Worms: Schäferhunde zu Recht als gefährlich deklariert

  • Hovi
Mainz (VG) – Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts Mainz hat entschieden, dass die Stadt Worms zu Recht zwei Schäferhunde, die ein trächtiges Reh gehetzt und gerissen haben, unter Anordnung des Sofortvollzugs als gefährliche Hunde eingestuft hat.

 
  • SaSa22
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Hi Hovi :hallo: ... hast du hier schon mal geguckt?
  • marismeña
au weia - der Kommentar....
natürlich gehört es zum Verhaltensrepertoire eines jeden Hundes,
zu Hetzen und zu Jagen.
Das hat absolut nichts, aber auch garnichts mit "Gefährlichkeit" zu tun.
Fakt ist, dass in den meisten Hundeverordnungen Hetzen von Wild zur Einstufung
als "gefährlich" festgelegt ist.
Wie übrigens auch das Verfolgen von Katzen.
Trotzdem ist es absoluter Quatsch und zeigt nur, wie wenig der Gesetzgeber über Hunde weiss.
Ein Hund ist noch lange nicht für Menschen gefährlich, nur weil er ein Reh jagt.
Einzige Maßnahme gegen diese Vorfälle ist, den Hund anzuleinen, wo Wild vorhanden ist.
Das sollte aber selbstverständlich sein.
 
  • MeikeMitBenny
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LG Meike mit Benny
  • Buroni
Ein Hund ist noch lange nicht für Menschen gefährlich, nur weil er ein Reh jagt.
Einzige Maßnahme gegen diese Vorfälle ist, den Hund anzuleinen, wo Wild vorhanden ist.
Das sollte aber selbstverständlich sein.

Es heisst ja auch, dass die Hunde gefährlich sind, nicht "gefährlich für Menschen";)
gefährlich kann ja auch "gefährlich für Wild" bedeuten
 
  • Podifan
au weia - der Kommentar....
natürlich gehört es zum Verhaltensrepertoire eines jeden Hundes,
zu Hetzen und zu Jagen.
Das hat absolut nichts, aber auch garnichts mit "Gefährlichkeit" zu tun.
Fakt ist, dass in den meisten Hundeverordnungen Hetzen von Wild zur Einstufung
als "gefährlich" festgelegt ist.
Wie übrigens auch das Verfolgen von Katzen.
Trotzdem ist es absoluter Quatsch und zeigt nur, wie wenig der Gesetzgeber über Hunde weiss.
Ein Hund ist noch lange nicht für Menschen gefährlich, nur weil er ein Reh jagt.
Einzige Maßnahme gegen diese Vorfälle ist, den Hund anzuleinen, wo Wild vorhanden ist.
Das sollte aber selbstverständlich sein.

Na ja, es heißt ja in den Gesetzten und Verordnungen nicht umsonst - "Im Sinne dieser Verordnung"
Will heißen, es ist (willkürliche) Definitionssache.

Wenn ich mir jetzt noch vorstelle, dass man als Halter, wie in Berlin im Entwurf der Grünen, ein Schild anbringen muss - "Vorsicht gefährlicher Hund" -damit trächtige Rehe und anderes Wild gewarnt ist!:rolleyes:
 
  • helki
Na ja, ein Wild oder Katzen hetzender Hund ist zum einen für Wild und Katzen durchaus gefährlich und könnte, wenn er beim Hetzen z.B. Straßen passiert oder Wild auf Straßen hetzt, auch auch für Menschen zur Gefahr werden (wenn es dann als Folge zu Unfällen kommt).


By the way:

natürlich gehört es zum Verhaltensrepertoire eines jeden Hundes,
zu Hetzen und zu Jagen.

Das kann ich so nicht bestätigen. Eine meiner Hündinnen z.B. hat mit Hetzen und Jagen so was von gar nichts am Hut... und meine andere Hündin ist in Sachen Jagen und Hetzen auch eher uninteressiert.
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
Danke für den Tipp, Meike! Den Futtercheck (und vor allem die kostenlosen Futterproben :D) werde ich mir mal gönnen.
  • Podifan
...................................


By the way:

natürlich gehört es zum Verhaltensrepertoire eines jeden Hundes,
zu Hetzen und zu Jagen.

Das kann ich so nicht bestätigen. Eine meiner Hündinnen z.B. hat mit Hetzen und Jagen so was von gar nichts am Hut... und meine andere Hündin ist in Sachen Jagen und Hetzen auch eher uninteressiert.

Hast du es gut!:(
 
  • helki
Podifan schrieb:

Jawohl, das habe ich.

Ich kenne es auch anders und weiß das Desinteresse an Jagen und Hetzen darum wirklich sehr zu schätzen.
 
  • HSH2
... boah, ich habe einen gefährlichen Hund. Gut, daß ich nicht in Worms wohne :lol:
 
  • sockenbaer
:unsicher:
zitat :
... zumal es sich bei der fraglichen Angelegenheit um einen einmaligen Vorfall gehandelt habe
...vielleicht kann sie das mal dem Reh erklären... :nee:
Anstatt froh zu sein, das bei diesem "einmaligen Vorfall" nicht auch noch ihre Hunde auf der Strecke geblieben sind.
In diesem Fall hätte ein Gewehrträger nämlich das Recht gehabt, wildernde Hunde zu eliminieren.
 
  • HSH2
... in Sachsen nicht mehr und es wird Zeit, daß diese antiquierte Regelung auch anderswo überdacht wird.
 
  • blackbird†
zum Vergleich:

Überfahrene Rehe pro Jahr:
Zitat:" Die Statistik verzeichne in Deutschland pro Jahr 220.000 überfahrene Rehe."


Geschossene Rehe pro Jahr:
Zitat:" Rehe werden in allen europäischen Ländern gejagt, die mit Abstand höchste hat Deutschland mit mehr als eine Million geschossener Tiere."


Das macht nach Adam Riese pro Jahr über 1.200.000 durch Menschenhand getötete Rehe in Deutschland.

Warum gelten dann Hunde als gefährlich, wenn sie ein bis zwei Rehe reißen?
 
  • Podifan
zum Vergleich:

Überfahrene Rehe pro Jahr:
Zitat:" Die Statistik verzeichne in Deutschland pro Jahr 220.000 überfahrene Rehe."


Geschossene Rehe pro Jahr:
Zitat:" Rehe werden in allen europäischen Ländern gejagt, die mit Abstand höchste hat Deutschland mit mehr als eine Million geschossener Tiere."


Das macht nach Adam Riese pro Jahr über 1.200.000 durch Menschenhand getötete Rehe in Deutschland.

Warum gelten dann Hunde als gefährlich, wenn sie ein bis zwei Rehe reißen?

Weil sie den Menschen die Rehe zum schießen und überfahren weg jagen!
 
  • Midivi
Jetzt bekommt sie auch noch für 2 gefährliche Hunde 2x 613 Euro Steuer aufgebrummt.
Mal sehen, ob sie die überhaupt bezahlen kann.
Ich befürchte nämlich nicht......




Wobei ich aber sagen muß, das die zuständige Sachbearbeiterin in Worms immer absolut korrekt arbeitet.
 
  • Crabat
Na sauber, zwei DSH als Gefahrhunde eingestuft...die vermitteln sich sicher wie geschnitten Brot, wenn Frauchen das nicht zahlen kann :unsicher:

Mal eine Frage.....wenn RLP die als gefährlich eingestuft hat und man würde sie in ein anderes Bundesland vermitteln...gelten die da immernoch als gefährlich???? Also wären die zB in Bayern dann Kat 1????
 
  • Budges66482
Crab, es ist auf jeden Fall so, dass solche Hunde bei uns auch bei der ADD gemeldet sind und wenn sie in ein anderes Bundesland vermittelt werden, die Akte mitgeht und der Sachbearbeiter entscheiden kann.

So hatten wir ins Tierheim eine Dogge aufgenommen, die im Saarland unter "gefährlicher Hund" lief. Unsere ADD wollte Akteneinsicht und hätte nach Durchsicht den Hund nicht eingestuft. Bei Vermittlung nach BW hat die ADD allerdings die Akte an das zuständige OA weitergegeben. Die hatten dann auch entschieden, nicht einzustufen.

Es ist also nicht so einfach.

Und ja, ich könnte mir vorstellen, dass solche Hunde abgegeben werden müssen :( Das sind 100,-/Monat alleine für Steuer. Wenn die Hunde dann vielleicht in der Unterhaltung nicht ganz billig sind, da z.B. krank, wird es viele Leute geben, die dann finanzielle Probleme kriegen.

Dann sitzen die Hunde im Tierheim, sicherlich als Dauerinsasse (denn DSH sind ohnehin nicht einfach vermittelbar) und ich frag mich, wer dann was davon haben soll? :(
 
  • Midivi
Crab, es ist auf jeden Fall so, dass solche Hunde bei uns auch bei der ADD gemeldet sind und wenn sie in ein anderes Bundesland vermittelt werden, die Akte mitgeht und der Sachbearbeiter entscheiden kann.

So hatten wir ins Tierheim eine Dogge aufgenommen, die im Saarland unter "gefährlicher Hund" lief. Unsere ADD wollte Akteneinsicht und hätte nach Durchsicht den Hund nicht eingestuft. Bei Vermittlung nach BW hat die ADD allerdings die Akte an das zuständige OA weitergegeben. Die hatten dann auch entschieden, nicht einzustufen.

Es ist also nicht so einfach.

Ja, so kenne ich das auch.

Hatten wir ja auch bei Beo.
Der wurde ein paarmal privat vermittelt (auch bundeslandübergreifend), bevor er bei uns landete und anhand seiner Akte kann man sehen, das immer alles von OA zu OA weitergegeben wurde.
Beo konnten wir dann glücklicherweise wieder ausstufen lassen, er ist heute also kein gefährlicher Hund mehr.
Aber auch das war nicht ganz so einfach......
 
  • Midivi
Und ja, ich könnte mir vorstellen, dass solche Hunde abgegeben werden müssen :( Das sind 100,-/Monat alleine für Steuer. Wenn die Hunde dann vielleicht in der Unterhaltung nicht ganz billig sind, da z.B. krank, wird es viele Leute geben, die dann finanzielle Probleme kriegen.

Dann sitzen die Hunde im Tierheim, sicherlich als Dauerinsasse (denn DSH sind ohnehin nicht einfach vermittelbar) und ich frag mich, wer dann was davon haben soll? :(

Ich bin "gespannt", ob wir irgendwann angerufen werden, das man sie abgeben will.
 
  • Crabat
Hoffen wir mal das es nicht dazu kommt.

Fakt ist ja, Hunde die ein Reh getötet haben sind nicht gefährlicher als tausende andere Hunde in Deutschland die jagen. Nur das diese entweder entsprechend gehalten werden (angeleint oder erzogen), physisch nicht in der Lage sind/waren ein Reh zu stellen (dies aber würden, wenn sie könnten), oder schlicht nie dabei erwischt wurden. Das trifft auf tausende Hunde hierzulande zu.
Mich würde als DSH-Interessent die "Gefährlichkeit" aufgrunddessen deswegen nicht abschrecken, die Haltungsauflagen aber eben schon...:(

DSH ab 3 Jahren aufwärts zu vermitteln ist wie gesagt eh schon murks...mit den Auflagen....uha.
 
  • IgorAndersen
Fakt ist ja, Hunde die ein Reh getötet haben sind nicht gefährlicher als tausende andere Hunde in Deutschland die jagen. Nur das diese entweder entsprechend gehalten werden (angeleint oder erzogen), physisch nicht in der Lage sind/waren ein Reh zu stellen (dies aber würden, wenn sie könnten), oder schlicht nie dabei erwischt wurden. Das trifft auf tausende Hunde hierzulande zu.

So sehe ich das auch. Ich finde die Einstufung als "gefährlicher Hund" deshalb völlig daneben. Hunde sind nun mal Beutegreifer, man darf sie nicht für ein natürliches Verhalten bestrafen. Daran, dass das nicht hätte passieren dürfen gibts natürlich nichts zu rütteln, keine Frage, aber ich finde, diese gesetzliche Regelung zeigt nur mal wieder, wie sehr wir Menschen uns alles Untertan machen wollen. Alles, was sich nicht genau nach unseren Wünschen verhält wird ausgemerzt, ausgerottet oder bestraft.

Geldstrafe finde ich angemessen, auch eine Auflage wie Leinenpflicht bis zum Absolvieren einer Gehorsamsprüfung oder so würde ich ok finden, aber eine generelle Einstufung als gefährlich finde ich bescheiden.
 
  • Hovi
Die Einstufung als "gefährlich" weil ein Hund Wild jagt, ist absolut idiotisch. Dämlicher geht eigentlich kaum noch.

Ich frage mich, warum so etwas nicht genauso gehandhabt werden kann wie alle anderen Ordnungswidrigkeiten auch: saftige Geldbuße, Schadensersatz (Bezahlen des toten Rehs) und fertig. Dann wird sich der Halter in Zukunft sicher zweimal überlegen, ob er die Hunde von der Leine macht.

Hundeverblödetes Deutschland halt.
 
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