Super-Dringendes Vermittlungsgesuch: Rotti-Hündin

  • KsCaro
Habe gestern eine für mich sehr erschütternde Email bekommen, nach Absprache mit Sandra stelle ich den gesamten "Mailwechsel" mal hier ein, bevor der ein oder andere unpassende Kommentar kommt! ;)

In unserer Verzweiflung wenden wir uns nun an Sie, in der Hoffnung, dass uns jemand helfen kann:

Wir sind Besitzer zweier Hunde; einem fast 10jährigen AmStaff Rüden und einer 5jährigen Rottihündin.

Entgegen aller bisherigen massiven Widerstände konnten wir es bisher bewerkstelligen, die beiden zu behalten, aber nun scheint es, als ob alles umsonst war...

Aber von Angang an:
Unseren AmStaff Rüden Jay übernahmen wir im Alter von 7 Monaten. Er war bereits durch 5(!) Hände gegangen, misshandelt worden, war unterernährt und krank. Wir mussten sehr viel Liebe, Arbeit und Geld hineinstecken, um ihn zu einem Hund zu machen, der wieder Vertrauen in die Menschheit hat. Ich glaube, es ist uns gelungen. Mittlerweile ist er fast 10 Jahre alt und fast vollständig taub (wahrscheinlich aufgrund der früheren Misshandlungen), hat chronische Bronchitis, zudem befürchtet der Tierarzt, dass er Tumore in einer Pfote hat ....

Die Rottihündin Sally übernahmen als Welpe über ein Tierheim. Sie ist jetzt gerade 5 Jahre alt geworden und sehr lieb und temperamentvoll.

Das große Problem ist die in unserer Gemeinde eingeführte Kampfhundesteuer.
Hier zahlte man bisher für einen "gefährlichen Hund" gemäß Anlage 1 der LHV 441,-€ und für einen Hund der Anlage 2 LHV die "normale" Steuer in Höhe von 67,- €.

Die Steuer für unserem Staffi war für uns schon schwer aufzubringen, aber irgendwie machbar.

Aber nun haben wir einen neuen Steuerbescheid erhalten, wonach die Gemeinde sich auf das neue Hundegesetz NRW beruft und mitteilt, dass ja im § 10 bestimmte Rassen aufgeführt sind, denen ebenfalls ein erhöhtes Gefährdungspotenzial unterstellt wird. Da die Gemeinde auch Lenkungsabsichten verfolgen dürfe, wurde zur "Eindämmung dieser aus ordnungsrechtlicher Sicht als potential gefährlich einzustufender Rassen" auch die Hunde gem. § 10 Landeshundegesetz der höheren Besteuerung unterworfen.

Demnach müssen wir nun 539,- € pro Hund! zahlen. UND DAS RÜCKWIRKEND !!!!
Dabei haben wir Anfang des Jahres einen Steuerbescheid erhalten, aus dem viel weniger hervorging, nämlich die gleiche Steuer wie letztes Jahr.

WIR KÖNNEN DAS ABER NICHT MEHR BEZAHLEN!!!!

Wir verzichten bereits seit Jahren wegen der Hunde auf fast alles (nicht nur auf Luxus wie Urlaub), haben ständig Ärger mit unserem Vermieter (weil seine Frau chronisch ängstlich ist und glaubt, die Hunde seien ein prima Grund, mehr Miete zu verlangen und wenn das nicht klappt, ein tolles Erpressungsmittel...) suchen seit über 3 Jahren eine neue Wohnung und finden keine (wegen der Hunde), haben Kredite aufgenommen, als der Tierarzt ständig bezahlt werden musste, aber jetzt sind wir am Ende !!!!!!

Die Tierheime raten uns nur, Sally einschläfern zu lassen, sie könnten sie nicht nehmen .... zu voll .... aber Sally ist doch ein gesunder junger Hund!!!

Also suchen wir für Sally ein neues Zuhause.
Sie ist verträglich, verspielt, unheimlich verschmust, liebt Kinder über alles. Sie ist für einen Rotti ziehmlich zierlich und unkopiert. Sie ist einfach nur unkompliziert und lieb!!!

Sie kann auch mehrere Stunden alleine bleiben (bisher war jedoch dann immer noch der Rüde da) Am besten wäre sie als Zweithund geeignet.

Wer kann uns helfen? Bitte meldet Euch! Es eilt sehr!

Telefon: 02463-907166 oder 0173-3275256

Sandra

Hallo Sandra,

mir treibts die Tränen in die Augen wenn ich an Euer Schicksal denke! Ihr steht leider nicht alleine da mit den unmenschlich hohen Steuern...die Gemeinden kassieren fleißig und denken gar nicht dran wie man das als Normalverdiener mit Hund finanzieren soll!

Ich habe nun eine Frage:
Darf ich Deine "Leidensgeschichte" in unserem Forum mit Deinen Telefonnummern und Deiner Email-Adresse veröffentlichen...vielleicht findet sich ja auf diesem Wege ein neues Herrchen oder Frauchen, oder Ihr bekommt zumindest gute Tipps oder ähnliches.

Ich würde Dir dann den entsprechnenden Link zum Thema schicken, dann könntest Du (nach kostenloser Registrierung) auch selbst evtl. aufkommende Fragen beantworten!

Wir drücken Dir und vor allem auch Deinen Schmusern alle Daumen und auch Pfoten!

Liebe Grüße,
Caro***

Hallo Caro,

danke für Deine nette und unterstützende Mail. Ich habe auch andere bekommen, u.a. diese hier nach meinem Hilferuf bei maulkorbzwang.de:

Hallo,

warum legt Ihr keinen Widerspruch ein und nehmt nen guten Anwalt?
Das ist allemal billiger als die Steuer!
Wer seinen Hund abgeben will wegen sowas hat keinen Hund verdient.
Sorry - auch wenn es hart ist - aber so sehe ich das.


Nett, oder?! Das haben wir doch schon bei der ersten Steuererhöhung für unseren Staffi versucht, mit dem Resulatat, dass ich die Steuer doch zahlen musste und noch die zusätzlichen Kosten zu zahlen habe....
Natürlich werde erst einmal erneut Widerspruch einlegen, aber wenn der auch wieder abgelehnt wird (wovon ich ausgehe), muß ich doch zahlen. Eine Klage hat doch anscheinend gar keinen Zweck, fast alle von denen ich gehört habe wurden bisher abgelehnt... und die Kosten, die dabei zusätzlich entstehen, können wir uns nicht leisten, so gerne wie wir wollten, es geht einfach nicht ....
Der tut so, als würden wir Sally weggeben wollen, nur weil sie nun teuer ist. Wenn wir das Geld hätten, würden wir es zahlen!!!!
Das es Leute gibt, die froh sind, regelmäßig ihre Miete zahlen zu können, kommt manchen gar nicht in den Sinn, was sind den schon 1080 Euro ? Für uns jede Menge!!!

Wir hatten bereits vor Sally einige Hunde und leider immer wieder Pech ....



Unsere erste Hündin, Gina, eine Schäferhündin, übernahmen wir auch als "Secondhand-Hund". Sie wurde als Sportgerät ausgenutzt bis sie "nichts mehr taugte". Sie war das Ein und Alles für meinen Mann. Die beiden verstanden sich blind!

Ein Jahr später nahmen wir einen Staffrüden bei uns auf. Jay übernahmen wir im Alter von 7 Monaten. Er war bereits durch 5(!) Hände gegangen, misshandelt worden, war unterernährt und krank. Wir mussten sehr viel Liebe, Arbeit und Geld hineinstecken, um ihn zu einem Hund zu machen, der wieder Vertrauen in die Menschheit hat. Ich glaube, es ist uns gelungen.



2 Jahre nach der Übernahme mussten wir Gina dann einschläfern lassen, weil sie aufgrund der früheren massiven Sportaktivitäten beim Vorbesitzer fast keine Bandscheiben mehr in der Wirbelsäule hatte und extreme Schmerzen hatte. Mein Mann hat dies bis heute (fast 8 Jahre später) nicht ganz überwunden.

Nachdem Jay aber auch Monate nach Ginas Tod kaum noch spielen wollte und nur noch rumsaß vor Trauer, wagten wir einen neuen Versuch.

Wir entschieden uns für einen Bullmastiff-Welpen, da mein Mann schon immer für diese Rasse geschwärmt hatte. Alles war auch zuerst wunderbar, Angelface, kurz Angel genannt war eine richtige Knutschkugel, ein Traumhund. Jay bekam wieder Lebensmut. Aber nach 1,5 Jahren wurde Angel immer merkwürdiger, hatte regelrechte Beißattacken, völlig ohne Grund und aus heiterem Himmel, dann passierte wieder monatelang gar nichts und plötzlich fing sie wieder an zu beißen... nach etlichen Untersuchungen bei verschiedenen Tierkliniken kam dann die Nachricht: Gehirntumor, nicht operabel !
Nach langem hin und her und vielen Tränen entschieden wir uns dafür, Angel zu erlösen ....



Später holten wir uns ein Schäferhund-Baby in Haus. Wir machten jedoch den Fehler, Cimberly bei einem Züchter zu holen. Allerdings suchten wir verschiedene Züchter auf und entschieden uns für einen, bei dem alles den besten Anschein hatte und der uns von vielen verschiedenen Leuten sehr empfohlen wurde, da er mehr auf Leistung und Gesundheit züchten würde und nicht, wie so viele, rein auf Schönheit ... ha ha ha...



Bereits nach 2 Wochen wurde Cim apathisch und wir fuhren sofort zum Tierarzt. Als wir im Wartezimmer saßen hörte Cim auf zu atmen und wir wurden sofort drangenommen. Cim atmete dann wieder und kam sofort an den Tropf. Den Tropf brauchte sie dann 2 Wochen jeden Tag 2 mal. dann war sie erst mal außer Lebensgefahr. Der Tierarzt stellte ein akutes Nierenversagen fest. Er stellte weiterhin fest, dass der Hund offensichtlich bereits eine Infektion beim Züchter gehabt haben mußte, die dort mit Antibiotika behandelt wurde. Der Tierarzt vermutete, dass die Behandlung nicht beendet wurde und da wir bei Übernahme nichts wussten, wurde sie auch nicht fortgeführt, so dass sich ihr Zustand verschlimmerte. Einzige Rettung waren teure Medikamente, aber sobald diese abgesetzt wurden, weil man diese nicht auf ewig geben konnte, kam ein Rückschlag und die Krankheit brach wieder aus. Nach einigen Monaten riet uns der Tierarzt, Cim zu erlösen.... aber wir konnten so schnell nicht aufgeben! Sie war doch noch ein Baby! Einige Wochen später schien sie auch auf dem Weg der Besserung, allerdings war ihr Imunsystem jetzt so schwach, dass sie kaum noch vor die Türe durfte, da sie sich fast überall irgendetwas einfangen konnte. Eine artgerechte Haltung war das nicht und sie konnte nichts lernen, was ein junger Hund für´s Leben braucht ...
Dann folgte die nächste Hiobsbotschaft: Aufgrund der massiven Medikamente, die Cim als Welpe nehmen musste, hatte sie Knochenschäden und zudem eine Krankheit, die bei einem falschen Spung oder einer anderen Bewegung dazu führen konnte, dass ihre Hinterhand gelähmt war, inklusive Blase und Schließmuskel. Und sie spielte doch so gerne mit unserem temperamentvollen Staffi! Wir konnten wir die beiden nun trennen und wie?
Cim war mittlerweile 9 Monate alt und wir hatten bis zu diesem Zeitpunkt bereits über 7500,- DM Tierarztkosten gezahlt, die normalen Dinge wie Impfungen usw. nicht mitgerechnet .... eine Chance für sie wäre eine Operation gewesen, die hätte jedoch noch einmal 5000,- DM gekosten plus Nachbehandlungskosten und wir hatten an den anderen Tierarztkosten noch zu bezahlen. Zudem brauchte Cim immer noch regelmäßig Medikamente für die Schilddrüse und hatte nach wie vor immer wieder Blut im Urin .... Schweren Herzens suchten wir nach Menschen, die dieses Geld aufbringen konnten.
Cim wurde als Notfall bei "Tiere suchen ein Zuhause" vorgestellt und wir hatten extremes Glück: Es fanden sich wirklich Menschen, die Cim trotz ihrer Krankheit bei sich aufnehmen und die Kosten übernehmen wollten. Nach einiger Zeit dort geht es Cim heute wieder besser, sie wird nie ein gesunder Hund, aber es geht ihr soweit gut und sie hat ein tolles Zuhause gefunden.
Natürlich versuchten wir gegen den Züchter vorzugehen, aber wir konnten ihm nichts konkretes nachweisen.... der Tierarzt hatte keine Beweise, sondern lediglich schwere Vermutungen, die reichten nicht aus...

Eigentlich wollten wir danach keinen weiteren Hund mehr aufnehmen, wir hatten ja noch unseren Jay und noch an den Verlusten der anderen Hunde zu knabbern.
Aber wir ke
 
  • SaSa22
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Hi KsCaro :hallo: ... hast du hier schon mal geguckt?
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