Presa Dame lässt keinen Besuch mehr rein, überhaupt sind fremde Menschen nicht mehr willkommen.

PresaCanarioAnysha

Seit August leben meine knapp 5 Jahre alte Presa Dame und ich bin alleine
Vom Problem Hund an der Leine ... zu „es läuft langsam“ (hundebegegnungen grausam)
Mein aktuell schlimmstes Problem: bei mir lässt sie niemand in die Wohnung. Ist mein bester Freund bei mir zu Besuch -> kein Problem!!!
Gleiches gilt für Spaziergänge-> kommt ein Mensch gerade auf uns zu -> tötenmodus! Ist Patrick dabei - lammfromm
Mir klar das sie mir nicht zutraut das ich die Lage unter Kontrolle habe ...
leider tue ich sie nun immer weg wenn Besuch kommt weil ich sorge habe das was passiert. Aber ich will das Problem angehen und brauche wirklich eure Hilfe!!!
Ich hab die Geduld - die Zeit uns vor allem den Bock dass das aufhört und wir in maximaler Harmonie leben können.

was soll ich tun? inhouse-Maulkorb?? Verbindet sie dann nicht -> Mensch = Maulkorb = shit ???

freu mich über hilfreiche Tipps!!!
Danke vorab
 
Von außen ist das immer schwer zu beurteilen und auch schwierig Tipps zu geben.

Zunächst möchte ich dir raten dir einen kompetenten Hundetrainer zu suchen. Kannst dir hier auch jemanden empfehlen lassen, wenn du uns verrätst wo du etwa wohnst.

Der Presa Canario ist natürlich auch ein wachsamer, territorialer Hund, der auch beschützen soll. Im Grunde macht sie ihren Job, allerdings wohl übereifrig, eigentlich solltest du das ja regeln, weißt du ja selbst.

Wenn du den Maulkorb vorher positiv verknüpfst über ein gutes Maulkorbtraining und ihr den dann ein paar Minuten vor dem erwarteten Besuch anziehst verknüpft sie das nicht negativ mit dem Besuch.
Der Maulkorb würde dir zumindest Sicherheit geben und die brauchst du, damit sie dich ernst nehmen kann. Der Maulkorb ist nicht Lösung des Problems, gibt dir aber zumindest Gewissheit, dass nicht so viel passieren kann, sollte sie z.B. aus deinem Kommando aufstehen.

Ich würde zunächst ohne Besuch üben, dass sie fest auf einem Platz liegt, egal was du machst. Das kann natürlich dauern. Ziel ist, dass sie da auch liegen bleibt, wenn du Besuch empfängst.

Beim Gassi, läuft sie vor dir? Das würde ich unterbinden und ihr zeigen, dass sie immer rechts von dir (weg von Passanten) mit dem Kopf maximal auf Höhe deiner Beine sein darf, also nicht vor deinen Beinen rumschauen/dich überholen darf.
 
leider tue ich sie nun immer weg wenn Besuch kommt weil ich sorge habe das was passiert.

Du hast das Problem ja selbst erkannt. So, wie du den Sachverhalt hier beschreibst, sind diese Situationen für deine Hündin bei entsprechender Führung kein Problem:

tötenmodus! Ist Patrick dabei - lammfromm

Tipps, hier an Symptomen herumzubasteln, ohne das eigentliche Problem zu lösen, werden dir auf Dauer nicht helfen. Ich denke, du brauchst einen Trainer, der in der Lage ist eine Anamnese eurer augenblicklichen Situation zu erarbeiten und daraus einen Plan zu entwickeln, wie miteinander arbeiten müsst, damit du deiner Hündin die notwendige Führung und vor allem Sicherheit vermitteln kannst.
Wie hier schon geschrieben, ist die Maulkorbgewöhnung als erster Schritt eine gute Idee. Die Hündin sollte erfahren, dass der Maulkorb dann ins Spiel kommt, wenn es besonders entspannt und für sie rundum positiv ist, z.B. beim Kuscheln auf der Couch mit ab und an einem Leckerli zwischendurch.
Wenn der eigentliche Einsatz danach in verschiedensten Situationen erfolgt, wird sie ihn auch nicht mit Besuch oder anderen für sie stressigen Situationen in Verbindung bringen.
 
Kleine Randbemerkung: wenn ein gut sitzender (!) Maulkorb positiv verknüpft und gut antrainiert wird und der Hund diesen auch immer wieder random drauf hat (draußen und drinnen, auch ohne Besuch!), wird er den Korb nicht negativ mit Besuch verknüpfen. Ein Maulkorb sollte immer so trainiert werden, dass er was vollkommen normales im Alltag ist, was dazu gehört.
 
Hallo @IgorAndersen

Vielen Dank für Deine liebe Antwort. Tatsächlich ist mir absolut bewusst, dass ICH das Problem bin :-/ Hilft keinem - aber Einsicht ist zumindest da.
:D
Hab eigentlich einen "guten Trainer" aber der kapituliert weil er Hundetrainer und kein Psychotherapeut ist :( so seine liebevollen ehrlichen Worte ... Lach
Es gibt für alles Gründe... wie immer im Leben
Es ist um es kurz zu machen "Angst" - warum die besteht .... führt jetzt hier wahrscheinlich zu weit. Ich habe aber Angst, dass iwas passiert und man mir dann den Hund nehmen könnte.
Deshalb gehe ich also allem aus dem Weg, was zu Problemen führen könnte. Du hast Recht, ICH bin das Problem und ICH brauche die Sicherheit. Das schlimme ist ja - ich WEIß, dass sie nichts tut.
Mein bester Freund, ist derjenige der "kommen muss" wenn ich meinem Hund jmd "neuen" vorstellen möchte ..... er macht die Türe auf - vllt. blöckt er mal, dass wars. ...
Traurig aber wahr.

Also .... Maulkorbtraining - check
erfolgreich hinter mir .... ABER...... natürlich IMMER in Verbindung mit "positiven" Geschehen, ... ich möchte ja eben NICHT ,dass sie iwas negativ damit verbindet. Ich ziehe ihr den mittlerweile ausnahmslos nur noch an ... wenn Sie "mal" ohne Leine laufen darf. Ergo freut sie sich, wenn ich beim Spazieren gehe den Maulkorb raus hole.......

LG Rilana aus 52393 Hürtgenwald (falls Trainer Tipps hast)
;)
 
Okay, wie eigentlich immer, ist der Mensch der Schlüssel, das weißt du schon, super! Die meisten wissen das nicht.

Hilft nichts, du musst an deine Ängste ran.
Psychotherapie?!
Ich bin kein Cesar Milan Fan, aber mit einer Sache hat er Recht, und zwar der, dass alles von deiner Energie abhängt. Strahlst du Ruhe und Sicherheit aus, kann dein Hund dir folgen, bist du unsicher und ängstlich, übernimmt dein Hund.

Warum hast du Angst, dass man sie dir wegnehmen könnte? Erfüllst du irgendwelche Auflagen nicht?
Solange nichts passiert, ist es doch unrealistisch, dass man sie dir grundlos wegnimmt?!

Ich kann dir leider niemanden empfehlen, da ich in NRW keine Trainer kenne. Komme aus einer ganz anderen Ecke.

Ich meine es ganz und gar nicht böse, aber hast du dir überlegt, ob du sie vielleicht abgibst, solltest du deine Ängste nicht in den Griff kriegen? Sie hat ein Recht auf Führung, die fehlt ihr gerade. Ein Vorfall wäre der Worst Case. Von daher finde ich es super, dass du sie mit dem Maulkorb absicherst!
 
Kleine Randbemerkung: wenn ein gut sitzender (!) Maulkorb positiv verknüpft und gut antrainiert wird und der Hund diesen auch immer wieder random drauf hat (draußen und drinnen, auch ohne Besuch!), wird er den Korb nicht negativ mit Besuch verknüpfen. Ein Maulkorb sollte immer so trainiert werden, dass er was vollkommen normales im Alltag ist, was dazu gehört.
 
Danke
:)
Maulkorb ist sie gewöhnt - absolut !!!! Draußen. Drinnen werde ich das umgehend trainieren :)
 
Okay, wie eigentlich immer, ist der Mensch der Schlüssel, das weißt du schon, super! Die meisten wissen das nicht.

Hilft nichts, du musst an deine Ängste ran.
Psychotherapie?!
Ich bin kein Cesar Milan Fan, aber mit einer Sache hat er Recht, und zwar der, dass alles von deiner Energie abhängt. Strahlst du Ruhe und Sicherheit aus, kann dein Hund dir folgen, bist du unsicher und ängstlich, übernimmt dein Hund.

Warum hast du Angst, dass man sie dir wegnehmen könnte? Erfüllst du irgendwelche Auflagen nicht?
Solange nichts passiert, ist es doch unrealistisch, dass man sie dir grundlos wegnimmt?!

Ich kann dir leider niemanden empfehlen, da ich in NRW keine Trainer kenne. Komme aus einer ganz anderen Ecke.

Ich meine es ganz und gar nicht böse, aber hast du dir überlegt, ob du sie vielleicht abgibst, solltest du deine Ängste nicht in den Griff kriegen? Sie hat ein Recht auf Führung, die fehlt ihr gerade. Ein Vorfall wäre der Worst Case. Von daher finde ich es super, dass du sie mit dem Maulkorb absicherst!
 
Kennt nicht doch jemand einen guten Hundetrainer in NRW?
Ein solcher muß in der Lage sein, Hund und Mensch mit ihren Persönlichkeiten zusammenzubringen, ansonsten ist er eben kein guter Trainer.
Wen der lockdown nicht mehr lange anhalten sollte, könntest du dir auch einen Termin bei einem Hundetrainer in der Ferne holen, der den augenblicklichen Stand mit dir analysiert und das Grundkonzept mit dir erarbeitet. Die ersten Schritte machst du dann dort und arbeitest zu hause weiter. Ich kenne viele Fälle, bei denen es bei sehr schwierigen Hunden wunderbar geklappt hat.
Zumindest wenn du niemanden findest, wäre es vllt. noch eine Option.
 


Peter kann ich jedem ans Herz legen. Tante Edith sagt - Er darf derzeit allerdings auch nicht unterrichten.
 
Im Endeffekt musst Du selbst lernen wie Du an Ruhe und Sicherheit gewinnst. Ein paar souveräne, entspannte Leute mit ihren Hunden wären dazu gut. Mit denen ihr dann immer gemeinsam oder abwechselnd Gassi geht. So kommt Ruhe rein, wenn die anderen ruhig und souverän sind, und Du kannst Dir das anschauen, abschauen und langsam auch entspannen.
Hundetrainer ist gut (meine Frau ist selbst eine), aber da bist Du immer in einer speziellen Situation und quasi im Prüfungsmodus. Da kannst Du nur die Grundlagen lernen. Umsetzen musst Du sie dann. Und das ist nicht einfach und dauert.
Schließlich entspannt sich Dein Hund erst wenn Du wirklich entspannt bist. Dem Hund kannst Du nichts vorspielen.
Aber das Gute ist, es lohnt sich. Dein Hund wird selig sein wenn Du souverän bist und entspannt und er ENDLICH nicht mehr ständig auf Dich aufpassen muss (nett gemeint).

Viel Erfolg!

Nachtrag:
Der Maulkorb ist natürlich solange angesagt, bis Du es Dir locker zutraust auch in etwas dynamischeren Situationen Deinen Hund bestimmt und entspannt handeln zu können.

Und, sei immer sehr freundlich zu Deinem Hund egal was er anstellt. Das ist für den Hund auch ein starkes Zeichen von Souveränität und Verbundenheit.
 
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