Pudelbericht 3Sat - Vergewaltigung

shevoice

KSG-Bullette™
20 Jahre Mitglied
Ist mir gerade so in den Sinn gekommen, glaubt Ihr, da ist was drin mit Anzeige? Hat jemand Infos?

Bericht hier:
 
Hi She,

der Moderator war ein Schweizer, der Bericht vom DSR. Ich kann jetzt aber nicht mehr sagen, ob die Pudelbesitzer Schweizer oder Deutsche waren.

Es kann also sein, daß in diesem Fall das schweizer Recht Anwendung finden müßte, und wie das aussieht weiß ich leider nicht...
 
Hatte grade etwas Zeit und habe unter folgendes gefunden(auszugsweise)

Tierschutzverordnung
(TSchV)
vom 27. Mai 1981 (Stand am 4. September 2001)
Der Schweizerische Bundesrat,
gestützt auf Artikel 33 des Tierschutzgesetzes vom 9. März 19781 (Gesetz),2
verordnet:
1. Kapitel Allgemeine Tierhaltungsvorschriften


Tiergerechte Haltung
Art. 1

1 Tiere sind so zu halten, dass ihre Körperfunktionen und ihr Verhalten nicht gestört werden und ihre Anpassungsfähigkeit nicht überfordert wird.
2 Fütterung, Pflege und Unterkunft sind angemessen, wenn sie nach dem Stand der Erfahrung und den Erkenntnissen der Physiologie, Verhaltenskunde und

Hygiene den Bedürfnissen der Tiere entsprechen.
3 Tiere dürfen nicht dauernd angebunden gehalten werden.
4 Abweichungen von Tierhaltungsvorschriften sind ausnahmsweise zulässig, solange sie erforderlich sind, um Krankheiten zu verhüten oder zu heilen.

Fütterung
Art. 2

1 Tiere sind regelmässig und ausreichend mit geeignetem Futter und, soweit nötig, mit Wasser zu versorgen. Werden Tiere in Gruppen gehalten, muss der

Tierhalter dafür sorgen, dass jedes Tier genügend Futter und Wasser erhält.
2 Das Futter muss so beschaffen und zusammengesetzt sein, dass die Tiere ihr arteigenes, mit dem Fressen verbundenes Beschäftigungsbedürfnis

befriedigen können.
3 Lebende Tiere dürfen nur für Wildtiere als Futter verwendet werden; das Wildtier muss das Beutetier wie in freier Wildbahn fangen und töten können.

Pflege
Art. 3

1 Die Pflege muss haltungsbedingte Krankheiten und Verletzungen verhindern sowie das arteigene Pflegeverhalten der Tiere ersetzen, soweit dieses durch

die Haltung eingeschränkt und für die Gesundheit erforderlich ist.
2 Der Tierhalter muss das Befinden der Tiere sowie die Einrichtungen genügend oft überprüfen. Er muss Mängel an den Einrichtungen, die das Befinden der

Tiere beeinträchtigen, unverzüglich beheben oder aber andere geeignete Massnahmen zum Schutz der Tiere treffen.
3 Kranke und verletzte Tiere muss der Tierhalter unverzüglich ihrem Zustand entsprechend unterbringen, pflegen und behandeln oder aber töten.

Unterkunft
Art. 4

1 Für Tiere, die sich den klimatischen Verhältnissen nicht anpassen können, muss der Tierhalter für Unterkunft sorgen.
2 Unterkünfte müssen leicht zugänglich und so geräumig sein, dass die Tiere normal stehen und liegen können; sie müssen so gebaut sein, dass die

Verletzungsgefahr gering ist.

Gehege
Art. 5

1 Als Gehege gelten umgrenzte Flächen und Räume, in denen Tiere gehalten werden, einschliesslich Käfigen, Terrarien, Aquarien, Aufzuchtbecken und

Fischteichen, jedoch nicht Transportbehälter.
2 Gehege müssen so gebaut und eingerichtet sein, dass die Verletzungsgefahr gering ist und die Tiere nicht entweichen können.
3 Gehege, in denen sich Tiere dauernd oder überwiegend aufhalten, müssen so gross und so gestaltet sein, dass die Tiere sich artgemäss bewegen können.

Die Gehege und deren Böden müssen so beschaffen sein, dass die Gesundheit der Tiere nicht beeinträchtigt wird.
4 Werden Gehege mit mehreren Tieren besetzt, so muss der Tierhalter dem Verhalten in der Gruppe Rechnung tragen. Werden mehrere Tierarten im selben

Gehege gehalten, müssen Ausweich- und Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sein. Für Tiere, die überwiegend oder zeitweilig einzeln leben, und für

unverträgliche Tiere müssen Absperrgehege vorhanden sein.
5 Gehege müssen im übrigen für Tiere, die in den Anhängen 1-3 aufgeführt sind, den dort vorgeschriebenen Mindestanforderungen entsprechen.

Standplätze, Boxen, Anbindevorrichtungen
Art. 6

Standplätze, Boxen und Anbindevorrichtungen müssen so gestaltet sein, dass die Tiere artgemäss abliegen, ruhen und aufstehen können.

Anbindevorrichtungen dürfen nicht zu Verletzungen führen. Seile, Ketten, Halsbänder und ähnliche Anbindevorrichtungen sind genügend oft zu kontrollieren

und den Körpermassen der Tiere anzupassen.

Klima
Art. 7

1 Räume, in denen Tiere gehalten werden, müssen so gebaut, betrieben und gelüftet werden, dass ein den Tieren angepasstes Klima erreicht wird.
2 Bei geschlossenen Räumen mit künstlicher Lüftung muss die Frischluftzufuhr auch bei Ausfall der Anlage gesichert sein.


1 SR 455
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Okt. 1991, in Kraft seit 1. Dez. 1991 (AS 1991 2349).

Europäisches Übereinkommen zum Schutz von Heimtieren
Kapitel II Grundsätze für die Haltung von Heimtieren

Grundsätze für das Wohlbefinden der Tiere
Art. 3

1. Niemand darf unnötig einem Heimtier Schmerzen oder Leiden zufügen oder es in Angst versetzen.
2. Niemand darf ein Heimtier aussetzen.

Haltung
Art. 4

1. Wer ein Heimtier hält oder sich bereit erklärt, es zu betreuen, ist für dessen Gesundheit und Wohlbefinden verantwortlich.
2. Wer ein Heimtier hält oder betreut, sorgt für Unterkunft, Pflege und Zuwendung, die den ethologischen Bedürfnissen des Tieres entsprechend seiner Art

und Rasse Rechnung tragen; insbesondere:
a. gibt er dem Tier genügend geeignetes Futter und Wasser,
b. sorgt er für angemessene Bewegungsmöglichkeiten für das Tier,
c. trifft er alle zumutbaren Massnahmen, um zu verhindern, dass das Tier entweicht.
3. Ein Tier darf nicht als Heimtier gehalten werden:
a. wenn die Bedingungen des Absatzes 2 nicht erfüllt werden oder
b. wenn das Tier sich trotz Erfüllung dieser Bedingungen nicht an die Gefangenschaft gewöhnen kann.

Zucht
Art. 5

Wer ein Heimtier zur Zucht auswählt, ist gehalten, die anatomischen, physiologischen und ethologischen Merkmale zu berücksichtigen, die Gesundheit und

Wohlbefinden der Nachkommenschaft oder des weiblichen Elternteils gefährden könnten.

Altersgrenze für den Erwerb
Art. 6

Ein Heimtier darf nicht ohne ausdrückliche Zustimmung der Eltern oder anderer Personen, welche die elterliche Gewalt innehaben, an Personen unter 16

Jahren verkauft werden.

Abrichtung
Art. 7

Ein Heimtier darf nicht in einer Weise abgerichtet werden, die seine Gesundheit und sein Wohlbefinden beeinträchtigt, insbesondere dadurch, dass es

gezwungen wird, seine natürlichen Fähigkeiten oder Kräfte zu überschreiten, oder dass künstliche Hilfsmittel angewendet werden, die Verletzungen oder

unnötige Schmerzen, Leiden oder Ängste verursachen.

Handel, gewerbsmässige Zucht und Haltung, Tierheime
Art. 8

1. Wer zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Übereinkommens mit Heimtieren handelt oder sie gewerbsmässig züchtet oder hält oder ein Tierheim betreibt,

teilt dies der zuständigen Behörde innerhalb eines von jeder Vertragspartei festzusetzenden angemessenen Zeitraums mit.
Wer die Absicht hat, eine dieser Tätigkeiten aufzunehmen, teilt dies der zuständigen Behörde mit.
2. Die Mitteilung hat folgende Angaben zu enthalten:
a. die Heimtierarten, die betroffen sind oder betroffen sein werden,
b. den Namen der verantwortlichen Person und deren Kenntnisse,
c. eine Beschreibung der Gebäude und Einrichtungen, die benutzt werden oder benutzt werden sollen.
3. Die obigen Tätigkeiten dürfen nur durchgeführt werden, wenn:
a. die verantwortliche Person die für die Tätigkeit erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten entweder im Rahmen ihrer Berufsausbildung oder aber durch

ausreichende Erfahrung im Umgang mit Heimtieren erworben hat und
b. die für die Tätigkeit benutzten Gebäude und Einrichtungen die in Artikel 4 aufgeführten Anforderungen erfüllen.
4. Die zuständige Behörde stellt anhand der Mitteilung nach Absatz 1 fest, ob die in Absatz 3 aufgeführten Auflagen erfüllt sind. Sind diese Auflagen nicht in

angemessener Weise erfüllt, so empfiehlt sie Massnahmen und verbietet, wenn dies für das Wohlbefinden der Tiere notwendig ist, die Aufnahme oder

Fortführung der Tätigkeit.
5. Die zuständige Behörde überwacht in Übereinstimmung mit den innerstaatlichen Rechtsvorschriften, ob die oben genannten Auflagen erfüllt werden.

Werbung, Unterhaltung, Ausstellungen, Wettkämpfe und ähnliche Veranstaltungen
Art. 9

1. Heimtiere dürfen nicht für Werbungs- oder Unterhaltungszwecke oder für Ausstellungen, Wettkämpfe oder ähnliche Veranstaltungen verwendet werden,

es sei denn, dass:
a. der Veranstalter die erforderlichen Voraussetzungen dafür geschaffen hat, dass die Heimtiere in Übereinstimmung mit den Erfordernissen des Artikels 4

Absatz 2 behandelt werden, und
b. Gesundheit und Wohlbefinden der Heimtiere nicht gefährdet werden.
2. Heimtieren dürfen keine Mittel verabreicht werden, sie dürfen keinen Behandlungen unterzogen werden, und es dürfen keine Verfahren auf sie

angewendet werden, die darauf abzielen, ihr natürliches Leistungsniveau zu steigern oder herabzusetzen:
a. bei Wettkämpfen oder
b. zu jeder anderen Zeit, wenn dadurch Gesundheit und Wohlbefinden des betreffenden Tieres gefährdet würden.

Chirurgische Eingriffe
Art. 10

1. Chirurgische Eingriffe zur Veränderung der äusseren Erscheinung eines Heimtiers oder zu anderen nicht der Heilung dienenden Zwecken sind verboten,

insbesondere:
a. das Kupieren des Schwanzes,
b. das Kupieren der Ohren,
c. das Durchtrennen der Stimmbänder,
d. das Entfernen der Krallen und Zähne.
2. Ausnahmen von diesen Verboten sind nur gestattet:
a. wenn ein Tierarzt nicht der Heilung dienende Verfahren entweder aus veterinärmedizinischen Gründen oder zum Wohl eines bestimmten Tieres für

notwendig hält,
b. zur Verhütung der Fortpflanzung.
3. a. Eingriffe, bei denen das Tier erhebliche Schmerzen erleiden wird oder erleiden könnte, dürfen nur unter Betäubung von einem Tierarzt oder unter seiner

Aufsicht vorgenommen werden.
b. Eingriffe, bei denen keine Betäubung erforderlich ist, können von einer Person vorgenommen werden, die nach den innerstaatlichen Rechtsvorschriften

sachkundig ist.

Töten
Art. 11

1. Nur ein Tierarzt oder eine andere sachkundige Person darf ein Heimtier töten, ausser in einem Notfall, wenn ein Tier von seinen Leiden erlöst werden muss

und die Hilfe eines Tierarztes oder einer anderen sachkundigen Person nicht umgehend erlangt werden kann, oder in einem anderen in den innerstaatlichen

Rechtsvorschriften vorgesehenen Notfall. Das Töten muss mit einem in Anbetracht der Umstände möglichst geringen Mass an physischen und psychischen

Leiden erfolgen. Die gewählte Methode muss ausser in einem Notfall:
a. entweder zu sofortiger Bewusstlosigkeit und zum Tod führen oder
b. mit einer tiefen allgemeinen Betäubung beginnen, gefolgt von einer Massnahme, die sicher zum Tod führt.
Die für das Töten verantwortliche Person muss sich vergewissern, dass das Tier tot ist, bevor der Tierkörper beseitigt wird.
2. Folgende Tötungsmethoden sind zu verbieten:
a. Ertränken und andere Methoden des Erstickens, wenn sie nicht die in Absatz 1 Buchstabe b geforderte Wirkung haben;
b. die Verwendung von Gift oder Medikamenten, bei denen Dosierung und Anwendung im Hinblick auf die in Absatz 1 genannte Wirkung nicht kontrollierbar

sind;
c. das Töten durch elektrischen Strom, es sei denn, dass vorher eine sofortige Bewusstlosigkeit herbeigeführt wird.



Tierschutzverordnung
3. Kapitel Haustiere

6. Abschnitt Hunde


Hundehaltung
Art. 31

1 Hunde, die in Räumen gehalten werden, müssen sich täglich entsprechend ihrem Bedürfnis bewegen können. Wenn möglich sollen sie Auslauf im Freien

haben.
2 Hunde, die angebunden gehalten werden, müssen sich in einem Bereich von wenigstens 20 m2 bewegen können. Sie dürfen nicht mit einem

Würgehalsband angebunden werden.
3 Für Hunde, die im Freien gehalten werden, muss eine Unterkunft vorhanden sein.

Zughunde
Art. 32

1 Zum Ziehen dürfen nur geeignete Hunde verwendet werden. Ungeeignet sind insbesondere kranke, hochträchtige oder säugende Tiere.
2 Die Hunde sind in geeignete Geschirre einzuspannen.

Ausbildung von Jagdhunden
Art. 33

1 Bodenhunde dürfen nur an einem Kunstbau abgerichtet und geprüft werden, der von der kantonalen Behörde bewilligt worden ist.
2 Der Kunstbau wird bewilligt, wenn
a. die horizontalen Röhren und die Kessel an jeder Stelle abdeckbar sind;
b. die Bewegungen von Fuchs und Hund sich durch besondere Vorrichtungen überwachen lassen;
c. das Schiebersystem so angelegt ist und bedient werden kann, dass ein direkter Kontakt zwischen Hund und Fuchs ausgeschlossen ist.
3 Jede Veranstaltung, bei der Bodenhunde am Bau abgerichtet oder geprüft werden, ist der kantonalen Behörde zu melden. Diese sorgt für die ständige

Überwachung der Veranstaltung. Sie kann die Zahl der Baue und der Veranstaltungen begrenzen.

Umgang mit Hunden
Art. 341

1 Beim Umgang mit Hunden sind übermässige Härte und Strafschüsse sowie die Verwendung von Stachelhalsbändern verboten.
2 Hilfsmittel dürfen nicht derart verwendet werden, dass dem Tier Verletzungen oder erhebliche Schmerzen zugefügt werden oder dass es stark gereizt oder

in schwere Angst versetzt wird.
3 Der Einsatz von Geräten, die elektrisieren oder akustische Signale aussenden oder mittels chemischer Stoffe wirken, ist verboten; ausgenommen sind

Dressurpfeifen und der fachgerechte Einsatz von Umzäunungssystemen.
4 Auf Gesuch hin kann die kantonale Behörde Personen, die sich über die notwendigen Fähigkeiten ausweisen, die Verwendung von Geräten nach Absatz

3 ausnahmsweise zu therapeutischen Zwecken bewilligen.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 14. Mai 1997, in Kraft seit 1. Juli 1997 (AS 1997 1121).
Europäisches Übereinkommen zum Schutz von Heimtieren
Abgeschlossen in Strassburg am 13. November 1987 Von der Bundesversammlung genehmigt am 17. Juni 19932 Schweizerische Ratifikationsurkunde

hinterlegt am 3. November 1993 Inkrafttreten für die Schweiz am 1. Juni 1994

Präambel
Die Mitgliedstaaten des Europarats, die dieses Übereinkommen unterzeichnen -
in der Erwägung, dass es das Ziel des Europarats ist, eine engere Verbindung zwischen seinen Mitgliedern herbeizuführen;
in der Erkenntnis, dass der Mensch die ethische Verpflichtung hat, alle Lebewesen zu achten, und eingedenk der besonderen Beziehung des Menschen zu

den Heimtieren;
in Anbetracht der Bedeutung der Heimtiere wegen ihres Beitrags zur Lebensqualität und ihres daraus folgenden Wertes für die Gesellschaft;
in Anbetracht der Schwierigkeiten, die sich aus der grossen Vielfalt der vom Menschen gehaltenen Tiere ergeben;
in Anbetracht der Gefahren, die sich bei einer zu grossen Zahl von Heimtieren für Hygiene, Gesundheit und Sicherheit des Menschen und anderer Tiere

ergeben;
in der Erwägung, dass die Haltung von Exemplaren wildlebender Tiere als Heimtiere nicht gefördert werden sollte;
im Bewusstsein der unterschiedlichen Bedingungen, die für den Erwerb, die Haltung, die gewerbsmässige und nicht gewerbsmässige Zucht sowie für die

Weitergabe von Heimtieren und den Handel mit Heimtieren gelten;
im Bewusstsein, dass Heimtiere nicht immer unter Bedingungen gehalten werden, die ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden fördern;
in der Erkenntnis, dass die Einstellung zu Heimtieren sehr unterschiedlich ist, manchmal wegen eines Mangels an Wissen und Bewusstsein;
in der Erwägung, dass eine gemeinsame grundlegende Richtschnur für Einstellung und Umgang, die zu einem verantwortungsvollen Verhalten der

Eigentümer von Heimtieren führt, ein nicht nur wünschenswertes, sondern auch realistisches Ziel ist -
sind wie folgt übereingekommen:
Kapitel I Allgemeine Bestimmungen

Definitionen
Art. 1

1. Der Ausdruck Heimtier bezeichnet ein Tier, das der Mensch insbesondere in seinem Haushalt zu seiner eigenen Freude und als Gefährten hält oder das

für diesen Zweck bestimmt ist.
2. Der Ausdruck Handel mit Heimtieren bezeichnet alle in grösserem Umfang getätigten, auf Gewinnerzielung gerichteten ordentlichen Handelsgeschäfte, die

mit einem Wechsel des Eigentums an Heimtieren verbunden sind.
3. Der Ausdruck gewerbsmässige Zucht und Haltung bezeichnet die überwiegend auf Gewinnerzielung gerichtete Zucht oder Haltung in grösserem Umfang.
4. Der Ausdruck Tierheim bezeichnet eine nicht auf Gewinnerzielung gerichtete Einrichtung, in der Heimtiere in grösserer Anzahl gehalten werden können.

Soweit es die innerstaatlichen Rechtsvorschriften und/oder Verwaltungsmassnahmen zulassen, kann eine solche Einrichtung auch streunende Tiere

aufnehmen.
5. Der Ausdruck streunendes Tier bezeichnet ein Heimtier, das entweder kein Zuhause hat oder sich ausserhalb der Grenzen des Haushalts seines

Eigentümers oder Halters aufhält und nicht unter der Kontrolle oder unmittelbaren Aufsicht eines Eigentümers oder Halters befindet.
6. Der Ausdruck zuständige Behörde bezeichnet die vom Mitgliedstaat benannte Behörde.

Geltungsbereich und Durchführung
Art. 2

1. Jede Vertragspartei verpflichtet sich, die erforderlichen Massnahmen zur Durchführung der Bestimmungen dieses Übereinkommens zu treffen in bezug auf:
a. Heimtiere, die von einer natürlichen oder juristischen Person in einem Haushalt oder in einer Einrichtung für den Handel oder die gewerbsmässige Zucht

und Haltung sowie in Tierheimen gehalten werden;
b. gegebenenfalls streunende Tiere.
2. Dieses Übereinkommen lässt die Durchführung anderer Übereinkünfte zum Schutz von Tieren oder zur Erhaltung bedrohter wildlebender Tierarten

unberührt.
3. Dieses Übereinkommen lässt die Befugnis der Vertragsparteien unberührt, strengere Massnahmen zum Schutz von Heimtieren zu treffen oder die

Bestimmungen des Übereinkommens auf Tierkategorien anzuwenden, die in dieser Übereinkunft nicht ausdrücklich aufgeführt sind.


1 Der französische Originaltext findet sich unter der gleichen Nummer in der entsprechenden Ausgabe dieser Sammlung.
2 Art. 1 Abs. 1 Bst. c des BB vom 17. Juni 1993 (AS 1994 91:cool:.
Europäisches Übereinkommen zum Schutz von Heimtieren
Kapitel II Grundsätze für die Haltung von Heimtieren

Grundsätze für das Wohlbefinden der Tiere
Art. 3

1. Niemand darf unnötig einem Heimtier Schmerzen oder Leiden zufügen oder es in Angst versetzen.
2. Niemand darf ein Heimtier aussetzen.

Haltung
Art. 4

1. Wer ein Heimtier hält oder sich bereit erklärt, es zu betreuen, ist für dessen Gesundheit und Wohlbefinden verantwortlich.
2. Wer ein Heimtier hält oder betreut, sorgt für Unterkunft, Pflege und Zuwendung, die den ethologischen Bedürfnissen des Tieres entsprechend seiner Art

und Rasse Rechnung tragen; insbesondere:
a. gibt er dem Tier genügend geeignetes Futter und Wasser,
b. sorgt er für angemessene Bewegungsmöglichkeiten für das Tier,
c. trifft er alle zumutbaren Massnahmen, um zu verhindern, dass das Tier entweicht.
3. Ein Tier darf nicht als Heimtier gehalten werden:
a. wenn die Bedingungen des Absatzes 2 nicht erfüllt werden oder
b. wenn das Tier sich trotz Erfüllung dieser Bedingungen nicht an die Gefangenschaft gewöhnen kann.

Zucht
Art. 5

Wer ein Heimtier zur Zucht auswählt, ist gehalten, die anatomischen, physiologischen und ethologischen Merkmale zu berücksichtigen, die Gesundheit und

Wohlbefinden der Nachkommenschaft oder des weiblichen Elternteils gefährden könnten.

Altersgrenze für den Erwerb
Art. 6

Ein Heimtier darf nicht ohne ausdrückliche Zustimmung der Eltern oder anderer Personen, welche die elterliche Gewalt innehaben, an Personen unter 16

Jahren verkauft werden.

Abrichtung
Art. 7

Ein Heimtier darf nicht in einer Weise abgerichtet werden, die seine Gesundheit und sein Wohlbefinden beeinträchtigt, insbesondere dadurch, dass es

gezwungen wird, seine natürlichen Fähigkeiten oder Kräfte zu überschreiten, oder dass künstliche Hilfsmittel angewendet werden, die Verletzungen oder

unnötige Schmerzen, Leiden oder Ängste verursachen.

Handel, gewerbsmässige Zucht und Haltung, Tierheime
Art. 8

1. Wer zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Übereinkommens mit Heimtieren handelt oder sie gewerbsmässig züchtet oder hält oder ein Tierheim betreibt,

teilt dies der zuständigen Behörde innerhalb eines von jeder Vertragspartei festzusetzenden angemessenen Zeitraums mit.
Wer die Absicht hat, eine dieser Tätigkeiten aufzunehmen, teilt dies der zuständigen Behörde mit.
2. Die Mitteilung hat folgende Angaben zu enthalten:
a. die Heimtierarten, die betroffen sind oder betroffen sein werden,
b. den Namen der verantwortlichen Person und deren Kenntnisse,
c. eine Beschreibung der Gebäude und Einrichtungen, die benutzt werden oder benutzt werden sollen.
3. Die obigen Tätigkeiten dürfen nur durchgeführt werden, wenn:
a. die verantwortliche Person die für die Tätigkeit erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten entweder im Rahmen ihrer Berufsausbildung oder aber durch

ausreichende Erfahrung im Umgang mit Heimtieren erworben hat und
b. die für die Tätigkeit benutzten Gebäude und Einrichtungen die in Artikel 4 aufgeführten Anforderungen erfüllen.
4. Die zuständige Behörde stellt anhand der Mitteilung nach Absatz 1 fest, ob die in Absatz 3 aufgeführten Auflagen erfüllt sind. Sind diese Auflagen nicht in

angemessener Weise erfüllt, so empfiehlt sie Massnahmen und verbietet, wenn dies für das Wohlbefinden der Tiere notwendig ist, die Aufnahme oder

Fortführung der Tätigkeit.
5. Die zuständige Behörde überwacht in Übereinstimmung mit den innerstaatlichen Rechtsvorschriften, ob die oben genannten Auflagen erfüllt werden.

Werbung, Unterhaltung, Ausstellungen, Wettkämpfe und ähnliche Veranstaltungen
Art. 9

1. Heimtiere dürfen nicht für Werbungs- oder Unterhaltungszwecke oder für Ausstellungen, Wettkämpfe oder ähnliche Veranstaltungen verwendet werden,

es sei denn, dass:
a. der Veranstalter die erforderlichen Voraussetzungen dafür geschaffen hat, dass die Heimtiere in Übereinstimmung mit den Erfordernissen des Artikels 4

Absatz 2 behandelt werden, und
b. Gesundheit und Wohlbefinden der Heimtiere nicht gefährdet werden.
2. Heimtieren dürfen keine Mittel verabreicht werden, sie dürfen keinen Behandlungen unterzogen werden, und es dürfen keine Verfahren auf sie

angewendet werden, die darauf abzielen, ihr natürliches Leistungsniveau zu steigern oder herabzusetzen:
a. bei Wettkämpfen oder
b. zu jeder anderen Zeit, wenn dadurch Gesundheit und Wohlbefinden des betreffenden Tieres gefährdet würden.

Chirurgische Eingriffe
Art. 10

1. Chirurgische Eingriffe zur Veränderung der äusseren Erscheinung eines Heimtiers oder zu anderen nicht der Heilung dienenden Zwecken sind verboten,

insbesondere:
a. das Kupieren des Schwanzes,
b. das Kupieren der Ohren,
c. das Durchtrennen der Stimmbänder,
d. das Entfernen der Krallen und Zähne.
2. Ausnahmen von diesen Verboten sind nur gestattet:
a. wenn ein Tierarzt nicht der Heilung dienende Verfahren entweder aus veterinärmedizinischen Gründen oder zum Wohl eines bestimmten Tieres für

notwendig hält,
b. zur Verhütung der Fortpflanzung.
3. a. Eingriffe, bei denen das Tier erhebliche Schmerzen erleiden wird oder erleiden könnte, dürfen nur unter Betäubung von einem Tierarzt oder unter seiner

Aufsicht vorgenommen werden.
b. Eingriffe, bei denen keine Betäubung erforderlich ist, können von einer Person vorgenommen werden, die nach den innerstaatlichen Rechtsvorschriften

sachkundig ist.

Töten
Art. 11

1. Nur ein Tierarzt oder eine andere sachkundige Person darf ein Heimtier töten, ausser in einem Notfall, wenn ein Tier von seinen Leiden erlöst werden muss

und die Hilfe eines Tierarztes oder einer anderen sachkundigen Person nicht umgehend erlangt werden kann, oder in einem anderen in den innerstaatlichen

Rechtsvorschriften vorgesehenen Notfall. Das Töten muss mit einem in Anbetracht der Umstände möglichst geringen Mass an physischen und psychischen

Leiden erfolgen. Die gewählte Methode muss ausser in einem Notfall:
a. entweder zu sofortiger Bewusstlosigkeit und zum Tod führen oder
b. mit einer tiefen allgemeinen Betäubung beginnen, gefolgt von einer Massnahme, die sicher zum Tod führt.
Die für das Töten verantwortliche Person muss sich vergewissern, dass das Tier tot ist, bevor der Tierkörper beseitigt wird.
2. Folgende Tötungsmethoden sind zu verbieten:
a. Ertränken und andere Methoden des Erstickens, wenn sie nicht die in Absatz 1 Buchstabe b geforderte Wirkung haben;
b. die Verwendung von Gift oder Medikamenten, bei denen Dosierung und Anwendung im Hinblick auf die in Absatz 1 genannte Wirkung nicht kontrollierbar

sind;
c. das Töten durch elektrischen Strom, es sei denn, dass vorher eine sofortige Bewusstlosigkeit herbeigeführt wird.

Ich denke, das reicht für ne Anzeige.
 
Danke für die Mühe, amber, werde mich mal erkundigen wegen der Vorgehensweise, wir haben nämlich ganz dicke Freunde in der Schweiz
hmm.gif
 
Danke, She
smile.gif


Hälst Du uns bitte auf dem Laufenden?

Gruß
 
Klar, am Freitag kommen sie wieder zu uns, weil wir gemeinsam in den Urlaub gehen. Da werden wir das mal besprechen.
 
Die Sache stellt sich schwieriger heraus, als wir dachten
frown.gif
In der Schweiz unterscheiden sich tierschutz- und zucht-rechtliche Vorgaben innerhalb der Kantone.
Da unsere Freundin wegen schwerer Krankheit jetzt erstmal einige Wochen in Kur muß, hat sie die Angelegenheit an einen Tierschutzverein weitergeleitet. Die haben versprochen, auf jeden Fall zu recherchieren.
Hoffen wir´s!

<small>[ 02. Oktober 2002, 18:09: Beitrag editiert von: shevoice ]</small>
 
Wenn dir die Beiträge zum Thema „Pudelbericht 3Sat - Vergewaltigung“ in der Kategorie „Verordnungen & Rechtliches“ gefallen haben, du noch Fragen hast oder Ergänzungen machen möchtest, mach doch einfach bei uns mit und melde dich kostenlos und unverbindlich an: Registrierte Mitglieder genießen u. a. die folgenden Vorteile:
  • kostenlose Mitgliedschaft in einer seit 1999 bestehenden Community
  • schnelle Hilfe bei Problemen und direkter Austausch mit tausenden Mitgliedern
  • neue Fragen stellen oder Diskussionen starten
  • Alben erstellen, Bilder und Videos hochladen und teilen
  • Anzeige von Profilen, Benutzerbildern, Signaturen und Dateianhängen (z.B. Bilder, PDFs, usw.)
  • Nutzung der foreneigenen „Schnackbox“ (Chat)
  • deutlich weniger Werbung
  • und vieles mehr ...

Diese Themen könnten dich auch interessieren:

IgorAndersen
Sehenswert! Hat mir gut gefallen. Hier in der Mediathek: Du musst registriert sein, um diesen Inhalt sehen zu können. Den Monty aus Spanien zu importieren war mutig. Schön, dass er so ein tolles Zuhause gefunden hat, und das Frauchen ihn trotz seiner Zerstörungswut beim Alleinsein behält und...
Antworten
1
Aufrufe
453
IgorAndersen
IgorAndersen
Crabat
Danke, danke, danke:):) Ich bin so begeistert, habe immer noch Gänsehaut und freue mich über den tollen Einsatz dieses Mannes. Wenn nur mehr Menschen sich für die Natur wenigstens ansatzweise so begeistern könnten wie dieser Mann, dann hätten wir viele Probleme weniger und mehr Menschen hätten...
Antworten
7
Aufrufe
837
watson
Crabat
Nee, ein paar mehr waren's schon. Und der Hirte mit dem Cowboy - Hut hat auch gesagt, daß fremde Hunde problematisch werden können. Mit der Moderhinke war schon krass. Da regen die sich über ein paar Wölfe auf. :stupid: Ich fand die Doku auch ganz gut.
Antworten
3
Aufrufe
1K
HSH2
legolas
Du musst registriert sein, um diesen Inhalt sehen zu können. Du musst registriert sein, um diesen Inhalt sehen zu können. Aba ufpasse Nich vermenschliche!
Antworten
1
Aufrufe
550
Podifan
Podifan
Bostonbully
Und wenn man dann das Blabla von der TV-Typen hört, wie sorgfältig sie mit den Tieren umgehen, wie sehr sie versuchen zu vermeiden, dass die Tieren unnötigen Qualen asugesetzt werden, ... *spuck*
Antworten
5
Aufrufe
802
Pommel
Zurück
Oben Unten