Was lest ihr gerade...

  • Brille
Sodele – alle drei Bücher gelesen (Töchter einer neuen Zeit, Zeiten des Aufbruchs und Zeitenwende)

Morgen mal in den Bücherkisten kramen :)
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
Hi Brille :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • lektoratte
Echt harte Kost.

Ein paar Kapitel eins Buches über (Zahn-)-Implantate. Konkret über die bösen Folgen mangelnder Hygiene bei diesen.

(@sleepy hat vermutlich eine recht konkrete Vorstellung davon, was ich meine... :uhh: )
 
  • sleepy
Echt harte Kost.

Ein paar Kapitel eins Buches über (Zahn-)-Implantate. Konkret über die bösen Folgen mangelnder Hygiene bei diesen.

(@sleepy hat vermutlich eine recht konkrete Vorstellung davon, was ich meine... :uhh: )

Ach herrje. Liest du das freiwillig oder beruflich?
Sind Bilder drin? Denn das wäre ergiebig bei dem Thema...
:eg:
 
  • lektoratte
Beruflich, und es sind sehr viele Bilder drin!
 
  • lektoratte
@sleepy

Ernsthaft, mir war beim ersten Lesen schon etwas flau...
 
  • lektoratte
Darf ich nicht, das erscheint erst noch. ;)
 
  • snowflake
Echt, ist das so heikel? Also Implantate, nicht die Weitergabe des Buches.
 
  • lektoratte
Ich glaube, die Erhaltung nach Einsetzen ist nicht unproblematisch, da das Implantat nicht wie der Zahn über Blutgefäße ans Immunsystem angeschlossen ist, sodass es infektionsanfälliger ist und Entzündungen schwerer verlaufen.

Das Tückische ist aber, dass sie erstmal lange schmerzlos bleiben, und dann den Knochen und den Halt des Implantats angreifen können, ehe man was merkt - wenn man auch nur etwas schludrig ist.

Die richtige Pflege ist also - sagt das schlaue Buch - auch auf Patientenseite unerlässlich, damit die Teile lange halten.

Alter ist übrigens auch ein Risikofaktor - je älter der Patient, desto schlechter das “Implantatüberleben“.

so heißt es zumindest.
 
  • helki-reloaded
Echt harte Kost.

Ein paar Kapitel eins Buches über (Zahn-)-Implantate. Konkret über die bösen Folgen mangelnder Hygiene bei diesen.

(@sleepy hat vermutlich eine recht konkrete Vorstellung davon, was ich meine... :uhh: )

Witzig. Ich hab' kürzlich beruflich quasi das Gegenteil durchgeackert, also eine Broschüre (kein Buch), die die Vorteile der Implantatversorgung preist.
 
  • sleepy
Ich glaube, die Erhaltung nach Einsetzen ist nicht unproblematisch, da das Implantat nicht wie der Zahn über Blutgefäße ans Immunsystem angeschlossen ist, sodass es infektionsanfälliger ist und Entzündungen schwerer verlaufen.

Das Tückische ist aber, dass sie erstmal lange schmerzlos bleiben, und dann den Knochen und den Halt des Implantats angreifen können, ehe man was merkt - wenn man auch nur etwas schludrig ist.

Die richtige Pflege ist also - sagt das schlaue Buch - auch auf Patientenseite unerlässlich, damit die Teile lange halten.

Alter ist übrigens auch ein Risikofaktor - je älter der Patient, desto schlechter das “Implantatüberleben“.

so heißt es zumindest.
Korrekt.
Und es gibt noch zahlreiche andere Risikofaktoren, die allerdings ganz häufig - ob bewusst oder unbewusst sei dahingestellt - unter den Tisch des Hauses fallen gelassen werden. Einer davon ist das Rauchen, auch "wenig" rauchen. Diabetes z. B. auch, die ja in der Altersgruppe, in der besonders viele Implantate angeboten werden, nicht gerade selten vorkommt.

Naja, ich selbst bekäme jedenfalls niemals ein Implantat. Und Leuten, die mir wichtig sind, würde ich's auch ausreden. Es sei denn, wir sprechen von einem sehr jungen, kerngesunden Patienten mit optimaler Mundhygiene, der z. B. durch einen Unfall einen Schneidezahn eingebüßt und sonst ein völlig kariesfreies Gebiß hat. Da wäre es dann tatsächlich eine gute Idee, die Lücke mit einem Implantat zu versorgen, damit man die jungfräulichen Nachbarzähne nicht durch das Beschleifen für eine Brücke beschädigen muß.

Ansonsten - ohne mich.
Ich hatte schon zuviele von den Dingern auf dem Tisch, die nicht allzu lange dort geblieben waren, wo sie für teures Geld ursprünglich hin gesetzt wurden. Nein, danke.
 
  • lektoratte
@helki-reloaded

Das Buch spricht sich nicht direkt gegen Implantate aus - es beschreibt nur recht anschaulich, was passiert, wenn man die nach dem „Einbau” nicht richtig pflegt.
 
  • Grazi
Vorab: ich bin Buchhändlerin und lese daher sowieso immer viel und meist auch mehrere Bücher "parallel".

Als Printausgabe:

Sorokin, Telluria - Hat mir eine Kollegin geliehen, da mir Sorokins "Manaraga. Tagebuch eines Meisterkochs" (obwohl abgedreht) ziemlich gut gefallen hat, allerdings quäle ich mich ziemlich durch dieses gesellschafts-, sozial-, religions- und politikkritische Buch durch. Wer mal eher "experimentelle" schräge Literatur mit viel Tiefgang lesen möchte, der ist hier richtig.

Bumiller, Bestiarium von Art, Natur & Eigenschaft der Thiere - Da Beneckes Thierleben gerade überall ausliegt, habe ich mich daran erinnert, dass ich ein ähnliches Schätzchen zuhause habe, das ich gerne wieder lesen wollte. Ein Tierbuch der etwas anderen Art, im Stil alter Bestiarien mit historischen Abbildungen und Tierbeschreibungen aus der Antike und dem Mittelalter, mit Bibelzitaten, Gedichtpassagen und Hinweisen auf Aberglauben zu den Tieren. Sehr schön aufgemacht und super interessant.

Englischsprachige Klassiker (via Tablet)
Doyle, The Adventures of Sherlock Holmes & Bronte, Jane Eyre - Dazu muss ich wohl nichts sagen. ;)

Deutschsprachige ebooks (ebenfalls Tablet)

Erle, Das Lied der Wächter, Band 1 (das Erwachen) - Ein dystopischer Roman, bei dem angeblich durch einen Atomunfall ein Großteil des Schwarzwalds radioaktiv verseucht und daher mit Schutzzäunen und bewaffneten Wachen abgesperrt worden ist. Als die Katastrophe eintrat, war ein junges Elternpaar gerade Richtung Feldberg unterwegs und ist seitdem verschollen.... ihr Sohn Felix wächst nichtsahnend bei seiner Tante auf und erfährt an seinem 16. Geburtstag, wer er wirklich ist.... und beschließt, sich auf die Suche nach seinen Eltern zu machen und in die verbotene Zone einzudringen. Superspannend!

Robotham, Die andere Frau (Band 11 der Joseph O'Loughlin und Vincent Ruiz-Reihe) - Kann man auch gut lesen, ohne die vorhergehenden Bücher zu kennen. Joseph, ein an Parkinson leidender Psychologe, erhält einen Anruf: sein Vater liege nach einem Überfall im Koma. Als er ins Krankenhaus eilt, sitzt am Bett seines Vaters eine fremde Frau... die steif und fest behauptet, mit seinem Vater verheiratet zu sein. Joseph möchte nun natürlich rausfinden, wer diese Frau ist und wer seinen Vater aus welchen Gründen fast umgebracht hat. Er aktiviert seinen alten Freund und Ex-Cop Ruiz und die beiden geraten mit ihren privaten Ermittlungen immer wieder in die Quere der Polizei. Top!

Fantasy (auf dem Tolino)

Polk, Witchmark (Band 1 der Kingstom-Reihe) - In einer Welt, in der Magie geächtet ist (die wahre Macht aber tatsächlich von Magiern ausgeübt wird) flüchtet Miles Singer vor dem ihm vorbestimmten Schicksal, nimmt eine neue Identität an, wird Arzt, zieht in den Krieg und behandelt nach seiner Rückkehr Kriegsveteranen, die oftmals völlig verändert zurückkehren. Nur Miles kann durch seine magischen Fähigkeiten sehen, was sich ihrer bemächtigt und sucht verzweifelt nach einer Therapie, ohne sich dabei selbst zu verraten. Eines Tages wird von einem Fremden ein Notfall reingebracht: der offenbar vergiftete Mann trägt das Hexenmal und weiß, wer Miles wirklich ist.... Gefällt mir von der Story her bislang wirklich gut, auch wenn ich auf die (schwule) Liebesgeschichte verzichten könnte, die sich nebenher auch noch entwickelt. Aber ich bin halt nicht der Typ für Herzflattern und weiche Knie. ;)

Grüßlies, Grazi
 
  • Brille
Korrekt.
Und es gibt noch zahlreiche andere Risikofaktoren, die allerdings ganz häufig - ob bewusst oder unbewusst sei dahingestellt - unter den Tisch des Hauses fallen gelassen werden. Einer davon ist das Rauchen, auch "wenig" rauchen. Diabetes z. B. auch, die ja in der Altersgruppe, in der besonders viele Implantate angeboten werden, nicht gerade selten vorkommt.

Naja, ich selbst bekäme jedenfalls niemals ein Implantat. Und Leuten, die mir wichtig sind, würde ich's auch ausreden. Es sei denn, wir sprechen von einem sehr jungen, kerngesunden Patienten mit optimaler Mundhygiene, der z. B. durch einen Unfall einen Schneidezahn eingebüßt und sonst ein völlig kariesfreies Gebiß hat. Da wäre es dann tatsächlich eine gute Idee, die Lücke mit einem Implantat zu versorgen, damit man die jungfräulichen Nachbarzähne nicht durch das Beschleifen für eine Brücke beschädigen muß.

Ansonsten - ohne mich.
Ich hatte schon zuviele von den Dingern auf dem Tisch, die nicht allzu lange dort geblieben waren, wo sie für teures Geld ursprünglich hin gesetzt wurden. Nein, danke.

Kann ich nur zustimmen – ich habe 25 Jahre in der Pflege gearbeitet und das schlimmste waren diese Implantate :wuerg: gerade wenn eine ausreichende Mundpflege nicht „einfach“ war. Dann lieber keinen Zahn mehr im Mund.
 
  • Schorschi
Kann ich nur zustimmen – ich habe 25 Jahre in der Pflege gearbeitet und das schlimmste waren diese Implantate :wuerg: gerade wenn eine ausreichende Mundpflege nicht „einfach“ war. Dann lieber keinen Zahn mehr im Mund.

Was ist denn damit?
 
  • Grazi
Naja, ich selbst bekäme jedenfalls niemals ein Implantat. Und Leuten, die mir wichtig sind, würde ich's auch ausreden. Es sei denn, wir sprechen von einem sehr jungen, kerngesunden Patienten mit optimaler Mundhygiene, der z. B. durch einen Unfall einen Schneidezahn eingebüßt und sonst ein völlig kariesfreies Gebiß hat. Da wäre es dann tatsächlich eine gute Idee, die Lücke mit einem Implantat zu versorgen, damit man die jungfräulichen Nachbarzähne nicht durch das Beschleifen für eine Brücke beschädigen muß.
Vielen Dank für diese Diskussion und die Infos / Erfahrungsberichte!

Ich stehe tatsächlich vor der Entscheidung "Implantat oder Brücke", nachdem ich letztes Jahr eine Wurzelspitzenresektion hatte incl. Abszess und Kieferentzündung und der Zahn sich nun doch nicht mehr retten ließ, weil sich der Knochen wieder entzündet hatte und aufzulösen begann. Da sich Kiefer & Co. langsam wieder aufbauen müssen und mein (neuer) Zahnarzt meinte, dass der Kiefer schon genug strapaziert worden sei, war er nicht begeistert davon, hier ein Implantat einzusetzen, und riet dazu, eine Brücke anfertigen zu machen, obwohl dafür tatsächlich zwei kerngesunde Zähne beschliffen werden müssen.

Mein Mann hat zwar seit ein paar Jahren Implantate und hat damit keinerlei Probleme, aber nun bin ich doch zu bammelig und werde mich dann wohl doch auf die Brücke einlassen. ;)

Grüßlies, Grazi
 
  • lektoratte
Bei einem vorentzündeten, bereits zurückgebildeten Knochen würde ich das nach meinem sehr begrenzten Kenntnisstand nicht machen lassen.
 
  • sleepy
Vielen Dank für diese Diskussion und die Infos / Erfahrungsberichte!

Ich stehe tatsächlich vor der Entscheidung "Implantat oder Brücke", nachdem ich letztes Jahr eine Wurzelspitzenresektion hatte incl. Abszess und Kieferentzündung und der Zahn sich nun doch nicht mehr retten ließ, weil sich der Knochen wieder entzündet hatte und aufzulösen begann. Da sich Kiefer & Co. langsam wieder aufbauen müssen und mein (neuer) Zahnarzt meinte, dass der Kiefer schon genug strapaziert worden sei, war er nicht begeistert davon, hier ein Implantat einzusetzen, und riet dazu, eine Brücke anfertigen zu machen, obwohl dafür tatsächlich zwei kerngesunde Zähne beschliffen werden müssen.

Mein Mann hat zwar seit ein paar Jahren Implantate und hat damit keinerlei Probleme, aber nun bin ich doch zu bammelig und werde mich dann wohl doch auf die Brücke einlassen. ;)

Grüßlies, Grazi

Wäre der verlorene Zahn auf andere Weise verloren gegangen, wärst du vielleicht einer der Fälle, wo man ein Implantat ins Auge hätte fassen können, aber bei der Vorgeschichte mit Abszess und WSR auf keinen Fall.

Ein "geschäftstüchtiger" Zahnarzt würde dir jetzt vermutlich noch Knochenaufbauten aufquatschen und mit einem riesen Aufwand und einem guten Operateur könnte man dann irgendwann, wenn alles problemlos verläuft, wohl ein Implantat setzen. Aber so schade es für die unversehrten Nachbarzähne auch ist, ich würde in dem Fall die Brücke wählen.

Befindet sich die Lücke im Frontzahnbereich oder im Seitenzahnbereich?
Wenn es ein Frontzahn ist, könnte man noch über eine sogenannte Klebebrücke diskutieren. Hat man früher häufiger gemacht, ist durch die Implantate und Vollkeramikbrücken wohl etwas aus der Mode gekommen.
Vorteil: man müsste die Nachbarzähne nicht "rundum" beschleifen, sondern nur minimal auf der "Rückseite". Das heißt, die natürlichen Nachbarzähne blieben optisch (von vorne) vollständig erhalten und nur der fehlende Zahn wäre ersetzt.
Nachteil: Die Befestigung ist nicht ganz so stabil möglich, wie bei einer normalen Brücke, also ist die Klebebrücke evtl. nicht ganz so belastbar und fällt schlimmstenfalls alle paar Jahre mal raus und man muß sie sich wieder festkleben lassen.
 
  • Schorschi
Ein "geschäftstüchtiger" Zahnarzt würde dir jetzt vermutlich noch Knochenaufbauten aufquatschen und mit einem riesen Aufwand und einem guten Operateur könnte man dann irgendwann, wenn alles problemlos verläuft, wohl ein Implantat setzen.
.

Wurde mir so vorgeschlagen.Ich bin noch am überlegen.Aber wenn ich hier so lese......
 
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