Katze angefahren und einfach abgehauen!

Trinchen

20 Jahre Mitglied
Sorry, ich muß mir hier mal Luft machen und mich ausheulen. Habe heute Morgen meine Tochter zum Kiga gebracht. Auf dem Rückweg nach Hause sehe ich einen älteren Mann wie er eine Katze unter einem parkenden Auto rauszieht. Daneben stehen zwei Frauen die ziemlich fertig mit der Welt aussehen. Ich habe nur gefragt ob die Katze angefahren wurde, und wer das war. Die Kazte wurde angefahren, aber der Typ/die Frau ist einfach weitergefahren, obwohl es wohl höllisch gerumst hat. Ich habe mich dann angeboten mit zum Tierarzt zu fahren, bzw. erstmal beim nächsten anzurufen. Die Tierärztin wo wir immer hingehen war am operieren, also nicht erreichbar. Den nächsten angerufen, und da konnten wir dann auch direkt hin. Da niemand wußte w o genau er ist bin ich eben mitgefahren. Der Mann der die Katze unter dem Auto vorgeholt hat hat eine Box von seinen Katzen geholt und ist auch mitgefahren. Lange Rede kurzer Sinn. Die Katze mußte eingeschläfert werden. Der k o m p l e t t e Unterkiefer war total (!!!!) ausgerissen
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. Ich könnte heulen zum Teil auch vor Wut. Wie kann man SO herzlos sein, und ein Tier anfahren und es dann einfach liegen lassen? Ich versteh sowas nicht, ehrlich. Ein Vorderlauf war auch noch total zertrümmert, und am Hals konnte man deutlich abreibungen von den Reifen sehen. Ehrlich ich weiß nicht, warum ich jetzt mehr weine, vor Wut über diese Herzlosigkeit oder wegen der armen Katze
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. Ich habe dem Mann noch einen Teil von der Rechnung mitbezahlt. Der Tierarzt ist auch um die Hälfte mit dem Preis runter,weil die Katze uns ja fremd ist/war. Es war ein unkastrierter Kater, also kann es noch dazu sein, das ihn niemand vermisst!
So, das mußte ich mir jetzt mal von der Seele schreiben, bin wirklich tottraurig, aber gleichzeitig auch froh, das es noch Leute gibt die helfen wenn es drauf ankommt!

Traurige
 
Sowas verstehe ich auch nicht. Arme Katze
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. Aber wenigstens gibt es auch noch hilfsbereite Menschen...ich hätte genauso gehandelt wie ihr...

Vor ein paar Wochen wurde mein Kater auch angefahren. Mein Nachbar hat ihn bei sich auf der Terasse gefunden und mich gerufen. Er konnte nicht mehr laufen und ich bin ab zum Tierarzt. Nach 3 Tagen wurde ich dann in die Tierklinik überwiesen und es wurde ein Zwerchfellabriß und ein Bauchwandabriß festgestellt, es war quasi alles Matsch innendrin. Er hat ne Narbe vom Brustbein bis zum Ars...und der Spaß hat mich 1.400 Euro gekostet. Aber er lebt und das ist die Hauptsache.
Der Typ, der ihn angefahren hat, hat das wohl nicht interessiert und sowas macht mich mehr als sauer...
aber es geht auch anders...
4 Tage nachdem Vini angefahren wurde hat es auch die Katze meiner Schwiegermutter erwischt (Info: Wir wohnen wirklich total ruhig...). Aber die Frau, die Charly angefahren hat, hat ihn auch eingesammelt und ihn nachts um 2 zum Tierarzt gebracht. Wir haben nur gemerkt, das Charly nicht zum Fressen kommt und haben alle Nachbarn gefragt und auch das Tierheim. Ein Nachbar meinte, das bei ihm einer angerufen hätte, ob er eine Katze vermisse und das diese bei Dr. Mengel abgegeben wurde. Wir sind sofort runtergerast und da saß Charly. Er hat nen Kieferbruch und wurde operiert. Das Tierheim war darüber auch informiert, aber anscheinend hat da irgendeine unswissende Tussi am Telefon gehockt, die keine Ahnung hatte. Na ja...
Wir haben uns dann die Tel.Nr. der Retterin geben lassen und dort angerufen. Die Frau war supernett, hat sich sofort ins Auto gehockt und ist zu uns gefahren, um sich Charly noch einmal anzusehen.
Sie sagte, er wäre über die Straße gerannt und hat dann anscheinend umgedreht und ist wieder zurückgerannt und da hat sie ihn erwischt. Sie wäre so fertig gewesen, das sie sich hat am nächsten Tag krankschreiben lassen. Charly hätte aus Hintern und Mund geblutet und sie hat ihn sofort eingeladen und ist zu ihrem Tierarzt gedüst. Das war für sie selbstverständlich und wir haben uns ein paar mal bei ihr bedankt. Sie hätte ihn ja auch liegen lassen können.
Tja und als sie dann noch meine beiden Kampfis gesehen hatte, war es dann ganz vorbei. Sie ist selbst Bullterrier-Besitzerin und ganz vernarrt in die Kampfis.
Es gibt auch solche Erlebnisse und darüber bin ich mehr als froh....
 
So etwas ähnliches ist uns vor einigen Jahren auch passiert.
Wir kommen spätabends vom Tanken zurück und sehen eine angefahrene Katze auf der Straße hocken. Der Autofahrer war natürlich nirgends zu sehen.
Naja, wir haben das Tier zum TA gebracht und sie kam durch.
Die Kosten wurden von der Gemeinde übernommen - wilde Katze.

Klar kann es mal passieren, daß trotz aller Umsicht ein Tier ins Auto rennt.
Nur sollte sich der Autofahrer dann, verdammt nochmal, auch um das angefahrene Tier kümmern müssen.
Soweit ich weiß, ist es bei größeren Tieren Unfallflucht wenn man sich von der Unfallstelle entfernt. Katzen zählen da wohl nicht zu
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Es tut mir sehr leid um die Katze
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watson
 
Der Fall hat eine ziemliche Rechtsdiskussion bei uns zuhaus ausgelöst - also vom ethischen Aspekt der Unmöglichkeit mal abgesehen.

Die Regelung mit "größeren" Tieren gab es früher - da galt es als Unfallflucht, wenn man sogenannte Schalentiere angefahren hat und sich entfernte.
Da Wildunfälle aber seit kurzem nicht mehr polizeilich aufgenommen werden, entfällt dies.

Bei einem Hund würde es sich um eine Unfallflucht handeln unter Berücksichtigung der Halterpflichten - da ein Sachschaden (ich hasse den Ausdruck bei Tieren) entstanden ist.

Bei Katzen müßte man da mal Gerichtsurteile nachsehen, eigentlich entsteht ja ein finanzieller Schaden aber eine Katze ist gleichsetzend einem Wildtier unberechenbar und es ist z.B. strafbar wegen einer Katze zu bremsen wenn andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden können. Ich schätze, das geht dann ins Zivilrecht bezüglich Schadensersatzforderung. Sicher sind wir beide allerdings nicht.
 
Hmmmm, aber auch die Sache mit den Wildtieren kann noch verschiedenartig interpretiert werden, oder ?

Mir ist da mal Folgendes passiert : ich fuhr auf einer Straße, die durch ein Waldstück führt. Hinter einer Biegung (für mich von da, wo ich war, noch nicht zu erkennen) hatte eine Rehmutter die Straße überquert, und just, als ich an diesem Punkt ankam, folgte das Kitz ihr. Ich bin sofort auf die Bremse gelatscht (die Straße war auch noch nass) und nur wenige Zentimeter - aber immerhin ! - vor dem Tier zum Stehen gekommen.
Und während es zusah, daß es Land gewann, rauschte mein Hintermann mir mit Karacho ins Auto. Ein junger Spund, Beruf "Sohn", der sich von seiner offensichtlich gut betuchten Mami den Jeep ausgeliehen hatte (pink ; liebe Leute, mit sowas kann man ja auch nur Unfälle bauen !).
Jedenfalls pochte der auch drauf, vonwegen bei Wild auf der Fahrbahn darf man nicht bremsen etc.

Nun, der Polizist, der dann den Unfall aufnahm, sah das allerdings ganz anders (war offensichtlich Tierfreund). Man habe so zu fahren, daß man jederzeit bremsen könne, wenn das nötog wäre, und die junge Dame (ich ! *stolzbin*
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) habe das ja anscheinend gekonnt.
Versicherungen sahen das ebenso.
Ich habe deshalb auch nie Schwierigkeiten bekommen, und nicht nur am Auto alle Schäden bezahlt bekommen, sondern auch Schmerzensgeld.
 
Gestern wurde Buster, der neue Freund von Spike wahrscheinlich auch angefahren.

Ich hörte ein lautes Schreien. Sein Frauchen kam z mir an den Zaun gelaufen und fragte ob der TA noch da sei, Buster läge in der Einfahrt und würde bei jeder Bewegung schreien.

Ich habe sie noch nicht wieder gesehen, ich hoffe nur Buster geht es gut...

Solche Schweine, ich könnte jedenfalls für nix garantieren wenn ich so etwas einmal mitbekommen würde...

<img border="0" title="" alt="[Wütend]" src="mad.gif" />

Meike
 
Hallo,

leider gehöre ich auch in die Gruppe,ich selber habe schon eine Katze getötet,die vor mein Auto gelaufen ist.Ich fahre schon sehr vorsichtig,vielleicht auch weil ich selber Tiere habe und denen ja auch nichts geschehen soll.Auf jeden Fall huschte sie unter mein Auto,im Spiegel sah ich allerdings wie sie weiter lief.Bin dann trotzdem angehalten um zu sehen,ob irgendwo Blut am Auto war etc.Nicht wegen meinem alten Auto,sondern um festzustellen,ob die Katze sich vieleicht doch weh getan hat.Blut war keins dran,aber es fehlte ein Stück von meinem Frontspoiler,so ca. Geodreieck groß :( Das lag auch nirgendwo auf der Straße.Die Katze war mittlerweile nicht mehr zu sehen.Ich fuhr dann erst mal nach Hause.
Doch in Ruhe gelassen hat mich die Sache nicht.Abends sind dann mein Mann,meine Schwester,meine Mama und ich noch mal zu der Stelle gefahren und haben die Gegend rings rum abgesucht.Ist alles Wald und Wiese gewesen,kein Haus in unmittelbarer Nähe.
Meine Mama hat die Katze dann doch schließlich so ca. 300 m vom Unfallort gefunden,sie hatte mein Stück Spoiler im Kopf stecken und ist daran wohl gestorben :( Ich habe mir damals große Vorwürfe gemacht,das ich sie nicht gleich nach dem Unfall gefunden habe,doch es war wohl Zufall,dass meine Mutter sie in dem Gelände überhaupt gefunden hat.
Wir haben sie dann an Ort und Stelle begraben.
Später habe ich noch eine Anzeige geschaltet,ob die Katze irgendwo vermisst wird und habe anders rum genau auf Anzeigen geachtet,wo eine Katze vermisst wird.Doch die Besitzer konnten nicht auffindig gemacht werden.
Das ganze ist jetzt ca. schon 10 Jahre her,war damals Führerscheinneuling und mir war die Lust am Autofahren gründlich vergangen.Noch heute denke ich immer an die Katze,wenn ich die Strecke fahre und fahre noch langsamer.

Ich denke,Leute die selber Tiere haben,fahren besonnener und halten auch an,wenn wirklich mal was passiert.Mein Schwager z.B. hasst Tiere,er würde garantiert nicht anhalten um nach dem Tier zu gucken,er würde nur gucken,ob auch seinem Auto nichts passiert ist.

Oder auch die Wildwechsel-Warnschilder.Wer kümmert sich schon großartig darum?Ich ja,ich fahre dann immer langsamer und vor allem aufmerksamer.

Liebe Grüße
Manu & Zoo
 
Hallo nochmal,

soweit ich weiß ist der Besitzer von der Katze bis jetzt noch nicht gefunden worden. Aber beim Tierarzt wurde uns schon gesagt das es sein kann das er/sie sich garnicht meldet. Alleine schon die Tatsache das das Tier unkastriert war und weder Tätowiert noch gechiptkönte für eine Wildkatze sprechen.

Was das Bremsen angeht so weiß ja auch das man das (leider) bei kleinen Tieren nicht darf
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. Aber wie schon einige hier gesagt haben kann man wenigstens anhalten und gucken was los ist.

Was mich auch noch ärgert ist das das eh eine 30gerzone ist. Da sind z w e i Kindergärten u n d die Grundschule. Und gerade um diese Zeit laufen da viele Kinder. Und Kinder haben nun mal die dumme Angewohnheit auch mal über die Strasse zu gehen/laufen ohne zu gucken. Ich mag mir garnicht vorstellen was diese Person wohl tun würde wenn ihr mal ein Kind vors Auto läuft. Ist vielleicht ziemlich weit hergeholt.........

Was mich jetzt aber interessieren würde. Mein Mann sagt immer, das man für k e i n Tier was unter kniehoch ist bremsen darf. Ich habe mich schon oft mit ihm gestritten deswegen. Aber Shevoice (?) schrieb z.B. das man für einen Hund bremsen oder zumindest anhalten muß. Blöde Frage,wenn es aber nun ein Dackel ist? Ich meine, viel größer als eine Katze ist der ja auch nicht.

Ich weiß ich bin ein wohl extremer Gefühlsdusel, aber so ganz vergessen habe ich den Anblick von dem armen Tier immernoch nicht, habe sogar letzte Nacht noch von ihr geträumt. Ich halte wohl auch die nächste Zeit Ausschau nach jedem weißen Audi den ich sehe. Ich weiß nicht wie ich reagieren würde, wenn ich dieses AR***loch erwischen würde <img border="0" title="" alt="[Wütend]" src="mad.gif" /> .
Liebe aber immernoch ein wenig traurige
 
Kirsten & Trinchen:
Daß die Regelung mit diesen sogenannten Schalentieren wegen Unfallflucht nicht mehr gilt, hat natürlich nichts damit zu tun, wann man für ein Tier bremst - ging da nur ums Rechtliche wegen der Flucht.

Generell ist es mit dem Bremsen so, daß das natürlich immer gerechtfertigt ist, wenn man sich selbst durch einen Zusammenstoß oder andere Gefährdet. Deshalb auch Kirstens Fall: wenn es das Reh durch die Windschutzscheibe gehauen hätte, könnte das echt üble Folgen haben.
Zu sogenannten Zwischengrößen gibt es schon unzählige Gerichtsurteile.

Als Tip kann ich Euch mitgeben, daß beim Bremsen von einem kleinen Tier, falls Ihr dadurch einen Unfall haben solltet (was ich nicht hoffe), immer sagen könnt, Ihr seid erschrocken, weil etwas plötzlich auf die Fahrbahn kam. Dann kann Euch niemand einen Vorwurf machen - schon gar nicht in der Nähe von Häusern/Wohngegenden, denn dann ist der Hintermann immer schuld - es hätte ja auch ein Ball sein können, dem ein Kind folgt.
 
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