Berliner Senat plant Leinenzwang für alle Hunde - Maulkorbzwang in der Diskussion

Amaliana

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Berliner Senat plant Leinenzwang für alle Hunde - Maulkorbzwang in der Diskussion - Halter empört


Berlin, 2.2.03

Große Aufregung herrschte unter Berlins Hundehaltern. Denn Senatsverwaltung, Politiker und Hundeexperten haben am Freitagnachmittag hinter verschlossenen Türen über neue Regelungen im Umgang mit Fiffi, Bello und Co. gerungen. Auf dem Prüfstand steht die bisherige Hundeverordnung. «Wir sind uns einig, dass es einen Leinenzwang für alle Hunde geben soll», berichtet der PDS-Abgeordnete Gernot Klemm aus der Anhörung. «Der soll zwar nicht überall gelten - aber an allen belebten Orten.»

Bislang müssen Hunde schon in Treppenhäusern, bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten, in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Grün- und Erholungsanlagen und im Wald an der Leine laufen. Nun könnten belebte Parks, Sportplätze und Einkaufsmeilen wie Kudamm, Tauentzien oder Friedrichstraße die Liste verlängern.

Heinz Finck aus Marzahn führt Unter den Linden seine zweijährige Bele, ein Wachhund der Rasse Hovawart, freiwillig an der Leine. «Ich fände so einen Zwang in Ordnung - besonders für so unerzogene Hunde wie meinen.»

Andere Hundehalter befürchten, dass auch die Maulkorbpflicht ausgeweitet wird. Bislang müssen nur gefährliche Tiere wie Pit-Bulls oder Mastiffs einen Beißschutz tragen.

«Das braucht man nicht auf alle auszuweiten», sagt Helga Münzberg aus Hellersdorf, « wenn das eingeführt wird, häkel ich meinem Lupo einen.» Lupo ist ein zwei Jahre alter Mini-Yorkshire, der von seiner Besitzerin in einem Korb in der U-Bahn transportiert wird.

Klemm wie auch die Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit, Roswitha Steinbrenner, beruhigen. «Ein Maulkorbzwang für alle Rassen ist Quatsch. Das fordert niemand, darüber wurde auch nicht geredet. Nur gefährliche und auffällige Hunde müssen einen Maulkorb tragen», sagt Klemm.

SPD und PDS diskutieren nach den Winterferien weiter. Parallel soll die Gesundheitsverwaltung einen Entwurf für ein Hundegesetz vorlegen. Die Verwaltung prüft zudem den Vorschlag von Experten, allen Hunden zur Kennung einen Chip zu implantieren und die Liste gefährlicher Rassen ganz zu streichen. «Tierärzte sagen, dass anhand der Rasse keine Gefährlichkeit nachzuweisen ist. Und in der Beißstatistik sind andere Hunderassen wie etwa der Schäferhund häufiger vertreten», sagt die SPD-Politikerin Karla Borsky-Tausch. Zukünftig könnte ein genereller Leinen- wie Maulkorbzwang also nur noch für bereits auffällige - sprich bissige - Hunde gelten.

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  • 23. Mai 2024
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Wer hat sich denn diese völlig irreführende Überschrift ausgedacht?

Tatsächlich steht im Text, dass auf belebten Einkaufsstraßen eine Leinenpflicht für alle Rassen gelten soll -> Zustimmung.

Chippflicht für alle Hunde -> Zustimmung.

Wegfall der Rasseliste -> Zustimmung.

Maulkorbzwang für auffällige, bissige Hunde -> Zustimmung.

Maulkorbzwang für alle
Das fordert niemand, darüber wurde auch nicht geredet.

warum steht es dann als Überschrift -> hat 'Hundejo' hier Unsinn gebaut?

Was nicht im Text steht, aber dorthin gehören würde, dass die jetzt diskutierten Maßnahmen im Wesentlichne mit dem Gestzentwurf der Grünen in Berlin übereinstimmen, der bereits VOR JAHREN vorgesetllt wurde und bislang auf taube Ohren stieß.

Alles, Fall der VO in MV und S-A, DIskussion in Berlin, usw. ist Folge des BVerwG-Urteuils vom 3.7.2002. Es spricht sich allmählich rum, dass vom Gericht fesrgesetllt wurde, dass es keine wissentschaftliche Begründung und somit auch keine juristische HAndhabe für eine Gefährlichkeitsvermutung aufgrund der Rasse igbt.

Schade, dass den Volksvertreten diese Tatsache erst von Gerichten statt von Fachleuten in der ANhörung annehmen.
 
die berliner morgenpost hat sich diese überschrift einfallen lassen oder mehr gesagt die verfasserin: Tanja Laninger.
 
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