Hunde haben keine Seele, oder doch?

Lana

20 Jahre Mitglied
Ich erinnere mich noch, wie ich dich nach Hause geholt habe. Du warst so klein und knuddelig mit deinen winzigen Pfoten und deinem weichen Fell. Du stolpertest durch den Raum mit blitzenden Augen und hängenden Ohren. Manchmal hast du einen kleinen Heuler losgelassen um zu sagen "Das ist mein Revier!". Du machtest ein Chaos aus dem Haus und kautest alles an, was du sahst, und wenn ich mit dir geschimpft habe, hieltest du nur deinen Kopf gesenkt und schautest mich aus unschuldigen Augen an, als ob du sagen wolltest "Tut mir leid, aber wenn du nicht guckst, werde ich es wieder machen".

Als du älter wurdest, beschütztest du mich, indem du jeden anbelltest, der an unserem Fenster vorbeiging. Wenn ich nach einem harten Arbeitstag wiederkam, wartetest du wedelnd auf mich, um mir zu sagen "Willkommen zu Hause. Ich habe dich vermisst." Du hattest nie einen schlechten Tag und ich konnte mich immer auf dich verlassen. Wenn ich mich hinsetzte und Zeitung las oder Fernsehen schaute, hüpftest du auf meinen Schoß um Aufmerksamkeit zu erregen. Du hast nie mehr von mir verlangt als dir den Kopf zu streicheln, damit du auf meinen Beinen schlafen konntest.

Als du alt wurdest, liefst du nicht mehr so schnell herum. Dann, eines Tages, verlangte das Alter seinen Tribut und du konntest nicht mehr auf deinen wackligen Beinen stehen. Ich kniete mich zu dir und streichelte dich wie du da lagst, ich versuchte, dich wieder jung zu machen. Du schautest mich nur an als ob du sagen wolltest, dass du alt und müde warst und, da du nie um etwas gebeten hattest, mich um einen letzten Gefallen bitten wolltest. Mit Tränen in den Augen fuhr ich noch ein letztes Mal zum Tierarzt. Ein letztes Mal lagst du neben mir. Warum auch immer warst du noch in der Lage in der Praxis aufzustehen, vielleicht war das dein Stolz. Als der Arzt dich wegführte, zögertest du einen Moment, drehtest deinen Kopf zu mir um Danke zu sagen. "Danke, dass du für mich gesorgt hast."

Ich dachte: "Nein, danke, dass du für mich gesorgt hast."

Von Chuck Wells

gefunden unter:


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liebe Grüße Lana & Sessy

"Gestern standen wir noch am Abgrund heute sind wir einen Schritt weiter."
 
  • 25. Mai 2024
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Hi Lana ... hast du hier schon mal geguckt?
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Diese Geschichte macht mich traurig und erinnert mich wie vergänglich doch alles im Leben ist und vor allem - wie schnell die Zeit rennt
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watson
 
Hi *schnief*
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Da kann ich watson nur zustimmen......

Mir laufen gerade die tränen von der wange
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Liebe grüße Dangermaus.........

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Müßt Ihr mich hier immer zum Weinen bringen...
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wauzi
 
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Tahoma, Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Lana:
Als der Arzt dich wegführte, zögertest du einen Moment, drehtest deinen Kopf zu mir um Danke zu sagen. "Danke, dass du für mich gesorgt hast."[/quote]

... oder um zu fragen "warum lässt Du mich jetzt alleine?"

Ist nur so ein Gedanke.. die Vorstellung daß mein Hund zum Einschläfern von mir weg geführt wird.. würde es noch unerträglicher machen..

wauzi
 
******* ich kann nichts mehr sehen.

*tränenwegwisch*

ich würde meine dicke nie alleine lassen. ich würde ihren kopf noch weiter streicheln, auch wenn sie schon eingeschlafen ist.

feliz navidad y feliz ano nuevo la loca

gnadenhof_flemsdorf@gmx.de

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a dogs life...
is not only for christmas.
 
Ich konnte meinen King gar nicht mehr loslassen...*rotz und wasser heul*


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Das muß ich jetzt doch loswerden (macht aber vielleicht die traurige Stimmung kaputt:(

Ich habe mit meinen Bobbel noch gesprochen als er schon längst tot war. Ich war gerade dabei ihm noch etwas zu erzählen. Ach, ja.

Ich habe ihn noch ein paar gute Wünsche und Ratschläge mit auf den Weg gegeben.
Mich sozusagen formell verabschiedet.

Da kam dann plötzlich eine andere Tierärztin rein.
Irgendwie muß sie die Situation wohl mißverstanden haben, - ich klang wohl zu optimistisch, obgleich ich ihn fast in Tränen ertränkt hätte - denn sie horchte ihn ganz zuversichtlich nochmal ab. Machte dann aber ein bedenkliches Gesicht, wobei dieses die Farbe änderte. Die ganze Zeit sagte sie aber kein Wort. Nicht einen einzigen Laut.
Ging dann aber wieder zu ihren Schrank kramte nach Medikamenten und war weg. Wie so ein Geist.

Wir haben unser Gespräch dann aber, trotz dieser zweiten Diagnose, noch zu Ende geführt.

Sehr merkwürdige Situation.

Heute könnte ich fast darüber schmunzeln. *schlagtmich*

Aber das schlimmste war, ihn wirklich dort zurückzulassen. Ich erinnere mich, daß ich noch zu meinen TA sagte "Passen Sie gut auf ihn auf." Er nickte verständnisvoll. Und ich: "Ist ja jetzt auch nicht mehr so schwer."

Moe. *diejetztnachdenklichwird*
 
Gebe wauzi und lalo Recht! Es ist meine verdammte Pflicht und Schuldigkeit, meinen geliebten Hund bis an's Ende der Regenbogenbrücke zu begleiten, und wenn es mir auch noch so schwer fällt!

Gruß
Wolfgang
 
*heimlichheulumfassungring*

...und immer auf Arbeit!


Gruß

Myriam


"Man kann schon ohne Hunde leben - es lohnt sich nur nicht!"
Heinz Rühmann
 
Meine Alisha ist auch in meinen Armen und unter meinen Tränen eingeschlafen. Es tut verdammt weh aber ich denke es ist einfach unsere Pflicht bis zum Ende bei ihnen zu bleiben.

Denise und AmStaff Ganja

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ganja@colori.de

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...wahre Tierliebe zeigt sich nicht am Anfang des Lebens, sondern an seinem Ende...

Ich würde keines meiner Tiere in diesen letzten Minuten alleine lassen...

Alexis

MorticiaAFVTN.JPG

-sic gorgiamus allo subjectatos nunc-
 
So, da bin ich wieder. Ups, mal wieder das Thema verfehlt. Na, dann aber wenigstens im richtigen Forum.
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Daß man in den letzten Momenten bei seinen Hund ist, scheint für uns hier wohl geradezu selbstverständlich zu sein, wie ich das hier so lese.

Dennoch wird manchmal dieser letzte Freundschaftsbeweis, wie ich des öfteren schon gehört habe, auf nur einzelne Familienmitglieder abgewälzt.

Manchen ist die direkte Konfrontation mit der eigenen Hilflosigkeit gegenüber dem Erleiden des Todes des liebgewonnenen Freundes wohl einfach zuviel. Denn auch wenn ich ihn noch so dolle in den Arm nehme, sterben tut er alleine - das kann ich nicht für ihn.

Und gerade in Anbetracht der eigenen Grenzen, sollte man nicht schon vorher aufgeben.

Sollte man seinen Freund nicht vorher aufgeben.

In gewisser Weise ist dies die letzte Schlacht gegen den Tod.


Moe.
 
Das erinnert mich an eine Geschichte, die ich bis heute nicht verstanden habe - und andere, die sie miterlebt haben auch nicht.

Wir hatten einen Rhodesian Ridgeback Rüden in der Klinik - ein Riese, 6 Jahre alt und ein Powerpaket. Trotzdem war er krank, hätte eine OP gebraucht, um die genaue Diagnose zu stellen und zu wissen, ob ihm geholfen werden kann. Das wollte der Besitzer nicht, angeblich wollte er seinen Hund nicht mehr leiden sehen. Soweit zwar schwer - aber immerhin nachvollziehbar irgendwie..

Er hat sich also entschlossen, den Hund einschläfern zu lassen. An dem Tag kam er nochmal zu Besuch, hat ihn rausgeholt und ist mit ihm spazieren gegangen. Danach ist er heimgefahren und hat ihn dagelassen. Am Abend haben wir ihn eingeschläfert - wir kannten den Hund zu der Zeit drei Tage und haben Rotz und Wasser geheult dabei. Ich möchte mir nicht vorstellen, was in dem Tier vorgegangen ist....

wauzi
 
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Tahoma, Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Moe:

Daß man in den letzten Momenten bei seinen Hund ist, scheint für uns hier wohl geradezu selbstverständlich zu sein, wie ich das hier so lese.
Dennoch wird manchmal dieser letzte Freundschaftsbeweis, wie ich des öfteren schon gehört habe, auf nur einzelne Familienmitglieder abgewälzt.
[/quote]

Ich finde Moe hat Recht. Und wenn ich meinen Hund irgendwann gehen lassen muss, will ich, dass alle anderen Familienmitglieder auch bei ihm sind.

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liebe Grüße Lana & Sessy

"Gestern standen wir noch am Abgrund heute sind wir einen Schritt weiter."
 
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Tahoma, Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Lana:
[BUnd wenn ich meinen Hund irgendwann gehen lassen muss, will ich, dass alle anderen Familienmitglieder auch bei ihm sind.
[/B][/quote]

...nachvollziehbarer Wunsch. Zwingen würde ich dazu jedoch niemanden...

Alexis



MorticiaAFVTN.JPG

-sic gorgiamus allo subjectatos nunc-
 
Hi Alexis,

Natürlich werde ich niemanden zwingen
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, ist vielleicht so rübergekommen *sorry*
Aber ich denke schon, dass zumindest meine Familie später meinen Hund auch nicht allein lassen will.
Ich meinte eher, dass man den Freunden (den menschlichen) des Hundes die Gelegenheit geben sollte dabei zu sein, oft muss so eine Entscheidung plötzlich gemacht werden und man sollte trotzdem seine Familie anrufen und sie zumindest bitten (nicht zwingen
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) dabei zu sein.
Bei unserem Schäferhund damals konnte ich nicht dabei sein, weil ich verreist war und es tut mir heute noch leid, dass ich mich nicht richtig von ihm verabschieden konnte und, dass ich nicht bei ihm war, als er mich gebraucht hat
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liebe Grüße Lana & Sessy

"Gestern standen wir noch am Abgrund heute sind wir einen Schritt weiter."
 
Hi Lana,

danke für die genauere Erklärung.
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Ich gebe dir völlig recht!

Gruß
Alexis

MorticiaAFVTN.JPG

-sic gorgiamus allo subjectatos nunc-
 
Ich hab jetzt schon Angst davor
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... Aber trotzdem muß ich es bei jedem meiner Tiere tun! Und dann würde ich mir noch wünschen, dass sie daheim einschlafen können.

Ich muß wieder an den Welli von meinen Großeltern denken. Als er gestorben ist, waren sie gerade bei uns zu Besuch und er ganz allein daheim. Er konnte schon lange nicht mehr fliegen, deswegen war der Käfig offen. Und als mein Opa am Abend ins Haus reingegangen ist, hat er ihn am Boden gefunden, ein paar Meter vom Käfig weg (der in ca. 1m Höhe gestanden hat). Ich möcht nicht wissen, wie er da hingekommen ist
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!!!!

Viele Grüße an euch und eure Vierbeiner!

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Claudy & Kampfcocker Joey


 
Als ich letztens zum Impfen beim TA war, kam auch ein Mann mit Hund rein. Der Hund konnte nicht mal mehr allein aufstehen. Der Mann hat ihm dann hochgeholfen, ihn reingebracht und ist keine Minute später allein wieder rausgekommen. Er hatte nicht mal das Halsband und die Leine dabei.

Meine TÄ (Freundin von mir) hat mir dann gesagt, dass die Frau mit Hund wohl schon nachmittags da war, es aber nicht übers Herz gebracht hat. Also hat ihn der Mann abends "mal schnell vorbeigebracht"
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Das kann ich nicht verstehen. Ich könnte mich nur so schwer trennen, wenn die Dicke schon tot ist. Wie können sich die Leute von ihren Tieren trennen (in diesem Moment), wenn sie noch ein paar Minuten mit ihnen haben?


Gruß

Myriam


"Man kann schon ohne Hunde leben - es lohnt sich nur nicht!"
Heinz Rühmann
 
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