56jährige Schweizerin erschiesst ihren kranken Hund

Solche Horrorgeschichten kenne ich aber auch vom einschläfern beim Tierarzt, davor hatte ich am meisten Angst als wir hier hergezogen sind. Ich kenne es zum Glück nur von Erzählungen.
Früher wurde mit einer Injektion direkt ins Herz euthanasiert, das war wirklich schlimm für die Tiere..inzwischen wird eben narkotisiert und anschliessend überdosiert so dass der Hund bzw. das Tier nichts mehr spürt. In seltenen Fällen wird auch über eine kardiale oder pulmonale Injektion getötet, aber das geschieht halt immer erst wenn das Tier in tiefer Narkose liegt.
 
  • 19. April 2024
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Ein Kollege von mir erzählte auch mal, dass er den alten Hund seiner Mutter erschossen hat. Er konnte überhaupt nicht verstehen, dass wir alle geschockt waren. Er war überzeugt, dass das ein schonendes Verfahren war. Er schob dann noch nach, dass das bei den Pferden seiner Mutter (die einen Pferdehof hatte) genauso gemacht wurde. Kein Pferd verließe lebend den Hof, sagte er stolz. Was heißen sollte, keins kommt auf den Schlachthof.

Ich fand das mehr als schräg.
Andererseits lege ich heute Wert darauf, dass die Tiere, deren Fleisch ich esse, keinen Schlachthof durchlaufen müssen. Und das heißt zumindest bei den Rindern, dass sie erschossen werden.
 
Andererseits lege ich heute Wert darauf, dass die Tiere, deren Fleisch ich esse, keinen Schlachthof durchlaufen müssen. Und das heißt zumindest bei den Rindern, dass sie erschossen werden.
Aber dann doch von sachkundigen Leuten denke ich? Mich stört das hier jemand ohne Sachverstand (was ich ihr zugegebenermaßen unterstelle, wissen tu ich es ja nicht) seinen Hund ohne Not erschiesst..ohne Not, weil es war ja kein Notfall und der TA wäre ja da gewesen, den wollte sie nur nicht.
 
Kein Pferd verließe lebend den Hof, sagte er stolz. Was heißen sollte, keins kommt auf den Schlachthof.
Das war früher auch was „besonderes“, denn die Euthanasie war bei Pferden mit T61 wirklich grausam und die Alternative war der Schlachthof. Von daher glaube ich schon, dass er das im besten Sinne empfand.
 
Hier lebte die Witwe des ehemaligen Revierförsters. Sie selbst war Diplom-Psychologin und keineswegs grobschlächtig oder primiv.

Sie hatte eine alte Schäferhündin, die sie sehr liebte. Die Hündin war in regelmäßiger tierärztlicher Behandlung und die Frau tat alles für die Hündin. Als diese 16-jährig einfach so alt und schwach war, dass die Euthanasie eine Erlösung war, stellte sie die Hündin sicherheitshalber noch mal beim Tierarzt vor und als dieser auch keinen kurativen Ansatz mehr hatte, nahm sie sie wieder mit nach Hause und bat sie einen Freund (ob Jäger oder Förster, weiß ich nicht mehr) die Hündin zu erschießen.

Sie wollte, dass es schnell geht und der Hund auf keinen Fall leidet.
 
Früher wurde mit einer Injektion direkt ins Herz euthanasiert, das war wirklich schlimm für die Tiere..inzwischen wird eben narkotisiert und anschliessend überdosiert so dass der Hund bzw. das Tier nichts mehr spürt.
Ich habe das human und friedlich mit 9 Hunden, einer Katze und einigen Nagetieren durch. Trotzdem gab es zumindest vor 12 und 10 Jahren noch einen Tierarzt wo erschießen eine Gnade gewesen wären. Den Eltern der Tierschützerin von der ich Sol und Emil habe ist das passiert, keine Ahnung warum man nach dem ersten Desaster den Tierarzt nicht gewechselt hat, ist ja vermutlich in Nordfriesland nicht der einzige ansässige gewesen.
 
Aber dann doch von sachkundigen Leuten denke ich? Mich stört das hier jemand ohne Sachverstand (was ich ihr zugegebenermaßen unterstelle, wissen tu ich es ja nicht) seinen Hund ohne Not erschiesst..ohne Not, weil es war ja kein Notfall und der TA wäre ja da gewesen, den wollte sie nur nicht.
Ja, sicher von sachkundigen Leuten. Man braucht ja eine Genehmigung, um mit Weideschuss töten zu dürfen.
Aber was diese Frau angeht, du sagst es ja selbst: du unterstellst ihr, dass sie keinen Sachverstand hat. Du weißt es nicht.
 
§ 177
Wirbeltiere und Panzerkrebse dürfen nur von fachkundigen Personen getötet werden.

1bis Als fachkundig gelten Personen, die sich unter kundiger Anleitung und Aufsicht die notwendigen Kenntnisse und die praktische Erfahrung mit der Tötung eines Tieres aneignen konnten und regelmässig Tiere töten.
§ 178
Wirbeltiere und Panzerkrebse dürfen nur unter Betäubung getötet werden. Ist die Betäubung nicht möglich, so muss alles Notwendige unternommen werden, um Schmerzen, Leiden und Angst auf ein Minimum zu reduzieren.
 
Dass es illegal war, ist ja unstrittig. Sie wurde ja auch schon verurteilt.
Dann braucht man auch nicht darüber zu fabulieren, ob sie fachkundig war. Sie ist es nicht.
Und über die, die ein "gefällt mir" klicken, wenn eine unkundige Person ein Tier erschießt, kann ich nur den Kopf schütteln.
 
Ich bin der Meinung wie lupita. Worüber regt ihr euch auf?

Ich reg mich gar nicht auf. Früher war das nicht so unüblich.

Oder auch in Slowenien.

Wobei ich es allerdings durchaus so kenne, dass jemand anders das macht, nicht der Besitzer selbst. Um es nicht zu verreißen - und es damit eben wirklich schnell und schmerzlos zu machen. Und unemotional.

Aber ich hab mich auch gefragt, was für den Hund daran "schlimmer" gewesen sein soll, als Eutha beim TA. Keiner kennt den Hund oder die Frau.

Nee, eben. Keiner kennt sie.

Und ich habe mich halt gefragt, wenn da nirgends steht, dass sie Jägerin ist oder war, wie geübt sie wohl gewesen sein mag und ob das wirklich so unproblematisch war, wie sie behauptet hat.

Edit: Erklärung: Ich habe ja gelernt, Mäuse und Ratten zu töten, und nichtmal bei Mäusen ist das sonderlich einfach. Ok, Schusswaffen waren da nicht im Spiel, aber ich fand es insgesamt schwer, das richtig zu machen, wenn man es bis dahin nur gesehen hat. Um das sicher zu machen, hätte ich viel mehr üben müssen. Daran hatte ich aber kein Interesse.

Wie geschrieben: Früher - also, vor 40, 50 Jahren - war es auf dem Land durchaus üblich, den kranken Hund zu erschießen, nicht zu euthanasieren.

Aber, wie gesagt: Es hieß auch in der Regel, dass man das "dem Tier" und wohl auch sich selbst zuliebe auch als geübter Jäger nicht selbst machen sollte. Auch wegen der Emotionen, die der Besitzer idR ausstrahlt, denn den Leuten waren auch damals ihre Hunde ja nicht egal. Nur gab es wenig Tierärzte, und mit der Einschläferung - das war ja weiter oben auch schon Thema. Also musste man sich irgendwie arrangieren. Aber kaum einer hat freiwillig seinen Hund selbst erschossen.

Darum ließ mich diese Aktion jetzt etwas ratlos zurück.

Edit: Aufgesetzt auf die Stirn ist ja im Grunde das gleiche wie ein Bolzenschussgerät. Wie man es von Pferden kennt.

Nur nimmt man da aus gutem Grund ein Bolzenschussgerät, weil - man damit das Risiko, zu verreißen und daneben zu schießen, minimiert.

Was heißt, nur mit der Waffe, ist eines da.

Weswegen ich mich frage, wie hoch das Risiko für den Hund ist, wenn die Besitzerin eben nicht geübt im Erschießen von Hunden ist.
 
Nee. Das Bolzenschussgerät minimiert das Risiko für den Menschen. Keine Kugel, keine Gefahr von Durchschüssen oder Querschlägern. Und er tötet das Tier nicht, was das Ausbluten erleichtert. Die Gefahr von Fehlbetäubung und sich daraus ergebendem Leid, weil es nicht immer so einfach ist einen zweiten Schuss zu setzen, ist durchaus vorhanden. Wie man auch aus diversen Schlachthaus Skandalen lernen konnte.
 
§ 177
Wirbeltiere und Panzerkrebse dürfen nur von fachkundigen Personen getötet werden.

1bis Als fachkundig gelten Personen, die sich unter kundiger Anleitung und Aufsicht die notwendigen Kenntnisse und die praktische Erfahrung mit der Tötung eines Tieres aneignen konnten und regelmässig Tiere töten.
§ 178
Wirbeltiere und Panzerkrebse dürfen nur unter Betäubung getötet werden. Ist die Betäubung nicht möglich, so muss alles Notwendige unternommen werden, um Schmerzen, Leiden und Angst auf ein Minimum zu reduzieren.
Wenn du schon mit den Artikeln kommst, dann auch mit den "Ausnahmen" oder den entsprechenden Verordnungen dazu. Wie im Beispiel der Kaninchen

Da ist der Schuss, die "Betäubung", danach wird ausgeblutet. Und "geübt" ist ein Gummibegriff. Es gibt keine Ausbildung oder ähnliches wie z. B. beim Fischerei- oder Jagdpatent. Ich dürfte hier eine Kleinkaliberpistole (Bolzenschussgerät auch) kaufen (wenn nicht straffällig, mündig, usw) und darf zu Hause Kaninchen schlachten.
 
Dann braucht man auch nicht darüber zu fabulieren, ob sie fachkundig war. Sie ist es nicht.
Da haben wir vielleicht aneinander vorbei geredet. Ich habe nicht darüber fabuliert, ob sie fachkundig im Sinne des Gesetzes ist, sondern mein Punkt war, ob sie sachkundig genug war, die Pistole korrekt zu bedienen. Und ich sehe keinen Grund, ihr zu unterstellen, das sei sie nicht.
 
Ich habe ja gelernt, Mäuse und Ratten zu töten, und nichtmal bei Mäusen ist das sonderlich einfach. Ok, Schusswaffen waren da nicht im Spiel, aber ich fand es insgesamt schwer, das richtig zu machen, wenn man es bis dahin nur gesehen hat. Um das sicher zu machen, hätte ich viel mehr üben müssen.
Hier war aber halt eine Schusswaffe im Spiel, und die Übung im Umgang damit kann man sich problemlos abseits des "lebenden Objekts" aneignen.
Ich bin ja nun alles andere als eine Expertin, ich habe noch nicht sehr oft mit einer Pistole geschossen, aber sogar mir war es auf Anhieb möglich, aus mehreren Metern Entfernung eine Zielscheibe zu treffen. Wo die Schwierigkeit liegen soll, die Mündung einer Pistole auf eine Oberfläche zu setzen und dieses Ziel dann auch zu treffen, erschließt sich mir nicht so ohne weiteres.
Es hieß auch in der Regel, dass man das "dem Tier" und wohl auch sich selbst zuliebe auch als geübter Jäger nicht selbst machen sollte. Auch wegen der Emotionen, die der Besitzer idR ausstrahlt, denn den Leuten waren auch damals ihre Hunde ja nicht egal.
Wenn sie nicht lügt, war es ihr aber durchaus möglich, das Erschießen ihres Hundes selbst als Liebesdienst zu begreifen. Also könnte sie das ja auch ausgestrahlt haben, nicht wahr? Bei meinem weiter oben erwähnten Kollegen war das durchaus so, dass er keinerlei Gewissensqualen deswegen erlitt, weil er es einfach für eine ethisch saubere Sache hielt.
 
Edit: Aufgesetzt auf die Stirn ist ja im Grunde das gleiche wie ein Bolzenschussgerät. Wie man es von Pferden kennt.

Nur nimmt man da aus gutem Grund ein Bolzenschussgerät, weil - man damit das Risiko, zu verreißen und daneben zu schießen, minimiert
Wie Dunni schon sagt, ein Bolzenschuss ist eine Betäubung vor der Tötung.
So wird er auch bei Kaninchen verwendet. Oder bei Grossgeflügel, etc.
Ich betäube meine Hühner auch mit einem kleinen Bolzenschussgerät, weil ich das besser kann, als den Schlag mit Knüppel. Da bin ich zu gehemmt.
 
Wo die Schwierigkeit liegen soll, die Mündung einer Pistole auf eine Oberfläche zu setzen und dieses Ziel dann auch zu treffen, erschließt sich mir nicht so ohne weiteres.

Mein Gedanke war tatsächlich:

1) Wie oft schießt man denn aufgesetzt?
Wie „einfach“ ist es tatsächlich, da nicht abzuknicken oder den Rückstoß auszugleichen? (Offene Frage, ich habe keine Ahnung)

Und

2) Wie leicht ist es, die richtige Stelle zu finden, damit der Hund auch wirklich gleich tot ist? Wie oft übt man das vorher?

Nun sagte IgorAndersen später, es wäre sehr leicht - aber das wusste ich ja anfangs nicht nicht, also fragte ich mich das eben. :kp:

Kurz gesagt: Der Vorgang des Schießens als solcher ist nicht schwierig.

Das waren meine Handgriffe zum Töten von Mäusen für sich genommen auch nicht.

Aber die so durchzuführen, dass die Maus auch wirklich direkt stirbt… erwies sich in der Praxis als nicht ganz so einfach.

(Anmerkung: Die ersten Mäuse zum Üben waren bereits tot und die späteren waren narkotisiert.)

Daher mein Gedanke.
 
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