Oppum/NRW, 13.6.02

  • Amaliana
Giftköderwarnung: Labrador tot


Oppum/NRW, 13.6.02

Bei Hunde- und Katzenbesitzern in der Oppumer Donk-Siedlung geht die Angst vor giftigen Ködern um. Schon im Februar musste ein Labrador eingeschläfert werden. Ein Tierarzt bestätigte der RP, dass der Hund vergiftet wurde. Vor zwei Wochen fand eine Familie ihren Kater qualvoll verendet mit Schaum vor dem Mund auf. Wieder Gift?

"Tagsüber war unserer Labrador Timmi noch topfit", sagt Anne Leisen, Anwohnerin in der Donk-Siedlung. Kurz nach einem Spaziergang auf der Wiese zwischen Eibendonk und Hauptstraße begann der zehn Jahre alte Rüde sich heftig zu schütteln. "Später lag er nur noch apathisch da", sagt Leisen. Die Familie brachte den Hund sofort zum Tierarzt, der eine innere Austrockung der Organe feststellte.

Anne Leisen vermutet, dass der Hund im Gebüsch einen vergifteten Köder zu sich genommen hat. "Das muss eine starke Vergiftung gewesen sein, der Hund wog immerhin 37 Kilo", so Leisen. Der behandelnde Tierarzt bestätigte der RP, dass der Hund vergiftet worden ist und daraufhin eingeschläfert werden musste. Auf eine Anzeige hat Familie Leisen aber verzichtet.

"Wir dachten, das ist ein Einzelfall, wir wussten ja auch nicht genau, um was für ein Gift es sich handelt." Ähnliches erlebten Nina und Sonja Lindau: "Vor zwei Wochen fand ich unseren Kater Janosch qualvoll verendet auf der Wiese nebenan", sagt Sonja Lindau, die am Eibendonk wohnt. Der Kater hatte Schaum vor dem Mund, "wir denken, dass er auch vergiftet worden ist", sagt Sonja Lindau. Vor dem traurigen Fund hatten die Mutter und ihre Tochter Nina mit Handzetteln verzweifelt nach dem Kater gesucht. "Janosch entfernte sich sonst nie weit vom Haus, auf einmal kam er nicht mehr wieder."

Viele Bewohner meldeten sich

Aufgrund der Zettel hätten sich viele Oppumer gemeldet, die auch annehmen, ihr Tier sei vergiftet worden, berichtet Nina Lindau. Ihr ist auch ein Fall bekannt, in dem ein Hund kleine Würstchen gefressen habe, die mit Nägeln gespickt gewesen sei. Nur weil der Tierarzt sofort ein Abführmittel verschrieb, konnte der Hund gerettet werden.

"Im Fall unseres Katers haben wir keine handfesten Beweise", sagt Sonja Lindau, "aber offensichtlich gibt es in Oppum einen Tiermörder, der bewusst giftige Köder auslegt". Seitdem steht sie jeden Abend mit dem Feldstecher bewaffnet am Fenster und sucht die Wiese nach verdächtigen Personen ab. "Ich will, dass der Täter gefasst wird", sagt Lindau. "Schaum vor dem Mund könnte durchaus ein Anzeichen für Rattengift sein", sagt Dr. Uwe Semmelroth, stellvertretender Leiter des Krefelder Veterinäramts. Um eine Vergiftung endgültig zu klären, müsste man das Tier obduzieren.

Die Oppumer Bürger haben Konsequenzen gezogen: Auf der einst als Auslaufplatz intensiv genutzten Wiese sieht man weit und breit keinen Hund mehr. "Nun traut sich keiner mehr mit seinem Tier dorthin", sagt Sonja Lindau.
 
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