Beratungsstunde

AnjaJ

Hallo liebe Leute,

wollte euch mal ein wenig von mir und meinem Mischling Teddy erzählen...ich habe Teddy vor 2 Jahren aus dem Tierheim zu mir geholt und es bis heute keine Sekunde bereut, obwohl er es mir nicht immer leicht gemacht hat.

Er hatte von Anfang an wahnsinnig grosse Angst vor fremden Menschen, knurrt und bellt unsere Mitbewohner im Haus an und ist auch im Umgang mit anderen Wuffis nicht gerade zimperlich...er hat allerdings auch noch nie gebissen...

Am Sonntag haben wir nun bei Thomas Baumann (vielleicht ist er jemandem bekannt ?? Hat Bücher geschrieben,macht in Sachsen Wesenstest, und leitet die Sächsische Hundestaffel) einen Termin zur Beratungsanalyse. Dort soll heraus gefunden werden, warum er teilweise so Angst hat und wie man in solchen Momenten den Hund unterstützen kann. Ich bin mittlerweile schon wahnsinnig gespannt und aufgeregt.

Aber ich möchte einfach, dass mein "Dicker" ein entspannteres Leben hat !

Hat jemand von euch auch schon einmal eine Beratungsanalyse gemacht und welche Erfahrungen habt ihr in der Hinsicht schon gesammelt ???

Es grüssen Euch

Anja & Teddy
 
  • 22. Februar 2024
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Hi AnjaJ ... hast du hier schon mal geguckt?
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Ja, haben wir vor 2 Wochen von einem Tierarzt machen lassen, der sich auf Verhalten spezialisiert hat.
Er ist mit uns Gassi gegangen und hat sich Rufus angesehen,weil er ab und an auch sehr ecklig zu anderen Hund sein kann....
Es war ein sehr interessanter Nachmittag und wir haben viele Tips bekommen.
Fazit: Unser Hund hat ein ganz normales Hundeverhalten und wäre einfach nur super.

Mich würde interessieren, wie es bei dir so gelaufen ist, halte uns auf dem laufenden.
 
  • 22. Februar 2024
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Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund... 



Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

Hier der Link zu ihrer Seite! 
Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte! 

LG Meike mit Benny
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Na klar, werde euch auf jeden Fall auf dem laufenden halten...
bei uns soll das so ablaufen, das wir erst einmal ein Gespräch von ca. 20 min ohne Hund haben..ich muss eine Biographie von meinem "Dicken" vorbereiten und seine Stärken und Schwächen aufschreiben. Dann wird der Hund dahingehend "gestresst". Daraus macht sich dann der Verhaltenstherapeut en Bild. Wenn du willst schau mal auf die Seite von ihm

Gruss

Anja & Teddy
 
Wir mussten vorher auch einen Fragebogen ausfüllen und der Arzt schaute sich das Video vom Sachkundenachweis an (er hat ihn bei Rufus abgenommen vor einem 3/4 Jahr).
Dann führten wir ein kurzes Vorgespräch, waren Gassi und dann kam das lange Nachgespräch.
Ich bin auf jeden Fall froh, das der Tierarzt unseren Hund so toll gefunden hat.
 
Hallöchen,

kann man denn wirklich einen Hund an einem Tag komplett analysieren?

Manche Verhaltensauffälligkeiten zeigt ein Hund doch nur in bestimmten Situationen, und ob man die alle künstlich herstellen kann ist mir nicht ganz klar.
Würde mich echt interessieren, was bei so ner Analyse noch so alles passiert.
 
  • 22. Februar 2024
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Hallo liebe Leute,

also...hatte am Sonntag meine (bzw Teddy´s) Beratungsstunde...es war wirklich wahnsinnig spannend und interessant..

Wie schon erwähnt, wurde erst einmal ein Gespräch zwischen Therapeut und uns geführt...danach spielte er Geräusche wie Gewitter, LKW-Motorengeräusch, Fahrradklingel usw. ein und schaute sich genau an wie Teddy reaigert. Danach baute er Figuren wie eine Puppe, ein sprechender E.T. und eine bedrohlich wirkende Keramikfigur auf und ich musste mit Teddy hingehen.

Es hat sich herausgestellt, dass Teddy grosse Umweltprobleme hat...

Auch seine "Ausraster" an der Leine wenn er andere Hunde sieht wurden getestet...

Der Therapeut ist sehr zuversichtlich und sagte, dass man seine große Angst und sein Aufbrausen bei fremden Hunden leicht in den Griff bekommt...werden auch bei uns im Haus mit anderen Mitbewohnern üben, damit er merkt, dass die Leute ihm eigentlich gar nichts wollen..

Grüsse

Anja + Teddy
 
Freut mich, das es so gut geklappt hat.
Ich drücke euch die Daumen, das ihr das in den Griff bekommt.
 
Na klar bekommen wir das in den Griff...man muss halt nur viel Geduld und Liebe haben... und davon habe ich genug wenn es um meinen "Allerliebsten" geht !!!

Anja + Teddy
 
Original erstellt von AnjaJ:
Der Therapeut ist sehr zuversichtlich und sagte, dass man seine große Angst und sein Aufbrausen bei fremden Hunden leicht in den Griff bekommt...werden auch bei uns im Haus mit anderen Mitbewohnern üben, damit er merkt, dass die Leute ihm eigentlich gar nichts wollen..

Grüsse

Anja + Teddy
Hallo,

also ich will dich ja nicht entmutigen, aber das "leicht" hinbekommen? Sorry, halte ich für eine völlig falsche Aussage..

Mein Hund hat auch Angst vor Menschen, ich versuch´s jetzt seit 9 Jahren, halte mich nicht grade für unsensibel und hundeunerfahren, aber einfach ist es nicht. Bei meinem Hund war es nicht zu schaffen, mit der Ängstlichkeit muss ich leben und weiß mit ihr umzugehen.

Defizite in der Prägephase oder schlimme Erlebnisse lassen sich oft nie therapieren.

Ich will dir die Hoffnung nicht nehmen, aber es wird ein hartes Stück Arbeit für dich und deinen Hund werden und sei nicht enttäuscht wenn die Angst nicht vollständig weg geht.

Grade ängstliche Hunde müssen sehr sensibel behandelt werden da du sonst mehr kaputt machst als du hilfst, aber das hat dir ja der Trainer sicherlich gesagt.

Ich wünsche dir viel Erfolg und halte uns auf dem Laufenden

Meike

<small>[ 12. November 2002, 14:38: Beitrag editiert von: Meike ]</small>
 
Hallo Meike,

sorry, aber vielleicht habe ich mich auch falsch ausgedrückt...natürlich wird es nicht leicht.. und der Trainer hat auch gesagt ,dass es Jahre dauern kann und die Angst höchstwahrscheinlich nie ganz verschwindet...aber er sagte auch, dass man bei regelmäßigem Training einen grossen Teil der Angst abbauen kann.

Zumal Teddy seine Angst hinter Agression verbirgt, da er wahrscheinlich auch keine gute Kindheit hatte.

Ich denke aber, dass ich schon gelernt habe, mit seiner Angst umzugehen und bestimmt mal enttäuscht sein werde über eventuelle Rückschritte...

Trotzdem lieb von Dir Meike, mir noch Tips zu geben und ehrlich zu sein....

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Liebe Grüsse
Anja + Teddy
 
Meike,

vom Prinzip her hast Du schon recht, "aber":

es kommt darauf an, ob Hunde erworbene Ängste aufzeigen, oder von Grund auf, sagen wir mal, "schwache Nerven" haben oder gar beides zusammen.

Im ersteren Fall ist das schon wieder auf die Reihe zu bekommen. Im zweiten und dritten Fall ist es ein langer und steiniger Weg, ganz werden diese Defizite nie beseitigt werden können - allenfalls oberflächlich kaschiert, so daß man damit besser umgehen kann (Hund natürlich auch).

Sab.
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... die Anja viel Erfolg wünscht!
 
Hallo Sabine,
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also schwache Nerven hat er eigentlich nicht, allerdings in der Prägezeit sehr viel verpasst und ist einfach vielleicht zu isoliert gehalten worden...

Habe bei Teddy auch schon ohne fachmännische Hilfe "Positives" verzeichnen können...und auch wenn er nie ganz seine Angst verlieren wird...jeder hat so seine Macken...auch die Menschen...

Freue mich, auch von dir zu diesem Thema etwas zu hören...danke auch an Dich...
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Anja + Teddy
 
Hi Sabine,

recht hast du.

Nehmen wir mal eine nervenstarke Rasse in dessen Zuchtsatndart schon die Furchtlosigkeit ohne jedwede Agressivität sowie absolute Menschenfreundlichkeit festgelegt ist.

Und dann nehmen wir einen Welpen dieser Rasse, lassen kein Kontakt zur Umwelt zu, treten ihn jedes Mal wenn er einem unter die Augen kommt und schwups wech sind sie die sprichwörtlichen Nerven aus Drahtseilen.

Das das bei einem nervenschwachen Hund dann noch um einiges schneller geht ist klar.

Ist das dann erworben? Angeboren wohl nicht, und (jedenfalls für mich und x-Trainer) nicht mehr zu beheben.

Es kommt halt immer drauf an womit man sich "zufrieden" gibt.

Ich hab Purzelbäume geschlagen als mein 12 Wochen alter Hund nicht mehr vor Angst geschrien und gepieselt hat wenn man ihm nur zu nahe kam. Der letzte große Schritt war das er ohne Leine in die Wohnung kam. Hört sich banal an und ist für einen "Normalhundhalter" vielleicht nicht zu verstehen, ich war wahnsinnig stolz.

Und ich bin es immer noch wenn kleine Sachen passieren - der A Frame der nach Jahren freudig genommen wird, das Wiedererkennen voller Freude von Bekannten.

Ein Pessimist wird sagen: Der läßt sich nicht mal anfassen - ich freu mich das er nicht die Flucht ergreift.

Man kann ja nicht mit ihm schmusen - wenn er will dann kommt er von alleine und dann freut mich das umso mehr.

Ach, ich schwelg schon wieder in Erinnerungen
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Also - Mut zum ängstlichen Hund, auch wenn der Weg steinig und voller Rückschläge ist, ich kann mir keinen besseren Hund vorstellen
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Lieben Gruß
Meike
 
Hallo Anja,

meine Hündin war auch sehr ängstlich, allerdings eher, weil sie vermutlich als Welpe geschlagen und mißhandelt wurde.

Uns haben Bachblüten supergut geholfen - wenn es Dich interessiert schau mal auf meiner HP unter Bachblüten, da habe ich alles aufgeschrieben.

Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du mich gerne anmailen
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Gruß
 
Hallo Marion,

danke für den Tip.Ich hab schon viel über Bachblüten gelesen und vielleicht sollte ich es wirklich mal zur Unterstützung ausprobieren..werde auf jeden mal auf der HP nachschauen...

Viele Grüsse

Anja + Teddy
 
Hallo Anja
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Ich bin stolze Besitzerin eines Laborbeaglerüden. Er kam mit 4 1/2 Monaten zu uns und vorher kannte er nur weisse Fliesen. Ich muss sagen er ist in seinem Verhalten gegenüber Menschen den Erzählungen Meikes sehr ähnlich, allerdings ergreift er meisst noch die Flucht. Aber:

Er kann mittlerweile ohne Leine herum toben.
Er besucht erfolgreich eine Hundeschule, TeamTest wir kommen (wenn er´s sich nicht anders überlegt
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Und ich schliesse mich Meike an: Mut zum ängstlichen Hund
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Liebe Grüsse
Fly
 
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