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Übungen fürs Selbstbewusstsein?

  1. Hallo,
    ich habe ein Problem. Wir haben eine knapp zwei Jahre alte Rottweilerhündin und sind eigentlich sehr zufrieden. Sie ist ein toller Hund und versteht sich super mit unserer elfjährigen Continental bulldoghündin. Insgesamt ist sie sehr agil und "fährt schnell hoch".

    Aber sie ist sehr unsicher. Das ist wahrscheinlich zum großen Teil selbstgemachtes Elend. Wir wohnen praktisch in Alleinlage direkt am Wald in einem ehemaligen Forsthaus. Der nächste Nachbar ist ca. 100 m Luftline entfernt. Es ist also nicht allzuviel los hier und in unserem Haushalt geht es eher ruhig und gleichförmig zu.
    Carla war von Anfang an ein eher unterwürfiger Hund, was mir eigentlich ganz recht war, da ich früher schon ziemliche Bollerköppe hatte und jetzt eigentlich keinen Bedarf mehr daran habe.
    Wir waren mit ihr in der Hundeschule, Welpenkurs und Junghundkurs, jetzt bin ich im Verein und mache mit ihr Rally Obedience. Im Moment trainieren wir noch für die Begleithundeprüfung. Alles kein Problem, sie macht es einem unglaublich leicht. Ab und zu nehmen wir sie mit nach Berlin, damit sie auch mal die große Stadt kennenlernt. Gelegentlich kommt sie ein paar Stunden mit ins Büro.

    Leider hat sie ein Problem mit Männern. Sobald sie merkt, dass diese sie beachten, wird sie unsicher. Manchmal knurrt sie dann, geht aber zurück und sucht bei uns Sicherheit. Bei Frauen ist es nicht ganz so schlimm, aber auch da ist sie verunsichert, wenn die sich ihr zuwenden. Die Züchterin hatte keine männliche Hälfte und auch bei uns kommen nur ab und zu die gleichen Männer ins Haus. Wenn sie sie näher kennt , ist auch alles in Ordnung, obwohl ich den Eindruck habe, dass ihr Frauen lieber sind.
    Auch ungewohnte Situationen verunsichern sie . Mir ist z. B. aufgefallen, dass sie eine Bürste bekommt, wenn ich mit ihr nach Hause komme und unsere alte Lotte nicht wie üblich auf der Couch liegt und schläft, sondern ihr schon auf dem Grundstück entgegen kommt.
    Grundsätzlich versuchen wir, Begegungen mit fremden Leuten zu trainieren, scheitern aber oft auch an Zeit und Gelegenheit.
    Im normalen Alltag ist das eigentlich alles nicht so ein Problem, aber manchmal macht es mir halt doch Sorgen.
    Kann man irgendwie das allgemeine Selbstbewusstsein stärken?
    Sie kaut auch ständig auf allem möglichen rum. Inzwischen wenigstens meist auf ihren eigenen Sachen.
    Es scheint bei ihr eine Art Übersprungshandlung zu sein. Wenn sie aufgeregt ist z. B.
    So das war jetzt mal ein langer Text. Ich hoffe, mein Anliegen ist über gekommen.

    Gruß aus dem Spreewald
     
    #1 Gurke64
  2. Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund...



    Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

    Hier der Link zu ihrer Seite!
    Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

    Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte!

    LG Meike

    --
    Es gibt nur eins, was besser ist als ein Hund – zwei Hunde!
     
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  3. Yo, ist rübergekommen. ;)

    Die Frage ist ja... wie schlimm ist das? Und ist das wirklich ein akutes Problem?
    Ich mag Hunde die sich erstmal etwas anschauen und dann entscheiden. Schön wäre, meine Hündin wäre so.
    Der Hund ist nicht mal zwei Jahre alt. Das ist ja quasi noch "nix". Für mich wäre ihr Verhalten KEIN Problem, ehrlich gesagt...
    Sie hat sich Alternativen erarbeitet, erstmal. Und das ist das kauen. Ist doch wunderbar? DAS musste ich z.B. ewig bei meiner Hündin machen/anbieten. So fand sie für sich so eine Alternative das "Gruselige"/den Stress wegzukauen. Ich hatte auch wirklich lange Zeit, fast zwei Jahre, immer einen Ball mit Noppen dabei den ich bei jeder Gelegenheit in den Mund schob. Ausserdem Kauholz/Zergel an strategisch wichtigen Stellen (Haustür, Pforte, Neues etc.). Sie holt sich diese Dinge nun selbstständig. Davor kannte sie nur: Leuten bis ins Gesicht springen, aufreiten, etc... Sowas würde sie heute noch tun bei 1. massivem Stress, 2. will Mensch etwas von ihr, selbst wenn positiv.
    Bei negativ gehen eh ganz die Lichtlein aus. ;) DAS ist der Unterschied zwischen unseren Hunden. Sieh das mal so.

    Wir leben auch in absoluter Alleinlage, haben nie Besuch (wenn verlassen wir das Haus mit ihr), sie hat drei Bezugspersonen, neue Personen gehen nicht, neue Eindrücke (erstmal) auch nicht. Die Bürste ist ein Zeichen höchster Aufregung, sowie bei positiven!/wie auch negativem Stress. Und nicht wissen wie man damit umgehen soll. Das ist okay. Ihr seid total weit und das ist schön!
    Meine Hündin hasst es im Fokus zu stehen, das beschreibst du ja auch mit dem: zuwenden. Das würde ich z.B. unterlassen. Sie würde ihr Kauzeug zum runterkommen bekommen und einen, zwei sichere Plätze. Wo man sie hinschickt mit ihrem Zeugs zum "runterkauen". Danach von den Menschen ein freundliches: Hallo, kein angrabbeln und sich wieder anderen Dingen zuwenden. Nur bei gesittetem nähern oder nicht aufdrehen wenn man sich ihr zuwendet, würde sie diese Zuwendung durch den Menschen gespiegel bekommen.
    Bis dahin gilt z.B. hier, vollkommene Ignoranz. Zumindest durch Menschen.
    Reden wir hier von Situationen, kann man in diese gezielt als - Führender - reingehen und ihr vermitteln, das hier gar nichts schlimm ist. Durch z.b. zeigen, benennen, anschauen/beschnuppern lassen. Und das öfter. Also verteilt auf Tage/Wochen.
    Anfänglich waren selbst Schmetterlinge hier ein Drama. Auch das schreibe ich, nur um dir zu verdeutlichen, schlimmer geht immer. :lol:

    Von (fremden) Menschen möchte ich nur Eins; das ist, den Hund ganz in echt zu ignorieren.
    Vom Hund dagegen möchte ich, das er sich an mir orientiert und wir zusammen einfach durch die Situation(en) gehen. Egal ob da wer am Wegesrand steht, ein Rad von hinten kommt, Pferde den Weg kreuzen, man zu Hornbach fährt etc. Ich musste auch lernen 1. sehr vorrauschauend zu sein, 2. das für sie Beste auch durchzusetzen/einzufordern, 3. ihr beweisen das ich durchaus in der Lage bin, dass wir das schaffen auch wenn sie das (erstmal) nicht so sieht.
    Das passiert durch ganz viele Kleinigkeiten im Miteinander und Erleben. In unserem Fall gesichert mit MK und Panikgeschirr etc.
    Du wirst dich sicher wundern aber meine Hündin wurde bis heute, also immerhin vier Jahre bei mir, durch niemanden berührt/angegrabbelt.
    Ich entscheide auch wenn Dinge nicht gehen, schicke Menschen weg, unterbinde, manchmal muss ich auch den Hund aus der Situation bringen, je nachdem.
    Je besser und länger sie etwas kennt, Dinge einschätzen kann umso mehr kann ich mich locker zurücklehnen. Und das hat echt die Zeit und die Routine gebracht. Man kann es folgendermaßen formulieren: ich zeige die Welt. Immer wohldosiert und in einem kleinen! Rahmen. Aber stetig.
    Mittlerweile gehen ihr bekannte Strecken ungesichert (sie steht gut im Gehorsam, ich bin ihr Anker falls etwas ist).
    Sie zeigt mittlerweile auch tendenziell selten Stress/Übersprung und falls doch, bringe ich sie meist bewusst dahin, um ihr die erarbeiteten Alternativen immer wieder aufzuzeigen.

    Sie war und ist einfach kein Hund der so "nebenbei" geht.

    Ich denke die Zeit wird es bessern. Also bei euch.
     
    #2 Flash
  4. Danke für Deine Antwort. Mein Mann meint ja auch, dass ich das ein bisschen dramatisiere. Aber ich tendiere leider dazu, Katastrophenszenarien im Kopf zu haben.

    Ich mache es ja ähnlich wie Du. Wahrscheinlich bin ich nur wieder zu ungeduldig.

    Carla hat einen Top Gehorsam und läuft im Wald meist frei oder an der Schleppleine.
    Sie lässt sich von Rehen etc. sofort abrufen, entfernt sich nicht weit von mir (alles vom Welpenalter an geübt).Vielleicht sind deshalb die Erwartungen auch ein bisschen hoch.

    Inzwischen holt sie auch oft zum Kauen einen ihrer Kauknochen, wenn sie aufgeregt ist. Sie ist ein toller Hund und wir sind glücklich mir ihr.
    Ich würde halt gerne ihr Selbstbewusstsein stärken.
    Jedenfalls hat Dein Beitrag das ganze wieder ein bisschen relativiert.

    Gruß aus dem Spreewald
     
    #3 Gurke64
  5. Ich denke das dein Mann Recht hat. ;)

    Die von dir beschriebenen Mechanismen, kenne ich natürlich! Aber sie sind einfach nicht zielführend... Bringen DIR nichts. Ihr auch nicht.
    Was du beschreibst, tönt nach einem ganz tollen Hund. Und DAS musst du auch sehen. Schau doch mal was sie/ihr schon alles machen könnt! Das müssen sich andere Leutchen ganz hart (und manchmal auch schmerzhaft :woot: ) erarbeiten.

    Das sie sich entstresst, könntest du eventuell etwas fördern (z.b. das aktive anbieten von Kausachen oder zurechtlegen etc.)? Und ansonsten Zeit, Zeit, Zeit... und das Erleben.
     
    #4 Flash
  6. Hier wird einerseits Viel gemeinsam mit den Hund gemacht, aber auch viel "Eigenleistung" vom Hund "erzwungen". So bestandene "Gefahren" sind ua. sehr förderlich für´s Selbstbewusstsein. Man muß nur schauen wo jeweils der Grad zwischen Fordern und Überfordern liegt.
     
    #5 HSH Freund
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