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Mini Bulli aufdringlich gegenüber anderen Hunden

  1. Hi,
    mein Mini Bulli Rüde (9 Monate) ist im Freilauf mit anderen Hunden sehr aufdringlich. Bei Hündinnen ist er ständig am Hinterteil beschnüffeln und ab und zu auch am aufreiten und bei Rüden ist er auch sehr frech, stützt sich z.B. mit den Vorderläufen ab.
    Er ist auch im allgemeinen sehr aufgedreht wenn andere Hunde da sind. An der Leine fixiert er andere Hunde, bleibt stehen, legt sich hin und schießt dann mit einem mal auf sie los. Ich unterbinde das jetzt schon seit einiger Zeit konsequenter, früher bin ich einfach nur weiter am anderen Hund vorbei gegangen.
    Was mir ein wenig Sorgen macht ist:
    1., dass er komplett im Rausch ist wenn er in der nähe anderer Hunde ist, was ich allerdings langsam gut in den Griff bekomme (Ich geh mit ihm zum Hundesport und auch im Alltag kann ich ihn allmählich absitzen lassen wenn ein anderer Hund vorbei läuft). Ihn abzurufen wenn andere Hunde da sind klappt überhaupt nicht, daran arbeite sehr intensiv, es scheint ihn aber in dem Moment nichts wichtiger zu sein als die anderen Hunde.

    2., dass er die zurechtweisung anderer Hunde nicht annimmt und direkt im Anschluss wider hingeht und frech ist. Eben gerade hat er sich mit einem ihm deutlich körperlich überlegenen Hund in den Haaren gehabt auf der Hundewiese. Der andere Hund (8 Monate) hat ihm vorher deutlich zu verstehen gegeben, dass er ihn in Ruhe lassen soll,
    doch mein Hund ist ihm wieder auf die Pelle gerückt, der andere Hund hat ihn gebissen und mein Hund hat gekontert. Nicht extrem, aber schon so, dass wir die beiden intensiv trennen mussten. Meiner hat jetzt eine kleine blutige Stelle unter der Leftze.

    Bis zum 6. Monat war ich mit ihm in einer Junghundegruppe wo es nie Probleme mit ihm gab.
    Er ist sehr selbstbewusst und mutig und nimmt leider die Zurechtweisung anderer Hunde null ernst.
    Allerdings ist er bisher zu anderen Hunden bisher nur frech und verspielt, nicht offensichtilich agressiv.
    Er hat noch nie einen anderen Hund angebellt, geknurrt, oder die Zähne gefletscht.

    Wäre schön mal eure Meinung zu hören wie ich mich da Verhalten sollte.
    Mit meinem Hundetrainer bei dem ich eine Welpenerziehung gemacht habe werde ich mich auch noch mal in Verbindung setzen.
     
    #1 king-loui
  2. :) Ich finde Du machst das nachdem was Du schreibst, schon ganz gut.
    Bei einem 9 Monate alten Hund sitzt der Rückruf selten sicher, wenn er andere Hunde sieht. Wenn Du weiter daran arbeitest, ist das der richtige Weg, aber in dem Alter funzt das meistens noch nicht richtig.
    Ich würde den kleinen Haudrauf momentan lieber nur mit ausgesuchten Hunden frei toben lassen und weniger mit anderen pubertären Lümmeln. ;) Wähle Hunde aus, die ihm gewachsen oder überlegen sind, auch von der Reife her, und ein ansich freundliches, gefestigtes Wesen haben (keine sehr aufgedrehten Hunde, etc).
    Beschäftige Dich mehr mit ihm, als dass er sein "Highlight" des Tages auf der Hundewiese bekommt- das solltest jetzt Du werden. Wenn Ihr aber doch auf andere Hunde trefft mit denen er laufen soll, dann achte darauf dass er das erst darf, wenn er Dir seine Aufmerksamkeit schenkt und etwas runterfährt- DANN geht die Leine ab und er darf fetzen. Nicht solange er zerrt und fixiert. Du könntest in einiger Entfernung zu den anderen Hunden eine kleine Übung machen, oder ein kleines Spiel mit Dir (auch ein Futtersuchspiel, oä) und wenn er "denkfähig" ist, lässt Du ihn absitzen, leinst ihn an und bei Freigabe darf er mit den anderen rennen- wenn es geeignete Hunde sind. :)
     
    #2 Crabat
  3. Danke für deinen Beitrag, Crabat.
    Das was du schreibst deckt sich im wesentlichen damit wie ich weiter verfahren wollte. Ich war erst 2x auf der Hundewiese und konnte beobachten, dass sich da einige regelrecht von ihren Hunden hinzerren lassen. Als ich meinen Hund vor dem Betreten absitzen lassen wollte erhielt ich nur den Komentar: "Das klappt hier eh nicht!" Naja, ich dachte mir da meinen Teil. Es gibt da aber auch kompetente Leute mit denen man sich gut über Hunde unterhalten kann. Den Tipp mit dem Futterbeutel hatte ich auch vor ein paar Tagen da beommen und mir heute einen bestellt. Das mit dem "Highlight" für den Hund werden ist gar nicht so einfach, ich weiß inzwischen dass ich für ihn noch nicht interessant genug bin und die Bindung auch noch besser sein könnte.
    Das was du oben beschreibst hat vorher auch sein Verhalten wenn wir irgendwo zu Besuch sind um 180 Grad verändert. Früher war er da die Axt im Walde und seitdem die Leine erst ab geht wenn er ruhig und aufnahmefähig ist, ist er da der liebste Hund der Welt
    Es ist mein erster Hund und mein Bulli Rüde hat es faustdick hinter den Ohren :eg:.
     
    #3 king-loui
  4. Gibt es manchmal, aber pass gut auf dass Dein Zwerg nicht feststellt dass Du selbst abgelenkt bist mit quatschen, denn das wird er ausnutzen. ;)
    Futterbeutel kann man machen, aber fang das in ruhiger Umgebung an.
    Gibts denn auch Bilder von dem Kerl? :D
     
    #4 Crabat

  5. reichlich...:toll:
     
    #5 king-loui
  6. Die Zeichnung im Gesicht ist ja der Hammer, nur schon wegen dem Lächelt er ständig :D:herzen:
     
    #6 pat_blue
  7. Sei froh das er (noch) nicht an den Richtigen gekommen ist. Hier hätte es richtig gescherbelt ....
    Ich finds ein wenig "optimistisch" einen Hund, der sich weder abrufen läßt noch sich vernünftig zu benehmen weiß, auf diese Art zu anderen Hunden zu lassen.
     
    #7 HSH Freund
  8. Ja, lass das nicht mehr zu bei Hunden, die ihr nicht kennt. Das könnte übel für ihn ausgehen.
    Er ist jetzt wohl in der Pubertät, da muss er vieles einfach noch mal neu lernen.
    GGF. findet er fremde Hunde eben nicht mehr so toll, dass er mit jedem freundlichen Kontakt aufnehmen möchte, was ja auch nicht weiter schlimm ist.
     
    #8 matty
  9. Junge Rüden, genau wie Jungs im Teenageralter, durchlaufen meist eine "mir-kann-Keiner-was" Phase, in der sie sich für unbesiegbar halten. Mein Mann hatte einen jungen Staffi, der auch zuckersüß war und eines Tages dann mal nachts im Bett knurrend auf seiner Brust stand - einfach nur um zu testen, wer wirklich der Chef ist. Das Thema war schnell geklärt.
    Aber jugendliche Hunde kommen halt auf komische Ideen, selbst wenn's "vorher alles eigentlich schon recht gut geklappt" hat.

    Der Bulli KANN lernen - mehr oder weniger schnell. Aber man muss sich die passenden Bedingungen schaffen, damit er "es rafft". Von allein passiert da nix und auch dass das beschriebene Verhalten bei den meisten Bullies eher wenig mit Dominanz und Aggression zu tun hat, ändert auch nichts dran, dass es halt nervt und andere Hundebegegnungen zum Risiko werden, weil der Pöbler sicherlich auch irgendwann mal jemandem begegnet der ihm zeigt, wo der Frosch die Locken hat. Das muss ja nicht sein. Zumal Bullies dann auch nicht unbedingt diejenigen sind, die mit eingekniffenem Schwanz abhauen, sondern sich ggf. auch der Situation stellen - mutig, aber blöd.

    Dass ein Bulli in dem Alter noch nicht zuverlässig abrufbar ist, sollte jeden, der die Rasse kennt, wenig überraschen. Auch nicht die Art, wie er spielt. Bullies sind unheimliche Trampel und können tierisch aufdrehen, weshalb ich Mila - obwohl sie sich eigentlich eh kaum für andere Hunde interessiert - seit sie erwachsen ist mit sehr kleinen Hunden nicht mehr spielen lasse. Als Puppy durfte sie noch. Aber jetzt ist mir die Gefahr einfach zu gross, dass sie einfach vor lauter Freude, wenn das Interesse doch mal größer ist, mit ihrer Bulldozer-Art mal Schaden anrichtet.
    Auch größere Hunde, das muss man sich einfach eingestehen, können nicht unbedingt alle etwas mit der sehr speziellen Art, wie Bullies spielen, anfangen. Freches Draufgängertum, Bully-Runs, sich gegen andere schmeissen, drübersteigen, drauf legen etc. - das ist halt nicht "Jederhund's Ding".
    Und es kann auch mal Hunde geben, die selbst auf freundlich gemeinte Spielaufforderungen dieser Art ablehnend reagieren oder sich so belästigt fühlen, dass sie böse werden.

    Bullies bleiben ein Leben lang Kasper und viele brauchen mehrere Jahre, bis sie mal etwas gesetzter wirken. Am besten sind Spielkumpel mit einer ähnlichen Physis und Temperament - Pitties, Staffies, andere Bullies. Die vertragen die Rempeleien besser als zierlichere Hunde und verstehen auch eher den "Humor" des Bullies.
    Wenns jetzt noch ein sehr, sehr junger Bulli wäre und die Sozialisierung noch stark im Mittelpunkt steht, ich auch sagen, Kontakt schon weiterhin zu Hunden, aber nur zu größeren, die selbst ruhiger sind und gelassen auf Provokation reagieren (wurde auch von anderen schon angemerkt).
    Aber bei dem aktuellen Zustand würde ich den Kontakt stark reduzieren, sehr gut abwägen, mit wem ich meinen Hund zusammen lasse und jede bevorstehende Spielsituation auch auf jeden Fall zur Trainingssituation machen. Bedeutet, Bulli muss lernen, geduldig zu werden und runterzufahren bevor und während gespielt wird. Kommt Bulli gar nicht runter, wird notfalls auch erstmal umgekehrt und er guckt diesmal in die Röhre in Sachen Spielkontakt.
    Auch ein Bulli passt sein Verhalten an, sobald er zwei-, dreimal erfahren hat - na gut vielleicht auch erst nach dem zehnten Mal :) - dass er mit Zerren und Randalieren nicht weiterkommt.

    Da Bullies sich beim Aufdrehen wie übermüdete Kinder verhalten und schwer zu stoppen sind, wenn sie erstmal in Fahrt sind, ist es am besten, erstmal an der Impulskontrolle zu arbeiten, auch wenn das evtl. bedeutet, dass man Hundekontakte erstmal eine zeitlang auf die Trainingskontakte beschränken muss.
     
    #9 Bullterrierfun
  10. Hier finde ich doch zu 100 % unseren Pitbull in seiner Jugend wieder - Ein Bulldozer auf vier Pfoten -:D
    Diese Rassen sind halt speziell, aber unheimlich liebenswert. :love::love:
     
    #10 Anaschia
  11. ha,ha, kommt mir irgendwie bekannd vor,willkommen bei den mini geplagten;):p



    ps.

    jetzt fünf jahre später ist die dame wesentlich ruhiger;)
     
    #11 kerstin 1
  12. Bullterrierfun, es klingt fast so, als ob du meinen Hund persönlich kennst, so wie du schreibst.:D
    Danke für deinen Beitrag und danke auch an alle anderen.
    Heute hab ich das erste mal mit dem Futterbeutel trainiert, das war echt super, er hat relativ schnell begriffen wie es funktioniert. Selbst vorbeilaufende Hunde haben ihn in dem Moment nicht interessiert.
    Und hinsichtlich Impulskontrolle, Bindung und geistiger Auslastung ist das momentan für uns ne gute Sache die jetzt erstmal täglich auf dem Programm stehen wird.
    Ich halte euch auf dem laufenden :dafuer:
     
    #12 king-loui
  13. Als Bullihalter möchte man es besonders gut machen und den Hund so gut wie möglich sozialisieren und versucht deshalb so viel wie möglich Hundekontakte herzustellen, aber das kann manchmal auch Zuviel sein, auch wenn es gut gemeint ist.

    Diese unkontrollierten Treffen auf der Wiese würde ich unterlassen, denn je älter dein Hund wird desto größer wird auch die Gefahr, dass da mal ne ernsthafte Auseinandersetzung entsteht und das nicht nur deshalb, weil andere Hunde mal die Schnauze voll haben, sondern weil Deiner es vielleicht auch mal wissen will.

    Suche Dir lieber die Hunde aus, mit denen Dein Hund frei herumtoben kann und dann kannst Du ihm viel besser dabei helfen zu lernen, wie man sich respektvoll und angemessen gegenüber anderen Hunden verhält. Gegenüber Hunden, die ihn bereits gut kennen und die er bereits gut kennt, wird es ja sicher auch ruhiger zugehen, weil sich da schon bereits Verhältnisse gebildet haben und die Hunde voneinander schon bereits etwas wissen, wie sie zu einander stehen und wo die Grenzen sind.

    Man muss seinen Hund auch nicht immer zu allen Hunden rennen und mit allen Hunden toben lassen. An Hunden auch mal einfach vorbei zu gehen oder Kontakte zu unterbinden, gehört genauso zu den Erfahrungen, die Dein Hund machen muss, ohne durchzudrehen.

    Was Du bereits mit dem Futterbeutel machst, finde ich super.

    Den Rat den ich Dir aus eigener Erfahrung geben möchte ist, dass Du es vermeiden solltest in dem Zusammenhang negativ auf ihn einzuwirken, wenn er mal nicht so funktioniert, wie Du Dir das bei Hundebegegnungen vorstellst.

    Wenn er sich mal nicht ablenken lassen will, wenn ein Hund an Euch vorbei geht, würde ich lieber kommentarlos und zügig weitergehen bzw. weggehen, als ihn zu maßregeln.

    Lass Dir von Leuten nicht erzählen, dass Die Dein Hund auf der Nase herumtanzt und auch mal ne schärfere Ansage benötigt, nur weil er sich nicht auf Dich konzentrieren will.

    Klare Ansagen gehören zu Erziehung zwar auch dazu, aber wenn man die Aufregung des Hundes bei Hundebegegnungen positiv halten will, sollte man auf frustrierende oder negative Erfahrungen verzichten, weil das sonst dazu führen kann, dass die Aufregung bei Hundekontakten eine negative Färbung bekommt.

    Bleib selber immer ruhig und emotionslos.
     
    #13 procten
  14. Es ist enorm wichtig auch an das richtige (!) Hundefutter zu denken.

    Also ich habe für unseren Dicken seeehr lange nach dem richtigen Futter gesucht. Durch Zufall habe ich den hier angebotenen kostenlosen Futtercheck gefunden und konnte dort tatsächlich in Erfahrung bringen, welches Futter ganz konkret von anderen Hundebesitzern mit genau der gleichen Hunderasse bevorzugt wird.

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    Euer Hund wird euch lieben!
     
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