitstest zu machen.:rolleyes:

Wenigstens weiß ich nach all diesen Zusammentreffen, dass er keinen anderen Hund gleich zerfleischt..., aber aus dem Weg geh ich dem Ganzen doch lieber.
 
Freut mich, dass es nicht nur mir so geht.. :D
Und mich freuts,daß ich nicht die einzige bin! :D

Vorgestern erst wieder: menschen- (und hunde-) leerer Feldweg.. ich lauf mit dem Dicken. Auf einmal höre ich ein leises Tippel und eh ich mich versehe hängt eine unangeleinte Fußhupe ohne Halsband an Cains rückwärtigem Ende.. *aaarggh*
GsD ist Cain bei kleineres Hunden auch deutlich entspannter, als bei großen.. hat kurz geschnuffelt, bissel gebrummt (nicht falsch verstehen:kein Knurren!) und der andere hat auch kurz gekeift und dann das Feld "gegossen"... Herrchen kam dann erst in einiger Entfernung um die Ecke.
Hab ihn gebeten, den Hund zu rufen.. keine Reaktion...:unsicher:
So ein Erlebnis hatten wir auch am WE.Unangeleinte Fußhupe von hinten,die Dickes Hinterteil wesentlich interessanter fand,als Frauchens Gebrüll. :unsicher:
Dicke grumpfte ihn dann auch kurz an und das Thema war für uns durch.

Durfte Cain dann wieder wegzerren...schließlich hatte ich keine Lust neben dem anderen zu übernachten, geschweige denn noch mal nen Verträglichkeitstest zu machen.:rolleyes:
Gut,zerren musste ich nicht,aber die Befürchtung,daß vielleicht doch mal was passiert,ist schon (noch) da.

Wenigstens weiß ich nach all diesen Zusammentreffen, dass er keinen anderen Hund gleich zerfleischt..., aber aus dem Weg geh ich dem Ganzen doch lieber.
Mache ich auch so,zumindestens,bis wir beide ruhiger geworden sind.Aber langsam wird es,weil sie hier mittlerweile einen Hundekumpel hat,mit dem sie sich absolut super versteht.Der Kumpel ist zwar nur 20 cm groß :D und dementsprechend witzig sieht es aus,wenn die beiden loslegen,aber es hilft mir zumindestens,wenn ich sehe,wie vorsichtig sie mit ihm umgeht und auch aufhört,wenn er keine Lust mehr hat.Andererseits grumpft sie ihn auch "nur" an,wenn es für sie genug ist und fällt nicht über ihn her.....
 
Cain hatte ja auch schon positive Kontakte, aber leider nichts regelmäßiges.

Ich denke das wegzerren liegt auch hauptsächlich an seiner Neugierde. Wahrscheinlich fand er den Kleenen schlußendlich toll und wollte hin um mit ihm zu spielen..:rolleyes:
 
Mayerengele schrieb:
Und das Hinterherzerren ist denke ich dann auch nicht förderlilch, oder?!

Och, das würde ich nicht so sehen. In der richtigen Situation würde ich das SEHR förderlich finden.

Die Situation: "Anderer Hund taucht auf. Cain mit Steffi im Schlepp zieht hin, Steffi bleibt stehen..." liest sich für Cain unter Umständen so:

"Oh, ein Untertan! Wie interessant, den muss ich inspizieren. - Wie, ich darf nicht hin? Dann setz ich mich hierher und schaue ganz genau und warte, bis er kommt, um mir seine Audienz zu erweisen. Getreue Junkerin Steffi, halt sie mir die Leine, bis ich hier fertig bin. Danke, dass Ihr so zuvorkommend seid, zu warten!"

Jetzt dieselbe Situation nach folgendem Rezept. Anderer Hund taucht auf. Cain will nicht weiter, setzt oder legt sich. Du gibst Kommando: "Weiter!" und marschierst unverdrossen voran. (So weit das eben geht, aber Cain ist ja ein eher zierliches Rindvieh, das sollte doch möglich sein?)

Cain: "Oh, ein Untertan. Wie interessant. Hoppla, was ist das? Offenbar hat Steffi keine Zeit oder Lust - erlaubt mein Zeitplan heute etwa keine Audienzen mehr? Hmmpf!"

Der Unterschied ist: Im einen Fall macht Cain, was er will. So lange er will.
Er ist nicht "böse" dabei, aber eben dickfellig. Und du bestärkst ihn noch darin.

Im anderen Fall hat er kurz mal probleme beim rückwärts Schauen und vorwärts Laufen, aber DU bestimmst, wer wann wo lang geht, und das UNMISSVERSTÄNDLICH. Es gibt nicht ein körpersprachliches Signal (Zögern, Stehenbleiben), dass der Hund so auslegen könnte, dass du eigentlich gewillt bist, zu warten.

Garri ist ja ein großer Lochgräber, und mit seinen an die 40 kg für mich dann echt schwer in Bewegung zu setzen. Seit ich mit Kommando: "Komm weiter!" einfach weiter gehe (notfalls bis ans Ende der Schleppi, und dann wird der Hund halt hinterhergezogen), kommt er (fast) sofort.
Hat ein paar Wochen gedauert, bis er's kapiert hat, aber nun läuft der Hund hinter mir her, und ich warte nicht mehr auf den Hund.

(Hundebegegnungen kann ich als Beispiel nicht gut nennen, aber auch da ist "einfach weitergehen" wenn irgendwie möglich besser als stehenbleiben und Hund sich austoben lassen.)

LG, Lektoratte

PS: Wär's denn nicht möglich, vielleicht sogar hier über der Forum wen zu finden für regelmäßigen Hundekontakt? Das ist doch kein Zustand, dass du immer über leere Felder läufst und Muffe schiebst, wo Cain doch anscheinend gar keine größeres Problem mit anderen Hunden hat (sondern eher du, wie mir scheint ;) )
 
"Oh, ein Untertan! Wie interessant, den muss ich inspizieren. - Wie, ich darf nicht hin? Dann setz ich mich hierher und schaue ganz genau und warte, bis er kommt, um mir seine Audienz zu erweisen. Getreue Junkerin Steffi, halt sie mir die Leine, bis ich hier fertig bin. Danke, dass Ihr so zuvorkommend seid, zu warten!"

:gerissen::gerissen::gerissen:

Lektorratte, von dir kaufe ich jedes Buch, schei..egal wovon es handelt!:lol:

LG
Mareike
 
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