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Gassi? Nein, danke!

  1. Liebe Alle,

    seit ca. 9 Wochen haben wir eine Hündin (ca. 2 1/2 Jahre alt, Altdeutscher Schwarzer-Mix) aus Kroatien (Tierschutz) bei uns. Sie ist sehr ängstlich und fürchtet sich vor so ziemlich allem – fremden Menschen, Hunden, Katzen, Autos/LKWs, Kehrmaschinen usw. Dummerweise leben wir auch noch in einer Wohnung in der Stadt, ziehen aber am 01.07. raus aufs Land in ein Haus mit großem Garten. Gassi gehen fand sie von Anfang an nicht super, was ich bestens nachvollziehen kann, seit 2 Wochen etwa weigert sie sich aber vehement vor die Tür zu gehen. Wenn ich sie mal von unserer Wohnung im 1. OG an die Haustür im EG manövriert habe, geht sie problemlos aber auch ängstlich mit. Ich gebe ihr unterwegs Sicherheit und Schutz, auf Anraten unserer Hundetrainerin halte ich die Spaziergänge in der Stadt kurz, auf dem Land gehe ich länger mit ihr. Nun habe ich schon versucht, ihr die Gassirunden schöner zu machen, sie abzulenken, mit ihr zu spielen, Einsatz von Leckerlies – interessiert sie alles nicht, sie ist zu sehr auf die Umwelt fixiert, ob es nun laut ist oder nicht.
    Was ich seltsam finde und auf was ich mir partout keinen Reim bilden kann: Wenn ich zwischen den Gassirunden, bspw. nachts, merke, dass sie zum Pippi machen raus muss, gehe ich kurz mit ihr in den Garten unseres Hinterhofs. Da gibt es absolut keine Probleme, ich gehe an die Tür, rufe sie, mache die Tür auf und sie folgt mir die Treppen runter. Sobald es aber ans Gassi gehen geht, wehrt sie sich.

    Habt ihr Ideen, wie ich sie zum Gassigehen motivieren kann? Ich ziehe sie nicht an der Leine hinter mir her, sie ständig die Treppe runter tragen kann aber auch nicht die Lösung sein. Aktuell stehe ich morgens schon eine Stunde früher auf, weil ich die Zeit, in der ich sie die Treppe runter bekommen muss (sie kommt mit mir auf die Arbeit und fühlt sich da auch sehr wohl) einplane. Zum Feierabend möchte sie auch schon nicht mehr mitgehen und versteckt sich im Büro.

    Danke :)
     
    #1 Patinka
  2. Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund...



    Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

    Hier der Link zu ihrer Seite!
    Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

    Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte!

    LG Meike

    --
    Es gibt nur eins, was besser ist als ein Hund – zwei Hunde!
     
     mehr erfahren Hinweis: Dies ist eine Werbeanzeige. - Bild: © Jeroen van den Broek - fotolia.com
  3. Herzlich Willkommen.


    Gib deiner Hündin Zeit, viel Zeit. Das sie raus muss zum lösen ist normal. Ja und das sie Angst hat und nichts kennt auch, weil wer weiß wie sie in Kroatien erlebt hat.

    Wie verhält sie sich denn wenn du tagsüber mit ihr nur in den Hinterhof gehst?

    Wie verhält sie sich denn beim Gassi ausserhalb der Stadt?

    Zu nachts hat sie mit Sicherheit weniger Probleme weil da einfach weniger los ist.


    Meine Angsthündin ist am Anfang nur früh/ vormittags Gassi gegangen. Nachmittag fand sie total zum Kotz...
     
    #2 mailein1989
  4. Danke für deine Antwort :)

    Recht normal, im Hinterhof ist nichts los. Pippi wird schnell erledigt und dann geht es ganz fix wieder ins Haus bzw. in die Wohnung. Es sei denn, jemand ist auf einem Balkon und unterhält sich, dann hat sie sofort Angst und möchte gleich wieder ins Haus. Ich bleibe ruhig, lenke sie von den Leuten auf mich und gehe normal mit ihr zur Wiese, dann verhält sie sich "normal", also Pippi und schnell wieder hoch.

    Anfangs hat sie Spaziergänge außerhalb sehr genossen und ist richtig aufgeblüht. Viel gesprungen, gerannt, geschnuffelt ohne Ende und sie schien sehr glücklich. Meine Arbeitsstelle ist weiter draußen direkt im Wald, da genoss sie das Gassi gehen anfangs auch. Inzwischen schleicht sie auch hier, sie hat wenig Lust in den Wald zu gehen. Wenn wir mal da sind, schnuffelt sie viel und beobachtet ruhig und aufmerksam ihre Umgebung, läuft aber ungern und nur langsam.
     
    #3 Patinka
  5. Herzlich Willkommen! Geb ihr Zeit und viel Geduld - 2 Wochen sind kurz, und es erscheint mir so, dass sie noch laenger brauchen wird, um die Angst (Erinnerungen, die wohl in Kroatien gepraegt wurden) abzubauen und mit ''Gassi ist nun positiv'' zu ersetzen.

    Aber, es erscheint mir, Du hasst die noetige Geduld :)
     
    #4 Madeleinemom
  6. Das schleichen würde ich jetzt eventuell noch auf die Hitze schieben die ja doch da war selbst wenn sie von Kroatien kommt.

    Was ich an deiner stelle jetzt tun würde ist entweder mit ihr in den Hinterhof gehen aber nicht nur 2 Minuten sondern ruhig mal 10 Minuten. Such dir eine stelle und setzte dich hin und Sitz dort einfach. Halte sie an kurzer Leine, keine 10m und schenk ihr nicht zu viel Aufmerksamkeit.

    Ich saß damals jeden Tag eine Stunde neben dem Tierheim weil Joy sich keinen Meter bewegte.

    Desweiteren würde ich trotzdem mit ihr außerhalb der Stadt laufen. Einfach laufen und nicht umdrehen nur weil sie nicht möchte.

    So würde ich die nächsten 10 Tage vor gehen bis ihr umzieht. Und dann sehen wie sie sich dort einlebt.
    Joy nahm früher auch kein Futter. Weder Wurst noch sonst was.
    Stadt findet sie heute noch doof. Ist aber händelbar.
     
    #5 mailein1989
  7. Mit Enya bin ich wochenlang zur gleichen Stelle gefahren zum da sitzen und schnüffeln/lösen. Als sie da sicherer wurde, sind wir von dort aus stückweise immer weiter gegangen. Inzwischen kann ich sie überall mitnehmen ohne dass sie Stress hat.
     
    #6 Vrania
  8. Ich bin mit Conny einfach Gassie gegangen und hab notfalls mit der Leine "nachgeholfen". So manche Situationen habe ich sie gezielt aushalten lassen bis sie relativ entspannt war. Das wurde das kurz bestätigt und gut war. Aus normalen Alltagssituationen etwas Besonderes zu machen ist nicht mein Ding. Da wird der unsichere Hund einfach mitgenommen, fertig. Das ist nach meiner Erfahrung deutlich zielführender als viel Gewese drum zu machen.
    Heute wurde zB. mit schwerer Technik im Wald Langholz verladen. Conny ist mit mir ohne zu zucken offline da durch.
     
    #7 HSH Freund
  9. Danke für eure Antworten!

    Ich setze oder stelle mich täglich an eine Stelle auf unserer bewährten Gassi-Runde in der Stadt (Wohngebiet). Dann stehen/sitzen wir ewig lang einfach nur da, erstens bis sie runtergekommen ist und zweitens dann um den Trubel beobachten und für sich einordnen zu können.
    Eine Weile länger im Hinterhof bleiben versuche ich mal.

    Ansonsten glaube ich auch nicht, dass ich da groß was Besonderes draus mache. Fakt ist: der Hund will nicht raus, der Hund hat Angst. Ich mach da kein Theater draus sondern muss den Hund einfach mehrmals am Tag von A nach B verfrachten - ob sie will oder nicht. Nur weiß ich langsam nicht mehr, was ihr noch hilft. Einfach Aushalten ist nichts Neues für sie sondern Tagesordnung. Hilft trotzdem nicht.
     
    #8 Patinka
  10. Hm ....
    Tragen ist aber in meinem Augen etwas Besonderes. Wozu hat ein Hund Beine? Leine dran und die Treppe runter. Hund dabei vorzugsweise so führen das man hinter ihm läuft und ihn notfalls mit (mehr oder weniger) sanfter Gewalt "anschieben" kann.
    Und dem wird bestimmt stattgegeben? Wenn Ja, Warum?
     
    #9 HSH Freund
  11. Naja - mal ehrlich... wenn ihr in 10 Tagen umzieht, dann packt ihr doch sicher schon zusammen, Möbel verschwinden nach und nach, Unruhe macht sich breit... Alltag ist das jedenfalls nicht. Und ich denke, der Hund, der sich evtl. bei euch gerade eingewöhnt hatte, merkt das auch. Und kann das natürlich nicht einordnen. Das könnte erklären, warum er derzeit immer unsicherer wirkt.

    Ich würde ebenfalls den Umzug abwarten. Und eventuell vorhandene gesundheitliche Probleme abklären lassen, aber auch erst nach dem Umzug.
     
    #10 lektoratte
  12. Ich finde, beim ängstlichen Hund - und wahrscheinlich genauso in vielen anderen Fällen - geht es nicht unbedingt nur darum, die beste Taktik zu finden für den Hund, sondern auch die, die am besten zu einem selbst passt.
    Ich kann z.B. Jans Ansatz total nachvollziehen. Mein Mann ist ähnlich gestrickt und handhabt sowas genauso. Wenn man "so drauf ist", dann ist das auch authentisch und ich glaube wirklich, man kann dem Hund damit auch tatsächlich Sicherheit vermitteln, weil dieser Typ Halter das in diesen Situationen auch ausstrahlt.
    Vertrauen ist beim unsicheren Hund eben ein Schlüsselaspekt. Zu diesem Ziel kommt aber evtl. jeder auf unterschiedliche Weise.

    Ich persönlich fühle mich zum Beispiel leider dabei unwohl, auf meinen Hund Druck auszuüben. Als ich unerfahrener war, habe ich mir bei vorherigen Hunden damit öfter beholfen. Aber das war nicht dasselbe wie bei Jan. Ich konnte den Hunden damit keine Sicherheit geben, weil ich einfach nur ungeduldig war, aber keine Sicherheit ausstrahlte.
    Heute übe ich Druck nur noch dann aus, wenn es mir der sicherste und effektivste Weg scheint, um sich beispielsweise schnell aus einer Gefahrensituation zu begeben.

    Mila ist ein Hund (5 Jahre alt, seitdem sie neun Wochen alt ist bei uns), der jetzt schon unheimlich viel gesehen hat, rumgekommen ist, viele Geräusche kennt, schon viel Kontakt mit den verschiedensten (auch vielen fremden) Menschen hatte. Ich nehme sie mit wann immer es geht, wir sind viel zusammen und auch alle zusammen oft unterwegs. Normalerweise müsste man meinen, dass dabei inzwischen soviel Gewöhnung auch an das Treffen auf Unbekanntes eingesetzt hat, dass sie nichts mehr erschrecken kann.
    Ihr Verhalten ist aber schon immer eher durchwachsen gewesen. Und wir erleben auch heute noch immer wieder diese zögerlichen Momente. Sie ist auch nicht durchweg ein schwieriger Läufer. Es ist wirklich situationsabhängig und sie ist auf der anderen Seite auch sehr neugierig. In Umgebungen, die sie besser kennt, fällt sie auch mal ins Gegenteil von Zögerlichkeit und "kündigt laut an", dass sie jetzt da ist. Abr auch das meiner Ansicht nach Unsicherheit. Da muss ich sie ab und zu ausbremsen.
    Die häufigeren Situationen sind aber solche, in denen ihr eine Umgebung sichtlich unangenehm ist und in denen ich sie nur mit viel Geduld dazu bekomme, mit mir mitzukommen.

    Tragen scheidet aus, sie ist einfach zu schwer für mich geworden. Außerdem hat der Hund vier Füße, ich aber nur zwei Arme. Wenn, dann müsste SIE also eher MICH tragen.:p Leine ziehen ginge natürlich ohne Problem. Aber ich mache ihr Leben damit nicht schöner. Meins auch nicht. Kein solcher Versuch von mir hat bisher dazu geführt, dass sie sich zunehmend entspannte - eher das Gegenteil. Und dabei fühle ich mich auch nicht besser - ein Teufelskreis, denn das überträgt sich.
    Hingegen bin ich öfter mit Geduld erfolgreich, was mir auch nicht gerade in die Wiege gelegt wurde, aber ich sehe halt, dass es bei uns so besser funktioniert. Wenn ich einfach langsam mit ihr gehe, sie auch einfach mal verweilen, horchen und Umgebungseindrücke aufnehmen lasse, darauf achte, in ihrer Nähe zu bleiben, mit ihr im positivem Ton spreche (jap, auch mit Babystimme) oder sie mit Blödsinn ablenke und sie dann auf ihr Geschäft fokussiere, komme ich im Endeffekt auch voran und uns geht's beiden dabei besser.
    Da ich sie immer an der Leine habe, wenn wir zusammen draussen sind, gibt es eine lockere Verbindung zwischen uns, die sich auch durchaus positiv auswirken kann.
    Ich kann nicht sagen, dass es immer gleich gut funktioniert. Aber wir kommen auf diesem Weg miteinander auch in den etwas schwierigeren Situationen zurecht. Schneller wäre ich sicher mit Ziehen, aber besser geht es mir persönlich damit, wie ich es stattdessen handhabe.
    Schon seit längerem überrascht mich Mila immer wieder damit, wie gut es zwischen uns beiden "funktioniert", wenn es mal schnell gehen muss, selbst wenn ihr gerade etwas unangenehm ist. Irgendwas muss sich also auch bei der langsamen Taktik tun beim Hund.

    Was ich damit sagen möchte, ist nicht, dass Du es genauso machen solltest, wie ich. Ich will damit sagen, es gibt verschiedene Strategien, die je nach Hund-Halter-Beziehung alle gleichermaßen von Erfolg oder Misserfolg gekrönt sein können.

    Wenn sich die Ängste direkt um das Zuhause herum manifestieren, ist das natürlich anstrengend, weil man bei jedem Gassi-Gang damit konfrontiert ist.
    Aber ich denke, dass das auch eine Frage der Zeit ist.
    Einfluss nehmen können wirklich die unterschiedlichsten Faktoren. Ich weiss nicht, ob Dunkelheit eine Rolle spielt bei Euch, @Patinka, bei uns spielt sie eine sehr große. Aber man muss auch einfach mal sagen, dass 9 Wochen jetzt wirklich noch keine Ewigkeit im neuen Zuhause sind. Da kann Fremdeln schon immer noch normal sein. Ich weiss auch nicht, was bei Euch evtl. noch so alles an domestiziertem und wildem Getier wohnt oder was es noch für andere Umgebungsgeräusche z.B. gibt. Geräusche, Gerüche, Hitze, Kälte, Licht oder Dunkelheit ... das alles kann eine Rolle spielen, ohne dass man es als Mensch erstmal so richtig wahrnimmt. Manchmal kann schon eine kleine Änderung im Ablauf (Strecke, Geschwindigkeit, Tageszeit...) etwas bewirken. Man muss ein bisschen beobachten und vielleicht auch erstmal ein paar Strategien testen.

    Ich denke, dass Du nach dem Test der Tipps des einen oder anderen hier Deinen eigenen Weg mit dem Hund allein finden wirst und dass sich die Situation mit zunehmendem Einleben auch weiter positiv entwickeln wird.
    Hab ein bisschen Geduld mit Euch beiden.

    Anscheinend gibt es ja auch eine Vorgeschichte. 9 Wochen bei Euch, aber 2 1/2 Jahre alt, das sagt mir, da gab es wohl schonmal ein anderes Zuhause und evtl. auch Dir unbekannte Erfahrungen beim Hund, die vielleicht zur Unsicherheit beitragen.
    Wie schon zuvor gesagt kann auch die Stimmung rund um einen Umzug eher kontraproduktiv sein und möglicherweise wirft Euch die neue Umgebung trotz mehr Ruhe sogar erstmal weiter zurück. Vielleicht löst es aber auch mit einem Schlag das Problem.
    Manche Hunde, wie manche Menschen eben auch, bleiben evtl. auch einfach ihr Leben lang kleine Sensibelchen. ;)
    Oder sie legen es irgendwann ab. Der Hund ist noch jung. Da ist noch viel Raum für Entwicklung.
    Aber ich glaube, wichtig und hilfreich ist vor allem etwas Geduld.
     
    #11 Bullterrierfun
  13. Danke nochmal für eure Antworten :)

    @Jan Ja, da hast du natürlich recht, einen Hund tragen ist auch nicht das, was ich in irgendeiner Art und Weise als gut und richtig empfinde. Aber den Hund hinter mir herziehen kommt für mich eben auch nicht in Frage, schon gar nicht die Treppe runter :-/ Das habe ich ein Mal gemacht, dann war es ganz aus bei ihr. Mal davon abgesehen, dass ich mich damit nicht wohlfühle, so wie es auch Bullterrierfun beschrieben hat. Sie vor mir herschieben habe ich auch bereits versucht, klappt bei Treppen aber eben auch nicht. Also, was tun?

    Die Umzugssituation kommt mit Sicherheit auch erschwerend hinzu und macht alles nicht leichter. Allerdings zeigte sie das Verhalten ja bereits schon bevor wir auch nur ansatzweise angefangen haben zu packen.

    @Bullterrierfun Ja, eine Vorgeschichte gibt es bei ihr definitiv. Sie lebte erst auf der Straße, dann für 6 Monate angeblich in einer Tötungsstation und dann kam sie für weitere 6 Monate zu einem Herrn, der Hunde aufnimmt und sie vielleicht nicht pflegt, sie aber zumindest am Leben hält – nächster Schritt: meine Welt, die natürlich ganz anders, verwirrend und verängstigend auf sie wirkt.
    Zudem klingt deine Beschreibung ähnlich wie meine Gedanken-/Gefühlswelt. Ich bin da hin- und hergerissen: Einerseits hatte ich es mein Leben lang nur mit Hunden der Marke "Rampensau" zu tun, die vor nichts und niemandem Angst haben und mit denen ich dementsprechend auch sicherer umgehen konnte, definitiv mehr "Härte" und Konsequenz gezeigt habe. Aber bei ihr habe ich das Gefühl, sie sei aus Glas und ich könnte sie mit jeder zu groben Handlung kaputt machen.
     
    #12 Patinka
  14. Mit “einfach mitziehen“ hätte man bei Enya nichts erreicht, eher im Gegenteil. Bei Druck macht sie auch heute noch sofort zu, damals hätte ich höchstens ne handfeste Panik provoziert. Bei einem situativ unsicheren Hund kann das sicher funktionieren, aber bei einem richtig ängstlichen Hund eher nicht. Ist sicher auch eine Typfrage... bei Mensch und Hund.
     
    #13 Vrania
  15. Eben, da macht Susi auch dicht. Bei ihr erzeugt Druck/Ziehen Gegendruck. Daher möchte ich das vermeiden, bringt bei ihr ohnehin nichts und ist der Grund, weshalb ich sie die Treppe runter trage, weil sie anders nicht runter zu bekommen ist, weder mit Ziehen noch mit Schieben noch mit Locken.
     
    #14 Patinka
  16. Für die Treppe würde ich vermutlich ein Zwischending probieren: ein gutes Geschirr mit einem Rückensteg, an dem ich sie halten und unterstützend führen kann, so dass ich sie nicht hinterher zerren oder schieben muss. Tragen würde ich sie nicht.
    Ansonsten finde ich den Rat, für die letzten Tage, die ihr noch da wohnt, einfach verstärkt den Hinterhof zu nutzen, auf dem sie klar kommt, sinnvoll. Und raus fahren in ruhigere Gegenden.
     
    #15 snowflake
  17. Danke snowflake :) aber auch das mache ich bereits. Sie hat ein auf sie angepasstes Geschirr mit Rückensteg, lässt sich aber auch nicht begleiten. Sie bleibt einfach stehen und ist keinen Zentimeter zu bewegen. Ich habe das Alles auch nicht nur zwischendurch für 5 Minuten versucht, sondern mir wirklich viel Zeit genommen. Ich bin auch einfach so mit ihr ins Treppenhaus gegangen - ohne Gassi-Bedarf -, habe dort mit ihr gespielt, ihr gezeigt, dass sie keine Angst haben braucht, dass runter gehen nicht schlimm ist usw.
     
    #16 Patinka
  18. Das würde ich dann allerdings durchsetzen. Sprich gehen und sie mitnehmen. Wenn du sie tragen kannst, kannst du sie auch mitnehmen, obwohl sie stehen bleiben will.
     
    #17 snowflake
  19. vielleicht wäre es eine Möglichkeit vor der Haustüre positiv zu verknüpfen indem man vorerst nur noch vor der Tür füttert.
     
    #18 Matthias W.
  20. Die ist aber nicht aus Glas. ;) Und gerade ein unsicherer/ängstlicher Hund braucht vor allem Führung und kein Rumgeeiere. Sie in Watte zu packen ist eher kontraproduktiv. Natürlich verweigert sie, aber sie muß eben auch lernen das sie damit nicht durchkommt. An den Ängsten zu arbeiten bedeutet das sie sich den Ängsten auch stellen, und sie überwinden, muß. Und das wird sie freiwillig eher nicht tun. Also bleibt nur mehr oder weniger sie dazu zu zwingen.
    Und du wunderst dich ehrlich das die Gassiebereitschaft nachgelassen hat? Welche Motivation sollte der Hund denn damit entwickeln?
    Klar findet ein unsicherer Hund Gassie nicht unbedingt toll, muß er dazu doch seine Komfortzone verlassen. Das wird im neuen Zuhause vermutlich nicht besser. Und die Tatsache das dann ein Garten zur Verfügung steht verführt noch mehr dazu ihren Befindlichkeiten nachzugeben.
     
    #19 HSH Freund
  21. Ein Hund der panisch schreit und komplett durchdreht überwindet seine Ängste am besten, wenn er durchgeschleift wird? Oder er hat halt ein Trauma fürs Leben weg.

    Damit will ich nicht sagen, dass das für diesen Hund nicht funktionieren könnte, ich kenn ihn ja nicht. Aber ich bin irgendwie kein Freund von Universalrezepten. Hunde sind unterschiedlich und nicht alles ist ein angemessenes Mittel für jeden Hund.
     
    #20 Vrania
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