PRA - progressive Retina Atrophie

Petra-Neuss

Großer Kampfschmuser
15 Jahre Mitglied
Hallo zusammen,

PRA oder gPRA (generalisierte Progressive Retina Atrophie) ist eine durch einen Gendefekt ausgelöste Augenerkrankung. Das Gen wird bis auf sehr wenige Ausnahmen autosomal rezessiv vererbt. Die Netzhaut degeneriert, der Hund erblindet völlig. Eine Behandlung gibt es nicht.

ich habe zwei Anliegen zur PRA:

1. möchte ich auf ein Forschungsprojekt der Universität Bochum hinweisen, dessen Ziel es ist, die unterschiedlichen Gendefekte bei den verschiedenen betroffenen Rassen zu identifizieren, um direkte Gentests entwickeln zu können. Träger des defekten Gens könnten dann schon im Welpenalter identifiziert und von der Zucht ausgeschlossen werden.

Dafür werden Blutproben betroffener Tiere benötigt, und - wenn irgend möglich - auch die Blutproben von Vollgeschwistern und Elterntieren.

Hier der Link zu den weitergehenden Informationen:

2. Rufo, ein 6-jähriger Labrador Retriever, den ich vermittelt habe, ist an PRA erkrankt. Die TÄ meinte, dass der Krankheitsverlauf mit einem Medikament aus der Humanmedizin - Ocuvite Lutein AMD - verlangsamt werden könnte. Die Dosierung für den Menschen wurde auf Rufos Körpergewicht runtergerechnet.

Problem an der Sache: Er erbricht das Medikament kurz nach der Aufnahme. Er hat normalerweise einen sehr stabilen Magen, und die Tablette wird ihm unter das normale Futter gemogelt.

Hat hier irgend jemand Erfahrung mit Ocuvite beim Hund und kann mir irgend etwas dazu sagen? Kann es eine Unverträglichkeit bei gleichzeitiger Gabe von Echinacea geben? Hat hier überhaupt jemand einen PRA-Hund?

Wenn ja, wäre ich über Erfahrungsberichte sehr dankbar.

Viele Grüße
Petra
 
Hallo,

ja wir haben einen PRA positiven Hund....
Haben Gestern die Diagnose erhalten... Sie wird lt. TA wenn sie Glück hat noch maximal 1 Jahr etwas sehen können... :heul:

Sie ist noch nicht mal 3 Jahre alt und wird bald erblindet sein...:heul:

Ich kanns echt noch nicht glauben...

liebe Grüße
 
Hallo zusammen,

ich komme soeben aus der Tierklinik Zürich und habe für meinen kleinen Schatz die Diagnose PRA erhalten. Mein Jacky ist jetzt 6 Jahre alt und ein aufgewecktes, fröhliches Kerlchen. Ich kann gar nicht glauben, dass er bald blind sein soll. Kann mir vielleicht jemand helfen oder mir aus eigener Erfahrung sagen wie die Krankheit verläuft??

Danke schon mal im Voraus!
 
Vor zwei Jahren ist eine - damals - ca. 4 jährige Zuchthündin bei uns eingezogen.
Am ersten Tag des Kennenlerns habe ich gedacht, dass sie etwas tollpatschig ist bzw. Orientierungschwierigkeiten hat.
2 Wochen später, nach dem die Maus bei uns Einzug gehalten hat, wurde uns vom Tierarzt PRA diagnostiziert. Damals wurde die Sehkraft nur noch auf 15 % geschätzt. Ein Jahr später, also im 5. Lebensjahr, kam noch ein Linsenvorfall dazu. Leider mussten wir der Maus ein Äuglein entfernen lassen. Bereits zu diesem Zeitpunkt war sie schon vollkommen erblindet. Heute trägt sie ein Augenimplantat. Wer sie nicht kennt, glaubt es nicht, dass sie erblindet ist. Sie ist fast überall die Erste im Bunde und trotzdem eine fröhliche Maus geblieben.
 
@Rotkäppchen
Du scheinst ja schon Erfahrung mit dem erblinden bei Hunden zu haben, hast du vielleicht einige Tips wie wir es unserer süßen Maus erleichtern können?
Bzw. ihr die Angst nehmen können?
Nachts ist sie nämlich schon völlig blind und man merkt es... sie geht die Abend runden nur noch sehr widerwillig raus und hat im dunkeln sehr viel Angst... Tags über kann sie noch sehen aber auch da ist sie leiderschon viel zurück haltender..

Ich hoffe ja trotz der ersten Diagnose noch das es was anderes ist... Holen uns Dienstag in der Uniklinik noch ne 2. Meinung ein...

lg
 
Hallo Speedy,
sollte bei Eurer Untersuchung am Dienstag etwas anderes rauskommen, sag mir bitte dringend bescheid!
Bei unserem Jacky ist es auch so: er läuft nachts sehr unsicher, tagsüber hüpft er aber noch über die Wiesen und Felder, obwohl in der Tierklinik gesagt wurde, dass er wohl bereits zu 95 % blind ist. Ich hoffe sehr, dass er nicht tagsüber auch so unsicher läuft wie zur Zeit im dunkeln. hoffentlich kennt er seine Wege und vertraut mir soweit, dass wir normal weiter unsere großen runden drehen können...
Bin total traurig über die diagnose und will mich auch nicht so ganz damit abfinden... Würde mich freuen wenn wir in Kontakt bleiben.
Gruß Jacky
 
An Rotkäppchen nochmal:
Deinem Hund musste sogar ein Auge entfernt werden. Woran hast Du gemerkt, das das notwendig ist. Man hat mir in der Klinik gesagt, dass ich dem Jacky jeden Tag Augentropfen geben muss damit der Augendruck nicht steigt um die augen zu erhalten. Ich hatte gedacht, dass ich da was falsch verstande habe, war eh so schockiert von dem ganzen drum herum. Weißt Du ob das oft vorkommt?
Kennst Du zufällig ein Buch über Blindheit beim Hund oder über diese Krankheit?. Habe bisher im Internet nur eins auf Englisch gefunden.
Danke für Deine Hilfe, ich hoffe ich nerve Dich nicht... Will ja keine Panik verbreiten.
 
Ja, das Äuglein wurde entfernt, da unsere Hündin noch an einem Glaucom erkrankt ist und auf einem Auge einen Linsenvorfall war.

So wie ich den PRA-Krankheitsverlauf verstanden habe, muss nicht immer eine Glaucomerkrankung die Folge von PRA sein. Wenn Dein behandelnder Tierarzt jetzt schon Augentropfen empfiehlt , ist das sicherlich vorbeugend, um den Augeninnendruck möglichst niedrig zu halten. Es gibt bestimmte Augenuntersuchungen - mit einer Spaltlampe - bei der festgestellt wird, ob eine Glaucomerkrankung vorliegt. Ich würde einen Fachtierarzt für Augenerkrankung auf jeden Fall aufsuchen. Die Tropfen, die zur Senkung des Augeninnendrucks verabreicht werden, senken auch den Blutdruck, die Folge ist dann Müdigkeit.
 
Ich war in einer Tierklinik bei Augenfachärzten. Dort wurde gesagt, dass der Augendruck ok sei, aber ich die Tropfen geben soll um die Augen zu erhalten. Ich denke, ich muss das nun regelmäßig überprüfen lassen.
Da die Untersuchung in der Klinik erst letzten Donnerstag war, hatte mein Tierarzt vor Ort den Bericht über die Erkrankung noch nicht vorliegen. Ich werde heute abend am Besten mal mit ihm Rücksprache halten wie das alles weitergehen soll.
Vielen Dank für Deine Tips...
 
hallo nochmal,

@Jacky leider hat sich die Diagnose in der Uniklinik bestätigt und es wurde leider auch noch festgestellt das sie Krankheits untypisch schnell verläuft, vermutlich wird die Süße den Neujahrestag nicht mehr sehen können....
Wenn du ein gutes Buch über die Erblindung bei Hunden finden solltest gib mir bitte bescheid, interessiere mich auch sehr dafür.

lg
 
bei Ritchie wurde diese Diagnose gestellt, inzwischen ca 7 Jahre alt ist er blind.

Ich kenne einige blinde Hunde, die mit ihrer Blindheit keinerlei Probs hatten. Geruchssinn und Gehör glichen dies aus, notfalls wurde in fremden Wohnungen an wichtigen Stellen markiert, damit die Orientierung leichter fällt.

Bei Ritchie merke ich aber Veränderungen in seinen Wesen, er ist unsicher und daraus resultiert eine gewisse Aggresivität durch Angst bedingt. Sicherheit gibt ihn Momo, an den er sich sehr oft orientiert.
 
Hi hi,

@speedy-x: So ein Mist. Man hat halt bis zuletzt die Hoffnung. Ich denke es ist besser, wenn man sich versucht damit abzufinden und dem Hund trotzdem ein schönes aufregendes Leben zubereiten.
Bei unserem Jacky kam noch hinzu, dass er jetzt anfängt in der Wohnung Terror zu machen wenn er alleine ist. Also irgendwie kommt in letzter Zeit alles auf einmal! Du darft Deine Kleine wirklich nicht bemitleiden, sonst wird alles schlimmer.
Zur Unterstützung der Augenfunktionen habe ich noch Voltaren Augentropfen von der Tierklinik und von meinem Tierarzt ein Pulver bekommen, dass er zweimal tgl. ins Fressen bekommen soll. Hast Du auch MEdikamente bekommen?

Hast Du DIr schonmal überlegt einen Zweithund anzuschaffen an dem sich Speedy dann orientieren kann usw.?
Was hat man Dir in der Klinik gesagt, kann die Hündin im Moment noch etwas sehen? Beim Jacky bin ich mir da nie so sicher, manchmal denke ich er erkennt noch etwas aber manchmal kommt er mir schon komplett blind vor. Er tut mir dann auch immer total leid, aber ich glaube für uns Menschen ist das noch tausend mal schlimmer mit anzusehen als für den Hund selber!!

Wir schaffen das schon!! :)

@ Silvi,
Hi Du,
ich habe jetzt auch schon so oft gehört, dass Hunde mit ihrer Blindheit rel. gut zu recht kommen. Das beruhigt mich etwas. Habe trotzdem ein bisschen Angst vor dem was noch kommt. Der Jacky ist auch aggressiv anderen Hunden gegenüber geworden, besonders fremden. Ich denke, dass er das auch macht, weil er unsicher ist.

Hattest Du den zweiten Hund schon vor Erblindung von Ritchie??

LG Jessi
 
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