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Nierenwerte, Hündin, 14 Jahre

  1. Hallo, Forengemeinde!

    Ich bin gerade ziemlich durch den Wind:

    Letze Woche habe ich von meinen Hunden, 11 + 14 Jahre, "einfach so" (also ohne besonderen Grund, beide sind unauffällig) im Rahmen eines "Alters-Checks" Blut abnehmen lassen.

    Ergebnis für Mia, 14 Jahre, Chow-Mix:

    Harnstoff 23.3 mmol/l + Referenzwert 3.3-8.3
    Kreatinin 168.0 µmol/l + Referenzwert 35-106

    SDMA 1.54 µmol/L + Referenzwert < 0.65

    (Laboklin)

    Ich barfe st. ca. 4 Jahren, ohne das "wissenschaftlich" zu betreiben.

    Ich habe keinerlei Erfahrung damit und bitte euch um Tipps und Hinweise, die mir weiterhelfen können.

    Die Info von Swanie Simon zur Fütterung bei Nierenproblemen habe ich schon gefunden und ich würde auch gern weiter barfen (TA empfiehlt Diätfutter).
    Am Donnerstag habe ich einen Termin zum Ultraschall und Urin will ich auch noch abgeben.
    Ich habe gelesen, dass ich einen UPC-Test machen lassen sollte - die Tierarzthelferin hält das aber für unnötig!?

    Viele Grüße
    Anja

    Vergessen: Ich habe nicht daran gedacht, dass sie für eine Blutabnahme nüchtern sein sollte und somit hat sie rd. 2 Stunden vor der Blutabnahme ihre halbe Tagesration bekommen.
     
    #1 Die Hexe
  2. Es ist enorm wichtig auch an das richtige (!) Hundefutter zu denken.

    Also ich habe für unseren Dicken seeehr lange nach dem richtigen Futter gesucht. Durch Zufall habe ich den hier angebotenen kostenlosen Futtercheck gefunden und konnte dort tatsächlich in Erfahrung bringen, welches Futter ganz konkret von anderen Hundebesitzern mit genau der gleichen Hunderasse bevorzugt wird.

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  3. Wenn die Erkrankung fortgeschritten ist, sieht man Veränderungen der Nieren im Ultraschall. Dann wäre ein UPC-Test nur noch eine Absicherung der Diagnose (nicht mehr unbedingt nötig).

    Falls man jedoch nichts im US sieht, würde ich in jedem Fall einen UPC-Test machen lassen. Damit sichert man die Ergebnisse aus dem Blutbild (die allein nicht aussagefähig sind) ab.

    Meine nierenkranke Hündin habe ich auch weiterhin gebarft. Das Nierendiät-Futter verweigerte sie sowie schon nach dem 3. Tag. Im wesentlichen habe ich mich an Swanie Simons Infos gehalten. Calciumcitrat zugegeben, zwischendurch Tage mit Kartoffelbrei/Ei eingelegt.
     
    #2 Fact & Fiction
  4. @Fact & Fiction
    Dankeschön für deine Antwort!
    Die Aussage der TÄ war, dass diese Blutwerte sich überhaupt erst zeigen, wenn die Nierenfunktion zu mind. 40 % gestört ist.
    Dann müsste doch auf dem US doch auf jeden Fall etwas zu erkennen sein, oder?

    Buoah, ich habe auf so vielen Seiten/Foren/Einzelbeiträgen irgendwas gelesen und nix davon ist annähernd in meinem Kopf sortiert - da ist nur ein großes "P" (für Panik).

    Du hast das Futter für deine Hündin also komplett selbst zusammengestellt ?
    Sind denn noch irgendwelche Medikamente sinnvoll?

    Viele Grüße
    Anja

    Vergessen: kannst du denn zu den Werten etwas sagen?
     
    #3 Die Hexe
  5. Ich markiere mal @matty die hat auch die Hunde mit ganz schlechten Werten gebarft.
     
    #4 embrujo
  6. Wenn die Nierenfunktion um mindestens 40 % reduziert ist, sollte man das im US sehen, ja.

    Das kann zum Beispiel eine der beiden Nieren betreffen, während die andere intakt ist. Das ist dann zwar auch nicht prickelnd, aber trotzdem eine ganz andere Voraussetzung, als wenn beide Nieren gleichzeitig peu à peu ihren Dienst einstellen. Mit einer Niere kann man leben!

    Daran siehst du, dass ein US auf jeden Fall Sinn macht.

    Blutwerten traue ich in dieser Hinsicht nicht. Laboklin z.B. empfiehlt ausdrücklich den UPC-Test zur Absicherung eines Ergebnisses im Bluttest - und das sicher nicht, weil die doppelt verdienen wollen. Mir hat das mal jemand so erklärt: Blutwerte zeigen die Nierenleistung zeitverzögert an (Urin reagiert wesentlich schneller). Es könnte also sein, dass eine Störung vorlag, diese beim Testen des Blutes aber schon wieder behoben ist. Tatsächlich ist mir das bei einem meiner Hunde mal passiert: Nierenwerte äußerst bedenklich im Blut, der UPC-Wert lag dagegen im grünen Bereich. Was auch immer zu den Blutwerten geführt hatte: Es war kein chronisches Nierenleiden.

    Willst du einen Hund für die Zucht einsetzen, wird von den Vereinen ausschließlich der UPC-Wert akzeptiert - das gilt weltweit.



    Ja - das fand ich auch nicht besonders schwer. Man muss halt phosphatreduziert füttern und bei den Proteinen auf hohe Verfügbarkeit/Verdaulichkeit achten. Da ist die Liste von Swanie Simon hilfreich. Phosphat kann man außerdem mit der Zugabe von Calciumcitrat o.ä. zu einem Teil neutralisieren (vereinfacht ausgedrückt).

    Eine Userin hier im Forum füttert phosphat- und eiweißarm (den Link zu dem Thread suche ich dir nachher mal raus). Sie ahmt also gewissermaßen die im Handel oder beim Tierarzt erhältliche Fertig-Nierendiät nach.



    Nein, sorry. Mit Blutwerten bzgl. Nieren habe ich mich noch nie befasst - siehe oben.

    Aber es gibt bestimmt andere User, die sich damit auskennen.
     
    #5 Fact & Fiction
  7. #6 Fact & Fiction
  8. @Fact & Fiction
    Ja, in dem Thread hatte ich schon gelesen (und dort die Liste entdeckt und von dem UPC-Test gelesen).
    Allerdings hatte ich mir nicht gemerkt, dass du dort schon etwas detailierter zur Fütterung geschrieben hast (sorry, ich habe in den letzten zwei Tagen einfach zu viel gelesen und mir zu wenig merken können). Danke dafür (natürlich auch für die anderen Erklärungen weiter oben)!

    Ich bin wirklich sehr verunsichert und habe Angst, etwas falsch zu machen.
    (Auf dem Befund von Laboklin steht übrigens nix von einer Empfehlung für den UPC-Test.).

    Wie kann ich denn das "Problem" mit dem Trinken lösen?
    Es wird ja darauf hingewiesen, dass der Hund genug trinken soll (und ich habe noch nie darauf geachtet, wie viel es wirklich ist).
    Woher weiß ich, dass sie genug trinkt und wie kann ich das bei zwei Hunden kontrollieren?

    Hund Nr. zwei trinkt zwar meistens aus der Gießkanne aber wenn ich das Wasser im Napf mit irgendwas schmackhafter mache, dann lässt sie sich das sicher nicht entgehen.

    Muss ich auch damit rechnen, dass die Nieren von jetzt auf gleich den Dienst versagen? Was kommt dann auf mich zu?

    Viele Grüße
    Anja
     
    #7 Die Hexe

  9. Das verstehe ich nur zu gut. Aber mach dich nicht jetzt schon verrückt, warte erst mal US/UPC ab.


    Auf dem Befund nicht, dazu muss man auf deren Homepage gehen.



    Der Hinweis mit dem "genug trinken" ist wohl hauptsächlich für TroFu gefütterte Hunde gedacht (und für nierenkranke Katzen). Wenn du barfst, nimmt der Hund über die Nahrung sehr viel mehr Flüssigkeit auf, als wenn er TroFu bekommt. Vergleich: Frischfleisch und Gemüse enthalten ca. 80 % Flüssigkeit, TroFu max. bis 10 %.

    Sollte dein Hund auch bei Wärme nie ans Wasser gehen, kannst du bedenkenlos einen Schuss Milch ins Wasser geben. Milch ist kalziumreich.

    Zu viel trinken ist übrigens nicht gut für die Nieren. Von daher, wie oben schon geschrieben: Keine Panik und jetzt nix überstürzen.




    Eine chronische Nierenerkrankung ist ein schleichender Prozess, d.h. die Nierenleistung geht immer weiter zurück, bis die Nieren irgendwann vollends versagen. Wie schnell oder langsam dieser Prozess verläuft, das ist sehr unterschiedlich. Infusionen ("Nierenwäsche") können helfen, das ist eine Frage der Gesamtkonstitution, der Prognose, der Lebensqualität.

    Aber es gibt meines Wissens verschiedene Formen von Nierenerkrankungen. Welche dein Hund haben könnte, lässt sich nur durch weitere Untersuchungen und Überprüfung der Werte in regelmäßigen Abständen herausfinden.
     
    #8 Fact & Fiction
  10. Danke! Ich versuche, mich etwas zu beruhigen, gelingt mir noch nicht...

    Sollte ich im Alltag noch irgendwas beachten? Sollte sich der Tagesablauf irgendwie verändern?
    Ich meine, z. B. Futterrationen noch mehr aufteilen, Spaziergänge länger oder kürzer, bei Wärme noch weniger machen?
     
    #9 Die Hexe
  11. Ich hatte die alte Hündin, die ich mit nicht mehr messbaren Nierenwerten übernommen hatte noch fast zwei Jahre.
    Ich bin mit ihr verreist, sogar in den Alpenurlaub. Ich hbe halt ein wenig hingeschaut, was man ihr zumuten kann, evtl. mal eine Pause mehr, das war es dann aber auch schon.
    Gefüttert habe ich im Wesentlichen nach Swanie Simon.
    Als sie nachts inkontinent wurde, habe ich ihr Babywindeln gekauft. Damit hatte ich das Problem auch unterwegs und auf Reisen einfach und preiswert im Griff.

    Wenn du magst, schicke ich dir per E-Mail das, was für ich damals wichtig war, (allerdings unsortiert, weil ich im Moment keine Zeit habe). Ich bräuchte dann die Adresse per PN.
     
    #10 matty
  12. Danke, @ matty - ich schreibe dir eine PN.

    Kannst du denn zu den Werten von Mia etwas sagen?
    Mit der Aussage "nicht mehr messbare Werte" kann ich so gar nix anfangen - was bedeutet das denn genau?

    Viele Grüße
    Anja
     
    #11 Die Hexe
  13. Das musst du dir vorstellen wie beim Thermometer: Die Skala reicht von x-y, liegen die Werte höher (oder niedriger) als der höchste bzw. niedrigste anzuzeigende Wert, gilt er als "nicht mehr messbar".
     
    #12 Fact & Fiction
  14. Meinst du die Ergebnisse, die von den Laboren in drei Spalten mit Kreuzen darin dargestellt werden (also Normalbereich, erniedrigt, erhöht) und das Ergebnis in keiner Spalte mehr angezeigt wird?

    Oder gilt das auch für Ergebnisse, die in Zahlen dargestellt werden? Zahlen sind doch nicht endlich? *grübel*
     
    #13 Die Hexe
  15. Das Eintragen in irgendeine Liste ist eine Sache, das Messen eine andere. Klar sind Zahlen nicht endlich, aber Messwerkzeuge schon. Die sind auf eine bestimmte Spanne ausgelegt.

    Wenn irgendein Messwerkzeug z.B. bis 1.000 geht, dann lässt sich 1.001 nicht mehr messen. Statt "nicht mehr messbar" könnte man auch "oberhalb/unterhalb des messbaren Bereichs" sagen.
     
    #14 Fact & Fiction
  16. Uaah!
    Ich war gerade auf der HP von Laboklin:

    Zitat:
    - Kreatinin ist der spezifischste Indikator der Nierenfunktion. Infolge der Reservekapazität der Niere treten erhöhte Werte aber erst bei Nierenschädigungen von über 60 % auf.

    - Zur Früherkennung von Funktionsstörungen dient der Eiweiß-/Kreatinin-Quotient (U-P/C) im Harn (Mittelstrahlurin oder Zystozenteseharn) sowie die Nierenfunktionsprüfung mittels Kreatininclearance

    Quelle:

    Über 60%!
    --
    Edit: hat sich mit deinem Beitrag überschnitten, danke für die Erklärung!
     
    #15 Die Hexe
  17. So, ich komme gerade vom Ultraschall zurück.

    Noch vor der Untersuchung sagte mir die TÄ, dass ohne Medis + Nierendiätfutter die Hunde nur noch rd. 1 Jahr leben - Barf würde da nicht mehr "reichen" (oder so ähnlich), das sei ihre Erfahrung aus den letzten Jahren.
    Auf Infos aus dem Internet könne man sich eh nicht verlassen sondern sollte den Fachleuten schon glauben.

    Der Nierenultraschall war unauffällig - die TÄ hat nix gesehen.
    Leider konnte sie kein Foto vom US machen - das ärgert mich jetzt, weil ich es ja so niemandem für eine 2. Meinung zeigen kann.

    Urin für den UPC-Test habe ich einschicken lassen.

    Habt ihr zusätzlich zum Barf noch Medis gegeben?

    Viele Grüße
    Anja
     
    #16 Die Hexe
  18. Aha, auf dem US hat sie zwar nichts gesehen, aber die TÄ weiß, dass der Hund ohne Nierendiät + Medis nur noch rd. 1 Jahr zu leben hat :woot:

    Such dir einen gescheiten Tierarzt.
     
    #17 Fact & Fiction
  19. Nierenmedikamente
    homöophatisch gab es immer mal wieder und bei Verschlechterungen
    als Injektion folgendes:

    - Berberis comp. Heel

    - Ubichinon comp. Heel

    - Coenzyme comp. Heel

    - Ren suis injeel Heel

    (- ATP Adenotriphosphat Heel /das weiß ich nicht mehr so genau.)

    Früher Solidago ist aber nicht mehr so das Mittel der Wahl, Berberis comp. ist wohl besser und obendrauf kam noch "ATP". Das ist homöopathisches Adenosintriphosphat - der Brennstoff der Zellen, der die Mitochondrien am Laufen hält.

    Lespedeza capitata
    Brennnesselsamen

    Ipakitine als Phospatbinder gab es zu den Mahlzeiten.

    Als die Werte sehr schlecht wurden, war Xenia zwei mal eine Woche lang als Tagespatient in der Tierklinik zu Infusionen, was die Nierenwerte deutlich verbessert hat.
    Im letzten halben Jahr hat sie auch ganz entspannt zu Hause Infusionen bekommen, subkutan.

    Den Rest schicke ich dir schnell noch unsortiert.
    Du bist jedoch gut in der Lage das zu bewerten, weißt auf dem Gebiet eher mehr als ich.
     
    #18 matty
  20. ich hatte das als D4, war vor Jahren mal ein Tipp von Gabi hier aus dem Forum

    und hat sich nachweislich bei allen Nieren-Paitenten Hunden bei mir bewährt als Harnstoff-ausleitend und damit senkend
     
    #19 Biggy
  21. Ääääh....der Satz galt doch bestimmt nicht mir?
    Falls doch: Ich weiß gar nix, bin völlig überfordert.
    Böhmische Dörfer (und davon ganz viele!)

    Danke, Bärbel-matty, für deine E-Mail! Ich habe alles schon überflogen und werde es mir noch mal gründlich durchlesen.
    Was ich allerdings sagen kann: Symptome hat Mia keine.
    --
    Wenn die Nieren im US unauffällig waren, könnten sie dann trotzdem nicht richtig arbeiten?

    Viele Grüße
    Anja

    Vergessen: Also wenn, dann gab es nur homöopathische Medis, ja?
    Die TÄ hat heute Micardis verschrieben (ich habe noch nicht geschaut, was das ist)
     
    #20 Die Hexe
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