Warum trifft der Zorn der Politiker die sogenannten Kampfhunde?

sirfrancis

Laut Statistik sind Schäferhunde/Mischlinge ja die bissigste Rasse und haben die meisten Todesvorfälle, daher meine Frage!!

Warum trifft der Zorn der Politiker denn die sogenannten Kampfhunde:verwirrt: :verwirrt: :verwirrt:

Da ich aus England (Leicester) komme und vor ca 10 Jahren hier mit meiner Familie und Bulli hergezogen bin, kann ich nur sagen das die deutschen Politiker einen großen Fehler machen, indem man versucht ein treuen, mutigen, kinderlieben Hund auszurotten. Bei uns werden die Hunde Nurse Dog genannt, weil sie so treulieb sind und eine sehr enge Beziehung insbesonders zu kleinen Kindern haben.

Klärt mich bitte auf wenn ich irgendetwas falsch getroffen haben soll;)

Hochachtungsvoll
 
Die Frage ist ganz schnell beantwortet. Die Lobby für Schäferhunde, Golden Retriever usw. ist viel zu groß als das sich ein Politiker oder die Schmierpresse so weit aus dem Fenster lehnen und diese Rassen und deren Halter angreifen würde. Es ist viel einfacher für die Schmierpresse und unfähige Politiker, Minderheiten anzugreifen und sie zu diskriminieren. Mit den Rasselisten etc. wollen Politik und Schmierpresse der Bevölkerung vorgaukeln, sie seien sicher und die Politik würde in wichtigen Punkten schnell handeln und etwas für das Volk tun. Gleichzeitig können sie wirkliche Probleme im Land unter den Teppich kehren und deren Lösung bis auf Weiteres verschieben.
 
Moin, ich schreib jetzt mal ganz provokativ, weil wir in Deutschland leben und einige Politiker hier schon immer dazu neigten nicht über den eigenen Tellerrand zu gucken, bzw sich gerne am Deutschtümmeltum ergötzen.

den Rest verkneif ich mir...
 
Statistisch gesehen gibt es aber auch wesentlich mehr DSH und deren Mischlinge ;), das bitte objektiv nicht vergessen.

SirFrancis: in der UK und auch hier in Irland heissen Staffies NANNY DOGS, nicht Nurse Dogs :verwirrt: .

Sarah
 
sirfrancis schrieb:
Warum trifft der Zorn der Politiker denn die sogenannten Kampfhunde:verwirrt: :verwirrt: :verwirrt:
Das Problem sind dabei nicht die Hunderassen, sondern einige wenige Halter, die sich auf diese Rassen konzentriert haben.
Pitbull, Staff & Co. waren viele Jahre beliebte Hunde im sog. Milieu, wurde dort teilweise zu aggressiven Hunden trainiert und auf der Straße präsentiert. Wenn es dann bei entsprechend verantwortungslosen Halter noch zu Beißvorfällen kommt, ist schnell eine ganze Rasse in Veruf.
Stichwort: Pitbull = Zuhälterhund.
Das dem nicht so ist, interessiert dann kaum jemand.
Mittlerweile ist derselbe Halter-Personenkreis auch auf andere Rassen umgestiegen. Beispiel: Kaukase, Kangal, Dogo, Mastino etc.
Die Folge: auch diese Rassen sind nach und nach in vielen Bundesländern gelistet.

Es ist auch nicht so sehr der Zorn der Politiker, sondern ihre Meinung, sich mit vorschnellen Verboten/Auflagen populistisch Ansehen in ihrer Wählerschaft zu schaffen.

sirfrancis schrieb:
Bei uns werden die Hunde Nurse Dog genannt, weil sie so treulieb sind und eine sehr enge Beziehung insbesonders zu kleinen Kindern haben.
Sicher richtig, doch auch eine solche Einstellung ist m.E. problematisch.
Kein Hund kann pauschal als "Pflege- oder Betreuungshund" bezeichnet werden, insbesondere nicht bei kleinen Kindern. Solche Situationen sind nur schwer vorhersehbar und können individuell unterschiedlich ausfallen. Es werden dann oft falsche Sichtweisen geweckt.
Beispiel: Unsere Kangale sind alle wirklich sehr kinderlieb. Nie gab es Probleme (gut, etwas robust müssen die Kinder sein, wenn sie mit einem 50-60kg-Hund spielen wollen.) Vor einigen Wochen gab es ein überraschendes Erlebnis: Eine Gruppe Kinder (ca. 6-8 Jahre) kam zu uns, um wie so oft, mit den Hunde zu spielen. Ein neues Kind war dabei und dieses wurde plötzlich von einer unserer Hündinnen gestellt und angeknurrt. Wir waren total überrascht und sind nicht dahintergekommen, warum. Ob es nun am Verhalten des Kindes gelegen hat, oder an seinem speziellen Geruch???
Was ich damit sagen will: Eine 100%ige Sicherheit gibt es nie, gerade nicht bei Kindern, deren Verhalten oft sehr spontan und schwer einzuschätzen ist.
Grüße Klaus
 
Keine Rasse bzw. deren Wesenseigenschaften kann oder sollte verallgemeinert werden, denn jedes Tier ist individuell anders und hat eine eigenständige Persönlichkeit so wie (die meisten;) )Menschen auch. Weder ist jeder Labbi lieb, noch jeder Staffi oder Bulli böse, wir wissen das. Es gibt zwischen schwarz und weiß viele, viele graustufen, nur das wollen viele Leute garnicht sehen. Warum hat die B*** Zeitung wohl so eine große Auflage. Leider ist das so, aber es scheint in der Natur des Menschen zu liegen manche Dinge nicht zu hinterfragen sei es aus Desinteresse oder Naivität das Resultat bleibt gleich.
Viele Sachen sind in Deutschland sehr paradox aber man muss lernen damit zu leben.
Neulich abend habe ich beim Gassi gehen ein Ehepaar mit nem Münsterländer getroffen. Die Hunde kennen sich vom Zaun und mögen sich auch. Der Mann fragt mich was das für ne Rasse sei, der Hund sehe so gefährlich aus. Ich sage ihm das liegt sicher am Halti das er tragen muss. Er: Nee, der sieht so brutal aus. Das musste ich so hinnehmen, denn es ist seine Meinung. Mein Kleiner ist jetzt 10 Monate alt und echt zu jedem und allem freundlich. Am Tag drauf ne Omi zu mir: Ist das ein wunderhübsches Tier, darf ich den man Knuddeln. Klar darf Sie und da sieht man es mal wieder: Zwei Leute - zwei Meinungen.
 
Ich schließe mich da Kangalklaus an! Man sollte Kinder und Hunde nie alleine lassen. Hunde im Rudel haben eine Rangordnung, die sie miteinander "ausmachen". Kinder können viele Zeichen der Hundesprache gar nicht so klar deuten, dass sie wissen, wann sie einen Hund besser in Ruhe lassen.
Nochmals @kangalklaus *Daumen hoch* in Bezug auf die Rassen und deren Halter! Ich habe einen Artikel über die Kampfhunde und die damit verbundene "Rassendiskrimminierung" geschrieben. Dabei ging es auch u.a. genau darum. Letzten Monat war Redaktionsschluss und der Artikel erscheint im Dezember in einer Tierheim-Zeitschrift. Wenn's soweit ist, stelle ich den Link hier rein.
Die Politiker, die sich negativ zu den Rassen äußern, haben überhaupt keine Ahnung von Hunden (egal welche Rasse).....ähnlich wie in der amüsanten Geschichte mit dem Rechtsanwalt :lol:!
 
EGAR schrieb:
Statistisch gesehen gibt es aber auch wesentlich mehr DSH und deren Mischlinge ;), das bitte objektiv nicht vergessen

Jou aber bei halbwegs seriösen Statistiken (wenns die überhaupt gibt) wird immer die Vorfälle auf die Population bezogen.

Also das Argument , das ich des öfteren höre, es ja mehr DSH, das zieht nicht.
 
Als ich damals auf dem OA nachgefragt hatte, warum der DSH, der Rottweiler, der Dobermann, der Boxer, Labrador.....alles große Hunderassen die durchaus auch gut zubeisen können, nicht auf der Liste stehen.

Die Antwort: "Tja, das kann ich Ihnen sagen! Weil diese Hunderassen deutsche Gebrauchshunde sind und ein deutscher Gebrauchshund wird niemals auf irgend einer Liste erscheinen!"

Es gibt von jeder Rasse Durchgeknallte, auch bei unseren Kampfschmusern, deswegen sollte man Hunderassen nie veralgemeinern!

Grüße Anschette
 
gibt es bei euch in england nicht auch soetwas wie eine verordnung.oder irre ich mich da?
es ist ganz einfach rassen die erstens aus deutschland kommen,zeitens seit ewigen zeiten in großen clubs etc. vertreten werden und die deutsche zuchtkunst präsentieren, können doch wohl nicht böse sein.
es ist immer einfacher sich einen sündenbock zu suchen der nicht die kraft hat sich zu wehren(in der unterzahl ist).
mal sehen wann das wieder auf andere bereiche der politik überschwappt anders denkende oder andersaussehende zu sündenbock zu machen und gegen sie vor zu gehen.
 
Deutsche Gebrauchshunde? Super... Das Argument würde hier bei uns schon mal nicht ziehen....

Es ist immer tragisch und schlimm wenn jemand durch einen Hund verletzt oder sogar getötet wird, ganz klar... aber dann hätte bei uns zB der Bernhadiner auch verboten werden müssen da es vor einigen Jahren ebenfalls tödliche Unfälle gab :(
 
In England heißen sie aber nurse dog sowie in America wenn mich net alles täuscht:D

EGAR schrieb:
Statistisch gesehen gibt es aber auch wesentlich mehr DSH und deren Mischlinge ;), das bitte objektiv nicht vergessen.

SirFrancis: in der UK und auch hier in Irland heissen Staffies NANNY DOGS, nicht Nurse Dogs :verwirrt: .

Sarah
 
nurse dogs sind die bullterrier und nanny dogs die staffordshire terrier, wenn ich mich nicht ganz täusche...

grüßle

rottilena
 
ich würd auch nicht vom "Zorn" der Politiker reden, sondern eher vom gewaltigen Einfluss der Medien auf die Meinungsbildung in der Öffentlichkeit, die Politik lebt nur von Wahl zu Wahl und kann politischen Filz hinter "Kracherthemen" fürs Volk verstecken
 
Scotty schrieb:
Die Frage ist ganz schnell beantwortet. Die Lobby für Schäferhunde, Golden Retriever usw. ist viel zu groß als das sich ein Politiker oder die Schmierpresse so weit aus dem Fenster lehnen und diese Rassen und deren Halter angreifen würde. Es ist viel einfacher für die Schmierpresse und unfähige Politiker, Minderheiten anzugreifen und sie zu diskriminieren. Mit den Rasselisten etc. wollen Politik und Schmierpresse der Bevölkerung vorgaukeln, sie seien sicher und die Politik würde in wichtigen Punkten schnell handeln und etwas für das Volk tun. Gleichzeitig können sie wirkliche Probleme im Land unter den Teppich kehren und deren Lösung bis auf Weiteres verschieben.

Gut gesagt!!!

Anschette schrieb:
Als ich damals auf dem OA nachgefragt hatte, warum der DSH, der Rottweiler, der Dobermann, der Boxer, Labrador.....alles große Hunderassen die durchaus auch gut zubeisen können, nicht auf der Liste stehen.

Die Antwort: "Tja, das kann ich Ihnen sagen! Weil diese Hunderassen deutsche Gebrauchshunde sind und ein deutscher Gebrauchshund wird niemals auf irgend einer Liste erscheinen!"

Krass...:sauer:
 
Anschette schrieb:
Als ich damals auf dem OA nachgefragt hatte, warum der DSH, der Rottweiler, der Dobermann, der Boxer, Labrador.....alles große Hunderassen die durchaus auch gut zubeisen können, nicht auf der Liste stehen.

Die Antwort: "Tja, das kann ich Ihnen sagen! Weil diese Hunderassen deutsche Gebrauchshunde sind und ein deutscher Gebrauchshund wird niemals auf irgend einer Liste erscheinen!"
Ein ganz schöner Hammer! :sauer:

Wobei der Rottweiler und Dobermann ja auch ein deutsche Gebrauchshunde sind und in einigen Ländern auf der Liste stehen.

Aber die Hunde, die in der höchsten Gefährdungskategorie sind, sind doch fast immer und in fast jedem Bundesland Pit, Staff & Co.
 
Verfolge die Geschichte zurück, dann weisst du ,dass deutsche Politiker immer was zum aurotten brauchen.
Die deutschen Politiker sind nur auf ihren eigenen Vorteil aus und können mit der Beseitigung vieler Hunderassen von ihrem Unvermögen und Dummheit und grenzenloser Arroganz ablenken.
Liebe Grüsse Lilo und Kampfschmuser Lotte :sauer:
 
Rübenfresser schrieb:
Verfolge die Geschichte zurück, dann weisst du ,dass deutsche Politiker immer was zum aurotten brauchen.
Na Lilo, das halte ich nun doch für sehr verallgemeinert und in der Sache nicht zutreffend.

Rübenfresser schrieb:
Die deutschen Politiker sind nur auf ihren eigenen Vorteil aus und können mit der Beseitigung vieler Hunderassen von ihrem Unvermögen und Dummheit und grenzenloser Arroganz ablenken.
Auch hier tust Du manchem ehrlichen Politiker Unrecht.
Das ist im Umkehrschluss ja ähnlich, als wenn ein solcher von Dir gescholtene Politiker behauptet: Weil der AmStaff vom Kriminellen xyz als "Kampfhund" ausgebildet wurde und zugebissen hat, sind alle AmStaff-Halter kriminell und ihre Hunde potentielle Beißer.
Grüße Klaus
 
kangalklaus schrieb:
Auch hier tust Du manchem ehrlichen Politiker Unrecht.
die sind jedoch vom Aussterben bedroht. Man sollte langsam mal so was wie ein Gehege für ehrliche, anständige Politiker einrichten, damit sie nicht noch seltener werden :eg: :p :lol:
 
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