Wochenserie im Kölner Stadanzeiger

Trinchen

20 Jahre Mitglied
Hat jemand von Euch vielleicht die neue Wochenserie im Kölner Stadtanzeiger gelesen,in der es um eine Art Hundeschule geht? Die kommt wohl laut meinem Mann jetzt jeden Samstag. Da werden wohl "Kampf"hunde auf den Wesenstest vorbereitet, in einem Kurs,der 17 Tage dauert. Das erste was die dort machen, ist den Hunden Stachelhasbänder anziehen (mit Gumminoppen um die Stacheln). Und es heißt, "solche" Hunde haben ja keinerlei Schmerzempfinden, deshalb sollte man SO kräftig an der Leine ziehen, daß sie es auch merken (wenn keinerlei Schmerzempfinden,frage ich mich,warum die Gumminoppen um die Stacheln?). Mein Mann ist jedenfalls schwer begeistert,von dem was da steht, und meint jetzt, ich solle unserem Hund das Ganze auch so beibringen. Hat jemand von Euch vielleicht diesen Artikel und könnte ihn hierher kopieren? Männe hat ihn nämlich (angeblich ausversehen) weggeschmissen. Ich hätte das Ganze gerne auch gelesen. Außerdem steht wohl in diesem Artikel, daß der Hund ANGST haben sollte, nur so könne er vernünftig die Unterordnung lernen. Solche Hunde wären die besten Schauspieler, die es gibt,und veräppeln einen wenn man daneben steht (gut, Shila hält auch wenn ich mit ihr schimpfe, die Pfote hoch, an der sie vor über einem Jahr nach einem Tritt in eine Scherbe operiert werden mußte *G*). Aber ich kann mir nicht vorstellen, daß eine Hundeschule mit SOLCH krassen Methoden arbeitet?!
Unverständliche Grüße,
Trinchen
Ach, ich war mir nicht ganz sicher, ob ich hier richtig bin,oder unter Allgemeines?!
 
  • 20. April 2024
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hallo trinchen

ein hund sollte angst haben um die unterordnung zu lernen??? so ein schmarrn. das ist das verkehrteste was es gibt. und schmerz empfindet jedes lebewesen *grrrrrr*

also diese serie würde mich auch interssieren. ich würde gern wissen, wer so einen blödsinn verzapft. dummerweise werden einige der leser den unsinn glauben, (was in der zeitung steht ist immer richtig *g*) und das dann wirklich machen. *ungläubigmitkopfschüttel* hoffentlich werden dann aus diesen hunden keine angstbeißer.
 
Hallo Solveig,
angeblich ist es eine ehrenamtliche Mitarbeiterin vom Tierheim Köln-Dellbrück, die diese Reportage schreibt. Und das, wo doch der Tierheimleiter bei "Tiere suchen ein zu Hause" immer einen so seriösen Eindruck hinterläßt, oder vielleicht nur hinterlassen will?
Liebe Grüße,
Trinchen
 
Hallo zusammen,
das mit den Stachelhalsbändern ist doch eine alltägliche Sache. Jeder Hund (außer meine, grins) auf unserem SV Platz hat eins um, natürlich ohne Noppen. Teilweise sind die Stacheln angeschliffen, damit der Hund es auch so richtig merkt. In den meißten Hundeschulen ist das auch so üblich, offiziell natürlich nicht. Es könnte ja die Besitzer abschrecken.

Angie & "Killerbande"
 
hallo trinchen,

ein tierheimleiter?? kann ich eigentlich gar nicht glauben *ungläubigschau*


hallo angie,

also bei uns auf dem vereinsgelände sind stachelhalsbänder verboten, ob mit oder ohne noppen. aber wir sind ja auch nicht beim sv. die sv-og`s in der umgebung benutzen auch stachelhalsbänder, das ist bei denen normal. hab ich aber auch damals nicht mitgemacht, als ich selber noch beim sv war. gezwungen wird auch dort niemand zu etwas.
 
Hallo *hüpf* hier!
Ich habe den Artikel noch hier. Es handelt sich nicht um eine ehrenamtliche Mitarbeiterin aus dem Tierheim, sondern um eine Reporterin des Kölner Stadtanzeigers. Die ersten Sätze sind allerdings herzlich wenig ansprechend: "Fünf Tage dauerte es, bis die schwarze Pitbull-Hündin zeigt, was in ihr steckt. Sie greift den Trainer an. Der Kampf ist im Handumdrehen entschieden - zu seinem Gunsten."
Zwei Tage später stand ein entsetzter Arbeitskollege von mir in der Tür und fragte nach, ob sowas normal ist, daß ein Hund einem direkt am Ärmel hängt!

Sabine
 
Also mein Mann hat das so verstanden, daß der Trainer den Hund mit voller Absicht so lange gereitzt hat, bis er zubeissen wollte, damit er sich dann wenn er merkt, er ist an der falschen Adresse unterordnet. Ich kann nur sagen, daß ich den Artikel nicht gelesen habe (vielleicht weiß mein Mann auch, warum er ihn mir nicht zeigt?!). Ich "fahre" bis jetzt noch am besten damit, daß ich immer wenn Shila zu sehr zieht,und mal wieder vergisst das ich noch am anderen Ende der Leine bin einfach stehen bleibe. Gut, ich mache auch einen Ruck an der Leine,damit sie nicht direkt beim losgehen wieder vergisst,das ich auch noch da bin, aber dem Hund weh zu tun,und ihn unterzuordnen indem er Angst vor mir hat, auf die Idee würde ich beim besten Willen NICHT kommen!!! Shila ist irgendwann SO genervt,daß ich dauernd stehenbleibe, daß sie von allein bei Fuß geht. Was ich mir versuche anzugewöhnen, ist das sie sich hinlegen muß, wenn ich mich mit jemandem unterhalte und weiß es könnte ein wenig länger dauern. Vielleicht bringt das ja was?!
Sabine? Wo genau ist dieser Kurs denn? Steht das auch da?
 
Hallo,

der Knackpunkt ist wohl, daß die Pitbull-Hündin Judy sehr dominant ist und vorher wenig Erziehung genossen hat. Hauptsächlich (so steht es da) scheint sie anfangs unverträglich mit vierbeinigen Artgenossen zu sein. Und vielleicht ist die Reporterin nur sehr, sehr mutig :cool: Oder wird gemobbt ...
Aber es gibt auch einen schönen Satz: "Hunde wie Judy - unverdorben, aber mit starker Persönlichkeit - gehören zu erfreulicheren Klientel der Hecks."
Da, ich hab´s gefunden: Hundeschule Heck (Wolfgang und Gaby Heck) in Morschenich (Kreis Düren).
Leider habe ich keine Möglichkeit, die Seite ins Netz zu stellen. Und der Kölner Stadtanzeiger hat seine Seite immer noch nicht aktualisiert.

Sabine
 
Ích hab´hier was für Euch :
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Hundeschule Knigge für den Kampfhund

Von Jutta Vossieg

Der Regional-Express donnert einen Meter von Judys Pfoten entfernt vorbei. Die Stirn gerunzelt, die Ohren nach vorn gerichtet schaut sie dem Monstrum hinterher, dann erwartungsvoll zu mir hoch. Klar, dass mein Lob überschwänglich ausfällt. Vollkommen gelassen ist die schwarze Pitbull-Hündin auf dem Bahnsteig liegen geblieben, obwohl ihr solche Lärmkulissen fremd sind.

Judy lebt seit zwei Jahren im Tierheim Köln-Dellbrück. Sie ist freundlich, liebevoll und wesensfest, hat aber wie ihre zahlreichen Zwinger-Gefährten als "Kampfhund" kaum eine Chance auf Vermittlung in gute Hände. In der Hundeschule Heck in Morschenich (Kreis Düren) absolviert sie einen Begleithunde-Kurs. Zu Anfang hat sie gelernt, ihren Menschen, in diesem Fall die Autorin, als Rudelführer anzuerkennen, sich unterzuordnen und Befehle prompt zu befolgen - für eine dominante, triebstarke Hündin kein Pappenstiel.

Doch die harte Arbeit - beschrieben in der letzten Ausgabe von "Moderne Zeiten" - hat sich gelohnt: Judy geht gelassen "bei Fuß" durch die Stadt, reagiert nicht auf Passanten und andere Hunde. Im Gelände folgt sie zuverlässig auf "Hier hin!" - selbst wenn ihr angesichts von Kaninchen und Joggern auch andere Ideen kommen könnten. Wenn es nach dem Unterricht für die Zweibeiner in der Stube Kaffee und Kakao gibt, liegt Judy brav auf ihrem Platz, gleichgültig, ob andere Hunde herumtollen oder fremde Menschen über sie hinwegsteigen. Nur gelegentlich sind noch Korrekturen notwendig.

"Keine Hexerei" ist der Lieblingsspruch der beiden Trainer Gaby und Wolfgang Heck. Ihr Konzept ist hart, aber erfolgreich: Bedingungslose Unterordnung durch zuverlässige Befolgung der acht Schlüsselbefehle ("Bei Fuß", "Kehrt", "Pfui", Sitz/bleib Sitz", "Platz/bleib Platz" und "Hierhin") ermöglicht Herr und Hund ein konfliktfreies Zusammenleben. Vielen Menschen ist diese Methode zu hart: Sie träumen von einem partnerschaftlichen, gleichberechtigten Verhältnis mit ihrem Hund.

Doch Hunde leben in Hierarchien: Einen Rangordnungs-Kampf zu verlieren ist für sie kein traumatisches Erlebnis, sondern die natürlichste Sache der Welt. Ist die Rangfolge hingegen ungeklärt, hat der Vierbeiner Dauerstress. Triebstarke Hunde wiederum ordnen sich bei "antiautoritärer" Erziehung ihre Menschen klar unter - dann geht Bello mit Herrchen spazieren und nicht umgekehrt. Die Hecks können Bände über jene "geliebten Knuddelhunde" erzählen, die die eigene Familie zähnefletschend vom Sofa vertreiben und sie durch Bisse übel zurichten.

Ein Hund, der seinen Platz in der Rangordnung kennt, lebt hingegen ebenso entspannt wie seine Leute: Er kann sich auf den Rudelführer verlassen und muss nicht ständig Entscheidungen fällen und Auseinandersetzungen führen. Wie Judy: Ihre Angst vor dem ratternden Zug, ihre Unsicherheit in der ungewohnten Umgebung ist nicht so groß wie ihr Gehorsam. "Wenn mein Rudelführer mir befiehlt, hier liegen zu bleiben, droht mir hier auch keine Gefahr", würde sie denken, wenn Hunde denken könnten.

Auf diese Weise können selbst Tiere, die unter extremen Ängsten leiden, kuriert werden: Statt sie mit beruhigenden Worten und Streicheln für ihre Ängstlichkeit zu belohnen und eigene Ratlosigkeit zu vermitteln, können sie über den Gehorsam gezwungen werden, die Situation auszuhalten und festzustellen, dass ihnen nichts passiert.

Ähnliches gilt für das Verhältnis zu anderen Hunden. Heck: "Ein Hund, der an der Leine tobt und kläfft, wenn sich ein Artgenosse nähert, steht nicht in der Unterordnung. Er hat Stress, weil er meint, sich und seinen Menschen verteidigen zu müssen." Wie viel einfacher hat es sein wohlerzogener Kollege, dem sein Mensch signalisiert: "Kein Grund zur Aufregung, wir gehen einfach weiter."

Judy ist auch in dieser Hinsicht um einiges vorangekommen: Im Tierheim hatte sie massive Probleme mit anderen Hunden. Mittlerweile duldet sie fremde Hunde beiderlei Geschlechts um sich herum und zeigt gelegentlich freundliches Interesse. Zum entspannten Spiel hat die Unterordnung bisher aber noch nicht ausgereicht: Beim Spaziergang im Gelände bleibt sie noch verunsichert in meiner Nähe, statt mit ihren Klassenkameraden herum- zutollen. Doch Wolfgang Heck ist zuversichtlich: "Am letzten Kurstag kann sie mit den anderen auf der großen Wiese laufen."

Am Wochenende kommen auch die "Ehemaligen", die Absolventen früherer Begleithunde-Kurse, auf den Lambertshof der Hecks. Mit gemeinsamen Übungen, aber vor allem im freien Spiel, frischen dann bis zu 80 Tiere aller Rassen ihre Sozialisierung auf und beweisen, dass ein friedliches Miteinander möglich ist - für jeden Hund.

Dabei suchen Halter gerne Ausreden für das Fehlverhalten ihrer Tiere, oder dafür, dass sie eine Erziehung erst gar nicht in Angriff nehmen. "Ein Dobermann lässt sich nicht von einer Frau führen", "ein Landseer darf niemals in die Hundeschule, weil dort sein einzigartiges Wesen zerbricht" - nur zwei Beispiele aus meiner Zeit in der Hundeschule.

Viele Bücher verbreiten unter wissenschaftlichem Deckmäntelchen bequeme Dogmen. Etwa, dass sich zwei Rüden oder zwei Hündinnen niemals vertragen. "Unsinn", sagt Gaby Heck. "Hunde, die korrekt in der Unterordnung stehen, fangen keine Beißereien an." Allerdings: Der Hund erwartet für seinen Verzicht auf Eigenmächtigkeit zu Recht, dass sein Rudelführer ihm Ärger vom Hals hält. Der auch auf Hundeplätzen weit verbreitete Spruch "Das machen die unter sich aus" muss also ad acta gelegt werden. Wer seinen Hund raufen lässt, hat seine Position als Alpha-Tier verspielt.

Damit der Erziehungserfolg von Dauer ist, müssen vor allem die Menschen ein paar Grundregeln erlernen und konsequent einhalten. "Wer zum Beispiel den Hund im Bett schlafen lässt - nur das Alpha-Tier liegt oben - kann in Tagen die Arbeit von Wochen zunichte machen", warnt Wolfgang Heck die Kursteilnehmer. Wichtig ist auch, dass die ganze Familie die Regeln verinnerlicht. Ein Hund kann nicht verstehen, wenn er bei Frauchen darf, was Herrchen ihm gerade mit aller Härte ausgetrieben hat. Zum Beispiel das freudige Anspringen zur Begrüßung - eine Respektlosigkeit, vor der auch Judy nach wie vor nicht gefeit ist.

"Ein Tier ist keine Maschine, die einmal eingestellt und fehlerfrei mit Garantie übergeben wird", sagt Wolfgang Heck. Judys mögliche neue Familie wird sich neben ihrer Zuneigung also auch ihre Anerkennung erst einmal erarbeiten müssen.
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Hier noch ein Artikel (gefunden bei dogsaver) dazu,
watson

Hundeschule für Kampfhunde


Fünf Tage dauert es, bis die schwarze Pitbull-Hündin zeigt, was in ihr steckt. Sie greift den Trainer an. Der Kampf ist im Handumdrehen entschieden - zu seinen Gunsten. Bis dahin hatte Judy auf eine unschlagbare Waffe vertraut: Den treuen Hundeblick. Und hatte damit Oberwasser behalten, weil ich es nicht übers Herz brachte, mich hart durchzusetzen.

Judy soll das Kommando "Platz!" befolgen - kein einfacher Befehl wie "sitz!" oder "bei Fuß!". "Platz!", das Abliegen vor den Füßen eines Menschen, ist die tiefste Unterordnung, die von einem Hund verlangt werden kann. Hier geht es um die Rangordnung. Judy wehrt sich erbittert. Doch am fünften Tag des Begleithunde-Kurses verliert sie den Kampf ihres Lebens. Zum ersten Mal hat ein Mensch ihr seinen Willen aufgezwungen.

Doch Judy hat auch gewonnen: Den Schlüssel zu einem neuen Hundeleben. Judy ist zweieinhalb Jahre alt. Seit sie mit sieben Monaten ausgesetzt wurde, lebt sie im Tierheim Köln-Dellbrück. Von ihren 180 Zwinger-Gefährten gehören 90 zu den als "Kampfhunde" bezeichneten Rassen. Sie sind seit der tödlichen Attacke in Hamburg - scharf gemachte Hunde töteten dort ein sechsjähriges Kind - praktisch nicht zu vermitteln. Dabei ist Judy freundlich und menschenbezogen, mit anderen Hunden ist sie aber bisher nicht verträglich. Jetzt soll sie in der Hundeschule Heck in Morschenich (Kreis Düren) Benimm lernen, damit sie vielleicht doch noch eine Familie findet.

Am Einführungsabend erläutern die Trainer Gaby und Wolfgang Heck ihr Konzept: Im ersten Teil des Kurses geht es um Unterordnung. Mit acht Kommandos - "bei Fuß!", "kehrt!", "pfui!", "sitz!", "bleib sitz!", "platz!", "bleib platz!" und "hierhin!" - wird eine Art Basis-Kommunikation zwischen Herr und Hund geschaffen. Damit kann dem Hund in jeder Situation klar gemacht werden, wie er sich zu verhalten hat. 17 Tage lang wird täglich eine Stunde lang trainiert.

"Wir führen die Hunde ganz bewusst in Konflikte", erläutert Wolfgang Heck. Der wichtigste ist der oben beschriebene Rangordnungs-Kampf. Er wird bis zum Letzten ausgefochten, was je nach Charakter des Hundes unterschiedlich dramatisch ausfallen kann.

"Judy ist ein ganz harter Brocken", prophezeit Heck gleich zu Anfang. "Aber ein ehrlicher Charakter." Denn Judy hat Glück gehabt, ist nicht, wie viele der beschlagnahmten Kampfhunde, misshandelt und scharf gemacht worden. Ihre Ohren wurden nicht abgeschnitten, sie wurde nicht unter Drogen gesetzt. Im Tierheim lernte sie nur freundliche Menschen kennen und ist daher ein völlig normaler Hund - allerdings ein dominanter. Deshalb muss sie konsequent und mit einer gewissen Härte angefasst werden.

"Wohl erzogene Hunde haben mehr Freiheiten", sagt Heck. Sie müssen nicht mit Leine und Maulkorb mühsam "in Schach" gehalten werden. Sie können mit ihrer Familie in die Stadt gehen, ohne ständig lauthals zu kläffen, sie können mit ins Restaurant, ohne peinliche Szenen zu verursachen, sie können in Wald und Feld frei toben, weil sie nicht wildern, weglaufen oder fremde Menschen belästigen, und sie können entspannt mit anderen Hunden spielen.

Hier kommt wieder die Rangordnung ins Spiel: Ein Hund, der "seinen" Menschen ein für alle Mal als Rudelführer akzeptiert, wird nicht eigenmächtig handeln und Befehle missachten. Auch im Wolfsrudel folgen alle rangniedrigen Tiere dem Alpha-Wolf. "Der schmerzhafte Leinenruck in unserer Ausbildung entspricht dem zurechtweisenden Biss des ranghöheren Tiers", erläutert Gaby Heck.

Viele Hundebesitzer bringen diese Härte nicht übers Herz, anderen fehlt entweder das Wissen oder die Einsicht. Das Ergebnis sind zwar nur in Ausnahmefällen die gefürchteten bissigen Hunde. Doch auch Alltagsprobleme wie Dauerkläffen, Raufereien, Anspringen fremder Personen und Ungehorsam sorgen für Verdruss. "Bellt ein Hund, wenn es an der Haustür klingelt, obwohl der Besitzer zu Hause ist, stimmt die Rangordnung nicht. Wenn das Alpha-Tier nicht kläfft, hat der Rangniedrigere auch nichts zu sagen", erklärt Wolfgang Heck.

Er ist für die "Erziehung" der zweibeinigen Kursteilnehmer zuständig. "Ein Hund denkt immer geradeaus. Es sind die Halter, die aus Unwissenheit oder Inkonsequenz Fehler machen." Der häufigste: Herr und Hund tragen Konflikte nicht aus, sondern treffen eine Art Stillhalte-Abkommen, indem Reizpunkte umgangen werden.

Wie Judy und ich: Zwei Tage lang hat sie "Platz!" nur nach wiederholter Aufforderung befolgt. Mein strafender Leinenruck ist bei weitem nicht hart genug - wegen des treuen Blicks. "Hat sie vielleicht nicht verstanden, was sie tun soll?" frage ich besorgt. "Unsinn! Die veralbert dich, das ist ihre Art, sich durchzusetzen", gibt Wolfgang Heck zurück. "Setz dich durch, sonst wird es immer schwerer." Schließlich nimmt er die Sache selbst in die Hand - und provoziert den gewünschten Kampf, aus dem er als Sieger hervorgeht. Danach klappt das prompte "Platz!" auch bei mir.

"Hätten wir zu früh aufgehört, hätte Judy die Erkenntnis mitgenommen, stärker zu sein als der Mensch", erklärt er mir, denn er sieht mir deutlich an, wie mitgenommen auch ich von der Szene bin. "Bleibt der Konflikt ungelöst, bricht er irgendwann einmal ganz unvermittelt auf - vielleicht, weil ein Kind Judy an Ohren und Rute zieht und sie auf einmal genug hat." Was das bei einem 35-Kilo-Pitbull bedeutet, mag man sich lieber nicht ausmalen.

Hunde wie Judy - unverdorben, aber mit starker Persönlichkeit - gehören zur erfreulicheren Klientel der Hecks. Neben der ganz normalen Begleithunde-Ausbildung haben sie sich auf die Korrektur von Problemhunden spezialisiert. Viele waren Todeskandidaten, mit denen niemand mehr fertig wurde. Manche wurden von ihren früheren Besitzern misshandelt, manche dagegen so verhätschelt, dass sie sich den Menschen weit überlegen fühlen. Nur ganz wenige sind Erziehungs-resistent. Dauerhafter Erfolg setzt aber vor allem Lernfähigkeit und Konsequenz der Halter voraus.

"Unser Ziel ist der folgsame, verträgliche Hund ohne Aggressions-Potenzial. Wenn er angegriffen wird, muss er sich umdrehen und weggehen. Gerade ein Pitbull oder Staffordshire hat sonst heute keine Chance mehr auf Vermittlung", sagt Heck. Deshalb betreibt er auch keine Schutzhund-Ausbildung, denn die basiert auf der Pflege des Aggressions-Triebes.

Ist die Unterordnung unter den Halter im ersten Kursteil restlos geklärt, folgt die Ausbildung im freien Gelände und in der Stadt sowie das freie Spiel mit anderen Hunden.
 
Danke, Watson,
tja, so wirklich sicher bin ich mir immer noch nicht, was ich jetzt davon halten soll. Ich scheine dann doch nicht DIE Konsequenz zu haben, Shila mit einem SO extremen Leinendruck an mich zu ziehen, das sie womöglich quitscht (kann man das überhaupt noch Leinendruck nennen?). Was haltet ihr denn davon?
Ratlose Grüße,
Trinchen
confused.gif
 
gleich zweimal *ggg*

kommt auf den hund an trinchen. es gibt dickköpfe die man anders einfach nicht in den griff bekommt. wobei das quitschen eher von der überraschung kommt. das mit dem fußlernen duch stehenbleiben funktioniert zum beispiel bei meiner kleinen nicht. das interessiert sie einfach nicht. da brauch ich dann auch einen kleinen ruck.
 
Sind die vorangegangenen Artikel diejenigen über die sich aufgeregt wurde ???? Ist doch vollkommen korrekt was da steht finde ich.

Zu den Sachen mit dem Stachelhalsband. Was bitteschön soll ein Stachelhalsband mit Noppen bewirken ?? Ich arbeitete auch mit Stachelhalsband. Das Problem ist doch, dass die meisten nicht wissen, wie ein Stachler korrekt sitzen muss. Enganliegend und unterhalb der Ohren, also oben am Hals. Ist es angeschliffen braucht es keiner grossen Kraftanstrengung den Hund bei der Unterordnung zu führen, also keine brutalen Leinenrucke mit nem Würger oder ähnlichem. Mit nem Stachler habe ich nur gute Erfahrungen gemacht, auch wenn ich mich jetzt wieder von manchen hier schlagen lassen muss
smile.gif
.

Gruss
ninja1.gif

Mark
 
Hallo Leutz, hallo Mark,
ich kann beide Seiten verstehen!!!!
Zum einen würde ich bei meiner Dicken kein Stachler anwenden, da ich sie von Welpe an erzogen habe, was andere versäumt haben, leider. ich Mark und Aaron gut, und ich denke der Hund würde ohne das Ding nicht laufen, sondern nur raufen ( ups, reimt sich sogar
smile.gif
).
Aber wenn es keine andere möglichkeit gibt, dann bitte, jeder so wie er es braucht. Ich würde auf meinem Platz auch keinen stachler akzeptieren, aber es kann sich doch jeder seinen Platz aussuchen, auf den er gehen möchte.Ich denke man sollte es nicht verallgemeinern, daß alle die diese Dinger benutzen Tierquäler sind, denn so ist es nicht. Gott sei Dank gibt es so viele verschiedenen Charakteren bei Hunden, daß eben jeder individuell gearbeitet werden muß. Das ein Stachler nicht sein muß ist klar, aber ich denke nicht, daß solche Menschen ihr Tier weniger lieben.

In diesem Sinne

Eure Anne und die dicke Nina
 
Hallo Leutz, hallo Mark,
ich kann beide Seiten verstehen!!!!
Zum einen würde ich bei meiner Dicken kein Stachler anwenden, da ich sie von Welpe an erzogen habe, was andere versäumt haben, leider. ich Mark und Aaron gut, und ich denke der Hund würde ohne das Ding nicht laufen, sondern nur raufen ( ups, reimt sich sogar
smile.gif
).
Aber wenn es keine andere möglichkeit gibt, dann bitte, jeder so wie er es braucht. Ich würde auf meinem Platz auch keinen stachler akzeptieren, aber es kann sich doch jeder seinen Platz aussuchen, auf den er gehen möchte.Ich denke man sollte es nicht verallgemeinern, daß alle die diese Dinger benutzen Tierquäler sind, denn so ist es nicht. Gott sei Dank gibt es so viele verschiedenen Charakteren bei Hunden, daß eben jeder individuell gearbeitet werden muß. Das ein Stachler nicht sein muß ist klar, aber ich denke nicht, daß solche Menschen ihr Tier weniger lieben.

In diesem Sinne

Eure Anne und die dicke Nina
 
Hallo Mark,
der Artikel, den Merlin und Watson freundlicherweise hier her kopiert haben, ist wohl schon der zweite Teil. Den ersten Teil habe ich leider immer noch nicht gelesen. Da muß das eben drin gestanden haben, daß ein Hund Angst vor Herrche oder Frauchen haben MUSS um sich korrekt unterzuordnen. Davon halte ich eben weniger was. Ein Hund sollte Respekt haben, aber wohl keine Angst,oder?
Liebe Grüße,
Trinchen
 
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