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Pflege der Eltern im Alter

  1. Durch einen anderen Thread bin ich auf das Thema gestoßen, wobei es mich sowieso von Zeit zu Zeit umtreibt, was am Alter meiner Eltern liegen dürfte.

    Wie sieht es bei Euch aus, wenn Eure Eltern aufgrund ihres Alters nicht mehr allein klar kommen und Hilfe brauchen? Habt Ihr da einen Plan und schon mal mit Euren Eltern darüber gesprochen?
    Würdet Ihr Eure Eltern pflegen?

    Meine Eltern sind beide 78 Jahre alt und glücklicherweise noch sehr fit und viel unterwegs mit ihrem Hobby Camping. Sie wollen nicht von mir gepflegt werden und haben dafür so gut wie möglich vorgesorgt. Wobei beide große Sorge haben, als Pflegefall ihr Leben beenden zu müssen.
    Ich weiß auch, dass, wenn meine Mutter oder mein Vater sterben würde, der jeweils andere sehr schnell "verfallen" würde. Sie kennen sich seit 60 Jahren, sind 58 Jahre verheiratet und quasi miteinander verwachsen.
    Ich habe da schon Angst vor, auch wenn ich es meistens verdränge.
     
    #1 Paulemaus
  2. Meine Mutter pflegt jetzt meinen Vater, der durch seine Krebserkrankung auf Hilfe angewiesen ist. Einer meiner Brüder und seine Frau wohnen mittlerweile in eigener Wohnung im Haus meiner Eltern und haben da ein Auge drauf. Im Notfall setzen aber auch da beide Seiten auf Unterstützung durch einen Pflegedienst.

    Meine Schwiegermutter ist mittlerweile ein Pflegefall. In dem Fall wohnt meine Schwägerin in der Nähe und schaut nach ihr bzw. unterstützt ihren Vater bei der Pflege. Die ist examinierte Altenpflegerin. Ich bin darüber sehr froh.

    Erstens wohnen wir nicht direkt um die Ecke und zweitens ist es auch schwierig, mit meinem Mann drüber zu reden. Ob die sich letztlich von mir würde pflegen lassen, weiß ich auch nicht. Sie ist nicht die vernünftigste.

    Hat sich bisher zum Glück alles ohne uns geregelt.

    Wenn es sein muss, klar. Aber nicht unbedingt mit großer Begeisterung. Dafür hab ich schon zu oft im Bekanntenkreis erlebt, dass gerade die Leute, die mit den besten Vorsätzen gestartet waren, am Ende nur noch die Tage gezählt haben, "bis es endlich vorbei ist" - weil sie einfach ausgelaugt waren, keinen emotionalen Abstand hatten/haben konnten und sehr drunter gelitten haben, dass sich am Ende die Rollen umgekehrt haben und sie mit ihren Eltern umspringen mussten, als seien die die Kinder.

    So etwas würde ich nicht wollen. Aber bevor gar keiner sie pflegt, würde ich es natürlich machen.

    Ich würde aber auch von meinen eigenen Kindern nicht unbedingt erwarten, dass die mich pflegen. Besuchen würde mir reichen.
     
    #2 lektoratte
  3. Zwar hoffe ich sehr, daß meine Eltern noch ewig so fit bleiben, wie sie zur Zeit sind, aber da das schon allein aufgrund gewisser "Vorerkrankungen" sehr unwahrscheinlich ist, denke ich natürlich über den Ernstfall nach.

    Meine Eltern sind 71 und 81 Jahre alt, meine Mutter hat ihre Eltern, Schwiegereltern, ihre Tante (und "Ersatzmutter") jeweils über viele, viele Jahre Zuhause gepflegt, betreut jetzt noch täglich intensiv ihre Schwester im Pflegeheim. Eigentlich hatten wir fast mein ganzes Leben lang immer irgendeinen Pflegefall...

    Würde mein Vater zum Pflegefall und meine Mutter wäre noch halbwegs in der Lage sich zu kümmern, würde sie es sich garantiert nicht nehmen lassen, ihn noch selbst zu pflegen - mit der Unterstützung z. B. durch eine Hilfskraft, wie das zuletzt bei meiner Tante ganz gut funktioniert hat. Und / oder eben mit meiner Unterstützung.

    Für meine Eltern ist es selbstverständlich, daß sie so lange wie nur irgend möglich Zuhause bleiben werden und daß ich als einziges Kind mich kümmern werde, obwohl sie immer das Gegenteil behaupten und so tun, als wollten sie mir auf keinen Fall zur Last fallen. Aber es war und ist in unserer Familie üblich und völlig ohne Frage, daß man Zuhause gepflegt wird, also gehe ich fest davon aus, daß meine Eltern sich im Falle eines Falles mit Händen und Füßen gegen ein Pflegeheim wehren würden - wenn sie geistig noch in der Lage wären. Und ehrlichgesagt könnte ich das sehr gut verstehen.

    Ich bin absolut nicht der "Kümmerer-Typ", echte Alten- und Krankenpflege auszuführen kann ich mir eigentlich nicht für mich vorstellen, aber ich denke, ich würde für meine Eltern und für meinen Partner diesbezüglich alles tun, was ich kann. Auch den Job aufgeben und nötigenfalls für gewisse Pflegetätigkeiten, die ich selbst nicht schaffe, Unterstützung ins Haus holen - wie auch immer das dann genau laufen würde.

    Da ich zur Zeit knapp 500 Kilometer entfernt lebe, wäre das alles mit einem kompletten Abbruch all meiner Zelte verbunden - was aber das kleinste Problem wäre, weil ich es hier sowieso zum Kotzen finde und längst wieder heim will. ;)
     
    #3 sleepy
  4. Ich sollte vielleicht ergänzen, dass ‚nicht direkt um die Ecke‘ in beiden Fällen gut 360 km bedeutet.

    Heißt: Alle meine Geschwister und Schwiegergeschwister wohnen dichter an meinen Eltern bzw Schwiegereltern als wir.

    ‚Pflege zuhause‘ ist da an sich ohne Umzug nicht möglich.

    Sollte meine Mutter oder sollten beide Eltern pflegebedürftig werden, würde es wohl darauf hinauslaufen, dass ich regelmäßig hinfahre und meine Geschwister entlaste.

    Anders wüsste ich nicht, wie das gehen sollte.

    Wobei mein jüngster Bruder und Familie direkt neben seiner (chronisch kranken) Schwiegermutter wohnen und mit deren Betreuung jetzt schon gut ausgelastet sind, und bis zu meinen/unseren Eltern auch noch 150 km Anfahrt haben. Auf die ist auch nur begrenzt zu zählen.
     
    #4 lektoratte
  5. Die Schwiegereltern leben bei uns mit im Haus, da sieht es natürlich ganz gut aus, dass wir sie bis zu einem gewissen Grad pflegen können. Allerdings hab ich auch so meine Grenzen. Abgesehen davon, dass ich noch nicht weiß, wie ich selbst irgendwann mal körperlich beinander bin, möchte ich weder meine Schwiegereltern oder Eltern komplett waschen oder wickeln wollen. Und ich weiß, dass auch sie das nicht wollen würden. Dafür müsste dann ein mobiler Pflegedienst kommen. Oder wenn einer schwer dement werden würden. Solche Menschen brauchen ja ständige „Überwachung“. Mein Mann und ich sind beide berufstätig, das lässt sich nicht umsetzen.

    Für uns selbst haben mein Mann und ich eine private Pflegeversicherung abgeschlossen, wir wollen unserem Sohn auf gar keinen Fall eine Pflege aufbürden, noch dazu, weil er ja Einzelkind ist.
     
    #5 MyEvilTwin
  6. Meine Mutter wurde 98 und hat fast bis zum Schluss in ihrem eigenen Haus gelebt.

    Die letzten drei Wochen ging nichts mehr. Da musste sie rund um die Uhr betreut werden. Das war nicht zu leisten.

    Waschen und wickeln funktionierte, man wächst über sich hinaus, wenn es sein muss.

    Meine Schwester hat den Großteil der Betreuung übernommen. Ich bin ihr sehr dankbar dafür.

    Es funktionierte die letzte Zeit nur, weil meine Schwester schon in Rente war. Mit meiner Vollzeit-Berufstätigkeit wäre das nie gegangen.

    Die Gesellschaft hat sich geändert. Eine Pflege zu Hause ist oft kaum möglich.
     
    #6 Parsonfan
  7. Lese hier noch als das Telefon klingelt, Schwiegermutter war dran.
    Ich soll mit GG vorbei kommen, sie müssten so einiges abklären,
    unter anderem Beerdigung ....
    Ein Thema das sowohl sie wie auch GG lieber nicht anschneiden.
    Ich geh davon aus, dass mein Schwiegervater im Moment dazu
    drängt. Bei ihm wurde vergangenes Jahr Parkinson diagnostiziert,
    beide sind über achtzig und waren bis dato immer fit.
    Meine Schwiegermutter steckt bei Problemen lieber "den Kopf in den Sand",
    als ob das helfen würde :rolleyes:
    Wir werden die Woche zu ihnen fahren und dann weiter sehen.
     
    #7 golden cross
  8. @golden cross, mit Parkinson Diagnose solltet ihr das Komplettpaket „Vollmachten“ erledigen. Ohne Patientenverfügung etc. läuft nichts mehr.

    Die Beerdigung geht ohne Vollmachten, alles andere nur noch mit.
     
    #8 Parsonfan
  9. Das hat mein Schwiegervater vergangenes Jahr beium Notar/Anwalt
    gemacht, allein dabei hätte meine Schwiegermutter begreifen müssen
    was Sache ist.
    Wir haben diese Dinge vor einigen Jahren geregelt,
    weil ich darauf bestanden hatte.
     
    #9 golden cross
  10. Ganz schwieriges Thema.

    Jetzt wo noch alles läuft würde ich sagen, Ja
    .
    Wenns aber mal soweit ist würde ich, ehrlich gesagt, nicht meine Hand dafür ins Feuer legen.
     
    #10 matti
  11. Meine mutter, 95, wohnt noch in ihrem haus mit katze, nach ihr letzten armbruch, braucht sie hilfe, seit über einem jahr, sogar 2 personen, die wohnen bei ihr im haus, eine für nachts und eine für den tag, weiter kommen noch zwei damen, je einmal die woche, und nehmen sie mit um irgendwo kaffee zu trinken, oder was zu essen, sie bekommt jeden tag besuch, mein bruder geht sonntags vorbei um nach dem rechten zu schauen, und geht mit ihr ins restaurant ein happen essen. Solange das geld reicht, funktionier das ( zum entsetzen von meine schwester, die sieht das ihr erbe davon schwimmt) wenn es finanziell nicht mehr möglich ist, das personal zu bezahlen, muss das haus verkauft werden, und meine mutter in ein pflegeheim.

    Ich kann distanz mässig nichts machen, und würde sie auch nicht pflegen, aber unterhalten und etwas machen mit ihr. Ich erwarte keinesfalls das meine kinder mir die windeln wechseln, ich muss nicht drann denken.
     
    #11 toubab
  12. Für mich ist das Thema noch nicht so präsent, da Mutti erst 55 ist.

    Aber wir haben uns letztens drüber unterhalten und sie sagte, sie will gar nicht gepflegt werden müssen und würde vorher selbst ihr Leben beenden...ich denk allerdings das sagen viele und haben dann am Ende nicht den Mut dazu oder sind geistig nicht mehr in der Lage, den Zeitpunkt zu finden.

    Wenn es allerdings soweit ist, wäre ich bereit den Job zu kündigen falls es nötig ist. Ich denk zum Wickeln oder Waschen müsste jemand kommen.
     
    #12 MadlenBella
  13. Zusatz: ich habe als jugendliche mein taschen und feriengeld in die pflegeabteilung eines altersheims verdient, bei fremde leute ist alles kein problem, aber bei familie, streikts bei mir.
     
    #13 toubab
  14. Ich hab das jetzt schon drei Mal miterlebt.
    Zuerst meine Oma... sie wurde zu Hause von meiner Mutter und meiner Tante versorgt.
    Zum Waschen etc. kam einmal am Tag die Sozialstation; außerdem wurde eine ältere Dame engagiert, die mit in der Wohnung lebte, um sich zu kümmern.

    Dann mein Papa. Er konnte sich bis fast zum Schluss selbst versorgen. Allerdings hatte er über viele Jahre einen Port; dafür kam zwei mal am Tag jemand von der Sozialstation um diesen zu reinigen, anzuschließen etc.
    Dazu muss ich sagen, obwohl deren Zeitrahmen natürlich sehr eng gesteckt ist, waren die immer sehr freundlich, wirkten nie gehetzt und hatten immer ein offenes Ohr.
    Als er das letzte Mal aus dem Krankenhaus kam, stand kurz die Überlegung im Raum, dass er in ein Hospiz geht. Er hat sich aber dafür entschieden, nach Hause zu gehen.
    Entsprechende Betten etc. kann man heute ja alles mieten; außerdem kam die Sozialstation öfter/länger um meine Mutter zu unterstützen.

    Dann der Opa vom Ex. Bis fast zum Schluss (knapp 99 Jahre) versorgte der sich alleine. Nur nach einem Sturz ging das nicht mehr und er kam vom Krankenhaus ins Pflegeheim... nun ja. Ein furchtbarer Laden, wie ich fand und er war auch alles andere als glücklich dort. Man konnte ihm auch täglich zuschauen, wie er abbaute. Zum Glück musste er das nicht mehr lange ertragen.

    Meine Mutter (83) versorgt sich bisher noch weitestgehend selbst. Sie will ja nicht mal ne Putzhilfe haben :nee:
    Wenn man ihr 'androht', mal ein Fenster zu putzen oder so, hat sie es selbst geputzt, bis man da ist :rolleyes:
    Mein Bruder wohnt mit im Haus, ist aber wie wir alle Vollzeit arbeiten.
    Sie möchte gerne zu Hause bleiben. Selbst pflegen könnten wir sie aufgrund der Arbeit nicht; aber notfalls könnte für die Zeit jemand mit ins Haus ziehen zum Kümmern und die Sozialstation kommen zum Waschen etc.
    Kündigen würde hier keiner für die Pflege. Das würde meine Mutter auch nicht wollen. Wir haben alle unser Leben mit finanziellen Verpflichtungen und sie würde nicht wollen, dass einer von uns seine berufliche Zukunft aufgibt.
    Patientenverfügung, notarielle Vollmacht etc. alles vorhanden.
     
    #14 DobiFraulein
  15. Wir gehen alle sehr offen mit dem Thema um. Es ist auch alles schon seit Jahren klar/besprochen. :)

    Meine Mutter bleibt solang in ihren eigenen vier Wänden, unter Zuhilfenahme von gegebenfalls Pflegedienst, Einzelpersonen/ 24 Stunden Betreuung, bis sie verstirbt.
    Sollte dies aufgrund von Demenz nicht möglich sein, kommt sie nicht in ein Otto Normalo Pflegeheim, sondern möchte in eine Kleinstwohngruppe für demenziell erkrankte Menschen ziehen. Da habe ich auch schon länger einen regionalen Überblick. Mittlerweile gibt es quer durch D einige Einrichtungen, die "ihr Ding" sind. Am liebsten möchte sie auf einem Bauernhof mit entsprechender Versorgung leben. Und JA, die gibt es mittlerweile. :)
    Darum werde ich mich dann kümmern.

    Wir alle, haben uns eh für eine Urnenbeisetzung im Friedwald entschieden. Den Baum werden wir gemeinschaftlich erwerben.

    Sie hat alle Vollmachten, Patientenverfügung etc. in einer Mappe und ich bin für alles Mögliche angeführt. Ich kenn die Frau wie meine Westentasche. :lol: Ich weiß so oder so was sie möchte und was nicht. Das werde ich auch genau so umsetzen, das habe ich ihr versprochen. Meine Brüder sind trotzdem über ihre Vorstellungen informiert, falls ich halt nicht (mehr) kann.

    Das ich sie persönlich Pflege, ist uns jawohl allen klar, geht natürlich nicht. Ich bin nur für`s Seelenheil zuständig.
     
    #15 Flash
  16. Pflege meiner Eltern.... definitiv nein.
    Wollen sie nicht und ich könnte/wollte ebenfalls nicht.
    Beide End-Siebziger, haben sie sich jetzt im Seniorenheim, mit Pflegeeinrichtung, auf die Warteliste setzen lassen.
    D.h. wenn es "soweit" ist, sind sie automatisch die Nächsten auf der Liste.
    Wenn meine Mutter vor meinem Vater gehen sollte, wird er eh nicht mehr lange "da" sein, denn ohne seine Frau...:nee:.
    Andersrum wird meine Mutter natürlich auch am Boden zerstört sein, aber irgendwie zurecht kommen.
    Schwiegervater in Dresden, Witwer und etwas jünger als meine Altvorderen, hatte es ähnlich geplant, durch seine neue LG :zustimm: wird er seine Pläne wohl aber erstmal noch überdenken.
     
    #16 Candavio
  17. Ich habe durch meine Arbeit viele Menschen erlebt, die mit Pflegedienst sehr glücklich und selbstständig zuhause bleiben konnten. Ich habe auch einige Leute erlebt, die von sich aus gerne ins Heim wollten, weil sie dort weniger allein sind. Und ich habe viele Leute erlebt, für die es generell sehr schwer war abhängig zu sein, die es aber immer noch besser ertragen konnten, von Fremden "schwach" gesehen zu werden, als von ihrer Familie.

    Meine Mutter wird nächstes Jahr 60, mit ihr habe ich da noch nicht drüber geredet, aber ich gehe davon aus, dass sie einen Pflegedienst wollen wird, Altersheim ist sicher nicht ihr Wunsch, selbst pflegen kommt weder für sie noch für mich in Frage.

    Meine Oma hat nem Pflegedienst zum Waschen etc und eine Putzfrau, einkaufen und alles andere erledigt die Familie. Mit dem Pflegedienst ist sie sehr glücklich.

    Meine Schwiegermutter will auf gar keinen Fall ins Pflegeheim, aber auch nicht uns zur Last fallen. Wenn es nötig wird, wird auch da der Pflegedienst nach Bedarf kommen.
     
    #17 Vrania
  18. Meine Exfrau und ich haben meinen Vater bei uns aufgenommen, als klar wurde, dass seine Pflegebedürftigkeit über einfache Hilfen im Haushalt hinausgeht. Das war ein Fehler.
    Er ist zurück in mein Elternhaus gezogen, das wir zu dem Zeitpunkt glücklicherweise noch nicht verkauft hatten. Ich habe ihm einen Pflegedienst organisiert.
    In dem Haus ist er dann verstorben.

    Wenn ich selbst eines Tages pflegebürftig sein sollte, was hoffentlich noch in weiter Ferne liegt, werden meine Kinder mich ganz gewiss nicht pflegen. Ich glaube sie würden sich dazu verpflichtet fühlen, aber dazu wird es nicht kommen. Eher noch setze ich dem selbst ein Ende.
     
    #18 HSH-Halter
  19. Ich finde das ganz furchtbar, wenn Angehörige Pflegearbeit übernehmen (müssen). Oftmals leidet die Beziehung darunter ganz immens, die Angehörigen sind völlig fertig und am Ende ist es nur noch eine riesen Belastung.

    Gibt natürlich auch Angehörige/Konstellationen wo das gut klappt, aber mein Eindruck ist, dass es nicht die Regel ist.

    Ich habe hier schon zwei pflegebedürftige Angehörige erlebt und ich fand es beide Male einfach schrecklich.
    Ich wurde aufgrund von Demenz verdächtigt Dinge entwendet zu haben, es roch nach Urin, es wurde ständig an der Heizung gefummelt und ich musste das dann ständig regeln, ich wurde gerufen weil "mir gehts so schlecht, sooo schlecht" (am Ende half ein Glas Wasser und der Kopf tat nicht mehr so weh).
    Dann roch es nach Kot, manchmal war alles mit Kot beschmiert. Was ich gekocht habe war nicht Recht, getrunken wurde kaum, ich wurde rumkommandiert und zu den Pflegedienstmitarbeitern war man ein Schatz. Ständig von A nach B gefahren werden, aufgrund kognitiver Abbauprozesse musste man ja unbedingt heute zum Arzt obwohl der im Urlaub ist, oder zum Bäckerwagen, der eigentlich an einem anderen Wochentag kommt...

    Ich hoffe, das mir das ein weiteres Mal erspart bleibt, aber ich fürchte, das wird es nicht. Leider wird es sicherlich auch keine Vorsorgevollmachten oder dergl. geben, sodass ich dann genauso blöde dastehe wie die Angehörigen mit denen ich täglich beruflich zu tun habe.
     
    #19 IgorAndersen
  20. @IgorAndersen

    Ja, so in etwa kenne ich es auch.

    Schwierige Kiste. :(
     
    #20 lektoratte
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