Depression - Viel mehr als Traurigkeit

  • Meizu
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
Hi Meizu :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • Mauswanderer
Bei meiner Mutter kann ich mich eigentlich nur an das nicht aus dem Bett aufstehen erinnern. Das war nicht so dass sie oft geweint haette oder so. Gar nicht eigentlich. Sie lag nur den ganzen Tag im Bett.
Als ich ganz klein war, bin ich am Wochenende immer zu ihr ins Bett gekrochen. Ich weiß gar nicht mehr wo mein Vater immer war, das ist alles total verschwommen. Nachmittags kam mein Kindermaedchen und hat mich eingesammelt. Die hatte sogar einen Haustuerschluessel, weil Mama nicht mal das geschafft hat, zur Tuer gehen wenn es klingelte.
 
  • lektoratte
as war nicht so dass sie oft geweint haette oder so. Gar nicht eigentlich. Sie lag nur den ganzen Tag im Bett.

Bei einer Freundin von mir war das auch so. Die konnte sich teils zu gar nichts mehr aufraffen. Für sie war alles zentnerschwer.

Mein Sohn ist dagegen entweder sauer, weil die Welt und alles doof ist, und sieht alles rabenschwarz, und ätzt und meckert den ganzen Tag - oder wirklich abgrundtief traurig und weint dann sehr viel.

Ist aber zum Glück deutlich besser als es mal war.
 
  • Mauswanderer
Bei einer Freundin von mir war das auch so. Die konnte sich teils zu gar nichts mehr aufraffen. Für sie war alles zentnerschwer.

Mein Sohn ist dagegen entweder sauer, weil die Welt und alles doof ist, und sieht alles rabenschwarz, und ätzt und meckert den ganzen Tag - oder wirklich abgrundtief traurig und weint dann sehr viel.

Ist aber zum Glück deutlich besser als es mal war.

Ich glaube es aeußert sich bei Maennern und Frauen unterschiedliche.
Ich wusste lange gar nicht, dass es Depression auch bei Kindern gibt. Ob es sich in der Pubertaet "verwaechst"? Ich wuerde euch das sehr wuenschen.

Ich hatte lange Angst, dass ich das auch bekomme. Ich bin manchmal grueblerisch. Aber ich glaube nicht, dass ich zu Depression neige.
 
  • braunweißnix
meine oma ist ja zeit ihres lebens schwer depressiv gewesen und ist es noch. jetzt ist sie allerdings im altersheim und die schlimmen phasen werden da besser aufgefangen. da sie aber langsam aber sicher dement ist, kommen eben erinnerungen hoch, die dies eigentlich nicht sollten. bei meiner oma gab es die ganze palette. von verstummt zu aufhören mit essen.
ich bin davon auch nicht zwingend gefeiht. das äußerst sich ähnlich dem großen Ü mit einer grundsätzlichen wut
 
  • Parsonfan
Depressionen können eine genetische Disposition haben. D.h., es kann sein, dass die Anlage vererbt werden kann, die Depression bei den Kindern von Depressiven aber nicht ausbricht.

Ich habe in meinen depressiven Phasen auch sehr viel im Bett gelegen, eigentlich leichte Alltagsdinge wurden unendlich schwer. Ich habe vieles in Frage gestellt und oft keinen Sinn in Handlungen gesehen. Freude empfinden ging kaum.

Geweint habe ich, aber selten und nur wenn ich allein war.

Ich bin so froh, dass ich inzwischen leichte Signale erkenne und reagieren kann.

Nie wieder möchte ich diesen tiefen dunklen Punkt erreichen. Zwei Mal reicht.
 
  • Meizu
Bei meiner Mutter kann ich mich eigentlich nur an das nicht aus dem Bett aufstehen erinnern. Das war nicht so dass sie oft geweint haette oder so. Gar nicht eigentlich. Sie lag nur den ganzen Tag im Bett.
Als ich ganz klein war, bin ich am Wochenende immer zu ihr ins Bett gekrochen. Ich weiß gar nicht mehr wo mein Vater immer war, das ist alles total verschwommen. Nachmittags kam mein Kindermaedchen und hat mich eingesammelt. Die hatte sogar einen Haustuerschluessel, weil Mama nicht mal das geschafft hat, zur Tuer gehen wenn es klingelte.

Das stelle ich mir für ein Kind unheimlich belastend vor.
 
  • robert catman
Im meiner Familie gibt es in einem weiter entfernten Zweig wahrscheinlich eine genetische Disposition zu Depression und nachfolgend Suizid. Es haben sich dort Grossmutter, Grosstante, Mutter, Tochter sowie zuletzt Enkelsohn suizidiert.
Ich finde das ganz schrecklich, die Tochter war eine Cousine meiner Mutter und eine ganz tolle Frau. Ich konnte das gar nicht begreifen, wir sahen uns aber auch nur selten, daher wusste ich von den Depressionen nichts, mit Kindern wurde frueher ueber sowas sowieso nicht gesprochen.
Nach dem Tod der Tante hat meine Mutter mir dann von der Familiengeschichte erzaehlt. Da bekam ich schon Angst um die Soehne der Tante. Und einer davon war dann tatsaechlich auch betroffen und hat sich suizidiert.
Ich habe zu diesem Teil der Familie keinen Kontakt mehr, aber ich denke oefter an die beiden Kinder des Sohnes, welche Buerde die tragen, das Wissen um die Familiengeschichte und dass sie selbst auch betroffen sein koennten. :(
 
  • braunweißnix
so richtig glaube ich nicht, dass direkte angehörige sich dessen so bewusst sind. zwei der geschwister meiner oma haben ebenso den freitod gewählt. eine genetische disposition ist in meiner familie definitiv gegeben. dessen bin ich mir bewußt, aber eben nicht ob man es hat oder nicht (ich hoffe das ist irgendwie verständlich - wie jemand der panikattacken hat und ein kreislaufproblem dahinter vermutet, was ganz natürlich ist).

so gehäuft ist das ehrlich gesagt, ganz schön gruselig.
 
  • Vrania
In meiner Familie gibt's niemanden mit Depressionen. Bei mir ist das eher phasenweise. Mal bin ich einfach nur total fertig und krieg nichts mehr auf die Reihe, mal überwiegen die Ängste, mal die Traurigkeit. Wenns mir richtig dreckig geht, ist auch nix mehr mit Weinen, dann überwiegt eher das Gefühl der Sinnlosigkeit und Hoffnungslosigkeit. Am gefährlichsten sind wohl letztere Phasen, die merkt man von außen am wenigsten und die Wahrscheinlichkeit was Blödes zu machen, ist am größten.
 
  • lektoratte
Wir haben das definitiv in der Familie - bisher zum Glück ohne Suizidgeschichte dazu.
 
Wenn dir die Beiträge zum Thema „Depression - Viel mehr als Traurigkeit“ in der Kategorie „Off-Topic“ gefallen haben, du noch Fragen hast oder Ergänzungen machen möchtest, mach doch einfach bei uns mit und melde dich kostenlos und unverbindlich an: Registrierte Mitglieder genießen u. a. die folgenden Vorteile:
  • kostenlose Mitgliedschaft in einer seit 1999 bestehenden Community
  • schnelle Hilfe bei Problemen und direkter Austausch mit tausenden Mitgliedern
  • neue Fragen stellen oder Diskussionen starten
  • Alben erstellen, Bilder und Videos hochladen und teilen
  • Anzeige von Profilen, Benutzerbildern, Signaturen und Dateianhängen (z.B. Bilder, PDFs, usw.)
  • Nutzung der foreneigenen „Schnackbox“ (Chat)
  • deutlich weniger Werbung
  • und vieles mehr ...
Oben Unten